Saranda/ Albanien

Meine Heimat am Ionischen Meer
Albanien
Olesja Dervishi
28.07.2026
5 min Lesezeit

Saranda ist für mich nicht einfach ein Reiseziel – es ist meine Heimat. Jedes Mal, wenn ich zurückkomme und das tiefblaue Ionische Meer sehe, habe ich sofort das Gefühl, angekommen zu sein. Viele vergleichen die Landschaft mit Griechenland oder Kroatien. Für mich ist sie einzigartig. Vielleicht bin ich nicht ganz objektiv – aber ich finde, dass Saranda zu den schönsten Orten am Mittelmeer gehört.

Das Meer – jeden Tag eine andere Farbe

Das Faszinierende an Saranda ist das Meer. Je nach Sonnenstand schimmert es mal türkis, mal dunkelblau oder fast smaragdgrün. Rund um die Stadt gibt es unzählige Badebuchten.

Natürlich kennen viele Besucher Ksamil, aber auch Kakome oder Qeparo gehören für mich zu den schönsten Orten der Albanischen Riviera. Wer etwas mehr Ruhe sucht, findet zwischen Saranda und diesen Orten immer wieder kleine Buchten, in denen selbst im Sommer überraschend wenig los ist.

Ein kleiner Geheimtipp für Fischliebhaber

Wenn ihr von Saranda Richtung Ksamil fahrt, achtet auf die erste Abzweigung rechts. Dort liegt ein kleiner Fischerhafen, den viele Urlauber einfach übersehen.

Jeden Morgen legen dort die Fischer mit ihrem Fang an. Wer früh genug kommt, kann frischen Fisch oder Meeresfrüchte direkt vom Boot kaufen – frischer geht es wirklich nicht. Für mich gehört das zu den Erlebnissen, die einen Urlaub authentisch machen und die man in keinem Reiseführer findet.

Probiert unbedingt das lokale Gemüse

Viele denken bei Albanien zuerst an Fisch. Ich würde aber genauso das Obst und Gemüse empfehlen. Durch die vielen Sonnenstunden und das mediterrane Klima schmecken Tomaten, Gurken, Paprika oder Wassermelonen einfach intensiver als vieles, was man aus Mitteleuropa kennt. Oft braucht es nur etwas Olivenöl, Salz und frisches Brot – mehr nicht.

Wo ich selbst essen gehe

Wenn mich Freunde fragen, wo sie essen sollen, empfehle ich fast immer dieselben zwei Restaurants:

Taverna Filipi und Taverna Peshkatari.

Beide gibt es schon seit vielen Jahren. Sie sind keine Luxusrestaurants mit Designmöbeln oder Instagram-Dekoration – und genau das macht sie für mich aus. Hier kommt es auf das Essen an: frischer Fisch, ehrliche albanische Küche und faire Preise.Im August solltet ihr allerdings reservieren oder das Essen mitnehmen. Gerade am Abend ist es oft schwierig, spontan einen freien Tisch zu bekommen.

Meine persönliche Lieblingsspezialität

Wenn ich an Saranda denke, denke ich sofort an Muscheln. Als Kind habe ich sie oft ganz frisch gegessen – direkt nach dem Kauf von Einheimischen, die sie in mit Meerwasser gefüllten Cola-Flaschen verkauft haben. Ja, wirklich. Und ehrlich gesagt, mache ich das heute noch, wenn ich zu Hause bin.

 Wer sie lieber gekocht probieren möchte, sollte unbedingt im Mussel House essen. Dort werden während der Saison täglich frische Muscheln geliefert und man schmeckt den Unterschied.

Mehr als Sonne und Strand

Viele unterschätzen Saranda, weil sie nur an Badeurlaub denken. Dabei hat die Stadt alles, was man für einen gelungenen Urlaub braucht.

Abends schlendere ich am liebsten über die Promenade. Dort treffen sich Familien, Freunde und Urlauber, Kinder spielen, Straßenmusiker sorgen für Stimmung und überall riecht es nach gegrilltem Fisch oder frischem Kaffee.

Wer das Nachtleben sucht, wird ebenfalls fündig. Clubs wie Mango Beach oder Orange Club gehören seit Jahren zu den bekanntesten Adressen der Region.

