

Mit 10 Monaten über die chinesische Mauer
2024 hatten mein Partner und ich das Glück, einen Monat gemeinsam Elternzeit zu nehmen. Unsere Tochter war zu diesem Zeitpunkt gerade einmal zehn Monate alt. Für uns war klar: Diese besondere Zeit wollten wir nutzen, um gemeinsam die Welt zu entdecken, neue Erfahrungen zu sammeln und vorallem ganz viel Zeit als Familie zu verbringen.
Zwischenstopp in Peking – und ganz viel Kinderliebe
Bevor es für drei Wochen nach Thailand ging, legten wir einen Stopover in Peking ein. Schließlich wollten wir uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen, die beeindruckende Chinesische Mauer mit eigenen Augen zu sehen. Was uns neben diesem besonderen Erlebnis aber vor allem in Erinnerung geblieben ist, war die unglaubliche Kinderfreundlichkeit der Menschen. Unsere Tochter stand überall im Mittelpunkt. Wir wurden ständig auf sie angesprochen, angelächelt und mit einer Herzlichkeit empfangen, die uns wirklich überrascht hat.
Besonders schön fanden wir die Restaurantbesuche: Bei beinahe jedem Essen wurden wir gefragt, ob jemand unsere Tochter auf den Arm nehmen dürfe, damit wir in Ruhe essen können. Wie selbstverständlich wurde uns angeboten, uns ein wenig zu entlasten. Eine Erfahrung, die uns nachhaltig beeindruckt hat und die wir so schnell nicht vergessen werden.
Drei Wochen Thailand – ein Paradies für die Elternzeit
Nach unserem Zwischenstopp in China ging es weiter nach Thailand. Drei Wochen Sonne, Strand, warmes Meer und vorallem ganz viel gemeinsame Familienzeit. Für mich ist Thailand definitiv eines der besten Länder, um dort die Elternzeit zu verbringen.
Die Menschen sind unglaublich freundlich und offen gegenüber Kindern. Das Meer ist angenehm warm, sodass auch die Kleinsten wunderbar planschen können. Und überall trifft man auf andere Familien mit Kindern, sodass es immer etwas zu entdecken und kleine Spielkameraden gibt.Was wir besonders genossen haben, war die Leichtigkeit des Alltags. Keine festen Termine, kein Stress und keine Verpflichtungen. Stattdessen gemeinsam frühstücken, am Strand spielen, im warmen Wasser baden und einfach die Zeit miteinander genießen.
Natürlich ist eine Reise mit einem zehn Monate alten Baby anders als früher zu zweit. Alles geht etwas langsamer, die Tage richten sich nach Schlafenszeiten und Bedürfnissen des Kindes. Aber genau das macht eine solche Reise auch besonders. Man nimmt sich viel mehr Zeit für die kleinen Dinge und erlebt das Reisen noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive.
Unser Fazit: Elternzeit auf Reisen? Jederzeit wieder!
Dieser gemeinsame Monat war für uns etwas ganz Besonderes. Die Kombination aus spannenden Eindrücken in China und entspannten Wochen in Thailand war einfach perfekt. Vorallem haben wir auf dieser Reise gemerkt, wie willkommen Kinder in anderen Teilen der Welt sind und wie unkompliziert Fernreisen mit Baby sein können.
Wenn uns jemand fragt, ob wir Thailand für eine Elternzeitreise empfehlen würden, ist unsere Antwort ganz klar: Ja, absolut!
Denn am Ende sind es nicht nur die Orte, die eine Reise unvergesslich machen, sondern die gemeinsame Zeit, die Erlebnisse und die Erinnerungen, die man als Familie sammelt.
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Mit Kleinkind in New York
Manche Orte besucht man einmal und kann sie danach einfach nicht mehr vergessen. Für mich ist New York genau so ein Ort.
2022 ging es für mich zum ersten Mal in die Stadt, die niemals schläft. Gemeinsam mit einem befreundeten Pärchen durfte ich den Big Apple entdecken – und was soll ich sagen? Diese Stadt hat mich vom ersten Moment an völlig umgehauen! Die beeindruckenden Wolkenkratzer, das pulsierende Leben, die unzähligen Eindrücke und dieses ganz besondere Gefühl, mitten in New York zu stehen. Schon damals wusste ich: Das war definitiv nicht mein letzter Besuch!
Drei Jahre später, 2025, war es dann tatsächlich so weit. Diesmal sollte die Reise allerdings etwas anders aussehen. Statt mit Freunden ging es mit meinem Partner und unserer damals fast zweijährigen Tochter über den großen Teich.
New York mit Kleinkind? Für manche vielleicht unvorstellbar. Für uns ein Abenteuer, auf das wir uns riesig gefreut haben!
