Indonesien

Eine 2-wöchige Reise durch Bali & Lombok - 2 Inseln, die verschiedener gar nicht sein können
Indonesien
Dominik Mathes
06.07.2026
5 min Lesezeit

Am 23.05.2026 ging es für mich endlich das erste Mal nach Indonesien, genauer gesagt auf die beiden Inseln Bali und Lombok. 

Zuerst ein paar wissenswerte Details zum Hinflug und zum Zwischenstopp in Singapur

Zuerst ein paar wissenswerte Details zum Hinflug und zum Zwischenstopp in Singapur: Die reine Flugzeit beträgt insgesamt etwa 16 Stunden – lang, aber ich nehme das gerne in Kauf, um im Paradies zu landen. Ich flog mit Singapore Airlines von Mailand via Singapur nach Denpasar (Bali). Die Strecke Mailand-Singapur legte ich im Airbus A350 zurück: ein modernes, sehr leises Flugzeug, in dem Service und Essen für mich erstklassig waren. Mein Zwischenstopp in Singapur war recht lang, sodass ich an einer kostenlosen Stadttour teilnehmen konnte (möglich ab 5,5 Stunden Transit). Die geführte Bustour gibt einen super ersten Eindruck der Stadt; ein Visum braucht man nicht, nur die Arrival Card. Auch der Flughafen ist ein Highlight – vom höchsten Indoor-Wasserfall der Welt über ein kostenloses Kino bis hin zu einer Riesenrutsche und verschiedenen Gärten (zum Beispiel ein Schmetterlingsgarten). Ich war begeistert und sehr dankbar für den längeren Transit – langweilig wird es dort definitiv nicht.

Nach dem erlebnisreichen Zwischenstopp ging es noch etwa 2,5 Stunden weiter nach Denpasar. Von dort fuhr ich mit dem "Grab" etwa 1,5 Stunden nach Angsri zu meiner ersten Unterkunft – in Indonesien generell sehr preiswert. 

Und dann ging es nach der ersten entspannten Nacht im wunderschönen Hotel los auf die Rundreise mit dem Roller - Erst 5 Tage durch Bali und dann 8 Tage durch Lombok

Erster Stopp waren die Reisterrassen und das Babahan Crystal Water. Hier kann man sich auf einem Reifen ganz entspannt durch die Reisterrassen treiben lassen. Das ist eine der nicht so bekannten Aktivitäten auf Bali, was es zu einem sehr relaxten Erlebnis macht, abseits der Touristenmasse. Der Blick auf die Reisterrassen war atemberaubend. Kostenpunkt: Umgerechnet schlappe 50 Cent. Danach habe ich noch heiße Quellen besucht. Auch diese waren sehr erschwinglich. Diese heißen Quellen stammen von den vielen, teilweise noch aktiven Vulkanen Indonesiens. Die Becken hatten zwischen 34 und 40 Grad. Das waren die Air Panas Angseri. Sehr zu empfehlen für diejenigen, die warmes Wasser lieben. Ich habe es ebenfalls geliebt.

Am nächsten Tag stand der Sangeh Monkey Forest auf dem Programm. Dort leben über 700 balinesische Langschwanzmakaken; man kann sie mit Obst und Nüssen füttern und ihnen sehr nahekommen – Vorsicht, sie springen auch gerne mal auf dich. Ich hatte selten so schöne Begegnungen mit wilden Affen. Am Abend fuhr ich zum Pura Tirta Empul und nahm am Waschritual teil – eine ungewöhnliche, aber spannende Erfahrung, die laut den Indonesiern Körper, Geist und Seele reinigt. Im Wasser ist ein Sarong nötig; einziger Nachteil: sehr überlaufen von Touristen.

Außerdem besuchte ich das Bali Cat Poo Chino, wo man den berühmten Kopi Luwak probieren kann – für etwa 2 Euro konnte ich verschiedene Kaffee- und Teesorten probieren (zum Beispiel Vanille- oder Avocadokaffee). Sehr lecker und ein tolles Erlebnis. Sogar die Schleichkatze konnte man streicheln.

