Mit der AIDAperla auf Traumreise

Ein Jugendtraum geht in Erfüllung
Kreuzfahrt
Melanie Witte
19.06.2026
5 min Lesezeit

Seit meinen Teenager Jahren war die Karibik mein absoluter Traum. Türkises Meer, weiße Strände und überall Palmen. Da ich allerdings nicht gerne lange an den gleichen Orten bin und den ganzen Tag am Strand liegen auch nicht meins ist und ich einfach Kreuzfahrten liebe, war relativ schnell klar, dass ich eine AIDA Kreuzfahrt machen werde. 

Da es für mich ein lang gehegter Traum war, sollte es auch rundherum passen. Daher habe ich im Vorwege geschaut, welche Kabine am Besten zu mir passt. Ich habe mich für die Veranda-Kabine am Patiodeck entschieden mit der Nummer 16103. Das ist die Kabine direkt neben den Suiten und direkt gegenüber ist der Eingang zum Patiodeck. Dies ist für mich das absolute Highlight auf der Reise gewesen, denn hier dürfen nur die Gäste der Suiten, Juniorsuiten und Patiodeck Kabinen rein und somit hat man hier immer einen Platz und seine Ruhe. Ganz vorne befinden sich zwei Infinity Whirlpools aus denen man eine perfekte Aussicht hat. Gerade an den Seetagen oder nach den Landgängen konnte man mich hier mit einer AIDA Limonade und einem guten Buch finden. Eine weitere Besonderheit der Kabinen am Patiodeck ist, dass alle hier eine Kaffee-Kapselmaschine haben, womit sonst nur die Suiten und Juniorsuiten ausgestattet sind. Die Kabine selbst ist relativ klein, für mich alleine vollkommen ok, zu zweit könnte es kuschelig werden. Es gibt allerdings auf Deck 16 auch Kabinen, die etwas größer sind. Auf der Kabine war ich dieses Mal tatsächlich nur zum Schlafen. Würde ich die Patiodeck-Kabine wieder buchen? JEIN! Ja, in warmen Regionen auf jeden Fall, weil dort zu sitzen einfach traumhaft ist. Nein in kälteren Gebieten, da das Patiodeck sowie die Balkone keine Überdachung haben und gerade wenn es regnet kann man beides nicht wirklich nutzen. Das wäre mir persönlich der Mehrpreis nicht wert.

Meine Reise habe ich im Premium Tarif ohne AI gebucht. Da ich selber fast nur Wasser trinke, lohnt sich für mich weder der All In Tarif noch ein Getränkepaket. Im Premium Tarif hat man täglich zwei Flaschen Wasser auf der Kabine inklusive und zu den Mahlzeiten in den Buffetrestaurants sind die Getränke ebenfalls inkludiert. Alle zwei Tage habe ich mir dann mal eine AIDA Limonade gegönnt, abends in den Á la Carte Restaurants zwei Getränke und bin damit unter dem Preis geblieben. Wenn man jedoch gerne Kaffeespezialitäten trinkt oder auch eine Glas Wein oder Cocktails trinken mag, kann das All In Paket durchaus Sinn machen.

Außerdem habe ich bewusst für die Anreise mit dem Flugzeug für die Business Class entschieden. Da man bei einem 10 Stunden Flug einfach deutlich mehr Komfort hat. Allein schon die Nutzung der Flughafenlounge vor dem Abflug ist ein Highlight, hier kann man einfach in Ruhe warten, kostenfrei essen und trinken, bevor man zum Boarding geht und auch hier hat man wieder Vorrang. Die Sitze können zur Liegefläche ausgefahren werden, man bekommt ein schönes Kissen, eine Decke, Hausschuhe, Socken und ein Kosmetiktäschchen (in meine Fall mit Rituals Produkten). Zur Begrüßung gab es einen Sekt oder einen O-Saft und etwas zum Knabbern. Das Menü bestand aus drei Gängen, die alle sehr hochwertig waren. Zwischendrin wurde ich mit Eis verwöhnt und kurz vor der Landung gab es noch Abendessen.

In La Romana angekommen, die nächste Besonderheit: Wir konnten vom Flugzeug direkt in den AIDA Shuttlebus steigen und wurden gleich zum Schiff gefahren. Die Koffer wurden vom Flugzeug unmittelbar zum Schiff bzw. vor die Kabinentür gebracht. Der Shuttle zum Cruise Center ging relativ schnell und dadurch, dass ich in der Club-Stufe Smile bin, konnte ich hier die „Überholspur" nutzen und wurde bevorzugt eingecheckt. Natürlich durfte dann auch das obligatorische Foto nicht fehlen und ich ging schnell auf meine Kabine um mich einmal umzuziehen, denn es war doch sehr warm.

Auf der Kabine gab es bereits Kabinenpost für mich, denn dadurch, dass ich in der Club-Stufe Smile bin, hatte ich die Wahl, kostenfrei ein Dinner im Rossini oder eine 25-minütige Massage zu genießen. Ich habe mich für das Rossini entschieden, da ich einfach finde, dass ich hier einen größeren Mehrwert hatte, schließlich bleiben die Kalorien erstmal an mir haften...

Das Cruise Center auf La Romana ist wirklich schön, man hat hier neben den üblichen Duty Free Geschäften auch einen Pool und Liegemöglichkeiten und kann den Tag hier einfach entspannt genießen. 

Auf dem Schiff und auch an Land war es bereits weihnachtlich geschmückt, da wir ja Anfang Dezember hatten.

