

Kurztrip Mailand & Comer See
Anfang Mai habe ich den aktuellen Reisetrend „Freitag hin, Sonntag zurück“ einmal ausprobiert und bin von Hamburg nach Mailand geflogen. Mailand bietet sich für einen Kurztrip super an, da es Direktflüge ab Hamburg gibt und die Flugzeit nur knapp zwei Stunden beträgt.
Dieses Mal bin ich nur mit Handgepäck gereist und konnte nach der Landung direkt weiter zum Zug. Das ist in Mailand wirklich praktisch geregelt: Vom Flughafen Mailand-Malpensa kommt man mit dem Zug unkompliziert ins Zentrum und kann so ganz entspannt an- und abreisen.
Meine Unterkunft lag im Viertel Brera, das ich als Ausgangspunkt für einen Kurztrip sehr empfehlen kann. Es liegt super zentral, sodass man von dort aus vieles wunderbar zu Fuß erkunden kann. Gleichzeitig ist Brera ein lebendiges, künstlerisch geprägtes Viertel mit vielen kleinen Gassen, Cafés, Restaurants, Bars und Geschäften.
Mein Food-Tipp: Pizza e Mozzarella
Was macht man als Erstes, nachdem man in Italien gelandet ist? Richtig, Pizza essen gehen. Hier kann ich Pizza e Mozzarella sehr empfehlen. Es gibt mehrere Standorte in Mailand und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist wirklich gut. Meine Pizza und das Tiramisu waren sehr lecker und die perfekte Stärkung für die anschließende Stadtbesichtigung.
Von dort aus ging es für mich weiter zur Piazza del Duomo und zur Galleria Vittorio Emanuele II. Die historische Passage liegt direkt am Dom und ist mit ihrer beeindruckenden Architektur definitiv einen Besuch wert. Hier herrscht allerdings auch ordentlich Trubel: viele Menschen, Geschäfte und jede Menge los. Gerade in solchen touristischen Bereichen würde ich deshalb immer gut auf die eigenen Wertgegenstände achten.
Danach bin ich einfach weiter durch die Straßen und kleinen Gassen Mailands geschlendert und habe die Stadt auf mich wirken lassen.
Mein Highlight in Mailand – der Mailänder Dom
Am späten Nachmittag ging es für mich zurück zum Mailänder Dom. Zuerst habe ich die Kathedrale von innen besichtigt. Allein die Größe und Architektur sind wirklich beeindruckend und definitiv sehenswert. Anschließend ging es für mich auf die Dachterrassen des Doms – und die würde ich bei einem Besuch auf keinen Fall auslassen. Nach oben kommt man entweder über die Treppe mit 251 Stufen oder gegen Aufpreis mit dem Aufzug.
Ich habe mich für die Treppe entschieden und fand, dass sich der Aufstieg definitiv lohnt. Schon auf dem Weg nach oben läuft man zwischen den Türmen, Skulpturen und Verzierungen des Doms entlang und bekommt erste tolle Ausblicke auf die Stadt. Oben angekommen wartet dann ein wunderschöner Blick über Mailand.
Meine Empfehlung: Plant euren Besuch eher für den späten Nachmittag oder Abend. Dann könnt ihr mit etwas Glück das schöne goldene Licht oder sogar den Sonnenuntergang über Mailand erleben, was noch einmal für eine ganz besondere Atmosphäre sorgt.
Mein Tipp: Die Tickets für den Dom und die Dachterrassen würde ich vorab online buchen und einen passenden Zeitslot reservieren. Gerade wenn der Dombesuch fest zu eurer Reiseplanung gehört, müsst ihr so nicht riskieren, dass für euren Wunschtermin keine passenden Tickets mehr verfügbar sind.
Tagesausflug an den Comer See – Varenna
Am Samstagmorgen ging es für mich früh zum Hauptbahnhof von Mailand. Von hier gibt es eine direkte Zugverbindung nach Varenna am Comer See. Die Züge fahren regelmäßig und die Fahrt dauert ungefähr eine Stunde.
Meine absolute Empfehlung: Nehmt einen der ersten Züge am Morgen. Varenna ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel und füllt sich im Laufe des Tages schnell mit Besuchern und Tagesgästen. Gerade die ersten Stunden am Morgen sind noch wesentlich entspannter und eignen sich perfekt, um in Ruhe durch den Ort zu schlendern und schöne Fotos zu machen.
Mein erster Stopp war die Villa Monastero. Die historische Villa entstand aus einem ehemaligen Zisterzienserinnenkloster und ist heute unter anderem für ihren wunderschönen botanischen Garten bekannt, der sich direkt am Ufer des Comer Sees entlangzieht. Auch hier würde ich empfehlen, möglichst früh zu kommen und sich genügend Zeit zu nehmen, um die besondere Atmosphäre zu genießen. Man kann wunderbar durch den botanischen Garten und am Wasser entlangschlendern – immer mit Blick auf den Comer See und die vorbeifahrenden Boote.
Anschließend habe ich Varenna selbst erkundet und bin über die Passeggiata degli Innamorati am Wasser entlang bis zum kleinen Hafen gelaufen. Varenna hat mich wirklich begeistert. Die hübschen Häuser, die vielen Pflanzen, die kleinen Gassen und der Blick auf den See verleihen dem Ort einen ganz besonderen Charme. Am Wasser kann man die Schwäne beobachten und einfach die Atmosphäre genießen. Für mich ist Varenna ein wunderschönes, malerisches Städtchen, das man am Comer See definitiv gesehen haben sollte.