Auch Familien kommen auf ihre Kosten – mit Spielplätzen, kleinen Attraktionen und einer entspannten Atmosphäre direkt am Wasser.

Und falls jemand keinen Fisch mag: Kein Problem. Saranda hat inzwischen auch viele hervorragende Restaurants mit hochwertigem Fleisch, traditionellen albanischen Spezialitäten und internationaler Küche.

Wann lohnt sich eine Reise?

Wenn ihr mich fragt, dann ganz klar: Juni oder September.

Mit Temperaturen zwischen etwa 25 und 30 Grad ist es warm genug zum Baden, aber deutlich angenehmer als im Hochsommer. Die Straßen sind entspannter, die Strände weniger voll und die Einheimischen haben wieder etwas mehr Zeit für Gespräche.

Mein Fazit

Über Saranda könnte ich wahrscheinlich stundenlang erzählen. Vielleicht liegt das daran, dass es meine Heimat ist.

Natürlich liebe ich das Meer und die Strände. Aber was Saranda für mich wirklich besonders macht, sind die Menschen, die Herzlichkeit und die kleinen Momente: morgens frischen Fisch direkt vom Fischer kaufen, den Geschmack einer sonnengereiften Tomate, ein langer Abendspaziergang an der Promenade oder ein Teller Muscheln mit Blick aufs Meer.

Genau deshalb wünsche ich jedem Besucher, Saranda nicht nur als Badeort zu sehen. Nehmt euch Zeit, sprecht mit den Einheimischen, probiert die regionale Küche und entdeckt die kleinen Orte abseits der bekannten Strände. Erst dann versteht man, warum ich immer wieder so gerne nach Hause komme.

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Malta

Malta

Malta – klein, sonnig und voller Überraschungen Malta hat mich vom ersten Moment an ein bisschen an Albanien erinnert: viel Sonne, das Mittelmeer, Menschen, die das Leben draußen genießen, und diese entspannte Atmosphäre. Gleichzeitig ist die Insel v
Olesja Dervishi
5 min Lesezeit

Malta – klein, sonnig und voller Überraschungen

Malta hat mich vom ersten Moment an ein bisschen an Albanien erinnert: viel Sonne, das Mittelmeer, Menschen, die das Leben draußen genießen, und diese entspannte Atmosphäre. Gleichzeitig ist die Insel viel kompakter, historischer und an vielen Orten außergewöhnlich gepflegt. Für mich ist Malta eine schöne Mischung aus Geschichte, Kultur und Badeurlaub.

Valletta – klein, aber voller Geschichte

Valletta gehört für mich zu den Orten, die man einfach zu Fuß entdecken sollte. Die schmalen Gassen, die hellen Sandsteinhäuser und die vielen Aussichtspunkte machen den besonderen Charme der Hauptstadt aus. Hinter fast jeder Ecke gibt es etwas Neues zu entdecken – kleine Plätze, Kirchen oder Cafés mit Blick aufs Meer.

Mdina – die stille Stadt

Ganz anders ist Mdina. Sobald man durch das Stadttor geht, wird es plötzlich ruhig. Die engen Gassen, die alten Mauern und die besondere Atmosphäre machen den Spaziergang zu einem kleinen Ausflug in die Vergangenheit. Wer gerne fotografiert, wird diesen Ort lieben.

Blue Lagoon – so schön wie auf den Postkarten

Die Blue Lagoon auf Comino gehört zu den bekanntesten Orten Maltas – und das völlig zurecht. Das Wasser ist unglaublich klar und türkis. Allerdings ist sie im Sommer auch entsprechend voll. Wenn ihr die Lagune genießen möchtet, lohnt es sich, möglichst früh morgens dort zu sein.

Gozo – etwas ruhiger

Wenn euch Malta zu lebhaft wird, dann nehmt die Fähre nach Gozo. Die Insel wirkt entspannter, grüner und etwas ursprünglicher. Perfekt, wenn man einen ruhigeren Tag verbringen möchte.

