

Meine Top 5 Kreuzfahrtausflüge
Mehr als 15 Kreuzfahrten in den vergangenen vier Jahren haben mich auf die unterschiedlichsten Kontinente geführt. Dabei durfte ich faszinierende Landschaften, beeindruckende Bauwerke und unvergessliche Momente erleben. Natürlich gäbe es noch viele weitere Orte, die einen Besuch wert sind. Diese fünf Landausflüge sind mir jedoch besonders in Erinnerung geblieben und gehören für mich zu den absoluten Highlights.
1. Stonehenge – Mystik in Südengland
Southampton war für mich der Ausgangspunkt eines Ausflugs zu einem der geheimnisvollsten Orte Europas: Stonehenge. Bereits die Anfahrt dauert mit dem Bus nur rund 75 Minuten. Als ich schließlich vor den gewaltigen Steinen stand, wurde mir bewusst, warum dieser Ort Menschen seit Jahrtausenden fasziniert. Es ist schwer zu beschreiben, welche besondere Atmosphäre dort herrscht.
Ich entschied mich damals für einen von der Reederei organisierten Ausflug. Wer lieber individuell unterwegs ist, kann Stonehenge aber auch problemlos auf eigene Faust besuchen. Mit dem Zug geht es von Southampton nach Salisbury, von dort fahren regelmäßig Shuttlebusse direkt zum Besucherzentrum. Für den Aufenthalt am Steinkreis würde ich mindestens 90 Minuten einplanen. Diese Zeit hatte ich auch während meines Ausflugs – und sie war genau richtig, um die besondere Stimmung auf sich wirken zu lassen.
2. Sagrada Família – Barcelonas unvollendetes Meisterwerk
Barcelona gehört für mich zu den schönsten Kreuzfahrthäfen im Mittelmeer. Besonders überrascht hat mich die kurze Entfernung zwischen Hafen und Innenstadt. Während man in anderen Städten oft lange Transferzeiten in Kauf nehmen muss, ist man hier innerhalb kürzester Zeit mitten im Geschehen. Vom Kreuzfahrtterminal gelangt man entweder mit dem Shuttle der Reederei oder günstiger mit dem Cruise Bus zum Columbus-Denkmal. Von dort sind die berühmte Flaniermeile La Rambla und zahlreiche Sehenswürdigkeiten bequem erreichbar.
Bei einem meiner Aufenthalte zog es mich zur weltberühmten Sagrada Família. Obwohl Antoni Gaudí bereits 1926 starb, wird bis heute an seinem Lebenswerk gebaut. Gerade das macht diese Kirche für mich so besonders. Schon von außen wirkt sie überwältigend. Ich habe mich damals bewusst für eine Außenbesichtigung entschieden und war dennoch beeindruckt. Die unzähligen Details der Fassade, die gewaltigen Türme und die außergewöhnliche Architektur ziehen einen sofort in ihren Bann. Wer das Innere besichtigen möchte, sollte Eintrittskarten möglichst im Voraus buchen, denn besonders an Kreuzfahrttagen sind die Wartezeiten oft lang.
3. Mit dem Boot durch den Lysefjord
Norwegen und seine Fjorde gehören für mich zu den schönsten Landschaften Europas. Viele Fjorde erlebt man bereits vom Kreuzfahrtschiff aus, doch eine Bootsfahrt durch den Lysefjord ist noch einmal etwas ganz Besonderes.
Direkt in Stavanger, nur wenige Schritte vom Kreuzfahrtterminal entfernt, starten die Ausflugsboote. Natürlich waren die Plätze auf dem Außendeck heiß begehrt – und genau dort wollte ich sitzen. Der frühe Einstieg hat sich definitiv gelohnt.
Während der rund dreistündigen Fahrt zeigte sich die beeindruckende Natur von ihrer schönsten Seite. Steil aufragende Felswände, tosende Wasserfälle und glasklares Wasser sorgten dafür, dass ich die Kamera kaum aus der Hand legen konnte. Einer der Höhepunkte war der Blick auf den berühmten Preikestolen. Die rund 600 Meter hohe Felsplattform wirkt vom Wasser aus noch imposanter als auf Fotos. Für mich zählt diese Tour zu den schönsten Naturerlebnissen, die ich auf einer Kreuzfahrt erleben durfte.
4. Sonnenaufgang in der Wüste von Dubai
Es gibt Momente, die vergisst man nie. Mein Sonnenaufgang in der Wüste von Dubai gehört definitiv dazu. Noch vor fünf Uhr morgens wurde ich direkt am Kreuzfahrtterminal abgeholt. Nach einer etwa halbstündigen Fahrt erreichten wir die Wüste. Es folgte eine rasante Fahrt mit dem Geländewagen durch die Dünen. Sie war aufregend, manchmal auch etwas schweißtreibend, aber jederzeit sicher.
Dann wurde es plötzlich ganz still. Langsam stieg die Sonne über den Dünen auf und tauchte den feinen Sand in warme Gold- und Orangetöne. Innerhalb weniger Minuten veränderte sich die gesamte Landschaft. Dieser Augenblick hatte etwas Magisches. Das anschließende traditionelle arabische Frühstück mitten in der Wüste machte das Erlebnis perfekt. Besonders gefallen hat mir, dass wir nur zu dritt unterwegs waren. Die kleine Gruppengröße sorgte für eine ruhige Atmosphäre und machte diesen Ausflug nur noch persönlicher und fühlbarer. Genau deshalb empfehle ich, bei der Buchung nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Größe der Gruppe zu achten.
