Albanien - Ein Geheimtipp oder überbewertet?

14-tägige Rundreise entlang der albanischen Riviera
Michelle Helbig
08.04.2026
5 min Lesezeit

Da ich bereits in vielen Ländern Europas unterwegs und auf der Suche nach einem neuen, noch eher unbekannten Reiseziel war, bin ich durch einen Fernsehbericht auf Albanien gestoßen. Ganz ehrlich: Am Anfang denkt man sich vermutlich – was soll ich in Albanien? Doch nach dieser Reise kann ich sagen: Es hat sich definitiv gelohnt. Albanien ist ein wahrer roher Diamant!

Im September 2025 machte ich mich schließlich auf den Weg in dieses für mich bis dahin unbekannte Land. Nach nur etwa zweieinhalb Stunden Flugzeit von Nordrhein-Westfalen landete ich in der Hauptstadt Tirana. Selten habe ich die Abwicklung eines Mietwagens so unkompliziert erlebt – und ein Auto ist hier definitiv empfehlenswert. Meine erste Station war Durrës, ein touristisch geprägter Küstenort, etwa 40 Minuten vom Flughafen entfernt. Direkt am Meer gelegen, eignet sich Durrës ideal für eine entspannte An- und Abreise und wird in den Sommermonaten vor allem von Einheimischen besucht.

Während meiner zweiwöchigen Rundreise wollte ich eine Mischung aus touristischen Highlights und authentischem Leben kennenlernen. Deshalb führte mich mein Weg unter anderem nach Sarandë im Süden des Landes. Vorab sei gesagt: Man sollte ein sicherer Autofahrer sein, denn kurvenreiche Serpentinen und sogar Ziegen am Straßenrand gehören hier zum Alltag.
Sarandë war der touristischste Ort meiner Reise – was auch daran liegt, dass von dort regelmäßig Fähren in nur 30 bis 40 Minuten zur griechischen Insel Korfu fahren. Die Stadt erinnerte mich stark an Griechenland: sehr gutes Essen, herzliche Menschen und ein mediterranes Flair. Ein großer Vorteil ist jedoch das Preisniveau. Durch die Währung Lek (1 € ≈ 96 Lek, Stand April 2026) sind die Kosten deutlich niedriger als in Deutschland. Ob Kaffee, Eis oder ein Abendessen – man zahlt meist nur einen Bruchteil.
Von Sarandë aus lohnt sich auch ein Ausflug ins Landesinnere, zum Beispiel nach Gjirokastër, einer der ältesten Städte Albaniens. Die Stadt gehört seit 2005 zum UNESCO-Welterbe und beeindruckt mit ihrer historischen Architektur und kulturellen Bedeutung. Naturfreunde sollten sich außerdem die Quelle „Syri i Kaltër“ nicht entgehen lassen, die wasserreichste Quelle des Landes, etwa 50 Minuten von Gjirokastër entfernt.

Nach einer Woche voller Kultur und Natur ging es weiter nach Himarë – ein echter Geheimtipp für Strandliebhaber. Der kleine Ort an der albanischen Riviera besticht durch Ruhe, klares türkisblaues Wasser und eine entspannte Atmosphäre. Breite Sandstrände sucht man hier zwar vergeblich, doch genau das macht den Charme aus. Badeschuhe sind allerdings empfehlenswert.
Auf dem Rückweg nach Tirana entlang der Küste besuchte ich noch Dhërmi und Vlorë. Dhërmi ähnelt Himarë – wunderschön, ruhig und noch weniger erschlossen. Vlorë hingegen empfand ich als deutlich hektischer. Verkehr und Trubel nahmen dort spürbar zu, sodass mir der ruhigere Süden umso mehr gefiel.

Mein Fazit: Albanien überzeugt mit seiner Vielfalt, der Kombination aus Kultur, Natur und Badeurlaub sowie beeindruckenden Landschaften. Noch ist das Land ein Geheimtipp – aber sicherlich nicht mehr lange. Eine klare Reiseempfehlung!

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Lombok-eine Alternative zu Bali?

