Florida

Ein Stück meines Herzens ist dort geblieben
USA
Tina Verardi
19.08.2026
5 min Lesezeit

Schon als Teenager hatte ich einen großen Traum: Ich wollte irgendwann einmal dort leben, wo es warm ist, wo Palmen wachsen und das Meer direkt vor der Tür liegt.

Schon in meinen Sommerurlauben war ich immer diejenige, das man kaum aus dem Wasser bekommen hat. Und wenn der Urlaub vorbei war und wir wieder nach Hause fahren mussten, war ich jedes Mal traurig, den Süden verlassen zu müssen. Dieses Gefühl von Fernweh hat mich nie wirklich losgelassen. Gerade als ich meine Kinder bekam versuchten wir 1-2x im Jahr in den Süden zu reisen. Am Ende wollten meine Mädchen und ich gar nicht mehr nach Hause Richtung Deutschland.

Später wurde ich Flugbegleiterin. Eigentlich hätte man meinen können, dass damit mein Fernweh gestillt sein müsste. Ich durfte fliegen, andere Länder sehen und Menschen an wunderschöne Reiseziele bringen. Aber ganz im Gegenteil: Es wurde eher noch stärker. Denn wenn die Urlauber ausgestiegen waren, dachte ich manchmal: Am liebsten würde ich einfach mit ihnen bleiben.

Auch mein Mann kam aus der Fliegerei und hatte durch seine Arbeit mit amerikanischen Airlines einen besonderen Bezug zu den USA. Er schwärmte immer wieder von Amerika und den Menschen dort. Eine gute Freundin von uns lebte in Florida, und so besuchten wir sie insgesamt dreimal. Unser Ferienhaus lag eher außerhalb, anders als in Europa. Es gab nicht unbedingt die klassische Innenstadt, zu der man schnell zu Fuß gehen konnte. Für alles brauchte man das Auto. Die Entfernungen waren größer, die Häuser anders, die Straßen anders und überhaupt war alles unglaublich groß.

Mein Mann war sofort begeistert.

Ich brauchte ungefähr drei Tage, um all diese Eindrücke zu verarbeiten und wirklich einzuordnen.

Mit jedem Besuch wurde es schwieriger, wieder nach Hause zu fliegen.

Beim dritten Aufenthalt entdeckten wir Sarasota. Und manchmal gibt es im Leben Entscheidungen, bei denen man nicht lange überlegen muss.

Bei uns war es genau so.

In der ersten Minute war für uns klar: Hier möchten wir bleiben. Liebe auf den ersten Blick! Das Gefuehl von Zuhause.

Von der ersten Minute an ein neues Lebensgefühl

2018 wurde aus unserem Traum Realität. Wir zogen mit unserer Familie nach Sarasota, Florida, und sollten dort die nächsten 8,5 Jahre unseres Lebens verbringen.

Wir liebten Sarasota. Wir liebten die Menschen, die Strände, die Häuser, die Geschäfte, die Natur und die Tiere. Wir liebten diese besondere Mischung aus Freiheit, Sonne und Lebensfreude.

Ich habe JEDEN einzelnen Morgen mit einem Gedanken begonnen:

Danke.

Und auch mein letzter Gedanke vor dem Einschlafen war IMMER:

Danke.

Florida war für uns nicht nur Urlaub

Das ist vielleicht der größte Unterschied zu vielen anderen Reiseerfahrungen: Für uns war Florida irgendwann kein Urlaubsziel mehr. Es war unser Alltag.

Wir haben dort gearbeitet, unsere Kinder sind dort aufgewachsen und wir haben uns ein Leben aufgebaut. Die Kinder fanden Freunde, ihre erste große Liebe, machten ihren Schulabschluss, haben ihren Führerschein mit 15 Jahren gemacht, wir erlebten Hurrikans zusammen und retteten Tiere von den Strassen und brachten sie in eine Auffangstation...

Wir haben unglaublich viel gelacht. Wir haben aber auch sehr viel geweint.

Denn unser Leben dort war keineswegs immer einfach. Wir mussten uns alles sehr hart erarbeiten. In den 8,5 Jahren hatten wir nicht wirklich viel klassischen Urlaub und mussten meist jeden Cent umdrehen.

Trotzdem bereue ich keine Sekunde.

