

Familienurlaub in Südfrankreich zwischen Meer und Pyrenäen
Südfrankreich ist für mich mehr als nur ein Reiseziel. Ich habe mehrere Jahre in Frankreich gelebt, habe viele Freunde vor Ort und sogar meinen Mann dort kennengelernt. Kein Wunder also, dass es uns als Familie immer wieder in den Süden Frankreichs zieht.
Dieses Jahr ging es erneut in die Languedoc-Region rund um Perpignan. Diesmal waren wir sogar mit einer besonders großen Familienrunde unterwegs – mehrere Generationen waren dabei, auch die Oma. Genau das hat mir wieder gezeigt, wie vielseitig diese Region ist: Während die Kinder im Meer planschen, schnorcheln oder sich beim SUP ausprobieren, kann die Oma gemütlich in einem französischen Café sitzen, durch kleine Geschäfte bummeln oder auf einem Markt stöbern.
Für mich macht genau diese Mischung Südfrankreich zu einem so schönen Reiseziel für Familien. Im Hintergrund die Pyrenäen, vor uns das Mittelmeer und dazwischen wunderschöne Küstendörfer wie Collioure, Weinberge, Märkte und viele Möglichkeiten, gemeinsam etwas zu erleben.
Mit dem Auto entlang der Côte Vermeille
Eines unserer schönsten Erlebnisse war die Fahrt mit dem Auto entlang der Côte Vermeille. Die Straße schlängelt sich in Serpentinen an der Küste entlang und eröffnet immer wieder neue Ausblicke auf das Mittelmeer. Dazu kommen die malerischen Dörfer und die Ausläufer der Pyrenäen mit ihren Weinbergen.
Für mich fühlt sich diese Landschaft wie eine kleine Traumwelt an – und die Côte Vermeille gehört definitiv zu den schönsten Gegenden Frankreichs, die ich kenne.
Besonders schön fand ich, dass man unterwegs immer wieder kleine Buchten entdeckt. Die Felsen ragen ins Meer hinein und schaffen wunderschöne Möglichkeiten zum Schnorcheln. Meine Jungs waren begeistert, wie viele bunte Fische sich zwischen den Felsen tummelten. Ein besonderes Highlight für sie war es außerdem, immer wieder große Muscheln hochzutauchen, sie gemeinsam anzuschauen und anschließend wieder freizulassen. Solche kleinen Momente bleiben bei uns viel stärker in Erinnerung als jedes klassische Ausflugsprogramm.
Familienfreundliche Strände rund um Perpignan
Auch die Strände der Region haben uns überzeugt. Gerade für Familien ist die Auswahl groß: Es gibt lange Sandstrände mit flachem Einstieg ins Wasser, aber auch windigere Abschnitte mit mehr Wellengang und felsige Buchten, die sich besonders zum Schnorcheln eignen.
Wer mit kleinen Kindern unterwegs ist und einen möglichst unkomplizierten Badeurlaub sucht, findet beispielsweise in Canet-en-Roussillon passende Strandabschnitte mit flachem Wassereinstieg. In der Sommersaison gibt es dort überwachte Badebereiche.
Wer dagegen etwas mehr Action möchte, kann sich Richtung Argelès-sur-Mer orientieren. Dort treffen lange Sandstrände auf die felsigere Küste der Côte Vermeille. Je nach Wind können die Wellen deutlich lebhafter sein – für ältere Kinder oder Jugendliche kann das noch einmal einen ganz anderen Reiz haben.
Für uns waren besonders die kleinen Buchten der Côte Vermeille interessant. Die Plage de l’Ouille beispielsweise liegt zwischen Felsen und bietet eine schöne Kulisse zum Schnorcheln. Hier sollte man allerdings beachten, dass die Bucht nicht überwacht ist.
Schnorcheln kurz vor der spanischen Grenze
Ein ganz besonderes Erlebnis war für uns der Unterwasserlehrpfad an der Plage de Peyrefite, kurz vor der spanischen Grenze. Dort konnten wir ausgiebig schnorcheln und die Unterwasserwelt einmal aus einer ganz anderen Perspektive kennenlernen.
Für meine Jungs war es spannend, zwischen den Felsen die Fische zu beobachten und immer wieder Neues zu entdecken. Unser großer Sohn konnte sich außerdem mit dem SUP ausprobieren – für ihn natürlich ein echtes Abenteuer.
