Die türkische Ägäisküste auf eigene Faust mit dem Auto erkunden

Unterwegs zwischen antiken Ruinen, kleinen Hafenstädten und dem Meer
Türkei
Sophia Ehlers
17.10.2026
•
5 min Lesezeit

Die Türkei kennen viele vor allem als Ziel für einen klassischen Badeurlaub. Aber das Land hat natürlich noch einiges mehr zu bieten. Deshalb haben wir uns als Familie dazu entschieden, die türkische Ägäisküste einmal mit dem Mietwagen zu erkunden. 

Unser Flug ging nach Izmir. Von dort aus wollten wir verschiedene Städte besuchen, uns Sehenswürdigkeiten anschauen und auch die Orte kennenlernen, die man bei einem reinen Hotelurlaub vielleicht gar nicht zu sehen bekommt.

Ein Urlaubsstart, den wir so nicht geplant hatten

Kaum in Izmir gelandet, gab es allerdings schon das erste Problem: Mein Koffer war weg!

Wir standen am Gepäckband und warteten, bis irgendwann nur noch ein einzelner Koffer übrig war. Dieser hatte zwar die gleiche Farbe wie meiner, war allerdings deutlich kleiner. Uns war deshalb ziemlich schnell klar, dass es nicht mein Koffer sein konnte. Jemand anderes hatte das offensichtlich nicht bemerkt und meinen Koffer einfach mitgenommen. 

Also ging es für uns erst einmal zur Lost-and-Found-Stelle am Flughafen, um alles zu melden. Da wir nicht wussten, wann mein Koffer wieder auftauchen würde, blieb uns nichts anderes übrig, als zunächst einige wichtige Dinge neu zu kaufen. 

Nach drei Tagen kam dann endlich die gute Nachricht: Mein Koffer war wieder aufgetaucht und wurde uns sogar direkt ins Hotel gebracht.

Auf diese Erfahrung hätten wir zwar gerne verzichtet, aber sie hat uns noch einmal gezeigt, wie wichtig es ist, sich vor einer Reise mit dem passenden Gepäckschutz zu beschäftigen. Denn gerade bei verspätetem oder verlorenem Gepäck können schnell zusätzliche Kosten entstehen.

Izmir - wunderschön, aber auch ganz schön voll

Natürlich wollten wir uns auch Izmir selbst anschauen. Die Stadt ist wunderschön, allerdings auch ziemlich voll. 

Vor allem der riesige Basar hat uns überrascht. Mit dieser Größe hatten wir ehrlich gesagt nicht gerechnet. Überall waren Menschen unterwegs, es gab zahlreiche Stände und Geschäfte und teilweise wusste man gar nicht, wo man zuerst hinschauen sollte.

Auch wenn mir das Ganze zwischendurch fast ein bisschen zu voll war, war es trotzdem interessant dort durchzulaufen und sich alles anzuschauen.

Wer Izmir besucht, sollte sich auf jeden Fall genügend Zeit nehmen. Denn dort gibt es wirklich einiges zu entdecken.

Kusadasi, Güzelcamli und der Nationalpark

Ein weiterer Ausflug führte uns nach Kusadasi und Güzelcamli. Dort besuchten wir den Dilek-Halbinsel- und Büyük-Menderes-Delta-Nationalpark.

Die Landschaft dort ist wirklich sehenswert. Die Berge, das viele Grün und immer wieder der Blick auf das Meer machen die Gegend zu einem schönen Ausflugsziel. Auch die Fahrt durch den Nationalpark hat sich gelohnt, weil es unterwegs immer wieder schöne Stellen gibt, an denen man die Aussicht genießen kann. 

Anschließend waren wir noch in Kusadasi unterwegs und sind an der Promenade spazieren gegangen. Gerade der Bereich direkt am Wasser ist schön angelegt und lädt dazu ein, sich die Stadt in Ruhe anzuschauen.

Bodrum - Cocktails mit Blick auf die Burg

Auch Bodrum stand auf unserer Route. Hier hat es uns vor allem an den Hafen gezogen, wo zahlreiche Boote liegen und man einen schönen Blick auf die Burg von Bodrum hat. 

Wir haben uns dort in die Yula Bodrum Bar gesetzt, Cocktails bestellt und einfach am Wasser gesessen und den Ausblick genossen. Das war ein Moment in diesem Urlaub, in dem man einfach mal sitzen bleibt und nichts weiter vorhat.

