Bali Calling

Eine Rundreise voller Abenteuer, Kultur und unvergessliche Momente
Indonesien
Tim Kokay
17.07.2026
5 min Lesezeit

Im August 2023 ging es für meine Freundin und mich auf eine knapp dreiwöchige Bali-Rundreise. Von Zürich aus starteten wir und fuhren einmal quer über die Insel und besuchten auch benachbarte Inseln.

Die Reise führte uns durch wunderschöne Landschaften und zu absoluten Traumstränden und wird mir wohl für immer in Erinnerung bleiben.

Gestrandet in Uluwatu

Von Zürich aus ging es für uns über Doha nach Denpasar, wo wir nach einer Reisezeit von etwas mehr als 18 Stunden schließlich gelandet sind. Am Flughafen angekommen, ging es mit einem im Voraus gebuchten Fahrer nach Pecatu an den südlichsten Zipfel Balis. Dort bezogen wir unsere Unterkunft für die nächsten fünf Nächte. In unserer wirklich schönen Eco-Lodge im Gravity Boutique Hotel genossen wir den ersten Tag in vollen Zügen. Mit einem guten Frühstück und einem wunderschönen Infinity-Pool kamen wir erst einmal an. Außerdem genossen wir die eine oder andere Massage, die für deutsche Verhältnisse ein absolutes Schnäppchen ist.

In den kommenden Tagen besuchten wir die verschiedensten Orte im Süden der Insel. Neben wunderschönen Tempeln in den Klippen hat der Süden mit seinen Stränden einiges zu bieten. Der Tempel Uluwatu ist wohl der bekannteste Tempel der Region. Wir besuchten ihn ebenfalls und wurden vor den wild herumlaufenden Affen gewarnt, die auch gerne mal unachtsame Touristen bestehlen. Am Abend besuchten wir den bekannten Kecak-Tanz, ein balinesisches Musik- und Tanztheater, das aus älteren spirituellen Ritualen entstand.

Nach einem letzten Abend in einer nahegelegenen Bar ging es für uns bereits zum nächsten Stopp.

Living in the Jungle

Nach einiger Suche nach einem Transfer von Uluwatu nach Tegallalang wurden wir in einem kleinen Kiosk fündig. Der Besitzer bot dort auch private Transfers an. Nach knapp drei Stunden kamen wir am Ziel an und bezogen unsere Hütte inmitten der Reisfelder. Abgelegen von der Außenwelt genossen wir die wohl verrückteste Unterkunft unserer Reise. Mit einem Whirlpool auf dem Dach und Blick auf die benachbarten Reisfelder ließen wir den Tag ausklingen. Die doch sehr abgelegene Lage machte unseren Plänen einen Strich durch die Rechnung, weshalb wir den zweiten Tag ebenfalls auf der Anlage des „WoyWoy“ verbrachten. Wir ließen es uns bei einem Floating Breakfast und einem tollen Abendessen gut gehen, bevor unsere Reise am nächsten Morgen weiterging.

Aufregende Tage in und um Ubud

Am frühen Morgen wurden wir von unserem Guide Newman Astina abgeholt. Mit ihm hatte ich bereits im Voraus Kontakt. Wir verbrachten den ersten Tag gemeinsam auf seiner Heimatinsel. Mir war wichtig, dass Newman Deutsch spricht, da ich mich sehr für die Kultur und seine Heimatinsel interessiere und möglichst wenig Informationsverlust haben wollte.

Vorbei an unzähligen Reisfeldern hielten wir das erste Mal bei einem kleinen Tempel. Dieser war wenig besucht und Newman konnte uns in Ruhe alle Dinge im Tempel erklären. Auf dem Weg zu unserem nächsten Stopp fuhren wir an einer Opfergabenparade vorbei, die sehr beeindruckend war. In Bali werden die täglichen Opfergaben an vielen verschiedenen Orten abgelegt. Sie sollen Dankbarkeit ausdrücken und das Gleichgewicht zwischen Menschen, Göttern und spirituellen Kräften bewahren. Unser nächster Stopp war ein über 250 Jahre alter Benyan-Baum, der über 25 Meter hoch ist und riesige Wurzeln hat. Die Mittagszeit verbrachten wir in den Reisfeldern von Jatiluwih, die seit 2012 zum UNESCO-Welterbe zählen. Wir spazierten entlang der Reisfelder und machten an einer Hütte Halt, in der es frische Kokosnüsse gab. Von dort aus hatten wir einen schönen Blick auf die Reisfeldarbeiter. Auf dem Weg zu unserem letzten Stopp des Tages besuchten wir noch einen wunderschön gelegenen Tempel inmitten der Berge mit einem See in der Tempelanlage. Hier merkte man schon deutlich, wie groß das Besucherinteresse an den Tempeln auf Bali ist. Unser letzter Stopp des Tages war der „Banyumala Twin Waterfall“. Bevor wir den Anblick genießen konnten, ging es über einen abenteuerlichen Fußweg nach unten. Dieser Weg machte sich aber mehr als bezahlt. Wir verbrachten etwas Zeit direkt am Wasserfall, bevor wir den steilen Weg nach oben und Richtung neue Unterkunft nahmen.

