Skifahren in Kayseri

Warum Erciyes mein überraschendster Skiurlaub war
Türkei
Sascha Brummer
04.11.2026
•
5 min Lesezeit

Drei Tage Wintersport im Herzen Anatoliens

Wenn man an Skifahren denkt, fallen den meisten Menschen zuerst Österreich, Italien oder die Schweiz ein. Die Türkei haben vermutlich die wenigsten auf dem Schirm. Genau deshalb hat mich ein verlängertes Skiwochenende in Kayseri besonders gereizt.

Gemeinsam mit einem guten Freund machte ich mich an einem Donnerstagabend direkt nach der Arbeit auf den Weg nach Düsseldorf. Mit SunExpress ging es nonstop nach Kayseri in Zentralanatolien. Schon auf dem Flug wurde klar, dass dies keine typische Skireise werden würde. Wir waren die einzigen beiden deutschen Passagiere an Bord und wurden entsprechend neugierig angeschaut.

Nach knapp vier Stunden Flug kamen wir in Kayseri an und übernachteten zunächst in einem einfachen, aber sauberen Stadthotel. Da unser Rückflug ebenfalls mitten in der Nacht stattfinden sollte, entschieden wir uns bewusst für zwei Übernachtungen in der Innenstadt und zwei Übernachtungen direkt im Skigebiet.

Mit dem Linienbus ins Skigebiet

Am nächsten Morgen ging es los. Besonders überrascht hat uns die unkomplizierte Anreise ins Skigebiet Erciyes.

Mit einem öffentlichen Linienbus fuhren wir von Kayseri ins Skigebiet. Die Fahrt dauerte rund 30 Minuten und kostete umgerechnet nur wenige Euro. Während man in vielen Skigebieten Europas auf teure Transfers oder Mietwagen angewiesen ist, funktionierte hier alles erstaunlich einfach.

Nach der Ankunft checkten wir im Erciyes Hill Resort Hotel ein und machten uns direkt auf den Weg zur ersten Talstation.

Schnee ohne Ende

Schon auf dem Weg zu den Liften bot sich ein beeindruckendes Bild.

Die Schneemengen waren gewaltig. Vor Restaurants, Hotels, Liftstationen und Geschäften waren meterhohe Schneewände freigefräst worden. Teilweise waren Schilder, Schneekanonen und Pistenmarkierungen fast komplett unter dem Schnee verschwunden. Sichtbar waren oft nur noch die obersten Zentimeter.

So viel Schnee habe ich bisher noch nicht erlebt.

Gleichzeitig herrschten perfekte Bedingungen. Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und bestens präparierte Pisten sorgten für ideale Skitage.

Die Überraschung auf den Pisten

Die Qualität der Pisten hat mich ehrlich gesagt überrascht. Die Abfahrten waren abwechslungsreich, gut gepflegt und boten deutlich mehr Höhenmeter als viele deutsche Skigebiete.

Mindestens genauso spannend waren aber die Menschen auf den Pisten.

Offensichtlich war ein großer Teil der Gäste noch nicht besonders lange auf Skiern unterwegs. Regelmäßig musste man gestürzten Fahrern ausweichen oder beobachten, wie komplette Familien versuchten, gemeinsam die ersten Schwünge zu meistern.

Besonders unterhaltsam war das Geschehen an den Sesselliften. Beim Ein- und Aussteigen kam es regelmäßig zu kleineren Stürzen und lustigen Szenen. Dadurch dauerten manche Liftfahrten zwar etwas länger als geplant, sorgten aber gleichzeitig für viele Schmunzler.

Türkische Gastfreundschaft im Schnee

Was mir besonders positiv in Erinnerung geblieben ist, war die Freundlichkeit der Menschen.

Überall wurden wir neugierig angesprochen. Viele Einheimische wunderten sich darüber, dass zwei Deutsche ausgerechnet zum Skifahren in die Türkei geflogen waren.