5. Die Feuerberge von Lanzarote
Kaum ein Ort hat mich landschaftlich so überrascht wie der Nationalpark Timanfaya auf Lanzarote. Schon während der Fahrt durch die Vulkanlandschaft fühlte ich mich wie auf einem anderen Planeten. Die Feuerberge entstanden durch gewaltige Vulkanausbrüche im 18. Jahrhundert und prägen bis heute das Landschaftsbild der Insel. Schwarze Lavafelder, rote Gesteinsformationen und scheinbar endlose Weiten schaffen eine Kulisse, die man mit Fotos kaum einfangen kann.
Erst wenn man selbst dort steht, erkennt man die gewaltige Kraft der Natur. Genau dieses Gefühl hat mich nachhaltig beeindruckt. Deshalb gehört der Timanfaya-Nationalpark für mich zu jedem Lanzarote-Besuch dazu. Ob als Ausflug über die Reederei oder mit einem lokalen Anbieter – dieses Naturwunder sollte man sich keinesfalls entgehen lassen.
Mein Fazit
Jede Kreuzfahrt lebt von ihren Landausflügen. Manche beeindrucken durch spektakuläre Bauwerke, andere durch einzigartige Natur oder unvergessliche Erlebnisse. Genau diese Mischung macht für mich den Reiz des Reisens aus. Es gibt nicht nur ´auf eigene Faust´ oder nur den Reederei Ausflug: Vergleichen hilft und mitunter auch ein bisschen treiben lassen. Ich helfe gerne weiter und gebe Tipps und Erfahrungen an meine Kunden weiter. Zusammen finden wir das beste Ausflugsprogramm für die nächste Traum-Kreuzfahrt!
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Kennt ihr das? Man bereist ein Reiseziel und aus einem einmaligen Erlebnis wird eine Leidenschaft – und schon verliebt man sich in Land und Leute. So in etwa ist es mir mit dem gesamten westlichen Mittelmeerraum ergangen. Sei es die Costa Brava in Spanien mit dieser wunderbaren und einmalig aufregenden Metropole Barcelona, Mallorca mit seiner Abwechslung, die Toskana mit ihren kulturellen Highlights in Pisa oder Florenz – seit meiner ersten Kreuzfahrt im Juni 2022 ist das westliche Mittelmeer für mich immer wieder eine Reise wert.
Erneut ins westliche Mittelmeer - wo die (Kreuzfahrer-)Liebe finfällt
Vielleicht lag es auch daran, dass ich auf meiner allerersten Kreuzfahrt 2022 mit der damals noch tau(f)frischen AIDAcosma ausgerechnet eine Woche erwischt hatte, in der sowohl in Rom als auch in der Toskana eine Hitzewarnung von über 40 Grad ausgesprochen wurde und ich mich damals entschied, keine Ausflüge zu absolvieren. Vernünftigerweise. Denn zu der Zeit kursierte auch immer noch Covid-19 und sorgte hier und da für Einschränkungen. Ich beließ es dabei, auf eigene Faust in La Spezia ein leckeres Eis und einen Cappuccino in einer Gelateria zu genießen und im Hafen von Rom, in Civitavecchia, ein wenig durch die zugegeben langweilige Einkaufsstraße zu schlendern. Einzig im korsischen Ajaccio, wo das riesige Schiff inmitten der Stadt festmachte, und in Barcelona ließ ich es mir nicht entgehen und absolvierte eine dreistündige Stadtrundfahrt mit AIDA. Übrigens würde ich das heute definitiv nicht wieder machen, da Barcelona zu den Städten zählt, die man auf eigene Faust am besten erkunden kann. So gut ist in der Stadt von Antoni Gaudí der öffentliche Nahverkehr oder auch das Netz an Tourismusbussen.
Ein Jahr später, im Juni 2023 – zwischendurch war ich erneut mit AIDAcosma 14 Tage im Orient unterwegs – sollte erneut das westliche Mittelmeer Ziel meiner Kreuzfahrt sein. Elf Tage ging es mit der kleineren und umso familiäreren AIDAstella erneut von Mallorca aus zu bekannten (Rom & Barcelona) und für mich neuen Orten. Früh morgens ging es per Flieger ab Hamburg nach Mallorca; zweieinhalb Stunden später war ich in der Vormittagshitze der Balearen angekommen. Nachdem ich recht schnell das Schiff betreten konnte, machte ich mich noch mal auf in die Stadt. Ich schlenderte durch die Altstadt Palmas. 2003 war ich schon einmal für mehrere Tage am Ballermann und machte damals eine kurze Bustour zur so imposanten Kathedrale. Nun, 20 Jahre später, war es dann noch mal quasi Neuland für mich, die Altstadt in all ihrer Schönheit an diesem sehr heißen Tag mit über 35 Grad zu bestaunen.