Um dem Trubel anschließend ein wenig zu entkommen, bin ich zu Fuß von Varenna hinauf zum Castello di Vezio gelaufen. Der Aufstieg lohnt sich definitiv, denn von dort oben hat man einen traumhaften Panoramablick über den Comer See. Gleichzeitig kann man die historische Burganlage erkunden und etwas über ihre Geschichte erfahren. Der Eintritt ist vergleichsweise günstig und allein für die Aussicht lohnt sich der Besuch meiner Meinung nach.
Nach dem Burgbesuch ging es für mich mit dem Zug wieder zurück nach Mailand.
Zusatzoption: Bellagio und Menaggio
Wer mehr Zeit am Comer See verbringen möchte, kann von Varenna mit der Fähre beispielsweise nach Bellagio oder Menaggio weiterfahren. Bei meinem Tagesausflug habe ich darauf verzichtet, da die Zeit dafür etwas knapp gewesen wäre und an den Fähranlegern bereits längere Warteschlangen entstanden waren. Wenn ihr mehrere Orte miteinander verbinden möchtet, würde ich dafür auf jeden Fall ausreichend Zeit einplanen und mich vorab über die aktuellen Fährverbindungen und Tickets informieren.
Navigli, Castello & eine kleine Auszeit im Grünen
Auch mein letzter Tag in Mailand startete früh. Nach dem Check-out habe ich mein Handgepäck in einem Kiosk zwischengelagert, sodass ich den Vormittag noch ganz entspannt nutzen und weitere Ecken von Mailand entdecken konnte.
Mein erster Stopp war das Navigli-Viertel mit seinen schönen Kanälen, zahlreichen Restaurants und Bars und einer sehr lebendigen Atmosphäre. Dort habe ich mich zum Frühstück entspannt ans Wasser gesetzt und einfach eine Weile dem bunten Treiben zugeschaut.
Anschließend bin ich weiter durch die Straßen Mailands bis zum Castello Sforzesco geschlendert. Die frei zugänglichen Bereiche und Innenhöfe der imposanten Burganlage kann man kostenlos erkunden, lediglich für den Besuch der Museen benötigt man ein Ticket. Für mich hat es an diesem Tag völlig gereicht, durch die Anlage zu schlendern, die Innenhöfe anzuschauen und das Castello von außen auf mich wirken zu lassen.
Direkt dahinter liegt der Parco Sempione. Mein persönlicher Tipp: Besorgt euch vorher in der Stadt ein paar Snacks. Ich habe mir ein Sandwich mitgenommen und im Park ein kleines Picknick gemacht. Für mich war der Park eine richtige grüne Ruheoase und ein schöner Kontrast zum lebhaften Mailand. Es tat gut, zwischendurch einfach in der Sonne zu sitzen, den Straßenmusikern zuzuhören und ein bisschen Ruhe in den Städtetrip zu bringen. In einem der kleinen Teiche konnte ich sogar Schildkröten beobachten.
Nach meiner kleinen Auszeit im Park habe ich mein Handgepäck wieder abgeholt und mich auf den Weg zum Flughafen gemacht. Mit dem Zug ging es zurück nach Malpensa und von dort schließlich wieder nach Hamburg.
Mein Fazit – Italien passt auch in ein Wochenende
Das Konzept „Freitag hin, Sonntag zurück“ hat mir richtig gut gefallen. Einfach einmal für ein Wochenende dem Alltag entfliehen, neue Orte entdecken und trotzdem nicht viel Urlaub einplanen müssen – dafür eignet sich Mailand meiner Erfahrung nach richtig gut.
Die Stadt lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden und dank der guten Bahnverbindungen kommt man sowohl vom Flughafen unkompliziert ins Zentrum als auch für einen Tagesausflug an den Comer See. Für mich haben etwa anderthalb Tage gereicht, um viele verschiedene Seiten Mailands kennenzulernen und trotzdem noch einen ganzen Tag in Varenna zu verbringen.
Die Kombination war für mich die perfekte Mischung aus Großstadt, italienischem Lebensgefühl, Kultur, gutem Essen und Natur. Und obwohl ich nur zwei Nächte unterwegs war, hat sich der Kurztrip nach einer richtigen kleinen Auszeit angefühlt.
Mailand mit einem Abstecher an den Comer See würde ich jederzeit wieder so machen. Diese Art von Kurztrip kann ich wirklich jedem empfehlen, der einfach mal für ein paar Tage raus möchte, Lust auf etwas Neues hat und dafür nicht gleich eine ganze Urlaubswoche einplanen möchte.
Für mich steht auf jeden Fall fest: Das war nicht mein letzter „Freitag hin, Sonntag zurück“-Trip – und bei den nächsten nehme ich euch natürlich wieder mit.
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Seit einigen Jahren mache ich regelmäßig Workations in Andalusien, genauer gesagt an der Costa de la Luz. Lange Sandstrände, viel Natur und wunderschöne kleine Orte – genau das mag ich an dieser Region.
Mein absoluter Lieblingsort an der Costa de la Luz ist Conil de la Frontera. Mittlerweile zieht es mich jedes Jahr wieder hierher und der Ort fühlt sich schon fast wie ein zweites Zuhause an.
Aber wie lassen sich Arbeit und Urlaub so verbinden, dass trotzdem noch genug Zeit bleibt, die Gegend zu entdecken?
Workation an der Costa de la Luz
Ich liebe das Meer. Nach der Arbeit noch eine Runde am Strand spazieren gehen, sich in die Sonne legen oder einfach noch ein bisschen Zeit am Meer verbringen – genau das macht eine Workation hier für mich aus.