Auch kulinarisch hatte das Skigebiet einiges zu bieten. Statt Kaiserschmarrn und Flädlesuppe gab es frisch gebackenes Pidebrot, Sucuk-Sandwiches, Köfte und Ayran. Vor einigen Berghütten wurde gegrillt, Musik gespielt und gemeinsam gegessen.

Die Atmosphäre wirkte deutlich familiärer und entspannter als in vielen großen Alpen-Skigebieten.

Wenn das Wochenende vorbei ist

Eine Besonderheit fiel uns am Sonntagabend auf.

Sobald das Wochenende vorbei war, wurde es im Skigebiet deutlich ruhiger. In unserem Hotel waren teilweise nur noch wenige Gäste anwesend. Beim Abendessen saßen wir mit lediglich zwei weiteren Gästen im Restaurant.

Wer nach viel Après-Ski, Bars und Nachtleben sucht, ist in Erciyes vermutlich falsch aufgehoben. Außer den Hotels und einigen Restaurants gibt es abends nur wenige Alternativen.

Gerade das hat uns allerdings gefallen. Statt Party stand hier eindeutig das Skifahren und die Natur im Mittelpunkt.

Ein letzter Abend in Kayseri

Nach unserem letzten Skitag fuhren wir noch einmal zurück nach Kayseri.

Dort nutzten wir die Gelegenheit, in einem typisch türkischen Restaurant essen zu gehen. Die Stadt wird von vielen Reisenden lediglich als Ankunftsort wahrgenommen, hat aber durchaus ihren eigenen Charme.

Bevor unser Rückflug um vier Uhr morgens startete, konnten wir noch einige Stunden schlafen. Um sechs Uhr morgens landeten wir wieder in Düsseldorf und saßen wenig später bereits im Büro.

Verrückt, aber wunderschön.

Mein Fazit

Ich bin bereits in Deutschland, Österreich, Italien, der Schweiz, Finnland und Nordamerika Ski gefahren. Trotzdem bleibt mir Erciyes bei Kayseri besonders in Erinnerung.

Die Kombination aus hervorragenden Schneeverhältnissen, toller Liftinfrastruktur, türkischer Gastfreundschaft, gutem Essen und vergleichsweise niedrigen Preisen macht das Gebiet für mich zu einem echten Geheimtipp.

Wer einmal etwas anderes erleben möchte als die klassischen Alpenregionen und offen für neue Erfahrungen ist, sollte Kayseri definitiv in Betracht ziehen.

Für mich war diese Reise der Beweis, dass man für außergewöhnliche Skierlebnisse nicht immer nach Österreich oder in die Schweiz fahren muss. Manchmal liegen die spannendsten Ziele dort, wo man sie am wenigsten erwartet.

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Kanada

Mit dem Wohnmobil durch Westkanada

Drei Wochen mit dem Wohnmobil durch Westkanada Im Sommer 2026 waren wir drei Wochen mit dem Wohnmobil in Westkanada. Gemeinsam mit meiner Frau und unseren beiden Kindern wollten wir möglichst viel Natur und Action erleben. Von Düsseldorf ging es zunä
Sascha Brummer
04.11.2026
•
5 min Lesezeit

Drei Wochen mit dem Wohnmobil durch Westkanada

Im Sommer 2026 waren wir drei Wochen mit dem Wohnmobil in Westkanada. Gemeinsam mit meiner Frau und unseren beiden Kindern wollten wir möglichst viel Natur und Action erleben.

Von Düsseldorf ging es zunächst über Frankfurt nach Vancouver. Dank eingelöster Lufthansa-Meilen konnten wir den Flug in der Business Class genießen. Nach der Ankunft verbrachten wir die erste Nacht bewusst in einem Hotel, um nach dem Flug erst einmal in Ruhe anzukommen.

