Bulgarien - Goldstrand

Unser erster gemeinsamer Urlaub - anders als erwartet
Bulgarien
Ramona Schmitz
26.10.2026
•
5 min Lesezeit

Ende September 2021. Endlich wieder reisen!

Nach all den Einschränkungen durch Corona war die Sehnsucht nach Urlaub riesig. Endlich wieder Koffer packen, zum Flughafen fahren, in ein Flugzeug steigen und ein Stück von der Welt entdecken!

Ganz normal war das Reisen damals allerdings noch nicht. Im Flugzeug herrschte weiterhin Maskenpflicht und die Pandemie war noch deutlich präsent. Aber das konnte unsere Vorfreude nicht trüben. Hauptsache, es ging endlich wieder los!

Für uns war diese Reise nämlich gleich doppelt aufregend: Es war unser allererster gemeinsamer Urlaub als Paar!

Karsten war damals noch mein Freund. Und auch wenn wir uns im Alltag natürlich schon kannten, ist ein gemeinsamer Urlaub ja noch einmal eine ganz andere Geschichte.

Würden wir auch harmonieren, wenn wir rund um die Uhr zusammen waren? Hatten wir überhaupt die gleichen Vorstellungen von Urlaub? Wollte einer vielleicht lieber am Pool entspannen, während der andere ständig etwas unternehmen wollte?

Wir waren gespannt!

Unser Ziel: Bulgarien, Goldstrand.

Ja, genau der Goldstrand, den viele vermutlich sofort mit Party, lauter Musik und feiernden Urlaubern verbinden. Aber genau darauf hatten wir überhaupt keine Lust.

Wir waren Ende September unterwegs, also bereits in der Nachsaison. Und tatsächlich zeigte sich uns der Goldstrand von einer ganz anderen Seite. Es war deutlich ruhiger, entspannter und vor allem überraschend grün.

Unser Hotel war für uns ein kleines Highlight. Ein wunderschöner Infinitypool, ein tolles Ambiente und ein besonderes Zimmerkonzept mit einem eigenen Restaurant. Genau die richtige Mischung aus ein bisschen Luxus, gutem Essen und Erholung.

Eigentlich hätten wir es uns dort einfach gemütlich machen können.

Doch dann kam alles ganz anders als geplant …

Wandern stand nämlich überhaupt nicht auf unserer Urlaubsliste!

Wir wollten uns erholen, die gemeinsame Zeit genießen und vielleicht hin und wieder ein bisschen die Umgebung erkunden. Von ausgedehnten Wanderungen war jedenfalls vorher nie die Rede gewesen.

Aber irgendwie zog es uns immer wieder los.

Direkt hinter dem touristischen Goldstrand beginnt eine ganz andere Welt. Im Naturpark Goldstrand, auch Zlatni Pyasatsi genannt, entdeckten wir dichte Wälder, grüne Wege und eine Ruhe, die wir an diesem Urlaubsort überhaupt nicht erwartet hatten.

Aus einem kleinen Spaziergang wurde die nächste Tour. Und aus der nächsten Tour wieder eine weitere.

Besonders in Erinnerung geblieben ist uns eine Entdeckung, die wir überhaupt nicht geplant hatten.

Mitten in der Natur stießen wir ganz zufällig auf das Aladscha-Kloster!

Ein mittelalterliches Felsenkloster, dessen Räume direkt in eine hohe Kalksteinwand gehauen wurden. Mönchszellen, Kapellen und Gänge erzählen noch heute davon, wie Menschen hier vor Jahrhunderten gelebt haben.

Wir standen davor und waren wirklich beeindruckt. Mit so einem Ort hatten wir am Goldstrand nun überhaupt nicht gerechnet!

Genau solche Entdeckungen liebe ich am Reisen. Man läuft einfach los, hat eigentlich gar kein bestimmtes Ziel und steht plötzlich vor etwas, das einem noch Jahre später im Gedächtnis bleibt.

Und wir liefen weiter. Und weiter.

Irgendwann gehörte es schon fast selbstverständlich zu unserem Urlaub dazu, die Wanderschuhe anzuziehen und wieder aufzubrechen.

Am Ende hatten wir tatsächlich rund 100 Kilometer zu Fuß zurückgelegt!