Denn für mich war es diese Erfahrung wert. Ich habe bisher immer noch das Gefühl, als ob ein Teil von mir noch dort ist, wir noch dort sind. Manchmal wache ich morgens auf und denke fuer eine Sekunde, ich bin in meinem Schlafzimmer dort, beginne meinen Tag wieder mit dem DANKE, dass wir hier sein dürfen und mein nächster Blick auf diesen wunderschönen Pool mit diesen wunderschönen großen Palmen und alten Oak Trees und dem blauen Himmel, wo morgens oft die grünen Papageien vorbei geflogen sind. Ich habe immer gesagt, dass sie schimpfen, denn es hörte sich danach an, aber ich glaube, es ist nur ihre Art sich zu unterhalten. 

Florida hat mir ein Gefühl gegeben, das ich nur schwer beschreiben kann:

Freiheit.

Diese Freiheit, morgens aufzustehen und zu wissen, dass das Meer, die Sonne und die Palmen einfach dazugehören und nur max. 10 Minuten mit dem Auto entfernt sind. Dieses Lebensgefühl kann man meiner Meinung nach nicht wirklich erklären. Man muss es erleben.

Meine persönlichen Lieblingsorte

Natürlich habe ich während unserer Zeit in Florida viele wunderschöne Orte kennengelernt. Zu meinen persönlichen Favoriten gehören Sarasota, Siesta Key, Miami, Orlando, Naples und Key West.

Jeder dieser Orte hat seinen ganz eigenen Charakter.

Miami liebe ich für kurze Auszeiten, das besondere Flair, die kleinen Boutique-Hotels, Restaurants und das Gefühl, für ein paar Tage in eine ganz andere Welt einzutauchen.

Orlando war für uns als Familie immer ein Highlight. Gerade mit Kindern gibt es unglaublich viel zu erleben. Wir haben die Universal-Hotels besonders geliebt. Mein persönlicher Favorit ist das Portofino Bay Hotel. Auch das Gaylord Palms und das Margaritaville Resort Orlando sind tolle Möglichkeiten – je nachdem, welche Art von Urlaub man sucht.

Und dann sind da natürlich noch die Florida Keys und Key West. Dazu kommt unsere große Liebe zum Cruising. Eine Kreuzfahrt ab Florida in die Karibik ist für mich nach wie vor eine der schönsten Möglichkeiten, Urlaub und Entspannung miteinander zu verbinden.

Siesta Key – mein persönlicher Lieblingsstrand

Wenn ich einen einzigen Strand auswählen müsste, wäre es ganz klar Siesta Key.

Dieser Ort fühlt sich für mich nach Zuhause an.

Der Strand ist wunderschön, das Wasser unglaublich klar und die gesamte Umgebung hat für mich eine ganz besondere, ruhige Energie. Dazu kommen die wunderschönen Häuser und dieses typische Florida-Gefühl.

Ich kann dort stehen, aufs Meer schauen und diese unglaublichen Himmelsfarben betrachten. Das Wolkenspiel oder diesen riesengroßen blauen Himmel, die Delphine, die morgens und abends zur Fütterungszeit vorbei kommen, soviel die Sandpipers und die Pelikane dort.

Siesta Key ist für mich deshalb nicht einfach nur ein schöner Strand.

Es ist ein Stück Heimat.

Hotels, Wellness und gutes Essen

Ich liebe schöne Hotels und Resorts. Für mich gehört zu einem gelungenen Urlaub nicht nur ein schöner Strand, sondern auch das Gefühl, wirklich abschalten zu können.

Das The Ritz-Carlton, Sarasota gehört deshalb zu meinen persönlichen Favoriten. Die Lage, das Ambiente, das Essen und der gesamte Service machen es für mich zu einem wunderbaren Ort zum Entspannen. Für einen Urlaub mit kleinen Kindern würde ich allerdings andere Hotels bevorzugen.

Was ich an Sarasota außerdem besonders liebe, ist die Entwicklung der kulinarischen Szene.

Gerade wenn man Wert auf gesunde Ernährung legt, findet man dort mittlerweile unglaublich viele tolle Möglichkeiten. Vegane Gerichte, glutenfreie Angebote, frische Zutaten, Cold-Pressed Juices und moderne, gesunde Restaurants gehören für mich zu den Dingen, die ich dort besonders genieße.