Warum wir uns für das größte Wohnmobil entschieden haben

Am nächsten Morgen übernahmen wir unser Wohnmobil bei Cruise Canada. Gebucht hatten wir ein C30-Modell für bis zu sieben Personen, obwohl wir nur zu viert unterwegs waren.

Rückblickend war das eine der besten Entscheidungen der gesamten Reise.

Die Kinder schliefen im Alkoven über dem Fahrerhaus, während wir das feste Doppelbett im Heck nutzten. Dadurch mussten wir nie Sitzgruppen umbauen oder jeden Abend Kissen und Decken umlegen und am nächsten Morgen wieder verstauen.

Besonders gefallen hat uns die Raumaufteilung. Die Dusche war von Toilette und Waschbereich getrennt. Dadurch wirkte das Wohnmobil deutlich größer und komfortabler als viele europäische Modelle, die wir vorher angesehen hatten.

Wer Kanada mit dem Wohnmobil bereisen möchte, dem würde ich deshalb immer empfehlen, lieber eine Nummer größer zu buchen als zu klein.

Vancouver - der perfekte Einstieg

Bevor das eigentliche Abenteuer begann, erkundeten wir Vancouver.

Die Stadt hat uns vom ersten Moment an begeistert. Besonders angenehm fanden wir die entspannte Atmosphäre und die Lage zwischen Bergen und Meer.

Für einen Tag mieteten wir Fahrräder und fuhren rund um den Stanley Park. Gerade für Familien ist das eine tolle Möglichkeit, die Stadt kennenzulernen. Die Wege sind hervorragend ausgebaut und man bekommt schnell einen guten Eindruck von Vancouver.

Vancouver Island und das Gefühl von Freiheit

Ein besonderes Erlebnis war die Überfahrt mit der Fähre nach Vancouver Island.

Allein schon die Anfahrt mit dem Wohnmobil auf die Fähre fühlte sich nach Abenteuer an. Auf Vancouver Island besuchten wir Victoria und die Westküste rund um Ucluelet.

Natürlich wollten wir auch den Pazifik erleben. Das Wasser hatte gerade einmal rund 14 Grad, trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen hineinzugehen.

Whistler - weit mehr als nur ein Skiort

Whistler kannten wir bisher hauptsächlich von den Olympischen Winterspielen und als eines der bekanntesten Skigebiete Nordamerikas.

Umso überraschter waren wir, wie attraktiv der Ort auch im Sommer ist.

Die autofreie Fußgängerzone mit ihren Restaurants, Cafés und Geschäften erzeugt eine Atmosphäre, die man in Nordamerika nur selten findet. Wir verbrachten hier mehrere entspannte Tage, gingen spazieren, genossen die Seen der Umgebung und beobachteten die zahlreichen Mountainbiker.

Ein absolutes Highlight war das Ziplining. Mit hoher Geschwindigkeit über Wälder und Täler zu schweben sorgt definitiv für Adrenalin und tolle Erinnerungen.

Von Whistler in die Rocky Mountains

Über den beeindruckenden Sea-to-Sky Highway fuhren wir weiter Richtung Rocky Mountains.

Von Whistler führte unsere Route über Clearwater nach Jasper und Banff. Unterwegs hielten wir immer wieder spontan an Seen, Aussichtspunkten oder Wasserfällen an. Genau diese Freiheit macht für mich den Reiz einer Wohnmobilreise aus.

Wildwasser-Rafting und unvergessliche Naturerlebnisse

Zu den aktivsten Erlebnissen unserer Reise gehörte das Wildwasser-Rafting in Clearwater.

Für unsere Familie war das einer der spaßigsten Tage des gesamten Urlaubs. Die Mischung aus Natur, Abenteuer und gemeinsamer Aktivität bleibt lange in Erinnerung.

Kanada begeistert aber auch mit vielen ruhigen Momenten.