Dennoch durfte in Bodrum natürlich auch der Besuch auf dem Basar nicht fehlen. Im Vergleich zu dem riesigen Basar in Izmir war dieser deutlich kleiner und übersichtlicher. Trotzdem gab es auch hier einiges zu sehen und ich persönlich habe mich dort einfach wohler gefühlt.

30. Geburtstag in Cesme

Cesme war für mich persönlich ein besonderer Stopp auf unserer Reise, weil ich dort meinen 30. Geburtstag verbracht habe. 

An diesem Tag besichtigten wir die historische Burg Cesme Kalesi. Von dort oben hat man einen tollen Blick über die Stadt und den Yachthafen mit den vielen Booten. Allein für die Aussicht lohnt es sich schon, die Burg zu besuchen.

Anschließend waren wir noch in der Innenstadt essen und haben den Tag dort verbracht.

Seinen 30. Geburtstag in der Türkei zu feiern, statt wie sonst zuhause, war definitiv mal etwas anderes. Und wenn ich heute an Cesme denke, verbinde ich den Ort natürlich direkt mit meinem Geburtstag.

Didim und der Golf von Mandalya - wenn schon die Autofahrt schön ist

Unsere Route führte uns außerdem nach Didim und an den Golf von Mandalya.

Was mir von diesen Fahrten vor allem im Kopf geblieben ist, sind die vielen Ausblicke auf das Meer, die Berge und die Küste. Teilweise waren die Strecken schon so schön, dass man am liebsten ständig angehalten hätte, um Fotos zu machen.

Aber gerade das macht für mich auch immer wieder den Reiz eines Roadtrips aus. Man ist nicht an feste Ausflugszeiten gebunden, sondern kann selbst entscheiden, wann man losfährt, wo man anhält und wie viel Zeit man an einem Ort verbringen möchte. Und an der türkischen Ägäisküste gibt es auch abseits der bekannten Städte einiges zu sehen.

Ephesos - eine Reise in die Vergangenheit

Ein Ort, der bei unserer Rundreise nicht fehlen durfte, war die antike Stadt Ephesos bei Selcuk.

Ich finde solche geschichtsträchtigen Orte sowieso unglaublich interessant. Wenn man dort steht und sich überlegt, dass die Menschen schon vor rund 2000 Jahren durch diese Straßen gelaufen sind, ist das schon beeindruckend.

In Ephesos kann man noch heute zahlreiche Überreste der damaligen Stadt besichtigen. Dazu gehört auch das große Theater. Bei manchen Bauwerken fragt man sich wirklich, wie es damals überhaupt möglich war, so etwas zu errichten. 

Für uns war Ephesos eines der Highlights unserer Reise und ein Ausflugsziel, das ich jedem empfehlen würde, der sich für Geschichte interessiert. 

Fazit

Auch wenn unsere Reise mit dem verschwundenen Koffer nicht gerade optimal begonnen hat, hatten wir eine richtig schöne Zeit in der Türkei.

Die einzelnen Orte hätten teilweise kaum unterschiedlicher sein können. Vom riesigen Basar in Izmir über die Küstenorte Bodrum und Cesme bis hin zu den antiken Bauwerken in Ephesos war die Reise unglaublich abwechslungsreich. 

Eine Sache würde ich rückblickend allerdings anders machen: Wir hatten für die gesamte Reise ein festes Hotel gebucht, von dem aus wir unsere Ausflüge unternommen haben. Das bedeutete natürlich auch, dass wir teilweise längere Strecken wieder zurückfahren mussten.

Bei unseren späteren Roadtrips haben wir deshalb verschiedene Unterkünfte entlang der Route gebucht. Das ist meiner Meinung nach deutlich praktischer, weil man nicht ständig zum gleichen Ausgangspunkt zurückfahren muss und dadurch auch mehr Zeit für die einzelnen Orte hat.

Trotzdem hat sich die Reise für uns absolut gelohnt. Wir haben die Türkei von einer ganz anderen Seite kennengelernt und viele Orte gesehen, die wir bei einem klassischen Hotelurlaub vermutlich gar nicht besucht hätten.

