

Malediven - mal anders
Die Malediven werden oft mit luxuriösen Wasserbungalows, türkisblauem Wasser und exklusiven Resorts verbunden. Diese bilden – für die meisten meiner Kunden – ein Highlight und once-in-a-lifetime-Erlebnis. Doch es geht auch anders. Ich nehme dich mit auf meine Reise auf die Malediven in der ich zwei Welten kombiniert habe: das ursprüngliche Inselleben auf einer lokalen Insel und anschließend das klassische Resort-Erlebnis.
Anreise: Anflughafen der Malediven ist der Velana International Airport auf der Insel Malé – dem internationalen Drehkreuz der Malediven. Der Flughafen wirkt zunächst überraschend klein, ist aber super organisiert – besonders was den Weitertransfer angeht. Von dort aus kommt ihr mit Speedboat, Inlandsflug oder dem berühmten Wasserflugzeug auf eure Insel.
Tipp: Die An- und Abflugzeiten der internationalen Flüge sollten gut auf die Weitertransfers abgestimmt sein. Besonders Wasserflugzeuge fliegen nur bei Tageslicht, was bei der Reiseplanung unbedingt berücksichtigt werden sollte.
5 Tage Dighura – authentisches Inselleben
Die ersten Tage meiner Kombi-Malediven-Reise verbringen wir auf Dhigurah, einer lokalen Insel im Süd-Ari-Atoll.
Hier erlebt man die Malediven von ihrer ursprünglichen Seite. Kleinere Boutique-Hotels, entspannte Atmosphäre und das echte Inselleben.
Ein besonderes Highlight der Insel ist die Sandbank, die sich weit ins Meer zieht und zu einem Strandspaziergang einlädt. Bei Ebbe kann man hier kilometerweit laufen oder einfach einen entspannten Strandtag einlegen. Dorthin kommt man entweder zu Fuß oder man leiht sich ein Fahrrad aus. Meist werden diese vom Hotel zur Verfügung gestellt. Wir haben es geliebt, durch den bewachsenen kleinen tropischen Dschungel zu radeln. Gerade diese Insel hat mir gezeigt, die Malediven können so viel mehr sein. Schau gerne in mein Reel über die Insel rein: https://www.instagram.com/p/DKhLqKesAGW/ - https://www.instagram.com/p/DLPMIIDsBx4/
Hotel-Tipp: Oasis Dighura, ist ein kleines gemütliches Boutique-Guesthouse mit persönlichem und familiärem Ambiente. Nur wenige Minuten vom Strand entfernt, mit modernen und gut ausgestatteten Zimmern und sehr freundlichem Personal. Die Mahlzeiten werden frisch zubereitet und im Garten serviert. Zudem stehen die Fahrräder vom Hotel kostenfrei zur Verfügung um die Insel zu erkunden.
Restaurant-Tipp: Tasty Wheels – ein kleiner und sehr beliebter Food-Truck auf der Insel. Dort kann man direkt am Strand, leckere lokale Gerichte, Kaffee oder frische Säfte mit Meerblick genießen – besonders schön zum Sonnenuntergang.
5 Tage Dreamland Resort – Malediven pur
Den nächsten Teil unserer Reise verbringen wir im Dreamland The Unique Sea & Lake Resort Spa. Dieses liegt im Baa-Atoll und ist in nur knapp 25 Minuten mit dem Wasserflugzeug erreichbar. Wieder ein weiteres Highlight, was zu einem Malediven-Urlaub dazugehört – ein Transfer mit einem Wasserflugzeug. Die Lage ist besonders bekannt für die Hanifaru Bay, ein UNESCO-Biosphärenreservat, wo man saisonal Mantas und Walhaie beobachten kann.
Im Resort angekommen eröffnet sich uns eine andere Seite der Malediven: Ruhe, Komfort und tropisches Inselparadies. Weiße Strände, türkisfarbene Lagunen und stilvolle Villen erschaffen sofort dieses berühmte „Postkarten-Malediven“-Gefühl. Besonders einzigartig ist, dass sich in der Mitte der Insel ein Südwasser-See befindet, der als Biotop-Pool genutzt wird – das gibt es auf den Malediven nur selten.