Und seien wir mal ehrlich: Urlaubstage hat man doch eigentlich nie genug. Eine Workation ist deshalb eine tolle Möglichkeit, Arbeit und Reisen miteinander zu verbinden. Nach Feierabend beginnt direkt ein kleines bisschen Urlaub und die freien Wochenenden lassen sich nutzen, um auch größere Ausflüge zu machen.
Conil – meine Base
Conil ist mittlerweile wie ein zweites Zuhause. Der lange Sandstrand, die kleinen Gassen, Cafés und Bars und die entspannte Stimmung im Ort ziehen mich jedes Jahr wieder zurück. Gleichzeitig ist Conil eine super Ausgangsbasis, um die Costa de la Luz zu erkunden. Auch nach der Arbeit kann man noch kleinere Ausflüge machen und die freien Tage für weiter entfernte Ziele nutzen.
So kombiniere ich Arbeit und Urlaub
Da ich während meiner Workation halbtags arbeite, bleibt ab mittags noch genug Zeit, um an den Strand zu gehen, die Gegend zu erkunden oder einen kleineren Ausflug zu machen. Die freien Wochenenden kann man super für längere Tagesausflüge oder Ziele nutzen, die etwas weiter entfernt liegen. Dabei würde ich aber versuchen, nicht jeden freien Nachmittag mit Aktivitäten vollzupacken. Schließlich soll bei einer Workation auch das Runterkommen nicht zu kurz kommen. Manchmal reicht es eben völlig, nach der Arbeit einfach an den Strand zu gehen und nichts weiter vorzuhaben.
Ausflüge rund um Conil
Einer der großen Vorteile an Conil ist die Lage. Nach einem halben Arbeitstag kann man noch einen kleineren Ausflug unternehmen und für weiter entfernte Ziele bietet sich das freie Wochenende an.
Vejer de la Frontera
Vejer de la Frontera liegt nur etwa 15 bis 20 Autominuten von Conil entfernt und eignet sich super für einen freien Nachmittag. Das weiße Dorf liegt auf einem Hügel und ist eines dieser typisch andalusischen Städtchen, die man einfach auf sich wirken lassen kann. Für zwei bis drei Stunden kann man hier durch die kleinen Gassen laufen, sich in ein Café setzen und ein bisschen das spanische Flair genießen.
Cádiz
Cádiz erreicht man von Conil aus in etwa 45 Minuten und auch hier kann man gut einen halben oder ganzen Tag verbringen. Die Stadt liegt direkt am Meer und verbindet Altstadt, Sehenswürdigkeiten und Strand miteinander. Sehenswert sind unter anderem die Kathedrale und der Mercado Central. Gerade rund um den Markt lohnt es sich, sich einmal durch die verschiedenen lokalen Spezialitäten zu probieren.
Jerez de la Frontera
Jerez de la Frontera ist vor allem für Sherry, Pferde und Flamenco bekannt. Eines der Highlights ist die Real Escuela Andaluza del Arte Ecuestre mit ihren bekannten Pferdevorführungen. Wer Sherry mag, kann außerdem eine der traditionellen Bodegas besuchen und eine Führung mit Verkostung buchen. Danach bleibt noch genügend Zeit, um sich die Stadt anzuschauen.
Tarifa
Tarifa ist vor allem für Wind- und Kitesurfen bekannt und hat dieses typische entspannte Surfer-Flair. Gleichzeitig gibt es eine schöne Altstadt mit kleinen Geschäften, Bars und Restaurants. Mein persönlicher Tipp für gute Tapas ist das Restaurant El Lola – definitiv einen Besuch wert!
Bolonia
Auch Bolonia lässt sich super mit einem Besuch in Tarifa verbinden. Besonders bekannt ist der Ort für seinen wunderschönen Sandstrand und die riesige Düne von Bolonia. Wer noch etwas mehr Zeit hat, kann sich außerdem die direkt am Strand gelegenen Ruinen der ehemaligen römischen Stadt Baelo Claudia anschauen.
Sevilla
Sevilla würde ich für einen komplett freien Tag beziehungsweise das Wochenende einplanen. Die Stadt liegt ungefähr anderthalb Stunden von Conil entfernt und ist eine meiner absoluten Lieblingsstädte in Andalusien. Die Plaza de España gehört für mich zu den schönsten Orten in Sevilla. Ebenfalls sehenswert ist der Real Alcázar, der historische Königspalast von Sevilla. Hier würde ich empfehlen, die Tickets bereits im Voraus zu reservieren. Dazu kommen die Kathedrale mit der Giralda und die vielen kleinen Gassen der Altstadt. Sevilla ist außerdem eng mit dem Flamenco verbunden – wer genügend Zeit hat, kann sich hier auch eine Flamenco-Show anschauen. Mit etwas Glück kann man sogar einen kostenlosen Auftritt von Straßenkünstlern an der Plaza de España erleben.
Aktivitäten an der Costa de la Luz
Natürlich muss es nicht immer Sightseeing sein. An der Costa de la Luz gibt es auch jede Menge Möglichkeiten, draußen aktiv zu sein. Mein persönliches Highlight war ein Strandausritt. Mit dem Pferd direkt am Meer entlang und über den kilometerlangen Sandstrand zu galoppieren, war für mich definitiv eines der besonderen Erlebnisse dieser Workation.
Durch die teilweise kräftigen Winde ist die Region außerdem ideal zum Wind- und Kitesurfen. Besonders rund um Tarifa findet man dafür zahlreiche Möglichkeiten.