2023 startete ich meine erste zweiwöchige Rundreise nach Asien. Schnell wurde mir klar, dass Bali, einst ein Geheimtipp in Südostasien, heute Millionen Touristen in seinen Bann zieht – und das nicht ohne Grund. Dennoch wurde mir nach kurzer Zeit bewu
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Michelle Helbig
08.04.2026
5 min Lesezeit

2023 startete ich meine erste zweiwöchige Rundreise nach Asien. Schnell wurde mir klar, dass Bali, einst ein Geheimtipp in Südostasien, heute Millionen Touristen in seinen Bann zieht – und das nicht ohne Grund. Dennoch wurde mir nach kurzer Zeit bewusst, dass Indonesien noch viel mehr zu bieten hat. Deshalb machte ich mich ein Jahr später, 2024, auf die Suche nach einer Alternative, um Land und Leute auch abseits des stetig wachsenden Tourismus kennenzulernen.

So stieß ich auf Lombok, eine Insel östlich von Bali, die nur etwa 30 bis 50 Minuten Flugzeit entfernt liegt.

Schon bei der Ankunft am Flughafen Lombok (LOP) fiel der Unterschied zu Bali sofort auf. Statt großer Menschenmengen gab es lediglich einige ATMs, eine Wechselstube, wenige Mobilfunkanbieter und eine Handvoll Fahrer, die ihre Dienste anboten. Hier galt schnell die Devise: Wer handelt, gewinnt. Kurze Zeit später hatten meine Begleitung und ich eine SIM-Karte, indonesische Rupiah und saßen bereits in einem SUV auf dem Weg zu unserer Unterkunft. Diese befand sich im Süden der Insel in Kuta – nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Ort auf Bali – etwa 45 Fahrminuten vom Flughafen entfernt.

Die Fortbewegung auf Lombok unterscheidet sich ebenfalls von Bali. Dienste wie Grab oder Gojek sind dort kaum verbreitet. Stattdessen bewegt man sich meist mit gemieteten Rollern fort, die in vielen Unterkünften für wenige Euro pro Tag verfügbar sind. Auch wenn es nicht immer die neuesten Modelle sind, bringen sie einen zuverlässig von A nach B. Alternativ bieten manche Unterkünfte auch Fahrer mit Auto an, was besonders für längere Strecken oder Tagesausflüge praktisch ist.

Unsere Reise begann in Kuta, dem wohl bekanntesten Ort auf Lombok, und führte uns anschließend nach Selong Belanak. Dort lernten wir Thomas, einen deutschen Auswanderer, kennen. In der Unterkunft, im Ort und besonders am wunderschönen Sandstrand wurde schnell deutlich, wie herzlich die Einheimischen Touristen einem begegnen. Freundliche Begrüßungen, ein kurzes Gespräch nach dem Surfen oder ein Lächeln zwischendurch – all das vermittelte das Gefühl, wirklich willkommen zu sein. Schnell merkten wir: Die Zeit scheint hier etwas langsamer zu laufen.

Im Gegensatz zu Bali ist Lombok überwiegend muslimisch geprägt und wird nicht ohne Grund „die Insel der 1.000 Moscheen“ genannt.

Um noch mehr vom „echten“ Indonesien kennenzulernen, reisten wir weiter nach Sekotong im Südwesten der Insel. Von dort aus besuchten wir die sogenannten „Secret Gilis“. Diese kleinen Inseln sind deutlich weniger touristisch erschlossen als die bekannten Gilis bei Bali. Sie bieten unberührte Strände, hervorragende Möglichkeiten zum Schnorcheln und teilweise bereits erste Unterkünfte.

Auch bei den Unterkünften bietet Lombok eine gute Auswahl – von einfachen Holzhütten bis zu modernen kleinen Strandhotels. Während unserer Reise zahlten wir zwischen 25 und 75 Euro pro Nacht, oft inklusive sehr gutem Frühstück.

Fazit: Wer eine weniger touristische Insel mit traumhaften Stränden sucht und Indonesien authentischer erleben möchte, findet auf Lombok eine wunderbare Alternative zu Bali.

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