Besonders hervorzuheben ist das kulinarische Angebot. Mit Halbpension-Plus genießt man nicht nur abwechslungsreiche Buffets mit internationaler und maledivischer Küche, sondern auch Getränke zu den Mahlzeiten – ein sehr angenehmes und entspanntes Konzept.
Im Resort habt ihr die Wahl zwischen einem Beach- oder Wasser-Bungalow. Beide Bungalows sind mit über 70 m² riesig und bieten viel Platz. Das beinhaltet ein großes Badezimmer, eine Outdoordusche und eine schöne eine Terrasse zum Verweilen. Wir haben uns für den Beach-Bungalow entschieden. Schau dir dazu gerne mein Reel an: https://www.instagram.com/p/DLew6vys9Q7/
Ob Schnorcheln am Hausriff, Tauchen mit dem hauseigenen Tauchcenter, Sonnenuntergänge am Strand oder einfach nur die Ruhe der Insel genießen – hier steht ganz klar das Entschleunigen im Mittelpunkt.
Mein Fazit
Die Kombination aus lokalem Inselleben und Resort macht eine Maledivenreise besonders spannend.
- Auf Dhigurah erlebt man das echte Inselleben, trifft Einheimische und entdeckt traumhafte Natur
- Im Dreamland Resort genießt man anschließend Komfort, Kulinarik und das klassische Maledivengefühl
Gerade diese Mischung aus Authentizität und Luxus zeigt, wie vielseitig die Malediven wirklich sind. Komme gerne auf mich zu, für deine nächste Malediven Reise :)
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Du hast bestimmt schon viel von Teneriffa gehört? Schon länger beeindruckt die Insel viele - doch glaub mir, dieser Ort bietet mehr als nur ein reines Urlaubsziel.
Im Dezember 2025 war ich auf Studienreise mit der Willy-Scharnow Stiftung, in Kooperation mit Condor und Turismo de Tenerife. Obwohl ich die Insel bereits zweimal bereist hatte, war ich von der Landschaft, der Kultur und den Aktivitäten beeindruckt und überrascht, dort trotzdem so viel Neues zu erleben!
Jetzt ein paar Details zum Ablauf…
Anreise: Die Insel verfügt über zwei Flughäfen, einem in Norden (TFN) und einem im Süden (TFS) – die meisten Airlines fliegen jedoch direkt den Süden an, wie z.B. Condor und Eurowings.
Nachdem uns das warme Klima am Flughafen begrüßte, ging es gleich los in den Norden zu unserem ersten Stopp - Puerto de la Cruz. Dort durften wir zwei Nächte im "Hotel Silken Saaj Maar" übernachten.
Hotel-Tipp: Hotel Silken Saaj Maar, Puerto de la Cruz; Feierte 2024 Wiedereröffnung mit Komplett-Renovierung. Modernes Adults-Only Boutique-Hotel, gelegen in erster Meereslinie und direkt an der Promenade. Das Hotel bietet zudem eine Rooftop-Bar mit Pool-, Wellness- und Spa-Bereich, sowie Restaurant. Verpflegung ist somit auch in Halbpension möglich.
Restaurant-Tipp: Fischrestaurant La Cofradía des Pescadores. Direkt in der Innenstadt von Puerto de la Cruz. Es werden einem dort nicht nur frischer Fisch, sondern auch einheimische Spezialitäten wie z.B. Kartoffeln mit Mojo, Gofio oder auch tolle vegetarische Gerichte serviert, die meinen Gaumen verzaubert haben.
Jetzt fragt Ihr Euch bestimmt was Gofio ist? Ein traditionelles kanarisches Grundnahrungsmittel. Feines Mehl aus geröstetem Getreide (meist Mais, Weizen oder Gerste), das seit der Zeit der Ureinwohner (Guanchen) existiert und auf Teneriffa ein wichtiger Bestandteil der Küche ist. Es besitzt sehr viele gesunde Eigenschaften und wird in verschiedener Form in Desserts, Suppen oder Beilagen serviert. Es gehört zu den Dingen, die man auf der Insel unbedingt probieren muss!
