USA-Westküsten-Rundreise 2024

Zwischen Wüste, Großstadt und endloser Freiheit
Britta Lemkemeyer
26.05.2026
5 min Lesezeit

Im März 2024 erfüllten wir uns einen langen Wunsch und erkundeten die Westküste der USA. Unsere Reise begann in Frankfurt und führte uns über Seattle bis nach Santa Ana in Kalifornien, wo uns meine Schwester, die dort lebt, herzlich empfing. Nach den ersten entspannten Tagen bei ihr startete schließlich der Teil der Reise, auf den wir uns besonders gefreut hatten: unser eigener kleiner Roadtrip entlang einiger der bekanntesten Orte der amerikanischen Westküste.

Las Vegas

Mit dem Mietwagen ging es los Richtung Las Vegas – und schon allein die Fahrt dorthin war ein Erlebnis. Endlose Straßen, weite Landschaften und dieses Gefühl von absoluter Freiheit – genau so stellt man sich einen klassischen USA-Roadtrip vor. Unterwegs machten wir immer wieder kleine Stopps, erkundeten die Gegend und genossen einfach das Gefühl, unterwegs zu sein.

In Las Vegas angekommen, erwartete uns direkt das nächste Abenteuer. Unser Hotel hatte ein eigenes Casino integriert und bis wir überhaupt den Check-in gefunden hatten, verging schon einige Zeit. Wir hatten eher mit einem normalen Hotel gerechnet und unterschätzt, wie riesig und beeindruckend dort alles ist. Unser Zimmer bot direkten Blick auf den Strip – und natürlich zog es uns nach der Ankunft sofort nach draußen.

Die Temperaturen waren sommerlich warm, langsam wurde es dunkel und plötzlich begann Las Vegas zu leuchten. Besonders die berühmte Wassershow vor dem Bellagio beeindruckte uns sehr. Überall blinkende Lichter, Musik und Menschen – diese Stadt wirkt fast wie eine andere Welt. Wir machten noch einen Halt in einem Casino, gönnten uns ein kaltes Getränk und ließen die Atmosphäre auf uns wirken. Gleichzeitig waren wir nach den vielen Eindrücken völlig erschöpft und fielen später müde ins Bett.

Am nächsten Morgen stand Sightseeing auf dem Plan. Wir beschlossen tatsächlich, den kompletten Strip bis zum berühmten „Welcome to Las Vegas“-Schild zu Fuß zu laufen – bei über 30 Grad und rund 3,1 Meilen Strecke. Fahren kann schließlich jeder. Trotz der Hitze gab es unterwegs so unglaublich viel zu sehen, dass sich jeder Schritt gelohnt hat. Zurück ging es dann allerdings doch lieber mit dem Bus.

Am Abend versuchten wir erneut unser Glück im Casino – und tatsächlich gewann ich ganze 11 Dollar. Natürlich kein großer Gewinn, aber ich war trotzdem unglaublich stolz darauf. Wieder endete der Tag mit jeder Menge Eindrücken und müden Füßen.

Bevor wir Las Vegas verließen, schauten wir uns noch Downtown beziehungsweise Old Vegas an. Der Kontrast zum modernen Strip war spannend und zeigte noch einmal eine ganz andere Seite der Stadt.

Route 66 & Grand Canyon

An unserem Abreisetag ging es weiter Richtung Valley of Fire. Die Landschaft dort wirkte fast surreal – rote Felsen, weite Straßen und beeindruckende Natur. Immer wieder kreuzten wir Teile der berühmten Route 66, was dem Roadtrip noch einmal ein ganz besonderes Gefühl verlieh.

Unser nächstes Ziel war Williams in Arizona, etwa vier Stunden von Las Vegas entfernt. Dort wollten wir am nächsten Tag den Grand Canyon besuchen. Übernachtet haben wir in einem Tiny House mitten in der Wüste – ein unglaublich schönes Erlebnis. Allerdings merkt man im März schnell, dass das Wetter in Arizona ganz anders sein kann als in Las Vegas. Während dort noch über 30 Grad herrschten, mussten wir plötzlich unsere Wintersachen auspacken, denn es wurde kalt und sogar Schnee war möglich.

Den Abend verbrachten wir am Lagerfeuer unter einem Sternenhimmel, wie wir ihn noch nie zuvor gesehen hatten. Keine Lichtverschmutzung, absolute Ruhe und unzählige Sterne – einer dieser Momente, die man nie vergisst.

Am nächsten Morgen fuhren wir etwa 30 Minuten weiter Richtung Grand Canyon. Unterwegs lag plötzlich tatsächlich Schnee. Am Nationalpark angekommen, checkten wir zunächst in unsere Unterkunft ein und machten uns danach direkt auf den Weg in den Park. Dort nutzten wir die Shuttlebusse, die Besucher zu den verschiedenen Aussichtspunkten bringen.