Oder man hält es ganz unkompliziert: verschiedene Strände entdecken, eine Küstenwanderung machen oder nach der Arbeit einfach eine Runde am Meer entlanglaufen.
Meine Tipps für eine gelungene Workation
Die passende Unterkunft wählen: Für eine längere Workation bietet sich ein Apartment an. So ist man unabhängig, kann sich selbst versorgen und hat seine eigenen vier Wände. Bei der Lage würde ich eher den Rand des Zentrums wählen, da es rund um Bars und Restaurants abends auch mal etwas lauter werden kann. Und natürlich ganz wichtig: Vor der Buchung unbedingt prüfen, ob stabiles WLAN vorhanden ist – sonst wird es mit dem Arbeiten schwierig.
Einen Mietwagen nehmen: Auch einen Mietwagen würde ich empfehlen. So ist man unabhängig und kann nach der Arbeit spontan losfahren oder am Wochenende weiter entfernte Orte erkunden.
Arbeitszeiten sinnvoll nutzen: Wer im Arbeitsalltag etwas Flexibilität hat, kann seine Arbeitszeiten auch mal an die eigenen Pläne anpassen. Vielleicht bietet es sich an manchen Tagen an, eine längere Pause einzulegen und dafür abends noch einmal den Laptop aufzuklappen.
Genügend Zeit für Ausflüge einplanen: Manche Strecken dauern etwas länger als gedacht. Größere Ausflüge würde ich deshalb lieber auf einen freien Tag oder das Wochenende legen.
Nicht jeden freien Moment verplanen: Auch wenn es viel zu entdecken gibt, muss nicht jeder Nachmittag mit einem Ausflug gefüllt sein. Man ist schließlich auch ein bisschen im Urlaub und darf einfach mal runterkommen und nichts machen.
Eine Workation funktioniert am besten, wenn man sie wirklich als Mischung aus Alltag und Reisen versteht.
Mein Fazit – Arbeiten, wo andere Urlaub machen?
Arbeiten, wo andere Urlaub machen? Ja, das geht definitiv. Eine Workation ist für mich eine tolle Möglichkeit, noch ein bisschen mehr Reisezeit aus dem Jahr herauszuholen und gerade im Herbst auch mal dem grauen Wetter in Deutschland zu entfliehen.
Denn der Arbeitsalltag fühlt sich direkt ganz anders an, wenn nach Feierabend noch die Sonne scheint und statt Couch ein Strandspaziergang am Atlantik wartet.
Vielleicht ist die Costa de la Luz ja auch der richtige Ort für deine nächste Workation. Bei mir hat sie auf jeden Fall einen festen Platz im Herzen – und sollte ich irgendwann doch einmal auswandern, wisst ihr jetzt, wo ihr mich findet.

Griechenland
Inselhopping Griechenland
Inselhopping in Griechenland stand schon lange auf meiner Bucketlist. Ende Mai dieses Jahres konnte ich diesen Punkt endlich von meiner Liste abhaken. Für uns ging es auf die Ionischen Inseln: Korfu, Lefkada, Kefalonia, Ithaka und Zakynthos.
Besonders überrascht hat mich, wie unterschiedlich diese fünf Inseln sind. Jede hat ihren eigenen Charakter und genau das hat die Reise für mich so spannend gemacht. Dazu kamen die abwechslungsreiche Natur, das typisch türkisblaue Wasser und die herzliche Gastfreundschaft der Menschen vor Ort. Auch die Verständigung auf Englisch war überall unkompliziert.
Korfu
Unser Inselhopping startete auf Korfu. Von Hamburg ging es direkt nach Korfu-Stadt und nach unserer Ankunft weiter nach Paleokastritsa, wo wir die ersten zwei Nächte verbracht haben. Als Ausgangspunkt hat sich die Gegend für uns sehr gut geeignet, da viele Orte und Sehenswürdigkeiten mit dem Mietwagen gut erreichbar sind.
Am ersten Morgen ging es zu La Grotta, einer kleinen Bucht mit Beach Club zwischen den Felsen. Mein Tipp: Am besten früh hinfahren, da es im Laufe des Tages deutlich voller werden kann. Danach haben wir uns Afionas angeschaut. Das kleine Dorf mit seinen schmalen Gassen, typisch griechischen Häusern und vielen Blumen hat mir richtig gut gefallen. Von hier aus kann man außerdem zum Aussichtspunkt auf Porto Timoni laufen. Nach ungefähr 20 Minuten erreicht man den Aussichtspunkt mit Blick auf die beiden Buchten von Porto Timoni.
Am selben Tag haben wir noch den Canal d’Amour und Cape Drastis besucht. Die hellen Felsformationen in Kombination mit dem türkisblauen Wasser sind wirklich beeindruckend und beide Orte würde ich bei einer Rundreise über Korfu auf jeden Fall einplanen. Auf dem Weg nach Korfu-Stadt haben wir am nächsten Tag noch zwei Stopps eingelegt. Zuerst am Achilleion, dem ehemaligen Palast der österreichischen Kaiserin Elisabeth, besser bekannt als Sisi, und anschließend am Vlacherna-Kloster. Das kleine Kloster liegt direkt vor der Küste und ist über einen schmalen Steg erreichbar. Durch die Nähe zum Flughafen fliegen hier regelmäßig Flugzeuge direkt darüber hinweg – ein besonderes Fotomotiv. Und auch tierische Bewohner gibt es: Bei unserem Besuch hatten Katzen und Gänse die kleine Klosterinsel ziemlich fest im Griff.