Auf der gesamten Reise, sowohl auf Bali als auch auf Lombok, habe ich viele verschiedene Wasserfälle gesehen – in echt noch beeindruckender als auf Fotos. Manche sind Instagram-Hotspots mit Infinity-Pools Richtung Dschungel, andere sind ruhig und kaum touristisch. Wichtig: die Kraft des Wassers nicht unterschätzen und nur so nah schwimmen, wie man sich einschätzt.

Auf Lombok standen die Traumstrände im Fokus: von einsamen, palmengesäumten Buchten bis zu wilden Surfstränden mit tosenden Wellen. Lombok ist bekannt für Surfspots und hohe Wellen. Als absoluter Anfänger habe ich Surfen ausprobiert – sehr cool und nicht so schwer wie befürchtet, obwohl der Muskelkater am nächsten Tag ordentlich war. Zwei Stunden mit Surflehrer kosteten ca. 15 Euro, was ich als sehr günstig empfinde. Einige Strände erfordern kurze Wanderungen über Klippen, was den Reiz aber eher erhöht. Die schönsten Strände fand ich auf den Gili-Inseln, besonders auf Gili Air: puderzuckerweicher Sand und kristallklares Wasser, ideal zum Schnorcheln und Tauchen. Ich sah Meeresschildkröten, Clownfische, Drückerfische und sogar Seeschlangen. Die Korallen waren größtenteils intakt und sehr farbenfroh.

Ein weiterer Ausflugstipp auf Lombok ist der Lombok Wildlife Park, eine Auffangstation für Tiere, die vor dem Tierhandel gerettet wurden. Die Idee, Tiere zu schützen, finde ich gut, allerdings sind die Gehege teilweise zu klein. Ich nahm an einer Orang-Utan-Interaktion teil – eine Begegnung, die mir ewig in Erinnerung bleiben wird: wir spielten mit Blättern, banden uns gegenseitig Armbänder um die Arme und kuschelten. Für mich wirkte alles freiwillig und liebevoll. Ob man das mit seinem Gewissen vereinbaren kann, ist individuell und jedem selbst überlassen. Der Eintritt inklusive Orang-Utan-Interaktion und Mittagessen kostete umgerechnet etwa 35 €, was für indonesische Verhältnisse relativ hoch ist.

Nach 14 Tagen ging es dann mit so vielen tollen Erinnerungen leider zurück in die Heimat mit dem Emirates A380 via Dubai. Dieses Flugzeug ist sehr komfortabel und auch sehr ruhig. Auf dem Flug von Bali nach Dubai saß ich sogar um Upper-Deck. Emirates kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen. Der Service und das Essen waren sehr gut. 

Zum Schluss noch ein paar praktische Tipps, falls du auch nach Indonesien reisen willst:

Locals: 

Die Einheimischen sind durchweg freundlich und immer hilfsbereit, wenn man ein Problem oder Fragen hat. An einem Tag habe ich auf der Straße einen Einheimischen nach dem Weg zu einem Wasserfall gefragt. Er meinte schon, dass der Weg mit dem Roller als Tourist eine riesengroße Herausforderung werden wird und es praktisch unmöglich ist, ihn zu erreichen. Er fragte mich, ob er mich dorthin begleiten soll. Dem stimmte ich zu und verbrachte dann ganz ungeplant mit einem Einheimischen einen halben Tag. Er hat mich auch zu Wasserfällen gebracht, die ich vorher nicht auf dem Schirm hatte. Er lud mich sogar zum Mittagessen zu sich nach Hause ein, dass im übrigen sehr lecker war. Als Dank hat er von mir am Schluss ein großzügiges Trinkgeld bekommen. Hier wird also Gastfreundschaft noch ganz groß geschrieben, was ein echtes Plus ist. Ich hatte fast täglich die Situation, dass Einheimische auf mich zukamen, um mit mir Fotos zu machen. Dies war anfangs noch etwas befremdlich, doch mit der Zeit fand ich es eigentlich ganz cool, dass man als Europäer so gut bei den Einheimischen ankommt. 

