Städtetrip Hamburg

Ein Wochenende an der Elbe
Deutschland
Nicole van der Schaaff
20.10.2026
•
5 min Lesezeit

Es muss nicht immer in die Ferne gehen! Wir erkunden gerne auch mal für ein langes Wochenende die schönsten Städte Deutschlands. Dieses Mal ging es ins wunderschöne Hamburg.

Anreise & Unterkunft

Für die Anreise am Freitagnachmittag haben wir diesmal das Auto genommen. Da in Hamburg an diesem Wochenende wirklich alle bezahlbaren Hotels ausgebucht waren, haben wir uns für ein einfaches Gästehaus in Winsen an der Luhe entschieden – eine praktische Basis vor den Toren der Stadt. 

Samstag: Shopping-Mall, 3D-Art und per Rad durch die Stadt

Am Samstagvormittag ging es mit dem Auto zur Hamburger Meile, einem Shopping-Center etwas im Norden der Stadt – mit sehr guten und vor allem günstigen Parkplätzen (Tageskarte für 9 Euro). 

In der Hamburger Meile haben wir das Mindways 3D Trick Art Museum besucht – wirklich absolut empfehlenswert. Es macht so viel Spaß, sich in die Bilder zu stellen und sich gegenseitig zu fotografieren! Für mein obligatorisches Familien-Jahresalbum eine absolute Bereicherung. Achtung: das Museum ist inzwischen umgezogen und nicht mehr in der Hamburger Meile. Die neue Adresse lautet: Großer Burstah 34 in 20457 Hamburg (Altstadt).

Von hier sind wir mit der U-Bahn weiter zu den Landungsbrücken gefahren, von wo aus wir eine geführte Fahrradtour durch die Stadt gemacht haben. Das Wetter war herrlich, die Stadt wirklich wunderschön – nur unser Guide war leider etwas langweilig. Aber das kann mal passieren und alles in allem haben wir die Tour trotzdem genossen und alle Highlights der Stadt gesehen. Nach einem leckeren Essen in der Stadt ging es zurück zum Auto und dann zu unserem Gästehaus.

Sonntag: Miniatur Wunderland & Hafenrundfahrt

Am Sonntag stand dann das Highlight des Wochenendes auf dem Plan: das Miniatur Wunderland. Ich war mir nicht sicher, was ich erwarten sollte – ich hatte ja schon viel im Fernsehen und im Netz gesehen und gelesen. Kann man sich wirklich länger Eisenbahnstrecken angucken? Ich musste irgendwie immer an meine alte Märklin-Bahn denken. Da ich aber unbedingt wissen wollte, wovon alle immer so schwärmen, mussten wir es jetzt doch wirklich mal selbst testen.

Und was soll ich sagen: Wir waren 4 Stunden dort – und ich hätte noch länger bleiben können! Wirklich wahr! Es gibt so viel zu sehen, und alles ist mit so unglaublich viel Liebe zum Detail gemacht. Auch das Essen im Museums-Restaurant können wir empfehlen - lustigerweise isst man sein Essen dort in einem Eisenbahnwaggon. Wir kommen sicher wieder – insbesondere, da seit unserem Besuch inzwischen neue Gebiete, wie zum Beispiel Patagonien, hinzugekommen sind.

Vom Wunderland aus ging es dann nochmal zu den Landungsbrücken und wie es der Zufall wollte, konnten wir spontan noch bei einer Hafenrundfahrt mitfahren. Für mich, als waschechtes Nordlicht, nicht das erste Mal, aber auf jeden Fall immer weder empfehlenswert - besonders wenn das Wetter so mitspielt wie heute! 

Abends ging es dann zurück Richtung Gasthof in Winsen an der Luhe für eine letzte Nacht. 
Schade, unser Wochenende in Hamburg war schon wieder vorbei. Aber zum Glück ist es ja nicht allzu weit weg – und wir kommen sicher bald mal wieder!

