

Malediven aktiv erleben
Die Malediven bestehen aus über 1.000 Inseln im Indischen Ozean und sind berühmt für strahlend weiße Strände, türkisblaues Wasser und eine bunte Unterwasserwelt.
Meine Erfahrung auf den Malediven
Viele denken, auf den Malediven kann man nur den ganzen Tag am Strand liegen. Das stimmt so nicht. Wenn ich auf den Malediven bin, verbringe ich die meiste Zeit im Wasser beim Schnorcheln, Tauchen, auf dem SUP-Board oder beim Windsurfen. Auch stehen bei mir so oft es geht Bootsausflüge an, um Sandbänke und unbewohnte Inseln zu erkunden. Meine Lieblingsmomente waren nicht auf den Inseln, sondern im und auf dem Wasser z. B. beim Schnorcheln mit 100 Mantarochen oder Bootsausflügen bei Sonnenuntergang, umringt von Delfinen.
Nachdem ich lange als Reiseleitung auf den Malediven gearbeitet habe, werde ich oft gefragt, welches die beste Insel ist. Auf den ersten Blick wirken die Inseln oft sehr ähnlich, doch je nachdem, was man sucht, gibt es große Unterschiede.
Manche Inseln bieten Sandbänke mit türkisem Wasser, andere Hausriffe mit bunten Fischen.
Manche verfügen über luxuriöse Villen mit Butler, andere über einfache Unterkünfte.
Einige Inseln bieten zahlreiche Aktivitäten im Wasser und an Land, andere stehen für absolute Ruhe.
Auch die Anreise und Dauer der Anreise unterscheidet sich je nach Insel, per Boot, Inlandsflug oder Wasserflugzeug.
Aus meiner Sicht eines der wichtigsten Kriterien: Aktuell werden viele neue Inseln aufgeschüttet. Diese Inseln haben meist noch wenig gewachsene Vegetation und selten ein natürliches Hausriff, da sich die Unterwasserwelt erst über Jahre erholen bzw. entwickeln muss.
Als Reiseleitung habe ich für einen deutschen Reiseveranstalter in verschiedenen Resorts gearbeitet und dadurch zahlreiche Unterkünfte und Inseln intensiv kennengelernt. Seit 2019 war ich fünfmal privat für mehrere Wochen vor Ort, sowohl in Resorts als auch auf einheimischen Inseln. Insgesamt habe ich über 30 Inseln besucht und kann genau einschätzen, welche Insel für wen am besten geeignet ist.
Die Planung startet mit dem Inseltyp
Einheimische Inseln = authentisches Inselleben
- Für wen geeignet: Individualreisende, die Kultur und Alltag der Malediven erleben möchten
- Vorteile: Authentisches Inselleben, gemütliche Unterkünfte, lokale Restaurants, schöne Strände und die Möglichkeit, die Malediven wirklich kennenzulernen und auch weniger touristische Inseln zu entdecken
- Zu beachten: Baden im Bikini ist nur an ausgewiesenen Bikinistränden erlaubt. Innerhalb der Ortschaft sollte auf angemessene Kleidung geachtet werden. Alkohol ist auf einheimischen Inseln nicht erlaubt
- Budget: günstig
- Meine Lieblingsinsel: Keyodhoo ist für mich eine der Inseln, auf denen man den Insel-Lifestyle am besten kennenlernt. Besonders beeindruckt hat mich das Hausriff. Du gehst einfach ins Wasser und bist direkt mittendrin, ohne Boot, ohne Planung.
Mittelklasse Resorts = Komfort und gute Ausstattung
- Für wen geeignet: Komfortable Unterkünfte, gutes Essen, einfache Organisation von Tauchen, Schnorcheln und Ausflügen, direkte Strandzugänge, Sportangebote und abwechslungsreiche Aktivitäten
- Zu beachten: Das Leben spielt sich komplett auf der Insel ab. Restaurants, Aktivitäten und Ausflüge werden über das Resort organisiert, wodurch alles unkompliziert und entspannt ist. Gleichzeitig entscheidet man sich bewusst für dieses Inselerlebnis ohne externe Infrastruktur wie Restaurants oder Geschäfte außerhalb
- Budget: moderat
- Meine Lieblingsinsel: Angaga Island Resort & Spa ist für mich eine typische Barfußinsel, die sich bewusst auf das Wesentliche konzentriert. Die Insel besteht komplett aus Sand, und das merkt man überall, sogar im Restaurant und an der Rezeption läuft man barfuß durch den Sand. Natürlich gewachsen, viel Grün, keine inszenierte Luxuswelt. Alles ist entspannt und unaufgeregt, genau diese einfache, natürliche Atmosphäre macht die Insel für mich so besonders.
