Märchen aus 1001 Nacht: Unsere Weihnachts- & Silvesterkreuzfahrt im Orient

Dubai mit Oman & Katar
Katar
Sonja Kürzinger
17.09.2026
5 min Lesezeit

Der perfekte Auftakt (22.12.2019): Bahnfahrt, Lichterglanz und Christkindlmarkt am Flughafen

Unser großes Orient-Abenteuer mit der Mein Schiff 5 war endlich zum Greifen nah! Da unser Flieger nach Dubai erst am späten Abend des 22. Dezember 2019 abhob, starteten wir den Tag völlig tiefenentspannt. Anstatt uns in den stressigen Vorweihnachtsverkehr auf den Autobahnen zu stürzen, entschieden wir uns für die gemütliche Variante und reisten mit der Bahn zum Flughafen an. Während draußen die winterliche Landschaft an uns vorbeizog, stieg im Abteil mit jedem Kilometer die Vorfreude auf Sonne, Meer und warme Temperaturen.Nach einer reibungslosen Fahrt kamen wir bepackt mit unseren Koffern am Flughafen an. Doch anstatt uns direkt zum Check-in-Schalter zu hetzen, hatten wir uns für die Stunden vor dem Abflug ein ganz besonderes Highlight vorgenommen: den traditionellen Christkindlmarkt am Flughafen im festlich geschmückten München Airport Center. Was für eine magische Atmosphäre! Zwischen den funkelnden Lichtern der riesigen Tanne, dem Duft von gebrannten Mandeln und dem festlichen Treiben vergaßen wir sofort jeden Rest von Alltagsstress. Dick eingepackt schlenderten wir vorbei an den urigen Holzbuden und gönnten uns bei Live-Musik einen ersten, wärmenden Glühwein. Mit Blick auf die Eislaufbahn stießen wir auf die kommenden zwei Wochen an – ein herrlicher Kontrast zu den sommerlichen Temperaturen, die uns schon bald in den Emiraten erwarten würden. Besser und stimmungsvoller hätten wir unsere Weihnachtsreise wirklich nicht einläuten können. Nach diesem wunderschönen Zwischenstopp machten wir uns schließlich auf den Weg zum Check-In und Gate. Das Boarding begann, wir machten es uns in den Sitzen bequem und pünktlich hob die Maschine in den Nachthimmel ab.

Tag 1 (23.12.2019): Nachtflug mit Hindernissen, Ankunft in Dubai und ein freudiges Wiedersehen

Die Nacht verbrachten wir über den Wolken an Bord unseres Emirates-Fliegers Richtung Dubai. Die Vorfreude war riesig, doch leider hielt der Flug nicht ganz, was der Name der Airline versprach: Der Service an Bord war diesmal enttäuschend träge und unaufmerksam – das hatten wir uns für den Start in den Urlaub definitiv anders vorgestellt. Dementsprechend gerädert und mit wenig Schlaf im Gepäck landeten wir am Morgen in der Wüstenmetropole.Am Flughafen angekommen, ging der Geduldscheck leider erst einmal weiter. Gefühlt endlose, lange Wege zogen sich durch die riesigen Terminals, vorbei an Passkontrollen und Gepäckbändern, bis wir endlich unseren Transfer erreichten und uns auf den Weg zum Cruise Terminal machen konnten. Als die Mein Schiff 5 schließlich vor uns aufragte, fiel die erste Last von uns ab. Der Check-in verlief zum Glück reibungslos, und sobald wir unsere Kabine betraten, schalteten wir sofort auf Urlaubsmodus um.Nach den Strapazen der Anreise stand das Verwöhnprogramm für uns erst einmal im Zeichen der Ruhe: Koffer auspacken, häuslich einrichten und dann ab ins Bett, um den dringend nötigen Schlaf nachzuholen. Nach einem ausgiebigen Nickerchen fühlten wir uns wie neugeboren. Völlig tiefenentspannt machten wir uns am Nachmittag auf den Weg, um das Schiff zu erkunden – und erlebten prompt die schönste Überraschung des Tages: Wir liefen Freunden von unserer letzten Kreuzfahrt über den Weg! Die Freude war riesig. Bei ein paar Drinks an Deck quatschten wir stundenlang über alte Zeiten und schmiedeten direkt Pläne für die kommenden gemeinsamen Tage. Der Abend im Hafen von Dubai, wo das Schiff über Nacht liegen blieb, endete in bester Gesellschaft und mit dem sicheren Gefühl: Dieser Urlaub wird trotz des holprigen Starts einfach großartig.

Tag 2 (24.12.2019 – Heiligabend): Weihnachtstrubel in der Megacity, Fontänenspiele und das festliche Auslaufen

Unser Heiligabend startete herrlich unkonventionell bei strahlendem Sonnenschein. Nach einem entspannten Frühstück an Bord schnappten wir uns ein Taxi und fuhren direkt zur gigantischen Dubai Mall. Es war ein absolut faszinierendes Gefühl: Während zu Hause in Deutschland die Last-Minute-Vorbereitungen für das Fest liefen, schlenderten wir bei sommerlichen Temperaturen durch die Ladenstraßen, ließen uns beim Shoppen treiben und sogen die spektakuläre Weihnachtsdekoration in der Mall auf. Die schiere Größe und der Luxus der glitzernden Tannenbäume und Lichterketten mitten in der Wüste waren einfach atemberaubend.Nach dem Einkaufsbummel zog es uns nach draußen. Am Fuße des Burj Khalifa hieß es erst einmal: die warme Sonne in vollen Zügen genießen! Wir ergatterten einen tollen Platz, um die weltberühmte Fontänen-Show zu bewundern. Die tanzenden Wassermassen zu festlicher Musik vor dieser gigantischen Kulisse live zu sehen, war ein echter Gänsehaut-Moment und stimmte uns auf ganz besondere Weise auf den Abend ein. Nachmittags ging es mit dem Taxi zurück zur Mein Schiff 5, denn um 18:00 Uhr hieß es offiziell: „Leinen los!“ Das Auslaufen aus dem Hafen von Dubai, während die gigantische Skyline langsam im Dunst kleiner wurde, war der perfekte Start in die Feiertage. Den Heiligabend-Abend verbrachten wir festlich gestimmt an Bord mitten auf dem Meer – gemeinsam mit unseren Freunden, gutem Essen und dem Wissen, dass wir dieses Weihnachten auf See wohl nie vergessen werden. 