1. Tag – Ausflug im Norden.
Ausgeschlafen starteten wir nach dem Frühstück nach Icod de los Vinos zur Besichtigung des längsten Lavatunnels Europas – La Cueva del Viento. Bei der Tour durften wir ein Stück des inneren Tunnels - welcher eine erstaunliche Länge von 17 km hat - erkunden. Das natürlich mit einem erfahrenen Tourguide und passender Ausrüstung wie Helm und Kopflampe. Von der Entstehung und Geschichte des Tunnels und über die verschiedenen Lavaarten haben wir viel gelernt!
Den Mittag haben wir in Garachico verbracht – einem historischen Küstenstädtchen im Nordwesten Teneriffas, das für seine Naturpools und seine tolle Innenstadt bekannt ist. Für die Naturpools war es zu kalt, aber uns erwartete ein 4-Gänge Menü im Restaurant Silogia.
Restaurant-Tipp: Und mein absolutes kulinarischen Highlight! Im Restaurant Silogia wird man herzlich empfangen und mit einem tollen Service verwöhnt. Es werden hauptsächlich Speisen und Weine der Kanaren serviert. Nicht nur die Küche war beeindruckend, sondern auch die Location - denn im selben Gebäude befindet sich das Hotel Quinta, das auch sehr empfehlenswert ist.
Wohl genährt sollte es am Nachmittag nochmal aktiv werden. Wir unternahmen eine E-Biketour durch den westlichen Teil Teneriffas. Geführt von einem Guide und mit guten E-Bikes verlief die Tour zunächst an der Küste entlang mit Blick auf den wilden Atlantik bis hoch in das Inland durch Bananenplantagen und einer Altstadt. Anfangs war der Trail steinig mit Dips und Kurven, was wirklich Spaß machte! Gegen Ende im Inland war der Weg geteert und ging entspannt den Berg hoch und endete im Sonnenuntergang mit tollem Panorama.
2. Tag – Ausflug im Norden und Fahrt in den Süden über den Teide Nationalpark.
Heute ging es in den Loro Parque. Hier wurden wir sehr freundlich empfangen und haben eine persönliche und informative Führung bekommen. Wir durften auch hinter die Kulissen blicken und im Gorillagehege, Vogelhaus und Aquarium viele Tiere beobachten.
Am Mittag fuhren wir mit dem Bus gemeinsam mit einem Guide durch den Teide Nationalpark. Die Fahrt war für mich geprägt von Emotionen, da ich diesen vor Jahren einmal zu Fuß durchquerte. Während der Fahrt erhielten wir viele Informationen über die Insel Teneriffa, sowohl geografischer und historischer Art als auch über den Nationalpark selbst. Wir fuhren dabei über den Wolken, vorbei an Kratern, rot-bräunlichem Gestein, Felsformationen und mit Blick auf den höchsten Berg Spaniens. Beeindruckend fand ich die Vorgehensweise der Regierung mit Permits den Tourismus des Parks zu regulieren. Näher gebracht wurde uns auch, wie sich der Nationalpark durch die Klimaveränderung in den letzten Jahren verändert hat und welche Bedenken für die nächsten Jahren bestehen.
Angekommen im Süden der Insel in Adeje checkten wir im Hovima Costa Adeje Suites ein, welches im Frühjahr teilweise renoviert und erneuert wurde. Die Region ist definitiv touristischer, bietet aber auch hier spannende Ecken zum Entdecken.
3. Tag, Ausflug nach Los Gigantes und Besuch der Biofinca „La Calebacera“
Am letzten Tag stand noch einmal viel an: Wir starteten mit einer Kajaktour an den steilen Felswänden von Los Gigantes. Wirklich traumhaft. Vor dem Rückweg sprangen wir ins Wasser und natürlich musste ich die Gelegenheit nutzen, um etwas zu schnorcheln. Das Meer war frisch aber beim Gedanken an den kalten Winter zuhause, gleich viel wärmer. Nach der Rückkehr stand noch eine Walbeobachtungstour auf dem Plan. Wir hatten die Ehre und durften sogar Grindwale beobachten – wir waren ALLE – fasziniert von diesen wunderbaren Tieren.