Wer die Türkei also einmal abseits der großen Hotelanlagen kennenlernen möchte, dem kann ich eine Rundreise mit dem Mietwagen nur empfehlen.

Teile diesen Beitrag
No items found.
KONTAKT

Urlaubsreif? Gleich bei mir melden!

Kontaktinformationen
Schreib mir ganz bequem über das Kontaktformular eine Nachricht – gemeinsam finden wir, was Du suchst! Oder schreibe mir eine E-Mail oder rufe mich an. Ich helfe dir gerne weiter.
Dankeschön! Ich habe deine Anfrage erhalten!
Oops! Something went wrong while submitting the form.
Vielen Dank!
Ich habe deine Nachricht erhalten und freue mich schon darauf, mich in deine Reisewünsche zu vertiefen.
‍
‍Ich schaue mir deine Anfrage jetzt genau an und melde mich innerhalb der nächsten 24 bis 48 Stunden persönlich bei dir, um gemeinsam deine Traumreise zu gestalten. Ich freue mich auf unser Gespräch!
Bis dahin,
Sophia Ehlers
Reiseberichte

Noch mehr Inspiration für deine nächste Traumreise

Italien

Mit dem Auto bis nach Sizilien

Im letzten Oktober haben wir uns als Familie ins Auto gesetzt und sind Richtung Sizilien aufgebrochen. Allein die Anreise war schon ein kleines Abenteuer. Anstatt einfach möglichst schnell ans Ziel zu fahren, haben wir uns bewusst Zeit genommen und u
Sophia Ehlers
17.10.2026
•
5 min Lesezeit

Im letzten Oktober haben wir uns als Familie ins Auto gesetzt und sind Richtung Sizilien aufgebrochen. Allein die Anreise war schon ein kleines Abenteuer. Anstatt einfach möglichst schnell ans Ziel zu fahren, haben wir uns bewusst Zeit genommen und unterwegs mehrere Stopps eingelegt. So wurde der Weg dorthin schon zum Urlaub.

Unser erster Halt war am Gardasee. Dort haben wir einfach die Zeit genossen und haben zum ersten Mal so richtig das Gefühl bekommen, dass der Alltag jetzt hinter uns liegt. Von dort aus ging es weiter nach Pisa. Den Schiefen Turm kennt wahrscheinlich jeder von Bildern, aber davor zu stehen, ist trotzdem etwas anderes. Natürlich durfte auch das typische Urlaubsfoto nicht fehlen. Rund um den Platz herrschte eine ganz besondere Atmosphäre, überall waren Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern unterwegs und verfolgten das gleiche Ziel - nämlich ein Foto mit dem Schiefen Turm von Pisa.

Danach wartete Rom auf uns. Eine Stadt, in der man gefühlt an jeder Ecke etwas entdeckt. Besonders das Kolosseum hat uns beeindruckt. Wenn man davorsteht, wird einem erst bewusst, wie alt diese Bauwerke eigentlich sind, wie viel Geschichte dort steckt und wie viele Menschen dadurch angezogen werden. Wir sind einfach durch die Straßen gelaufen, haben das italienische Leben auf uns wirken lassen und den Tag genossen. 

Sizilien mit dem Auto erkunden = maximale Freiheit im Urlaub

Nach Rom ging es weiter nach Sizilien, wo unser Ferienhaus schon auf uns wartete. Von dort aus haben wir die Insel mit dem Auto erkundet. Genau diese Freiheit lieben wir. Ins Auto steigen und einfach losfahren. Mal führte uns der Tag in kleine Orte, mal ans Meer und mal mitten in die Natur.

Ragusa, Ibla und Marina di Regusa - die Highlights im Südosten Siziliens

Besonders gut gefallen haben uns Ragusa und Ibla. Die alten Häuser, engen Gassen und die vielen kleinen Plätze ergaben ein tolles Feeling und man fühlte sich wie in einer Filmkulisse. Überall gab es etwas zu entdecken, egal ob ein kleines Café oder ein schöner Aussichtspunkt. Einer dieser besonderen Orte war die Piazza Duomo, auf der wir eine Weile gesessen und das Treiben beobachtet haben. Danach ging es zur Chiesa di Santa Maria delle Scale, von wo aus man einen tollen Blick über die gesamte Stadt hat. 

