

Thailand 2025
Es gibt Reisen, auf die freut man sich. Und dann gibt es Reisen, bei denen man schon vorher das Gefühl hat, dass sie irgendwie besonders werden könnten. Thailand war für mich genau so eine Reise und das hatte einen Grund, der schon ziemlich lange zurücklag.
Genauer gesagt bis ins Jahr 2000.
Damals war ich selbst als Reiseleiterin unterwegs und meine Kollegin und ich hörten den Soundtrack von „The Beach“ gefühlt den ganzen Tag rauf und runter. Wir liebten diese Musik und natürlich kannte ich auch die Bilder von diesem unglaublichen Strand aus dem Film. Irgendwann sagte ich zu meiner Kollegin:
„Eines Tages werde ich an diesem Strand stehen.“
Tja, Chrissi … „eines Tages“ kann offenbar auch 25 Jahre später bedeuten.
Aber dazu später mehr, denn bevor ich tatsächlich barfuß an der Maya Bay stand, hatten wir in Thailand noch so einiges vor uns.
Denn 2025 war es endlich soweit. Mein Mann, unser Sohn und ich machten uns auf den Weg mit dem Zug zum Frankfurter Flughafen. Wir waren voller Vorfreude und natürlich wurde vorher mehrfach alles kontrolliert, ob Reisepässe, Tickets und alles andere wirklich dabei waren. Das kennt man ja nur zu gut und kontrolliert gerne 3 mal ob alles eingepackt ist. Denn sicher ist sicher.
Von Frankfurt ging es zunächst nach Abu Dhabi, wo wir ungefähr zwei Stunden Aufenthalt hatten. Das war eigentlich ganz angenehm. Ein bisschen Beine vertreten, etwas trinken, sich kurz frisch machen und dann ging es auch schon weiter Richtung Phuket.
Nach vielen Stunden im Flugzeug verliert man irgendwann sowieso jedes Zeitgefühl. Ist jetzt Frühstück? Abendessen? Soll ich schlafen? Warum bekomme ich schon wieder etwas zu essen? Irgendwann nimmt man es einfach, wie es kommt.
Als wir schließlich in Phuket landeten, war die Müdigkeit bei mir erstmal vergessen.
Denn ja wir waren jetzt tatsächlich in Thailand.
Vom Flughafen Phuket ging es mit dem Auto ungefähr eine Stunde weiter nach Khao Lak. Ich saß in der Mitte, mein Mann auf der einen Seite und unser Sohn auf der anderen.
Ich war natürlich viel zu neugierig, um zu schlafen. Schließlich wollte ich alles sehen. Die ersten Palmen, die Häuser, die Menschen, die Straßen, einfach alles.
Meine beiden Männer teilten diese Begeisterung zu diesem Zeitpunkt allerdings nur bedingt. Denn kaum saßen wir im Auto, schliefen beide ein. Und zwar richtig.
Mein Mann hing auf der einen Schulter, unser Sohn auf der anderen und beide schnarchten friedlich vor sich hin.
Da saß ich nun, eingeklemmt zwischen meinen zwei Männern und konnte mich ungefähr so gut bewegen wie eine Sardine in der Dose.
Also schaute ich eben alleine aus dem Fenster.
Und ich fand diese erste Fahrt schon total spannend. Überall war dieses satte Grün, Palmen und Dschungel, kleine Geschäfte, Häuser und Straßenstände. Zwischendurch bekam man auch schon einen kleinen Blick auf wunderschöne Strände und das Meer. Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst hinschauen sollte.
Dann sah ich allerdings plötzlich etwas total Verrücktes, bei dem ich wirklich zweimal hinschauen musste.
Auf einem Pick up stand eine riesige Kuh festgeschnallt.
Ich schaute und dachte nur: Das gibt es doch gar nicht.
Doch, gibt es aber. Ich musste dabei echt schmunzeln, denn sowas bekommt man bei uns in Deutschland gar nicht zu sehen.
In diesem Moment hätte ich zu gerne jemanden neben mir angestupst und gesagt: „Guck mal bitte!“ Aber mein Mann schnarchte auf der einen Schulter und unser Sohn auf der anderen. Also gut, dann teilte ich diesen ersten besonderen Thailand Moment eben nur mit mir selbst.
Auch sonst gab es auf der Straße genug zu sehen. Auf manchen Pick-ups saßen gefühlt zehn Menschen im Auto, hinten auf der Ladefläche auf dem Dach und überall dort, wo noch irgendwie ein bisschen Platz war. Ich saß zwischen meinen Jungs und dachte lachend mir immer wieder: Okay, hier läuft Alles ein bisschen anders.
