Unterwegs mit der Norwegian Prima

Luxus auf See - 27.02.2026
11.03.2026
5 min Lesezeit

Entspannung, gutes Essen und ein wenig Amerika  -27.02.2026

Um vier Uhr früh schleicht sich das riesige Schiff aus dem Hafen von Amsterdam, vorbei an den letzten Partybooten der Nacht und dem Industriehafen. Die Bugwelle sieht, zumindest von meinem Balkon auf Deck 10, ganz klein aus. Die Motorengeräusche sind überraschend leise und nicht lauter als noch im Hafen, als das Schiff angelegt hatte. Ich hätte gedacht, dass man von einem stärkeren Brummen geweckt würde. Aber nein, das Schiff gleitet ganz ruhig und langsam vor sich hin, als würde es nicht fahren, sondern gezogen.

Es ist meine erste Kreuzfahrt. Mir sind die klassischen Kreuzfahrtschiffe aus den Beschreibungen nämlich zu groß, zu viele Menschen um mich herum. Die Ausflüge immer in großen Gruppen. Die Bequemlichkeit an Board ist genau das, bequem. Versteht mich nicht falsch, bequem und entspannend ist grundsätzlich nicht verkehrt und gut zu Essen auch nicht, es war bislang nur nicht meine Art zu Reisen. Aber für drei Tage schau ich mir das dann doch mal an. Es ist die Teilstrecke Amsterdam via Kiel nach Warnemünde auf der NCL Pr1ma, einem der neuesten Schiffe der Norwegian Cruiseline. Auf dieser Strecke warten nicht die großen Entdeckungen oder Abenteuer, aber es geht ja auch darum, das Schiff kennenzulernen und sich mit amondo Berater*innen auszutauschen.

Spoiler vorweg: Es gibt mehr Platz und Rückzugsmöglichkeiten, als erwartet und ich hatte Spaß!

Die Frage der Fragen: Wo speise ich heute?

Die Kabine ist geschmackvoll und geräumig, das Bett sehr bequem und dennoch, der innere Wecker ist noch nicht im Urlaubsmodus und ich bin jeden Morgen recht früh wach. Frühaufsteher können sich jedoch im Surfside Café & Grill bereits ab 5/6 Uhr nicht nur mit Kaffee, sondern auch mit deftigem oder süßem Frühstück versorgen und dabei windgeschützt das Meer und den Sonnenaufgang beobachten. Ab sieben füllt sich die Bar bereits gut, es scheint also noch mehr Reisende zu geben, die es nicht lange in den Federn hält. Die meisten haben auch schon gut Hunger und tragen volle Teller vom Selbstbedienungs-Buffet, welches wirklich für jeden Geschmack etwas bereithält. Egal ob Porridge, frisches Obst, Lachsbagel, Würstchen, Eierspeisen, Arme Ritter… es braucht mehr als drei Tage, um sich allein durch dieses Angebot zu schlemmen, dabei ist dies nur eines von vielen Restaurants und Cafés auf diesem Schiff.

Anders als auf anderen Schiffen wird die Verpflegung auf der NCL Pr1ma dezentral geregelt. Ob Selbstbedienungsbuffet wie im Surfside, à la Carte und weißen Tischdecken im Hudson's oder internationales Essen per Tablett-Bestellung in der Indulge Food Hall. So vielfältig die Lokalitäten, so vielfältig auch das Angebot an Speisen. Wem die inklusiven Restaurants nicht ausreichen, kann sich für den Abend auch noch Spezialitätenrestaurants von Mediterran über Französisch, Japanisch und Steakhouse bis Mexikanisch hinzubuchen. Für alle, denen das immer noch nicht reicht: In der Observation Lounge werden am Nachmittag Kaffee und kleine Leckereien gereicht und das The Local Bar & Grill ist 24 Stunden pro Tag geöffnet und serviert rund um die Uhr Pub-Gerichte wie das Reuben Sandwich und Fish and Chips.

Hinzu kommen diverse Bars, an denen man sich durch eine Vielzahl an Cocktails schlürfen kann, eine Whisky Bar und, hier ist man dem Wunsch der vielen amerikanischen Gäste nachgekommen, ein Starbucks-Café.