Oft standen wir einfach an einem See, beobachteten die Landschaft und genossen die unglaubliche Weite. Gerade für Menschen, die im Alltag viel arbeiten und ständig Termine haben, ist diese Ruhe etwas ganz Besonderes.

Der Maligne Lake und der Icefields Parkway

Wenn ich zwei absolute Highlights nennen müsste, wären es der Maligne Lake und der Icefields Parkway.

Die Bootstour auf dem Maligne Lake zählt zu den schönsten Naturerlebnissen. Das türkisfarbene Wasser, die Berge und die nahezu perfekte Spiegelung sorgten für unzählige Fotomotive.

Nicht weniger beeindruckend war die Fahrt über den Icefields Parkway zwischen Jasper und Banff.

Hinter nahezu jeder Kurve wartete ein neues Panorama. Gletscher, Bergseen, Wasserfälle und schneebedeckte Gipfel machten diese Strecke zu einem der landschaftlichen Höhepunkte unserer Reise.

Wenn die Natur ihre Schattenseite zeigt

Leider erlebten wir auch die Auswirkungen der Waldbrände.

Über mehrere Tage hinweg war der Himmel von Rauchschwaden geprägt. Zeitweise sahen wir acht Tage lang keinen richtigen blauen Himmel. Die Landschaft blieb zwar beeindruckend, wirkte aber durch den Rauch deutlich weniger farbenfroh als auf vielen Postkartenbildern.

Trotzdem war es spannend zu erleben, wie präsent dieses Thema in Kanada inzwischen geworden ist.

Mein Fazit

Westkanada hat unsere Erwartungen übertroffen.

Die Kombination aus Vancouver, Vancouver Island, Whistler und den Rocky Mountains bietet unglaublich viel Abwechslung. Besonders gefallen haben uns die Freiheit des Wohnmobils, die Gastfreundschaft der Menschen und die beeindruckende Natur.

Wer Kanada bereisen möchte, dem würde ich immer ein Wohnmobil empfehlen. Und auch wenn man nur zu zweit unterwegs ist: Ich würde jederzeit wieder ein großes Modell wie das C30 buchen.

Meine persönlichen Höhepunkte waren Whistler, das Wildwasser-Rafting in Clearwater, die Bootstour auf dem Maligne Lake, Banff, Jasper und natürlich die spektakuläre Fahrt über den Icefields Parkway.

Drei Wochen waren ausreichend für einen sehr guten Eindruck. Langweilig wurde uns in keiner Minute.

Griechenland

Kreta mit Familie und Mietwagen

Zwei entspannte Wochen zwischen Strand, Tavernen und maximaler Freiheit Griechenland gehört seit vielen Jahren zu den beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen. Im Sommer 2025 verbrachten wir als Familie zwei entspannte Wochen auf Kreta. Mit meiner Fr
Sascha Brummer
04.11.2026
•
5 min Lesezeit

Zwei entspannte Wochen zwischen Strand, Tavernen und maximaler Freiheit

Griechenland gehört seit vielen Jahren zu den beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen. Im Sommer 2025 verbrachten wir als Familie zwei entspannte Wochen auf Kreta. Mit meiner Frau, unseren beiden Kindern und einem Mietwagen wollten wir die Insel flexibel entdecken und gleichzeitig genügend Zeit für Erholung haben.

Von Düsseldorf flogen wir mit Condor direkt nach Chania. Bereits nach der Ankunft wurde klar, dass wir mit dem Mietwagen die richtige Entscheidung getroffen hatten. Wer Kreta wirklich kennenlernen möchte, sollte meiner Meinung nach unbedingt mobil sein. Viele schöne Strände, kleine Orte und regionale Restaurants liegen etwas abseits der klassischen Touristenzentren und lassen sich mit dem Auto deutlich einfacher erreichen.

Unser Zuhause für zwei Wochen

Für unseren Aufenthalt hatten wir uns bewusst gegen ein großes Hotel und für das Eleanthi Modern Living entschieden.

