

Sonne, Kultur & All-Inclusive: Wie gut sind 12 Tage Hurghada im September?
12 Tage Hurghada im September: Mein persönlicher Erfahrungsbericht
„Endlich Sonne und Raum zum Durchatmen“ – Mein Eindruck im September
Ich war im September für 12 Tage in Ägypten – für mich persönlich die absolut beste Reisezeit. Die sommerliche Gluthitze des Juli und August zieht langsam ab, aber das Meer hat noch angenehme Temperaturen. Es war die perfekte Mischung aus absolutem Nichtstun am Meer und kulturellen Wüstentrips.
Hotel & Strand: Steigenberger Aqua Magic im Praxistest
Übernachtet habe ich im Steigenberger Aqua Magic. Für einen entspannten All-Inclusive-Urlaub ist das Fünf-Sterne-Resort ideal.
Besonders wichtig für Sonnenanbeter: Der hoteleigene Strand liegt nur wenige Gehminuten durch die schöne Anlage entfernt (alternativ fährt alle paar Minuten ein kleiner Shuttle-Golfcar). Der Strand selbst ist überwiegend feinsandig, im flachen Wasser gibt es kaum scharfe Steine, sodass man keine Badeschuhe braucht.
Ein riesiger Pluspunkt: Sonnenschirme, komfortable Liegen und frische Handtücher werden vom Hotel kostenfrei gestellt und stehen reichlich zur Verfügung. Das ewige Reservieren mit Handtüchern morgens um 6 Uhr entfällt hier völlig! Der Strand war im September angenehm belebt, aber keineswegs überlaufen. Für Familien gibt es klar abgegrenzte Schwimmbereiche, die durchgehend von Rettungsschwimmern bewacht werden, was ein sehr sicheres Gefühl vermittelt. Nach langen Ausflugstagen kann ich zudem eine Massage im hoteleigenen Wellnessbereich nur wärmstens empfehlen – die Therapeuten verstehen ihr Handwerk wirklich.
Ehrfurcht in der Wüste: Die Pyramiden von Gizeh & die Sphinx
Wenn man das erste Mal vor den Pyramiden von Gizeh steht, stockt einem schlichtweg der Atem. Das Gefühl, vor diesen tausende Jahre alten Giganten zu stehen, lässt einen die eigene Winzigkeit spüren – ein unbeschreiblicher Gänsehaut-Moment!
Wichtig – Das habe ich gelernt: Bucht diesen Ausflug unbedingt mit einem Inlandsflug ab Hurghada! Ich habe vor Ort Reisende getroffen, die den Bus genommen haben: 6 bis 7 Stunden Hin- und Rückfahrt über holprige Straßen. Mit dem Flugzeug fliegt man knapp 60 Minuten nach Kairo, spart immens Kraft und kommt entspannt an.
Wandmalereien wie am ersten Tag: Luxor & Das Tal der Könige
In Luxor hat mich besonders fasziniert, wie gut erhalten die Farben in den Pharaonengräbern im Tal der Könige sind. Man steigt in die kühlen, tiefen Gesteinsgänge hinab und lernt unglaublich viel über den Totenkult des alten Ägyptens. Hier spürt man den Wüstensand zwischen den Zähnen und die trockene Hitze – ein krasser, aber genialer Kontrast zum bunten Treiben am Strand von Hurghada. Hierhin würde ich definitiv noch einmal reisen, um noch mehr Gräber zu erkunden!
Wind im Haar und absolute Ruhe: Meine Nilfahrten
Wir haben zwei kleinere Bootsfahrten auf dem Nil gemacht. Auf dem Wasser herrscht eine tiefenentspannte Ruhe. Während die Palmendörfer langsam an einem vorbeiziehen, spürt man den kühlen Fahrtwind und kann die Seele baumeln lassen. Das war für mich die schönste Abwechslung zum Hotelalltag und hat mir ein Gefühl für das echte, ländliche Leben in Ägypten gegeben.
Aufdringliche Verkäufer: So bewahrt man die Gelassenheit
Mein einziger Kritikpunkt betrifft die Händler an den Sehenswürdigkeiten und Basaren. Sie treten extrem aufdringlich auf, greifen einem teilweise an die Hand oder drücken einem Souvenirs auf. Anfänglich hat mich das gestresst, aber ich habe gelernt: Ein kurzes, bestimmtes, aber freundliches „Nein, danke“ (oder arabisch „La, Shukran“), Blickkontakt vermeiden und einfach weitergehen. Mit etwas Gelassenheit lässt man sich davon die Urlaubstimmung nicht verderben.