Palermo erleben

Natürlich durfte auch Palermo nicht fehlen. Das komplette Gegenteil zu den kleinen Orten, deutlich lebhafter, lauter und voller Menschen. Gerade dieser Kontrast hat Sizilien für uns so spannend gemacht. An einem Tag schlendert man durch ruhige Gassen, am nächsten steht man mitten im Trubel einer Großstadt. Dort haben wir mitten im Geschehen bei Biga Genio e Farina gegessen, was übrigens eine absolute Empfehlung meinerseits ist. Das Essen war super, auch unser Sohn war begeistert. Und währenddessen saßen wir draußen und konnten das lebendige Treiben dort beobachten. Fun fact: Wir wurden von anderen Urlaubern angesprochen, mit denen wir früher zusammen zur Schule gegangen sind. Wir hätten sie gar nicht mehr erkannt, hätten sie uns nicht mit Namen angesprochen, als sie schnurstracks auf uns zugelaufen kamen. Sie waren mit dem Kreuzfahrtschiff dort und genau zur gleichen Zeit am gleichen Ort wie wir - wie das Leben manchmal so spielt. 

Den Ätna besuchen - ein unvergessliches Erlebnis

Ein echtes Highlight war der Ätna. Es ist schon ein besonderes Gefühl, auf einem aktiven Vulkan zu stehen. Die Landschaft dort oben wirkt fast unwirklich mit seinen schwarzen Vulkansteinen, Kratern und den verschiedenen Wegen, die durch Lava gebildet wurden und unterscheidet sich komplett von allem, was wir vorher auf der Insel gesehen hatten. Gleichzeitig hatte man immer wieder tolle Ausblicke bis aufs Meer. Wer den Ätna besucht, sollte dafür auf jeden Fall genügend Zeit einplanen.

Mit dem Boot die Küste Siziliens entdecken

Einer meiner liebsten Tage war aber der, an dem wir uns ein kleines Boot gemietet haben. Dass man es selbst fahren durfte, machte das Ganze noch besser. Wir sind einfach aufs Meer gefahren, haben das klare Wasser genossen und einfach den Moment gelebt. Genau diese Mischung macht für mich einen gelungenen Urlaub aus. 

Was ich an dieser Reise besonders mochte, war die Abwechslung. Innerhalb weniger Tage standen wir am Gardasee, liefen durch Rom, erkundeten historische Städte auf Sizilien, fuhren mit einem Boot übers Meer und standen auf einem Vulkan. Kein Tag war wie der andere und trotzdem fühlte sich alles absolut entspannt an.

Unser Fazit zum Roadtrip durch Sizilien als Familie

Wenn wir heute an diese Reise zurückdenken, denken wir nicht zuerst an einzelne Sehenswürdigkeiten. Wir denken an die gemeinsamen Autofahrten, an die Gespräche unterwegs, an das italienische Essen, an die vielen kleinen spontanen Stopps und daran, wie schön es war, einfach gemeinsam loszufahren und jeden Tag etwas Neues zu entdecken und vor allem sagen zu können, dass wir die Insel wirklich gesehen haben. Innerhalb weniger Tage standen wir am Gardasee, liefen durch Pisa und Rom, fuhren mit dem Boot übers Meer und besuchten den Ätna. Kein Tag war wie der andere und dennoch würden wir es genau so wieder machen. 

USA

Drei Wochen USA

Drei Wochen. Rund 10.420 Kilometer. Unzählige Eindrücke. Und eine Reise, die wir wahrscheinlich nie vergessen werden. In diesem Sommer haben wir uns einen großen Traum erfüllt: Gemeinsam als Familie sind wir mit dem Mietwagen durch den Westen der USA
Sophia Ehlers
17.10.2026
•
5 min Lesezeit

Drei Wochen. Rund 10.420 Kilometer. Unzählige Eindrücke. Und eine Reise, die wir wahrscheinlich nie vergessen werden.

In diesem Sommer haben wir uns einen großen Traum erfüllt: Gemeinsam als Familie sind wir mit dem Mietwagen durch den Westen der USA gereist. Von Kalifornien über die Route 66, den Grand Canyon, Bryce Canyon, Yellowstone und Yosemite bis nach San Francisco – jeder Tag hatte etwas Besonderes zu bieten.