Die kleine Boutique-Anlage besteht aus nur acht Ferienwohnungen und bot genau die Mischung, die wir gesucht hatten: ausreichend Privatsphäre, eine entspannte Atmosphäre und gleichzeitig einen hohen Komfort.

Unsere Ferienwohnung war modern eingerichtet und bot genügend Platz für die ganze Familie. Besonders gefallen hat uns die überschaubare Größe der Anlage. Anders als in großen Hotelanlagen wirkte alles deutlich persönlicher und ruhiger.

Der Pool als Mittelpunkt des Urlaubs

Das Herzstück der Anlage war für uns der wunderschöne Poolbereich.

Die kostenlosen Sonnenliegen mit ihren dicken Auflagen und Sonnenschirmen luden dazu ein, auch einmal einen kompletten Tag in der Anlage zu verbringen. Dass es trotz der kleinen Größe der Unterkunft sogar eine täglich geöffnete Poolbar gab, hat uns positiv überrascht.

Im Nachhinein war die Poolbar sogar einer der Hauptgründe, warum uns die Anlage so gut gefallen hat.

Morgens frühstückten wir meistens auf unserer Terrasse. Mittags gab es kleine Snacks, Eis oder Getränke an der Poolbar. Die Kombination aus Ferienwohnung und den Annehmlichkeiten eines Hotels hat für uns perfekt funktioniert.

Kreta entdecken statt nur am Hotelpool liegen

Einer der größten Vorteile unseres Urlaubs war die Freiheit, jeden Tag spontan entscheiden zu können, worauf wir Lust hatten.

An manchen Tagen verbrachten wir mehrere Stunden am Strand. An anderen Tagen erkundeten wir mit dem Auto die Umgebung, fuhren entlang der Küste oder entdeckten kleine Orte abseits der großen Touristenzentren.

Genau deshalb würde ich auf Kreta immer einen Mietwagen empfehlen. Die Insel bietet so viele schöne Ecken, dass man sich viel entgehen lässt, wenn man nur in seiner Unterkunft bleibt.

Strandtage und entspannte Beach Clubs

Während unseres Aufenthalts besuchten wir zahlreiche Strände entlang der Nordküste.

Besonders gut gefallen haben uns die Beach Clubs der Region. Im Vergleich zu vielen Orten in Spanien, Italien oder Südfrankreich empfanden wir das Preis-Leistungs-Verhältnis als ausgesprochen fair.

Für wenig Geld konnten wir komfortable Sonnenliegen und Sonnenschirme mieten, entspannte Musik hören und Getränke oder Snacks direkt an die Liege bestellen.

Das Wasser war glasklar, die Strände sauber und selbst während der Sommerferien fanden wir immer wieder angenehm ruhige Abschnitte.

Gerade für Familien sind diese Beach Clubs eine tolle Möglichkeit, einen unkomplizierten und entspannten Urlaubstag am Meer zu verbringen.

Griechische Abende unter freiem Himmel

Abends zog es uns fast immer nach draußen.

Mal gingen wir zu Fuß in eines der Restaurants in der Nähe unserer Unterkunft, mal fuhren wir mit dem Auto zu einer Taverne in einem anderen Ort.

Besonders gefallen hat uns die Mischung aus traditionellen griechischen Restaurants und moderner internationaler Küche. Viele Abende verbrachten wir direkt am Wasser. Bei angenehmen Temperaturen draußen zu sitzen, griechische Spezialitäten zu genießen und dabei auf das Meer zu blicken, gehört für mich einfach zu einem gelungenen Griechenland-Urlaub.

Gerade diese entspannten Abende bleiben oft länger in Erinnerung als große Sehenswürdigkeiten.

Unser persönliches Highlight: Ein Tag mit dem Boot

Das absolute Highlight unseres Urlaubs war ein Tagesausflug mit einem Mietboot.