Tag 3 (25.12.2019 – 1. Weihnachtstag): Fjord-Magie in Khasab, Delfin-Glück und eine private Dhau-Tour

Am nächsten Morgen erreichten wir Khasab, das Tor zu den spektakulären Fjorden der Musandam-Halbinsel. Für diesen Tag hatten wir uns gegen die großen Ausflüge vom Schiff entschieden und vorab eine private Dhau-Tour organisiert. Die beste Entscheidung überhaupt! Mit gerade einmal rund 20 Personen an Bord ging es auf dem traditionellen Holzboot herrlich familiär und entspannt zu – meilenweit entfernt vom Trubel der Massenbusse.Schon während das Boot gemächlich durch das spiegelglatte, türkisblaue Wasser glitt, zog uns die karge, majestätische Bergwelt komplett in ihren Bahn. Und das absolute Highlight ließ nicht lange auf sich warten: Plötzlich tauchten sie auf – eine ganze Gruppe von Delfinen begleitete unsere Dhau! Es war einfach magisch, die eleganten Tiere so nah und seelenruhig direkt neben dem Boot schwimmen und springen zu sehen. Ein unvergesslicher Moment, der für leuchtende Augen bei allen an Bord sorgte.An einem geschützten Fleckchen warfen wir schließlich den Anker aus. Jetzt hieß es: Maske auf und ab ins Wasser! Beim Schnorcheln in der angenehm warmen Strömung konnten wir die bunte Unterwasserwelt erkunden und uns herrlich abkühlen. Ein rundum gelungener Tag, der mit der Rückfahrt im goldenen Nachmittagslicht und dem perfekten Weihnachtsgefühl endete.

Tag 4 (26.12.2019 – 2. Weihnachtstag): Das Wunder am Himmel, interkulturelle Begegnungen und Guide Ali in Muscat

Der Morgen des 26. Dezembers begann mit einem astronomischen Jahrhundertereignis: Direkt über dem Oman war eine seltene, ringförmige Sonnenfinsternis zu sehen! Ein absolut spektakulärer Anblick, als sich der Mond vor die Sonne schob und einen glühenden „Feuerring“ am Himmel hinterließ. Fasziniert von diesem Naturschauspiel machten wir uns danach auf den Weg zu unserem Treffpunkt im Hafen.Dort wartete bereits unser Guide Ali, der sich als absoluter Glücksgriff herausstellen sollte. Unser erster Stopp war die imposante Große Sultan-Qaboos-Moschee. Die Architektur mit dem riesigen Teppich und dem gewaltigen Kronleuchter hat uns tief beeindruckt. Doch das eigentliche Highlight war menschlicher Natur: Ein Imam lud uns spontan zu Tee, Gebäck und einem Gespräch ein. In entspannter Atmosphäre konnten wir Fragen stellen und erhielten einen unglaublich herzlichen, respektvollen Einblick in den Glauben und die Kultur. Danach verließen wir die Stadt und fuhren ins grüne Hinterland. An einem idyllischen Flusslauf erlebten wir eine lustige Überraschung: Im Wasser schwammen hunderte kleine „Fußputzerfische“ (Knabberfische). Wir zogen die Schuhe aus, hielten die Füße ins kühle Nass und ließen uns von den Fischen die Haut reinigen – ein kitzeliges, aber tolles Erlebnis! Am Flussufer ergab sich zudem ein wunderbar lieber und offener Kontakt zu Einheimischen, die dort picknickten. Diese echte omanische Gastfreundschaft hat uns tief berührt.Zurück in Muscat zeigte uns Ali die architektonischen Highlights der Hauptstadt. Wir bestaunten das schneeweiße, elegante Opernhaus, machten Fotos vor dem farbenfrohen Sultanspalast Al Alam und genossen die Aussicht am berühmten, riesigen Weihrauchkegel über dem Hafen von Mutrah. Den ganzen Tag über versorgte uns Ali mit unglaublich spannenden Fakten über den Oman, erklärte uns die tief verwurzelten Traditionen und gab uns sehr persönliche, private Einblicke in sein Leben. Ein unbezahlbarer Tag, den wir abends glücklich an Bord Revue passieren ließen.

Tag 5 (27.12.2019): Ein typischer Seetag zum Genießen und Entspannen

Nach den unglaublich intensiven, herzlichen und erlebnisreichen Tagen im Oman tat es richtig gut, dass der 27. Dezember wieder ein typischer Seetag war. Keine Ausflugspläne, kein festes Timing – einfach nur die Seele baumeln lassen.Wir nutzten den Tag in vollen Zügen, um die vielen Eindrücke von Guide Ali, der Moschee und der wunderschönen Natur im Hinterland sacken zu lassen. Unser Weg führte uns natürlich wieder aufs Pooldeck und in unsere Lieblingsbars. Bei kühlen Drinks, fantastischem Essen und strahlendem Sonnenschein verbrachten wir die Stunden gemeinsam mit unseren Freunden. Wir genossen den Blick auf das endlose Blau des Meeres und tankten jede Menge Kraft für die zweite Hälfte unseres Orient-Abenteuers. Ein klassischer, rundum entspannter Wohlfühltag an Bord!

Tag 6 (28.12.2019): Inselparadies vor der Skyline – Strandtag auf Al Maya Island in Abu Dhabi

In Abu Dhabi stand für uns heute das pure Urlaubsfeeling abseits des Großstadttrubels auf dem Plan. Wir hatten einen Ausflug nach Al Maya Island gebucht, einer privaten Urlaubsinsel, die nur ein Stück vor der Küste liegt. Morgens ging es zunächst mit dem Bus zum Bootsanleger und von dort aus weiter mit dem Boot hinaus aufs Meer. Schon bei der Überfahrt bot sich uns ein fantastischer Kontrast zwischen dem glitzernden Wasser und der im Hintergrund aufragenden Skyline der Metropole.Auf der Insel angekommen, erwartete uns ein absolut traumhafter Tag am Strand. Der feine Sand und die exklusive Club-Atmosphäre luden sofort zum Entspannen ein. Ein kleiner Wermutstropfen war das Meer: Das Wasser im Persischen Golf war im Dezember leider ziemlich kalt, sodass das Hineingehen etwas Überwindung kostete. Das war aber überhaupt kein Problem, denn die weitläufigen Pools auf der Insel waren angenehm warm beheizt. So verbrachten wir den Tag herrlich faulenzend auf den Sonnenliegen, schwammen im warmen Poolwasser, schlürften Cocktails und genossen die arabische Sonne in vollen Zügen, bevor es am Abend zurück zum Schiff ging.

