New York & Indian Summer mit AIDAdiva

Mit AIDAdiva von New York nach Kanada und Neuengland
Kanada
Olga Rau
17.10.2026
•
5 min Lesezeit

New York als Auftakt unserer Reise

Bevor unsere Kreuzfahrt mit der AIDAdiva begann, verbrachten wir einige Tage in New York. Für mich war es nicht der erste Besuch in der Stadt, aber diesmal war die Reise ganz anders: statt Weihnachtszeit mit meinen Kindern war ich im September mit meiner Mutter unterwegs.

Wir wohnten in einem sehr zentral gelegenen Hotel mitten in Manhattan. Für uns war die Lage ideal, weil wir viele unserer Ziele zu Fuß erreichen konnten und gleichzeitig schnell an der Subway waren. So konnten wir unsere Tage ganz entspannt nutzen und unter anderem Lower Manhattan mit dem 9/11 Memorial, Hudson Yards, die High Line, Chelsea, Roosevelt Island und die Staten Island Ferry erkunden.

(Wenn du wissen möchtest, in welchem Hotel wir übernachtet haben und ob es zu deinen Reisedaten verfügbar ist, schreib mir gern eine Nachricht – ich schicke dir die Infos und meine persönliche Einschätzung zur Lage gerne zu.)

Gerade der Vergleich zur Weihnachtszeit war für mich spannend. New York wirkt im September weniger inszeniert, dafür entspannter und viel stärker über seine Parks, Waterfronts und Viertel.

Da New York allein schon genug Stoff für einen eigenen Reisebericht bietet, habe ich unsere Tage dort separat zusammengefasst. In diesem Bericht möchte ich mich deshalb vor allem auf die anschließende Kreuzfahrt mit der AIDAdiva entlang der Ostküste der USA und Kanadas konzentrieren.

Einschiffung mitten in Manhattan

Ein Vorteil dieser AIDA-Reise ist der Start direkt am Manhattan Cruise Terminal am Pier 88.

Wir waren einige Tage vorher sogar zu Fuß dort, weil ich wissen wollte, wo wir am Einschiffungstag hinmüssen. Zu diesem Zeitpunkt war das Terminal noch komplett geschlossen.

Am Einschiffungstag sah es dann natürlich völlig anders aus: Gepäckabgabe, Security und Check-in waren geöffnet und ausgeschildert.

Nach dem Check-in konnten wir noch einmal von Bord gehen, weil die AIDAdiva erst am folgenden Tag New York verließ.

Das fand ich besonders praktisch. Man hat nicht das Gefühl, dass mit dem Betreten des Schiffes die Zeit in New York sofort vorbei ist.

Halifax lässt sich hervorragend zu Fuß entdecken

In Halifax lagen wir so zentral, dass wir keinen organisierten AIDA-Ausflug für die Innenstadt gebraucht hätten.

Vom Schiff liefen wir direkt Richtung Waterfront und später weiter zur Spring Garden Road und zur Citadel.

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Noon Gun an der Halifax Citadel. Jeden Tag um 12 Uhr wird dort eine Kanone abgefeuert.

Das ist natürlich nur ein kurzer Moment, aber gerade solche kleinen lokalen Traditionen machen für mich einen Hafen interessant.

Halifax würde ich jederzeit wieder auf eigene Faust erkunden. Für Ziele außerhalb der Stadt, zum Beispiel Peggy’s Cove, würde ich dagegen eher einen organisierten Ausflug oder einen festen Transfer buchen.

Saint John ohne Taxi und ohne Stress

In Saint John hatten wir bewusst entschieden, weder Uber noch Taxi zu nehmen.

Wir wollten vormittags ungefähr zwei Stunden in eine Richtung laufen, zum Mittagessen zurück zum Schiff und nachmittags noch einmal einen anderen Bereich erkunden.

Das funktioniert dort sehr gut.

City Market, King’s Square, die historischen Straßen in Uptown und die Waterfront liegen alle fußläufig zum Kreuzfahrtterminal.

Gerade wenn man nicht mehr jeden Tag acht oder zehn Stunden unterwegs sein möchte, finde ich diese Art von Landgang angenehm.