Bei unserem letzten Stopp besuchten wir die Biofinca „La Calabacera“. Wir wurden herzlichst von der Besitzerin selbst durch ihre Bananenplantage geführt – natürlich mit Kostprobe. Danach saßen wir alle zusammen und wurden mit ihrem Wein, Früchten und lokal hergestelltem Käse versorgt. Sie erzählte uns auf spanisch die Geschichte der Biofinca und das Konzept dahinter. Alles in allem wirklich ein runder Abschluss der letzten Tage!
Das Alles waren nur drei volle Tage auf der Insel, doch so viel haben wir erlebt! Doch ich kann euch versprechen auch bei ein oder zwei Wochen wird es Euch auf Teneriffa nicht langweilig. Es hat noch so viel mehr zu bieten und es gibt Einiges zu entdecken. Egal, ob das Wandern im Anaga Gebirge, Tauchen an Wracks, Surfen in El Medano oder einfach am Strand der Costa Adeje entspannen.
Falls Dich dieser kleine Reisebericht inspiriert hat, würde es mich sehr freuen, zusammen mit Dir Deine Reise nach Teneriffa zu realisieren.

Botswana/Sambia und Simbabwe
Vor einer Afrika-Reise sind die meisten wahrscheinlich etwas aufgeregt, da man sich abseits der gewöhnlichen Reiserouten bewegt… Und mit Recht! Faszinierender geht es kaum.
Für mich ist der Kontinent als solcher zwar keine neue Destination, aber ich war vorher weder in Botswana, noch in Sambia, deshalb war die Freude groß. Im Oktober 2023 ging es los auf die 14-tägige Individualreise mit einer Freundin, die wir schon lange unternehmen wollten. Folgt uns hier einmal quer durch Botswana mit dem Endziel an den berühmten Victoria-Wasserfällen in Sambia und Simbabwe.
Gelandet sind wir an einem kleinen Flughafen in Maun, von wo aus unsere abenteurerliche Reise starten sollte. Hier gibt es zahlreiche Aktivitäten, die direkt vor Ort angeboten werden.
Eine der wahrscheinlich einzigartigen wäre der Flug über das Okavango Delta. Die Monate Juni bis September bieten mit dem höchsten Wasserstand die besten Bedingungen für Mokoro-Touren und Tierbeobachtungen. Die Trockenheit lockt dann riesige Tierherden an die Wasserstellen. Den Flug haben wir uns für das nächste Mal aufgehoben. Solltet ihr jedoch zur passenden Zeit reisen, kann ich euch diesen nur ans Herz legen!
Hotel-Tipp: Thalamakane River Lodge
Etwa 20 Minuten von Maun entfernt ist diese Lodge perfekt als Basis für Safaris in das Moremi Game Reserve oder ins Herz des Okavango-Deltas. Sie bietet 32 Chalets direkt am Fluss mit separatem Pool, perfekt für Paare oder kleine Familien. Vom Restaurant aus, in dem man hervorragendes Landestypisches, aber auch westliches Essen, zu jeder Tageszeit bekommt, hat man einen hervorragenden Blick auf die über dem Fluss untergehende Sonne.
Die ersten Nächte verbrachten wir hier und machten von der Lodge aus einen Tagesausflug ins Moremi Game Reserve. Wir hatten Glück: weil es sehr ruhig war, waren wir die einzigen Gäste auf dem Game Viewer – einem offenen Safari-Fahrzeug/4x4-Geländewagen – mit dem wir früh am Morgens in den Nationalpark aufbrachen. Begleitet wurden wir von einem qualifizierten Guide, der uns sicher über die unbefestigten Wege des Parks navigierte. Wir machten mehrere Pausen an atemberaubenden Orten mitten in der Natur, wo wir bequem auf gemütlichen Campingstühlen sitzend unser von der Lodge gestelltes Frühstück, sowie Mittagessen, Snacks, Kaffee und Tee genießen durften. Gegen späten Nachmittag waren wir wieder zurück an der Lodge und konnten es nicht fassen, wie viele Wildtiere wir zu sehen bekommen hatten. Unser schönster Moment ereignete sich kurz vor Verlassen des Reserves, als sich ein Löwenpaar direkt vor uns auf die Straße legte. Wunderschöne Tiere.
