12 Tage Ägypten im September: Mein ehrlicher Erfahrungsbericht aus Hurghada

Hotel-Check, Ausflugs-Tipps nach Kairo & Luxor und warum der September die beste Reisezeit ist
Ägypten
Yasmin Bossert
01.09.2026
5 min Lesezeit

12 Tage Ägypten im September: Mein ehrlicher Erfahrungsbericht aus Hurghada

Sonne, Kultur & Entspannung – Tipps für die beste Reisezeit, Ausflüge und Unterkunft

Alles auf einen Blick

  • Reiseziel: Hurghada, Ägypten (mit Tagesausflügen nach Kairo & Luxor)
  • Reisedauer: 12 Tage
  • Reisezeit: September (optimale Wassertemperatur & erträgliche Hitze)
  • Unterkunft: Steigenberger Aqua Magic (All-Inclusive)
  • Highlights: Pyramiden von Gizeh, Tal der Könige, Nil-Bootstour

Wer mich fragt, wann man am besten nach Ägypten reist, bekommt von mir immer dieselbe Antwort: September. Warum? Im Juli und August ist es einfach zu heiß, aber ab September wird die Hitze langsam erträglich, während das Rote Meer noch die gesamte Sommersonne gespeichert hat. Wir waren zwölf Tage dort – genau die richtige Spanne für eine perfekte Mischung aus entspanntem Liegen am Strand und kulturellen Ausflügen in die Antike. Unser fester Ausgangspunkt für den gesamten Urlaub war Hurghada.

Unterkunft: Wie schlägt sich das Steigenberger Aqua Magic?

Für unseren Aufenthalt haben wir uns für das Steigenberger Aqua Magic entschieden, ein klassisches All-Inclusive-Resort. Was den Strand angeht: Man läuft entweder fünf Minuten durch die gepflegte Gartenanlage oder steigt in das Golfcart, das ohnehin ständig hin- und herpendelt. Der Küstenabschnitt selbst ist überwiegend feinsandig und fällt schön flach ab. Das Tolle daran: Badeschuhe benötigt man eigentlich gar nicht, weil im seichten Wasser kaum spitze Steine oder Korallenstücke herumliegen.

    •    Liegen & Service: Sonnenschirme, Handtücher und Liegestühle sind alle inklusive und in reichlicher Anzahl vorhanden. Das nervige Handtuch-Reservieren um sechs Uhr morgens gibt es hier zum Glück nicht.

    •    Sicherheit: Der Schwimmbereich ist klar abgetrennt und Rettungsschwimmer haben ein wachsames Auge auf alles.

    •    Wellness & Erholung: Nach den ganztägigen Ausflügen lohnt sich ein Abstecher in das hoteleigene Spa. Die Therapeuten dort verstehen ihr Handwerk wirklich gut.

Gizeh & Sphinx ab Hurghada: Warum der Tagesflug die beste Wahl ist

Vor den Pyramiden von Gizeh zu stehen, macht einen erst einmal sprachlos. Man kennt die Bilder aus dem Fernsehen, aber wenn diese gigantischen Steinklötze dann wirklich vor einem aufragen, wird einem die Jahrtausende alte Geschichte dahinter erst so richtig bewusst.

Wichtiger Reisetipp für Kairo: Bucht den Trip nach Kairo unbedingt als Tagesflug! Im Hotel haben wir Urlauber getroffen, die sich die Bustour angetan haben – das bedeutet jeweils sechs bis sieben Stunden Hin- und Rückfahrt. Mit dem Flieger von Hurghada braucht man circa eine Stunde und zwanzig Minuten, spart sich extrem viel Stress und kommt entspannt bei den Pyramiden an.

Abstieg in die Antike: Luxor und das Tal der Könige

Ein weiterer Tagesausflug führte uns von Hurghada nach Luxor. Was mich im Tal der Könige am meisten fasziniert hat: Die Farben an den Wänden tief unten in den Felsengräbern sind nach all den Jahrtausenden noch so leuchtend, als hätte der Maler erst gestern den Pinsel abgelegt. Da unten herrscht eine ganz eigene, fast schon mystische Ruhe – ganz im Kontrast zur drückenden Wüstenhitze und dem feinen Staub draußen.

Durchatmen auf dem Nil: Entspannung abseits des Trubels

Als wohltuendes Kontrastprogramm zum Resorttreiben haben wir zwei kleinere Bootstouren auf dem Nil unternommen. Wenn der kühle Wind übers Deck streicht, man mit einem frischen Pfefferminztee in der Hand entspannt und am Ufer langsam die grünen Palmen sowie die kleinen Dörfer vorbeiziehen, schaltet das Gehirn automatisch auf Entspannung. Es war einfach schön, einen kurzen, ungeschminkten Blick auf das ländliche Leben abseits der großen Touristenzentren zu werfen.