Vorbei an der beeindruckenden Skyline von Palma: Sail away als Highlight
Wer schon mal in Palma eine Kreuzfahrt begonnen hat, wird wissen, was ich meine: Das Auslaufen am späten Abend gegen 22:00 Uhr aus der Bucht von Palma heraus ist sicherlich eines der Highlights aller Kreuzfahrten, die man vor allem im europäischen Raum absolvieren kann. Die herrlich illuminierte Kathedrale, allgemein die Skyline von Palma, vorbei an zahlreichen anderen schönen Spots – da bleiben manche Augen nicht trocken.
Es folgte ein Seetag – ich liebe Seetage am ersten ganzen Tag auf dem Schiff. Man kann sich mit einigen Dingen vertraut machen, vielleicht noch mal das ein oder andere Organisatorische (Termin für eine Massage, Tischreservierung im Restaurant etc.) erledigen. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Außenbereich des Belladonna Restaurants habe ich gleich das herrlich große Pooldeck für mich entdeckt. Abends genoss ich den herrlichen Sonnenuntergang.
Am nächsten Morgen erreichten wir den Norden Sardiniens und legten in der kleinen, aber mondän anmutenden Hafenstadt Olbia an. Eine kurze Busfahrt vom etwas außerhalb gelegenen Hafen an die Stadtmauer und schon machte ich mich auf eigene Faust auf, die schöne Fußgängerzone mit ein paar tollen Cafés und Boutiquen zu besichtigen. Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen, noch einen leckeren sardischen Kaffee zu probieren, ehe ich mich wieder zurück aufs Schiff machte. Genau diese Tage und kleinen Ausflüge in die Stadt machen für mich eine Kreuzfahrt (auch) aus.
Team auf eigene Faust oder Team Reedereiausflug?
Einige Mitreisende berichteten mir abends, sie seien mit einem Bus acht Stunden über die Insel gefahren und hätten gewiss tolle Fotomotive an Steilküsten, an Stränden und im Gebirge gehabt. Circa sieben Stunden saß man allerdings im Bus bei herrlichen Temperaturen um 25 bis 28 Grad und strahlendem Sonnenschein. Sicherlich bietet Sardinien mehr als die Fußgängerzone einer kleinen Hafenstadt – dennoch bin ich mit diesen kleinen Spaziergängen auf eigene Faust und im eigenen Tempo immer gut bedient.
Der nächste Abend stand an. Auf dem Pooldeck war ein DJ-Battle der drei an Bord auflegenden Club-DJs – wow, was für eine Party! Jung und Alt tanzten mit und feierten bis tief in die Nacht. Die Überfahrt im Tyrrhenischen Meer nach Neapel verlief so noch mal kurzweiliger.
Am nächsten Morgen schlief ich ein wenig länger. Gegen Mittag machte ich mich auf, um in Neapel einen Geheimtipp zu entdecken. Lediglich sechs Gehminuten entfernt, auf einem eigentlich unscheinbaren Parkplatz, traf ich auf einen lokalen Anbieter, der in einem alten, umgebauten VW-Bulli im Stile eines Hop-on-Hop-off-Busses Sightseeing-Ausflüge von circa zweieinhalb Stunden anbot. Den deutschen beziehungsweise englischen Audioguide schenkte ich mir aufgrund des authentischen Drumherums, sodass ich über zwei Stunden bestens unterhalten wurde und zudem eine tolle Aussicht auf Napoli hatte.
Italiens Metropolen: Neapel und Rom
Knapp sechs Wochen vorher war der heimische SSC Neapel noch italienischer Fußballmeister geworden; das himmelblaue Heimtrikot der Napolitaner gehörte zum gelebten Modeaccessoire bei Jung und Alt – so etwas habe ich als Fußballfan selten gesehen. Ähnlich erging es mir mit der abendlichen Ausfahrt aus dem Golf von Neapel vorbei an der Insel Capri. Der Tag war genial.
Der nächste Morgen brach an: Dieses Mal war frühes Aufstehen angesagt, denn ich machte mich mit einem lokalen Anbieter in einem Kleinbus von Civitavecchia auf in die ewige Stadt Rom. Der Vatikan, Piazza Navona, das Pantheon, der Trevi-Brunnen, das Forum Romanum und natürlich auch das Kolosseum standen auf dem Programm. Trotz des Wetters von über 35 Grad in der Stadt war die italienische Metropole sehenswert. Aufgrund des klimatisierten Fahrzeugs, welches mich und meine Mitreisenden quasi fast direkt vor die jeweilige Attraktion chauffierte, war es ein ganz besonderer Tag in einer wirklich beeindruckenden Stadt. Wahnsinn, wie viele Hauptattraktionen man doch in dieser kurzen Zeit zu sehen bekam, ohne richtig gehetzt zu sein.
Abends stand dann im Brauhaus ein echtes Highlight dieser Reise an. Wer mich kennt, weiß, dass ich Karaoke liebe, bei jedem Lied laut mitsinge und natürlich auch selbst zum Mikrofon greife. Bisher ist niemand geflüchtet. Allerdings befürchte ich, dass das weniger am Gesang als an der ausgelassenen Stimmung lag. Egal! Die nächste Brauhaus-Party mit Karaoke ist meine!