Luxusresorts = Privatsphäre und Exklusivität
- Für wen geeignet: Für alle, die absolute Ruhe, Privatsphäre und ein besonderes Inselerlebnis suchen
- Vorteile: Traumhafte Villen, exzellenter Service, exklusive Aktivitäten, direkte Strand- oder Wasserzugänge, umfangreiche Sport- und Wellnessangebote an Land und im Wasser, maximale Privatsphäre und individuelle Erlebnisse
- Zu beachten: Die Insel wird zum eigenen Rückzugsort. Alles findet direkt im Resort statt, von Kulinarik bis zu Erlebnissen. Dadurch entsteht eine sehr ruhige und exklusive Atmosphäre, in der man sich ganz auf die Insel und das Erlebnis vor Ort einlassen kann
- Budget: gehoben
- Meine Lieblingsinsel: Soneva Fushi zeigt für mich, wie gut sich Nachhaltigkeit und Luxus verbinden lassen. Viele Konzepte sind darauf ausgelegt, Ressourcen zu schonen und trotzdem ein sehr hohes Niveau zu bieten. Große Villen, viel Privatsphäre und gleichzeitig ein bewusster Umgang mit der Umgebung. Für mich ist das eine der spannendsten Arten, Luxus auf den Malediven zu erleben.
Meine Lieblingsinseln müssen jedoch nicht die perfekten Inseln für dich sein. Je nachdem, was dir wichtig ist, helfe ich dir gerne, die passende Insel für deine Reise zu finden.
Mein Tipp: Inselhopping
Inselhopping ist eine hervorragende Möglichkeit, den Luxus eines Resorts mit der Authentizität einer einheimischen Insel zu verbinden. Auch wenn Inselhopping auf den Malediven etwas komplizierter ist, als in anderen Ländern, ist es gut möglich und eine fantastische Erfahrung. Ich besuche auf meinen Reisen immer mehrere Inseln.
Fazit
Die Malediven bieten für jede Person das passende Erlebnis. Bei ca. 170 Resorts und 120 einheimischen Inseln, die aktuell Guesthouses für Touristen bieten, ist die Wahl der passenden Insel(n) gar nicht so einfach. Ich helfe dir bei der Organisation deiner perfekten Maledivenreise abgestimmt auf deine Wünsche und Bedürfnisse.
Hast du auch Lust auf die Malediven bekommen? Dann schreib mir gerne.
Urlaubsreif? Gleich bei mir melden!
Ich schaue mir deine Anfrage jetzt genau an und melde mich innerhalb der nächsten 24 bis 48 Stunden persönlich bei dir, um gemeinsam deine Traumreise zu gestalten. Ich freue mich auf unser Gespräch!
Noch mehr Inspiration für deine nächste Traumreise

Ich war schon oft auf Sizilien und habe mehrere Monate in Catania und Taormina gearbeitet und dadurch viele Tipps von Einheimischen kennengelernt. Die Kombination aus Märkten, Meer, Vulkanlandschaft und vor allem dem Essen ist für mich schwer zu toppen. Ich habe auf vielen Reisen gut gegessen, aber hier definitiv am besten. Parmigiana, gegrillter Schwertfisch, frischer Fisch, Cannolo und Granita gehören für mich fest dazu. Genau deshalb komme ich immer wieder zurück.
So sieht meine perfekte Woche auf Sizilien aus mit Highlights rund um Catania und Taormina, bei der ich authentisches Sizilien erlebe, die sizilianische Küche genieße und essen gehe, wo die Einheimischen essen.