Voller Vorfreude stiegen wir an einem Aussichtspunkt aus, den der Busfahrer als den schönsten im gesamten Park angekündigt hatte – nur um erst einmal nichts außer Wolken zu sehen. Der Grand Canyon war komplett verdeckt. Zum Glück besserte sich das Wetter im Laufe des Tages, und schließlich konnten wir die gigantische Landschaft doch noch bestaunen. Dieses Naturerlebnis war einfach überwältigend. Besonders schön war außerdem, dass zu dieser Jahreszeit vergleichsweise wenige Touristen unterwegs waren.

Auf dem Rückweg machten wir Halt in einer kleinen Stadt, die sich wie eine Zeitreise entlang der Route 66 anfühlte: Oatman. Dort liefen tatsächlich Esel frei über die Straßen, kleine Saloons reihten sich aneinander und ein Sheriff mit Pistole und Sporen wünschte uns eine gute Weiterfahrt. Genau diese besonderen kleinen Momente machten den Roadtrip für uns so unvergesslich.

Los Angeles

Danach ging es weiter nach Los Angeles. Natürlich durfte dort ein Besuch des Walk of Fame nicht fehlen. Anschließend machten wir ganz klassisch eine Hop-on-Hop-off-Bustour durch die Stadt und sahen unter anderem Beverly Hills. Besonders spannend war, dass gerade alles für die Oscarverleihung vorbereitet wurde, die am selben Abend stattfinden sollte. Mein persönliches Highlight war allerdings die Beobachtung, wie tatsächlich jemand ein Stück des roten Teppichs mitgehen ließ.

Natürlich standen auch das Hollywood Sign und die Universal Studios auf unserem Programm. Am nächsten Tag besuchten wir außerdem Santa Monica und Venice Beach. Dort herrschte einfach ein unglaublich entspanntes Lebensgefühl. Menschen fuhren Skateboard, trainierten am Strand oder genossen einfach die Sonne – jeder lebte dort auf seine eigene Weise, und genau das machte die Atmosphäre so besonders.

Damit endete unsere kleine, aber unglaublich beeindruckende Rundreise. Anschließend verbrachten wir noch einige entspannte Tage mit meiner Schwester in Kalifornien und genossen die gemeinsame Familienzeit. Besonders die Strände dort blieben uns in Erinnerung – kilometerlang, wunderschön und mit einer ganz besonderen Stimmung.

Unser Fazit damals war schnell klar: Wir kommen wieder und wollen noch mehr von Amerika entdecken. Und genau so kam es auch – 2025 folgte bereits der nächste Roadtrip durch die USA, diesmal mit neuen Stopps und weiteren Abenteuern.

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Südafrika & Mauritius

Unsere Hochzeitsreise war bewusst als Kombination aus Erlebnis und Entspannung geplant. Wir wollten zwei völlig unterschiedliche Welten miteinander verbinden: Abenteuer, Natur und Eindrücke in Südafrika sowie Erholung und Genuss auf Mauritius. Rückbl
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Britta Lemkemeyer
26.05.2026
5 min Lesezeit

Unsere Hochzeitsreise war bewusst als Kombination aus Erlebnis und Entspannung geplant. Wir wollten zwei völlig unterschiedliche Welten miteinander verbinden: Abenteuer, Natur und Eindrücke in Südafrika sowie Erholung und Genuss auf Mauritius. Rückblickend war genau diese Mischung das, was diese Reise so besonders gemacht hat.

Der Start verlief allerdings anders als geplant. Am 28.09. reisten wir bereits einen Tag früher nach Düsseldorf an und verbrachten die Nacht in einem wunderschönen Flughafenhotel – ein entspannter Beginn, der uns optimal auf die Reise einstimmen sollte. Am nächsten Morgen ging es zum Check-in für unseren Flug über Dubai nach Kapstadt. Dort begann dann die erste Geduldsprobe: Zunächst wurde nur eine Verspätung angekündigt, doch nach einiger Zeit folgte die ernüchternde Nachricht – der Flug wurde aufgrund eines technischen Defekts komplett gestrichen. Ärgerlich, gerade weil es sich um unsere Hochzeitsreise handelte. Gleichzeitig half uns in diesem Moment die Erfahrung, ruhig zu bleiben und Lösungen zu finden. Wir wurden unkompliziert auf den nächsten Tag umgebucht und verbrachten eine weitere Nacht im Hotel.

Südafrika - Safari & Abenteuer

Einen Tag später ging es dann endlich los. Über Dubai erreichten wir Kapstadt – allerdings nicht ganz vollständig, denn einer unserer Koffer hatte es nicht geschafft. Auch das nahmen wir gelassen und starteten direkt mit unserem Mietwagen Richtung Oudtshoorn. Die etwa vierstündige Fahrt war nach der langen Anreise anspruchsvoll, vor allem mit dem ungewohnten Linksverkehr. Gleichzeitig lässt sich das Autofahren in Südafrika erstaunlich gut bewältigen. Unser ursprünglich erster geplanter Zwischenstopp in Hermanus fiel aufgrund der Verspätung leider aus.