Tag 7 (29.12.2019): Erst Seetag, dann Dubai von oben aus der 148. Etage des Burj Khalifa

Der Tag begann herrlich entspannt als Seetag auf dem Weg zurück nach Dubai. Wir genossen den Vormittag an Deck, ließen uns die Meeresbrise um die Nase wehen und schalteten vollkommen ab. Doch um 11:00 Uhr hieß es wieder Einlaufen in der Megacity Dubai! Nach dem Festmachen zog es uns abends direkt zu einem der spektakulärsten Bauwerke der Welt.Wir fuhren zum weltberühmten Burj Khalifa. Doch wir gaben uns nicht mit den Standard-Plattformen zufrieden, sondern fuhren hinauf bis in die 148. Etage auf die exklusive Aussichtsplattform „At the Top, Sky“. Der Blick auf die Stadt aus dieser schwindelerregenden Höhe am Abend war einfach atemberaubend. Die unzähligen Lichter der Skyline, die sich tief unter uns wie ein glitzerndes Band durch die Wüste zogen, ließen uns völlig sprachlos werden. Man fühlt sich dort oben wie auf dem Dach der Welt. Wieder unten angekommen, ließen wir den ereignisreichen Tag entspannt ausklingen, indem wir noch ein wenig in der Dubai Mall bummelten, bevor uns das Taxi zurück zum Schiff brachte.

Tag 8 (30.12.2019): Nervenkitzel und Badespaß im Atlantis-Wasserpark 

Nachdem die Mein Schiff 5 im Hafen von Dubai lag, starteten wir direkt nach dem Frühstück in ein echtes Action-Programm. Wir schnappten uns ein Taxi und fuhren zum gigantischen Atlantis-Wasserpark (Aquaventure) auf der berühmten Palmeninsel Jumeirah. Was für ein faszinierendes Areal! Wir haben dort einen absolut tollen Tag erlebt: Zwischen spektakulären Rutschen, dem Lazy River und dem Wellenbecken verflogen die Stunden wie im Flug. Ein pragmatischer Mix aus Spaß, Adrenalin und einer willkommenen Abkühlung unter der heißen Sonne Dubais. Erschöpft, aber überglücklich kehrten wir abends aufs Schiff zurück, um uns für die große Silvesternacht auszuruhen. 

Tag 9 (31.12.2019 – Silvester): Pooldeck-Idyll, das große Auslaufen und eine magische Silvesternacht

Der letzte Tag des Jahres begann herrlich entspannt. Den gesamten Vormittag haben wir auf dem Schiff am Pool verbracht. Bei strahlendem Sonnenschein genossen wir die Ruhe auf den Liegen, zogen ein paar Runden im Wasser und stießen an der Poolbar mit unseren Freunden schon einmal ganz entspannt auf das fast vergangene Jahr an. Am Nachmittag stieg dann die Aufregung an Bord, als die Motoren starteten. Pünktlich legten wir in Dubai ab und nahmen Kurs auf Katar. Das Auslaufen am Silvestertag war ein ganz besonderer Moment: Die Skyline von Dubai verabschiedete uns im warmen Nachmittagslicht.Als die Nacht hereinbrach, verwandelte sich das Schiff in eine einzige, funkelnde Festmeile. Die große Silvesterparty am Pooldeck war der absolute Wahnsinn! Bei guter Musik feierten wir gemeinsam mit unseren Freunden unter dem arabischen Sternenhimmel. Das absolute Highlight des Abends war eine spektakuläre Wassershow direkt auf dem Pooldeck, die uns mit ihren Lichteffekten und Formationen komplett verzaubert hat. Um Mitternacht stießen wir mitten auf dem Meer auf das neue Jahr 2020 an – ein unbeschreiblicher Moment. Für den gemütlicheren Teil der Nacht zog es uns danach in die Außenalster-Bar, wo wir bei exzellenten Drinks noch gute Musik hörten und entspannt in die frühen Morgenstunden eintanzten.

Tag 10 (01.01.2020 – Neujahr): Wüstenabenteuer, Kamelritt und Camp-Idyll in Doha (Katar)

Der allererste Tag des neuen Jahres hätte kontrastreicher nicht sein können! In Doha hatten wir einen ganz besonderen Ausflug gebucht: Eine deutsche Auswandererin führte uns durch ihre Wahlheimat. Zuerst sahen wir uns die beeindruckende Skyline und die Highlights von Doha an und bekamen dabei jede Menge Insider-Infos.Nach der Stadttour ging es mit dem Jeep hinein in die endlose Wüste! Die Fahrt über die goldgelben Dünen war ein echtes Abenteuer. Mitten in der Wüste erwarteten uns dann die nächsten Highlights: Wir bekamen die Gelegenheit, auf einem Kamel zu reiten, und durften sogar einen stolzen Adler auf den Arm nehmen. Der krönende Abschluss des Tages fand in einem wunderschönen Wüstencamp direkt am Meer statt. Hier wurden wir mit einem tollen, traditionellen Essen verwöhnt. Trotz der langen Silvesternacht in den Knochen nutzten wir die Zeit, um im Meer etwas zu baden. Das Wasser war zwar ziemlich frisch, aber nach der Wärme der Wüste eine herrliche, willkommene Erfrischung.

 Tag 11 (02.01.2020): Ein entspannter Schiffstag im Hafen von Bahrain

Nach dem langen Silvesterabend und dem actionreichen Wüstenabenteuer in Doha am Neujahrstag verlangten unsere Körper nach einer kleinen Pause. Als die Mein Schiff 5 morgens im Hafen von Bahrain anlegte, trafen wir eine ganz entspannte Entscheidung: Wir blieben heute einfach auf dem Schiff. Während ein Großteil der Passagiere von Bord strömte, genossen wir die wunderbare, himmlische Ruhe an Deck. Wir sicherten uns die besten Plätze am Pool, lasen, dösten in der Sonne und ließen uns das exzellente Essen schmecken. Frisch erholt und tiefenentspannt schauten wir nachmittags beim Ablegen zu, wie Bahrain am Horizont verschwand.