Unsere Reise war bewusst straff geplant. Wir wollten in den drei Wochen so viel wie möglich sehen und erleben. Das bedeutete oft frühes Aufstehen, viele Stunden im Auto und meistens nur eine Übernachtung im nächsten Motel. Manchmal blieben wir auch zwei Nächte an einem Ort, um etwas durchzuatmen oder die Umgebung intensiver zu erkunden. Natürlich war das anstrengend – aber rückblickend würden wir es genauso wieder machen.

Das Schöne an dieser Reise war, dass wir sie aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln erleben durften. Für meinen Mann und mich als Erwachsene waren es oft die gewaltigen Landschaften, die ewig langen Highways oder die kleinen Orte entlang der Route 66, die uns beeindruckt haben. Unser zehnjähriger Sohn hat dieselben Orte oft mit ganz anderen Augen gesehen. Für ihn waren es die riesigen Pick-up-Trucks, die wilden Tiere in Yellowstone, das erste Mal ein echter amerikanischer Schulbus, die riesigen Portionen beim Essen oder das Gefühl, jeden Tag an einem neuen Ort aufzuwachen.

Gerade diese Mischung hat die Reise so besonders gemacht. Während wir die Aussicht am Grand Canyon kaum in Worte fassen konnten, freute er sich mindestens genauso sehr darüber, plötzlich Bisons direkt neben der Straße zu entdecken oder im Death Valley Temperaturen zu erleben, die wir uns zu Hause gar nicht vorstellen können. Dort hatten wir tatsächlich “angenehme” 49 Grad. 

Natürlich standen auch die bekannten Highlights auf unserer Route. Los Angeles mit Hollywood, Beverly Hills und Santa Monica. Die beeindruckenden Nationalparks wie Grand Canyon, Bryce Canyon, Death Valley und Yosemite. Das wilde Yellowstone mit seinen Geysiren, heißen Quellen und der faszinierenden Tierwelt. Las Vegas mit all seinen Lichtern und Gegensätzen und der Erneuerung unseres Ehegelübdes. Und zum Abschluss San Francisco mit der Golden Gate Bridge, den Cable Cars und unserer Tour nach Alcatraz, bei der man in die Welt der Häftlinge von früher eintauchen konnte - und das ganz in seinem eigenen Tempo. 

Doch mindestens genauso in Erinnerung bleiben uns die kleinen Momente zwischendurch: Sonnenuntergänge mitten in der Wüste und im Grand Canyon, das Frühstück in einem typisch amerikanischen Diner, spontane Stopps an Aussichtspunkten, das gemeinsame Staunen über Landschaften, die man bisher nur aus Filmen kannte, das Besichtigen der Häuser aus bekannten Serien, der 250. Geburtstag der USA, den wir gemeinsam mit Locals feierten, oder die langen Autofahrten, bei denen wir einfach Zeit als Familie hatten.

Ein Roadtrip bedeutet eben nicht nur, von A nach B zu fahren. Er ist ein Teil des Erlebnisses. Jede Straße erzählt ihre eigene Geschichte, hinter jeder Kurve wartet etwas Neues. Allein die alten Tankstellen entlang der Route 66, bei denen man sich jedes Mal fragt, was dort wohl mal in all den Jahren passiert ist. Genau das macht den Westen der USA für uns so besonders.

Natürlich lief nicht immer alles perfekt. Es gab lange Fahrtage, Hitze, Müdigkeit und Momente, in denen wir froh waren, abends einfach nur ins Bett zu fallen. Aber genau das gehört zu einer solchen Reise dazu. Die gemeinsamen Erlebnisse überwiegen alles andere.

Wenn uns diese drei Wochen eines gezeigt haben, dann, wie wertvoll gemeinsame Zeit ist. Im Alltag rast oft alles an einem vorbei. Auf dieser Reise hatten wir Zeit füreinander. Zeit zum Reden, Lachen, Staunen und Erinnerungen sammeln, diese Revue passieren zu lassen und alles wieder und wieder zu besprechen und unsere Highlights in einer Rangliste aufzustellen. 

Wir sind mit vielen Fotos nach Hause gekommen. Mit Souvenirs aus den verschiedenen Bundesstaaten. Aber vor allem mit Geschichten, die uns noch lange begleiten werden.