Unsere letzte Nacht auf Korfu haben wir bewusst in Korfu-Stadt verbracht. So konnten wir uns noch die Stadt anschauen und waren am nächsten Morgen gleichzeitig schnell wieder am Flughafen.
Korfu gehörte am Ende zu meinen Lieblingsinseln der Reise. Besonders die Mischung aus Natur, Stränden, kleinen Dörfern und Korfu-Stadt hat mir gefallen.
Lefkada
Von Korfu ging es mit einem kleinen Propellerflugzeug weiter Richtung Lefkada. Da die Insel keinen eigenen Flughafen hat, landeten wir auf dem griechischen Festland am Flughafen Preveza/Aktion. Dort haben wir unseren Mietwagen übernommen und sind damit weiter nach Lefkada gefahren.
Unser erster Stopp war Lefkada-Stadt. Wir haben uns ein bisschen umgesehen und danach ging es nach Nidri zu unserer Unterkunft für die nächsten zwei Nächte. Nidri war für unsere Route ein guter Ausgangspunkt, da viele unserer geplanten Ziele mit dem Mietwagen gut erreichbar waren. Schon auf der Fahrt ist uns aufgefallen, dass Lefkada deutlich ursprünglicher, naturbelassener und ruhiger wirkt als Korfu. Positiv überrascht waren wir außerdem von der guten Straßenqualität.
Den ersten Nachmittag haben wir ganz entspannt am Strand verbracht. Am nächsten Morgen ging es zum Egremni Beach, einem der bekanntesten Strände Lefkadas. Der Strand liegt unterhalb einer hohen Steilküste und ist vor allem für sein klares, türkisfarbenes Wasser bekannt. Was man vorher wissen sollte: Der Weg dorthin ist nicht ganz ohne. Vom Parkplatz geht es zunächst ungefähr 1,1 Kilometer eine steile und kurvige Straße bergab, anschließend folgen noch rund 400 Treppenstufen. Der Hinweg war für uns kein Problem. Beim Rückweg merkt man die Strecke allerdings deutlich. Gerade bei hohen Temperaturen würde ich genügend Wasser mitnehmen und den Aufstieg nicht unterschätzen. Am Strand selbst gibt es kaum natürlichen Schatten, daher sollte man auch an ausreichend Sonnenschutz und gegebenenfalls einen Sonnenschirm denken. Nach dem Aufstieg haben wir noch eine Pause im Café Panorama eingelegt, bevor es zurück nach Nidri ging.
Bei der Planung auf Lefkada sollte man außerdem die Fahrtzeiten im Blick behalten. Manche Strecken sehen auf der Karte zunächst relativ kurz aus, durch die bergige Landschaft und die vielen Kurven ist man teilweise trotzdem länger unterwegs als erwartet.
Mir hat Lefkada vor allem wegen der ursprünglichen und wilden Natur und der Strände gefallen. Im Vergleich zu Korfu empfand ich die Insel als ruhiger und weniger touristisch.
Kefalonia
Auf Kefalonia hatten wir mit fünf Nächten unseren längsten Aufenthalt eingeplant. Unsere Unterkunft lag in Sami, was sich für unsere Route als sehr praktisch erwiesen hat. Viele unserer Ziele waren von dort gut erreichbar und auch die Fähre für unseren Tagesausflug nach Ithaka startete in Sami.
Nach unserer Ankunft sind wir direkt zum Antisamos Beach gefahren. Schon die Fahrt durch die bergige Landschaft hat uns richtig gut gefallen. Hier begegneten uns auch die ersten Ziegen am Straßenrand – beim Autofahren auf Kefalonia sollte man also immer damit rechnen, dass plötzlich eine Ziege aus dem Gebüsch auftaucht. Antisamos liegt in einer Bucht zwischen grünen Hügeln. Direkt am Strand gibt es außerdem einen Beach Club, sodass man sich dort problemlos mit Essen und Getränken versorgen kann.
Am nächsten Morgen ging es früh nach Fiskardo. Das kleine Fischerdorf mit seinen bunten Häusern und dem Hafen hat mir richtig gut gefallen. Das frühe Aufstehen hat sich hier gelohnt: Am Morgen war in Fiskardo noch wenig los und wir konnten uns den Ort ganz in Ruhe anschauen. Im Laufe des Vormittags wurde es dann deutlich voller. Mit ein paar Snacks aus einer lokalen Bäckerei sind wir anschließend zum Foki Beach gefahren. Direkt am Strand stehen zahlreiche Olivenbäume, unter denen wir uns mit unserem Picknick einen schattigen Platz gesucht haben. Zusammen mit der kleinen Bucht und dem klaren Wasser war das eine richtig entspannte Atmosphäre. Auf dem Rückweg nach Sami haben wir noch am Myrtos Beach gehalten. Schon der Blick von oben auf die Bucht mit den weißen Kieselsteinen und dem türkisblauen Wasser lohnt sich.
Am nächsten Tag haben wir uns die Melissani Cave ganz in der Nähe von Sami angeschaut. In der Höhle befindet sich ein unterirdischer See, den man mit kleinen Booten erkunden kann. Bei der Planung würde ich hier unbedingt auf die Uhrzeit achten. Besonders rund um die Mittagszeit steht die Sonne so, dass das Licht durch die große Öffnung in der Höhlendecke direkt auf das Wasser fällt. Erst dadurch entstehen die intensiven Blau- und Türkistöne, für die die Melissani Cave bekannt ist. Wer zu einer anderen Tageszeit kommt, erlebt die Höhle deshalb unter Umständen bei ganz anderen Lichtverhältnissen. Wir waren noch in der Vorsaison unterwegs und hatten Glück, dass wir bei unserem Besuch kaum warten mussten. In der Hauptsaison würde ich hier auf jeden Fall mehr Wartezeit einplanen.
