Polarlichter & Hafenstädtchen

Norwegen im November mit der AIDA Prima. Lohnt sich das?
Norwegen
Lena Emde
27.07.2026
5 min Lesezeit

Kiel, 22. November 2025. Es geht wieder los: Eine Woche mit der AIDAprima auf der Route „Südnorwegen ab Kiel“.

Meine Schwester und ich sind wieder als eingespieltes, dynamisches Reiseduo unterwegs.

Unsere Route: Kiel, Bergen, Stavanger, Kristiansand, Oslo und zurück nach Kiel.

Unsere Kabine: 12292, Balkonkabine (Heck)

Unsere Erwartung: leckeres Essen, Weihnachtsstimmung in Norwegen und einfach entspannen in der Wellness-Oase.

Tatsächlich sind wir diese Route schon einmal vor ein paar Jahren gefahren. Trotzdem hatte die Reise dieses Mal eine ganz besondere Magie.

Entspannter Start ab Kiel

Wir haben direkt in der Nähe des Cruise-Terminals geparkt. Das war super praktisch, weil wir es nicht weit zum Schiff hatten. Das Einchecken hat etwas länger gedauert aber wie gewohnt hat alles reibungslos funktioniert. Der erste Tag war dann ein Seetag. Perfekt, um erst einmal anzukommen, das Schiff zu genießen und zu entspannen. Da wir die Prima schon kannten, haben wir viel Zeit in der Wellnessoase verbracht und einfach gelesen.

Bergen in stimmungsvoller Dämmerung

In Bergen hat es zwischendurch leicht genieselt, aber das hat überhaupt nicht gestört. Ende November herrscht in Norwegen den ganzen Tag über eine besondere Lichtstimmung. Selbst mittags wirkt alles wie eine lange Golden Hour. Das macht irgendwie auch den Charme dieser Jahreszeit im Norden aus.

Die Altstadt lässt sich vom Schiff aus wunderbar zu Fuß erkunden und auch der kleine Weihnachtsmarkt war einen Besuch wert. Die Weihnachtsmärkte in Norwegen sind generell deutlich kleiner als die Weihnachtsmärkte in Deutschland, aber trotzdem ganz gemütlich.

Das Highlight der Reise: Polarlichter

Die Nacht nach Bergen war ohne Frage das (unerwartete) Highlight unserer Reise. Laut Aurora App standen die Chancen auf Polarlichter richtig gut und tatsächlich hatten wir Glück.

Gegen 22:30 Uhr konnten wir sie von unserer Balkonkabine aus beobachten. Anfangs waren sie nur mit der Smartphonekamera zu erkennen, später schimmerten sie stärker und waren auch mit bloßem Auge zu erkennen. Dass wir eine Heckkabine hatten, war dafür perfekt. Wir hatten freie Sicht nach Norden und konnten sogar zwischendurch vom Bett aus nach draußen schauen. So mussten wir nicht dauerhaft in der Kälte stehen. Aber ganz ehrlich: Es zog uns natürlich immer wieder nach draußen.

Interessant war auch, dass es keine Durchsage an Bord gab. Wer Polarlichter sehen möchte, sollte also unbedingt selbst die Aurora App im Blick behalten. Mit wolkenlosem Himmel gehört aber natürlich auch etwas Glück dazu.

Stavanger ganz entspannt

Stavanger kannten wir auch von unserer früheren Reise. Den Preikestolen und den Lysefjord hatten wir damals schon besucht. Deshalb haben wir uns dieses Mal einfach Zeit genommen, sind durch die Stadt geschlendert und haben bei schönem Wetter noch eine kleine Wanderung gemacht.

Zu der Zeit gab es in den Geschäften auch sehr viel hübsche, skandinavische Weihnachtsdeko. Hier mussten wir uns sehr zurückhalten.

Kristiansand und Tierpark

Auch Kristiansand kannten wir bereits. Deshalb haben wir uns schon im Vorfeld für einen „Glücksausflug“ von AIDA entschieden. Für uns ging es also für etwa 50 € pro Person in den Tierpark.

Zum regulären Preis von über 100 € hätten wir ihn ehrlich gesagt nicht gebucht. Zwar haben wir viele typisch skandinavische Tiere wie Elche und Wölfe gesehen, aber die Führung war etwas chaotisch und die Reiseleitung hat sich wegen einiger Baustellen mehrfach verlaufen. Für den reduzierten Preis war der Ausflug aber völlig in Ordnung.

Oslo mit einem unschönen Ende

Unser letzter Hafen war Oslo. Trotz Regen sind wir zu Fuß vom Schiff in die Stadt gelaufen. Das geht problemlos und lohnt sich. Besonders die Innenstadt, das Schloss und der Weihnachtsmarkt haben uns gut gefallen.

Leider habe ich mir dort an einer norwegischen Bratwurst ziemlich den Magen verdorben. Am letzten Seetag lag ich deshalb fast nur noch in der Kabine, während meine Schwester allein das Bordprogramm genutzt hat. Eigentlich wollten wir den Tag noch einmal in der Wellnessoase verbringen. Das fiel dann leider komplett aus. Zumindest konnte ich schön aufs Wasser schauen und das Boardprogamm über den TV verfolgen.

Am Essen auf dem Schiff lag es definitiv nicht. Das war wie immer super Spitzenklasse!

Unser Fazit

Trotz des unschönen Endes war es eine richtig schöne Reise. Gerade Ende November hat Norwegen eine ganz besondere Atmosphäre. Die Städte sind festlich beleuchtet, überall beginnt die Weihnachtszeit und durch die ständige Dämmerung wirkt alles irgendwie gemütlich.

Wer zusätzlich die Mondphasen und die Polarlichtprognose im Blick hat, hat auf der Strecke zwischen Bergen und dem Süden gute Chancen (mit etwas Glück) sogar Polarlichter zu sehen.

Ich würde die Route jederzeit wieder machen. Im Winter wegen der gemütlichen Weihnachtsstimmung und der Chance auf Polarlichter. Im Frühsommer dagegen wegen der längeren Tage und der Möglichkeit, den Preikestolen oder den Lysefjord zu besuchen. Beide Jahreszeiten haben ihren ganz eigenen Reiz.

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