Geburtstag auf den Seychellen

Mit einer Benjamin-Blümchen-Torte im Flieger
Seychellen
Stephan Padberg
29.06.2026
5 min Lesezeit

Mein 40. Geburtstag auf den Seychellen – Mit Freunden, frischem Obst und einer Benjamin-Blümchen-Torte im Flieger 

Im Februar habe ich meinen 40. Geburtstag auf eine ganz besondere Art gefeiert. Statt einer großen Party zu Hause habe ich meine Schwester, meinen Partner und eine sehr gute Freundin eingeladen und wir sind gemeinsam für acht Tage auf die Seychellen geflogen.

Wir haben über eine Website eine wunderschöne Ferienwohnung mit drei Schlafzimmern, zwei Bädern, einer riesigen Terrasse und einem traumhaft großen Garten in Anse Boileau gebucht und uns über SunnyCars ein Auto gemietet – das übrigens teurer war als die Wohnung selbst. Trotzdem war das insgesamt günstiger als ein Hotel und hat uns die Freiheit gegeben, die Insel komplett selbst zu erkunden. Rückblickend war das die beste Entscheidung.

Anreise auf die Seychellen mit Discover Airlines

Geflogen sind wir am 8. Februar abends mit Discover Airlines in der Premium Economy. Wir sind in eisiger Kälte und mit dicker Winterjacke in Frankfurt los – und morgens früh bei feuchten tropischen Temperaturen auf den Seychellen gelandet. Schon beim Verlassen des Flughafens schlug uns die warme Tropenluft entgegen... immer noch mit der Winterjacke an.

In der Nacht zum 9. Februar wurde ich dann im Flugzeug 40 – ein Geburtstag, den ich so schnell nicht vergessen werde. Meine Begleitung hat es tatsächlich geschafft, unbemerkt eine Benjamin-Blümchen-Torte mit ins Flugzeug zu bringen, die um Punkt 00:00 Uhr angeschnitten wurde. Das war schon ein Highlight, bevor wir überhaupt auf den Seychellen gelandet sind.

Autofahren auf Mahé im Linksverkehr

Nach der unkomplizierten Einreise haben wir unser Auto von SunnyCars übernommen. Zuerst dachte ich noch „ach, alles total easy" – bis das Auto dann vorfuhr. Lenkrad rechts, Linksverkehr, Berge, die gefühlt direkt aus dem Himalaya stammen könnten, und steile, enge Serpentinen. Ehrlich gesagt habe ich mich am Anfang nicht getraut, selbst zu fahren. Bin ich dann aber auch nicht.

Mit der eSIM von HolaFly und dem Navi auf dem fast leeren Handy sind wir dann los nach Anse Boileau, einem kleinen einheimischen Dorf auf der anderen Seite der Insel. Klingt einfach, war es aber nicht. Wir sind kreuz und quer gefahren, haben Abzweigungen verpasst und standen am Ende ratlos da. Warum? Weil es in Anse Boileau keine Straßennamen gibt. Zum Glück haben uns einige einheimische Anwohner geholfen – ohne die herzlichen Menschen (wir haben mit Händen und Füßen mit ihnen kommuniziert, weil wir kein Kreolisch sprechen) hätten wir das Haus wahrscheinlich bis heute nicht gefunden.

Unterwegs nach Anse Boileau gab es dann auch schon die ersten Abenteuer: Nach den ersten Kilometern vom Flughafen in Richtung Wohnung sind wir fast in eine dieser breiten Regenrinnen an der Straße gefahren (da kommt man nicht mehr raus, wenn man einmal drinsteckt) und beim ersten Ausparken aus der steilen Einfahrt unserer Wohnung sind wir rückwärts auf einen Stein aufgefahren.

Puh, alles noch mal gut gegangen. Nach ein paar Startschwierigkeiten hatten wir dann den Dreh raus und es hat sogar richtig Spaß gemacht, die Insel hoch und runter zu fahren.