Und genau solche Details sind für mich bei einer Reiseberatung wichtig.

Denn ein Urlaub muss nicht nur schön aussehen. Er muss zum Menschen passen.

Wann würde ich Florida empfehlen?

Wenn heute eine Familie zu mir kommt und mir sagt: „Wir möchten zum ersten Mal nach Florida“, dann frage ich nicht sofort: Welches Hotel möchtest du buchen?

Ich möchte zuerst wissen:

Wann möchtet ihr reisen?

Was ist euch wichtig?

Möchtet ihr hauptsächlich Strand und Erholung oder lieber Action und Sehenswürdigkeiten?

Sind Kinder dabei? Wenn ja, welches Alter?

Möchtet ihr viel unternehmen oder einfach nur entspannen?

Wie wichtig sind gutes Essen, Wellness oder ein schönes Resort?

Und natürlich spielt auch die Reisezeit eine große Rolle.

Ich persönlich würde Florida für eine erste Reise besonders gerne in den Monaten März bis Juli empfehlen. In dieser Zeit haben wir persönlich das Klima als sehr angenehm empfunden. Die Luftfeuchtigkeit ist noch nicht so stark und das Meer hat eine wunderbare Temperatur.

Die Hurrikan Saison sollte bei der Planung ebenfalls berücksichtigt werden. Besonders im September würde ich persönlich nicht unbedingt meine erste Florida-Reise planen. Auch im Juli und August kann es häufiger regnen, wobei es oft nur kurze, kräftige Schauer sind.

Aber genau deshalb gibt es für mich nicht die eine perfekte Florida-Reise.

Es gibt die perfekte Florida-Reise für Sie.

Warum Florida immer ein Teil von mir bleiben wird

Heute lebe ich wieder in Deutschland.

Und obwohl ich das Mittelmeer ebenfalls liebe und es viele wunderschöne Reiseziele auf dieser Welt gibt, ist ein Teil meines Herzens in Florida geblieben.

Wir haben dort 8,5 Jahre unseres Lebens verbracht.

Unsere Kinder sind dort aufgewachsen.

Wir haben dort Freunde gefunden, die für uns bis heute wie Familie sind.

Wir haben so viel erlebt, gelacht, geweint, gearbeitet und gelebt.

Wenn wir Florida verlassen haben, haben wir nie wirklich „Tschüss“ gesagt.

Es war immer eher ein:

„Bis bald.“

Und tief in meinem Herzen wünsche ich mir, eines Tages wieder die Möglichkeit zu haben, zumindest einen Teil des Jahres dort zu verbringen.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich Florida heute so gerne weiterempfehle.

Ich kenne nicht nur die schönen Bilder aus dem Reisekatalog.

Ich kenne das Gefühl, morgens aufzustehen und die Sonne zu sehen.

Ich kenne die Strände, die Restaurants, die Hotels, die Familienausflüge und die kleinen Momente dazwischen.

Und genau diese persönlichen Erfahrungen möchte ich heute in meine Arbeit als Reiseberaterin einbringen.

Wenn Sie mit mir Ihre Florida-Reise planen, möchte ich Ihnen nicht einfach irgendein Hotel buchen.

Ich möchte herausfinden, was Sie erleben möchten – und daraus eine Reise gestalten, die zu Ihnen passt.

Denn manchmal ist eine Reise viel mehr als nur eine Reise.

Manchmal findet man an einem Ort ein Stück von sich selbst.

Für mich war dieser Ort Florida.

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Port Grimaud

Port Grimaud – unsere Familienurlaube an der Côte d’Azur Es gibt Reiseziele, die man besucht. Und es gibt Orte, die irgendwann ein Teil der eigenen Familiengeschichte werden. Für uns ist Port Grimaud so ein Ort. Lange bevor wir nach Florida ausgewand
Tina Verardi
19.08.2026
5 min Lesezeit

Port Grimaud – unsere Familienurlaube an der Côte d’Azur

Es gibt Reiseziele, die man besucht.

Und es gibt Orte, die irgendwann ein Teil der eigenen Familiengeschichte werden.

Für uns ist Port Grimaud so ein Ort.

Lange bevor wir nach Florida ausgewandert sind, haben wir dort viele unserer schönsten Familienurlaube verbracht. Unsere Kinder waren damals noch klein, und wenn ich heute daran zurückdenke, sehe ich nicht nur das wunderschöne Mittelmeer vor mir.