Diese Reise war mehr als nur Urlaub. Sie war ein Abenteuer, das wir als Familie gemeinsam erlebt haben. Und eines ist sicher: Die USA haben uns nicht zum letzten Mal gesehen, denn die Planung für die nächste Reise startete ebenfalls während der Autofahrten. 

Ägypten

Ägypten - Abenteuer, Antike und Auszeit

Zwei Wochen Ägypten: Für uns als Familie war das eine schöne Mischung aus Erholung, gemeinsamen Erlebnissen und jeder Menge neuer Eindrücke. Unser Urlaub führte uns nach Hurghada ans Rote Meer. Dort wollten wir nicht nur die Sonne genießen und vom Al
Sophia Ehlers
17.10.2026
•
5 min Lesezeit

Zwei Wochen Ägypten: Für uns als Familie war das eine schöne Mischung aus Erholung, gemeinsamen Erlebnissen und jeder Menge neuer Eindrücke. Unser Urlaub führte uns nach Hurghada ans Rote Meer. Dort wollten wir nicht nur die Sonne genießen und vom Alltag abschalten, sondern wie immer auch möglichst viel vom Land kennenlernen. 

Zwischen entspannten Tagen am Pool, Schnorcheln im Roten Meer und aufregenden Ausflügen blieb aber dennoch genug Zeit, einfach mal die Seele baumeln zu lassen.

Ein Hochzeitstag auf dem Roten Meer

Ein ganz besonderer Tag während unseres Urlaubs war unser Hochzeitstag. Diesen wollten wir natürlich auch auf eine besondere Art verbringen und entschieden uns deshalb für einen Bootsausflug. 

Bei strahlendem Sonnenschein ging es hinaus aufs Rote Meer. Unterwegs legten wir einen Schnorchelstopp ein und konnten die Unterwasserwelt entdecken. Die bunten Fische und das klare Wasser waren wirklich wunderschön und auch für Kinder ein tolles Erlebnis.

Anschließend ging es weiter zur Orange Bay, wo uns heller Sand und türkisblaues Wasser erwarteten. 

Zurück an Bord gab es dann ein Mittagessen und eine Massage, bei der man dann noch einmal richtig entspannen konnte. So hatten wir uns unseren Hochzeitstag vorgestellt: Sonne, Meer, gemeinsame Zeit und schöne Erlebnisse.

Mit Quad, Buggy und Jeep durch die Wüste

Natürlich durfte auch der Ausflug in die Wüste nicht fehlen. Morgens wurden wir direkt am Hotel abgeholt und zu unserem Ziel gebracht. Zunächst durften wir mit einem Buggy durch die Wüste fahren, anschließend mit einem Quad. Für unseren Sohn war das das Highlight des Urlaubs, weil er tatsächlich selbst fahren durfte (natürlich nur mit einem Erwachsenen dabei). Danach sind wir in einen Jeep umgestiegen, der uns zu einem Beduinendorf brachte. 

Dort bekamen wir einen Einblick in das traditionelle Leben der Beduinen. Uns wurde unter anderem gezeigt, wie das typische Brot zubereitet und gebacken wird. Auch ein Kamelritt war möglich. Am Abend wartete noch ein Essen mit verschiedenen orientalischen Spezialitäten auf uns und anschließend wurden wir fix und fertig wieder zurück zu unserem Hotel gebracht. 

Auf den Spuren der Pharaonen -  das Tal der Könige

Ein weiteres Highlight war unser Ausflug nach Luxor und ins berühmte Tal der Könige. Schon die Fahrt dorthin war ein Erlebnis für sich. Es sollte unbedingt beachtet werden, dass die Fahrt von Hurghada aus ca. 4 Stunden dauert. 

Während wir die Landschaft beobachteten wurde uns außerdem immer wieder bewusst, wie unterschiedlich das Leben in Ägypten im Vergleich zu unserem Alltag in Deutschland ist.

Im Tal der Könige angekommen, war es beeindruckend, die jahrtausendalten Grabstätten zu sehen. An einem Ort zu stehen, an dem vor so unglaublich langer Zeit die Pharaonen bestattet wurden, ist schon etwas Besonderes. Zu unserem Ausflug gehörte außerdem eine Fahrt auf dem Nil, welche wir bei einem weiteren Ausflug wiederholten, weil es einfach absolut schön war, das Treiben der Menschen vom Wasser aus zu beobachten. 