Ankunft im Hotel
Als wir schließlich in unserem Sentido in Khao Lak ankamen, wurden wir sehr herzlich empfangen. Und nach der langen Reise hatten wir richtig Glück, denn wir durften unser Zimmer sofort beziehen.
Ich bin eigentlich jemand, der nach der Ankunft am liebsten gleich loszieht. Erstmal schauen, wo der Strand ist, wo der Pool ist, was es in der Umgebung gibt und natürlich wo man etwas essen kann.
Aber diesmal waren selbst meine Entdeckerlust und meine Neugier kurz ausgeschaltet. Denn als wir das Zimmer betraten, sahen wir die grossen Betten und waren uns ziemlich schnell einig. Erstmal schlafen.
Also legten wir uns erstmal für ungefähr zwei Stunden hin und ließen Thailand draußen einfach kurz ohne uns weitermachen.
Nach so einem Nickerchen sah nämlich die Welt schon wieder ganz anders aus. Wir waren wach, die Sonne schien und jetzt wollten wir endlich los.
Wir schauten uns zunächst das Hotel an, liefen Richtung Strand und erkundeten anschließend die Umgebung. Dabei fiel uns ziemlich schnell auf, dass wir uns über das Thema Essen in diesem Urlaub überhaupt keine Sorgen machen mussten. Überall waren Restaurants, kleine Bars und gemütliche Ecken, in denen man sitzen konnte.
Und genau das mögen wir im Urlaub. Nicht jeden Abend vorher überlegen und reservieren, sondern einfach loslaufen, schauen, wo es nett aussieht, irgendwo hängenbleiben und etwas ausprobieren.
Das Essen in Thailand war sowieso genau unser Ding. Lecker, frisch und so viel Auswahl, dass die Entscheidung manchmal länger dauerte als das Essen selbst.
Dazu diese freundlichen Menschen und diese entspannte Atmosphäre wir fühlten uns wirklich von Anfang an sehr schnell wohl.
Khao Sok – jetzt wurde es richtig schön wild
Natürlich wollten wir nicht nur am Strand liegen und uns durch sämtliche Restaurants von Khao Lak essen. Wenn wir schon einmal in Thailand waren, wollten wir auch etwas sehen und erleben.
Einer unserer Ausflüge führte uns deshalb in den Khao Sok Nationalpark.
Und dort saßen wir irgendwann in einem kleinen Boot und waren einfach nur still.
Nicht weil wir nichts zu sagen hatten, sondern weil es so viel zu sehen gab.
Um uns herum dieser dichter Dschungel, Wasser und überall dieses unglaubliche Grün. Es war eine dieser Landschaften, bei denen man ständig das Handy zückt, ein Foto macht und anschließend feststellt: Nein, auf dem Foto sieht es lange nicht so aus wie in Wirklichkeit.
Also haben wir irgendwann einfach nur noch geschaut und genossen.
Für mich gehört genau das zum Reisen dazu. Natürlich möchte man Erinnerungen fotografieren, aber manchmal muss man das Handy einfach mal wegpacken und mit den eigenen Augen schauen.
Unsere Begegnung mit den Elefanten
Wir besuchten Elefanten, die dort im Nationalpark von Tierschützern betreut werden, und durften sie sogar füttern und mit ihnen baden.
Wenn man so einen Elefanten vorher nur aus dem Zoo, aus dem Fernsehen oder von Fotos kennt, weiß man zwar, dass diese Tiere groß sind. Aber wenn plötzlich einer direkt vor einem steht, ist „groß“ nochmal eine ganz andere Hausnummer.
Ich glaube, wir drei standen erstmal da und dachten alle drei dasselbe.
Beim Füttern der Elefanten kamen wir ihnen ganz nah und der lange Rüssel schnappte nach dem köstlichen Obst aus unserer Hand. Dann ging es ab mit ihnen ins Wasser und wir durften sie waschen.
Natürlich blieben wir dabei selbst nicht unbedingt trocken, aber wen interessiert das schon? Wir hatten einen riesigen Spaß.
Diese Tiere aus der Nähe zu erleben, sie zu beobachten und ihnen so nah sein zu dürfen, war für uns etwas ganz Besonderes.
Das sind zum Beispiel die Momente, die einem kein Hotelpool der Welt bieten kann.
Mit James Bond durch die Felsen
Ein weiterer Ausflug führte uns zum berühmten James-Bond-Felsen.
Schon die Fahrt dorthin war ein Erlebnis. Wir saßen in einem der typischen thailändischen Longtailboot und fuhren durch diese gewaltige Felsenlandschaft.