Hundert Kilometer! In einem Urlaub, in dem wir ursprünglich überhaupt nicht wandern wollten.

Darüber müssen wir heute noch schmunzeln.

Natürlich waren wir nach unseren Touren auch froh, wieder im Hotel anzukommen. Dann wurden die Beine hochgelegt, der Infinitypool genossen und das gute Essen schmeckte nach so viel Bewegung gleich noch einmal besser.

Überhaupt war es diese Mischung, die uns so gut gefallen hat: tagsüber gemeinsam etwas entdecken und anschließend einfach den Urlaub genießen.

Und dann war da noch etwas, das Bulgarien für uns besonders machte: die kyrillische Schrift.

Man steht vor einem Wegweiser oder einer Beschriftung und erkennt einzelne Buchstaben, weil sie unseren irgendwie ähneln. Nur ergibt das Ganze beim Lesen zunächst überhaupt keinen Sinn!

Manchmal fühlt man sich plötzlich ein bisschen wie ein Schulkind, das gerade erst das Lesen lernt.

Aber genau das macht Reisen für mich aus. Andere Sprachen, andere Kulturen, ungewohnte Eindrücke und die Erkenntnis, dass die Welt so viel mehr zu bieten hat als das, was wir von zu Hause kennen.

Bulgarien hat uns in diesen Tagen jedenfalls mehrfach überrascht. Der Goldstrand war viel mehr als sein Ruf als Partyhochburg. Die Natur war wunderschön, das Felsenkloster beeindruckend und unser Hotel ein wunderbarer Rückzugsort.

Und unser kleiner Beziehungstest?

Den haben wir offensichtlich mit Bravour bestanden!

Wir haben festgestellt, dass wir nicht nur im Alltag, sondern auch auf Reisen wunderbar miteinander harmonieren. Dass wir gemeinsam neugierig sind, gerne Neues entdecken und auch einmal spontan unsere Pläne über den Haufen werfen.

Und dass wir anschließend genauso gerne einfach die Füße hochlegen können.

Aus meinem damaligen Freund ist inzwischen mein Mann geworden. Und aus diesem ersten gemeinsamen Urlaub sind viele weitere Reisen, Abenteuer und wunderschöne Erinnerungen entstanden.

Bulgarien wird deshalb immer einen besonderen Platz in unserer Reisegeschichte haben.

Nicht nur wegen der grünen Wälder, des beeindruckenden Felsenklosters, des tollen Hotels oder unserer völlig ungeplanten 100 Wanderkilometer.

Sondern vor allem, weil dort etwas begonnen hat, das bis heute zu unserem gemeinsamen Leben gehört: die Freude daran, zusammen die Welt zu entdecken.

Und wenn ich heute daran zurückdenke, muss ich lächeln. Denn ausgerechnet unser erster gemeinsamer Erholungsurlaub wurde zu einem kleinen Wanderabenteuer.

Wer hätte das vorher gedacht? Wir nicht.

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Griechenland

Kreta - Griechenland

Manchmal sind es genau die Reisen, bei denen man nicht nur am Strand liegt, die besonders lange in Erinnerung bleiben. Bei uns war das auf Kreta der Fall. Für ungefähr zehn Tage hatten Karsten und ich unser Zuhause auf Zeit in Kato Gouves. Unser Hote
Ramona Schmitz
26.10.2026
•
5 min Lesezeit

Manchmal sind es genau die Reisen, bei denen man nicht nur am Strand liegt, die besonders lange in Erinnerung bleiben. Bei uns war das auf Kreta der Fall.

Für ungefähr zehn Tage hatten Karsten und ich unser Zuhause auf Zeit in Kato Gouves. Unser Hotel war wunderschön und hätte durchaus dazu eingeladen, den ganzen Tag am Pool zu verbringen. Aber dafür waren wir einfach zu neugierig auf die Insel!

Also hatten wir uns direkt am Flughafen einen Mietwagen genommen. Schließlich wollten wir Kreta nicht nur vom Hotel aus kennenlernen, sondern auch entdecken, was sich abseits der typischen Urlaubskulisse verbirgt.

Und davon hat diese Insel wirklich jede Menge zu bieten!