Ohne Bootsführerschein konnten wir ein Boot mieten und die Küste auf eigene Faust erkunden. Nach einer kurzen Einweisung erhielten wir ein GPS-Gerät mit einer empfohlenen Route sowie markierten Bade-, Schnorchel- und Ankerplätzen.

Selbst für ungeübte Bootsfahrer war das problemlos machbar.

Im Laufe des Tages besuchten wir mehrere kleine Buchten, ankerten an verschiedenen Stellen und sprangen immer wieder ins kristallklare Wasser.

Besonders beeindruckend war der Blick vom Meer auf die Küste. Viele Buchten wirken vom Wasser aus völlig anders als vom Land und einige der schönsten Plätze wären ohne Boot gar nicht erreichbar gewesen.

Für uns war das einer der Urlaubstage, über die wir noch lange gesprochen haben.

Mein Fazit

Unser Urlaub auf Kreta war genau die Mischung aus Erholung, Freiheit und Entdeckungen, die wir uns erhofft hatten.

Die entspannte Boutique-Atmosphäre unserer Unterkunft, die Flexibilität durch den Mietwagen, die vielen schönen Strände und die griechische Gastfreundschaft haben diesen Urlaub für uns besonders gemacht.

Wer Kreta als Familie bereisen möchte, dem würde ich einen Mietwagen unbedingt empfehlen. So lassen sich die schönsten Ecken der Insel ganz flexibel entdecken.

Besonders in Erinnerung geblieben sind uns die entspannten Strandtage, die Abende in den Tavernen direkt am Meer und der unvergessliche Bootsausflug entlang der Küste.

Nach Kanada, Lappland und vielen anderen Reisen war dieser Urlaub für mich der beste Beweis, dass man nicht immer spektakuläre Fernziele braucht. Oft reichen Sonne, Meer, gutes Essen und die Freiheit, jeden Tag spontan entscheiden zu können, um einen perfekten Familienurlaub zu erleben.

Finnland

Silvester bei -30 Grad in Levi

Als begeisterter Skifahrer habe ich schon viele Wintersportorte kennengelernt. Levi in Finnisch-Lappland war aber selbst für mich etwas Besonderes. Gemeinsam mit einer befreundeten Familie verbrachten wir eine Woche über Silvester 2025/2026 im hohen
Sascha Brummer
04.11.2026
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5 min Lesezeit

Als begeisterter Skifahrer habe ich schon viele Wintersportorte kennengelernt. Levi in Finnisch-Lappland war aber selbst für mich etwas Besonderes. Gemeinsam mit einer befreundeten Familie verbrachten wir eine Woche über Silvester 2025/2026 im hohen Norden Finnlands.

Von Düsseldorf ging es direkt nach Kittilä. Schon beim Landeanflug sahen wir endlose Wälder, gefrorene Seen und jede Menge Schnee. Unsere Ferienwohnung lag mitten im Ortskern von Levi, nur etwa 300 Meter vom Zero Point, dem Zentrum des Skigebiets entfernt. Mit vier Schlafzimmern, Sauna und ausreichend Platz für zwei Familien war sie die perfekte Unterkunft für unseren Aufenthalt.

Skifahren im besonderen Licht Lapplands

An vier Tagen standen wir auf den Skiern. Wer die Alpen kennt, wird überrascht sein: keine langen Warteschlangen, entspannte Atmosphäre und viel Platz auf den Pisten. Wir hatten selbst um 15 Uhr noch frisch gewalzte Pisten ohne Spuren unter den Brettern. 

Am faszinierendsten war jedoch das Licht. Ende Dezember kommt die Sonne nicht mehr über den Horizont. Stattdessen gibt es nur wenige Stunden Graulicht pro Tag. Die gesamte Landschaft wirkte dadurch unglaublich schön.