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Türkei

All Inclusive in der Türkei

Ich bin in der Türkei aufgewachsen daher ist für mich ein Urlaub in diesem Land immer ein bisschen wie nach Hause kommen. Und es wurde mal wieder Zeit, nach Hause zu fliegen – diesmal aber möglichst entspannt und als All Inclusive - denn arbeitstechn
Nicole van der Schaaff
20.10.2026
•
5 min Lesezeit

Ich bin in der Türkei aufgewachsen daher ist für mich ein Urlaub in diesem Land immer ein bisschen wie nach Hause kommen. Und es wurde mal wieder Zeit, nach Hause zu fliegen – diesmal aber möglichst entspannt und als All Inclusive - denn arbeitstechnisch waren mein Mann und ich in letzter Zeit etwas sehr eingespannt und wir hatten dringend Erholung nötig.

Sigacık bei Izmir

Es sollte nach Sığacık gehen, einem Städtchen bei Izmir – bewusst etwas abseits von Touristenhochburgen wie Antalya, Bodrum oder Side, aber trotzdem touristisch so gut erschlossen, dass es an nichts fehlt. Vom Flughafen in Izmir waren wir in gut zwei Stunden mit dem Bus in unserer Ferienanlage. Klingt nach viel für nur 60 Kilometer, aber der Bus hat unterwegs an sehr vielen anderen Hotels gehalten, um Urlauber abzusetzen. Wer es eiliger hat, nimmt sich einfach ein Taxi oder Mietwagen – das geht deutlich schneller und wir würden das sicherlich beim nächsten Mal auch so machen.

Direkt von unserem Hotel aus sind wir zweimal mit einem Dolmuş (dem türkischen Sammeltaxi) nach Sığacık in den Ort gefahren. Das Städtchen ist wirklich süß und – zumindest als wir da waren – nicht überlaufen. Es gibt einen kleinen hübschen Hafen mit herrlichen Fischrestaurants und die historische Burg, die das alte Zentrum des Ortes bildet und besichtigt werden kann. Unsere Kinder hatten riesigen Spaß, die Burg zu erklimmen und über die alten Steine zu klettern.

Ein kleiner Tipp am Rande: Wer kann, sollte einen Sonntag einplanen. Dann findet in Sığacık der Bauernmarkt statt, auf dem Verkäufer aus dem Umland ihre lokalen Spezialitäten anbieten. Wir haben ihn leider verpasst – ein Grund mehr für uns wiederzukommen.

Club Resort Atlantis

Da unsere Kinder noch klein waren, hatten wir eine ruhigere Anlage gesucht: viel Platz zum Spielen, gutes Essen (eher für uns Eltern), einen schönen Strand und gute Bademöglichkeiten. Das Club Resort Atlantis bietet all das. Es ist keine Bettenhochburg, sondern besteht aus vielen kleinen Ferienhäusern in einer parkähnlichen Anlage. Die Häuschen sind einfach gehalten, aber geräumig und sauber, und die Anlage ist sehr gepflegt. Die Spielgeräte sind übrigens nicht aus Metall – wer schon mal im Hochsommer versucht hat, ein Metall-Karussell anzufassen, weiß, warum mir das aufgefallen ist.

Das Buffetessen war wirklich lecker, und der Blick von der Terrasse übers Meer, wo man morgens frühstückt und abends den Tag ausklingen lässt, ist einfach traumhaft. Der Pool ist nicht riesig, aber groß genug und bietet für die schon etwas älteren Kinder ein paar wirklich schöne Rutschen und als wir da waren, war er auch nie überfüllt.

Meine Tochter hat hier übrigens schwimmen gelernt. In der Anlage wurden Kinderschwimmkurse angeboten, und die junge Frau, die mit einer kleinen Gruppe von Kindern zwischen etwa vier und acht Jahren geübt hat, war einfach klasse – die Kinder haben sie geliebt.