Auf den Spuren von Zeus

Eines unserer Ziele war die berühmte Zeushöhle auf der Lassithi-Hochebene. Der griechischen Mythologie nach soll hier Zeus, der Göttervater, geboren worden sein.

Ein Geheimtipp ist die Höhle wahrlich nicht. Entsprechend viele Besucher waren unterwegs. Aber beeindruckend ist sie trotzdem!

Über zahlreiche Treppen geht es tief hinunter in die Höhle, vorbei an faszinierenden Felsformationen. Und wer hinuntersteigt, muss anschließend natürlich auch wieder hinauf.

Ich bin nun mal kein Leichtgewicht und kam dabei ordentlich ins Schwitzen. Aber manchmal gehört ein bisschen Anstrengung eben dazu, wenn man etwas Besonderes erleben möchte.

Und gelohnt hat es sich auf jeden Fall!

Unsere Begegnung mit Zeus war damit allerdings noch nicht vorbei.

Eine Wanderung, die ich so schnell nicht vergessen werde

Ein weiteres Ziel war der Berg Juktas, auf dem der Sage nach das Grab des Zeus liegen soll.

Allein diese Vorstellung fand ich faszinierend. Erst besuchen wir seine vermeintliche Geburtsstätte und dann machen wir uns auf den Weg zu seinem sagenumwobenen Grab!

Allerdings hatte ich den Aufstieg ziemlich unterschätzt.

Der Weg war anstrengend, die Sonne tat ihr Übriges und irgendwann fragte ich mich durchaus, warum ich mir das eigentlich antat.

Aber umkehren? Nein, das kam nicht infrage!

Als wir endlich oben ankamen, war ich wirklich fix und fertig. Gleichzeitig war ich unglaublich glücklich und auch ein bisschen stolz auf mich.

Und dann erwartete uns noch eine Begegnung, mit der wir überhaupt nicht gerechnet hatten.

In der Gegend leben große Geier, die wir dort beobachten konnten. Besonders ungewöhnlich war der Anblick der ausgelegten Tierkadaver, die den Vögeln als Futter dienten.

Zugegeben, besonders appetitlich war das nicht. Es war sogar ein bisschen befremdlich. Aber gleichzeitig faszinierend, diese beeindruckenden Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu erleben.

Und wer glaubt, nach einem anstrengenden Aufstieg sei der Abstieg ein Kinderspiel, der irrt sich!

Die vielen losen Steine machten den Rückweg teilweise fast noch beschwerlicher. Da war wirklich Konzentration gefragt.

Am Ende waren wir ziemlich erschöpft, aber um eine Erfahrung reicher, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Geschichte entdecken – ganz ohne große Menschenmassen

Kreta ist natürlich nicht nur landschaftlich wunderschön, sondern auch voller Geschichte.

Besonders die minoische Kultur hat auf der Insel ihre Spuren hinterlassen. Der berühmte Palast von Knossos gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Kretas.

Wir haben ihn allerdings ganz bewusst ausgelassen.

Statt uns durch die großen Besuchermengen zu bewegen, entschieden wir uns für die Ausgrabungsstätten von Malia und Lato.

Und das war für uns genau die richtige Entscheidung!

Gerade Lato war angenehm ruhig. Zwischen den jahrtausendealten Mauern konnten wir ganz in unserem eigenen Tempo umhergehen, die Überreste der antiken Stadt erkunden und die besondere Atmosphäre auf uns wirken lassen.

Ich finde, solche Orte haben ihren ganz eigenen Zauber. Man steht zwischen alten Steinen und versucht sich vorzustellen, wie die Menschen hier vor so langer Zeit gelebt haben.

Dafür braucht es nicht immer die berühmteste Sehenswürdigkeit.

Manchmal sind es gerade die weniger überlaufenen Orte, die einen besonders beeindrucken.

Und natürlich gehört zu Griechenland auch gutes Essen!

Bei all unseren Ausflügen durfte eines selbstverständlich nicht fehlen: die griechische Küche!

Immer wieder kehrten wir unterwegs in Tavernen ein, machten eine Pause und ließen es uns schmecken.

Ob Moussaka oder andere griechische Spezialitäten – wir haben die kulinarische Seite Kretas wirklich genossen.