Die Fahrt selbst war bereits ein Erlebnis. Mein Bild von Afrika war lange von trockenen, staubigen Landschaften geprägt – umso überraschender war es, wie grün und teilweise fast europäisch die Umgebung wirkte. Windräder, weite Landschaften, eine gewisse Ruhe – wir fühlten uns schnell wohl.

In Oudtshoorn angekommen, erwartete uns eine wunderschöne Lodge direkt an einem Wasserloch. Schon beim ersten Anblick war klar: Das wird ein besonderer Aufenthalt. Am nächsten Morgen begann unser Safari-Abenteuer – und das direkt vor der eigenen Zimmertür, wo uns Nilpferde im Wasserloch begrüßten. Während der Pirschfahrt konnten wir unter anderem Giraffen, Antilopen, Nashörner und Löwen beobachten. Einige Tiere blieben allerdings verborgen – oder, wie mein Mann scherzhaft meinte, lag es vielleicht doch an mir. (Mit mir hat man nämlich leider nie Glück, Tiere in freier Wildbahn zu finden). Ergänzt wurde das Ganze durch eine Erdmännchen-Tour, die vor allem durch Niedlichkeit in Erinnerung geblieben ist.

Nach zwei intensiven Tagen – und weiterhin ohne Koffer – ging es zurück nach Kapstadt. Unsere Unterkunft dort bot einen direkten Blick auf den Tafelberg  und schon bei der Ankunft war klar, dass diese Stadt etwas ganz Besonderes ist. Kapstadt hat uns von Anfang an begeistert. Die Mischung aus Natur, Stadt und Meer ist einzigartig.

Wir unternahmen zahlreiche Ausflüge, darunter zum Boulders Beach mit seinen Pinguinen bis hin zum Kap der Guten Hoffnung. Ein weiteres Highlight war der Besuch des Tafelbergs. Oben angekommen, erreichte mich die Nachricht, dass unser Koffer endlich in unserer Unterkunft eingetroffen war – ein Moment der Erleichterung, der perfekt zu diesem ohnehin besonderen Tag passte.

Kapstadt hat uns mit seiner Vielfalt und Atmosphäre komplett in den Bann gezogen. Wir besuchten lokale Märkte, ließen uns treiben und nahmen uns bewusst Zeit, die Stadt und ihre Umgebung auf uns wirken zu lassen. Ein Ausflug nach Hermanus durfte schließlich doch nicht fehlen – in der Hoffnung, Wale zu sehen, die zu dieser Jahreszeit an die Küste kommen. Leider hatten wir auch hier kein Glück, was uns aber nicht davon abhielt, diesen Ort zu genießen.

Mauritius  - Entspannung pur

Am 06.10. ging es für uns weiter nach Mauritius – der zweite Teil unserer Reise, der ganz im Zeichen der Erholung stand. Nach den vielen Eindrücken in Südafrika wollten wir die Zeit nutzen, um alles in Ruhe wirken zu lassen. Unser Hotel übertraf dabei alle Erwartungen. Wir hatten ein Honeymoon-Special gebucht und wurden mit vielen kleinen Extras überrascht: ein liebevoll vorbereitetes Zimmer mit Sekt und Macarons, ein Upgrade auf Vollpension sowie eine entspannende Massage am nächsten Tag.

Die Tage auf Mauritius verbrachten wir bewusst ohne festen Plan. Wir gingen schnorcheln, genossen das hervorragende Essen und erkundeten dennoch die Insel. Zu unseren Ausflügen zählten unter anderem ein Tempelbesuch, ein Wasserfall, die berühmte siebenfarbige Erde sowie eine Quad- und eine Katamaran-Tour – letztere vor allem wegen der beeindruckenden Wellen unvergesslich. Auch die Hauptstadt Port Louis mit ihrem traditionellen Markt gab uns einen spannenden Einblick in das Leben vor Ort.

Die Abende gehörten den Sonnenuntergängen, die wir direkt von unserem Hotel aus beobachten konnten – ruhig, intensiv und der perfekte Abschluss eines jeden Tages.

Fazit:

Die Kombination aus Südafrika und Mauritius ist für eine Hochzeitsreise nahezu ideal. Kapstadt und die umliegenden Regionen bieten unvergessliche Erlebnisse, Natur und Abenteuer, während Mauritius die perfekte Kulisse für Entspannung und Genuss liefert. Trotz kleiner Herausforderungen zu Beginn – Flugausfall und verlorenem Koffer – bleibt vor allem eines: das Gefühl, eine außergewöhnliche Reise erlebt zu haben, die genau die richtige Balance zwischen Aktivität und Erholung geschaffen hat.

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