Am zweiten Tag stand ein balinesischer Kochkurs auf dem Programm, weshalb wir zunächst den lokalen Markt besuchten. Auch hier hatten wir eine hervorragende Begleitung: Newman, der Bruder unseres Guides, der früher als Koch gearbeitet hatte, organisierte für uns einen Kochkurs bei einer befreundeten Familie im Garten. Wir durchstöberten den Markt, vorbei an verschiedensten Früchten bis hin zu frischem Fleisch, und kauften für unseren Kochkurs ein. Bei der befreundeten Familie angekommen, wurden wir herzlich empfangen. Anschließend wurde uns der Gewürzgarten gezeigt, aus dem wir die verschiedenen frischen Gewürze selbst pflücken bzw. sammeln mussten. Wir kochten verschiedene Gerichte der balinesischen Küche: von einer Curry-/Ingwer-Gewürzpaste über gefüllte Bananenblätter bis hin zum klassischen Nasi Goreng. Wir hatten einen wunderschönen Tag mit einem richtig leckeren Essen. Nach dem Essen durften wir noch den familieneigenen Tempel besuchen, der wirklich beeindruckend war. Zum Abschluss zeigte mir der Hausherr, bei dem wir zu Gast waren, was man so alles mit Bananenblättern machen kann, und bastelte mir einen Hut, den ich voller Stolz bis nach Deutschland mitgenommen habe. Die Gastfreundschaft hat uns hier wieder einmal umgehauen.

Nach einem Tag Pause, an dem es übrigens auch regnete und wir uns bei einer Paarmassage entspannen konnten, ging es für uns mit Newman noch einmal los, denn wir wollten noch deutlich mehr abseits vom Massentourismus entdecken. Den Anfang machte der Pura Puseh in Batuan, ein weiterer Tempel, der aber aus dem 11. Jahrhundert stammt und zu den ältesten seiner Art gehört. Der Tempel beeindruckt durch seine sehr fein gearbeitete Steinmetzarbeit, die noch heute von den Dorfbewohnern durchgeführt wird. Danach machten wir uns auf den Weg zu einer Schildkrötenauffangstation, in der verletzte und kranke Schildkröten gepflegt und aufgepäppelt werden. Ein absolut tolles Projekt, das wir unbedingt unterstützen wollten! Nebenbei übernahmen wir beide die Patenschaft für zwei Schildkröten. Danach ging es für uns zu einem kleinen Kaffeestopp am „Tegenungan Waterfall“. Mit neuer Kraft besuchten wir den Bali Bird Park und den Kemenuh Butterfly Park, die beide sehr beeindruckend und gepflegt waren. Den Abschluss mit Newman machten wir auf einer Kaffee- und Teeplantage, auf der wir verschiedene Sorten Kaffee und Tee probierten. Ich spreche eine Empfehlung für den Luwak-Kaffee auf der Insel aus, der auf jeder Plantage fantastisch geschmeckt hat. So ging auch der zweite und letzte Tag mit Newman, unserem Guide, zu Ende. Auf dem Weg nach Hause hielten wir noch kurz an einem kleinen Stand, wo er uns die typisch balinesische Süßspeise „Martabak Manis“ spendierte. Auch diese solltet ihr unbedingt probieren! Angekommen im Hotel verabschiedeten wir uns von Newman, der uns zwei Tage lang seine Heimatinsel nähergebracht hat. Auch ihm gebührt ein riesiges Dankeschön. Falls ihr auf der Suche nach einem Guide seid, meldet euch bei mir. Ich schicke euch gerne die Kontaktdaten durch.

Ab auf die Insel !