Besonders schön fanden wir auch die kleinen Aufmerksamkeiten der Wirte. Mal gab es eine Vorspeise, mal ein kleines Dessert aufs Haus.

Das waren keine großen Dinge, aber genau diese Gesten sind es, die einem in Erinnerung bleiben.

Diese Gastfreundschaft, die entspannte Atmosphäre und das gute Essen gehören für uns einfach zu Griechenland dazu.

Von der Antike in die Unterwasserwelt

Natürlich bestand unser Urlaub nicht ausschließlich aus Wanderungen und historischen Stätten.

Ein ganz anderes Erlebnis bot uns das CRETAquarium.

Hier konnten wir in die faszinierende Unterwasserwelt des Mittelmeers eintauchen, ohne selbst nass zu werden.

Besonders die Haie und Rochen waren beeindruckend. Es ist schon faszinierend, diese Tiere aus nächster Nähe zu beobachten und dabei einen Einblick in eine Welt zu bekommen, die uns normalerweise weitgehend verborgen bleibt.

Eine schöne Abwechslung zu unseren Ausflügen durch die kretische Landschaft!

Lemuren, die ganz genau wussten, was sie wollten

Ein weiteres Erlebnis, das uns besonders in Erinnerung geblieben ist, war unser Besuch im Amazonas Park.

Dort hatten wir die Gelegenheit, Lemuren aus nächster Nähe zu erleben.

Und mit Nähe meine ich wirklich Nähe!

Die Tiere kamen ganz freiwillig zu uns, kletterten auf uns herum und bedienten sich begeistert aus unseren mit Obst und Gemüse gefüllten Bechern.

Das war einfach herrlich!

Natürlich gab es klare Regeln. Die Tiere durften nicht angefasst werden. Aber das war überhaupt nicht nötig, denn sie entschieden selbst, ob und wie sie mit uns in Kontakt treten wollten.

Wir mussten eigentlich nur dastehen und abwarten, bis sich die neugierigen kleinen Besucher zu uns gesellten.

Solche Begegnungen vergisst man nicht so schnell.

Eine Insel mit unglaublich vielen Facetten

Wenn ich heute an unsere Zeit auf Kreta zurückdenke, fällt mir vor allem eines ein: die unglaubliche Vielfalt dieser Insel.

An einem Tag wandert man auf den Spuren griechischer Götter durch die Berge, am nächsten erkundet man jahrtausendealte Städte. Zwischendurch genießt man köstliches Essen in einer Taverne, entdeckt die Unterwasserwelt oder erlebt Tiere aus nächster Nähe.

Und wer einfach nur entspannen möchte, findet natürlich auch wunderschöne Strände und tolle Hotels.

Kreta kann eben so viel mehr als Badeurlaub!

Für uns war es genau diese Mischung aus Natur, Kultur, Bewegung, Genuss und unerwarteten Begegnungen, die den Urlaub besonders gemacht hat.

Wir haben viel gesehen, einiges über die Insel gelernt, manchmal ordentlich geschwitzt und vor allem viele schöne Erinnerungen gesammelt.

Und eines steht für uns ganz sicher fest:

Kreta haben wir noch lange nicht zu Ende entdeckt. Wir kommen wieder!

Norwegen

Unsere erste Kreuzfahrt nach Norwegen

Unsere allererste Kreuzfahrt. Und dann gleich bis ans Nordkap! Ob wir wohl seefest sind? Keine Ahnung! Ob uns das Leben auf einem Kreuzfahrtschiff überhaupt gefallen würde? Ebenfalls keine Ahnung! Aber warum klein anfangen, wenn man auch gleich bis g
Ramona Schmitz
26.10.2026
•
5 min Lesezeit

Unsere allererste Kreuzfahrt. Und dann gleich bis ans Nordkap!

Ob wir wohl seefest sind? Keine Ahnung! Ob uns das Leben auf einem Kreuzfahrtschiff überhaupt gefallen würde? Ebenfalls keine Ahnung!

Aber warum klein anfangen, wenn man auch gleich bis ganz nach oben fahren kann?

Im Mai 2023 war es so weit. In Kiel wartete die MSC Fantasia auf uns und wir waren furchtbar aufgeregt. Schließlich hatten Karsten und ich bis dahin keinerlei Kreuzfahrterfahrung.