Wieder in Sami angekommen, gab es erst einmal einen Gyros auf die Hand – der darf bei einer Griechenlandreise für mich definitiv nicht fehlen. Danach sind wir für ein paar entspannte Stunden zurück zum Antisamos Beach gefahren. Auch Argostoli haben wir uns während unseres Aufenthalts angeschaut. In der Inselhauptstadt ist deutlich mehr los als in Sami und es gibt zahlreiche Geschäfte, Restaurants und Bars. Wir sind außerdem über die De-Bosset-Brücke gelaufen, die sich weit über die Bucht von Argostoli erstreckt. Unser eigentliches Highlight dort waren aber die Meeresschildkröten am Hafen. Mit etwas Glück kann man sie im Wasser entdecken – und wir hatten an diesem Tag wirklich Glück. Bestimmt zehn Schildkröten konnten wir beobachten. Das war für mich einer der besonderen Momente unserer Reise.
Von Sami aus haben wir außerdem einen Tagesausflug auf die Nachbarinsel Ithaka gemacht. Dafür hatten wir eine geführte Tour gebucht und sind morgens mit der Fähre gestartet – dazu gleich mehr.
Nach den vielen Ausflügen haben wir unseren letzten Tag auf Kefalonia bewusst entspannter angehen lassen. Ohne großes Programm ging es noch einmal an den Strand: baden, entspannen und einfach mal nichts vorhaben. Auch solche Tage gehören für mich bei einer Rundreise dazu.
Kefalonia hat mir insgesamt richtig gut gefallen. Die Insel bietet eine schöne Mischung aus kleinen Fischerdörfern, unterschiedlichen Stränden, viel Natur und mit Argostoli gleichzeitig einen etwas lebhafteren Ort. Auch für Familien könnte ich mir Kefalonia gut vorstellen, da viele der von uns besuchten Strände relativ unkompliziert erreichbar waren.
Sami würde ich für unsere Route ebenfalls wieder als Ausgangspunkt wählen.
Ithaka
Von Kefalonia aus haben wir einen Tagesausflug auf die Nachbarinsel Ithaka gemacht. Dafür hatten wir eine geführte Tour gebucht und sind morgens mit der Fähre von Sami gestartet.
Unser erster Stopp war Vathy, die Hauptstadt der Insel. Dort hatten wir etwas Zeit, uns rund um den Hafen umzusehen. Natürlich durfte auch etwas typisch Griechisches nicht fehlen: Loukoumades, kleine frittierte Teigbällchen mit Honig. Wer sie noch nicht kennt, sollte sie bei einer Griechenlandreise unbedingt einmal probieren. Danach ging es zum Kathara-Kloster. Das Kloster liegt hoch oben am Berg Niritos und stammt in seiner heutigen Form aus dem 17. Jahrhundert. Von dort hat man einen weiten Blick über Ithaka, den Golf von Molos und in Richtung Vathy. Weiter ging es nach Kioni, das mir auf Ithaka besonders gut gefallen hat. Das kleine Fischerdorf liegt direkt am Wasser und hat mit seinen bunten Häusern, den Booten im Hafen und den kleinen Tavernen genau diesen typisch griechischen Inselcharme, den ich so gerne mag. Unsere Mittagspause haben wir anschließend in Frikes verbracht. Auch hier ging es sehr ruhig zu und wir konnten direkt am kleinen Hafen sitzen und etwas essen. Ein weiterer Stopp war Stavros im Norden der Insel. Rund um den Ort wurden verschiedene archäologische Funde gemacht, die mit der Geschichte und den Erzählungen rund um Odysseus verbunden sind. Genau hier fand ich unsere geführte Tour besonders interessant: Wir haben nicht nur verschiedene Orte gesehen, sondern unterwegs auch einiges über Ithaka und die Verbindung zur Odyssee erfahren.
Ithaka unterscheidet sich deutlich von den anderen Inseln unserer Reise. Kleine Orte, wenig Trubel und kaum große Hotelanlagen prägen die Insel. Stattdessen findet man vor allem kleinere Unterkünfte und Hotels und insgesamt deutlich weniger klassischen Tourismus. Für unseren Tagesausflug war die geführte Tour eine gute Entscheidung. Gerade auf den teilweise engen und kurvigen Straßen war ich ehrlich gesagt auch ganz froh, einmal nicht selbst fahren zu müssen und gleichzeitig jemanden dabeizuhaben, der sich auf der Insel auskennt.
Wer im Urlaub vor allem Ruhe sucht, kann sich sicherlich auch mehrere Tage auf Ithaka vorstellen. Man sollte allerdings wissen, dass es hier wirklich ruhig zugeht. Wer viel Nachtleben oder größere Orte sucht, ist auf einer der anderen Ionischen Inseln vermutlich besser aufgehoben.
Für uns hat Ithaka als Tagesausflug von Kefalonia sehr gut gepasst.
Zakynthos
Unsere letzte Insel war Zakynthos. Wieder ging es mit einem kleinen Propellerflugzeug weiter und am Flughafen haben wir direkt unseren nächsten Mietwagen übernommen.