Unsere Reise ging von Ubud nach Sanur Kaja. Dort hatten wir ein Speedboot gebucht, das uns auf die benachbarte Insel „Nusa Lembongan“ brachte. Nach einer dreiviertel Stunde legten wir am Mushroom Bay Beach an. Hier wusste ich es zu schätzen, mit dem Rucksack zu reisen. Während die meisten Passagiere ihre Koffer durch das kniehohe Wasser schleppten, warfen wir unsere Rucksäcke auf den Rücken und liefen Richtung Strand. Von dort aus holte uns ein Fahrzeug ab, das von der Unterkunft für uns gestellt wurde und das einem Tuk-Tuk ähnelt. Am Dream Beach angekommen, bezogen wir unsere gebuchte Unterkunft, die „Dream Beach Huts“. Unser kleines, aber feines Zimmer war hüttenähnlich gestaltet: ein Bett, zwei Nachttische und eine Treppe hinunter zum Outdoorbad mit Blick auf das rauschende Meer. Hier erholten wir uns von den doch anstrengenden Tagen mit Newman in Ubud, genossen den wunderschönen Strand und gingen früh schlafen. Nach dem Frühstück ging es für uns zum Schnorcheln. Zwei Personen des Tauchunternehmens holten uns ab und brachten uns zum Startpunkt der Tour. Wir gingen an Bord eines kleinen Bootes, das uns sehr turbulent aufs offene Meer brachte. Angekommen an unserem ersten Stopp sahen wir direkt unzählige Rochen in freier Wildbahn. Diese waren riesig und doch auch ein wenig angsteinflößend, aber im Nachhinein war es ein weiteres riesiges Highlight für mich, mit ihnen tauchen zu dürfen. An den anderen Stops sahen wir wunderschöne Korallenriffe und eine Menge Schildkröten, die von Fischschwärmen verfolgt wurden. Danach gingen wir uns frisch machen, um anschließend das in der Nähe liegende „Devil Tears“ anzuschauen, wo meterhohe Wellen an die Felsen brechen und eine meterhohe Gischt erzeugen. Den letzten Sonnenuntergang auf der Insel ließen wir auf ein paar Felsen in der Nähe ausklingen, bevor wir zu unserem letzten Stopp wieder aufs Festland fuhren.

Hallo Canggu

Das Ende unserer Reise nahte. Um eventuellen Problemen beim Bootstransfer aus dem Weg zu gehen, planten wir zwei Puffertage ein, die wir aber nicht brauchten. Somit verbrachten wir drei Tage in Canggu. Dort ließen wir es uns noch einmal richtig gut gehen, besuchten ein letztes Mal ein Massagestudio und einen der vielen Beach Clubs und genossen ein letztes Mal die Gastfreundschaft der Balinesen. Nach 19 Tagen ging es für uns mit Grab, einer Art Uber, zum Flughafen, von wo aus der Heimflug wieder über Doha nach Zürich ging.

Noch heute erzähle ich von den vielen schönen Momenten unserer Reise, die mir wohl für immer in Erinnerung bleiben werden.

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USA

Entlang der Westküste 2024/2025

Ende Dezember 2024 waren wir – meine Freundin und ich – mit einem befreundeten Pärchen für zwei Wochen an der Westküste der USA unterwegs. Die Reise führte uns vorbei an verschiedenen Sehenswürdigkeiten und tollen Plätzen, welche wir mit dem Mietwage
Tim Kokay
17.07.2026
5 min Lesezeit

Ende Dezember 2024 waren wir – meine Freundin und ich – mit einem befreundeten Pärchen für zwei Wochen an der Westküste der USA unterwegs.

Die Reise führte uns vorbei an verschiedenen Sehenswürdigkeiten und tollen Plätzen, welche wir mit dem Mietwagen wunderbar erkunden konnten. Am Ende der Reise erfüllten mein Kumpel und ich uns noch einen riesigen Traum – seid gespannt.

Start in “The City by the Bay”

Den Auftakt bildeten 3 Nächte in San Francisco. In dieser Zeit waren wir im Nob Hill Hotel untergekommen, welches durch seine zentrale Lage positiv hervorgehoben werden muss. Leider ist es in San Francisco sehr schwer, sichere Parkplätze zu bekommen, weshalb wir bei der Ankunft den Valet-Parking-Service des Hotels in Anspruch genommen haben.

Nach der ersten Nacht ging es für uns vier in ein kleines Frühstücksrestaurant um die Ecke, welches unscheinbar aussah aber durch leckere Bagels und guten Kaffee überzeugen konnte. Nach der ersten Stärkung in den Staaten fuhren wir mit dem Mietwagen an eine Anhöhe mit Blick auf die Golden Gate Bridge. Battery Spencer ist wohl der berühmteste Aussichtspunkt auf der Brücke, welcher vor allem zu Sonnenauf- und -untergang sehr gut besucht ist. Die ehemalige Küstenverteidigungsanlage ist eine absolute Empfehlung von mir. Ebenfalls ein Spaziergang wert ist der Baker Beach, welcher recht ruhig gelegen unterhalb der Golden Gate Bridge liegt.