Ich sehe meine Kinder am Strand, die sich dann auch schon auf den abendlichen Rummelplatz gefreut haben von der Riviera Village Anlage.

Ich sehe unsere kleine Unterkunft zwischen Palmen und Meer und Strand.

Ich sehe unseren Golden Retriever Diego, der glücklich ins Meer sprang.

Ich rieche noch die frischen Croissants und Baguettes am Morgen.

Und ich sehe mich selbst am letzten Urlaubstag im Wasser stehen und wissen: Morgen müssen wir wieder nach Hause.

Die Suche nach dem perfekten Familienurlaub

Schon damals hatte ich eine große Leidenschaft: Ich konnte stundenlang im Internet oder in Reisebüros nach dem perfekten Urlaub suchen.

Ich wollte nicht einfach irgendeine Unterkunft.

Ich wollte einen schönen Standard für meine Familie, aber gleichzeitig musste der Urlaub natürlich bezahlbar bleiben. Vor ungefähr 15 Jahren waren Familienresorts noch längst nicht so verbreitet wie heute.

Wir hatten drei Kinder und wollten einen Urlaub, bei dem wirklich alle etwas davon hatten.

In Italien fand ich damals einfach nicht das, wonach ich gesucht hatte. In die Berge wollte ich mit den Kindern auch nicht.

Also begann meine Suche.

Ich glaube, ich habe fast zwei Wochen lang immer wieder gesucht, verglichen und mir verschiedene Möglichkeiten angeschaut.

Irgendwann wurden mir die Riviera Villages angezeigt.

Dort gab es mehrere Anlagen, und für uns passte damals der dritte Park am besten.

Und damit begann eine kleine Familiengeschichte, die wir bis heute immer wieder erzählen.

Unsere kleine Hawaii-Hütte

Unsere Unterkunft war ein kleines Mobilhome.

Wir hatten eine kleine, süße Unterkunft im Hawaii-Stil.

Es waren Mobilhomes, die wunderschön und liebevoll umgebaut waren und dadurch eher wie kleine tropische Ferienhäuschen wirkten. Es gab verschiedene Ausführungen und Lagen.

Unsere Hütten lagen immer an einem kleinen Pool, der eigentlich eher ein wunderschöner Teich sein sollte mit Chlorwasser. Eingebettet in tropische Pflanzen sah das Ganze unglaublich schön aus.

Und das Beste:

Zum Strand waren es nur ungefähr zwei Minuten zu Fuß.

Man ging an den kleinen Häuschen, Palmen und Pflanzen vorbei und war schon am Wasser.

Es gab damals auch Unterkünfte direkt in erster Strandlage und sogar Varianten mit eigenem Pool.

Für uns als Familie war die Anlage einfach perfekt.

Es gab einen kleinen Bauernhof mit Streicheltieren und Ponys zum Reiten, Spielplätze für kleine und größere Kinder, Sport- und Outdoor-Angebote, Animation, eine Jugendarea, Disco, Restaurants, einen Supermarkt, Waschmöglichkeiten, Spa, Fahrradverleih und vieles mehr.

Abends gab es einen kleinen Rummel mit Fahrgeschäften, Trampolinen und verschiedenen Angeboten für die Kinder.

Unsere Kinder fanden dort immer unglaublich schnell Anschluss.

Und wir Eltern konnten zwischendurch auch einmal durchatmen.

Das Schönste: Port Grimaud direkt vor der Tür

Was ich an dieser Gegend besonders geliebt habe, war die Lage.

Direkt auf der anderen Straßenseite begann Port Grimaud.

Kleine Gassen, Kanäle, Brücken, Geschäfte, Restaurants und Boote – alles hatte seinen ganz eigenen Charme.

Und natürlich gab es den Strand direkt vor der Anlage.

Das Leben dort fühlte sich für uns immer ein bisschen langsamer an.

Und genau das liebe ich im Urlaub.

Morgens ging es meistens zuerst ins Café.

Frische Croissants.

Frisches Baguette.

Dazu ein Kaffee.

Danach ging es mit den Kindern an den Strand.

Kein Stress.

Kein Termindruck.

Einfach Meer, Sonne, Sand und Familie.

