

Mit Partner und Freunden im Paradies
10 Tage Malediven – unsere Erfahrungen auf Safari Island
Im Oktober 2022 ging es für uns für zehn Tage auf die Malediven. Wir flogen mit Gulf Air von Frankfurt über Bahrain nach Malé und nach zehn Tagen auf demselben Weg wieder zurück.
Für meinen Partner war es die erste Reise außerhalb Europas – entsprechend gespannt waren wir beide. Schon sehr lange waren die Malediven für mich ein Traum und nun ging er endlich in Erfüllung.
Anreise mit Gulf Air
Unsere Sitzplätze hatten wir bereits vorab reserviert. Ein Upgrade auf Business Class wäre möglich gewesen, haben wir aber nicht genutzt, das lag dann doch außerhalb unseres Budgets.
Bei Gulf Air erhält jeder Passagier bereits zu Beginn des Fluges ein Kissen und eine Decke, außerdem stehen Ohrstöpsel für das Entertainment zur Verfügung. Unsere Flüge waren nahezu vollständig ausgebucht.
Das Essen war für mich persönlich in Ordnung. Da ich aufgrund von Allergien und Unverträglichkeiten sowie einiger Lebensmittel, die ich einfach nicht mag, eher heikel bin, bin ich hier grundsätzlich etwas schwieriger zufriedenzustellen. Verhungern musste ich aber definitiv nicht.
Das Entertainment-Angebot war sehr gut und bot eine große Auswahl an Filmen und Serien. Den Rückflug habe ich beispielsweise genutzt, um mir gleich alle drei Teile von Phantastische Tierwesen anzusehen. Die Auswahl an deutschsprachigen Filmen/Serien war etwas weniger - mein Partner hat jedoch genug gefunden und da ich alles auf Englisch schaue, gab es mehr als genug für mich.
Aufenthalt in Bahrain
Der Flughafen in Bahrain hat uns positiv überrascht. Er ist modern und schön gestaltet. Da wir mehrere Stunden Aufenthalt hatten, konnten wir uns dort gut die Zeit vertreiben und die Stunden gingen auch recht schnell vorüber.
Es gibt verschiedene gemütliche Sitzmöglichkeiten sowie Sessel, die sich zum Liegen verstellen lassen. Wir haben dort unter anderem etwas gegessen und konnten die längere Umsteigezeit dadurch entspannt überbrücken.
Endlich Malediven – und zunächst Regen
Dann war es endlich soweit: Malé!
Bei der Ankunft wurden wir jedoch von Regen begrüßt. Ein Mitarbeiter von FTI nahm uns in Empfang und nach einer kurzen Wartezeit ging es weiter zum Seaplane-Terminal.
Auch dort regnete es noch und ich hatte zu diesem Zeitpunkt ehrlich gesagt schon die schlimmsten Befürchtungen bezüglich des Wetters. Wir wussten ja, dass wir in der Regenzeit da waren und der Monsunwechsel auch mehr oder weniger in diesen Zeitraum fällt.
In der Lounge warteten wir ungefähr eine Stunde. Ich habe die Gelegenheit genutzt mich umzuziehen – mein Partner hat das nicht gemacht und hat das später noch bereut.
Dann ging es etwas schneller als erwartet weiter zum Wasserflugzeug.
Mit dem Seaplane nach Safari Island
Der Flug mit dem Seaplane war bereits ein Erlebnis für sich. Es ist zwar ganz schön laut, aber der Blick aus der Luft auf die türkisfarbenen Atolle und kleinen Inseln ist einfach wunderschön. Für uns gehörte der Flug definitiv schon mit zum Urlaub und war ein Ereignis selbst.
Safari Island war die erste Insel, die wir anflogen. Nach der Landung auf dem Wasser ging es mit einem Boot weiter zur Insel. Dabei wäre beinahe mein Rucksack vergessen worden – zum Glück ist es noch rechtzeitig bemerkt worden.