Pyramiden, Sphinx und das Verkehrschaos von Kairo

Was sollte man unbedingt besichtigen, wenn man in Ägypten ist? Richtig - die Pyramiden.

Also machten wir uns auf den Weg nach Kairo, um die Pyramiden von Gizeh und die Sphinx mit eigenen Augen zu sehen. Auch hier sollte wieder bedacht werden, dass die Fahrt von Hurghada aus ca. 5-6 Stunden dauern kann.

Aber was soll ich sagen? Diese gewaltigen Bauwerke einmal direkt vor sich zu haben, ist wirklich sehr beeindruckend. Es fühlte sich tatsächlich etwas surreal an, die Pyramiden selbst sehen und anfassen zu können. Man kennt sie von unzähligen Bildern, aber wenn man tatsächlich davorsteht, bekommt man erst ein Gefühl für ihre Größe und dafür, was die Menschen damals geschaffen haben. Auch unser Sohn konnte die Pyramiden nun endlich in echt sehen, womit sich für ihn ein großer Wunsch erfüllte. Es war nämlich seine Idee, den Urlaub überhaupt in Ägypten zu verbringen, weil er so gerne die Pyramiden sehen wollte. Und somit stand er das erste mal vor einem der sieben Weltwunder der Antike und freute sich riesig darüber. 

Außerdem besuchten wir noch das Ägyptische Museum. Dort konnten wir verschiedene Fundstücke bestaunen, welche uns dank einer wirklich guten Führung sehr genau erklärt wurden und nochmal ein anderes Feeling mit sich brachten.

Zu diesem Ausflug gehörte nun ebenfalls wieder eine Fahrt auf dem Nil - diesmal brachte uns diese zur Bananeninsel, auf der wir kleine Äffchen sahen, die auf uns herumkletterten. Das war natürlich auch ein tolles Erlebnis, das definitiv in Erinnerung bleibt. 

Mindestens genau so unvergesslich wie die Sehenswürdigkeiten war allerdings der Verkehr in Kairo. Wer den deutschen Straßenverkehr gewohnt ist, dürfte hier erst einmal staunen. Fahrspuren scheinen eher eine grobe Empfehlung zu sein, gehupt wird gefühlt ständig und manche Fahrzeuge würden bei unserem TÜV vermutlich schon auf dem Parkplatz scheitern. Trotzdem scheint dieses für uns völlig verrückte Verkehrschaos irgendwie zu funktionieren. Überhaupt hatten wir während der Fahrten immer wieder das Gefühl, in eine komplett andere Welt einzutauchen. Sowohl bei den Straßen, als auch bei den Gebäuden und dem Leben am Straßenrand. 

Gut zu wissen: Nicht jede nette Geste ist kostenlos

Eine Erfahrung, die wir besonders bei unseren Ausflügen zum Tal der Könige und zu den Pyramiden gemacht haben, möchte ich nicht unerwähnt lassen. Immer wieder wurde uns angeboten, Fotos von uns zu machen oder uns bei Kleinigkeiten zu helfen. Was zunächst wie eine freundliche Geste wirkte, war allerdings häufig mit der Erwartung verbunden, Trinkgeld zu bekommen. Wir geben wirklich gerne Trinkgeld, aber das war auf Dauer etwas anstrengend und hat die Freude an manchen Momenten etwas getrübt. Darauf sollte man sich bei Ausflügen einfach einstellen. 

Zwischen Wasserrutschen, Sonne und Meer

Bei all den Ausflügen durfte natürlich die Erholung nicht zu kurz kommen. So haben wir also an allen anderen Tagen bewusst das schöne Wetter und die Hotelanlage genossen. Unser Sohn hatte viel Spaß auf den zahlreichen Wasserrutschen und wir konnten währenddessen die Sonne genießen und einfach mal den Alltag vergessen.

Fazit:

Für uns ging es nach zwei Wochen mit vielen schönen Erinnerungen gut erholt wieder zurück nachhause. Für diesen Urlaub ist Ägypten wirklich bestens geeignet, da man einerseits schöne Ausflüge machen, andererseits aber auch wirklich entspannen kann. Für uns ein absolut gelungener Urlaub. 

sophia-ehlers
WhatsApp
Click to Chat