Später gingen wir zurück in unsere Hütte, machten ein einfaches Mittagessen und ruhten uns etwas aus. Die Kinder spielten oder machten ebenfalls eine Pause.

Und danach?

Entweder ging es wieder los.

Zum Einkaufen.

An den Strand.

In die Umgebung.

Oder wir machten einen Ausflug.

Saint-Tropez, Sainte-Maxime und die Côte d’Azur

Saint-Tropez gehörte natürlich zu unseren regelmäßigen Ausflügen.

Besonders gerne waren wir abends dort und sind einfach durch die Straßen und am Hafen entlanggeschlendert.

Dort treffen zwei Welten aufeinander.

Luxusyachten, bekannte Clubs und wunderschöne Boutiquen auf der einen Seite.

Und gleichzeitig kleine einheimische Geschäfte mit selbstgemachten Produkten, Kräutern, Obst, Gemüse, Seifen und vielen anderen schönen Dingen.

Die Märkte am Wochenende waren für uns immer ein Highlight.

Wir besuchten außerdem Sainte-Maxime, Ramatuelle, Grimaud, Pampelonne, Cannes und Nizza.

Jeder Ort hatte seinen eigenen Charakter.

Und trotzdem fühlte sich unsere kleine Ecke rund um Port Grimaud immer ein bisschen wie unser Zuhause im Urlaub an.

Mit drei Kindern und einem Golden Retriever

Was ich an diesen Urlauben bis heute besonders liebe, ist, dass wir immer unseren Golden Retriever Diego dabei hatten.

Diego liebte das Reisen.

Oder besser gesagt: Er liebte es, dabei zu sein.

Unser Auto war komplett vollgepackt und Diego bekam vermutlich den letzten verfügbaren Quadratmeter.

Das störte ihn überhaupt nicht.

Er sprang voller Freude ins Auto und war einfach glücklich, dass er mitdurfte.

Die Fahrt nach Südfrankreich dauerte ungefähr elf Stunden. Wir fuhren meistens über Nacht, damit die Kinder schlafen konnten.

Natürlich waren elf Stunden Autofahrt mit drei Kindern, Hund und komplett vollgepacktem Auto nicht immer entspannt.

Aber auch diese Fahrten sind heute wunderschöne Erinnerungen.

Wir machten zwischendurch Pausen, gingen mit Diego spazieren und irgendwann kamen wir an.

Und dann war alles vergessen.

Diego und die verrückte Serpentinenstraße

Eine Geschichte werde ich wahrscheinlich nie vergessen.

Auf einer unserer Rückfahrten entschieden wir uns für eine Route über eine sehr steile Serpentinenstraße um mehr Kultur zu sehen und den Stau zu umgehen. Die Straße war teilweise so schmal, dass eigentlich nur ein Auto Platz hatte.

Auf einer Seite ging es ziemlich steil den Abhang hinunter.

Mitten auf dieser Strecke wurde Diego plötzlich schlecht.

Er musste sich übergeben.

Wir konnten nirgends anhalten und mussten weiterfahren.

Aber irgendwann wurde der Geruch so schlimm, dass wir unbedingt einen Platz zum Anhalten finden mussten.

Zum Glück kam eine kleine Ausbuchtung, in der wir anhalten konnten.

Wir stiegen aus und machten uns daran, alles sauber zu machen.

Und genau in diesem Moment als wir heranfuhren kam plötzlich ein Van um die Kurve geschossen.

Bis heute frage ich mich, wie man auf einer solchen Straße so schnell fahren kann.

Wir hatten Glück.

Denn wenn wir dort nicht wegen Diego angehalten hätten, hätten wir vermutlich entweder den Van getroffen oder wären beim Ausweichen in Richtung Abhang geraten.

Bis heute sagen wir deshalb:

Diego hat uns das Leben gerettet.

Und ausgerechnet sein kleiner Unfall wurde damit zu einer unserer unglaublichsten Urlaubsgeschichten.

Die kleinen Dinge, an die ich mich heute am liebsten erinnere

Natürlich waren es nicht nur die großen Ausflüge, die unsere Urlaube besonders gemacht haben.

Es waren die kleinen Dinge.

Die Kinder sammelten Muscheln und kleine Stofftiere die sie von den Losen auf dem Rummel abends gewonnen hatten.