Auf Safari Island angekommen, wurden wir freundlich begrüßt und zur Rezeption begleitet. Dort bekamen wir ein kühlendes Tuch und ein Getränk. Der Himmel war noch bewölkt und es nieselte leicht.
Doch das sollte sich zum Glück schnell ändern.
Unser Water Bungalow
Ursprünglich hatten wir einen Semi Water Bungalow gebucht. Das bedeutet von der Terrasse direkt ins Meer und auf der Eingangsseite ist Land/Strand. Unsere Freunde, die später am Tag ankamen, hatten einen Water Bungalow reserviert.
Bei unserer Ankunft erfuhren wir, dass unser Semi Water Bungalow durch einen Sturm beschädigt worden war. Deshalb wurden wir für den gesamten Aufenthalt kostenfrei auf einen Water Bungalow upgegradet. Ob das wirklich so wahr, oder diese einfach überbucht waren (sie sind sehr beliebt), wussten wir nicht und war uns ehrlich gesagt auch egal.
Darüber haben wir uns natürlich sehr gefreut – besonders, weil unsere Freunde nur zwei Bungalows entfernt untergebracht waren - denn ansonsten hätten wir doch längere Wege von uns zu ihnen gehabt - die Water Bungalows und die Semi Water Bungalows liegen jeweils komplett auf der anderen Seite der Insel.
Der Weg durch die tropische Vegetation zum Bungalow hat uns sehr gut gefallen, auch wenn man bei der hohen Luftfeuchtigkeit schnell ins Schwitzen kam. Auf dem Weg dorthin kam schließlich die Sonne heraus und die Wolken wurden immer weniger.
Kaum angekommen, habe ich ausgepackt, mich in den Bikini geworfen und war wenig später schon im Wasser.
Traumhaft!
Wir hatten den Bungalow 163, den letzten Bungalow auf der linken Seite. Dadurch hatten wir nur auf einer Seite direkte Nachbarn. Auf der anderen Seite lag der Blick in Richtung einer kleinen Werftinsel. Von dort waren gelegentlich Bohr- oder Hammergeräusche zu hören, die uns allerdings kaum gestört haben.
Unsere Seite war außerdem die Sonnenuntergangsseite, während unsere Freunde im Bungalow 165 den Sonnenaufgang genießen konnten.
Auf unserer Seite war es während eines großen Teils des Aufenthalts recht windig. Deshalb verbrachten wir einige Stunden lieber auf der Terrasse unserer Freunde. Für eine Freundin war der Wind etwas unangenehm, während ich ihn teilweise sogar ganz angenehm fand – ich gehöre eher zu denen, denen schnell heiß wird.
Bungalow – unser Eindruck
Die Einrichtung ist sicherlich nicht mehr die modernste. Einige Dinge könnten langsam erneuert werden, beispielsweise der WC-Sitz oder teilweise die Lampenschirme.
Für uns war das allerdings kein wirklicher Kritikpunkt. Wir wussten bereits vor der Reise, dass die Einrichtung nicht dem neuesten Standard entspricht. Alles war sauber, funktionierte und insgesamt gab es für uns nichts zu beanstanden. Außerdem verbringt man auf den Malediven ohnehin möglichst wenig Zeit im Zimmer.
Besonders praktisch fanden wir die zusätzliche Tür von der Terrasse zur Dusche. So konnte man direkt nach dem Baden duschen, ohne erst durch das Zimmer laufen und dabei Sand und Wasser hineinzutragen. Eine Außendusche gibt es auf Safari Island nicht - für viele ist das jedoch ein Muss.
Ein Punkt, den ich der Vollständigkeit halber erwähnen möchte: Während unseres Aufenthalts hatten wir insgesamt etwa fünf bis sieben kleinere Schaben im Bungalow. Mein Partner fand das ziemlich unangenehm und hat seinen Koffer deswegen in der ganzen Zeit nicht komplett ausgepackt. Vor der Abreise haben wir natürlich alles sehr gründlich ausgeschüttelt.
