

Mit dem Auto bis nach Sizilien
Im letzten Oktober haben wir uns als Familie ins Auto gesetzt und sind Richtung Sizilien aufgebrochen. Allein die Anreise war schon ein kleines Abenteuer. Anstatt einfach möglichst schnell ans Ziel zu fahren, haben wir uns bewusst Zeit genommen und unterwegs mehrere Stopps eingelegt. So wurde der Weg dorthin schon zum Urlaub. Unser erster Halt war am Gardasee. Dort haben wir einfach die Zeit genossen und haben zum ersten Mal so richtig das Gefühl bekommen, dass der Alltag jetzt hinter uns liegt. Von dort aus ging es weiter nach Pisa. Den Schiefen Turm kennt wahrscheinlich jeder von Bildern, aber davor zu stehen, ist trotzdem etwas anderes. Natürlich durfte auch das typische Urlaubsfoto nicht fehlen. Rund um den Platz herrschte eine ganz besondere Atmosphäre, überall waren Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern unterwegs und verfolgten das gleiche Ziel - nämlich ein Foto mit dem Schiefen Turm von Pisa.Danach wartete Rom auf uns. Eine Stadt, in der man gefühlt an jeder Ecke etwas entdeckt. Besonders das Kolosseum hat uns beeindruckt. Wenn man davorsteht, wird einem erst bewusst, wie alt diese Bauwerke eigentlich sind, wie viel Geschichte dort steckt und wie viele Menschen dadurch angezogen werden. Wir sind einfach durch die Straßen gelaufen, haben das italienische Leben auf uns wirken lassen und den Tag genossen. Erst danach ging es weiter nach Sizilien, wo unser Ferienhaus schon auf uns wartete. Von dort aus haben wir die Insel mit dem Auto erkundet. Genau diese Freiheit lieben wir. Ins Auto steigen und einfach losfahren. Mal führte uns der Tag in kleine Orte, mal ans Meer und mal mitten in die Natur. Natürlich durfte auch Palermo nicht fehlen. Das komplette Gegenteil zu den kleinen Orten, deutlich lebhafter, lauter und voller Menschen. Gerade dieser Kontrast hat Sizilien für uns so spannend gemacht. An einem Tag schlendert man durch ruhige Gassen, am nächsten steht man mitten im Trubel einer Großstadt.
Ein echtes Highlight war der Ätna. Es ist schon ein besonderes Gefühl, auf einem aktiven Vulkan zu stehen. Die Landschaft dort oben wirkt fast unwirklich mit seinen schwarzen Vulkansteinen, Kratern und den verschiedenen Wegen, die durch Lava gebildet wurden und unterscheidet sich komplett von allem, was wir vorher auf der Insel gesehen hatten. Gleichzeitig hatte man immer wieder tolle Ausblicke bis aufs Meer. Einer meiner liebsten Tage war aber der, an dem wir uns ein kleines Boot gemietet haben. Dass man es selbst fahren durfte, machte das Ganze noch besser. Wir sind einfach aufs Meer gefahren, haben das klare Wasser genossen und einfach den Moment gelebt. Genau diese Mischung macht für mich einen gelungenen Urlaub aus.
Was ich an dieser Reise besonders mochte, war die Abwechslung. Innerhalb weniger Tage standen wir am Gardasee, liefen durch Rom, erkundeten historische Städte auf Sizilien, fuhren mit einem Boot übers Meer und standen auf einem Vulkan. Kein Tag war wie der andere und trotzdem fühlte sich alles absolut entspannt an.
Wenn ich heute an diese Reise zurückdenke, denke ich nicht zuerst an einzelne Sehenswürdigkeiten. Ich denke an die gemeinsamen Autofahrten, an die Gespräche unterwegs, an das italienische Essen, an die vielen kleinen spontanen Stopps und daran, wie schön es war, einfach gemeinsam loszufahren und jeden Tag etwas Neues zu entdecken und vor allem sagen zu können, dass wir die Insel wirklich gesehen haben.
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Drei Wochen. Rund 10.420 Kilometer. Unzählige Eindrücke. Und eine Reise, die wir wahrscheinlich nie vergessen werden.
In diesem Sommer haben wir uns einen großen Traum erfüllt: Gemeinsam als Familie sind wir mit dem Mietwagen durch den Westen der USA gereist. Von Kalifornien über die Route 66, den Grand Canyon, Bryce Canyon, Yellowstone und Yosemite bis nach San Francisco – jeder Tag hatte etwas Besonderes zu bieten.