Tag 1 Catania erleben
Der Einstieg in die Woche beginnt auf der Fiera o Luni. Es ist laut, voll und genau das macht den Reiz aus. Obststände in allen Farben, Händler, die durcheinander rufen, und mittendrin das typische Alltagsleben. Danach geht es weiter zum Fischmarkt, der ein ganz eigenes Erlebnis ist. Hier wird frisch verarbeitet und gehandelt, es ist lebendig, direkt und unverfälscht. Zum Mittagessen geht es in die Antica Rosticceria Catanese da 1890. Neben Klassikern wie Arancini gibt es hier auch wechselnde Mittagsgerichte, perfekt, um sich durch die sizilianische Küche zu probieren. Anschließend bietet die Villa Bellini eine angenehme Pause. Zwischen Palmen und Blumen wird es ruhiger, ein guter Ort, um kurz durchzuatmen.
Am Abend führt der Weg in die Via Filomena. Die Straße ist gesäumt von kleinen Restaurants und hat eine entspannte Atmosphäre. Das Abendessen bei Curtigghiu passt hier perfekt dazu, authentisch, unkompliziert und mit sehr guter sizilianischer Küche.
Tag 2 Ein Tag auf dem Meer vor Aci Castello und Aci Trezza
Die Küste bei Aci Castello und Aci Trezza sieht man am besten vom Wasser aus. Der Tag ist als Tagesausflug geplant, bei dem man auf einem kleinen Boot entlang der Lavaküste unterwegs ist und kleine Lavahöhlen entdeckt. Zwischendurch wird immer wieder angehalten, um ins Wasser zu gehen oder einfach die Aussicht zu genießen. Das Mittagessen findet direkt auf dem Boot statt, einfach und frisch zubereitet, mit regionalen Produkten und Fisch. Genau diese Kombination aus Bewegung, Meer und Essen macht den Tag besonders entspannt.
Tag 3 Taormina entdecken und hoch hinaus nach Castelmola
Der Tag startet in der Bam Bar mit der zweitbesten Granita Siziliens (wenn du wissen willst, wo die beste ist, schreib mir gerne). Die Auswahl ist riesig und alles schmeckt super lecker. Dazu gibt es Brioche, genau so wird das typisch sizilianische Frühstück serviert. In Taormina lohnt es sich, durch die Gassen zu schlendern und zwischendurch bei Da Cristina 2 Snacks wie Sciacciata oder Arancini zu holen. Diese lassen sich gut in der Villa Comunale essen, mit Blick auf das Meer und den Ätna. Danach passt als Nachtisch ein frisch gefülltes Cannolo mit Ricotta und Pistaziencreme perfekt dazu. Über die Treppen von Taormina aus geht es zur Chiesa Madonna della Rocca. Der Weg ist kurz, aber der Ausblick über die Küste ist besonders schön. Anschließend lohnt sich der Abstecher nach Castelmola. Der kleine Ort liegt oberhalb von Taormina und bietet ruhige Gassen und weite Ausblicke. In der Bar Turrisi kann man eine Pause einlegen. Die Bar ist bekannt für ihre besondere Atmosphäre und ein Detail, das man vor Ort selbst entdeckt.
Tag 4 Wandern am Ätna und Einkehren im Weingut
Die Nordseite des Ätna ist deutlich ruhiger als der Süden. Die Wanderung entlang der Monti Sartorius führt an vielen kleinen Vulkankratern vorbei. Der Untergrund ist dunkel und teilweise locker, daher sind feste Schuhe sinnvoll. Wenn man mehr über Vulkane und den Ätna erfahren möchte, ist eine geführte Tour mit einem Vulkanologen perfekt. Danach geht es zu Palmento Martinella. Das Weingut verbindet Mittagessen und Weinprobe in entspannter Atmosphäre. Die Weine vom Ätna geben einen guten Eindruck davon, wie stark die Region vom Vulkan geprägt ist.
Tag 5 Entspannter Strandtag rund um Isola Bella und Mazzarò
Der Tag beginnt an der Isola Bella. Entweder zu Fuß über die Treppen oder bequem mit der Funivia, der Seilbahn nach unten. Das Wasser ist klar und eignet sich gut zum Schwimmen und Schnorcheln. Später geht es weiter zum Mazzarò Strand. Hier ist es etwas entspannter und es gibt Liegen und Zugang zum Wasser. Für das Mittagessen bietet sich das Ristorante Il Barcaiolo direkt in Mazzarò an. Es ist unkompliziert, authentisch und bekannt für frischen Fisch, ideal für eine Pause zwischen Schwimmen und Sonne. Der Nachmittag bleibt bewusst offen, perfekt zum Entspannen, Lesen oder einfach am Wasser zu bleiben.