Souvenirhändler in Ägypten: So bleibst du garantiert entspannt

Man muss es ehrlich ansprechen: Die Händler an den Sehenswürdigkeiten können extrem anstrengend sein. Da wird einem schon einmal unvermittelt etwas in die Hand gedrückt oder am Ärmel gezupft. Am Anfang nervt das gewaltig, aber man lernt schnell den Dreh: Nicht stehen bleiben, keinen Blickkontakt aufbauen und einfach ein freundliches, aber bestimmtes „Nein danke.“. Wer ruhig weitergeht, hat nach zwei Sekunden seine Ruhe.

Mein Fazit: Lohnt sich Ägypten im September?

Würde ich die Reise noch einmal genauso buchen? Ganz klar: Ja. Das Preis-Leistungs-Verhältnis im September passt einfach. Man bekommt hervorragenden Service, tolles Wetter und Kultur satt. Das Einzige, was ich beim nächsten Mal anders machen würde: Statt nur Tagesausflüge zu buchen, würde ich direkt eine mehrtägige Nilkreuzfahrt mit einbauen.

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Yasmin Bossert
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    •    Route: Mahé (4 Tage) → La Digue (4 Tage) → Praslin (4 Tage)

    •    Fähren: Cat Cocos & Cat Rose für die Inselwechsel

    •    Budget-Check: Bus ca. 0,80 € | Fahrrad ca. 5 €/Tag | Take-away 7–10 € | Restaurant 35–60 € p. P.

Mahé: Wilde Küsten und die ÖPNV-Falle

Nach dem langen Flug ging es für uns direkt zu unserer Unterkunft, der Villa Koket im Nordosten. Koffer in die Ecke geworfen, Badesachen an – 15 Minuten später standen wir am Carana Public Beach. Keine Liegen, keine Toiletten, einfach nur Palmen und feiner Sand. Perfekt zum Auspacken und Runterkommen.

Wenn ihr günstig über die Insel reisen wollt, nehmt den Bus für umgerechnet 80 Cent. Wichtig: Wer bar zahlen will, hat beim Fahrer keine Chance. Ohne die SPTC-App oder eine Visitor Travel Card (gibt’s direkt am Flughafen oder an Kiosken) bleibt ihr einfach stehen. Am trubligen Beau Vallon Beach hat uns weniger der Strand als der Food-Markt überzeugt: An den Ständen esst ihr für unter 10 €, während die Restaurants nebenan locker das Vierfache verlangen.

La Digue: Im Schritttempo über die Insel

Autos sieht man hier kaum. Wir haben uns bei der Tannette Villa für 5 € am Tag zwei ausrangierte Drahtesel geschnappt. Die Bremsen quietschten bergab zwar wie verrückt, aber genau das macht den Charme aus.

Für die berühmte Anse Source d’Argent zahlt ihr am Eingang von L’Union Estate ca. 10 € (150 SCR) Eintritt. Plant den Ausflug unbedingt nach dem Gezeitenkalender: Bei Flut ist der Strand schlichtweg weg, bei Ebbe habt ihr morgens noch gut Platz zwischen den Granitelementen. Wenn ihr richtig ins Schwitzen kommen wollt, wandert hoch zur Belle Vue Snack Bar. Die Straße steigt ordentlich an, also nehmt feste Turnschuhe und genug Wasser mit. Die Aussicht über die Küste entschädigt aber für jede Anstrengung.

Praslin: Schildkröten und der Dschungelpfad

Unser persönliches Highlight in der La Modestie Villa wartete jeden Morgen im Garten: Mehrere Riesenschildkröten machten gemütlich ihre Runde und verdrückten lauthals Hibiskusblüten.

Von der Unterkunft ging es zu Fuß in etwa 45 Minuten über einen Dschungel-Trail zur Anse Lazio. Der Weg ab der Bushaltestelle schlängelt sich über rutschige Wurzeln und matschigen Waldboden – nicht ohne, aber traumhaft schön. Am Ziel wartet Puderzuckersand, dichter Schatten unter Takamaka-Bäumen und ruhiges Meer.

Kein Plastikmüll am Strand, keine aufdringlichen Verkäufer – abends hört man nur noch die Grillen draußen und sieht einen kleinen Gecko an der Zimmerdecke. Es ist diese friedliche Natur, die im Gedächtnis bleibt. Wer die feuchte Hitze abkann und keinen Luxus-Schnickschnack braucht, nimmt von hier eine tiefe Entspannung mit nach Hause.

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