Mein persönliches Highlight: das Pfannkuchenessen. Jeden Nachmittag konnte man zu einem überdachten Platz gehen, wo zwei ältere Damen am Boden sitzend am offenen Feuer frische Pfannkuchen gebacken haben. Ringsum saßen die Gäste – sehr viele Kinder – auf türkischen Teppichen und haben bestellt. Unsere Kinder hätten dort wohl jeden Tag sitzen können.

Ausflug nach Ephesus

Wir haben in diesem Urlaub wirklich Erholung gesucht und die meiste Zeit im Club am Pool und am hoteleigenen Strand verbracht. Aber etwas abenteuerlustig waren wir dann doch, und so haben wir uns an einem Tag in Sigacık ein Auto gemietet und sind nach Ephesus gefahren. Die Fahrt entlang der Küste ist wirklich wunderschön – in gut anderthalb Stunden kann man da sein -  wir haben aber länger gebraucht, weil wir unterwegs an einem schönen Strand angehalten haben, um uns zu erfrischen.

In Ephesus war ich schon mehrfach und kann es nur weiterempfehlen. Es ist beeindruckend, die alte Bibliothek zu sehen und von einem Guide erklärt zu bekommen, dass man dort steht, wo früher eine blühende Hafenstadt war – heute liegt der Ort ca. 7 Kilometer im Landesinneren. Auch für unsere Kinder war der Tag ein Highlight: Im alten Amphitheater haben wir Gladiatorenkämpfe gesehen, eine Pferdekutschfahrt gemacht, und das Eis dort war auch sehr lecker.

Auf dem Rückweg haben wir wieder einen kurzen Badestopp an einem netten Strand eingelegt und sind abends mit zwei schlafenden Kindern im Auto wieder in unserer Ferienanlage angekommen.

Den Rest der Zeit haben wir am Pool und am hoteleigenen Strand verbracht und die tollen Sonnenuntergänge auf der Terrasse genossen. Nach einer Woche ging es dann wieder nach Hause – erholt und zufrieden.

So soll Urlaub sein.

Beste Reisezeit

Wir waren im Hochsommer da – und dabei sollte man wirklich wissen, dass es heiß werden kann. Die beste Reisezeit für die Region ist eher Mai oder Juni - da kann das Wasser nach dem Winter allerdings noch etwas frisch sein. Oder der Nachsommer (meine persönliche Lieblingszeit): Ende September oder Anfang Oktober. Da ist das Meer noch vom Sommer aufgewärmt und die Temperaturen am Tag liegen nur noch um die 30 Grad.

Mauritius

Südafrika & Mauritius

Vor langer Zeit – gefühlt in einem anderen Leben – war ich schon einmal in Afrika auf Safari. Es war ein Traum, und wir wollten diesen Traum jetzt noch einmal erleben, diesmal zu viert. Es sollte nicht in Zelten und einem rostigen Allradbus in einer
Nicole van der Schaaff
20.10.2026
•
5 min Lesezeit

Vor langer Zeit – gefühlt in einem anderen Leben – war ich schon einmal in Afrika auf Safari. Es war ein Traum, und wir wollten diesen Traum jetzt noch einmal erleben, diesmal zu viert. Es sollte nicht in Zelten und einem rostigen Allradbus in einer bunt zusammengewürfelten Gruppe losgehen, sondern komfortabel und entspannt in unserem eigenen 4x4 und in Hotels und Glamping-Zelten – aber mit genau derselben Portion Abenteuer! 

Die Flüge

Besonders wenn ich mit der Familie reise, lege ich Wert auf passende Flüge – oft entscheiden sie darüber, ob man gestresst und müde ankommt oder nicht. Viele bevorzugen Nachtflüge, um möglichst viel Zeit im Urlaubsgebiet zu haben. Wir fliegen lieber tagsüber – ja, man verliert etwas Zeit am Ziel - aber für uns ist der Weg das Ziel, und an den Flughäfen gibt es genug zu erleben. Der größte Vorteil für uns: Man kommt zu normalen Zeiten an und ist ab Tag 1 wirklich fit im Urlaub.