Wer sich bei den Getränken nicht jedes Mal nachrechnen möchte, dem sei das FREE at Sea Getränkepaket empfohlen. Denn es lohnt sich, wenn man gern mal ein Bier oder Cocktail trinkt. Es sind jedoch keine Kaffeespezialitäten inklusive. Für Starbucks kann man jedoch ein eigenes Paket erwerben oder die Getränke einzeln zahlen. Die Getränkekarte an den Bars zeigt meist nur eine Auswahl. Klassiker sind häufig auch als "Virgin", also auch ohne Alkohol, bestellbar. An der Wave Bar im Außenbereich mixen sie einem auf Nachfrage auch einfache Slushs aus Fruchtsaft nach Wahl plus Eis.

Durch die Vielzahl an Einkehrmöglichkeiten entzerren sich die Gästeströme, einzig an Tagen mit Landgängen kann es in den Frühstückscafès recht voll werden.

Einmal rund ums Schiff

Die Norwegian Pr1ma ist meines Erachtens kein Schiff für Familien, auch, wenn es eine Kartbahn, zwei Rutschen und diverse Spiele auf den oberen Decks gibt. Da sind andere Schiffe sicher besser geeignet.

Aber dafür gibt es Platz. Zum Beispiel zum Relaxen in Instagram tauglichen Hängesesseln auf der Promenade, die einmal um das gesamte Schiff herumführt. Auf diesem Rundweg findet sich auch auf beiden Seiten ein Abschnitt mit verglastem Boden, sodass man über den Wellen laufen kann, eine kleine Kunstsammlung, die vor allem bei Sonnenauf- oder Untergang hervorragende Fotomotive liefert und diverse Sitzmöglichkeiten, so dass man auch bei voller Belegung sicher einen Platz für sich findet. Alternativ bleibt den ruheliebenden der Balkon, der mit stilvollen und vor allem bequemen Sitzmöbel ausgestattet ist.

Gegen sechs, halb sieben werden auf dem Promenaden Deck auch die Sonnenliegen wieder aufgestellt und die Kissen auf den Sofas verteilt. Denn jeden Abend wird alles windsicher weggeräumt. Wem einmal bei einer etwas kräftigeren Böe fast die Sonnenbrille vom Kopf geflogen ist, kann erahnen, wie wichtig das ist. Jeden Morgen, wenn die meisten Gäste noch schlafen, wird das Deck zudem gründlich gereinigt. Und die Crew wirkte dabei erstaunlich entspannt. Freundlich sowieso. Gefühlt gab es einen sehr gutes Personal Gäste Verhältnis.

Kleine Tipps / Hinweise:

Stromanschluss auf den Kabinen: Ein Adapter ist für deutsche Geräte nicht nötig.

Sprache an Board: Die Hauptsprache ist Englisch, da es eine amerikanische Reederei ist und daher auch auf amerikanisches Publikum abgestimmt ist. Aber das Programm für den Tag bekommen deutschsprachige Gäste auch auf Deutsch auf die Kabine gelegt. Bei Ausflügen werden mitunter Audioguides auf Deutsch gereicht. Die Shows sind nur auf Englisch.

Shows & Co. reservieren: Das Programm lässt sich bequem über den Fernseher oder die App buchen. Hier muss man also nicht lange irgendwo anstehen. Auch über die Anzeigetafels, auf denen man sich auch durch die Deckpläne klicken kann, können Shows etc. gebucht werden. Als wir auf dem Schiff waren, musste man für die volle Verfügbarkeit jedoch das englischsprachige Menü auswählen, da im deutschen, die Show auf „belegt“ stand. Ein kleiner technischer Bug, der mittlerweile sicher behoben ist.

Single-Reisende – für Alleinreisende gibt es einen speziellen Kabinenbereich mit eigener Kaffee-Lounge. Sie sind aber auch in den regulären Kabinen gern gesehene Gäste.

Fazit

Für einen Kreuzfahrt-Einsteiger wie mich sicher nicht die verkehrteste Wahl. Da es sich um eine Inforeise handelte, hatte ich zudem nicht nur erfahrene Kreuzfahrer um mich herum, die mich mit Tipps versorgen konnten, sondern auch immer jemanden zum Reden oder eine Begleitung für die Show oder den Restaurant-Besuch. Mit den regulären Gästen kam ich daher wenig in Kontakt, obwohl man so sicher interessante Menschen kennenlernt. Programmpunkte wie die „Wahl des schönsten Männerbeines“ am Pool habe ich nur aus der Ferne beobachtet, dafür umso häufiger einfach nur den Blick aufs Wasser genossen.

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