¡Bienvenido a México!

Eine Rundreise durch Yucatán zwischen Maya-Ruinen, Cenoten und Karibikträumen
Mexiko
Sarah Beumann
07.10.2026
•
5 min Lesezeit

Das Wasser ist glasklar und schimmert in den unglaublichsten Blautönen. Neben unserem Boot tauchen plötzlich zwei Delfine auf, gleiten durch die Wellen und verschwinden wieder in den Weiten des karibischen Meeres. Ein paar Meter weiter hebt eine Meeresschildkröte ihren Kopf aus dem Wasser.

Ich schaue meinen Mann an und denke: Wie unglaublich ist es bitte, solche Momente erleben zu dürfen?

Dabei hatte unsere Reise ganz anders begonnen – mit weißen Sandstränden, Maya-Kakao und der Vorfreude auf eine Rundreise, die uns tief in die Geschichte und Natur Yucatáns führen sollte.

Ankommen im Paradies

Unsere Reise startete in Playa del Carmen. Nach dem Flug ließen wir es zunächst ruhig angehen und verbrachten zwei Tage damit, anzukommen, den Sand unter den Füßen zu spüren und das karibische Lebensgefühl aufzusaugen.

Weiße Strände, türkisfarbenes Meer und Pelikane, die direkt am Strand landen – Playa del Carmen fühlte sich vom ersten Moment an nach Urlaub an.

Wir waren noch vor der Spring-Break-Saison dort und konnten das Städtchen ganz entspannt entdecken. Besonders die Quinta Avenida, die lebendige Fußgängerzone, hat uns gefallen. Zwischen kleinen Geschäften, Restaurants und bunten Eindrücken schlenderten wir durch die Straßen, probierten Maya-Kakao und gönnten uns ein Stück Schokoladenkuchen.

Ein perfekter Start. Aber unser eigentliches Abenteuer sollte erst beginnen.

Auf den Spuren der Maya

Unsere Route führte uns von Valladolid über Chichén Itzá, Mérida, Celestún und Uxmal bis nach Campeche, Cobá und Tulum.

Was diese Rundreise so besonders machte? Die unglaubliche Vielfalt. Wir schliefen in charmanten Haciendas, erkundeten kolonial geprägte Städte und tauchten in Cenoten ab – natürliche Süßwasserbecken, im Höhlen, verborgen zwischen Felsen und Dschungel. Das Wasser war angenehm kühl, kristallklar und von einer ganz besonderen Atmosphäre umgeben.

Und dann waren da natürlich die Maya-Ruinen.

Zwischen jahrhundertealten Pyramiden

Vor Chichén Itzá zu stehen, war ein Moment, den ich so schnell nicht vergessen werde. Die gewaltige Pyramide, die jahrhundertealte Geschichte und der Gedanke, welche beeindruckende Kultur hier einst gelebt hat – das alles hat mich tief beeindruckt.

Aber wenn ich ehrlich bin, war es für mich nicht einmal das größte Erlebnis der Reise. Das war Cobá. Mitten im Dschungel, umgeben von dichtem Grün, fühlte sich dieser Ort noch einmal ganz anders an. Die Ruinen lagen eingebettet in die Natur, und die Möglichkeit, die Pyramide tatsächlich hinaufzusteigen, machte den Besuch für mich zu etwas ganz Besonderem.

Auch Uxmal hat mich begeistert. Die beeindruckenden Bauwerke, die Weite und die Aussicht von oben – all das ließ uns für einen Moment vergessen, wie viel Zeit seit der Entstehung dieser faszinierenden Kultur vergangen ist.

Und dann war da Tulum. Die alten Maya-Ruinen direkt an der karibischen Steilküste, darunter das türkisfarbene Meer. Ein Anblick, der fast unwirklich schön war. Geschichte und Karibikparadies an einem einzigen Ort.

Flamingos, Mangroven und wilde Tiere

In Celestún wartete ein ganz anderes Abenteuer auf uns. Mit einem Boot fuhren wir durch das Biosphärenreservat Ría Celestún, vorbei an Mangrovenkanälen und durch eine Landschaft, die sich still und ursprünglich anfühlte. Und dann entdeckten wir sie: ganz viele Flamingos. Rosa Schwärme, die sich im Wasser spiegelten, während unser Boot langsam näher glitt. Ein wunderschöner Anblick. Aber auch Krokodile und andere heimische Tierarten konnten wir aus nächster Nähe beobachten.

Es sind genau diese Erlebnisse, die eine Rundreise für mich so wertvoll machen. Nicht nur Sehenswürdigkeiten abzuhaken, sondern Landschaften, Tiere und Kulturen wirklich zu erleben.