Abgeflogen sind wir von Frankfurt mit Zwischenstopp in Dubai – und zwar in beide Richtungen mit zwei Übernachtungen, damit jeweils ein ganzer Sightseeing-Tag drin war. Auf dem Hinweg hatten wir einen local Guide gebucht, der uns die Stadt im klimatisieren Auto gezeigt hat – da hier im Juli Hochsommer ist, war es wirklich richtig HEISS und das klimatisierte Auto kein unnötiger Luxus. Wir haben an diesem Tag in Dubai die Souks besucht, haben den Dubai Frame und das Museum of the Future gesehen und waren natürlich auch am Dubai Harbour. Auf dem Rückflug haben wir wieder im Aloft Palm Jumeirah (auf einer der Palmeninseln der Stadt mit herrlichem Blick auf die Skyline von Dubai) übernachtet und den extra Tag in der imposanten Dubai Mall verbracht und das Dubai Aquarium sowie abends das Lichtspektakel vor dem Burj Khalifa gesehen. 
Von Dubai ging es weiter nach Johannesburg, wo unsere zweiwöchige individuelle Südafrika-Rundreise startete. Am Ende flogen wir weiter von Johannesburg aus in etwa viereinhalb Stunden nach Mauritius – herrlich, über Orten wie Madagaskar und Réunion hinweg zu fliegen. 
Auf dem Rückweg ging es dann wieder über Dubai zurück nach Frankfurt. 
Ein Vorteil von dem Flug über Dubai war, dass wir mit den Emirates geflogen sind … aus meiner Erfahrung wirklich mit Abstand die beste Airline mit der man fliegen kann. 

Südafrika - Johannesburg – der Start

Für die Rundreise hatten wir einen landestypischen Toyota 4x4 mit Ladefläche hinten und genug Platz für alle. Über Sunnycars gebucht, mussten wir uns um Versicherungen und Co. keine Sorgen machen, und die Abholung am Flughafen ging schnell und einfach – unser Abenteuer konnte beginnen.

In Johannesburg übernachteten wir im Protea Hotel Marriott: für einen noch akzeptablen Preis ein wirklich hoher Standard. Nach dem Einchecken ging es erst einmal an die Hotelbar – zusammen mit den Mitarbeitern und ein paar Gästen Fußball schauen: England gegen die Niederlande … für meinen niederländischen Mann und mich ein absolutes Muss. Die Stimmung war super … das Ergebnis für uns nur etwas weniger schön. 

Nach einer erholsamen Nacht und einem richtig guten Frühstück ging es früh zum Apartheid Museum, das wir auf eigene Faust erkundet haben – wirklich beeindruckend und ergreifend. Danach trafen wir Lulu, unseren lokalen Guide, und zusammen mit ihr ging es in die Innenstadt. Sie hat uns so viel über die Stadt und das Leben in ihr erzählt – durch das hippe Maboneng, vorbei am Braam Square, und am Ende nach Soweto, wo wir mit einem Fahrradguide losradelten. Eine Stadt per Rad zu erkunden finden wir immer wieder schön: näher dran als im Auto, schneller als zu Fuß – und die Kinder sind aktiv beschäftigt. Einfach ein win-win-win für alle. In Soweto gibt es übrigens eine Straße, in der gleich zwei Friedensnobelpreisträger gewohnt haben – wenn das mal kein Highlight ist. Am Ende des Tages waren alle total begeistert von der Stadt – und von Lulu … ich stehe immer noch in gutem Kontakt mit ihr und kann jedem der nach Joburg reist, nur empfehlen die Stadt mit ihr zu erkunden. 

AfriCamps & Krüger – Abenteuer pur

Am nächsten Tag ging es Richtung Krüger Nationalpark. Nicht vergessen: In Joburg ist der Verkehr dicht, und hier herrscht Linksverkehr. Zum Glück liebt mein Mann es, links zu fahren – ich kann mich dagegen gar nicht daran gewöhnen und überlasse ihm in diesen Ländern gerne das Steuer. Sobald die Stadt hinter uns lag, wurde der Verkehr dünner, die Straßen breit und zum größten Teil wirklich gut ausgebaut. Das eine oder andere Pothole gibt es durchaus – aber weitaus weniger, als wir gedacht haben. Tankstellen gibt es ausreichend, und so war die gut fünfstündige Fahrt sehr entspannt. Eigentlich war das Fahren in ganz Südafrika erstaunlich entspannt.