An dem darauf folgenden Tag wartete schon ein echtes Highlight auf uns – Alcatraz, das wohl bekannteste Gefängnis der Welt. Mit der Fähre ging es von Pier 41 auf die verlassene Gefängnisinsel. Schon beim Betreten der Insel spürte man eine ganz besondere Atmosphäre. Am Eingang angekommen schnappten wir uns Kopfhörer und erkundeten mit einer Audio-Tour die Zellenblöcke auf eigene Faust. Mein persönlicher Höhepunkt der Tour war eindeutig die Isolationszelle, in der wohl der bekannteste Häftling der Insel saß – Al Capone. Nachdem wir wieder zurück in San Francisco waren, stärkten wir uns erstmal mit einem Hot Dog am Straßenrand, auch hier eine absolute Empfehlung! Danach gingen wir noch entspannt am Fisherman’s Wharf vorbei und beendeten den Tag mit dem Sonnenuntergang am Pier 39 in Gesellschaft der Seerobben.

Die letzte Nacht in San Francisco war Geschichte. Wir gingen nochmal in unser liebstes Frühstücksrestaurant „Cozy Cafe“, bevor wir uns ins Auto schwingen, um unseren nächsten Stopp anzusteuern.

Silvester in der “City of Angels”

Angekommen am späten Nachmittag in Los Angeles, war schon der erste Eindruck riesig und beeindruckend. Schon immer wollte ich ein Spiel der Basketballmannschaft „LA Lakers“ im Staples Center besuchen, und wie der Zufall so wollte, hatten sie bei Ankunft ein Heimspiel. So verbrachten wir den ersten Abend in Los Angeles im bekannten Staples Center, und ich konnte einen weiteren Traum von mir verwirklichen. Mit einem herrlichen Blick über Los Angeles ging für uns der Anreisetag zu Ende.

Die nächsten zwei Tage haben wir genutzt, um uns die Stadt Los Angeles anzuschauen. Wir sind von Downtown über den Rodeo Drive und den Hollywood Boulevard zum Santa Monica Pier gefahren. Von da aus sind wir dann weiter nach Venice Beach, wo wir den ersten Abend bei einem wunderschönen Sonnenuntergang ausklingen ließen. Den zweiten Sonnenuntergang haben wir uns am Griffith Observatory angeschaut, das ich euch auf jeden Fall auch empfehlen kann!

31.12.2024: Silvester. Für diesen Tag hatten wir uns etwas Besonderes überlegt: Wir sind in die Universal Studios gegangen. Als wir in Hogwarts, der Nintendo World oder dem Jurassic Park ankamen, sind wir in die verschiedenen Themenwelten eingetaucht und haben den Silvestertag bei über 20 Grad genossen. Nach der letzten Show wurde das Universal Studio zu einem riesigen Dancefloor und alle freuten sich auf das Jahr 2025. Mit einem Feuerwerk haben wir das neue Jahr 2025 begrüßt.

Den Neujahrstag haben wir ganz entspannt verbracht. Nach einem Spaziergang am Laguna Beach sind wir nochmal an den Venice Beach gegangen. Da haben wir nochmal den guten Vibe und die gute Laune genossen.

Welcome to Fabulous Las Vegas

Auch hier kamen wir erst am späten Abend an. Bei unserer Ankunft blinkten schon die Lichter in der ganzen Stadt. Das hat uns einen ersten Eindruck von der wohl verrücktesten Stadt der Welt vermittelt. Der erste Abend war wieder ein ruhiger Ankunftstag. Wir sind über den Strip geschlendert und haben uns die Fontänenshow vor dem bekanntesten Hotel der Stadt, dem Bellagio, angeschaut.

Mein Kumpel und ich sind am nächsten Morgen schon um 5 Uhr aufgestanden, weil wir mit dem Shuttle zu meinem absoluten Highlight der Reise fahren wollten. Nachdem wir am Boulder City Airport angekommen und kurz eingewiesen worden waren, ging es für uns beide in den Helikopter. Der brachte uns über den Gran Canyon und den Hoover Dam. Die Landschaft ist so riesig, dass man das kaum in Worte fassen kann. Und die Felsen sind so riesig und die Steinlandschaften so weit, dass man das auch nicht in Bildern zeigen kann. Ich hab' da mal eine Landung mitten im Grand Canyon gemacht. Ich kann euch gar nicht sagen, was ich da gefühlt habe, aber es war definitiv eins der beeindruckendsten Dinge in meinem Leben.

Als wir bei unseren Freundinnen ankamen, die auf uns gewartet hatten, gingen wir noch mal eine Runde über den Strip, schauten uns die verschiedenen Hotels an und schlenderten dann ziellos durch Las Vegas. Am Abend gingen wir noch ein letztes Mal zusammen in den Vereinigten Staaten essen, bevor es am nächsten Tag wieder über Philadelphia zurück nach Zürich ging.

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