Mein Fazit: Würde ich die Reise genauso noch einmal machen?
Eindeutig ja! Ägypten bietet im September ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis. Man bekommt hervorragenden Service im Hotel, Traumstrände ohne Gedränge und eine Kulturgeschichte, die einen nachhaltig beeindruckt. Beim nächsten Mal würde ich lediglich die Nilkreuzfahrt gerne noch ausweiten und hier mehrere Tage verbringen.
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Noch mehr Inspiration für deine nächste Traumreise

Inselhopping Seychellen: 12 Tage Route, Tipps & Kosten (Mahé, La Digue, Praslin)
Die Route im Schnellcheck
- Reisedauer: 12 Tage
- Etappen: Mahé (4 Tage) → La Digue (4 Tage) → Praslin (4 Tage)
- Budget & Verpflegung: Busfahrten ca. 0,80 € (12 SCR); Take-away-Gerichte 7–10 €; Restaurantbesuche 35–60 € pro Person; Mieträder ab ca. 5 €/Tag
- Fortbewegung: Öffentliche Busse, Fährverbindungen (Cat Cocos / Cat Rose), Fahrrad, eigene Füße
Mahé: Zwischen Bus-Chaos, weißem Sand und Take-away-Schätzen
Erste Station Villa Koket: Ankommen und Ballast abwerfen
Die kleine Villa Koket im Nordosten war unser Ankerpunkt. Nach dem langen Nachtflug hingen wir ziemlich durch, aber das Meer lockte einfach zu stark. Nur 15 Minuten zu Fuß von der Unterkunft liegt der Carana Public Beach. Als unsere Füße im weichen Sand versanken und das warme Wasser die Knöchel umspülte, löste sich die Anspannung der Anreise blitzschnell auf. Hier gibt es absolut nichts – keinen Liegenverleih, keine WCs und keine Gastronomie. Ein reiner Naturstrand. Wir haben einfach unser Handtuch im Schatten einer Palme ausgebreitet und erst einmal tief durchgeatmet.
Busfahren auf Mahé für 80 Cent: Holperig, authentisch und lehrreich
Statt eines teuren Mietwagens sind wir mit den öffentlichen Bussen gefahren. Für umgerechnet gut 80 Cent schaukelt man quer über die Insel. Unser wichtigster Lerneffekt dabei: Bargeld bringt einen hier nicht weiter! In den Bussen gilt ein striktes bargeldloses System. Wer dem Busfahrer Scheine oder Münzen hinreicht, kassiert nur ein müdes Kopfschütteln und bleibt an der Haltestelle stehen.
Tipp für den ÖPNV auf Mahé: Vor der Fahrt muss das Ticket über die SPTC-App auf dem Smartphone gescannt werden (oder man nutzt eine aufgeladene Visitor Travel Card). Die Fahrten über enge, steile Passstraßen sind zwar nichts für schwache Nerven, aber man kommt so extrem einfach mit Einheimischen ins Gespräch.
Beau Vallon Beach: Viel Trubel, aber gutes Essen
Der Beau Vallon ist das touristische Zentrum auf Mahé. Der Sand ist feinkörnig, das Wasser flach und ruhig – richtig gut für Familien. Im Gegensatz zu den einsamen Buchten gibt es hier Duschen, saubere Toiletten und Rettungsschwimmer. Selbst ein paar tiefenentspannte Straßenhunde trotten friedlich durch den Sand. Wer unbedingt eine Liege möchte, findet bei den angrenzenden Resorts welche gegen Gebühr.
Unser persönlicher Favorit war der kleine Food-Markt: Hier gibt es für jeden Geschmack tolle Take-away-Speisen zu guten Preisen. In den Restaurants ein wenig weiter zahlt man für fast dasselbe Essen locker 40 €. Ganz ehrlich: Der Strand selbst war uns fast ein bisschen zu voll.
La Digue: Entschleunigung auf zwei Rädern
Fahrrad mieten bei Tannette Villa: Klapprig, aber glücklich
Auf La Digue rollen kaum Autos – das Fahrrad ist hier schlicht das Fortbewegungsmittel Nummer eins. Wir haben uns direkt an unserer Unterkunft, der Tannette Villa, zwei Drahtesel für schlappe 5 € pro Person und Tag geschnappt. Die Räder hatten zwar schon ein paar Tropenjahre auf dem Buckel und die Bremsen quietschten auf den Gefällstrecken herrlich rustikal, aber genau dieses Klappern gehört auf der Insel einfach dazu. Mit der warmen Inselbrise im Gesicht, vorbei an knallbunten Pflanzen über die schmalen Wege zu strampeln, war unser persönliches Freiheitsgefühl pur. Einfach aufsatteln, losrollen und die Insel im eigenen Tempo erkunden.