Wir hatten ja wirklich von nichts eine Ahnung!

Wie funktioniert das eigentlich alles an Bord? Finden wir uns auf diesem riesigen Schiff zurecht? Wie läuft das mit den Restaurants? Und wie fühlt es sich wohl an, mehrere Tage auf See unterwegs zu sein?

Schon beim ersten Betreten des Schiffes kamen wir aus dem Staunen kaum heraus. So viele Decks, Restaurants, Bars, Treppen und Gänge. Und irgendwo dazwischen unsere Kabine, die wir natürlich auch erst einmal finden mussten.

Dann stand auch schon die erste Seenotrettungsübung an. Natürlich gehört sie dazu, aber für uns war selbst das noch ein kleines Abenteuer.

Alles war neu, ungewohnt und unglaublich aufregend.

Und dann legten wir ab!

Plötzlich war da dieses besondere Gefühl, mit einem Schiff unterwegs zu sein, das für die nächsten Tage unser schwimmendes Zuhause werden sollte.

Was mich an dieser Reise allerdings am meisten begeistert hat, war die norwegische Landschaft.

Morgens aufwachen, nach draußen schauen und plötzlich diese unglaublichen Fjorde vor Augen haben!

Steile Berge, tiefes Wasser, grüne Hänge und hinter jeder Biegung ein neuer Ausblick. Manchmal wusste ich gar nicht, wohin ich zuerst schauen sollte.

Ich konnte mich an dieser Landschaft einfach nicht sattsehen. Und dieses Gefühl hat mich bis heute nicht losgelassen.

Bergen – und ausnahmsweise kein Regen!

Unser erster norwegischer Hafen war Bergen.

Vorher hatte man uns erzählt, dass es dort eigentlich immer regnen würde. Schließlich ist Bergen für sein ausgesprochen feuchtes Wetter bekannt.

Tja, bei uns nicht!

Überhaupt hatten wir auf dieser Reise erstaunlich viel Glück mit dem Wetter.

In Bergen machten wir uns auf den Weg zur berühmten Fløibanen, die uns hinauf auf den Fløyen brachte.

Oben angekommen erwartete uns ein wunderschöner Blick über die Stadt, den Hafen und die umliegende Landschaft.

Und dann entdeckten wir auch noch unsere MSC Fantasia!

Das eigene Kreuzfahrtschiff plötzlich von weit oben zu sehen, war schon ein besonderer Moment. Dort unten lag also unser Zuhause auf Zeit.

Nordkap – Schnee statt Frühlingsgefühle

Einer der Höhepunkte unserer Reise war natürlich das Nordkap.

Dafür hatten wir einen organisierten Ausflug über MSC gebucht. Schließlich wollten wir unbedingt einmal an diesem berühmten Ort stehen und auf das Meer hinausblicken.

Was uns dort Anfang Mai erwartete, hatten wir allerdings nicht so ganz auf dem Schirm.

Schnee!

Natürlich hatten wir warme Kleidung eingepackt. Uns war schon klar, dass es im hohen Norden noch ziemlich frisch sein konnte. Aber diese winterliche Kulisse war dann doch eine Überraschung.

Also Mütze auf, Schal bis zur Nase und ab zum berühmten Nordkap-Globus!

Dort oben zu stehen, mit dem Blick auf das Meer und dem Gefühl, ganz weit im Norden angekommen zu sein, war einfach beeindruckend.

Auf unserem Erinnerungsfoto erkennt man vor lauter warmer Kleidung kaum noch etwas von uns.

Aber das Grinsen ist geblieben!

Und auch wenn das Nordkap geografisch nicht der nördlichste Punkt des europäischen Festlands ist, fühlt es sich dort oben tatsächlich ein bisschen wie das Ende der Welt an.

Tromsø – auf den Spuren der Trolle

Natürlich begegnet man in Norwegen nicht nur beeindruckenden Landschaften, sondern auch jeder Menge Geschichten und Sagen.

Besonders die Trolle haben es mir angetan.

Diese geheimnisvollen Wesen gehören zur norwegischen Folklore und begegnen einem auf einer Reise durch das Land immer wieder.

In Tromsø haben wir ihnen deshalb sogar einen eigenen Besuch abgestattet: im Trollmuseum!