Ich würde euch raten, lockere, bequeme Sachen anzuziehen (keine grellen Farben und auf keinen Fall weiß), die eure Haut vor der Sonne schützen, in denen euch jedoch nicht zu warm wird. Eine leichte Jacke für die frühen Morgenstunden und Wanderschuhe für die Pausen sind ebenfalls empfehlenswert. Sonnenschutz und Moskitospray nicht vergessen.
Zum Moremi Game Reserve:
Es gilt als eines der schönsten und vielfältigsten Wildschutzgebiete Afrikas. Es ist landschaftlich vor allem durch den Übergang vom trockenen Festland in die verzweigten Wasserwege des Okavango Deltas geprägt.
In den östlichen Gebieten fährst du überwiegend durch dichte Wälder und offene Akazien-Savannen. Je weiter man jedoch nach Westen und Norden vordringt, desto dominanter wird das Wasser: Hier prägen weite Überflutungsebenen, tiefblaue Lagunen und schmale Kanäle das Bild.
Was die Tierbeobachtung angeht, bietet das Reservat eine sehr hohe Dichte. In den Waldgebieten sieht man häufig große Elefantenherden und verschiedene Antilopenarten. Die trockeneren Inseln sind bekannt für ihre Raubtierpopulationen, insbesondere Löwen, Leoparden und die seltenen Afrikanischen Wildhunde. An den permanenten lassen sich zudem Flusspferde, Krokodile und eine enorme Vielfalt an Wasservögeln beobachten.
Unser nächster Stopp sollte das Okavango-Delta selbst sein. Da wir gerne mittendrin sein wollten, wechselten wir die Unterkunft.
Hotel-Tipp: Guma Lagoon Camp
Das Guma Lagoon Camp liegt am nordwestlichen Rand des Okavango-Deltas in Botswana, direkt am Ufer der weiten Guma-Lagune. Es ist besonders als Paradies für Angler und Vogelbeobachter bekannt und bietet einen authentischen, naturnahen Aufenthalt fernab der luxuriösen Safari-Lodges. Es gibt Übernachtungsmöglichkeiten für unterschiedliche Budgets: Canvas Chalets (geräumige Hauszelte auf Holzplattformen mit eigenem Bad, Moskitonetzen und einer Veranda, die direkt auf die Lagune blickt) und Camping (schattige Stellplätze unter großen Bäumen mit privaten Sanitäranlagen für Selbstfahrer). Zur Verpflegung gibt es Optionen für Selbstversorger (mit Gemeinschaftsküche) sowie Vollpension mit festen Menüs, die auf einem Deck über dem Wasser serviert werden.
Von hier aus planten wir einen Mokoro-Trip mitten ins Delta. Wieder früh starteten wir die Tour direkt am Steg des Guma Lagoon Camps. Im traditionellen Mokoro (einem sehr flachen, hölzernen Kanu gemacht aus einem einzelnen Stamm) glitten wir, von einem erfahrenen Poler geschoben, lautlos von der offenen Lagune in das verzweigte Kanalsystem des Okavango-Deltas. Eine Stunde später befanden wir uns tief im Labyrinth aus Papyrus und Seerosen. Für unser Mittagessen und eine kurze Kaffeepause hielten wir auf einer Insel an und konnten die Weite auf uns wirken lassen. Gemeinsam mit unserem Guide gingen wir in der prallen Sonne zu Fuß auf Erkundungstour und konnten in der Ferne Elefanten, Zebras und Antilopen beobachten. Auf dem Rückweg trafen wir immer wieder auf einzelne Flusspferde, die respekteinflößend aus dem Wasser schauten.
Wer keine Lust auf einen langsamen Mokoro-Trip hat (obwohl ich diesen absolut vorziehen würde) hat auch die Option, das Delta per Motorboot zu erkunden oder einen Helikopter-Rundflug zu machen.
Mit einem Transfer ging es für uns nach Nata, wo wir vor allem die berühmten Salzpfannen und die Nata Bird Sanctuary besichtigten wollten.
Hotel-Tipp: Nata Lodge
Die Nata Lodge liegt sehr nahe an den Salzpfannen und bietet eine Auswahl von strohgedeckten Holz-Chalets (oft mit Außendusche) und großen Safari-Zelten mit eigenem Bad bis hin zu einem schattigen Campingplatz. Es gibt einen palmengesäumten Außenpool, ein Restaurant, eine Bar und einen Souvenirladen.