Die nächsten Tage haben wir geglampt: bei AfriCamps – große feste Zelte mit zwei Zimmern, festen Betten, schöner Veranda, Badezimmer und Heizdecken! Denn während wir in Dubai noch im Hochsommer geschwitzt haben, waren wir jetzt im südafrikanischen Winter gelandet, und die Nächte waren hier echt frisch. Die Heizdecken waren ab sofort das Erste, was wir immer angeschlossen und gecheckt haben.

AfriCamp Mackers: Die erste Nacht musste kurz sein, denn um 4 Uhr morgens holte uns unser Safariführer ab – ab in den offenen Safari-Wagen zum Krüger Nationalpark. Die erste halbe Stunde ist wirklich eiskalt, aber zum Glück liegen Decken im Wagen. Kurz vor Sonnenaufgang sind wir im Park, und der Sonnenaufgang dort ist absolut beeindruckend. Von Anfang an war viel los: Gnus, Elefanten, Zebras, Giraffen, Warzenschweine (Pumba!), jede Menge Antilopen und sogar Nashörner und Flusspferde. Nur die Löwen wollten sich nicht zeigen – aber der Tag war trotzdem wunderschön. Abends stand der bestellte Essenskorb vor unserem Zelt bereit, und wir machten, was alle Südafrikaner machen: den Braai anwerfen und am offenen Feuer essen, mitten in spektakulärer Natur. Afrikanischer kann man sich nicht fühlen. Schilder wie „Swimming at own risk – river dwellers may be present" erinnern einen freundlich daran, dass wir nicht in Deutschland sind. Den Pool im Camp haben wir uns angeschaut – das Wasser war uns dann doch zu kalt.

AfriCamp Hoedspruit: Keine zwei Stunden Fahrt – wir brauchten etwas länger, weil unterwegs ein Supermarkt erkundet wurde und ein paar kleine Zwischenstopps gemacht wurden. Das Camp liegt direkt an einem See, die Veranda bietet einen herrlichen Ausblick, und es gibt einen Hot Tub! Frühstück und Braaikörbe hatten wir wieder hinzugebucht, so mussten wir uns einkaufstechnisch um nichts kümmern. Von hier aus ging es zum Moholoholo Wildlife Center, das sich dem Schutz der Natur und Tiere verschrieben hat – die Führung war phantastisch, und hier bekamen wir endlich auch die Katzen zu sehen: Löwen und Geparden. Anschließend fuhren wir noch zum Blyde River Canyon und den Bourke's Luck Potholes – die Gegend ist atemberaubend, der Wasserfall klein, aber das Klettern über Steine und die schmalen Laufbrücken über den Treur River machen trotzdem Spaß. Für alle Fotofans ein wirklich toller Ort! Abends gab es dann wieder ein Hot Tub am Feuer – und wir wurden sogar von einer ganzen Gruppe kleiner Affen auf der Veranda besucht.

AfriCamp Magoebaskloof: Der Weg dorthin war steiniger als gedacht – das merkten wir beim Tanken, wo man uns ansprach, dass unser Reifen platt war. Alles halb so wild: Nach einem kurzen Gespräch mit den beiden netten Tankstellen-Mitarbeitern hatten sie den Reifen in no-time gewechselt. Gut, dass es dort aufgefallen ist – wir hätten weder gewusst, wo das Ersatzrad steckt, noch wie man es von unter dem Wagen löst. Das Abenteuer kostete uns ein Trinkgeld und rund 30 Minuten … damit kann man doch gut leben. Das letzte Camp liegt in einem grünen Tal, wieder mit Hot Tub und wunderbarem Ausblick. Hier haben wir einen ganzen Tag einfach die Seele baumeln lassen: gelesen, Affen beobachtet, ein wenig gewandert. Die Frühstücks- und Braaikörbe waren auch hier lecker und ausreichend, und für kleine Snacks gab es einen kleinen Shop an der Rezeption.