Der vierte und letzte Hafen in Italien stand an. In Livorno machte AIDAstella fest. Anders als ein Jahr zuvor, als wir ja bekanntlich in La Spezia Halt machten. Großer Vorteil in Livorno ist die Nähe zu Pisa, denn die kulturelle Hauptstadt der Toskana ist nur knapp 20 Kilometer vom Hafen entfernt.
Mit Bummelbus und Bimmelbahn durch Pisa
Ich entschied mich für einen Ausflug mit AIDA inklusive einer Bimmelbahn-Tour. Allerdings frage ich mich immer noch, warum der Transferbus vom Schiff bis nach Pisa über eine Stunde brauchte, obwohl wir nirgends im Stau standen. Vielen Mitreisenden störte es umso mehr, denn sie hatten einen Besuch im Schiefen Turm geplant, teilweise auch noch in den anderen Sehenswürdigkeiten auf der Piazza dei Miracoli, dem Baptisterium und dem Dom von Pisa. Die Zeit reichte jedoch hinten und vorne nicht aus und so war der Frust bei den Mitreisenden doch relativ groß.
Mir war das Innere nicht so wichtig, sodass ich mich mit den vorhandenen 90 Minuten vor Ort durchaus arrangieren konnte und sogar noch die Zeit blieb, in einem Straßencafé ein leckeres Eis zu genießen. Ich habe mein Foto vom Schiefen Turm – und darauf kam es mir an.
Nach vier Tagen mit vollem Programm war ich doch ziemlich erschöpft und entschied mich dafür, den nächsten Hafen Cannes in Südfrankreich auszulassen. So besuchte ich erstmals den Wellnessbereich auf Deck 12. Herrlich gelegen, überzeugte mich vor allem der offene Himmel über der Wellnessoase und der Ausblick am Bug des Schiffes.
Es folgte eine kurze Überfahrt nach Marseille, wo ich mich wie alle anderen Gäste auch auf den vorhandenen Shuttle der Reederei verlassen musste, um in die Stadt zu kommen. Der Hafen ist immerhin sieben Kilometer vom Stadtzentrum beziehungsweise vom illustren Alten Hafen entfernt.
Toller Ausblick über Marseille
Auch hier war ich spontan allein unterwegs und entschied mich spontan für eine Fahrt mit dem Tren Touristique, einer Bimmelbahn, die zur Notre-Dame de la Garde führen sollte. So ging es dann hoch auf den Berg, wo sich die eindrucksvolle Kirche befand. 20 Minuten Aufenthalt und einen herrlichen Ausblick später ging es wieder rasant den Berg hinunter.
Sicherlich hätte es sich auch gelohnt, noch in den Seitenstraßen der Metropole Südfrankreichs ein wenig zu bummeln, doch hatte ich mich nachmittags für eine Massage entschieden. Auch an diesem Abend ging es auf dem Pooldeck laut zu. Auf dem Programm stand „Crew meets Band“. Mitglieder der Crew interpretieren hier Coversongs mit der schiffseigenen Band – da erkennt man oft das ein oder andere Talent, wenn z. B. die Servierkraft aus dem Brauhaus auf einmal Tina Turners „Simply the Best“ wiedergibt. Großartig!
Nach einem Abstecher in die Anytime Bar ging es für mich wieder einmal spät ins Bett. Kein Problem – es folgte ein weiterer Seetag.
Es ging wieder für mich spät zum Frühstück. Im Brauhaus stand der Bayerische Frühschoppen an. Bei Oktoberfestmusik, Fassanstich mit Freibier und natürlich bayerischen Schmankerln startete ich in den Tag. Nachmittags genoss ich die Sonnenstrahlen auf dem Pooldeck. Auch freute ich mich schon auf den kommenden Tag in meiner Lieblingsstadt.
Was Barcelona so ausmacht
Schon Queen-Legende Freddie Mercury widmete Barcelona einen Welthit. Ein Jahr zuvor war ich das erste Mal in der katalanischen Hauptstadt. Im April 2023, also wirklich nur wenige Wochen vorher, war ich mit meiner Fußballmannschaft zu einem internationalen Turnier an der Costa Brava und besichtigte ebenfalls für einen Tag das Camp Nou-Fußballstadion sowie die Innenstadt.
Nun machte ich mich mit einigen netten weiteren Mitreisenden auf. Per öffentlichem Nahverkehr ging es zum Kolumbusdenkmal, von wo aus die ganzen Tourismusbusse starteten. Mit einem Hop-on-Hop-off-Bus machten wir uns auf und besichtigten zunächst das Casa Batlló, das Geburtshaus des berühmten Architekten Barcelonas, Antoni Gaudí. Danach ging es weiter zum architektonischen Höhepunkt und Meisterwerk Gaudís, der immer noch unvollendeten Kathedrale Sagrada Família. Beeindruckend, wie hoch die einmalige Fassade in den Himmel ragt.
Unsere Tour mit dem Hop-on-Hop-off-Bus ging weiter. Er führte uns zum Parc Güell, der allerdings bereits vollkommen überfüllt war, sodass wir dort keinen Einlass mehr fanden. Weiter ging es über den Hausberg der Metropole, den Montjuïc, der vor allem durch die Olympischen Spiele 1992 Berühmtheit erlangte. Einige der Sportstätten stehen dort noch immer im alten Glanz und werden auch, anders als in sonstigen Olympiastädten, noch regelmäßig für Sportereignisse genutzt. Nachhaltigkeit, wie man sieht, nicht überall erlebt.