Das große Finale: Sian Ka'an

Nach all den Eindrücken kehrten wir für die letzten vier Nächte nach Playa del Carmen zurück. Doch bevor wir endgültig die Füße hochlegten, wartete noch ein ganz besonderes Highlight auf uns: eine Jeep-Tour ins UNESCO-Biosphärenreservat Sian Ka'an.

Und diese Tour war ein Erlebnis für sich. Wir durften den Jeep selbst fahren – über holprige, schlammige und teilweise unfestigte Wege bis nach Punta Allen. Staub, Schlaglöcher und jede Menge Abenteuergefühl inklusive, der Jeep ging ständig aus und musste mit Panzerband und einfachen Mitteln eben repariert werden. Aber das eigentliche Highlight folgte auf dem Wasser. Bei einer Bootsfahrt entdeckten wir wilde Delfine und Meeresschildkröten in ihrem natürlichen Lebensraum. Keine Show, kein Gehege, kein inszeniertes Erlebnis. Einfach Natur, wie sie sein soll. Ich glaube, genau in diesem Moment wurde mir noch einmal bewusst, wie besonders diese Reise gewesen war.

Was bleibt?

Yucatán hat uns auf ganz unterschiedliche Weise berührt. Mit seiner faszinierenden Maya-Geschichte, den farbenfrohen Städten, den geheimnisvollen Cenoten, der beeindruckenden Tierwelt und natürlich diesem unvergleichlichen Karibikfeeling. Es war eine Reise voller Kontraste: Kultur und Natur, Abenteuer und Entspannung, Dschungel und türkisblaues Meer.

Und vielleicht ist genau das meine liebste Art zu reisen: morgens in jahrhundertealte Geschichte einzutauchen und nachmittags im kristallklaren Wasser einer Cenote zu schwimmen. Yucatán war für uns nicht einfach nur eine Rundreise. Es war eine Reise voller kleiner und großer Wow-Momente – und ein Ort, an den wir mit einem ganz besonderen Weggefühl zurückdenken.

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Vereinigte Arabische Emirate

Marhaba Dubai

Warme Luft auf der Haut und der Blick wandert nach oben – vorbei an Palmen, glitzernden Fassaden und immer weiter, bis die Wolkenkratzer fast unwirklich in den Himmel ragen. Neben mir meine fast 6-jährige Tochter mit staunenden Augen und tausend Frag
Sarah Beumann
07.10.2026
•
5 min Lesezeit

Warme Luft auf der Haut und der Blick wandert nach oben – vorbei an Palmen, glitzernden Fassaden und immer weiter, bis die Wolkenkratzer fast unwirklich in den Himmel ragen. Neben mir meine fast 6-jährige Tochter mit staunenden Augen und tausend Fragen. Und plötzlich denke ich: Genau deshalb wollte ich mit ihr hierher.

2017 war ich schon einmal mit meinem Mann in Dubai – damals nur für einen kurzen Aufenthalt, bevor unsere Kreuzfahrt startete. Aber schon damals war für mich klar: Ich komme wieder. Und dann mit Kind.

Bevor meine Tochter eingeschult wurde, haben wir die Gelegenheit genutzt und sind dem deutschen Winter für zehn Tage entflohen. Rund 6,5 Stunden Flug (ein Nachtflug ab Düsseldorf) – und schon beginnt unser kleines Familienabenteuer. Und das Schönste: Dubai hat mich sofort wieder gepackt. Aber diesmal fühlte es sich anders an. Nicht nur, weil ich die Stadt mit anderen Augen sah, sondern weil ich sie durch die Augen meiner Tochter erleben durfte.

Familienurlaub? In Dubai fühlt er sich leicht an.

Schon am Flughafen merken wir: Familien sind hier willkommen. Eigene Schalter, kurze Wege, freundliche, helfende Hände. Und überall das Gefühl, dass Reisen mit Kind nicht kompliziert, sondern ganz selbstverständlich dazugehört.

Auch später zieht sich dieses Gefühl durch den gesamten Urlaub. Überall saubere öffentliche Toiletten, kinderfreundliche Restaurants mit Mal- und Spielsachen und überall Menschen, die Kindern mit einer Selbstverständlichkeit begegnen, die den Familienalltag im Urlaub einfach entspannter machen.

Für den Transfer zum Hotel nehmen wir ein Taxi. Schnell, unkompliziert und bequem – in Dubai meistens ohne Kindersitz. Wer darauf Wert legt, kann beispielsweise über die Careem-App ein entsprechendes Fahrzeug buchen.