Ich persönlich habe das etwas entspannter gesehen. Die Tiere waren nicht besonders groß und man befindet sich schließlich auf einer tropischen Insel mitten in der Natur. Natürlich hätten wir beide lieber darauf verzichtet, aber für mich ist es kein Grund, den Aufenthalt negativ zu bewerten.
All Inclusive & Essen
Normalerweise essen wir im Urlaub meist zweimal am Tag und snacken zwischendurch. Auf Safari Island hatten wir allerdings erstaunlich viel Hunger – wahrscheinlich auch wegen der vielen Bewegung. Wir kamen an den meisten Tagen auf etwa 12.000 Schritte und waren entsprechend häufig im Restaurant.
Das Frühstück war sehr lecker und ausreichend. Die Auswahl wiederholte sich zwar immer wieder, aber besonders gefreut haben wir uns über die frischen Palatschinken (Pfannkuchen/Crepes), die es ungefähr alle zwei Tage gab.
Das Mittagessen wurde als abwechslungsreiches Buffet angeboten. Abends war die Auswahl besonders groß: Bei den Hauptgerichten wiederholte sich in unseren zehn Tagen kaum etwas.
Geschmacklich war alles sehr gut, teilweise allerdings recht scharf. Für mich als sehr wählerische Esserin war die Auswahl trotz meiner Allergien und Unverträglichkeiten ausreichend und ich wurde jeden Tag satt. Auch die Desserts waren sehr lecker. Vor allem die Pandan Desserts!
Wir hatten während unseres gesamten Aufenthalts denselben Kellner. Er wusste schnell, was wir gerne trinken und essen, und war freundlich und aufmerksam.
Ein kleiner Kritikpunkt betrifft die Getränke: Da ich keine Kohlensäure trinke bzw. vertrage, hätte ich mir mehr Auswahl gewünscht. Eistee war im All Inclusive nicht enthalten und die Säfte gab es nur in größeren Packungen, die man nicht mit aufs Zimmer nehmen durfte. So blieb für mich hauptsächlich Wasser. Cocktails und die übrige Getränkeauswahl waren dagegen gut. Bestimmte Cocktails waren, wie überall, nicht im All Inclusive enthalten und mussten, wenn gewünscht, extra bezahlt werden.
Schnorcheln – unser absolutes Highlight
Das Schnorcheln war für mich eines der größten Highlights der Reise.
Ja, auch das Hausriff ist teilweise von der Korallenbleiche betroffen. Trotzdem haben wir unglaublich viel gesehen: Papageienfische, verschiedene Haie, Rochen, Schildkröten, Drückerfische, Kugelfische, Langusten und natürlich Nemos.
Besonders schön war für mich, dass ich einen Tag vor der Abreise noch etwa 40–50 Meter mit einer Schildkröte schwimmen konnte.
Wir nahmen außerdem an der im All Inclusive enthaltenen Schnorcheltour teil und besuchten zwei weitere Spots. Dort war das Riff teilweise besser erhalten und etwas farbenfroher. Die Vielfalt der Fische empfand ich am Hausriff allerdings mindestens genauso beeindruckend.
Leider ging am Ende unseres Urlaubs die Speicherkarte meiner Unterwasserkamera kaputt – dadurch sind sämtliche Fotos und Videos vom Schnorcheln verloren gegangen. Besonders schade, denn gerade die farbenprächtigen Papageienfische hätte ich sehr gerne festgehalten.
Auch unsere Freunde nutzten verschiedene Ausflüge, darunter eine Mantatour und eine Overnight-Tour zur Walhai-Beobachtung. Dabei konnten sie unter anderem einen Walhai und später sogar sehr nah Mantas sehen und mit ihnen schwimmen – ein ganz besonderes Erlebnis.
Für mich war es das erste Mal so schnorcheln zu können - davor war ich immer nur im Mittelmeer, und das kann man einfach nicht vergleichen. Ich träume immer noch von diesem Erlebnis und möchte es unbedingt wiederholen.