Das Boot tuckerte übers Wasser, der Fahrtwind war angenehm und um uns herum ragten diese riesigen Felsen empor. Wir schauten eigentlich die ganze Zeit nur nach links und rechts und versuchten, alles aufzusaugen.
Unser Reiseleiter erzählte uns unterwegs von bekannten Filmen und Filmkulissen in diesen beeindruckenden Landschaften. Da bekommt man plötzlich noch einmal einen ganz anderen Blick auf die Umgebung.
Man kennt solche Bilder nämlich nur aus dem Kino und denkt sich nichts dabei. Und plötzlich sitzt man selbst in einem kleinen Longtailboot mitten in dieser Landschaft.
Das war schon irre.
Wir schauten uns immer wieder an und sagten: „Wahnsinn, oder?“
Und genau in solchen Momenten merkt man, wie weit weg man gerade vom Alltag ist.
Natürlich wäre es aber viel zu langweilig gewesen, wenn einfach nur die Sonne geschienen hätte.
Thailand hatte noch eine kleine Überraschung für uns.
Regen.
Und zwar nicht dieses niedliche „Ach, da kommen drei Tropfen“-Regen.
Nein.
Richtigen Regen. Aber unsere Reiseleiter waren auf Alles vorbereitet. Denn wir bekamen von ihnen Regencapes wo wir einfach fantastisch darin aussahen. Hätte zufällig irgendwo ein Modefotograf gestanden, wären wir heute wahrscheinlich weltberühmt.
Zwischendurch ging es dann vom Longtailboot auf ein Kajak, was uns zwischen die Felsen hindurch schipperte.
Unser Kajakfahrer paddelte völlig entspannt, während wir in unseren Regencapes saßen und versuchten, trotz des noch leichten Regens möglichst viel zu sehen. Irgendwann bemerkte ich aber, dass unser Kajakfahrer ziemlich zielstrebig auf eine kleine Öffnung im Felsen zufuhr.
Ich schaute nach vorne dann schaute ich ihn an. Er grinste nur, dann schaute ich wieder nach vorne.
Die Öffnung wurde aber dadurch auch nicht größer.
Ganz im Gegenteil. Je näher wir kamen, desto mehr dachte ich: Da passen wir doch niemals durch.
Unser Kajakfahrer sah das offenbar anders.
Dann hieß es plötzlich, wir sollten uns ganz flach mit dem Rücken auf den Boden des Kajaks legen. Ok gesagt getan, lagen wir mit unseren Regencapes flach wie eine Flunder im Kajak.
Und über uns der Felsen.
Der Kajakfahrer lachte dabei nur und sprach thailändische Worte, die wir natürlich nicht verstanden.
Ich hielt jetzt die Luft an und dachte dabei: Heb jetzt bloß nicht den Kopf.
Denn der Felsen war gefühlt nur wenige Zentimeter über meinem Gesicht.
Während unser Kajakfahrer lachte und lachte. Wahrscheinlich war mein Gesichtsausdruck einfach unbezahlbar.
Dann waren wir endlich durch und ja, es hatte sich gelohnt. Denn plötzlich lag vor uns eine wunderschöne, offene Naturhöhle. So etwas hatte ich noch nie gesehen.
Der leichte Regen plätscherte an den Felswänden hinunter, über unseren Köpfen öffnete sich der Himmel und vor uns lag ein kleiner Strand, umgeben von Blumen, Sträuchern und Bäumen. Es war warm, und wir ließen einfach die Beine ins Wasser baumeln und schauten uns um.
Nach der etwas abenteuerlichen Fahrt durch den engen Felsen saßen wir nun da, mitten in dieser unglaublichen Kulisse, und genossen einfach den Moment. Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst hinschauen sollte. Diese Felsen, das viele Grün, der kleine Strand und der Regen, der an den Wänden herunterlief alles passte irgendwie zusammen.
Unglaublich, was die Natur für wunderschöne Orte erschaffen kann.
Genau solche Sachen kann man vorher gar nicht planen. Und genau deshalb bleiben sie später auch im Kopf.
Phi Phi Island
Natürlich durfte auch Phi Phi Island auf unserer Reise nicht fehlen.
Allein die Fahrt mit dem Speedboot machte schon richtig Spaß. Dieses Gefühl, wenn das Boot übers Wasser schießt, der Wind einem um die Ohren weht und diese Inselwelt langsam näher kommt ist einfach nur herrlich. Selten habe ich so gelacht und so eine Fahrt genossen.
Rund um Phi Phi Island wechselten wir später wieder auf eines der typischen Longtailboote und fuhren damit in wunderschöne Buchten.