Von hier ging es zurück in Richtung Stadt, ins Protea Hotel Marriott in Pretoria – nur rund eine Stunde vom Flughafen Johannesburg entfernt und der perfekte letzte Stopp für uns, bevor es nach Mauritius gehen sollte. Nach 14 Tagen on the road mit so vielen tollen Erlebnissen freuten wir uns jetzt alle auf eine Woche relaxen.

Mauritius

Auch dieses Mal haben wir uns ganz bewusst für einen Tagesflug entschieden und sind so ganz entspannt nachmittags gegen 16 Uhr auf der Trauminsel gelandet. Den Mietwagen haben wir uns direkt am Flughafen abgeholt. Hier fährt man wieder gewohnt rechts – aber die Insel ist klein, das Leben wuselig, die Straßen eher schlecht, und das Fahren ist etwas unübersichtlicher. Uns hat es trotzdem Spaß gemacht, aber man sollte wissen, worauf man sich einlässt. Gegen 18 Uhr kamen wir schließlich in unserem Hotel an … und was soll ich sagen … einfach herrlich - als ob wir im Paradies angekommen wären!

Tamassa Bel Ombre Resort

Das Tamassa Bel Ombre liegt ganz im Süden der Insel, in einer ruhigeren Gegend, eingebettet in eine unberührte, grüne Landschaft zwischen dem Indischen Ozean und den sanften Hügeln des Black-River-Gorges-Nationalparks. Es ist ein Resort für die ganze Familie: Die kleinen Bungalows liegen in einem tropischen Garten direkt am Meer, dazu verschiedene Pools und ein wunderschöner Strand. Nur die Strömung war leider etwas stark, sodass wir nicht im Meer geschwommen sind. 

Wir hatten All Inclusive gebucht, um den Aufenthalt einfach zu gestalten. Das Essen war immer reichhaltig und wirklich gut. Bei unserer knappen Woche wiederholte sich kaum etwas und wir konnten jeden Tag Neues entdecken. Ein Abend im hochwertigen à-la-carte-Restaurant Playa direkt am Strand war ein ganz besonderes Erlebnis. Ausflüge: ein Tag in der Hauptstadt Port Louis und eine Bootstour entlang der Küste mit Dodo – mit Schnorchelstopps und tollen Landgängen. Aber eigentlich war das Highlight tatsächlich unser Resort. Würden wir noch einmal kommen, würden wir sicher wieder hier buchen! 
 

Mein persönliches Highlight: Die Flughunde

Mein persönliches Highlight auf Mauritius sind eindeutig die Maskarenen-Flughunde! Sie gibt es nur hier und auf der Nachbarinsel La Réunion – wohin sie angeblich vor langer Zeit einmal durch einen starken Sturm getragen wurden. Diese „Fledermäuse" können eine Spannweite von bis zu 80 cm erreichen. Kurz vor der Dämmerung kamen sie oft aus ihren Höhlen in den Bergen und flogen über unser Resort – viele blieben auch bei uns und ließen sich in den Palmen und Bäumen nieder, um nach Nahrung zu suchen. Die lokalen Bauern sehen sie zwar als Schädlinge und mögen sie absolut nicht – wir aber fanden es jeden Abend aufs Neue absolut einzigartig, dieses Schauspiel zu erleben.

Fazit

Dies war sicher eine Reise, die wir lange nicht vergessen werden. Vom Dubai-Stoppover über zwei Wochen Südafrika im eigenen 4x4 – mit Glamping, Sonnenaufgangssafari im Krüger, und Begegnungen mit Menschen und Affen – bis zur Woche Traumstrand auf Mauritius: Erlebnisse, die uns und unsere Kinder bestimmt ein Leben lang begleiten werden.

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