Eine schöne Gelegenheit, etwas über die Geschichten und Vorstellungen zu erfahren, die sich seit Jahrhunderten um diese sagenumwobenen Gestalten ranken.

Seitdem gehören Trolle für mich irgendwie genauso zu Norwegen wie Fjorde, Berge und Wasserfälle.

Trondheim – ein bisschen königliche Geschichte

Viele unserer Landgänge haben wir ganz bewusst auf eigene Faust unternommen.

So auch in Trondheim.

Die Stadt lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden und bietet neben ihren schönen Straßen und historischen Gebäuden jede Menge Geschichte.

Besonders interessant fanden wir den Besuch der norwegischen Kroninsignien im Erzbischöflichen Palast.

Kronen, Reichsapfel und Zepter einmal aus nächster Nähe zu sehen, war schon etwas Besonderes.

Es sind genau solche Erlebnisse, die für mich zu einer Reise dazugehören. Nicht nur schöne Landschaften anschauen, sondern auch ein bisschen in die Geschichte und Kultur eines Landes eintauchen.

Nordfjordeid – Landschaft, die einfach sprachlos macht

Ein weiterer Höhepunkt war für uns Nordfjordeid.

Hier war es vor allem die Landschaft, die uns begeistert hat.

Wir brauchten keinen großen organisierten Ausflug und kein aufwendiges Programm.

Stattdessen sind wir einfach spazieren gegangen und haben die Umgebung auf uns wirken lassen.

Die Berge, das Wasser, die Ruhe und diese unglaubliche Weite – Norwegen zeigte sich hier von einer besonders schönen Seite.

Manchmal sind es gerade diese scheinbar einfachen Momente, die einem besonders lange in Erinnerung bleiben.

Einfach gemeinsam unterwegs sein, stehen bleiben, schauen und genießen.

Und wie war eigentlich das Leben auf dem Schiff?

Die MSC Fantasia kam uns damals unglaublich riesig vor.

Wir mussten uns erst einmal daran gewöhnen, dass man auf einem Schiff nicht nur schläft und von Hafen zu Hafen fährt, sondern dass es dort eine komplette kleine Urlaubswelt gibt.

Restaurants, Bars, Unterhaltung, verschiedene Decks und immer wieder etwas Neues zu entdecken.

Natürlich haben wir anfangs auch ein bisschen gebraucht, um uns zurechtzufinden.

Heute wirkt die MSC Fantasia neben den modernen Kreuzfahrtriesen fast schon überschaubar. Damals war sie für uns einfach gigantisch.

Und die Frage, ob wir überhaupt seefest sind?

Die hatte sich im Laufe der Reise glücklicherweise auch erledigt. Wir kamen mit dem Leben auf See wunderbar zurecht!

Eine Reise, die viel verändert hat

Wenn ich heute an diese erste Kreuzfahrt zurückdenke, sind es nicht nur die einzelnen Häfen oder Sehenswürdigkeiten, die mir in Erinnerung geblieben sind.

Es ist vor allem dieses ganz besondere Gefühl.

Morgens aufzuwachen und zu wissen, dass draußen schon wieder ein neuer Ort darauf wartet, entdeckt zu werden.

Durch die Fjorde zu fahren, während sich die Landschaft langsam verändert.

Abends an Bord zurückzukehren, etwas Leckeres zu essen und sich schon auf den nächsten Tag zu freuen.

Und dabei sein schwimmendes Zuhause immer dabeizuhaben.

Mit der MSC Fantasia hat für uns eine ganz neue Art des Reisens begonnen.

Aus zwei völlig ahnungslosen Kreuzfahrtneulingen wurden begeisterte Kreuzfahrtfans.

Und wenn ich heute an Norwegen denke, sehe ich sofort wieder diese gewaltigen Fjorde, das verschneite Nordkap und unser Schiff vor der Kulisse von Bergen vor mir.

Unsere erste Kreuzfahrt war der Anfang von vielen Touren.

Und Norwegen? Das hat einen festen Platz in meinem Herzen bekommen. Und in 2027 werden wir sogar zurückkehren.

Denn manche Reisen machen nicht nur schöne Erinnerungen.

Sie wecken eine Leidenschaft, die bleibt.
 

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