Den Vormittag verbrachten wir mit einer Kanu-Tour am nahegelegenen Fluss der sich hervorragend zur Vogelbeobachtung eignet. Nachmittags starteten wir unseren Ausflug in die Sowa-Pfanne (Teil der Makgadikgadi-Salzpfannen) von der Nata Lodge aus. Die kurze Fahrt im Safari-Fahrzeug führte zum nahegelegenen Nata Bird Sanctuary, einem kommunal geführten Schutzgebiet, das eine faszinierende Mischung aus Grassavanne und gleißend weißer Salzkruste bietet. Während der Fahrt konnten wir Gnus, Antilopen wie Kudus oder Springböcke und riesige Kolonien von Flamingos und Pelikanen beobachten. Der Höhepunkt des Ausflugs war aber das Erreichen der weiten, ebenen Pfanne: Hier verschwimmen Himmel und Erde am Horizont zu einer surrealen, weißen Unendlichkeit. Pünktlich zum Sonnenuntergang servierte uns unser Guide einen Sundowner (lokales Bier) direkt auf dem Salz. Dieser Sonnenuntergang war einer unserer Höhepunkte in Botswana.
Von Nata kamen wir mit einem weiteren Transfer gemütlich nach Kasane, unser nächster Stopp, den wir vor allem wegen dem Chobe Nationalpark wählten. Kasane selbst ist ein faszinierender Ort. Hier kommt es einem so vor, als würden Natur und Menschen zusammengehören, da z.B. Warzenschweine auf den Straßen völlig normal sind.
Hotel-Tipp: Chobe Safari Lodge
Die Lodge ist eine der traditionsreichsten Unterkünfte im Norden Botswanas am Chobe-Fluss, direkt an der Grenze zum Nationalpark. Sie verfügt über 46 Safari-Zimmer, 22 Flusszimmer mit Gartenblick sowie acht strohgedeckte Rundhütten. Es gibt zudem einen eigenen Campingplatz für Selbstfahrer. Die Lodge bietet ein Open-Air-Restaurant mit Buffet sowie die bekannte Sedudu Bar, von der aus man den Sonnenuntergang über dem Fluss beobachten kann. Zur Anlage gehören zwei Außenpools, ein Spa-Bereich (Kwa Maningi Spa) und ein kleiner Souvenirshop.
Am Nachmittag legen wir direkt an der Lodge zur Flusssafari ab. Mit dem Boot fuhren wir etwa 8 bis 10 Kilometer flussaufwärts in den Park. Vom Wasser aus hatten wir einen Logenplatz: Riesige Elefantenherden, die zum Trinken ans Ufer kamen, Flusspferde direkt neben dem Boot und reglos dösende Krokodile im Schlamm. Der Wendepunkt lag nahe der Sedudu-Insel (die Genze von Botswana, Sambia und Namibia) bevor wir pünktlich zum Sonnenuntergang mit Blick auf die glutrote Spiegelung im Wasser zurückkehrten.
Früh am nächsten Morgen starteten wir die Safari wieder im offenen 4x4-Geländewagen und folgten, mit unserem Guide am Steuer, den sandigen Pisten entlang des Ufers und durch dichtes Waldland. Diesmal war unser Wagen mit acht Leuten voll besetzt. Wir suchten die Büsche nach Löwen und Leoparden ab, während wir immer wieder an Aussichtspunkten hielten, um den weiten Blick über die Floodplains und auf Elefantenherden zu genießen. Am Nachmittag erreichten wir glücklich wieder Kasane und hatten viele neue Eindrücke gewonnen.
Ich würde euch auf jeden Fall beide Safari-Varianten empfehlen, um den Abwechslungsreichtum des Chobes auskosten zu können.
Zum Chobe Nationalpark:
Der Park im Norden Botswanas ist weltberühmt für seine enorme Dichte an Wildtieren, insbesondere für seine Elefantenpopulation, die mit geschätzten 50.000 Tieren als eine der größten Afrikas gilt. Er ist landschaftlich extrem abwechslungsreich und in vier Hauptgebiete unterteilt: Chobe Riverfront (besonders in der Trockenzeit spektakuläre Tiersichtungen direkt am Wasser), Savuti (rauer, abgelegener im Westen mit dynamischen Wasserläufen und hoher Dichte an Raubtieren wie Löwen, Hyänen und Leoparden), Linyanti-Sümpfe (im Nordwesten ähnelt diese Region dem Okavango Delta, Paradies für Vogelliebhaber), Nogatsaa (heißes, trockenes Hinterland mit Pfannen).
