

Zwei Wochen Italien mit dem Auto
2024 haben wir uns für eine zweiwöchige Italienreise mit dem Auto entschieden. Unser Plan war, nicht nur einen Ort zu sehen, sondern verschiedene Regionen kennenzulernen und dabei möglichst flexibel zu bleiben. Unsere Reise führte uns zunächst in die Emilia-Romagna und anschließend weiter nach Umbrien.
Schon die Anreise hatte ihren ersten kleinen Abenteuer-Moment. Wir fuhren über den Brennerpass und plötzlich gingen im Auto gefühlt alle Warnlampen an. Nicht unbedingt der Start, den man sich wünscht, wenn noch einige Kilometer vor einem liegen. Zum Glück blieb es bei diesem kurzen Schreckmoment und wir konnten weiterfahren. Und die Aussicht über die Alpen war die kleine Aufregung definitiv wert. Für eine Nacht legten wir noch einen Zwischenstopp in Faver ein, bevor es am nächsten Tag weiter Richtung Faenza ging.
In Faenza hatten wir für die erste Woche ein kleines Ferienhaus mitten in der Stadt. Wir hatten dabei sogar Glück mit dem Zeitpunkt unserer Reise, denn gerade fand ein Stadtfest statt. Der Markt war voller kleiner Stände und überall war Musik zu hören. Dadurch konnten wir Faenza direkt von seiner lebendigen Seite kennenlernen. Gleichzeitig haben wir die Stadt als süße und gemütliche Kleinstadt erlebt, genau die Art von Ort, in der man gerne einfach ein bisschen durch die Straßen schlendert und das italienische Leben auf sich wirken lässt.
Von Faenza aus haben wir verschiedene Ausflüge gemacht. Ravenna haben wir sogar öfter besucht, sodass wir die Stadt nicht nur bei einem kurzen Tagesausflug kennenlernen konnten. Außerdem ging es nach Verona, wo natürlich ein Besuch rund um Romeo und Julia nicht fehlen durfte.
Ein besonderes Erlebnis war für uns auch ein Strandtag mit unserem Hund. Gerade wenn man mit Hund unterwegs ist, muss man bei der Reiseplanung manchmal etwas mehr überlegen, aber für uns war es schön, ihn mitnehmen zu können und gemeinsam am Strand baden zu gehen.
Ein weiterer Höhepunkt der ersten Woche war unser Tagesausflug nach Venedig. Hier haben wir einen Tipp, den wir definitiv weitergeben würden: Nutzt in Venedig möglichst die öffentlichen Verkehrsmittel und nicht die speziellen Touristenboote. So kann man sich, unserer Erfahrung nach, viel entspannter durch die Stadt bewegen und schont gleichzeitig noch seinen Geldbeutel.
Nach einer Woche ging es weiter Richtung Süden. Wir fuhren über Rimini und San Marino nach Spoleto. Rimini haben wir dabei als sehr touristisch erlebt. San Marino war für uns dagegen ein echtes Highlight. Von der Burg beziehungsweise den höher gelegenen Bereichen hatten wir eine wunderschöne Aussicht. Und dann hatten wir auch noch besonderes Glück: Zur gleichen Zeit war die Österreichische Bläserphilharmonie vor Ort. So konnten wir die Aussicht mit musikalischer Untermalung genießen, ein Moment, mit dem wir so überhaupt nicht gerechnet hatten.
In der zweiten Woche änderte sich unsere Reise dann komplett. Unser Ferienhaus bei Spoleto lag mitten im Nirgendwo. Kein Trubel, kein ständiges Internet und kaum Ablenkung, genau das wollten wir. Wir haben dort bewusst einen kleinen Social Detox gemacht und die Zeit in der Natur genossen. Ein besonderes Erlebnis waren die frühen Morgenstunden: Mehrmals standen plötzlich Rehe direkt vor unserer Zimmertür.
Auch Spoleto selbst hat uns beeindruckt. Die Stadt ist etwas Besonderes und durch die vielen Rolltreppen kommt man überraschend bequem durch die unterschiedlichen Höhenlagen der Stadt.
Von Spoleto aus haben wir schließlich noch Rom besucht. Dieses Mal allerdings ohne unseren Hund. Nach dem langen Tag in Venedig hatten wir gemerkt, dass das für unsere „große Maus“ doch ziemlich anstrengend gewesen war. Deshalb durfte er bei diesem Ausflug zu Hause bleiben und wir konnten Rom ganz entspannt erkunden.
Für uns war gerade die Mischung das Schönste an dieser Reise: lebendige Städte und Märkte, Strandtage und bekannte Sehenswürdigkeiten auf der einen Seite – und auf der anderen Seite Natur, Ruhe und ein echtes Abschalten vom Alltag. Durch die Reise mit dem Auto konnten wir beides miteinander verbinden und spontan entscheiden, wie wir unsere Tage gestalten.
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