Schneemobile, Huskys und Rentiere

Ein echtes Highlight war unser Tag mit den Schneemobilen. Ohne Guide fuhren wir über gefrorene Seen, durch verschneite Wälder und hoch auf den Berg ins Skigebiet. Die Weite und Ruhe Lapplands haben uns wahnsinnig beeindruckt.

Natürlich durfte auch eine Hundeschlittenfahrt nicht fehlen. Ebenso spannend war der Besuch einer Rentierfarm. Besonders gemütlich wurde es anschließend in einer traditionellen Kota. Dort saßen wir am Lagerfeuer, grillten Würstchen und Marshmallows und wärmten uns bei heißen Getränken wieder auf.

Sauna, Eisbad und finnische Tradition

Ein weiteres Highlight war ein gemeinsamer Saunaabend. Eine Reise nach Finnland ohne Sauna wäre schließlich nur halb so authentisch gewesen. Nach einem Tag bei eisigen Temperaturen wärmten wir uns zunächst in der Sauna auf, bevor es nach draußen in die klirrende Kälte ging.

Der anschließende Gang ins eiskalte Wasser kostete durchaus etwas Überwindung. Während draußen Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt herrschten, sollte man freiwillig ins kalte Wasser steigen. Verrückt eigentlich. Trotzdem wollten wir diese typisch finnische Erfahrung ausprobieren.

Das Gefühl danach war kaum zu beschreiben. Zunächst kribbelte der ganze Körper, kurz darauf fühlte man sich gleichzeitig entspannt und voller Energie. Für uns war dieser Abend eine der außergewöhnlichsten Erfahrungen der gesamten Reise und ein tolles Beispiel dafür, wie sehr die Finnen mit ihrer Natur und ihrem Klima verbunden sind.

Die eisige Silvesternacht

Den wohl außergewöhnlichsten Moment erlebten wir an Silvester. Das Thermometer zeigte stolze minus 30 Grad. Rund um den Zero Point herrschte an Silvester eine ganz besondere Atmosphäre. Einheimische und Urlauber versammelten sich im Ortszentrum, um gemeinsam den Jahreswechsel zu feiern. Das Feuerwerk vor der verschneiten Kulisse Lapplands war ein beeindruckender Anblick und passte perfekt zu diesem außergewöhnlichen Urlaub. Während wir draußen auf das neue Jahr anstießen, begannen die Getränke in den Flaschen und Dosen bereits während des Trinkens zu gefrieren.

Nach Mitternacht gingen wir aber noch nicht direkt zurück in unsere Unterkunft. Für die Kinder wartete noch ein besonderes Highlight. Am Fuße der Talabfahrt besuchten wir eine Karaoke-Bar, in der ausgelassen gefeiert, gesungen und gelacht wurde. Die Mischung aus Familienurlaub, Wintersport und Silvesterfeier machte diesen Abend für uns einzigartig.

Gerade diese kleinen Erlebnisse abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten bleiben oft besonders lange in Erinnerung und machen den Reiz eines Reiseziels aus.

Besonders beeindruckt hat uns außerdem die Gelassenheit der Menschen vor Ort. Trotz der extremen Temperaturen lief der Alltag völlig normal weiter. Kinder spielten draußen im Schnee, Einheimische waren zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs und niemand schien sich an den Minusgraden zu stören. Für uns als Besucher aus Deutschland war das faszinierend zu beobachten und ein weiterer Grund, warum uns Lappland so nachhaltig begeistert hat.

Mein Fazit

Levi bietet weit mehr als nur Skifahren. Die Kombination aus arktischer Natur, extremer Kälte, Schneemobiltouren, Huskys, Rentieren, Sauna, Eisbaden und der besonderen Winteratmosphäre macht den Ort einzigartig.

Uns hat die Reise so gut gefallen, dass wir für Silvester 2026/2027 bereits wieder gebucht haben. Diesmal werden allerdings beheizbare Handschuhe und beheizbare Skisocken mit ins Gepäck wandern.

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