Unsere Ferienwohnung in Anse Boileau

Unsere Ferienwohnung in Anse Boileau war für uns perfekt. Jeden Tag hat uns unsere Vermieterin frisches Obst vorbeigebracht – darunter auch die leckere Ananas von den Fotos. Morgens haben wir selbst Frühstück gemacht und abends lecker gekocht, weil Essen gehen relativ teuer ist. Praktisch war, dass es überall im Ort diese kleinen Mini-Läden gibt. In dem einen bekommt man das, was man im anderen nicht findet – wir sind quasi von Laden zu Laden gezogen, um alles fürs Kochen zusammenzubekommen.

Tagesausflug nach La Digue

Tagsüber haben wir die Insel erkundet. Wir waren im Botanischen Garten und haben dort die farbprächtigen Blumen und Sträucher der Insel bestaunt. Danach sind wir nach Victoria gefahren und haben einfach die Straße unsicher gemacht (oder die Straße uns?).

Ein absolutes Highlight war unser Tagestrip nach La Digue. Wir haben in Victoria ein Schnellboot inklusive Tagestour über GetYourGuide gebucht und sind rübergefahren. Dort haben wir nicht nur die berühmten Riesenschildkröten gesehen, sondern die Insel auch mit dem Fahrrad erkundet. Ein Strand war schöner als der andere. Die Kombination aus den Granitfelsen, dem türkisfarbenen Wasser und den nahezu menschenleeren Stränden war einfach traumhaft.

Der Strand von Anse Boileau war von unserer Wohnung nur ein paar Minuten bergab erreichbar und komplett leer, außer ein paar einheimischen Fischern. Kein Tourist weit und breit. Einfach nur türkises Wasser, weißer Sand und absolute Ruhe. Genau das, was wir uns erhofft hatten.

Schneller, als einem lieb war, sind wir acht Tage später wieder im Dunkeln von Mahé gestartet und über Nacht zurück nach Frankfurt geflogen – natürlich wieder mit Discover Airlines in der Premium Economy. 

Ein ruhiger und schöner Abschluss nach einer intensiven, aber traumhaften Woche.

Unser Fazit zu den Seychellen

Die Seychellen mit einer Ferienwohnung und einem eigenen Auto zu bereisen, war für uns die perfekte Entscheidung. Wir hatten viel mehr Freiheit, sind mit Einheimischen in Kontakt gekommen (unsere Vermieterin war einfach wundervoll) und haben die Insel auf eine authentische Art erleben dürfen. Gerade Anse Boileau hat uns gezeigt, wie entspannt und ursprünglich die Seychellen sein können – mit leerem Strand und echten Fischern direkt vor der Tür.

Wer die Seychellen nicht nur sehen, sondern erleben will, dem kann ich diese Art der Reise nur empfehlen. Ein Tagestrip nach La Digue lohnt sich auf jeden Fall. Und was das Autofahren angeht: Nach den ersten etwas holprigen Kilometern (und ein paar lustigen Momenten mit Regenrinnen und Steinen) hat es richtig Spaß gemacht.

Die Seychellen? Jederzeit wieder.

Teile diesen Beitrag
No items found.
KONTAKT

Urlaubsreif? Gleich bei mir melden!

Kontaktinformationen
Schreib mir ganz bequem über das Kontaktformular eine Nachricht – gemeinsam finden wir, was Du suchst! Oder schreibe mir eine E-Mail oder rufe mich an. Ich helfe dir gerne weiter.
Dankeschön! Ich habe deine Anfrage erhalten!
Oops! Something went wrong while submitting the form.
Vielen Dank!
Ich habe deine Nachricht erhalten und freue mich schon darauf, mich in deine Reisewünsche zu vertiefen.