Fortbewegung auf Malta

Viele überlegen, sich einen Mietwagen zu nehmen. Das ist grundsätzlich möglich, allerdings fährt man auf Malta auf der linken Straßenseite. Wer das nicht aus Großbritannien oder anderen Linksverkehr-Ländern kennt, braucht meist etwas Eingewöhnung – ich würde es deshalb nicht jedem empfehlen.

Zum Glück kommt man auch ohne Auto hervorragend zurecht. Taxis sind überall verfügbar und im Vergleich zu vielen anderen Urlaubsländern recht günstig. Mit Apps wie Bolt funktioniert das ganz unkompliziert.

Auch das Busnetz ist wirklich gut ausgebaut. Die Busse fahren regelmäßig, sind günstig und werden sowohl von Einheimischen als auch von Touristen viel genutzt.

Ein Tipp für den ersten Urlaubstag: Kauft euch ein Ticket für den Hop-on-Hop-off-Bus. So bekommt ihr einen guten Überblick über die Insel, seht die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und könnt danach in Ruhe entscheiden, welche Orte ihr euch genauer anschauen möchtet.

Essen auf Malta

Kulinarisch gibt es auf Malta für jeden Geschmack etwas. Als Inselstaat spielt frischer Fisch natürlich eine große Rolle, gleichzeitig findet man durch den internationalen Tourismus Restaurants aus aller Welt – von günstig bis gehoben.

Wenn ihr in St. Julian's unterwegs seid, würde ich euch zwei Restaurants empfehlen:

- Sole by Tarragon – mein Tipp für frischen Fisch und Meeresfrüchte.
- Mamachi – wenn ihr gutes Sushi mögt.

Generell fand ich das Preis-Leistungs-Verhältnis in vielen Restaurants wirklich fair.

Sprache und Atmosphäre

Was das Reisen angenehm macht: Die meisten Menschen sprechen Englisch, viele zusätzlich auch Italienisch. Verständigungsprobleme hatte ich eigentlich nie.

Eins sollte man allerdings wissen: Malta ist unglaublich beliebt. Vor allem in den Sommermonaten ist die Insel voller Besucher. Wer etwas mehr Ruhe möchte, reist am besten im Frühjahr oder im Herbst.

Ein bisschen Heimatgefühl

Besonders das Klima, die Küsten und das mediterrane Lebensgefühl erinnern mich immer wieder an Albanien. Vielleicht habe ich mich deshalb dort so schnell wohlgefühlt.
Da ich Malta auch beruflich schon mehrmals besucht habe, kenne ich inzwischen viele Ecken der Insel. Trotzdem waren die Cocktails am Abend – nach einem langen Arbeitstag oder einer kleinen Entdeckungstour – fast immer das Highlight des Tages.

Mein Fazit

Malta ist zwar klein, hat aber unglaublich viel zu bieten. Geschichte, beeindruckende Städte, türkisfarbenes Wasser, gutes Essen und kurze Wege machen die Insel zu einem perfekten Reiseziel – egal ob für ein verlängertes Wochenende oder eine ganze Woche.

Meine persönlichen Highlights sind Valletta, Mdina, die Blue Lagoon und Gozo. Wenn ihr Sonne, Kultur und Meer miteinander verbinden möchtet, werdet ihr Malta mit großer Wahrscheinlichkeit genauso mögen wie ich.

Griechenland

Santorini

Santorini ist eine Insel, die vor allem durch ihre weißen Dörfer, die spektakuläre Caldera und ihre vulkanisch geprägte Landschaft bekannt ist. Während meiner Reise habe ich die Insel aber nicht nur wegen der bekannten Fotomotive als besonders erlebt
Olesja Dervishi
28.07.2026
5 min Lesezeit

Santorini ist eine Insel, die vor allem durch ihre weißen Dörfer, die spektakuläre Caldera und ihre vulkanisch geprägte Landschaft bekannt ist. Während meiner Reise habe ich die Insel aber nicht nur wegen der bekannten Fotomotive als besonders erlebt, sondern vor allem wegen ihrer Gegensätze: weiße Häuser und schwarze Strände, ruhige Weinberge und überfüllte Orte wie Oia.