Viel kinderfreundlicher als erwartet
Ich muss ehrlich sagen: Was uns in New York besonders überrascht hat, war, wie unkompliziert sich die Stadt mit einem Kleinkind entdecken ließ.
Wer an New York denkt, hat wahrscheinlich zuerst riesige Wolkenkratzer, volle Straßen, gelbe Taxis und jede Menge Trubel vor Augen. Nicht unbedingt den perfekten Ort für ein kleines Kind, das gerade am liebsten die Welt auf eigenen Beinen erkundet.
Doch genau hier wurden wir eines Besseren belehrt!
Es gab unglaublich viele Möglichkeiten, bei denen unsere Tochter aus dem Buggy steigen und einfach mal frei umherlaufen konnte. Besonders begeistert waren wir von der High Line und Little Island. Die High Line, ein ehemaliger Schienenweg, der heute als begrünter Park über den Straßen Manhattans verläuft, war perfekt für einen entspannten Spaziergang. Während wir die besondere Atmosphäre und die Ausblicke auf die Stadt genießen konnten, hatte unsere Tochter Gelegenheit, selbst auf Entdeckungstour zu gehen. Auch Little Island, die außergewöhnliche kleine Parkinsel am Hudson River, war ein echtes Highlight. Mit ihren geschwungenen Wegen, den Grünflächen und den tollen Ausblicken war sie für uns der ideale Ort, um zwischendurch dem Großstadttrubel zu entkommen. Und unsere Tochter? Die hatte mindestens genauso viel Freude daran wie wir!
Gerade diese Mischung hat uns so begeistert: Vormittags die beeindruckende Großstadt erleben und zwischendurch immer wieder Orte finden, an denen auch die Kleinsten auf ihre Kosten kommen.
Mit Buggy durch Manhattan? Kein Problem!
Eine weitere positive Überraschung war für uns, wie gut wir mit dem Buggy zurechtkamen.
Vor unserer Reise hatten wir uns natürlich Gedanken gemacht, wie praktisch ein Kinderwagen in einer Millionenmetropole wie New York tatsächlich sein würde.
Doch unsere Erfahrungen waren durchweg positiv. Bei unseren Ausflügen fanden wir überall Aufzüge oder andere Möglichkeiten, den Buggy mitzunehmen. Wir mussten also nicht ständig improvisieren oder auf Sehenswürdigkeiten verzichten.
Ein Erlebnis ist uns dabei besonders in Erinnerung geblieben: unser Besuch bei The Edge, der spektakulären Aussichtsplattform hoch über Manhattan. Ausgerechnet als wir dort ankamen, war unsere Tochter friedlich im Buggy eingeschlafen. Und jeder, der schon einmal mit Kleinkind verreist ist, weiß: Ein schlafendes Kind möchte man möglichst nicht wecken! Umso überraschter waren wir, als sie selbst bei der Sicherheitskontrolle einfach im Wagen liegen bleiben durfte. Wir konnten die Kontrolle passieren, ohne sie herausnehmen und aufwecken zu müssen. Für uns war das in diesem Moment eine riesige Erleichterung und ein schönes Beispiel dafür, wie entspannt unser New-York-Abenteuer mit Kind tatsächlich verlief.
Natürlich bedeutet das nicht, dass jeder Ort in New York komplett barrierefrei ist oder immer alles reibungslos funktioniert. Aber wir haben die Stadt mit Buggy deutlich unkomplizierter erlebt, als wir es vorher erwartet hatten.
New York mit Kleinkind – würden wir es wieder machen?
Definitiv ja!
Natürlich ist eine Städtereise mit Kleinkind anders als ein Urlaub zu zweit oder mit Freunden. Man plant mehr Pausen ein, passt das Tempo an und manchmal entscheidet eben auch der Mittagsschlaf darüber, wann es zur nächsten Sehenswürdigkeit geht.Aber genau das hat unsere Reise auf eine ganz besondere Weise schön gemacht. Wir haben New York nicht nur noch einmal erlebt, sondern die Stadt auch aus einer völlig neuen Perspektive kennengelernt – durch die Augen unserer kleinen Tochter.
Und vielleicht ist genau das mein wichtigster Tipp an alle Eltern, die von einer Reise nach New York träumen: Traut euch!
Man muss nicht warten, bis die Kinder größer sind, um gemeinsam die Welt zu entdecken. Manchmal sind es gerade die kleinen, ungeplanten Momente, die eine Reise unvergesslich machen.
New York hat mich 2022 begeistert. Und 2025 hat mir diese Stadt gezeigt, dass sie auch als Reiseziel mit Kleinkind unglaublich viel zu bieten hat.
Big Apple, du hast unser Herz – jetzt sogar gleich dreimal