Unsere Reise war bewusst straff geplant. Wir wollten in den drei Wochen so viel wie möglich sehen und erleben. Das bedeutete oft frühes Aufstehen, viele Stunden im Auto und meistens nur eine Übernachtung im nächsten Motel. Manchmal blieben wir auch zwei Nächte an einem Ort, um etwas durchzuatmen oder die Umgebung intensiver zu erkunden. Natürlich war das anstrengend – aber rückblickend würden wir es genauso wieder machen.
Das Schöne an dieser Reise war, dass wir sie aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln erleben durften. Für meinen Mann und mich als Erwachsene waren es oft die gewaltigen Landschaften, die ewig langen Highways oder die kleinen Orte entlang der Route 66, die uns beeindruckt haben. Unser zehnjähriger Sohn hat dieselben Orte oft mit ganz anderen Augen gesehen. Für ihn waren es die riesigen Pick-up-Trucks, die wilden Tiere in Yellowstone, das erste Mal ein echter amerikanischer Schulbus, die riesigen Portionen beim Essen oder das Gefühl, jeden Tag an einem neuen Ort aufzuwachen.
Gerade diese Mischung hat die Reise so besonders gemacht. Während wir die Aussicht am Grand Canyon kaum in Worte fassen konnten, freute er sich mindestens genauso sehr darüber, plötzlich Bisons direkt neben der Straße zu entdecken oder im Death Valley Temperaturen zu erleben, die wir uns zu Hause gar nicht vorstellen können. Dort hatten wir tatsächlich “angenehme” 49 Grad.
Natürlich standen auch die bekannten Highlights auf unserer Route. Los Angeles mit Hollywood, Beverly Hills und Santa Monica. Die beeindruckenden Nationalparks wie Grand Canyon, Bryce Canyon, Death Valley und Yosemite. Das wilde Yellowstone mit seinen Geysiren, heißen Quellen und der faszinierenden Tierwelt. Las Vegas mit all seinen Lichtern und Gegensätzen und der Erneuerung unseres Ehegelübdes. Und zum Abschluss San Francisco mit der Golden Gate Bridge, den Cable Cars und unserer Tour nach Alcatraz, bei der man in die Welt der Häftlinge von früher eintauchen konnte - und das ganz in seinem eigenen Tempo.
Doch mindestens genauso in Erinnerung bleiben uns die kleinen Momente zwischendurch: Sonnenuntergänge mitten in der Wüste und im Grand Canyon, das Frühstück in einem typisch amerikanischen Diner, spontane Stopps an Aussichtspunkten, das gemeinsame Staunen über Landschaften, die man bisher nur aus Filmen kannte, das Besichtigen der Häuser aus bekannten Serien, der 250. Geburtstag der USA, den wir gemeinsam mit Locals feierten, oder die langen Autofahrten, bei denen wir einfach Zeit als Familie hatten.
Ein Roadtrip bedeutet eben nicht nur, von A nach B zu fahren. Er ist ein Teil des Erlebnisses. Jede Straße erzählt ihre eigene Geschichte, hinter jeder Kurve wartet etwas Neues. Allein die alten Tankstellen entlang der Route 66, bei denen man sich jedes Mal fragt, was dort wohl mal in all den Jahren passiert ist. Genau das macht den Westen der USA für uns so besonders.
Natürlich lief nicht immer alles perfekt. Es gab lange Fahrtage, Hitze, Müdigkeit und Momente, in denen wir froh waren, abends einfach nur ins Bett zu fallen. Aber genau das gehört zu einer solchen Reise dazu. Die gemeinsamen Erlebnisse überwiegen alles andere.
Wenn uns diese drei Wochen eines gezeigt haben, dann, wie wertvoll gemeinsame Zeit ist. Im Alltag rast oft alles an einem vorbei. Auf dieser Reise hatten wir Zeit füreinander. Zeit zum Reden, Lachen, Staunen und Erinnerungen sammeln, diese Revue passieren zu lassen und alles wieder und wieder zu besprechen und unsere Highlights in einer Rangliste aufzustellen.
Wir sind mit vielen Fotos nach Hause gekommen. Mit Souvenirs aus den verschiedenen Bundesstaaten. Aber vor allem mit Geschichten, die uns noch lange begleiten werden.
Diese Reise war mehr als nur Urlaub. Sie war ein Abenteuer, das wir als Familie gemeinsam erlebt haben. Und eines ist sicher: Die USA haben uns nicht zum letzten Mal gesehen, denn die Planung für die nächste Reise startete ebenfalls während der Autofahrten.