Tag 12 (03.01.2020): Ankunft in Abu Dhabi und Einreiseformalitäten

Heute steuerten wir den letzten großen Hafen unserer Reise an. Gegen 16:30 Uhr liefen wir schließlich im Hafen von Abu Dhabi ein. Bevor wir das Schiff verlassen konnten, hieß es jedoch erst einmal Geduld beweisen: Die offiziellen Einreiseformalitäten mussten ordnungsgemäß erledigt werden. Den restlichen Abend verbrachten wir gemütlich an Bord, genossen den Blick auf den Hafen im Abendlicht und sammelten Kräfte für den bevorstehenden, rasanten Ausflug am nächsten Tag.

 Tag 13 (04.01.2020): Adrenalin pur und Highspeed in der Ferrari World (Abu Dhabi)

Nachdem gestern alle Formalitäten geklärt wurden, hieß es heute nach dem Frühstück: Freie Bahn für ein echtes Action-Highlight! Wir machten uns auf den Weg zur Yas-Insel und besuchten die legendäre Ferrari World.Als große Autofans und Achterbahn-Liebhaber war das für uns ein absolutes Muss. Das ganz große Highlight war natürlich die Formula Rossa – die schnellste Achterbahn der Welt. Mit einer atemberaubenden Beschleunigung von 0 auf 240 km/h in knapp 5 Sekunden drückt es einen so heftig in den Sitz, dass einem fast der Atem wegbleibt. Was für ein unfassbarer Adrenalinkick! Man bekommt sogar eine Schutzbrille verpasst, weil der Fahrtwind so extrem ist. Den restlichen Tag verbrachten wir damit, das großartige Indoor-Freizeitpark-Feeling in vollen Zügen zu genießen. Wir schauten uns spektakuläre Ferrari-Modelle an, testeten weitere Simulatoren und ließen uns von der roten Rennsport-Atmosphäre mitreißen. Am späten Abend ging es erschöpft, aber glücklich zurück an Bord, während das Schiff langsam den Kurs zurück nach Dubai einschlug.

Die letzten Tage & Abreise (05.01. – 06.01.2020): Kofferpacken und Abschiedsschmerz in Dubai

Nachdem die Mein Schiff 5 wieder im Hafen von Dubai festgemacht hatte, nutzten wir unseren letzten vollen Tag am 05. Januar, um in aller Ruhe unsere Koffer zu packen – diesmal gefüllt mit jeder Menge Souvenirs und unbezahlbaren Erinnerungen. Dank des tollen Services konnten wir das Gepäck schon vorab bequem im Terminal einchecken, sodass wir uns darum nicht mehr kümmern mussten. Doch mit jedem Kleidungsstück kam auch der Abschiedsschmerz immer deutlicher durch. Es ist jedes Mal wieder ein emotionaler Moment, wenn man realisiert, dass zwei so intensive, wunderschöne Wochen über Weihnachten und Silvester wie im Flug vergangen sind. Der Abschied von der Crew, dem Schiff und vor allem von unseren Freunden fiel uns unglaublich schwer. Am 06.01.2020 traten wir schließlich die Heimreise an. Diese Kreuzfahrt war ein absolutes Märchen aus 1001 Nacht, das wir für immer im Herzen tragen werden.

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Karibik

Festtagszauber unter Palmen: Unsere Karibik-Kreuzfahrt mit der AIDAdiva

23.12.2023 | Der Start ins Abenteuer: Frankfurt – La Romana Das Abenteuer beginnt mitten im deutschen Winter. Am Morgen des 23. Dezembers sitzen wir im Flieger von Frankfurt mit Kurs auf die Dominikanische Republik. Als wir am Nachmittag in La Romana
Sonja Kürzinger
17.09.2026
5 min Lesezeit

23.12.2023 | Der Start ins Abenteuer: Frankfurt – La Romana

Das Abenteuer beginnt mitten im deutschen Winter. Am Morgen des 23. Dezembers sitzen wir im Flieger von Frankfurt mit Kurs auf die Dominikanische Republik. Als wir am Nachmittag in La Romana landen, schlägt uns die tropische Wärme entgegen. Kaum aus dem Flugzeug ausgestiegen, geht alles wie am Schnürchen: Wir können direkt und ohne Verzögerung in den bereitstehenden Transferbus einsteigen. Die Organisation von AIDA ist einfach grandios – innerhalb von gerade einmal 30 Minuten stehen wir bereits an Bord und können das Schiff betreten! Die AIDAdiva liegt majestätisch im Hafen, das Urlaubsgefühl stellt sich sofort ein und die Festtage unter Palmen können beginnen.

24.12.2023 | Heiligabend auf See: Ankommen und Genießen

Unser erster voller Tag an Bord ist gleichzeitig der erste Seetag und Heiligabend. Perfekt, um das Schiff zu erkunden und im karibischen Klima anzukommen. Wir verbringen den Tag völlig entspannt an Bord, lassen die Seele am Pooldeck baumeln und gewöhnen uns an die tropischen Temperaturen. Ein ganz besonderes Weihnachtsfest auf dem tiefblauen Ozean.

Die ABC-Inseln: Traumstrände und Flamingos

  • Aruba (25.12.): Am ersten Weihnachtsfeiertag zieht es uns an den Strand. Wir nehmen uns ein Taxi und fahren zum berühmten Eagle Beach. Der puderweiße Sand, das türkisfarbene Wasser und die sanfte Brise bescheren uns einen absolut traumhaften Strandtag.
  • Curaçao (26.12.): Heute steht der Cas Abao Beach auf dem Plan – ein echtes Postkartenmotiv. Auf dem Weg dorthin erleben wir ein kleines Naturwunder und beobachten die eleganten, rosa Flamingos in den Salzpfannen. Ein wunderschöner Tag voller Farben.
  • Bonaire (27.12.): Die drittgrößte ABC-Insel ist ein Paradies für Unterwasserfans. Wir nutzen den Tag für einen geführten Schnorchelausflug und tauchen ein in eine Welt voller bunter Fische und intakter Korallenriffe.