Am Ende des Urlaubs hatten sie gefühlt tausend Plastiktüten voller kleiner Stofftiere.

Dann ging es zum Rummel, wo sie ihre kleinen Stofftiere gegen größere eintauschten.

Und natürlich gehörten Crêpes dazu.

Nicht nur einmal.

Eigentlich jeden Mittag.

Und direkt nach unserer Ankunft sowieso.

Das waren diese kleinen Rituale, die sich jedes Jahr wiederholten.

Und genau deshalb wurden sie zu Erinnerungen.

Pampelonne – unser letzter Urlaub vor Amerika

Unser letzter Aufenthalt in dieser Gegend war kurz vor unserer Auswanderung in die USA.

Diesmal waren wir bei Kon Tiki am Pampelonne Beach, ebenfalls Teil der Riviera Villages.

Und dieser Strand war für uns etwas ganz Besonderes.

Das Wasser war unglaublich klar und flach, der Sand wunderschön und die gesamte Küste erstreckte sich über mehrere Kilometer.

Für mich fühlte sich dieser Strand fast karibisch an.

Ich erinnere mich noch ganz genau an unseren letzten Tag.

Wir waren bereits dabei, für die Heimfahrt fertig zu werden.

Gabriel war gerade einmal ungefähr 2 Jahre alt und schon mit meinem Mann bereit für die Abfahrt.

Meine Mädchen und ich waren noch im klaren Wasser.

Dann sagte mein Mann:

„Komm aus dem Wasser, wir müssen langsam los.“

Und plötzlich wurde mir bewusst, dass ich diesen Ort wieder verlassen musste.

Die Palmen.

Den Strand.

Die Sonne.

Das Meer.

Und ich wusste wieder:

Jetzt dauert es ein ganzes Jahr, bis ich das alles wiedersehen würde.

Ich war traurig.

Sehr traurig.

Denn wir hatten damals nicht viel Geld für unsere Urlaube. Wir konnten uns nicht die teuren Restaurants leisten, die dort so wunderschön aussahen.

Wir kochten meistens einfache Mahlzeiten in unserem Mobilhome.

Und jedes Jahr wusste ich nicht sicher, ob wir uns diesen Urlaub im nächsten Jahr wieder leisten konnten.

Aber trotzdem waren diese Reisen für mich unbezahlbar.

Der Vollmond auf der Heimfahrt

Auf der Heimfahrt saß ich irgendwann im Auto und schaute aus dem Fenster.

Es war Nacht.

Und ich beobachtete den Vollmond.

Ich dachte darüber nach, wie schön dieses Land war.

Wie sehr ich Wärme, Sonne, Palmen und das Meer liebte.

Und ich hatte einen Wunsch.

Ich wünschte mir, dass wir eines Tages vielleicht in einem solchen Land leben könnten.

Dort, wo es warm ist.

Dort, wo das Meer ganz in der Nähe ist.

Dort, wo sich das Leben ein bisschen leichter und langsamer anfühlt.

Ich wusste damals natürlich nicht, ob dieser Wunsch jemals Wirklichkeit werden würde.

Keine zwei Jahre später lebten wir in den USA.

Manchmal denke ich heute darüber nach und frage mich, ob dieser Wunsch damals auf der Rückfahrt vielleicht schon der Anfang unserer späteren Geschichte war.

Warum ich Port Grimaud Familien heute noch empfehlen würde

Seit ungefähr zehn Jahren waren wir nicht mehr dort.

Und nächstes Jahr möchten wir endlich wieder hin.

Ich bin unglaublich gespannt darauf, diesen Ort nach so langer Zeit wiederzusehen.

Natürlich hat sich vieles verändert.

Aber ich glaube, dass bestimmte Orte immer einen Teil ihrer Magie behalten.

Die Riviera Villages waren für uns damals ideal für einen Urlaub mit Kindern – und auch mit Hund.

Es gab unglaublich viel zu erleben, ohne dass man ständig ins Auto steigen musste. Gleichzeitig konnte man jederzeit einen Ausflug nach Saint-Tropez, Sainte-Maxime, Ramatuelle, Grimaud oder an andere wunderschöne Orte der Côte d’Azur machen.

Auch damals gab es bereits Möglichkeiten für gesundes Essen, was mir persönlich sehr wichtig war.

