Rundreise durch Panama

Oh, wie schön ist Panama!
Panama
Alicia Böttner
07.10.2026
•
5 min Lesezeit

Drei Wochen mit dem Rucksack eines der schönsten Länder Mittelamerikas entdecken

Unsere Ankunft

Nach einer 24-stündigen Reise endlich angekommen im Paradies.

Mit einem Zwischenstopp in den USA sind wir ca. 14 Stunden nach Panama geflogen. Direkt im Anschluss haben wir den Flughafen gewechselt, um mit einer Propellermaschine nach Bocas del Toro auf der Karibikseite zu fliegen. Abenteuerlich! Würde ich das empfehlen oder heute nochmal so machen, eindeutig nein. Aber es war eine Erfahrung wert, der Jetlag kickt und am Ende hat es sich mehr als gelohnt. Achtung: die Luftfeuchtigkeit ist extrem hoch und für uns Europäer gewöhnungsbedürftig, daher empfehle ich: erstmal in Ruhe ankommen und akklimatisieren.

Fortbewegung

Die öffentlichen Verkehrsmittel sind gut ausgebaut, es gibt mehrere lokale Busse und Kleinbusse, die einen direkten Transfer anbieten (etwas teurer, aber bei längeren Strecken sinnvoll). In Panama-Stadt selbst kommt man gut mit Taxi, Metro oder Uber voran. Mietwagen ist natürlich auch eine mögliche Option.

Unsere Route & Empfehlung des Mindestaufenthaltes

  • Bocas del Toro (mindestens 4-5 Nächte)
  • Boquete (mindestens 2 Nächte)
  • Santa Catalina (mindestens 2-3 Nächte)
  • El Valle de Anton (mindestens 2 Nächte)
  • San Blas (je nach persönlicher Präferenz, mindestens 2-3 Nächte)
  • Panama-Stadt (mindestens 4 Nächte)

Bocas del Toro: Karibik, Dschungel und traumhafte Strände

Angekommen in unserer Eco-Lodge mitten im Dschungel auf Bocas del Toro, wurden wir von Schmetterlingen und Grillen empfangen.
Unser Highlight war definitiv der morgendliche Weckruf durch einige Brüllaffen direkt im Baum vor unserem Zimmer.
Es gibt einige Strandabschnitte, welche zum Schnorcheln geeignet sind, dabei kann man am Starfish Beach hunderte Seesterne beobachten.
Sogar für Nachtschwärmer wird einiges geboten, in der Kleinstadt Bocas del Toro tummeln sich einige Bars, Clubs und Restaurants, die bunt geschmückt und beleuchtet sind - wir konnten uns gar nicht entscheiden.

Im Hochland: Kaffeeplantagen und Vulkanerlebnisse

Boquete liegt eingebettet im Hochland zwischen vielen Wasserfällen, ganz in der Nähe des Vulkan Barú, der mit seinen 3.475 Metern der höchste Punkt in ganz Panama ist.
Kulinarisch kommt hier jeder auf seine Kosten: von frischen Früchten und gekochten Bananen bis hin zu selbst geernteten Avocados - was mir als absoluter Avocado-Liebhaber natürlich in die Karten gespielt hat.
Ein Besuch auf einer der vielen Kaffeeplantagen lohnt sich für leidenschaftliche Kaffeetrinker.
Das Probieren des teuersten Kaffees der Welt, dem Panama-Geisha, ist natürlich Pflicht.

Santa Catalina und Isla Coiba

Auf der Pazifikseite glänzt Santa Catalina als bekannter Surfspot, welcher viele junge Leute anlockt.
Es gibt einige kleine familiengeführte Restaurants mit wenigen Sitzplätzen, es wird immer frisch gekocht und meistens hilft die ganze Familie.
Mit dem Speedboot fährt man ca. 40 Minuten zur Insel Coiba mit ihren traumhaften Sandstränden, Palmen und einer intakten Unterwasserwelt, welche zum Schnorcheln oder Tauchen geeignet ist. Hier lassen sich mit etwas Glück Schildkröten, Riffhaie und Rochen beobachten.

El Valle de Anton: Wandern und Natur pur

Im Tal von El Valle de Anton regnet es häufiger und es ist deutlich kühler als in anderen Regionen. Es hat uns dort sehr gut gefallen, weil es immer grün ist und optimale Temperaturen für ausgiebige Wanderungen bietet. Von dem Zentrum bis zum Cerro La Silla benötigt man ungefähr eineinhalb Stunden zu Fuß. Wir sind nachts los, um pünktlich den Sonnenaufgang sehen zu können. Es war anstrengend, aber es lohnt sich alle Male - Taschenlampe und Proviant nicht vergessen.

San Blas: Übernachten auf einer einsamen Insel

An traumhaften Karibikstränden kann man sich nicht sattsehen, daher entschieden wir uns für eine Übernachtung auf einer einsamen Insel im Archipel San Blas. Luxus und Kulinarik braucht man nicht erwarten, dafür wird man mit Natur und verlassenen Stränden belohnt. Auf den Inseln ist alles sehr einfach gehalten - wir haben in einer Strandhütte aus Palmenwedeln übernachtet inkl. Sandpeeling am nächsten Morgen. Strom gab es nur mit Solarpanels, wenn die Sonne schien. Insgesamt ein großes Abenteuer und lohnenswert, wenn man wenige Ansprüche hat, man muss sich nur vorher im Klaren sein worauf ich mich einlasse.

Panama-Stadt: das New York City Mittelamerikas

Panama-Stadt hat uns total beeindruckt - eine moderne Stadt mit vielen Wolkenkratzern, einem der wichtigsten Kanäle der Welt und das mitten in Mittelamerika. Die Altstadt im Kolonialstil versetzt einen in eine andere Zeit. Unbedingt eine kleine Pause in einer Rooftop-Bar einlegen. Wir waren in der Sama Skylounge - Leckere Cocktails mit Ausblick sind natürlich unschlagbar.
Ein Besuch des Miraflores-Kanals ist Pflichtprogramm, auch wenn ich nicht technikinteressiert bin. Frage unbedingt vorher in deiner Unterkunft nach, wann die großen Schiffe durchfahren, sodass du das größte Spektakel miterleben kannst.
Am Stadtrand liegt der ganz bekannte Metropolitan Natural Park, auf dem Weg nach oben sieht man nicht nur die Skyline von Panama-Stadt, sondern wird mit einer Artenvielfalt belohnt. Wir konnten einige Faultiere, Nasenbären, Affen/ Tamarine und ein Schuppentier beobachten - Das in freier Wildbahn, denn der Park ist nicht eingezäunt.

Unser Fazit

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es für uns eine der schönsten Reiseerlebnisse war. Wir sind dort ohne Erwartungen angekommen und wurden mehr als belohnt. Eine Reise mit vielen Eindrücken, fremder Kulturen, magischen Orten - einfach unglaublich! Das wird nicht unser letzter Besuch gewesen sein.

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