28.12.2023 | Seetag: Erholung auf dem Meer

Nach den intensiven Tagen auf den ABC-Inseln genießen wir einen entspannten Tag auf See. Wir tanken Sonne auf dem Pooldeck, lassen uns treiben und freuen uns auf die kommenden Abenteuer in den Kleinen Antillen.

29.12.2023 | St. Lucia: Das große Highlight der Reise

Dieser Tag wird uns für immer im Gedächtnis bleiben. Wir gehen in Castries von Bord und werden von einer deutschen Auswanderin empfangen. Unser Ziel: Der Süden der Insel nach Soufrière. Die Tour ist perfekt organisiert. Wir halten an atemberaubenden Aussichtspunkten mit Blick auf die majestätischen Pitons, besuchen eine historische Plantage und genießen ein fantastisches Mittagessen in einer liebevoll umgebauten alten Mühle. Das nächste Abenteuer wartet schon: Ein Speedboot nimmt uns an Bord und rauscht mit uns direkt zum spektakulären Sugar Beach, der weltberühmt eingebettet genau zwischen den beiden riesigen Pitons liegt. Hier können wir in dieser einmaligen Kulisse im glasklaren Wasser schnorcheln und einfach die Seele baumeln lassen. Die rasante Rückfahrt mit dem Boot bringt uns schließlich direkt zurück nach Castries. Ein Tag wie aus dem Bilderbuch!

30.12.2023 | Barbados: Schildkröten und Schiffswracks

In Bridgetown lassen wir es etwas ruhiger angehen, aber nicht weniger spektakulär. Wir verbringen einen wunderbaren, entspannten Tag im bekannten Harbour Lights Beach Club an der Carlisle Bay. Mit kühlen Drinks in der Hand genießen wir die lebendige Karibik-Atmosphäre. Das absolute Highlight wartet direkt im Meer: Beim Schwimmen und Schnorcheln vor der Küste begegnen wir majestätischen Meeresschildkrötenund erkunden ein altes, mystisches Schiffswrack, das ganz nah unter der Wasseroberfläche liegt.

31.12.2023 | Martinique & Silvester: Natur pur und der Jahreswechsel

Silvester verbringen wir auf Martinique. Heute erkunden wir die wilde Nordinsel mit dem Ehemann einer deutschen Auswanderin. Diese Tour verlangt uns einiges ab: Wir laufen viel, wandern durch die dichte Vegetation und staunen über die überwältigende Flora und Fauna der Insel. Es ist anstrengend, aber jede Anstrengung wert. Belohnt werden wir am Ende des Ausflugs mit einem wunderschönen, idyllischen Picknick direkt am Strand.

Zurück auf dem Schiff wartet abends die große Silvesterparty. Der Jahreswechsel wird Open Air auf dem Pooldeck unter dem karibischen Sternenhimmel gefeiert – ein unvergesslicher Start ins neue Jahr 2024!

01.01.2024 | Neujahr auf St. Kitts: Entspannung im Regen

Das neue Jahr beginnt in Basseterre zunächst sehr verregnet. Wir machen es uns vormittags an Bord gemütlich und schlafen aus. Gegen Mittag verzieht sich das schlechte Wetter und wir wagen uns von Bord. Ein Taxifahrer bringt uns zu einem nahegelegenen Strand. Die Stimmung ist herrlich unkompliziert: Wir sitzen im Sand, trinken frische Kokosnüsse mit einem guten Schuss Rum und genießen einfach die karibische Gelassenheit am ersten Tag des Jahres.

02.01.2024 | Guadeloupe: Der Traum von Sainte-Anne

In Pointe-à-Pitre angekommen, zieht es uns heute an einen der bekanntesten Strände der Insel: den Plage de Sainte-Anne. Mit seinen geschwungenen Palmen und dem ruhigen, seichten Wasser bietet er die perfekte Kulisse für einen klassischen, tiefenentspannten Karibik-Strandtag.

03.01.2024 | Antigua: Rochen und die berühmte Telefonzelle

Antigua begrüßt uns in St. John's als der spontane Ersatzhafen für Dominica – und enttäuscht uns nicht. Am Vormittag erleben wir ein riesiges Abenteuer: Ein AIDA-Ausflug bringt uns zu den Stachelrochen, die wir im hüfttiefen Wasser hautnah erleben können. Nachmittags nehmen wir uns ein Taxi zum bekannten Strand mit der roten, britischen Telefonzelle (Dickenson Bay). Hier verweilen wir, schießen tolle Fotos und genießen die letzten Züge des karibischen Flairs.

04.01.2024 | St. Martin: Leguane, Flugzeuge und französische Küche

Heute erleben wir bei einer Tour mit einem privaten Anbieter die geteilte Insel mit ihren französischen und niederländischen Facetten. Der Ausflug ist unglaublich abwechslungsreich: Wir machen unter anderem Halt, um die beeindruckenden Leguane aus nächster Nähe zu beobachten. Noch vor den Toren der charmanten Hauptstadt Marigot legen wir einen ganz besonderen Stopp ein: In der Tropic's Beach Bar SXM direkt am Wasser lassen wir uns nieder und genießen eine absolut fantastische französische Küche – ein echter Gaumenschmaus in dieser einmaligen Kulisse!

Gut gestärkt geht es danach weiter in den französischen Hauptort Marigot, wo wir gemütlich verweilen und das karibische Flair auf uns wirken lassen. Ein Pflichtstopp für jeden Kreuzfahrer darf natürlich auch nicht fehlen: Der berühmte Maho Beach. Wir beobachten hautnah die riesigen Flugzeuge, die nur wenige Meter über den Köpfen der Strandbesucher hinwegdonnern – ein absolutes Spektakel! Ein rundum gelungener Tag, bevor es zurück nach Philipsburg aufs Schiff geht.

05.01.2024 | Seetag: Die Erlebnisse sacken lassen

Ein letzter, voller Seetag an Bord der AIDAdiva. Wir nutzen die Zeit, um am Pool zu entspannen, die karibische Sonne ein letztes Mal aufzusaugen, Koffer zu packen und die unzähligen Bilder und Eindrücke der vergangenen Tage im Kopf zu ordnen.

06.01.2024 | Abschied von der Karibik: La Romana – Frankfurt

Am Morgen erreichen wir wieder unseren Ausgangshafen La Romana. Mit einer Menge Sonne im Herzen, unvergesslichen Erinnerungen, dem Geschmack von Rum-Kokosnüssen und Bildern von Schildkröten und Traumstränden im Kopf verabschieden wir uns von der AIDAdiva und treten den Heimweg nach Frankfurt an. Was für eine unvergessliche Traumreise!