Das Wasser sah teilweise so klar und türkis aus, dass man eigentlich nur noch rein springen wollte. Und dank unseres Reiseleiters durften wir das natürlich auch tun.
Also hieß es Maske auf, Schnorchel an und ab rein ins Wasser.
Unter uns öffnete sich eine wunderschöne Unterwasserwelt. Überall bunte Fische, klares Wasser und ständig gab es etwas Neues zu entdecken.
Und wir fanden unter anderem einen ganz bestimmten Bewohner, den ich auch so noch nie live gesehen hatte.
Der kleine Nemo ohne Dori schwamm um uns herum.
Wir schnorchelten gemeinsam, zeigten uns gegenseitig Fische und genossen einfach diese wunderschöne Unterwasserwelt.
Ich hätte dort noch ewig bleiben können.
Aber für mich sollte an diesem Tag noch etwas kommen, das mit keinem Schnorchelerlebnis der Welt vergleichbar war.
Denn unser nächstes Ziel war jetzt die Maya Bay
Und hier muss ich nochmal zurück ins Jahr 2000.
Denn damals war ich als Reiseleiterin tätig und meine Kollegin und ich hörten den Soundtrack von „The Beach“ wirklich rauf und runter.
Diese Musik gehörte einfach zu dieser Zeit in meinem Leben.
Und damals sagte ich zu meiner Kollegin: „Eines Tages werde ich an diesem Strand stehen, das verspreche ich dir."
Aber bis dahin vergingen leider etliche Jahre.
Ich wurde Mama von zwei Söhnen, es kamen andere Reisen, schöne Zeiten, Alltag und all das, was eben in 25 Jahren passiert.
Aber diesen einen Satz hatte ich nie ganz vergessen. Und nun saß ich tatsächlich im Speedboot auf dem Weg zur Maya Bay. Mit meinem Mann und unserem Sohn. 25 Jahre später.
Und natürlich hatte ich meinen MP3-Player und meine Kopfhörer dabei. Und ich setzte sie auf und machte den Soundtrack von „The Beach“ an.
Das Speedboot fuhr über das Wasser und der Wind wehte mir ins Gesicht und langsam kamen diese Felsen immer näher. Und mit der Musik kamen die Erinnerungen. Ich dachte an meine Zeit als Reiseleiterin an meine Kollegin. An uns beide und die schöne lustige Zeit.
An diesen Soundtrack, den wir so oft gehört und getanzt hatten. Und natürlich an mein Versprechen:
Und da kamen sie, die Tränen liefen mir übers Gesicht und ich ließ sie einfach laufen.
Ich saß da nun mit meinen Kopfhörern, dem Wind im Gesicht und meiner Familie neben mir und hörte diese Musik, die mich plötzlich 25 Jahre zurückversetzte.
Und gleichzeitig war ich genau hier.
Jetzt.
Auf diesem Boot.
Auf dem Weg zu diesem Strand.
Ich glaube, in diesem Moment ging mir einfach durch den Kopf, wie viel Leben zwischen damals und heute lag. Ganze 25 Jahre.
Damals war ich die junge Reiseleiterin, die ihrer Kollegin sagte, dass sie irgendwann einmal an diesem Strand stehen würde.
Und jetzt war ich Mama von zwei Söhnen und saß mit meinem Mann und unserem Sohn im Speedboot vor Phi Phi Island. Was für ein emotionaler Moment.
Schuhe aus, ich bin da
Als wir ankamen, kam ich mir ein bisschen vor wie Leonardo DiCaprio, denn wir schlugen denselben Weg ein. Durch den Dschungel und über kleine Wege ging es immer weiter und dann tauchte sie plötzlich auf, eingerahmt von diesen gewaltigen Felsen, die Maya Bay.
Weißer Sand, Palmen, türkisblaues Wasser und diese mächtigen Felsen drumherum. Es war einfach nur ein Traum. Man kennt die Bilder aus dem Film oder von Fotos, aber wenn man wirklich selbst dort steht, ist es nochmal etwas ganz anderes.
Baden darf man in der Maya Bay heute allerdings nicht mehr. Die Bucht steht unter besonderem Schutz, damit sich die Natur und die Unterwasserwelt erholen können. Aber ganz ehrlich? Das hat mich überhaupt nicht gestört. Mir hat es vollkommen gereicht, einfach dort zu sein.
Jetzt wollte ich nur noch meine Schuhe ausziehen und den Sand zwischen meinen Zehen spüren. Gesagt getan, Schuhe aus und barfuß in den Sand.