Da unser Flug etwas Verspätung hatte, blieb am ersten Tag nicht mehr allzu viel Zeit. Wir haben uns aber noch Zakynthos-Stadt angeschaut und dort etwas gegessen. Rund um die zentralen Plätze und Hauptstraßen gibt es zahlreiche Restaurants, Bars und Geschäfte und insgesamt ist hier deutlich mehr los als in vielen der kleineren Orte, die wir auf den vorherigen Inseln besucht hatten. In einigen Randgebieten hatten wir persönlich allerdings einen etwas anderen Eindruck. Dort wirkte es auf uns teilweise weniger einladend und etwas heruntergekommen.
Zakynthos ist auch für sein Nachtleben bekannt, vor allem rund um die Partyregion Laganas. Diese Seite der Insel wollten wir bei unserer Reise bewusst auslassen. Denn Zakynthos lässt sich auch wunderbar fernab der Partymeile bereisen und wir wollten vor allem die Natur, Buchten und Küstenlandschaften der Insel kennenlernen.
Am nächsten Morgen stand deshalb direkt eine Bootstour zu den Blue Caves und zum Navagio Beach auf dem Programm. In Agios Nikolaos ging es mit dem Motorboot los und mit guter Musik an Bord verbrachten wir die nächsten Stunden auf dem Wasser. Unterwegs legten wir mehrere Badestopps im kristallklaren Wasser ein und konnten verschiedene Blue Caves aus nächster Nähe sehen. In zwei der Höhlen sind wir mit unserem Boot sogar hineingefahren. Besonders dort sieht man, wie intensiv das Wasser durch den Lichteinfall blau und türkis leuchtet. Anschließend haben wir uns den berühmten Navagio Beach, auch Shipwreck Beach genannt, vom Wasser aus angesehen. Bei unserem Besuch durfte der Strand aufgrund der Gefahr von Erdrutschen und herabfallendem Gestein nicht betreten werden. Vom Boot aus konnten wir die Bucht mit dem bekannten Schiffswrack aber sehr gut sehen.
Nach der Bootstour wollten wir die Bucht noch aus einer anderen Perspektive sehen und sind zum Navagio Viewpoint gefahren. Wir hatten Glück und bei unserem Besuch waren gar nicht so viele andere Besucher dort. So konnten wir das bekannte Postkartenmotiv mit der gesamten Bucht, dem türkisblauen Wasser und dem Schiffswrack auch noch einmal von oben sehen. Auf unserer weiteren Tour haben wir einen Stopp bei einem jahrhundertealten Olivenbaum eingelegt. Rundherum gibt es kleine Stände mit regionalen Produkten und hier gehört es für mich einfach dazu, sich einmal durch die verschiedenen Spezialitäten zu probieren. Von Oliven und Olivenöl über Honig und Marmeladen bis hin zu karamellisierten Nüssen war einiges dabei. Danach ging es weiter nach Porto Limnionas. Die felsige Badebucht ist kein klassischer Strand. Man sucht sich einen Platz auf den Felsen und gelangt von dort direkt ins glasklare Wasser. Bei unserem Besuch war hier zwar einiges los, für eine Abkühlung nach unserem Tag unterwegs war die Bucht trotzdem genau richtig. Am Abend ging es für uns noch in eine Taverne direkt am Meer. Bei gutem Essen und mit Blick auf den Sonnenuntergang haben wir dort unseren ersten vollen Tag auf Zakynthos beendet.
An unserem letzten Tag haben wir zunächst einen kurzen Stopp bei Cameo Island in Agios Sostis gemacht. Die kleine Insel liegt direkt vor der Küste und ist über einen schmalen Holzsteg mit dem Festland verbunden. Den kostenpflichtigen Bereich auf der Insel selbst haben wir nicht besucht. Im Hafen von Agios Sostis hatten wir dann noch einmal Glück und konnten zwei große Meeresschildkröten im Wasser beobachten. Danach ging es zum Mizithres Viewpoint. Vom Parkplatz waren es ungefähr zehn Minuten zu Fuß über einen Schotterweg. Von oben hat man einen tollen Blick auf die beiden markanten Felsen im Meer und die umliegende Küste. Neben dem Navagio Viewpoint gehört dieser Aussichtspunkt für mich zu den schönsten Stopps auf Zakynthos. Unser letzter Stopp war der Gerakas Beach. Direkt dort befindet sich ein Informationszentrum rund um die Meeresschildkröten und ihren Schutz. Der Eintritt ist kostenlos und im Center erfährt man mehr über die Caretta-caretta-Schildkröten, ihre Nistplätze und die Schutzmaßnahmen auf Zakynthos. Bei unserem Besuch wurde dort auch dokumentiert, wie viele Nester bereits gefunden und markiert worden waren. Am Gerakas Beach selbst konnten wir ebenfalls einige der geschützten und markierten Nester sehen. Die ersten Nester werden auf Zakynthos bereits ab Mai angelegt, während die ersten kleinen Schildkröten in der Regel ab Mitte Juli schlüpfen. Die Schlupfsaison zieht sich bis in den September hinein. Nach einer letzten Stunde am Strand ging es zurück zum Flughafen. Mietwagen abgeben – und nach fünf Inseln hieß es leider schon wieder: zurück nach Hamburg.
Zakynthos war landschaftlich noch einmal ein schöner Kontrast zu den vorherigen Inseln. Besonders die hellen Fels- und Steilküsten in Kombination mit dem klaren, türkisblauen Wasser geben der Insel ein ganz anderes Landschaftsbild. Gleichzeitig gibt es auch hier grüne Regionen und ruhigere Ecken, sobald man sich von den touristischeren Orten entfernt.