Zum Essen ging es für mich abends ins Weite Welt Restaurant und dann tatsächlich direkt ins Bett, die sechs Stunden Zeitunterschied haben sich bemerkbar gemacht. Ich habe nicht mal mehr das Sail Away mitbekommen.

Der zweite Tag begann für mich früh - Hallo Jetlag... und ich bin freiwillig (wirklich ein Wunder) um 06:30 Uhr ins Fitnessstudio gegangen. Um diese Zeit ist es dort angenehm ruhig.

Da dies ein Seetag war, habe ich den Tag mit einem Frühstück im Buffalo Steakhouse gestartet. Hier hat man eine Kombi aus à la Carte Frühstück und Buffet. Pro Tag kostet das Frühstück hier 14,90 EUR. Aber gerade an Seetagen lohnt es sich, da es hier deutlich ruhiger und entspannter zugeht.

Ansonsten habe ich den Seetag damit verbracht, zu entspannen, zu lesen, Wellness zu machen und was man sonst noch alles am Seetag macht. Dazu gehört natürlich auch Bingo und abends ging es dann für mich ins French Kiss Restaurant. Dieses Á la Carte Restaurant ist im Preis mit drin, allerdings kosten die Getränke extra, wenn man kein Getränkepaket hat und man sollte vorher reservieren. Wobei auch hier meine Erfahrung ist, dass wenn man kurzfristig vorbeikommt, häufig auch noch Glück hat und einen Tisch bekommt.

Tag 3 war dann Aruba angesagt, hier war sofort Karibikfeeling pur spürbar. Türkises Meer, weißer Sandstrand, einfach wunderschön. Morgens habe ich eine fußläufige Stadtführung mitgemacht, wo es auch typische Köstlichkeiten zu probieren gab. Danach war ich noch etwas so dort unterwegs und habe den Nachmittag im Infinity Whirlpool auf dem Patiodeck ausklingen lassen. Abends ging es für mich dann in die Sushi Bar, hier muss man vorher reservieren und es ist nicht inklusive.

Curacao - nicht der Likör

Curacao eine wirklich wunderschöne Insel. Da wir hier over night waren, hatte ich genug Zeit die Stadt zu erkunden und habe mich zwischen den bunten Häusern treiben lassen. Hier gibt es so viel zu entdecken, dass man gar nicht weiß wo man anfangen soll. Eine Besonderheit ist hier die schwimmende Brücke, die zur Seite schwingt, wenn ein Schiff passieren will. Wenn man hier nicht rechtzeitig runterkommt, muss man 20 Minuten auf der Brücke warten. Was aber auch sehr interessant sein kann. Fun Fact: Die Häuser sind bunt angemalt, weil die weiße Fassade angeblich so doll geblendet hat, dass man nichts mehr sehen konnte. Eine andere Information besagt, dass derjenige, der dies angebracht hat Maler war und sich somit seinen Lebensunterhalt finanziert hat. Egal wie, es sorgt auf jeden Fall dafür, dass Curacao in Erinnerung bleibt.

Am Abend habe ich eine Bustour mitgemacht, wo wir die Stadt in den schönsten Lichtern gesehen haben. Am nächsten Tag stand dann für mich der Besuch der typischen Curacao Likör Destillerie an und von da aus ging es weiter zum Mambo Beach, für mich das erste Mal Baden in der Karibik und es war einfach herrlich.

Abends hatte ich im Rossini Restaurant "Rossini mal anders" gebucht, hier fand die Vorspeise auf der Außenterrasse statt, um die Ausfahrt aus Curacao zu beobachten. Danach folgte ein 5-Gang-Menü im Restaurant. 

Der nächste Tag war wieder ein Seetag, welchen ich dieses Mal mit einem Frühstück im Rossini Restaurant gestartet habe. Auch dieses ist gegen einen Aufpreis von 14,90 EUR buchbar und ich kann es wärmstens empfehlen. Hier gibt es sogar Filet-Steak zum Frühstück. Allein dafür lohnt es sich und jeden Tag eine andere Besonderheit auf der Karte. 

Die Gewürzinsel Grenada

Mein Ausflug begann mit einer Führung durch die Innenstadt vorbei an der Festung mit einem traumhaften Ausblick auf die AIDAperla, weiter zu einem Schokoladen-Laden, denn auch diese ist typisch für Grenada. Die Bewohner von Grenada schwören sogar, dass die Schokolade Knieprobleme heilt. Und wer jetzt denkt, wie das geht, dass die Schokolade bei den Temperaturen nicht schmilzt, dem sei gesagt, dass man hier die typisch europäische Milchschokolade nicht findet, sondern die Kakaobohne hier rein genutzt und nur Zucker dazugegeben wird. D.h. die % Angaben auf den Tafeln besagen, wie viel Zucker im Verhältnis eine Tafel Schokolade enthält. Um den vollen Geschmack der Schokolade zu genießen, sollte man diese auch langsam lutschen und nicht kauen. Ansonsten ist Grenada für Muskat, Zimt und Vanille bekannt und man kann diese sehr gut auf dem Markt bekommen. 

Zurück am Schiff wurden wir mit Rumpunsch, das karibische Nationalgetränk und Musik überrascht. Die Crew hat hier richtig tolle Arbeit geleistet und sogar Tänze vorgeführt. Die karibischen Klänge machten den Abend dann auch wieder unvergessen und es hieß Abschied nehmen von einem Teil der Gäste.

Und somit war die erste Woche der Karibikkreuzfahrt auch schon wieder vorbei...

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