Barcelona hat so viel Schönes zu bieten – ein Grund, warum AIDAstella auch noch am nächsten Tag bis in den späten Nachmittag dort lag und erst gegen 17:00 Uhr Barcelona wieder verließ. Das letzte Auslaufen erlebte ich dann ganz allein auf meinem Balkon mit Panoramablick. Ähnlich wie das Auslaufen am ersten Tag ist der letzte Abend an Bord immer noch mal etwas ganz Besonderes, auch wenn die Ausfahrt aus dem Industriehafen in Barcelona nun nicht gerade zu den Highlights dieser Reise zu zählen ist.
Abschied von Mallorca und AIDAstella
Palma de Mallorca hatte uns wieder und bereits morgens um 05:00 Uhr legte das Schiff am Kreuzfahrtterminal an. Ich hatte das Glück, dass mein Flug erst spät am Abend gegen 20:00 Uhr geplant war und ich auch so bis 16:00 Uhr an Bord verbleiben konnte. So nutzte ich noch mal den Wellnessbereich und verabschiedete mich auch von liebgewonnenen Crewmitgliedern. Das gehört für mich auf jeder Kreuzfahrt dazu.
Ein letztes Mal Schweiß sollte am Flughafen in Palma aufkommen, denn aufgrund heftiger Gewitter in Mitteleuropa war es bis kurz vor der Landung offen, ob wir in Bremen, Hannover oder doch in Hamburg landen könnten, da durch das Nachtflugverbot ab 23:00 Uhr in der Hansestadt ein Landeverbot drohte. Um 22:57 Uhr setzten wir am Flughafen Fuhlsbüttel dann doch auf und Norddeutschland hatte mich wieder.
Übrigens mit der Gewissheit, dass AIDAstella nicht mein erstes und letztes Schiff der ehemaligen Sphinx 2-Klasse sein wird.

Kreuzfahrt
Weihnachten & Neujahr auf AIDAblu
Fast ein Jahr Vorfreude
350 Tage – so lange lagen zwischen der Buchung und dem Beginn dieser ganz besonderen Reise. Nachdem ich Anfang 2024 bereits eine Woche mit der AIDAcosma auf den Kanaren unterwegs gewesen war, stand für mich schnell fest: Sieben Tage reichen einfach nicht aus, um diese Inselwelt wirklich kennenzulernen. Also fiel die Entscheidung direkt an Bord – Weihnachten und den Jahreswechsel würde ich auf der AIDAblu verbringen. Eine Premiere, auf die ich mich lange gefreut hatte.
Allein reisen? Ja – einsam sein? Niemals!
Wie auf all meinen Reisen war ich auch dieses Mal allein unterwegs. Wobei „allein“ auf einer Kreuzfahrt ein dehnbarer Begriff ist. Überall trifft man Gleichgesinnte, kommt schnell ins Gespräch und knüpft neue Kontakte – ganz nach dem Motto: Alles kann, nichts muss. Schon Wochen vor der Reise tauschte ich mich in einer Facebook-Gruppe mit anderen Alleinreisenden aus. Das verkürzt nicht nur die Wartezeit bis zum Urlaub, sondern sorgt oft auch dafür, dass aus virtuellen Bekanntschaften gemeinsame Ausflüge oder nette Abende an Bord werden.
Entspannter Start in den Urlaub
Am vierten Advent ging es mitten in der Nacht zum Hamburger Flughafen. Wie so oft nutzte ich dort das Valetparken. Dabei fährt man mit dem eigenen Auto direkt bis vor das Terminal und übergibt den Schlüssel an einen Mitarbeiter des Parkservices. Während das Auto sicher auf einem Parkplatz in Flughafennähe abgestellt wird, kann man selbst schon in Richtung Check-in verschwinden. Viele Parkplatzdienste bieten diesen Service bereits an. Nach einer ebenfalls vorab gebuchten Sicherheitskontrolle (diesen Service gibt es bereits an vielen Flughäfen in Deutschland) verlief die Anreise völlig entspannt. Pünktlicher Abflug, fünfeinhalb Stunden Flugzeit und schon stand ich bei angenehmen 24 Grad auf Gran Canaria. Keine halbe Stunde später saß ich bereits im Transferbus zur AIDAblu. Dass beim Check-in ausgerechnet „Leise rieselt der Schnee“ lief, sorgte bei Sonnenschein und Palmen dann doch für ein kleines Schmunzeln.
Innen oder Balkon? Die richtige Kabinenwahl
Natürlich hat eine Balkonkabine ihren Reiz. Morgens mit Blick aufs Meer aufzuwachen, ist schon etwas Besonderes. Für mich entscheidet am Ende aber meist das Preis-Leistungs-Verhältnis. Eine gut gelegene Innenkabine erfüllt den Zweck genauso – und dank völliger Dunkelheit schläft man dort sogar ausgezeichnet. Mit ein paar Magnethaken und etwas Weihnachtsdeko war die Kabine schnell eingerichtet. Gerade de Kabinen auf den klassischen Schiffen der ehemaligen Sphinx-Klasse sind großzügig geschnitten, so auch meine Innenkabine 6456. Jetzt konnte der Urlaub beginnen.