Unser Zuhause für die nächsten zehn Nächte liegt direkt am bekannten Hotspot, dem JBR: das The Ritz-Carlton Dubai. Und was soll ich sagen? Für mich ist es eine kleine Oase mitten in dieser gigantischen Stadt. Eine weitläufige Gartenanlage, große Zimmer, direkter Zugang zum Strand und ein Service, bei dem man sich einfach wohlfühlt. Kein riesiger Hochhauskomplex, sondern Ruhe und Grün – während hinter uns die Skyline von Dubai in den Himmel ragt und vor uns das Dubai Ain eine spektakuläre Aussicht bietet. Morgens barfuß über den warmen Sand. Nachmittags ein Sprung in den Pool. Abends ein Spaziergang über The Walk, vorbei an Restaurants, Lichtern und dem glitzernden Wasser.

Dieses Hotel war für uns nicht einfach eine Unterkunft, es war unser Rückzugsort in dieser pulsierenden, schnellen Metropole.

Dubai – jeden Tag neues Staunen

Ich sage immer: „In Dubai kann man alles machen – gegen den Einwurf größer Münzen.“

Dubai ist definitiv kein klassisches Low-Budget-Reiseziel. Aber für uns war es vor allem eines: ein tägliches Erlebnis. Im Dubai Aquarium stehen wir plötzlich riesigen Haien gegenüber. Später laufen Pinguine bei unserer gebuchten Pinguin-Begegnung ganz nah an uns vorbei. Meine Tochter ist fasziniert – und ich mindestens genauso. Dann der Miracle Garden: ein Blumenmeer mitten in der Wüste. Riesige Blumenfiguren, Schlumpfhausen und sogar ein lebensgroßer A380. Man weiß gar nicht, wohin man zuerst schauen soll.

Und natürlich der Burj Khalifa. Wir schlendern durch die Dubai Mall, lassen uns treiben und gehen hinaus zu den Fontänen. Als um 18 Uhr die Musik beginnt und das Wasser plötzlich hoch in die Luft schießt, stehen wir einfach da und schauen. Meine Tochter neben mir, ich mit meinem Handy in der Hand – und gleichzeitig möchte ich diesen Moment einfach nur festhalten. Die Fahrt hoch auf den Burj Khalifa selbst lassen wir aus, da meine Tochter nicht hinauf möchte. Und genau das ist für mich Familienreisen: Nicht Touristen-Spots abhaken müssen, sondern gemeinsam entscheiden, was sich richtig anfühlt.

Und dann kommt die Wüste …

Sand unter den Füßen, die Sonne taucht die Dünen in warme Farben. Unser gebuchter Jeep schaukelt über die Sandhügel, während wir lachen – und gleichzeitig hoffe ich, dass mein Magen diese Fahrt genauso gut findet wie meine Tochter. Spoiler: wer unter Übelkeit leidet, sollte lieber vorne sitzen. Unsere private Wüstentour ist eines der Highlights der Reise. Wir können unser Tempo selbst bestimmen, haben Zeit zum Toben sowie Sandboarding und wir bestaunen sogar ein Kamelrennen. Später sitzen wir beim orientalischen Barbecue unter dem Sternenhimmel. Keine Hochhäuser, kein Verkehr, keine riesigen Shoppingmalls - nur Sand, Dunkelheit und über uns ein Himmel voller Sterne.

Und genau hier wird mir bewusst, wie unglaublich vielseitig Dubai eigentlich ist.

Ma'as-salama, Dubai

Zehn Nächte später sitzen wir wieder im Flieger Richtung Deutschland. Im Gepäck: Sand in den Schuhen, gebräunte Haut, unzählige Fotos und noch viel mehr Erinnerungen.

Wir haben zwischen futuristischen Hochhäusern gestanden, im warmen Meer gebadet, Blumen mitten in der Wüste bestaunt und gemeinsam mit unserer Tochter neue Welten entdeckt. 2017 hatte ich mir vorgenommen, wiederzukommen, heute weiß ich: Dubai war nicht nur ein Reiseziel, es war ein Stück Weggefühl.

Dieses Gefühl: gemeinsam aufzubrechen, Neues zu entdecken, zu staunen und Erinnerungen zu sammeln, die bleiben, lange nachdem der Urlaub vorbei ist. Und eines ist sicher: Marhaba Dubai – wir kommen wieder. 

Marokko

Salam Alaikum Marokko

Eigentlich sollte unsere Reise ganz anders aussehen. Unsere ersten Osterferien als Schulkind-Familie wollten wir wieder in den Emiraten verbringen. Doch die politische Lage im März 2026 machten unseren Plänen einen Strich durch die Rechnung. Also hie
Sarah Beumann
07.10.2026
•
5 min Lesezeit

Eigentlich sollte unsere Reise ganz anders aussehen. Unsere ersten Osterferien als Schulkind-Familie wollten wir wieder in den Emiraten verbringen. Doch die politische Lage im März 2026 machten unseren Plänen einen Strich durch die Rechnung. Also hieß es kurzfristig: umdenken, umbuchen und möglichst zügig ein neues Ziel finden. Viele andere Reisende standen offenbar vor derselben Herausforderung – vieles war bereits ausgebucht oder schlichtweg noch zu kühl für unseren ersehnten „Sonnen“urlaub. Marokko stand schon lange auf unserer Liste, also entschieden wir spontan zwei Wochen vor Beginn der Reise: Agadir, wir kommen!