Norwegen

Unser Abenteuer im hohen Norden: Mit der AIDAluna Richtung Arktis

Der perfekte Start (26.07.): Hamburg, das Bunker Hotel und Jahrmarktszauber Unser Abenteuer begann eigentlich schon einen Tag vor der offiziellen Kreuzfahrt. Wir wollten Hamburg ganz entspannt erleben und reisten deshalb einen Tag früher an. Für die
Sonja Kürzinger
17.09.2026
5 min Lesezeit

Der perfekte Start (26.07.): Hamburg, das Bunker Hotel und Jahrmarktszauber

Unser Abenteuer begann eigentlich schon einen Tag vor der offiziellen Kreuzfahrt. Wir wollten Hamburg ganz entspannt erleben und reisten deshalb einen Tag früher an. Für die Nacht hatten wir uns ein ganz besonderes Highlight ausgesucht: das neu eröffnet Beisheim-Bunker Hotel auf dem Heiligengeistfeld. Die Architektur ist absolut beeindruckend, und dieses einzigartige Hotelprojekt live zu erleben, hat uns direkt in Urlaubsstimmung versetzt. Nachdem wir eingecheckt und die spektakuläre Aussicht genossen hatten, zog es uns abends nach draußen. Praktischerweise fand direkt vor unserer Haustür der Sommer Dom statt. Zwischen dem Duft von gebrannten Mandeln, blinkenden Lichtern und bester Jahrmarktsatmosphäre läuteten wir unsere Reise gebührend ein.

Tag 1 (27.07. Samstag): Einchecken, Cocktails und das magische Auslaufen

Am nächsten Tag stieg die Vorfreude ins Unermessliche – es ging endlich zum Cruise Center Altona. Der Check-in an der AIDAluna verlief glücklicherweise super schnell und unkompliziert. Kaum an Bord, ließen wir den Stress der Anreise endgültig hinter uns. Unser erster Weg führte uns schnurstracks in die bordeigene Beachbar. Mit ein paar eiskalten Cocktails in der Hand stießen wir auf die kommenden zwei Wochen an, während uns die warme Sommerbrise um die Nase wehte. Danach ging es auf unsere Innenkabine 5330, um in aller Ruhe die Koffer auszupacken und uns häuslich einzurichten.

Der absolute Gänsehaut-Moment des Tages folgte um 18:00 Uhr: das Auslaufen aus dem Hamburger Hafen. Wenn die AIDAluna langsam Fahrt aufnimmt, die Skyline an einem vorbeizieht und die legendäre Auslaufmelodie „Sail Away“ ertönt, ist das einfach jedes Mal wieder wunderschön und rührend. Hamburg zeigte sich von seiner besten Seite, während wir Kurs auf den Norden nahmen.

Tag 2 (28.07. Sonntag): Endlose Weiten auf dem Weg nach Norden (Seetag 1)

Der erste Seetag stand ganz im Zeichen der puren Erholung. Wir ließen den Wecker ausgeschaltet und starteten tiefenentspannt in den Tag. Den Großteil des Tages verbrachten wir in der Ocean Bar. Das Wetter meinte es gut mit uns: Wir konnten herrlich die Sonne genießen, während die AIDAluna sanft durch die Nordsee glitt. Mit Blick auf das endlose Blau des Meeres, einem kühlen Drink in der Hand und netten Gesprächen verflogen die Stunden wie im Flug. Ein perfekter Tag, um die Batterien komplett aufzuladen.

Tag 3 (29.07. Montag): Bergen – Hanseflair, eisige Drinks und Karaoke in der Almhütte

Heute erreichten wir unseren ersten norwegischen Hafen: das wunderschöne Bergen. Die Stadt empfing uns mit ihrer typisch charmanten Kulisse aus bunten Holzhäusern. Neben einem Bummel durch das historische Viertel Bryggen hatten wir uns für diesen Tag ein ganz besonderes Erlebnis vorgenommen: den Besuch der Icebar. Nach den warmen Tagen in Hamburg und an Deck war das ein herrlich verrückter Kontrast. Eingepackt in dicke Thermomäntel betraten wir eine faszinierende Welt komplett aus Eis – sogar die Gläser bestanden aus purem Eis!

Am Nachmittag folgte dann das nächste Highlight direkt im Hafenbecken, als wir völlig unerwartet einen echten Delfin aus nächster Nähe beobachten konnten, der dort seelenruhig seine Bahnen zog. Doch der Tag war damit noch lange nicht vorbei. Zurück an Bord der AIDAluna ging die Post ab: Am Abend zog es uns in die zünftige Almhütte. Bei bester Hüttengaudi-Stimmung stand Karaoke auf dem Programm! Wir sangen und feierten gemeinsam mit den anderen Gästen bis in die Nacht – ein herrlich ausgelassener und genialer Abschluss für unseren ersten Tag in Norwegen.

Tag 4 (30.07. Dienstag): Ålesund – Bimmelbahn-Fahrt, Jugendstil und gemütliche Schiffszeit

Unser nächster Stopp hieß Ålesund – eine Stadt, die für ihre einzigartige Jugendstil-Architektur bekannt ist. Als wir morgens von Bord gingen, zeigte sich das norwegische Wetter leider von seiner typisch ungemütlichen Seite. Es war grau, windig und der Regen ließ nicht lange auf sich warten. Doch davon ließen wir uns die Laune nicht verderben! Um die Stadt trotz des Schmuddelwetters trocken und entspannt zu erkunden, entschieden wir uns spontan für eine Fahrt mit der lokalen Bimmelbahn. Gemütlich im Trockenen sitzend, zogen die wunderschön verzierten Fassaden und Gassen an uns vorbei. Die Bahn brachte uns sogar hinauf zum berühmten Aussichtspunkt auf dem Berg Aksla – auch wenn die Aussicht wolkenverhangen war, hatte die mystische Kulisse ihren ganz eigenen Reiz.