Boston: erst Geschichte, dann Shopping

Boston hat mir besonders gut gefallen, weil wir die Stadt auf eine etwas ungewöhnliche Art kennengelernt haben. Wir hatten einen geführten Ausflug gebucht, bei dem wir zunächst mit einem Amphibienfahrzeug durch Boston gefahren sind. Das Besondere daran: Nach der Stadtrundfahrt ging es mit demselben Fahrzeug direkt ins Wasser. Aus dem Sightseeing-Bus wurde also plötzlich ein Boot, und wir konnten Boston noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive erleben.

Gerade diese Kombination aus Stadt und Wasser fand ich spannend, weil man in relativ kurzer Zeit sehr unterschiedliche Eindrücke bekommt, ohne ständig umsteigen oder selbst nach den einzelnen Sehenswürdigkeiten suchen zu müssen.

Danach hatten wir noch Zeit, Boston auf eigene Faust zu erkunden. Rund um Quincy Market und Faneuil Hall kann man viele historische Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß erreichen. Später liefen wir weiter Richtung Downtown Crossing, wo sich das Bild komplett verändert: Statt historischen Gebäuden findet man dort Macy’s, Primark, Marshalls und viele andere bekannte Geschäfte.

Marshalls war für uns besonders interessant, weil das Sortiment ständig wechselt und man nie genau weiß, welche Marken gerade reduziert erhältlich sind.

Portland: vom Schiff direkt in die Stadt

Portland gehört zu den Häfen, bei denen ich keinen Transfer in die Innenstadt einplanen würde.

Man verlässt das Schiff und kann praktisch direkt loslaufen.

Old Port mit seinen Backsteingebäuden, kleinen Geschäften und Restaurants wirkt deutlich ruhiger als Boston oder New York.

Wer shoppen möchte, kann von Portland aus außerdem nach Freeport fahren. Dort gibt es verschiedene Factory Stores und den bekannten L.L.Bean Flagship Store.

Newport: mit dem Tender mitten hinein

Newport war der einzige Hafen unserer Route, bei dem wir nicht direkt vom Schiff auf den Kai gegangen sind.

Die AIDA lag auf Reede und wir wurden mit Tenderbooten an Land gebracht.

Das hört sich zunächst umständlicher an, war es aber nicht. Die Tender setzen die Passagiere sehr zentral ab.

Von dort liefen wir Richtung Bellevue Avenue und beschäftigten uns besonders mit den großen Villen aus dem Gilded Age.

The Breakers, das ehemalige Sommerhaus der Vanderbilt-Familie, ist wahrscheinlich das bekannteste Beispiel.

Gerade Newport würde ich nicht nur wegen einzelner Sehenswürdigkeiten besuchen. Für mich war es vielmehr die Kombination aus Hafen, historischen Häusern, Küste und dieser etwas eleganten Atmosphäre.

Welche Häfen würde ich wieder individuell machen?

Nach dieser Reise würde ich für die Route klar unterscheiden.

Sehr gut auf eigene Faust:
Halifax, Saint John, Portland und Newport.

Auch individuell möglich, aber mit etwas Transport:
Boston.

Eher organisiert bei weiter entfernten Zielen:
Peggy’s Cove ab Halifax, St. Martins ab Saint John oder Ausflüge weit außerhalb der jeweiligen Innenstadt.

Gerade bei einer Kreuzfahrt muss meiner Meinung nach nicht jeder Landgang über die Reederei gebucht werden.

Oft ist es sogar schöner, ohne festen Zeitplan loszulaufen, zwischendurch in einem Café zu sitzen und selbst zu entscheiden, wann man zurückgeht.

Würde ich diese Reise noch einmal machen?

Ja.

Vor allem die Kombination hat mir gefallen.

New York vor der Kreuzfahrt gibt einem einige Tage Großstadt, Shopping und Sightseeing. Danach verändert sich das Tempo: kleinere Hafenstädte, Küste, kanadische Orte und Neuengland.

Mit meiner Mutter war genau diese Mischung für mich ideal.

Und ich habe auf dieser Reise wieder gemerkt, dass ich Orte inzwischen lieber etwas langsamer entdecke.

Nicht zehn Sehenswürdigkeiten an einem Tag, sondern vier oder fünf, dazwischen ein Kaffee, ein Markt oder einfach ein Platz am Wasser.

Vielleicht bleibt am Ende gerade deshalb mehr davon hängen.

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