La Gomera pfeift anders
Der erste Landgang führte nach La Gomera. Bei einem Ausflug mit der Reederei durch die beeindruckende Berglandschaft lernte ich die berühmte Pfeifsprache „El Silbo“ kennen. Tatsächlich verständigen sich die Menschen auf der Insel damit bis heute über mehrere Kilometer hinweg. Da sage noch einer, ohne WhatsApp läuft heutzutage gar nichts. Begeistert hat mich an diesem ersten Landgang das Panorama in den Bergen La Gomeras. Der imposante Felsmonolith Roque de Agando wirkte optisch wie ein überdimensionaler Schneidezahn inmitten der Landschaft.
Heiligabend auf La Isla Bonita
An Heiligabend erreichten wir La Palma – vielen besser bekannt als „La Isla Bonita“. Gemeinsam mit einigen Mitreisenden erkundete ich die Insel mit einem einheimischen Taxifahrer. Er zeigte uns seine Heimat mit spürbarer Leidenschaft, erzählte unter Tränen von den Folgen des Vulkanausbruchs 2021 und führte uns durch Nationalparks und kleine Bergdörfer. Sogar Schnee war in den höheren Lagen zu sehen. Heiligabend und Schnee – irgendwie passt das dann doch zusammen.
Weihnachten auf See
Ich war gespannt, wie sich Weihnachten auf einem Kreuzfahrtschiff anfühlen würde. Die Restaurants hatten sich einiges einfallen lassen – vom festlichen Gourmetmenü bis zum klassischen Weihnachtsessen. Meine Wahl fiel auf das Brauhaus. Gänsebrust, Rotkohl und Klöße bei über 20 Grad Außentemperatur – ungewöhnlich, aber richtig lecker. Spätestens danach war klar: Weihnachten funktioniert auch auf See. Nach den Feiertagen wartete Lanzarote. Gemeinsam mit zwei Mitreisenden erkundete ich den Norden der Insel. Besonders beeindruckt haben mich die Jameos del Agua, wo der von Lanzarote stammende Landschaftsgestalter César Manrique eine natürliche Vulkanhöhle in ein einzigartiges Kunstwerk verwandelt hat. Der Weg hinunter war zwar für mich etwas anstrengend, doch der Blick auf den unterirdischen See mit seinen winzigen weißen Krebsen entschädigte für alles. Den perfekten Abschluss bildete ein frisches Fischgericht in einer kleinen Taverne in Arrecife.
Teneriffa von seiner schönsten Seite
Fuerteventura nutzte ich bewusst für einen entspannten Tag an Bord, bevor es nach Teneriffa ging. Gemeinsam mit einer kleinen Gruppe führte uns ein einheimischer Guide durch Santa Cruz, die historische Altstadt von La Laguna und schließlich ins Anaga-Gebirge. Der Blick auf den schneebedeckten Teide war einfach beeindruckend. Mein persönliches Highlight waren jedoch die Los Gigantes. Über schmale Serpentinen erreichten wir einen Aussichtspunkt mit Blick auf die gewaltigen Steilklippen. Genau deshalb buche ich so gern Touren mit Einheimischen – sie zeigen ihre Heimat nicht auswendig gelernt, sondern mit Herzblut.
Silvester auf Madeira
Nach einem Seetag war es endlich so weit: Madeira. Am letzten Tag des Jahres fuhr ich zunächst zum Cabo Girão. Der gläserne Skywalk in fast 600 Metern Höhe kostete mich ehrlich gesagt etwas Überwindung. Puuh! Aber der Ausblick auf den Atlantik war jede Sekunde wert.
Am Abend hatte sich unsere inzwischen auf sieben Personen angewachsene Gruppe einen der besten Plätze an Deck gesichert. Dazu gab es Poncha, das berühmte Nationalgetränk Madeiras. Und dann Mitternacht: Das Feuerwerk über der Bucht von Funchal übertraf tatsächlich alles, was ich bisher erlebt hatte. Obrigado, Funchal – das war ein Jahreswechsel, den ich so schnell nicht vergessen werde. Auch am Neujahrstag blieb genügend Zeit, Madeira weiter zu erkunden. Mit der Seilbahn ging es hinauf nach Monte, von wo aus sich ein traumhafter Blick über Funchal bot. Besonders gut gefallen hat mir anschließend die Avenida Santa Maria mit ihren kunstvoll bemalten Haustüren. An manchen blieb ich deutlich länger stehen als geplant.
Urlaub mit Verlängerung
Während für viele Gäste auf Fuerteventura die Heimreise begann, war mein Urlaub noch lange nicht vorbei. Den Rückflug hatte ich bewusst selbst gebucht und stattdessen noch sechs entspannte Tage in Jandía angehängt. Ich wählte das All inclusive ****-Hotel IFA Altamarena Morro Jable; ein solides Hotel, bestens geeighnet für Pärchen und Alleinreisende, direkt an der Durchfahrtsstraße von Morro Jable gelegen. Mein Zimmer war groß und klassisch eingerichtet und bot einen französischen Balkon mit Blick zur Hauptsstraße - naja. Es war aber dennoch erstaunlich ruhig. Durch diese Verlängerung konnte ich sogar das spanische Weihnachtsfest mit der traditionellen Parade der Heiligen Drei Könige erleben – ein schöner Abschluss einer ohnehin besonderen Reise.
