Weihnachtsmarkt in November

Kurzreise mit AIDANova nach Oslo
Norwegen
Sven Alertz
17.09.2026
5 min Lesezeit

Tag 1 -  Einschiffung und Auslaufen aus Hamburg

Bereits einen Tag vorher hieß es für uns ab ins Auto und auf nach Hamburg. Dort angekommen und nach dem Check-in im Hotel blieb noch etwas Zeit, die Stadt zu erkunden. Wir fuhren zu den Landungsbrücken, machten eine Hafenrundfahrt und schlenderten im Anschluss gemütlich zur Elbphilharmonie, um von der kostenlosen Aussichtsterrasse den Blich über den Hafen und die Stadt zu genießen. Danach ging es zurück zu Hotel, wo wir schnell erschöpft und in freudiger Erwartung einschliefen.

Am nächsten Morgen ging es zeitig mit dem Pkw zum Terminal Steinwerder, wo die AIDAnova schon auf uns wartete. Den Parkplatz direkt am Terminal hatten wir schon im Vorfeld für ca. 70 Euro über MyAida gebucht. Nach der Gepäckabgabe und einem recht zügigen Check-in ging es für uns an Bord. Unsere Kabine 4265 (eine Standard-Innenkabine auf Deck 4) war schon fertig und so konnten wir unser Handgepäck und die Jacken direkt ablegen. Für die paar Tage und die doch inzwischen recht kühle Jahreszeit war diese Kabine völlig ausreichend. In der Regel sind wir sowieso nur zum Schlafen dort.

Im Anschluss erkundeten wir das Schiff. Es gab so viel zu entdecken. Angefangen bei den unzähligen Bars und Restaurants, über das Theatrium und den Beachclub bis hin zum bordeigenen Fernsehstudio, wo Shows wie The Voice of the Ocean oder Wer wird Millionär aufgezeichnet werden. Es gab so viel zu entdecken und die Zeit bis zum Auslaufen verging wie im Fluge. 

Kurz vor dem Auslaufen um 18 Uhr begaben wir uns ganz nach hinten auf Deck 7 zur Lanai Bar (Eigenname), um von dort mit einem Cocktail in der Hand das Ablegen und Auslaufen aus Hamburg zu genießen. Pünktlich um 18 Uhr wurden die Leinen gelöst und zu den Klängen von vermutlich Enyas Orinoko Flow (Sail Away) setzte sich das Schiff langsam in Bewegung. In diesem Moment bekamen wir beide Gänsehaut, vorbei ging es an großen Containerschiffen auf der einen und der Skyline von Hamburg auf der anderen Seite elbabwärts in Richtung Nordsee.

Hamburg verschwand so langsam in der Dunkelheit und wir begaben uns in eines der Buffetrestaurants zum Abendessen, denn wir wollten die Show im Theatrium nicht verpassen. Wir bekamen noch Plätze in einer der vorderen Reihen mit perfekter Sicht auf die Bühne und konnten so bei einem Cocktail die Show “Shine” genießen . Beinahe nahtlos ging es dann für uns im TV- Studio mit “Wer wird Millionär” weiter ehe wir nach einem letzten Bummel über das Schiff erschöpft aber glücklich  ins Bett vielen während AIDAnova langsam das offene Meer erreichte…

Tag 2 - Erster Seetag

Wir ließen den ersten Seetag entspannt angehen und schliefen erst einmal aus. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Yacht Club Restaurant zog es uns in den Beach Club wo wir abgesehen vom Mittagessen im nahe gelegenen Fuego Restaurant, fast den ganzen Tag am Indoor Pool bei rund 30 Grad und den ein oder anderen Cocktail entspannten. Nach dem Abendessen zog es uns wieder in das Theatrium, wo wir uns erst die Prime Time um 20 Uhr ansahen. Gast des Abends war der erste Mann an Bord: Kapitän Michael Schmidt. Dieser erzählte seinen beruflichen Werdegang und noch einig interessante Facts über das Schiff. Direkt danach startete die Show Nashville - Just Good Music mit den AIDA Stars.

Danach zog es uns noch ins Brauhaus zu Mallorca Party. Dort ließen wir den ersten Seetag ausklingen.

Tag 3 - Weihnachtsmarkt und Stadterkundung in Oslo

Am nächsten Morgen waren wir schon sehr früh auf den Beinen, um uns das Anlegemanöver in Oslo anzuschauen. Die Passage des Oslofjords fand leider zum Ein- und Auslaufen im Dunkeln statt, so dass uns dieser wunderschöne Anblick leider verwehrt blieb. Nachdem wir fest waren und das Schiff zum Landgang freigegeben war, zog es uns auch gleich von Bord zu Fuß in Richtung Innenstadt. Von dort aus ging es weiter mit der Straßenbahn zum Vigeland-Skulpturenpark, wo wir den Vormittag verbrachten. Der Park kostet übrigens keinen Eintritt. Er liegt etwas außerhalb auf einem Hügel und man hat von dort aus einen schönen Blick auf Teile der Stadt. 