Ich lief ein Stück, blieb stehen und schaute einfach nur. Auf das Meer, auf die Felsen und auf diesen Strand, den ich so viele Jahre vorher nur aus einem Film kannte.
Er war wirklich genauso, wie ich es mir immer vorgestellt hatte, vielleicht sogar noch ein bisschen schöner.
Dann schaute ich zu meinem Mann und meinem Sohn.
Und genau das war für mich das Schönste an diesem Moment.
Diesen Traum hatte ich zwar als junge Frau, aber erfüllt habe ich ihn schließlich gemeinsam mit meiner Familie.
Und genau deshalb war die Maya Bay für mich auch nicht einfach nur irgendein wunderschöner Strand.
Sie war ein Teil meiner ganz eigenen Geschichte und für mich einfach ein Traum, der endlich wahr geworden ist.
Und was gab es noch in Thailand?
Zwischen all unseren Ausflügen genossen wir natürlich auch Khao Lak selbst.
Besonders abends mochten wir es, einfach loszulaufen und zu schauen, wo wir landeten.
Überall Restaurants und Bars, überall roch es nach Essen und eigentlich hätte man jeden Abend drei Mägen gebraucht.
Wir probierten uns durch verschiedene Gerichte, durch verschiedene Cocktails, saßen gemütlich zusammen und beobachteten das Leben um uns herum.
Was uns besonders gefallen hat, waren die Menschen. Wir haben sie als unglaublich freundlich und herzlich erlebt und fühlten uns überall willkommen.
Und natürlich wären da noch die Massagen. Denn Thailand und Massagen das gehört einfach zusammen.
Bei den Preisen mussten wir uns auch nicht lange überreden, denn Entspannung im Urlaub darf auch nicht fehlen.
Ein Urlaub der unter die Haut geht.
Wie das immer so ist: Am Anfang denkt man, man hätte unendlich viel Zeit und dann ist plötzlich der vorletzte Tag da.
Wir wollten überhaupt nicht daran denken, dass wir bald wieder nach Hause mussten. Mein Mann und ich wollten uns aber noch eine besondere Erinnerung an Thailand mitnehmen.
Natürlich hätten wir einen Magneten kaufen können oder andere schöne Souvenirs.
Aber nein wir dachten uns, das geht auch anders.
Also ließen mein Mann und ich uns am vorletzten Tag ein Tattoo stechen. Etwas, das uns immer an diese Reise erinnern wird.
Eine Reise, die uns so viel gegeben hat, so viele Erinnerungen, so viele gemeinsame Momente und jetzt tragen wir beide ein kleines Stück davon auf der Haut.
Thailand ist damit bei uns tatsächlich unter die Haut gegangen.
Wenn wir heute an Thailand denken …
… dann denken wir natürlich an die traumhaften Strände, den Dschungel und das unglaublich gute Essen, an die Gastfreundschaft an die traumhaften Erlebnisse.
Aber vor allem denken wir an die kleinen Geschichten.
An meinen Mann und unseren Sohn, die nach der Landung in Phuket rechts und links auf meinen Schultern schnarchten, während ich eingeklemmt in der Mitte saß und alleine Thailand entdecken musste.
An die Kuh auf dem Pick up.
An unser herzliches Ankommen im Hotel und unsere ersten zwei Stunden Thailand, die wir erstmal komplett verschlafen hatten.
An die Elefanten, die wir füttern und waschen durften.
An den Khao Sok Nationalpark und diese unglaubliche Natur.
An unsere Fahrt mit dem Longtailboot zwischen den riesigen Felsen.
An den Regen und unsere wunderschönen Regencapes.
An unseren Kajakfahrer, der lachte, während ich unter einem Felsen die Luft anhielt.
An diese wunderschöne Naturhöhle dahinter.
An unsere Schnorcheltour und unsere erfolgreiche Suche nach Nemo.
An die Abende in Khao Lak, das Essen und natürlich unsere Massagen.
Und ich denke an das Speedboot.
An den Wind im Gesicht und die Tränen in meinen Augen.
Und an diesen Moment, als aus einem Satz vom Jahr 2000 plötzlich Wirklichkeit wurde.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich das Reisen so liebe.
Es sind nicht nur die Länder, die Hotels oder die Sehenswürdigkeiten.
Es sind die Geschichten, die unterwegs entstehen. Die lustigen Sachen, die niemand planen kann. Die Momente, bei denen wir uns kaputt lachen. Und manchmal auch die, bei denen uns die Tränen in den Augen stehen.
Thailand hat uns von allem etwas gegeben.
Und wenn uns heute jemand fragt: „Würdet ihr nochmal hinfliegen?“
Dann müssen wir nicht lange überlegen.
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