Und genau deshalb würde ich heute bei einer Familie nicht einfach sagen:

„Bucht Port Grimaud.“

Ich würde zuerst fragen:

Wie alt sind die Kinder?

Ist ein Hund dabei?

Möchtet ihr viel unternehmen oder lieber einen entspannten Familienurlaub?

Wie wichtig sind Strand, Animation, Sport, gutes Essen oder Wellness?

Möchtet ihr direkt am Meer wohnen oder lieber etwas ruhiger?

Denn genau das ist für mich gute Reiseberatung.

Nicht einfach eine Unterkunft zu verkaufen.

Sondern herauszufinden, was eine Familie wirklich braucht.

Ein Stück unserer Familiengeschichte

Wenn ich heute an Port Grimaud zurückdenke, sehe ich nicht nur Südfrankreich.

Ich sehe unsere Kinder, als sie noch klein waren.

Ich sehe Diego.

Ich sehe unsere vollgepackten Autos.

Ich sehe die kleinen Muscheln und Stofftiere.

Ich sehe die Palmen.

Ich rieche die Croissants am Morgen.

Ich höre das Meer.

Und ich sehe mich selbst im Wasser stehen und nicht nach Hause gehen wollen.

Vielleicht war Port Grimaud deshalb so wichtig für mich.

Es war einer dieser Orte, an denen ich gespürt habe, wie sehr ich das Leben in der Sonne liebe.

Wie sehr ich das Meer liebe.

Wie sehr ich Reisen liebe.

Und wie wichtig für mich meine Familie, eine gesunde Lebensweise und gemeinsame Erlebnisse sind.

Damals wusste ich noch nicht, dass einige Jahre später ein ganz anderer Traum Wirklichkeit werden würde.

Unser Traum von Florida.

Aber wenn ich heute zurückblicke, glaube ich, dass das Fernweh schon immer ein Teil von mir war.

Und vielleicht beginnt jede große Reise genau so:

Mit einem kleinen Wunsch.

Einem Gefühl.

Und manchmal mit einem Blick aus dem Autofenster auf einen Vollmond, während man sich fragt:

„Wie wäre es wohl, wenn wir eines Tages wirklich dort leben würden?“

Mexiko

Unsere kleine Auszeit in Mexiko

Unsere kleine Auszeit in Mexiko – Catalonia Grand Costa Mujeres Manchmal braucht es gar keine große Reise, um dem Alltag für einen Moment zu entkommen. Genau so war es bei uns im Jahr 2020. Die Corona-Zeit bestimmte damals unseren Alltag in Florida.
Tina Verardi
19.08.2026
5 min Lesezeit

Unsere kleine Auszeit in Mexiko – Catalonia Grand Costa Mujeres

Manchmal braucht es gar keine große Reise, um dem Alltag für einen Moment zu entkommen. Genau so war es bei uns im Jahr 2020. Die Corona-Zeit bestimmte damals unseren Alltag in Florida.

Also beschlossen wir, einen kleinen Kurztrip nach Mexiko zu machen.

Gemeinsam mit unseren drei Kindern flogen wir von Miami nach Cancún. Unser Ziel war das Catalonia Grand Costa Mujeres All Suites & Spa – ein wunderschönes Hotel direkt am Strand, in dem wir allerdings nur zwei Nächte bleiben konnten.

Zwei Nächte sind nicht viel. Ehrlich gesagt war es viel zu kurz. Aber mehr war zu dieser Zeit leider nicht möglich. Wir sind jedes Mal dankbar für jeden einzelnen schönen Urlaub, den wir machen.

Ankommen in Mexiko

Nach unserem Flug nach Cancún holten wir unseren Mietwagen ab. Das war für uns die perfekte Entscheidung. Vom Flughafen aus war das Hotel unkompliziert zu finden und die Fahrt war angenehm. Außerdem fanden wir es deutlich entspannter, einen eigenen Mietwagen zu haben, als auf einen Hoteltransfer angewiesen zu sein.

Schon beim Ankommen im Hotel hatten wir sofort das Gefühl: Hier können wir es uns gut gehen lassen.

Das Hotel war wunderschön, modern und sehr gepflegt. Alle waren freundlich und hilfsbereit, und man merkte sofort, dass sehr viel Wert auf Sauberkeit und Qualität gelegt wurde.