Unterkünfte:

Durchweg hatte ich gute bis sehr gute Unterkünfte. Die meisten hatten Pools dabei und das sehr leckere Frühstück war auch schon im Preis mit inbegriffen. Der Service war immer gut. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist erstklassig. Bezahlt habe ich pro Nacht meistens zwischen 5 und 15 €.

Essen: 

Es war kein Problem, was leckeres zum Essen zu finden – An jeder Ecke gab es Restaurants. Nur auf Lombok in den nicht touristisch angeschlossenen Gebieten war es manchmal etwas schwieriger, aber auch machbar. Typisch für Asien gab es natürlich viele Gerichte mit Reis und Nudeln sowie auch eine breite Palette an Seafood. Wahnsinnig lecker. Doch Achtung: Wenn du kein Fan von scharfen Essen bist, musst du es wirklich explizit betonen, dass du dein Essen nicht scharf haben willst. Sonst brennts gewaltig beim Essen, da die Indoneser sehr gerne scharf essen! Preislich sind die Restaurants ein Traum: Nur 0,50 € bis 2,50 € pro Gericht und das sogar mit frischem Saft aus dem regionalen Obst. 

Fortbewegung:

Bali & Lombok kann man super und am besten mit dem Roller erkunden. Ausleihen geht ganz einfach und man findet an jeder Ecke Roller-Verleihe. Eigentlich braucht man den deutschen Motorradführerschein, allerdings wird das in den meisten Fällen nicht kontrolliert. Nur im Falle eines Unfalls sollte man natürlich den richtigen Führerschein haben, da es sonst Probleme mit der Versicherung geben kann. Kostenpunkt für den Roller: Ungefähr 4-5 € pro Tag. Wichtig ist, dass man vorausschauend fährt und stehts die anderen Verkehrsteilnehmer im Auge behält, da der Verkehr vor allem auf Bali sehr unübersichtlich werden kann. Auf Lombok war das Fahren wesentlich entspannter.  

Um von Bali nach Lombok zu kommen, kann man am besten die Fähre nehmen. Diese bringt dich in ca. 1,5 - 4 Stunden (je nachdem, ob du die Express Fähre oder die langsame Touristen Fähre nimmst) bequem auf die andere Insel. Die Kosten für eine Einzelfahrt belaufen sich auf etwa 20 €.  Alternativ kann man die Strecke auch mit dem Flugzeug zurück legen, was auch sehr angenehm sein kann, da man dafür nur etwa 25 Minuten benötigt. Der Preis dafür lag bei 40 €. 

Untschied zwischen Lombok & Bali:

Beide Inseln haben meiner Meinung nach ihre eigenen Reize. Auf Bali gibt es jetzt nicht so die Traumstrände, jedoch kann man hier viele Aktivitäten machen, die es auf jeden Fall wert sind. Der Verkehr ist auf Bali deutlich dichter und anspruchsvoller als auf Lombok und die Insel ist generell auch sehr touristisch und überlaufen. Lombok ist die deutlich ruhigere und noch ursprünglichere Insel mit tollen Stränden und super Möglichkeiten, die Natur zu erkunden. Auch das Roller fahren ist nicht ganz so herausfordernd, wie auf Bali. Zudem ist Lombok sehr vom Islam geprägt und es gibt überwiegend muslimische Einwohner, was ich aber nicht schlimm finde. 

Mein Fazit: 

Indonesien hat mich tief beeindruckt: Bali zeigte mir Kultur und Abenteuer, Lombok Ruhe und Traumstrände. Besonders bleiben mir die herzlichen Begegnungen mit Einheimischen und die unvergesslichen Naturerlebnisse. Für mich war die Reise mehr als Urlaub – ein echtes Erlebnis, das sicher wiederholt wird.