L’Union Estate & Anse Source d’Argent: Traumstrand ohne Trubel
Der Eintritt zum Park kostet umgerechnet etwa 10 € (150 SCR) – ein Investment, das sich lohnt. Die geschliffenen Granitfelsen an der Anse Source d’Argent sehen absolut fantastisch aus. Überraschenderweise war von großem Andrang kaum etwas zu spüren. Selbst um die Mittagszeit verteilten sich die wenigen Leute entspannt auf dem schmalen Sandstreifen. Ganz ohne Selfie-Stick-Paraden oder Trubel konnten wir die weltberühmte Kulisse in aller Ruhe genießen und hatten stellenweise fast das Gefühl, diesen Traumstrand ganz für uns allein zu haben.
Wichtiger Planungstipp für die Anse Source d’Argent: Die Gezeiten bestimmen hier das Bild. Bei Flut reichen die Wellen bis direkt an die Felsen und der Strand verschwindet zum Teil im Wasser. Wer Handtuchplatz und Ruhe haben will, sollte unbedingt bei Ebbe und am besten früh morgens kommen. Toiletten gibt es am Parkeingang, kommerzielle Liegen oder Schirme sucht man am Strand zum Glück vergebens – so bleibt die Natur völlig unverfälscht.
Aussichtspunkt Belle Vue auf La Digue: Weg & Aufstieg
Wer etwas Bewegung sucht, strampelt mit dem Rad Richtung Inselmitte und marschiert den Rest hoch zur Belle Vue Snack Bar. Der Weg führt über extrem steilen Asphalt. Schwierigkeitsgrad: mittelschwer bis knackig. Für uns war es sehr anstrengend, und ohne feste Turnschuhe und ausreichend Wasser wird es schnell unangenehm. Aber der Ausblick über die Insel entschädigt oben für jeden einzelnen Höhenmeter.
Praslin: Dschungelpfade und Begegnungen auf Augenhöhe
La Modestie Villa: Frühstück mit Schildkröten
In der La Modestie Villa ging es wunderbar unaufgeregt zu. Das Highlight wartete jeden Morgen im Garten: Mehrere riesige Aldabra-Riesenschildkröten machten dort in aller Seelenruhe ihre Runden. Den Tieren beim Kauen von Hibiskusblüten zuzuschauen, strahlt eine fast magnetische Ruhe aus.
Wanderung zur Anse Lazio: Dschungel-Trail statt Promenade
Von der Bushaltestelle führt ein gut ausgetretener Pfad durch dichten Dschungel zur Anse Lazio. Der Weg ist eine Mischung aus Waldboden, rutschigen Wurzeln und naturbelassenen Stufen. Mit dem Kinderwagen hat man keine Chance, für trittsichere Wanderer ist es traumhaft. Die drückende Luftfeuchtigkeit im Dickicht bringt einen ordentlich zum Schwitzen, aber wenn zwischen den Palmenwedeln plötzlich das leuchtende Türkisblau auftaucht, hat man diesen echten Entdecker-Moment.
Der Strand zählt zu unseren absoluten Lieblingen: feiner Puderzuckersand, schattenspendende Takamaka-Bäume, funktionierende WCs und ein abgegrenzter Schwimmbereich mit Rettungsschwimmern.
Lohnt sich eine Rückkehr auf die Seychellen?
Ein zweiter Besuch lohnt sich ohne jeden Zweifel. Auch wenn die Preisschraube in den Restaurants spürbar angezogen hat, fühlten sich die Inseln herrlich ruhig und stellenweise fast menschenleer an. Das ursprüngliche, unverfälschte Inselgefühl ist dadurch vollkommen erhalten geblieben – man hat dieses Paradies oft noch ganz für sich allein.
Was uns wieder tief beeindruckt hat: keine aufdringlichen Straßenhändler, kein Anquatschen. Die Strände sind dank des Umweltbewusstseins der Einheimischen blitzblank – Plastikmüll sucht man vergebens.
Die Seychellen sind nichts für Hektiker, sondern für Leute, die tropische Schwüle vertragen, am liebsten barfuß unterwegs sind und kein Drama daraus machen, wenn abends mal ein kleiner Gecko an der Schlafzimmerwand sitzt. Wer sich darauf einlässt, nimmt eine tiefe, bleibende Ruhe mit nach Hause.