Unser Zimmer war modern eingerichtet und angenehm groß. Besonders das Badezimmer ist uns in Erinnerung geblieben. Die große Dusche mit den Glasflächen und den schönen Fliesen wirkte sehr hochwertig und modern.

Einfach mal nichts tun

Diesmal hatten wir uns ganz bewusst vorgenommen, nichts unternehmen zu müssen.

Wir sind mit den Kindern nicht zu irgendwelchen Sehenswürdigkeiten gefahren und haben auch keine Ausflüge gemacht. Wir wollten einfach nur das Hotel genießen.

Und dafür war es perfekt.

Es gab ein großes Essensangebot über den ganzen Tag hinweg, sodass eigentlich immer etwas zu finden war. Besonders gut gefiel uns, dass es neben der großen Auswahl auch viele gesunde Speisen gab. Die Qualität des Essens war wirklich sehr gut. Auch für Vegetarier.

Für uns gab es außerdem einen alkoholfreien Hotelcocktail, der schnell zu unserem kleinen Urlaubsgetränk wurde.

Die Kinder konnten sich währenddessen austoben. Es gab große Pools, Kinderanimation und verschiedene Wassersportangebote. Direkt vor dem Hotel lag der wunderschöne Strand, und wir konnten einfach zwischen Pool, Meer, Essen und Entspannung hin und her wechseln.

Das Hotel hatte außerdem einen Spa-Bereich, den wir bei diesem kurzen Aufenthalt allerdings gar nicht richtig ausnutzen konnten.

Eigentlich hätten wir mindestens eine Woche bleiben müssen, um all das wirklich genießen zu können. Wir hatten ja eine recht kurze Anreise, da wir in Florida wohnten. Ich glaube, es waren gerade mal 2 Stunden Flüge. Wenn man aus Europa anreist, dann würde ich schon 2 Wochen empfehlen.

Ein kleiner Corona-Moment zum Schmunzeln

Natürlich war 2020 nichts ganz normal – und auch unser Mexiko-Trip nicht.

Eine Situation ist uns besonders im Gedächtnis geblieben, weil sie einfach typisch für diese verrückte Zeit war.

Als wir unseren Mietwagen übernahmen, sagte uns die Autovermietung tatsächlich, wir sollten eine Maske aufziehen, wenn wir das Fenster des Autos öffnen.

Wir mussten darüber lächeln.

Heute wirkt so etwas fast surreal. Damals war es einfach Teil unseres völlig neuen Corona-Alltags.

Der Rückflug nach Miami

Auch wenn unser Aufenthalt viel zu kurz war, gab es auf dem Rückflug noch einmal einen wunderschönen Moment.

Der Flug von Cancún zurück nach Miami führte über die traumhaften Inseln und das unglaublich blaue karibische Wasser.

Aus dem Flugzeug sah man diese verschiedenen Blautöne des Meeres und die kleinen Inseln unter uns. Es war einer dieser Momente, in denen man einfach aus dem Fenster schaut und denkt: Wow.

Und auch die Landung in Miami war spektakulär. Nach diesen wunderschönen Bildern aus der Luft wieder auf Florida zuzusteuern, war ein richtig schöner Abschluss unseres kleinen Mexiko-Abenteuers.

Zwei Nächte, die uns trotzdem geblieben sind

Unser Aufenthalt im Catalonia Grand Costa Mujeres war kurz.

Aber es hat uns dabei wirklich auch begeistert. Das schöne Hotel, der Strand, die Pools, das Essen, die Freundlichkeit der Mitarbeiter und die moderne Ausstattung haben den kurzen Aufenthalt zu einer kleinen, aber wunderschönen Auszeit gemacht.

Wenn wir heute daran zurückdenken, wünschen wir uns vor allem eines:

Wir hätten länger bleiben sollen.

Zwei Nächte waren einfach nicht genug.

Aber vielleicht ist genau das der Grund, warum uns diese kleine Reise bis heute in Erinnerung geblieben ist. Es war kein großer Urlaub und kein Abenteuer voller Sehenswürdigkeiten.

Es war einfach unsere kleine Familienauszeit in Mexiko – mitten in einer verrückten Zeit. Und wir erzählen heute immer noch von unseren Trips. Ob kurz oder lang. Wir lieben das Reisen an schöne Orte und in schöne Hotels.

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