Mein Fazit
Nach insgesamt 18 Tagen ging es schließlich zurück nach Deutschland. Alles verlief genauso reibungslos wie bei der Anreise, und mein Auto wartete bereits am Hamburger Flughafen auf mich. Weihnachten unter Palmen, beeindruckende Inseln, viele nette Begegnungen und ein Silvesterfeuerwerk, das seinesgleichen sucht – diese Reise wird mir ganz sicher noch lange in Erinnerung bleiben.
Mindestens genauso wertvoll sind jedoch die vielen Eindrücke und Erfahrungen, die ich von dieser Reise mit nach Hause genommen habe. Ob die Wahl der passenden Kabine, Ausflugstipps, lokale Besonderheiten oder die Frage, wie sich Weihnachten und Silvester an Bord wirklich anfühlen – all das kann ich nun aus eigener Erfahrung an meine Kundinnen und Kunden weitergeben. Und genau das macht für mich das Reisen aus: Erlebnisse sammeln, um andere bei ihrer ganz persönlichen Traumreise bestmöglich beraten zu können.

Kreuzfahrt
Costa-Premiere mit viel Bella Italia
Gäääähn - schon wieder Kreuzfahrt im westlichen Mittelmeer. Möchte man denken, doch diese erneute Tour sollte von Premieren nur so durchzogen sein.
Ganz kurzfristig erwischte ich ein echtes Schnäppchen für Alleinreisende. Vom 13. bis 20. September 2026 ging es für mich per Flieger von Hamburg nach Barcelona. Erstmals wartete in der katalanischen Metropole die Costa Toscana auf mich. Noch nie war ich zuvor mit der italienischen Schwester von AIDA unterwegs. Umso gespannter war ich auf das größte Schiff mit dem charismatischen schwarzen C auf orangefarbenen Schornstein.
Jubel, Trubel, Heiterkeit an Bord - nicht nur für Familien
Costa bietet vor allem für Familien ein umfangreiches Angebot. Kinder bis 17 Jahren reisen mitunter kostenlos in der Kabine der Eltern - wow! Klar, das vor allem innerhalb der Schulferien das sowieso schon lebendige Bordleben nochmal alles überragt. Ich entschied mich für einen Termin außerhalb der Ferien und so war das Schiff „schulkinderfrei“ - aber selbst so schon war ein reges Treiben an Bord wahrzunehmen. Ob es an den mehrsprachigen Borddurchsagen in der Hauptsprache Italienisch (Nebenbei wurde noch auf Spanisch, Englisch, Französisch und Deutsch informiert) oder an der sowieso schon lauten Bordstimmung lag - das soll jeder für sich entscheiden. Highlights jedenfalls gab es auf der für mich doch schon ziemlich bekannten Route mehr als genug.
Keinen positiven Eindruck machte der langatmige Check-In im Hafen von Barcelona auf mich. Satte drei Male hieß es neu in die Schlange stellen und auf den nächsten Schritt warten. Geschlagene 90 Minuten dauerte der gesamte Vorgang. Dagegen war noch nicht einmal ein so großer Andrang wahrzunehmen. Hier besteht für die Organisation sicher noch ein großer Optimierungsbedarf.
Trotz Check-In Frust: Perfekter erster Eindruck dank starker Shows
Dafür lief an Bord am Anreisetag alles perfekt: Zum einen die obligatorische Seenotrettungsübung. Auch war meine Innenkabine 5301 bereits bezugsfertig; auch folgte das Gepäck binnen von Augenblicken. Besonders gut hat mir die Welcome Premiere gefallen. In einer knapp 30-minütigen Präsentation hat der deutschsprachige Host alle Einzelheiten zur Reise und zu Gepflogenheiten an Bord erklärt. Nun konnte ich die ersten Momente an Bord genießen. Heißt es auf AIDA zumeist zu Reisebeginn „Sie haben Urlaub“, sorgte hier eine beeindruckende Show im Theatr…. -Pardon - im Colosseo für eine große Vorfreude. Am ersten Tag hatte ich die Erkenntnis, dass die Shows an Bord einiges zu versprechen haben werden. Vor allem musikalisch hat Costa gleich ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Auch die Shows an den Folgeabenden hatten es in sich. Jeder Tag hatte feste Mottos (Black Night, Luna Park, White Party, etc.). Sowohl im Colosseo, schwer vergleichbar mit den Theatrium auf der AIDA Flotte als auch in den anderen Event Locations an Bord zog sich dieses jeweilige Motto durch den Tag. Abgerundet wurde das Entertainmentprogramm von Bekannten Formaten wie Bingo oder The Voice of the Sea. Eines fiel jedoch auf: Die Shows begannen zumeist später, kaum vor 21:30 Uhr. Der gemeine Südeuropäer beliebt es, später in den Abend zu starten.