Nach der Fahrt wagten wir uns trotz des Wetters noch einmal zu Fuß los, um am malerischen Brosundet-Kanal entlangzuschlendern. Als uns der Regen dann doch etwas zu sehr in die Knochen gekrochen war, beschlossen wir, den Rückzug anzutreten. Den restlichen Tag machten wir es uns einfach auf der AIDAluna gemütlich, tranken heißen Kaffee und entspannten an Bord, während das Schiffe wieder ablegte.

Tag 5 & 6 (31.07. Mittwoch & 01.08. Donnerstag): Der Sprung in die Arktis (Seetage 2 & 3)

Vor uns lagen nun zwei aufeinanderfolgende Seetage – und je weiter wir nach Norden vorstießen, desto magischer wurde die Atmosphäre. Das Wetter wurde zwar spürbar kühler, aber das Entertainment-Team gab alles und lockte uns mit tollen Pool-Aktionen nach draußen. Trotz der frischen Seeluft war die Stimmung am Pooldeck einfach fantastisch.

Das absolute Highlight dieser beiden Tage war natürlich die offizielle Überquerung des Polarkreises. Dieses Event wurde an Bord standesgemäß mit der traditionellen Polarkreistaufe durch Neptun und seine Gefolgschaft gefeiert – ein riesiger Spaß! Parallel dazu veränderte sich die Natur um uns herum auf spektakuläre Weise. Die Tage wurden unendlich lang, bis die Sonne schließlich gar nicht mehr unterging. Das Phänomen der Mitternachtssonne zog uns komplett in seinen Bann. Es war absolut faszinierend und beinahe surreal, nachts um zwei Uhr bei taghellem Licht an Deck zu stehen und die magische, goldene Ruhe der Arktis zu genießen. Zwei Seetage, die uns tief beeindruckt und perfekt auf Spitzbergen eingestimmt haben.

Tag 7 (02.08. Freitag): Spitzbergen – Ein perfekter arktischer Morgen, Eisbären und das nördlichste Bier der Welt

Schon die Einfahrt am Morgen nach Longyearbyen war einfach nur spektakulär. Wir hatten absolutes Kaiserwetter erwischt – die Sonne strahlte vom stahlblauen Himmel und ließ die schneebedeckten Gipfel magisch glänzen. Ein solcher Tag in der Arktis ist ein seltenes Geschenk, und so ließen wir es uns nicht nehmen, unser Frühstück dick eingepackt im Außenbereich zu genießen. Mit Blick auf die vorbeiziehende, raue Bergwelt und die absolute Stille der Natur zu frühstücken, war ein unbeschreiblicher Gänsehaut-Moment.

Gegen 10:00 Uhr legten wir an. Zuerst machten wir uns zu Fuß auf den Weg in die kleine Stadt, um das arktische Flair auf eigene Faust zu schnuppern und ein bisschen Souvenir-Shopping zu machen. Danach startete unser eigentliches Highlight: Eine exklusive Tour mit einem privaten Guide, der uns die faszinierendsten Ecken der Insel zeigte. Unser Guide brachte uns als Erstes zu dem weltberühmten globalen Saatgutlager, das tief im Permafrostboden verankert ist – ein absolut beeindruckender Anblick. Weiter ging es vorbei am arktischen Flughafen und natürlich durfte auch der obligatorische Stopp am legendären Eisbär-Warnschild für die perfekten Erinnerungsfotos nicht fehlen. Zum krönenden Abschluss dieses grandiosen Ausflugs ließen wir den Tag in der nördlichsten Brauerei der Welt bei einem frisch gezapften, eiskalten Bier gemütlich ausklingen.

Tag 8 (03.08. Samstag): Abschied aus der Hocharktis (Seetag 4)

Nach den unvergesslichen Eindrücken auf Spitzbergen drehte die AIDAluna wieder ab und nahm Kurs zurück nach Süden Richtung norwegisches Festland. Diesen vierten Seetag nutzten wir voll und ganz, um das Erlebte sacken zu lassen, gemütlich auszuschlafen und die Annehmlichkeiten des Schiffs zu genießen, während draußen das Nordmeer gemächlich an uns vorbeizog.

Tag 9 (04.08. Sonntag): Tromsø – Auf Trikotsuche, Pub-Flair und eine ungewöhnlich helle Silent Party

Am Sonntag erreichten wir Tromsø. Das Wetter meinte es gut mit uns, sodass wir uns direkt aufmachten, um die Stadt zu erkunden. Da allerdings Sonntag war, standen wir vor verschlossenen Türen – meine Suche nach einem Fantrikot des lokalen Fußballvereins Tromsø IL blieb leider vergeblich. Davon ließen wir uns die Laune aber nichtgeben. Nach einem Snack am nördlichsten Burger King der Welt trafen wir uns mit Bekannten vom Schiff im urigen „Rorbua Pub“ direkt am Hafen. Bei gemütlicher Atmosphäre testeten wir uns durch die verschiedenen lokalen Biersorten der bekannten Mack-Brauerei.

Am Abend stand an Bord dann das nächste Event-Highlight auf dem Plan: Die beliebte Silent Party auf dem Pooldeck. Kopfhörer auf, Kanal wählen und lostanzen! So genial das Konzept sonst auch ist – dieses Mal kam leider nur wenig Stimmung auf. Uns wurde live bewusst, was es bedeutet, im arktischen Sommer unterwegs zu sein: Es wollte einfach nicht dunkel werden. Zu einer richtigen Silent Party gehört eben auch die passende Club-Atmosphäre, und das Tanzen unter strahlend hellem Himmel fühlte sich einfach ein bisschen zu ungewohnt an. Trotzdem war es eine coole Erfahrung!

Tag 10 (05.08. Montag): Sortland – Ein absoluter Traumtag bei den Rentieren und den Samen

Montagmorgen in Sortland auf den Vesterålen – und das Wetter war einfach die absolute Bombe! Die Sonne strahlte unaufhörlich vom wolkenlosen Himmel, es war angenehm warm und wir hatten das perfekte Kaiserwetter für unseren heutigen Ausflug erwischt: Es ging zu den Rentieren.

Wir besetzten eine traditionelle Rentierfarm der Samen, der Ureinwohner Lapplands. Inmitten der wunderschönen, sonnenverwöhnten Natur bekamen wir von den Samen eine unglaublich spannende Einweisung in ihre Jahrhunderte alte Geschichte, ihre Kultur und ihr faszinierendes Leben im Einklang mit den Rentieren. Das absolute Highlight folgte im Anschluss: Wir durften die Rentiere selbst füttern! Die Tiere waren erstaunlich zutraulich, kamen ganz nah an uns heran und fraßen uns sprichwörtlich aus der Hand. Bei diesem Traumwetter zwischen all den Rentieren zu stehen, war ein echtes Bucket-List-Erlebnis und ein absolut magischer Moment dieser Reise.