Freundliches Personal & Sandfliegen
Das Personal auf Safari Island war durchweg freundlich und hilfsbereit. Egal ob Housekeeping, Küche, Restaurant, Bar oder Garten – wir wurden immer freundlich begrüßt und aufmerksam bedient.
Auch beim Thema Sandfliegen hatten wir Glück: Während unseres gesamten Aufenthalts hatten wir keinen einzigen Stich. Wir hielten uns allerdings auch relativ wenig direkt im Sand auf und verwendeten keine speziellen Mittel dagegen. Wir hatten natürlich genügend Insektenschutz dabei, aber da wir im Wasserbungalow untergebracht waren und nicht im Sand lagen, hatten wir keinerlei Probleme. Abends waren wir in der Cocktail Bar noch etwas trinken und nicht an der Pool Bar - von anderen Urlaubern haben wir gehört, dass es wohl dort zu mehr Stichen kommen soll, da die Sessel im Sand stehen.
Unser Eindruck von Safari Island
Safari Island ist keine klassische High-End-Luxusinsel – und genau das sollte man bei der Wahl des Resorts wissen. Natürlich gibt es auf den Malediven zahlreiche deutlich luxuriösere und modernere Resortinseln. Wer auf außergewöhnliches Design, absoluten Luxus und eine besonders exklusive Atmosphäre Wert legt, findet auf jeden Fall andere, passendere Inseln.
Für Malediven-Einsteiger oder Reisende, die keinen extremen Luxus suchen, ist Safari Island aus unserer Sicht jedoch eine tolle Wahl. Für uns hatte die Insel genau das, was wir uns von den Malediven erhofft hatten: türkisblaues Wasser, tolle weiße Strände, eine schöne Natur und eine faszinierende und vor allem interessante Unterwasserwelt.
Safari Island würde ich persönlich im unteren-mittleren Preissegment einstufen. Aber auch da ist der Preis im Vergleich zu anderen Reisezielen natürlich höher - die Malediven sind, vor allem auf den Resortinseln, nun mal kein Low-Budget Reiseziel.
Auch wenn das Hausriff stellenweise von der Korallenbleiche betroffen ist und vielleicht nicht zu den farbenprächtigsten Riffen der Malediven gehört, hat uns die Artenvielfalt und vor allem die schiere Anzahl an Fischen und Haien beeindruckt. Für uns war genau das etwas, das Safari Island besonders gemacht hat.
Letztendlich kommt es einfach darauf an, was man von seinem Maledivenurlaub erwartet. Wer Luxus auf höchstem Niveau möchte, wird sich wahrscheinlich eher nach einer anderen Insel umsehen. Wenn man aber eine schöne Insel mit viel Natur, einem tollen Hausriff und einer entspannten Atmosphäre sucht, dem können wir Safari Island definitiv empfehlen.
Unser Fazit zu Safari Island
Wir hatten zehn wunderschöne Tage auf Safari Island und waren insgesamt sehr zufrieden.
Die Kombination aus traumhaftem Meer, wunderschöner tropischer Natur, dem tollen Schnorchelrevier und der entspannten Atmosphäre hat uns begeistert.
Unsere drei kleinen Kritikpunkte waren die teilweise nicht mehr ganz zeitgemäße Einrichtung, die gelegentlichen Schaben im Bungalow und die für mich etwas eingeschränkte Auswahl an kohlensäurefreien Getränken im All Inclusive.
Für uns ist das allerdings tatsächlich Jammern auf sehr hohem Niveau.
Die Malediven haben uns definitiv nicht zum letzten Mal gesehen. Und besonders schön: Selbst mein Partner, der eigentlich kein großer Fan von Fernreisen ist, war am Ende überzeugt und möchte wiederkommen. Das nächste Mal geht es dann aber auf eine andere Resortinsel - denn bei der großen Auswahl möchte man auch Anderes, Neues kennenlernen - und so kann ich dann auch besser Vergleiche ziehen.
Safari Island würden wir für einen entspannten Maledivenurlaub jederzeit empfehlen.
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