Top Kulinarik: Jeden Abend 4-Gänge-Menü & 24/7 Room-Service
Dazu passend sind die Öffnungszeiten der Restaurants angepasst - und hier gibt es dann auch eine große Besonderheit, die mir mir vor allem bei MSC Schiffen bisher bekannt war: Jedem Gast wird für die gesamte Reise ein festes Restaurant mit fester Tischzeit und fester Tischzuordnung zugeteilt. Mehrere Restaurants (L‘Argentino, Oliveti, usw.) mit unterschiedlichen Flair aber gleichen Menüfolgen stehen zur Verfügung. Die Tische wurden zumeist gerade für Alleinreisende gesondert zusammengestellt. Ich durfte im Restaurant La Maremma an einer riesigen Fensterfront am Heck auf Deck 6 mit ausschließlich deutschen Gästen dinieren. Anfangs war ich schon etwas skeptisch, war aber relativ schnell vom besseren überzeugt. Es war eine sympathische Tischrunde. Auch die Menüs, abendlich vier Gänge, überzeugten qualitativ. Zu jedem Gang gab es zumeist drei oder vier Vorschläge, aus denen man frei wählen durfte. Ein wirklich stimmiges Konzept!!
Zusätzlich konnte man nach Abstimmung mit den Restaurant Managern auch in anderen Restaurants abends speisen. Ich war mit meinem Restaurant aber bestens zufrieden. Sehr gut: Man konnte bereits tagsüber die Menüs in der Costa App einsehen. Alternativ gab es diverse Spezialitäten Restaurants mit Aufpreis (Seafood in der Ferrari Lounge, Kebab Expierience, Pizza im Pomi d‘Oro u. v. m.) - zudem gab es ein großes im Preis inklusives Buffetrestaurant auf Deck 8. Hier wurde man an den Essensstationen übrigens von den Servicekräften bedient. Auch konnte man hier auf dem Außendeck speisen. Zum Frühstück und Mittag gab es ferner in fast allen Restaurants zusätzlich Buffetangebote. Nachtschwärmer bekamen im Beach Club bis 4:00 Uhr nachts Snacks wie Burger oder Pommes Frites - allerdings gegen Aufpreis. Ein weiteres Plus: Costa bietet einen Room Service an. 24/7 bekommt man bei nur geringen Aufpreis viele Speisen und Getränke auf die Kabine geliefert. Ein selbst zusammengestelltes Frühstück kann abends vorbestellt werden und wird dann minutengenau auf die Kabine geliefert - Klasse!
Genusspaket mit All Inclusive - aber nicht überall an Bord
Das Barkonzept auf Costa Toscana ist ebenfalls ebenbürtig zu anderen Reedereien. Im myItalian-Genusspaket sind umfangreiche alkoholische und nicht alkoholische Getränke enthalten. Ein Upgrade auf eine Plus-Version mit noch höherwertigen Getränken wird ebenfalls im Vorwege angeboten. Aber aufgepasst: Manche Bars sind von der All Inclusive-Regelung ausgenommen. Besonders trickreich ist die Reederei an manchen Hotspots am Schiff, wo auch zeitweise das All Inclusive Paket nicht gültig ist. Auch ärgerlich ist, dass die Infinity-Bar auf Deck 8 am Heck - AIDA Anhänger denken sicherlich sofort an die Lanai-Bar - den exklusiven Zugang nur gegen Zahlung einer Zutrittsgebühr (je nach Tageszeit ab 12,00 € pro Person - für Getränke muss extra gezahlt werden) zulässt.
Toller Wasser-Spaß an Deck und haufenweise Flash-Sale Alarm drum herum
Sind Hunger und Durst dann gelöscht, warten gerade auf den Außendecks einige echte Erlebnisse auf Euch. Vor allem die große Auswahl an Pools sorgen für ganz viel Spaß. Mehrere Skywalks sorgen für einmalige Fotomomente. Zahlreiche Shops laden zudem zum Bummeln und Flanieren ein. Auch versteht es Costa, die eigenen Angebote in den Vordergrund zu stellen. So waren mehrere Happy Hours oder wie man ab Bord auch sagte, ‘Flash Sales’ pro Tag keine Seltenheit. Gleiches zog sich sogar im Solemio Spa auf Deck 16 fort. Der an sich sehr hochwertige Bereich mit einem riesigen Entspannungspool, zahlreichen Saunen uind sogar einer Schneegrotte gefiel mir gut; auch die angebotenen Wellness-Massagen waren von guter Qualität. Aber selbst während der Behandlung machte die Therapeutin zusätzliche Offerten. “Möchten Sie nicht lieber dieses Aroma-Öl oder eine zusätzliche Schröpf-Massage?” - an Bord kann ich mich frei bewegen und diesen angeboten ausweichen, aber auf der Massageliege??
Mein Fazit: Ein gutes (und preiswertes) Kreuzfahrterlebnis
Gewisse Abstriche sind vor allem im Vergleich zu AIDA sicher auch vorhanden, aber: Wer eine preiswerte Kreuzfahrt sucht und dennoch auf die ein oder andere Annehmlichkeit zur Not auch gegen Gebühr nicht verzichten möchte, wird sich an Bord von Costa gut aufgehoben wissen. Kleinere Minuspunkte inbegriffen, die aber natürlich von Schiff zu Schiff und von Route zu Route anders ausfallen können. Ich jedenfalls habe mich sieben Tage auch als alleinreisende Person sehr gut aufgehoben gefühlt.