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Uganda

Uganda - Ein Highlight jagt das nächste

Im Juni 2025 ging es für mich endlich nach Uganda. Ein Land, das ich ursprünglich gar nicht auf dem Schirm hatte und völlig unterschätzt habe. Kaum gelandet, fühlte ich mich willkommen. Schon beim Frühstück in Entebbe musste ich mein Essen gegen frec
Dominik Mathes
06.07.2026
5 min Lesezeit

Im Juni 2025 ging es für mich endlich nach Uganda. Ein Land, das ich ursprünglich gar nicht auf dem Schirm hatte und völlig unterschätzt habe. Kaum gelandet, fühlte ich mich willkommen. Schon beim Frühstück in Entebbe musste ich mein Essen gegen freche Grünmeerkatzen verteidigen. Mein erster tierischer Kontakt in diesem faszinierenden Land.

Mit meinem Guide und Fahrer Inocent startete ich die Rundreise. Er begleitete mich durch das ganze Land, erklärte mir viel über Natur und Menschen und sorgte für unvergessliche Erlebnisse. Der erste Stopp war am Äquator: ein cooles Gefühl, mitten zwischen Nord- und Südhalbkugel zu stehen. Weiter ging es in den Lake-Mburo-Nationalpark, wo ich Giraffen, Zebras, Wasserbüffel, Nilpferde und Gazellen sah. Dies war meine erste echte Safari und ich war schwer beeindruckt. 

Ein absolutes Highlight folgte im Bwindi Impenetrable Nationalpark: das Gorilla-Trekking. Nach etwa einer Stunde Fußmarsch fanden wir eine Familie mit einem Silberrücken, einem Weibchen und drei Jungtieren mitten im Gebüsch. Diese Stunde in ihrer Nähe war unbeschreiblich und bleibt mir für immer im Kopf. Ein Moment, den ich nie vergessen werde. Die Wanderung erfordert eine gute Trittsicherheit und Kondition (steiler Anstieg), ist aber gut machbar. Es wird regelmäßig auf den Letzten gewartet, sodass jeder mitkommt.

Im Queen-Elizabeth-Nationalpark stand dann die Suche nach Elefanten, Leoparden und Löwen auf dem Programm. Einen Leoparden konnten wir schlafend im Baum beobachten. Was für ein tolles Erinnerungsfoto! 

Danach ging es in den Kibale Forest zum Schimpansen-Trekking, wo mich besonders das laute Geschrei der Tiere beeindruckte. Diese Wanderung ist etwas einfacher als beim Gorilla-Trekking, da es keinen großen Anstieg gibt. Allerdings können auch hier Schuhe im Schlamm stecken bleiben, wie es anderen hier bei diesem Trekking passiert ist. 

Auch kulturell hatte Uganda einiges zu bieten: Ich lernte, wie aus Bananen Bier, Schnaps und Saft gemacht werden, besuchte einen Medizinmann, trank frisch gerösteten Kaffee und durfte sogar bei einem traditionellen Tanz mitmachen. Sagen wir mal, es war… unterhaltsam!
Im Murchison-Nationalpark warteten dann die mächtigen Murchison Falls, die stärksten Wasserfälle der Welt. Auf der Bootsfahrt dorthin begegneten uns Krokodile und Flusspferde, bevor wir den gewaltigen Wassermassen ganz nah kamen.

Ein weiterer Höhepunkt war die Ziwa Rhino Sanctuary, wo ich Breitmaulnashörner mit ihren Jungen aus nächster Nähe sah. Wir mussten einen gewissen Abstand zu den Tieren wahren, da Nashörner, vor allem mit Jungtieren dem Menschen sonst gefährlich werden können, wenn sie sich bedroht fühlen. Damit hatte ich tatsächlich alle „Big Five“ gesehen. Ein Traum für viele Safari-Fans!

Am letzten Tag folgte noch ein Abstecher zum gigantischen Viktoriasee. Dies ist ein wunderschöner Ort zum Entspannen nach all den Erlebnissen.

Uganda hat mich tief beeindruckt mit seiner Tierwelt, seiner Natur und den unglaublich herzlichen Menschen. Ich kann dieses Land jedem empfehlen, der Abenteuer, Vielfalt und echte Begegnungen sucht sowie den Sinn für das Besondere hat. 

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