Ich schaue mir deine Anfrage jetzt genau an und melde mich innerhalb der nächsten 24 bis 48 Stunden persönlich bei dir, um gemeinsam deine Traumreise zu gestalten. Ich freue mich auf unser Gespräch!
Bis dahin,
Stephan Padberg
Reiseberichte

Noch mehr Inspiration für deine nächste Traumreise

USA

Spontan nach New York City

Spontan nach New York City – Unser Kurztrip zum Lady-Gaga-Konzert im Madison Square Garden Die Karten für das Lady-Gaga-Konzert in Berlin hatten wir schon im April des Vorjahres gekauft. Die Vorfreude war riesig. Fünf Tage vor dem Konzert teilte man
Stephan Padberg
29.06.2026
5 min Lesezeit

Spontan nach New York City – Unser Kurztrip zum Lady-Gaga-Konzert im Madison Square Garden

Die Karten für das Lady-Gaga-Konzert in Berlin hatten wir schon im April des Vorjahres gekauft. Die Vorfreude war riesig. Fünf Tage vor dem Konzert teilte man uns dann mit: Es gibt keine Karten mehr. Wir waren sauer, enttäuscht und wirklich traurig.

Nach zwei, drei Tagen haben wir uns schließlich gesagt: „Gut, dann schauen wir eben, wo sie noch auftritt." New York im April – das Abschlusskonzert der Mayhem-Tour im Madison Square Garden. Wir haben erst einmal die Konzertkarten gebucht und mussten danach beide lachen. Uns war völlig egal, wie wir nach New York City kommen würden – Hauptsache, wir hatten die Tickets. Alles andere kam erst Wochen später: Hotel, Flug, der ganze Rest. Und erst danach haben wir Urlaub eingereicht. Prioritäten waren klar.

Als Flugbegleiter bin ich schon so oft in New York City gewesen. Und trotzdem ist es jedes Mal wieder dieses Kribbeln, wenn die Skyline auftaucht. Das ist einfach meine absolute Lieblingsstadt.

Unser Hotel: The Cloud One New York-Downtown direkt im Financial District

Wir haben im The Cloud One New York-Downtown gewohnt – ein relativ neues Haus der Motel-One-Gruppe, direkt im Financial District und praktisch neben dem World Trade Center. Modern, hell und super durchdacht. Das Frühstück war richtig stark, und die Mitarbeiter waren unglaublich freundlich. Das Hotel hat sich vor allem wegen der Lage für uns bewährt: Wir konnten zu Fuß zum 9/11 Memorial Museum und waren schnell überall unten in Manhattan.

Central Park in New York City – Fast 30 Grad im April

Einer der ersten Stopps war der Central Park. Wir sind einfach reingegangen und haben uns Zeit gelassen. Am Pond haben wir gesessen, die Weidenbäume im Wasser gespiegelt gesehen und den Leuten auf den Felsen beim Chillen zugesehen. Ein Stück weiter öffnete sich der Blick auf das San Remo und dazwischen stand ein blühender Magnolia-Baum. Es war wunderschön.

Und das Wetter? Fast 30 Grad im April – der absolute Wahnsinn. Wir sind in T-Shirts herumgelaufen und haben uns gefragt, ob wir nicht im falschen Monat gelandet sind. Central Park war an dem Tag genau richtig: angenehm warm, nicht zu voll und perfekt zum Runterkommen.

Vom Central Park in den Trubel Manhattans

Nach dem entspannten Vormittag im Park ging es für uns in den typischen Manhattan-Trubel. Wir sind über die Brooklyn Bridge gelaufen – der Wind, die vielen Leute, die Aussicht auf die Skyline. Auf der Brooklyn-Seite waren wir nur kurz unterwegs, haben ein paar Fotos gemacht und sind dann wieder zurück.

Die Freiheitsstatue haben wir mit der Fähre gemacht. Ich war schon öfter da, aber es ist trotzdem jedes Mal beeindruckend, wie imposant sie auch aus der Nähe wirkt.

Und natürlich Times Square. Das Licht, die Menschenmassen, das pure New York City – das muss man einfach mal erlebt haben.