Oia und der berühmte Sonnenuntergang

Ein Höhepunkt war für mich Oia im Norden Santorinis. Die weißen Häuser, die engen Gassen und der Blick auf die Caldera sind wirklich beeindruckend. Besonders bekannt ist Oia für den Sonnenuntergang. Die Stimmung, wenn die Sonne langsam im Meer verschwindet und die Häuser golden leuchten, ist wunderschön. Allerdings sollte man sich darauf einstellen, dass es zum Sonnenuntergang sehr voll werden kann. Wer einen guten Platz möchte, sollte frühzeitig dort sein. Trotz der vielen Menschen würde ich Oia bei einer Reise nach Santorini auf jeden Fall wieder besuchen.

Santorini und der Vulkan

Die vulkanische Geschichte der Insel ist überall sichtbar. Die Caldera und die Vulkanlandschaft prägen das gesamte Bild von Santorini. Die Vulkane selbst fand ich persönlich nicht besonders beängstigend, da vulkanische Aktivitäten beobachtet und teilweise vorhergesagt werden können. Erdbeben empfand ich dagegen als deutlich beunruhigender, weil sie plötzlich auftreten können. Gerade dadurch wurde mir bewusst, wie stark die Natur das Leben und die Geschichte der Insel geprägt hat.

Weinverkostung auf Santorini

Eine Weinverkostung auf Santorini gehört für mich zu den Erlebnissen, die ich Reisenden empfehlen würde. Das trockene Klima und der vulkanische Boden geben den Weinen einen besonderen Charakter. Interessant fand ich auch die typische Form, in der die Reben wachsen. Wegen des starken Windes werden sie teilweise zu niedrigen, korbförmigen Reben erzogen. Eine Weinverkostung verbindet deshalb Genuss mit einem Einblick in die besondere Landwirtschaft der Insel.

Red Beach und die schwarzen Strände

Wer auf Santorini schöne Strände erwartet, sollte wissen, dass die Insel vor allem durch ihre vulkanischen Strände außergewöhnlich ist. Der Red Beach beeindruckt durch seine roten und dunklen Felsen. Die Landschaft wirkt fast unwirklich und zeigt deutlich den vulkanischen Ursprung der Insel. Auch die schwarzen Strände von Santorini sind sehenswert. Der dunkle Sand und das klare blaue Meer bilden einen beeindruckenden Kontrast. Für mich waren die Strände vor allem landschaftlich interessant. Wer jedoch feinen, hellen Sand sucht, findet auf anderen griechischen Inseln wahrscheinlich passendere Strände.

Tradition und Souvenirs: Esel und „To Mati tis Thalassas“

Die traditionellen Esel gehören zum bekannten Bild Santorinis. Besonders in Orten mit vielen Treppen wurden und werden sie zum Transport eingesetzt. Ich fand es interessant, diese Tradition zu sehen, habe sie aber auch mit gemischten Gefühlen betrachtet. Als Reisender sollte man sich meiner Meinung nach immer fragen, unter welchen Bedingungen die Tiere eingesetzt werden.

Ein besonderes Souvenir ist der Stein „To Mati tis Thalassas“, das „Auge des Meeres“. Er wird für verschiedene Schmuckstücke verwendet. Mir gefällt die Idee, ein Stück der besonderen Natur Santorinis als persönliche Erinnerung mit nach Hause zu nehmen.

Mein Santorini-Reisetipp

Santorini ist meiner Meinung nach mehr als ein klassisches Badeurlaubsziel. Die Insel eignet sich besonders für Reisende, die Landschaft, Kultur, Wein und besondere Sehenswürdigkeiten miteinander verbinden möchten. Mein persönlicher Tipp: Oia sollte man unbedingt besuchen, aber möglichst nicht nur zur Hauptzeit. Wer Santorini etwas ruhiger erleben möchte, sollte die Hauptsaison möglichst meiden. Eine Kombination aus Oia, den vulkanischen Stränden, einer Weinverkostung und den besonderen Landschaften der Insel bietet meiner Meinung nach einen sehr guten Eindruck von Santorini. Ich würde Santorini wieder besuchen – vor allem wegen der einzigartigen Landschaft und der besonderen Mischung aus Vulkan, Meer und griechischer Kultur.

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