Tag 11 (06.08. Dienstag): Die Lofoten – Ein wahrer Traumtag im Inselparadies

Der Dienstag in Leknes reihte sich nahtlos in die Reihe der absoluten Traumtage dieser Reise ein. Schon beim Blick aus dem Fenster zeigte sich das Inselparadies von seiner allerschönsten Seite: Sonne pur, strahlend blauer Himmel und für diese Breitengrade fast schon unglaublich warme Temperaturen! Da die AIDAluna in Leknes auf Reede lag, stand uns zuerst ein kleines maritimes Abenteuer bevor: Das Tendern. Mit den kleinen Beibooten ging es vom Schiff rüber an Land, wo unser Bus für den Tag schon bereitstand. Wir hatten vorab eine Tour über den Anbieter „Meine Landausflüge“ gebucht, um die absoluten Highlights der Lofoten zu entdecken.

Und was war das für eine Fahrt! Der Bus brachte uns vorbei an majestätischen, steil aus dem tiefblauen Meer aufragenden Granitbergen und vorbei an karibisch weißen Sandstränden. Ein wunderschöner Zwischenstopp unserer Tour war der Besuch einer der typischen, idyllischen Kirchen der Lofoten, die sich mit ihrer traditionellen Holzbauweise malerisch in die raue Natur einfügte.

Ein ganz besonderes kulinarisches Highlight wartete am Ende der Straße auf uns: Wir machten Halt in dem winzigen, malerischen Fischerdorf Å. Der Ort besteht fast komplett aus historischen Holzhäusern, und der Duft von frischem Gebäck zog uns magisch an. Mitten im Dorf liegt eine berühmte, uralte Museumsbäckerei aus dem 19. Jahrhundert, die ihre Backwaren noch in einem echten, holzbeheizten Steinofen backt. Dort holten wir uns die legendären, ofenfrischen Zimtschnecken (Kanelsnurrer) – sie waren unglaublich fluffig, noch warm und schmeckten in dieser Kulisse einfach himmlisch!

Gegen Ende der Tour folgte dann das nächste absolute Postkartenmotiv: Wir erreichten das weltberühmte Fischerdorf Reine. Die historischen roten und gelben Holzhäuser vor der gewaltigen, steilen Felswand des Reinebringens zu sehen, war einfach atemberaubend und der perfekte, unvergessliche Abschluss unseres Ausflugs, bevor es zurück zum Schiff ging. Ein rundum gelungener, sonnenverwöhnter Tag!

Tag 12 (07.08. Mittwoch): Seetag – Erholung und die perfekte Revanche in der Anytime Bar (Seetag 5)

Nach dem spektakulären Traumtag auf den Lofoten tat dieser Seetag auf dem Weg zurück nach Süden richtig gut. Wir ließen die Seele baumeln, genossen das Bordleben und ließen die unglaublichen Eindrücke der letzten Tage sacken.

Am Abend stand dann die große Revanche an: Es gab noch einmal eine Silent Party! Dieses Mal hatte die Crew dazugelernt und die Party vom hellen Pooldeck nach drinnen in die Anytime Bar verlegt. Und was soll man sagen? Dieses Mal stimmte einfach alles! In der abgedunkelten Club-Atmosphäre der Anytime Bar kam sofort die richtige Stimmung auf. Mit den Kopfhörern auf den Ohren und dem Wechseln zwischen den Kanälen haben wir dieses Mal so richtig gefeiert und die Tanzfläche zum Beben gebracht. Ein genialer Party-Nachschlag, der den verhaltenen Versuch in Tromsø mehr als wettgemacht hat!

Tag 13 (08.08. Donnerstag): Vik – Ein verregneter Abschied und die Black & White Party zum Finale

Am Donnerstag erreichten wir mit Vik unseren letzten norwegischen Hafen am mächtigen Sognefjord. Da wir auch hier in einem Tenderhafen lagen, ging es mit den kleinen Beibooten an Land. Leider hatte sich das norwegische Kaiserwetter verabschiedet – Vik empfing uns grau und ziemlich regnerisch. Der kleine Ort war sehr beschaulich, sodass wir ganz entspannt ein wenig durch die Straßen bummelten und die Zeit optimal nutzten, um in den lokalen Geschäften die allerletzten Souvenirs für die Heimat zu shoppen. Als es zu ungemütlich wurde, machten wir uns wieder auf den Weg zurück zur AIDAluna.

Dafür wurde es am Abend an Bord umso stylischer: Es stand die legendäre Black & White Party auf dem Programm! Alle hatten sich schick in Schale geworfen – getreu dem Motto komplett in Schwarz und Weiß. Bei genialer Musik, toller Club-Atmosphäre und bester Stimmung feierten wir unseren letzten Abend in den norwegischen Gewässern gebührend. Ein absolut gelungener und eleganter Abschied von einem fantastischen Land!

Tag 14 (09.08. Freitag): Der letzte Seetag – Kofferpacken und Abschiednehmen (Seetag 6)

Der letzte Seetag stand ganz im Zeichen des entspannten Ausklangs. Wir ließen den Tag ruhig angehen und machten uns am Nachmittag ans Kofferpacken in unserer Kabine. Den restlichen Tag und die letzten Stunden an Bord verbrachten wir ganz gemütlich zusammen mit unseren Urlaubsbekannten, die wir auf der Reise ins Herz geschlossen hatten. Bei dem einen oder anderen Drink ließen wir gemeinsam die unzähligen, spektakulären Eindrücke der letzten zwei Wochen noch einmal Revue passieren. Es tat gut, sich auszutauschen und die Reise in so netter Gesellschaft ausklingen zu lassen.

Tag 15 (10.08. Samstag): Zurück in Hamburg

Am Samstagmorgen liefen wir schließlich wieder im Hamburger Hafen ein. Das Abenteuer war vorbei, aber die Erinnerungen an diese einmalige Reise zum Polarkreis, die tollen Erlebnisse und die neuen Freundschaften werden uns noch sehr lange begleiten.

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