Praktische Tipps, die uns den Trip erleichtert haben

Wir haben unsere Touren vorher über GetYourGuide gebucht. Für uns war das günstiger und vor allem entspannter, weil wir uns vor Ort um nichts mehr kümmern mussten. Wir hatten uns eine 7-Tage-MetroCard geholt – mit der konnten wir U-Bahn und Busse unbegrenzt nutzen. Das hat uns richtig viel Stress erspart.

Die Crumbl-Cookies-Anekdote

Und dann die Geschichte mit den Crumbl Cookies. Die sollten wir für die Mutter meines Partners mitbringen. Klingt harmlos – war es aber nicht. Wir sind kreuz und quer durch Manhattan gelaufen und gefahren, haben den Laden gesucht, sind umgestiegen, haben gegoogelt, sind nochmal umgestiegen... Am Ende haben wir sie gefunden und waren irgendwie stolz wie kleine Kinder. Nur in New York City wird aus „schnell mal Cookies holen" ein halber Tagesausflug.

Montagabend: Lady Gaga beim Mayhem-Abschlusskonzert im Madison Square Garden

Der eigentliche Grund für den ganzen Trip: Montagabend Lady Gaga im ausverkauften Madison Square Garden. Das war das letzte Konzert der Mayhem-Tour. Der Saal war rappelvoll, rot beleuchtet, die Stimmung einfach elektrisierend. Gaga hat abgeliefert – wie immer. Nach dem ganzen Ärger mit den Berlin-Karten war das irgendwie die perfekte Wiedergutmachung. Wir haben gesungen, getanzt, gefeiert. Danach waren wir beide total platt, aber glücklich.

Empire State Building bei Nacht – Die Skyline von oben

Am Abend sind wir aufs Empire State Building. Von oben reichte der Blick bis nach Brooklyn. Als langsam die Dunkelheit einsetzte, begann ganz Manhattan zu leuchten. Der Wind dort oben, die Stadt unter uns – genau diese klassische New-York-Kulisse, die man aus Filmen kennt. Wir haben richtig Zeit gehabt, alles in Ruhe zu genießen.

Fazit: Warum New York City einfach meine Lieblingsstadt bleibt

Vier Tage, ein langer Vorlauf mit großer Enttäuschung, ein spontaner Entschluss, fast 30 Grad im April, ein tolles Hotel direkt am WTC, Central Park, Brooklyn Bridge, Freiheitsstatue, Times Square, Empire State Building bei Nacht, Lady Gaga live und eine verrückte Cookies-Suche. Mehr braucht man manchmal nicht.

Als Flugbegleiter sehe ich viele Städte. Aber New York City hat etwas, das ich woanders nicht finde: diese unglaubliche Energie, die Mischung aus Chaos und Schönheit und die Menschen, die (meistens) direkt sind. Auch wenn ich schon so oft da war – es fühlt sich nie langweilig an. Dieses Mal war es besonders, weil aus einer riesigen Enttäuschung am Ende eine der schönsten Reisen der letzten Jahre geworden ist.

Wenn ihr mal die Chance habt, spontan irgendwo hinzufliegen, weil etwas schiefgelaufen ist – macht es. Manchmal entstehen genau dadurch die besten Erinnerungen. Und nehmt euch auf jeden Fall eine 7-Tage-MetroCard mit. Das spart Nerven. Und sucht die Crumbl Cookies lieber vorher auf Google Maps – das erspart euch einen halben Tagesausflug.

Kurzinfos zu unserem New-York-Kurztrip

•  Reisezeit: April

•  Dauer: 4 Tage (Samstag bis Dienstag)

•  Hotel: The Cloud One New York-Downtown (Financial District)

•  Fluggesellschaft: Delta Air Lines

•  Konzert: Lady Gaga – Mayhem-Abschlusskonzert im Madison Square Garden

•  Fortbewegung: 7-Tage-MetroCard

•  Touren: GetYourGuide

•  Unser Highlight: Das Lady-Gaga-Konzert und der Sonnenuntergang vom Empire State Building

stephan-padberg
WhatsApp
Click to Chat