Nach dem Besuch ging es mit der Bahn zurück Richtung Stadt. Wir schlenderten zu dem berühmten Opernhaus und bestiegen das Operndach. Von dort hat man einen schönen Blick über das Wasser. Über die Karl Johans Gate, Oslos wichtigste Einkaufsstraße, ging es weiter zum Weihnachtsmarkt in Spikersuppa. Langsam dämmerte es und der Markt erstrahlte mit all seinen Lichtern. Der Markt ist ähnlich wie die Weihnachtsmärkte in Deutschland. Neben Handwerkskunst und Wollwaren wie Mützen, Schals und Handschuhen gab es in erster Linie Stände mit norwegischen Spezialitäten wie Käse, Wurst und Lachs. Natürlich durfte auch der in Norwegen weit verbreitete Glogg und heiße Schokolade nicht fehlen. 

Danach ging es für uns zurück zum Schiff, denn das Auslaufen stand bereits kurz bevor. Dieses schauten wir uns diesmal von der Lanai Bar aus an und begaben uns direkt danach in den Yacht Club zum Abendessen. Gestärkt ging es auch an diesem Abend natürlich wieder in das Theatrium, wo an diesem Abend die Show AIDA Diamonds lief. Auch diese Show war wie eigentlich immer auf AIDA auf hohem Niveau und  wir fühlten uns super Unterhalten.

Nach ein paar Cocktails an einer der Bars zog es uns schließlich total erschlagen von den Eindrücken des Tages ins Bett, wo wir zügig einschliefen.

Tag 4 - zweiter Seetag

Nach dem Frühstück im East Restaurant zog es uns spontan in den 3.100 m² großen Wellnessbereich. Hier erwarteten uns fünf verschiedene Saunen, darunter die Panoramasauna mit Meerblick. Ein wirklich besonderes Highlight. Zudem verfügt der Wellnessbereich über Wirlpools im Innen- und Außenbereich sowie über ansprechend gestaltete Ruhebereiche, wie zum Beispiel das Kaminzimmer.

Völlig entspannt durfte am Nachmittag Bingo im Theatrium natürlich nicht fehlen. Im Anschluss drehten wir noch eine Runde über das Schiff und durch die verschiedenen Shops an Bord, bevor es nahtlos zum Abendessen ging. 

Um 22 Uhr am Abend stand noch ein besonderes Highlight der Reise an: die Silent Party im Beachclub. Diese Party darf auf keiner Reise mit AIDA fehlen. Dabei bekommt jeder Gast einen Kopfhörer und drei DJs legen unterschiedliche Musik auf. Der Gast kann dann am Kopfhörer umschalten und die Musik auswählen, auf die er grade Lust hat. Wir feierten bis weit nach Mitternacht, um ein weiters Mal hundemüde ins Bett zu fallen.

Tag 5 - Abreise

Nach einem ausgiebigen Frühstück im French Kiss, einem der Spezialitätenrestaurants, war es für uns leider Zeit, die Heimreise anzutreten. Wir verließen das Schiff mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Natürlich war es nur ein Abschied auf Zeit, denn die nächste Reise kommt bestimmt ;-)

Fazit zur Kurzreise mit AIDAnova

Da es ich bei dieser Kreuzfahrt um eine Kurzreise handelt, würde ich diese Reise nicht als erste Kreuzfahrt empfehlen. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen werden solche Kurzreisen gerne von Vereinen, Kegelclubs oder Junggesellenabschieden gebucht. Das bedeutet, dass das Klientel an Mitreisesenden oft nicht zu vergleichen ist mit normalen Reisen. Es ist oft lauter und auch der Alkoholkonsum ist oft höher. Dies ist auch der Grund, warum es bei Reisen unter 5 Tagen Länge nicht den AI Tarif gibt und man auch kein alkoholhaltiges Getränkepaket nachträglich buchen kann. Natürlich finden auch nicht alle Veranstaltungen und Partys wie bei längeren Reisen statt. 

Dennoch war die Reise als kurze Auszeit zwischendurch perfekt. Es gabt dennoch immer ein ruhiges Plätzchen zum Entspannen und die Kulinarik und das Entertainment war auf gewohnt hohem Niveau. Auch Oslo ist, egal zu welcher Jahreszeit, immer eine Reise wert.

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