Von Kasane aus ging es nur den kurzen Weg über die Landesgrenze nach Sambia mit dem Ziel: Livingstone. Livingstone ist das touristische Zentrum und die Abenteuer-Hauptstadt Sambias und liegt im äußersten Süden des Landes, direkt an der Grenze zu Simbabwe. Die Stadt ist vor allem als Tor zu den spektakulären Victoriafällen bekannt.
Hotel-Tipp: Chundukwa River Lodge
Die Lodge verbindet ein "Farm-Stay"-Erlebnis mit klassischer Safari-Atmosphäre. Da sie abseits des touristischen Trubels von Livingstone liegt, bietet sie viel Ruhe und Panoramablick auf den Fluss. Die zwei Unterkunftsvarianten sind 5 Riverside Chalets (offen gestaltete Chalets mit Reetdächern und direktem Blick auf den Sambesi) und das Chundu Cottage (privates Haus mit drei Schlafzimmern, eigenem Pool und Personal). Möglich sind hier Reitsafaris, Flusserlebnisse und verschiedene Tagesausflüge. Im eigenen Restaurant wird ein "Farm-to-Fork"-Konzept verfolgt, bei dem frische Zutaten direkt aus dem eigenen Garten oder von Nachbarn verwendet werden.
Restaurant-Tipp: Kubu Café Livingstone
Kombination aus Café, Restaurant und Craft-Shop, bekannt für seine entspannte Atmosphäre und den "besten Kaffee der Stadt". Es gibt Frühstück, Brunch, Mittag- und Abendessen mit einer interessanten Mischung aus internationaler und lokaler Küche. Besonders genossen haben wir hier die wirklich leckeren Kuchen und das vegetarische Curry! Angeschlossen ist ein kleiner Laden, der lokale Produkte wie Fleisch, Milchprodukte und süße handgefertigte Souvenirs verkauft.
Unsere Tage in Livingstone verbrachten wir in unterschiedlichster Art und Weise am Fluss und den Wasserfällen und die meisten waren geprägt von Nervenkitzel. Ein Must-See sind natürlich die Victoriafälle von oben – wenn ihr könnt einmal von Sambia und einmal von Zimbabwe aus. Dafür haben wir uns einen kompletten Tag Zeit genommen, weil die Aussicht es einfach wert ist.
Am kommenden Tag setzten wir per Boot zur Insel Livingstone Island über, von wo aus wir zum berüchtigten Devil’s Pool wateten und schwommen. Direkt an der Abbruchkante der Fälle liegend trennte uns nur eine schmale Felskante vom 100 Meter tiefen Abgrund. Das Tosen des herabstürzenden Sambesi ist ohrenbetäubend, während wir gesichert durch Guides den Blick in die Tiefe wagten – ein surrealer Moment zwischen Angst und purer Freude! Eine weitere absolut einmalige Erfahrung, wenn man den ultimativen Adrenalinkick sucht.
Nicht weniger aufregend ist jedoch das berüchtigte Sambesi-Rafting. Der Abstieg in die Bakota-Schlucht zum White Water Rafting ist nur der Anfang. Unten angekommen, wirken die Felswände bedrohlich hoch. In den nächsten Stunden bezwungen wir in unsere Rafts, zusammen mit unseren Guides, einige der weltweit wildesten Stromschnellen. Nicht zu vergleichenn mit irgendetwas, was wir zuvor gemacht hatten. Am Ende der Tour ist man erschöpft und nass, aber voller Adrenalin und glücklich.
Nach diesen letzten aufregenden Tagen ging es für uns vom internationalen Flughafen in Livingstone aus wieder nach Hause.
Falls dich mein Reisebericht inspiriert hat, würde es mich sehr freuen, zusammen mit dir Deine Reise in die Weiten Afrikas zu realisieren.