Eine Woche All Inclusive – völlig ungewohnt für uns

Eigentlich sind wir keine klassischen Pauschalurlauber. Wir planen gerne individuell, sind viel unterwegs und möchten einiges von einem Land sehen. Dieses Mal entschieden wir uns trotzdem für eine Woche im Riu Palace Tikida direkt am Strand von Agadir.

Und das Hotel? Es hat Licht und Schatten. Die wunderschöne Gartenanlage und die große Poollandschaft waren für mich ganz klar das Highlight. Palmen, blühende Pflanzen, Wasser und dahinter der Atlantik – hier konnte man wunderbar abschalten. Auch unser Hotelzimmer bot viel Platz mit all unsere Sachen. Gleichzeitig gab es Dinge, die mich enttäuscht haben. Unser Zimmer war super laut und an einigen Stellen bereits sichtbar abgenutzt. Auch das Essen war für mich typisches All Inclusive-Buffetessen: riesige Auswahl, aber qualitativ eher durchschnittlich und kalt. Beim Service erlebten wir beides: unglaublich freundliche und aufmerksame Mitarbeiter, aber auch Situationen, in denen mir das Engagement fehlte. Die Verständigung auf Englisch war auch nicht immer einfach.

Mein Fazit zum Hotel fällt deshalb eher nüchtern aus: Es ist absolut okay – aber für mich keine Herzensempfehlung.

Und dann begann unser eigentliches Marokko

Denn wir wollten nicht nur Pool und Strand, sondern Land und Leute kennenlernen. Unser erster großer Eindruck: der Souk von Agadir. Laut, bunt, manchmal chaotisch – und absolut faszinierend. Überall Gerüche, Farben und Menschen. Wir stöberten durch die Gassen und ließen uns einfach treiben. Stundenlang könnten wir hier bleiben und alles anschauen. Genau solche Momente sind es, wieso ich so gerne reise und fremde Länder erkunde.

Auch Taroudant haben wir besucht. Kleine Gassen, traditionelle Märkte und immer wieder das berühmte Arganöl. Danach ging es zur Kasbah von Tiout. Von dort oben öffnete sich vor uns ein beeindruckender Blick auf die riesige Dattelpalmen-Oase. Ein Moment, in dem man kurz innehält und einfach auf sich wirken lässt.

Noch einmal ganz anders fühlte sich das Paradise Valley an. Wir wanderten durch die Ausläufer des Atlasgebirges, spürten die Sonne auf der Haut und kühlten uns anschließend in den natürlichen Pools ab. Zwischen Felsen und grünem Wasser war plötzlich alles ganz still – und genau diese Momente bleiben. Aber auch der Krokopark in Agadir durfte natürlich nicht fehlen.

Marrakesch haben wir bewusst ausgelassen, da die Entfernung von Agadir für uns einen Tagesausflug schlicht zu weit war. 

Was bleibt?

Marokko hat mich landschaftlich beeindruckt. Die Kombination aus Atlantik, Bergen, Palmen-Oasen und orientalischer Kultur macht das Land zu einem spannenden Reiseziel – gerade auch für Familien, die zum ersten Mal in eine etwas „fernere“ Kultur eintauchen möchten. Und trotzdem bin ich mit einem zwiespältigen Gefühl nach Hause geflogen.

Denn so schön die Landschaften und Erlebnisse waren, so sehr haben mich die teilweise große Vermüllung und die für mich ungewohnte Gelassenheit im Alltag beschäftigt. Vieles schien langsamer, gemächlicher und weniger organisiert, als ich es von anderen Reisezielen kenne. Vielleicht ist genau das ein Teil der marokkanischen Lebensweise – für mich persönlich war es allerdings nicht immer leicht.

Marokko hat mich also nicht mit einem eindeutigen „Wow“ verabschiedet.

Aber vielleicht muss eine Reise das auch gar nicht. Manche Orte erobern sofort das Herz. Andere hinterlassen Fragen, Eindrücke und ein Gefühl, das irgendwo dazwischenliegt. Und genau deshalb reisen wir:
Um nicht nur schöne Orte zu sehen, sondern herauszufinden, welche sich für uns wirklich nach einem Weggefühl anfühlen.

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