Mit zwei Nächten hatten wir auf Zakynthos zwar ein ziemlich straffes Programm, konnten aber trotzdem alles sehen, was wir uns vorgenommen hatten. Für unsere Route hat das deshalb gut funktioniert.
Meine Tipps fürs Inselhopping auf den Ionischen Inseln
Wenn es zeitlich passt, würde ich die Ionischen Inseln eher in der Vor- oder Nachsaison bereisen. Wir waren Ende Mai und Anfang Juni unterwegs und fanden die Reisezeit richtig gut. An vielen Orten war noch überraschend wenig los, wir hatten kaum Wartezeiten und konnten auch bekannte Sehenswürdigkeiten und Strände relativ entspannt besuchen.
Mietwagen einplanen: Einen Mietwagen würde ich auf den einzelnen Inseln auf jeden Fall empfehlen. Viele Strände, Aussichtspunkte und kleinere Orte liegen abseits und ohne Auto ist man bei der Reiseplanung deutlich eingeschränkter. Auf öffentliche Verkehrsmittel würde ich mich für eine solche Rundreise nicht verlassen und auch mit Taxis verliert man schnell die Flexibilität, die man beim Inselhopping braucht. Für uns war der Mietwagen deshalb auf jeder Insel ein fester Bestandteil der Reise.
Badeschuhe einpacken: Viele Strände auf den Ionischen Inseln sind Kieselstrände und gerade beim Einstieg ins Wasser waren wir froh, welche dabeizuhaben. Falls man sie vergisst, bekommt man sie aber auch vor Ort problemlos.
Flüge zwischen den Inseln prüfen: Zwischen den Inseln waren wir mit kleinen Propellerflugzeugen unterwegs und würden diese Variante wieder wählen. Ursprünglich hatten wir auch verschiedene Fährverbindungen eingeplant. Gerade in der Vorsaison waren einige Fahrpläne für unseren Reisezeitraum allerdings noch nicht verfügbar oder die Verbindungen passten nicht zu unserer Route. Mit den Flügen waren wir schnell und flexibel unterwegs und konnten direkt am jeweiligen Flughafen den nächsten Mietwagen übernehmen.
Die Inseln auch vom Wasser aus entdecken: Auf den griechischen Inseln lohnt es sich, auch einen Tag auf dem Wasser einzuplanen. Viele Buchten und Küstenabschnitte lassen sich vom Wasser aus besonders gut entdecken oder sind auf dem Landweg nur schwer erreichbar. Je nach Boot und Anbieter können auch kleinere Motorboote gemietet werden, für die kein Bootsführerschein erforderlich ist. Wer nicht selbst fahren möchte, kann alternativ ein Boot mit Skipper buchen.
Lokale Produkte probieren: Oliven, Olivenöl, Marmeladen und verschiedene Honigsorten findet man auf den Inseln immer wieder an kleinen Ständen und in lokalen Geschäften.
Mein persönlicher Favorit ist und bleibt griechischer Thymianhonig. Den nehme ich inzwischen aus jedem Griechenlandurlaub mit nach Hause – eine klare Empfehlung, falls ihr ihn noch nicht probiert habt.
Welche Ionische Insel passt zu wem?
Nach fünf Inseln kann ich vor allem eines sagen: Sie sind wirklich unterschiedlich. Welche davon am besten passt, hängt deshalb sehr davon ab, was man sich für den eigenen Urlaub wünscht.
Korfu – für alle, die von allem etwas möchten: Natur, Strände, kleine Orte und mit Korfu-Stadt gleichzeitig etwas mehr Leben.
Lefkada – für Natur und Ruhe: Ursprünglich, ruhig und naturbelassen – vor allem für alle, die wilde Natur und besondere Strände suchen.
Kefalonia – für eine gute Mischung: Kleine Fischerdörfer, schöne Strände, viel Natur und mit Argostoli auch ein lebhafterer Ort. Auch für Familien könnte ich mir die Insel gut vorstellen.
Ithaka – für Ruhesuchende: Wenig Trubel, kaum große Hotelanlagen und stattdessen vor allem kleine Orte und kleinere Unterkünfte. Wer möglichst wenig klassischen Tourismus sucht, ist hier richtig.
Zakynthos – für Natur mit etwas mehr Leben: Beeindruckende Fels- und Steilküsten, Buchten und Aussichtspunkte, gleichzeitig aber deutlich lebhafter als beispielsweise Ithaka. Wer Party sucht, findet sie – wer darauf verzichten möchte, kann die entsprechenden Gegenden problemlos umgehen.
Mein Fazit – fünf Inseln, fünf unterschiedliche Seiten Griechenlands
Besonders gut hat mir gefallen, wie viele unterschiedliche Facetten der Ionischen Inseln wir auf dieser Reise kennenlernen konnten. Jede der fünf Inseln hat ihren eigenen Charakter. Deshalb würde ich bei einer nächsten Reise wieder mehrere Inseln miteinander kombinieren, anstatt mich nur für eine zu entscheiden. So bekommt man innerhalb eines Urlaubs ganz unterschiedliche Seiten Griechenlands zu sehen.
Fünf Inseln in knapp zwei Wochen hören sich zunächst nach einem ziemlich straffen Programm an. Für uns hat es sich aber überhaupt nicht so angefühlt. Wir konnten alles sehen und erleben, was wir uns vorgenommen hatten, und haben gleichzeitig bewusst längere Aufenthalte, Strandtage und etwas ruhigere Tage eingeplant.
Und welche der fünf Inseln landet jetzt auf deiner Bucketlist?