Gerade solche Erlebnisse finde ich für einen Familienurlaub in Südfrankreich ideal: Man kann gemeinsam etwas unternehmen, ohne dass es sich für die Kinder wie ein Pflichtprogramm anfühlt.
Märkte, Cafés und französisches Lebensgefühl
Während die Kinder vor allem das Meer und die Unterwasserwelt im Kopf hatten, kam auch die Oma voll auf ihre Kosten. Die Region bietet viele schöne Märkte, kleine Geschäfte und gemütliche französische Cafés. Besonders schön fand ich, dass wir dadurch nicht jeden Tag ausschließlich am Strand verbringen mussten.
Auch ein Nachtmarkt gehörte für uns dazu. Hier kommen Groß und Klein wirklich auf ihre Kosten: Man kann durch die Stände schlendern, regionale Produkte entdecken, etwas essen und einfach die französische Atmosphäre genießen.
Und natürlich gehört für mich zu einem Urlaub in Südfrankreich auch das Schlemmen dazu. Die Region ist kulinarisch unglaublich vielseitig. Dazu kommen zahlreiche Weingüter in der Umgebung, bei denen sich – je nach Anbieter und Saison – Verkostungen und Besichtigungen anbieten. Während die Erwachsenen regionale Spezialitäten und französische Weine entdecken können, gibt es für die Kinder ebenfalls jede Menge zu erleben.
Wenn der Strand einmal Pause braucht
Auch wenn das Meer natürlich ein großer Anziehungspunkt ist, muss ein Familienurlaub in Südfrankreich nicht jeden Tag am Strand stattfinden. Wenn die Kinder irgendwann genug vom Sand haben, gibt es zahlreiche Möglichkeiten für Abwechslung.
Wasserparks sorgen für Action, und auch Ausflüge in die Umgebung bieten spannende Erlebnisse. In der Region lässt sich viel über die heimische Flora und Fauna erfahren, und auch eine Safari beziehungsweise ein Besuch eines Tierparks in der Umgebung kann eine schöne Alternative zum Strandtag sein.
Ein besonderes Highlight für Familien ist außerdem das Aquarium in Canet-en-Roussillon. Gerade an einem Tag, an dem das Wetter einmal nicht zum Baden einlädt oder man einfach etwas anderes sehen möchte, ist so ein Ausflug eine schöne Ergänzung zum klassischen Strandurlaub.
Genau diese Vielseitigkeit gefällt mir an der Region so gut: Jeder in der Familie kann etwas finden, das ihm Freude macht.
Urlaub mit Hund – und ganz persönlich wohnen
Bei unseren Familienreisen ist uns noch etwas besonders wichtig: Unser Hund soll mitkommen können. Wenn man mit Kindern und Hund unterwegs ist, stellt eine Unterkunft ganz andere Anforderungen. Lage, Ausstattung, Außenbereich und natürlich die Hundefreundlichkeit müssen einfach passen.
Dieses Mal hatten wir das große Glück, ein wunderschönes kleines Ferienhaus bei einer französischen Familie zu finden. Wir haben uns dort sofort wohlgefühlt und gleichzeitig die Möglichkeit gehabt, Land und Leute ganz persönlich kennenzulernen.
Durch meine langjährige Verbindung zu Frankreich weiß ich, wie unterschiedlich Unterkünfte und Regionen sein können – und worauf es bei der Auswahl für eine Familie wirklich ankommt.
Warum wir wieder nach Südfrankreich fahren würden
Was ich aus diesem Urlaub wieder mitgenommen habe: Ein gelungener Familienurlaub muss nicht bedeuten, jeden Tag ein großes Programm zu haben. Manchmal reicht eine kurvenreiche Autofahrt mit spektakulären Ausblicken, ein gemeinsamer Schnorchelausflug, ein gemütlicher Cafébesuch oder der Moment, in dem die Kinder stolz ihre gefundenen Muscheln zeigen.
Genau diese Mischung aus Meer, Natur, Aktivitäten, französischem Lebensgefühl und persönlichen Begegnungen macht die Region rund um Perpignan für mich so besonders. Groß und Klein kommen hier auf ihre Kosten – und auch bei einer Reise mit mehreren Generationen findet jeder seine ganz eigenen Lieblingsmomente.
Südfrankreich bleibt für mich ein Herzensziel – und die Côte Vermeille ist ein Ort, an den ich mit meiner Familie jederzeit gerne zurückkehren würde.
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