Tag 6 Natur erleben in den Gole Alcantara und Ausklang am Meer
Die Gole Alcantara sind eine gute Abwechslung zum Meer. Lavagestein, durch das sich der Fluss gezogen hat, mit kleinen Pools und schmalen Schluchten. Wasserfeste Schuhe sind sinnvoll, da man teilweise durch das Wasser läuft. Auf dem Rückweg bietet sich ein Stopp in Giardini Naxos an. Dort geht es in die A Putia Enoteca. Klassische sizilianische Küche, hier gibt es super frischen Fisch und gute Weine.
Wann nach Sizilien kommen?
Die beste Zeit für Sizilien ist Frühling oder Herbst, besonders Mai sowie September oder Oktober. Im Mai ist das Wetter angenehm für Stadtbesichtigungen und Wanderungen, im Herbst ist das Meer noch warm und die Strände ruhiger, perfekt zum Baden. Im Frühjahr und Herbst ist es zudem deutlich entspannter und nicht so überfüllt wie im Sommer. Außerdem finden im Herbst viele lokale Weinlesefeste statt, bei denen man die frischen Trauben probieren und die Weine der Region entdecken kann.
Und jetzt?
Hast du auch Lust auf Sizilien bekommen? Ich plane dir gerne deine individuelle Sizilienreise, egal ob mit Fokus auf Kulinarik, Kultur, Natur, Entspannung oder einem Mix und gebe dir Tipps für Orte, die du besucht und Essen, das du probiert haben musst. Solltest du mehr als eine Woche Zeit haben, gibt es weitere tolle Orte zu erkunden. Schreib mir gerne!

Spanien
Mallorca ist mehr als Ballermann
Bei Mallorca denken die meisten zuerst an Ballermann. Zwölf Monate habe ich auf Mallorca als Reiseleitung gearbeitet, an der Ostküste gelebt und gearbeitet und in dieser Zeit die Insel kennen und lieben gelernt, weit über die bekannten Partymeilen hinaus. Mallorca hat wunderschöne Orte in jeder Ecke, ich habe für meine Tipps aber bewusst die Orte ausgewählt, an denen am wenigsten Touristen sind. Wer das richtige Mallorca abseits der Massen entdecken möchte, findet genau dort die spannendsten Orte und Erlebnisse.
Mallorca als Ziel für Aktivurlaub
Mallorca ist eine der vielseitigsten Inseln im Mittelmeer für aktive Reisende. Von Wanderungen über Jeep Safaris bis zu geführten Touren mit Abseiling an Klippen und Höhlenerkundungen vom Wasser aus deckt die Insel ein riesiges Spektrum an Aktivitäten ab, das viele Reisende völlig unterschätzen.
Der Mirador Penya del Migdia
Der Mirador Penya del Migdia ist ein Aussichtspunkt mit Blick über das Meer, erreichbar über eine Wanderung, deren Startpunkt sich etwas versteckt findet. Der Weg selbst ist ruhig, an wenigen Stellen wird er schmal, deshalb sollte man trittsicher sein. Oben angekommen, nach dem Aufstieg, mit dem Meer vor sich, weiß man, warum sich der Weg gelohnt hat. Ganz ohne Touristenmassen, mitten in der Natur, genau dieses Gefühl macht für mich einen großen Teil des echten Mallorca aus.
Jeepsafari durchs Gebirge im Westen der Insel
Eine Jeepsafari durch das Gebirge im Westen der Insel führt offroad durch ein Naturgebiet, das vom Auto aus kaum erreichbar ist. Das Highlight dabei: Man sitzt selbst am Steuer. Ein Reiseleiter fährt voraus und gibt bei schwierigen Passagen Tipps, sodass auch ohne Offroad-Erfahrung nichts schiefgeht. Statt Strandpromenade gibt es hier dichte Vegetation, Serpentinen und Ausblicke, die sich sonst nur Wanderern erschließen.
Talaia de son Jaumell mit Blick auf die Cala Mesquida
Die Wanderung zum Talaia de son Jaumell startet direkt in der Cala Mesquida, wo es zunächst noch belebt zugeht. Schon nach kurzer Zeit wird der Weg ruhiger, und am Ziel wartet ein Aussichtspunkt mit Blick auf die Küste und die Bucht. Diese Wanderung gehört zu den Touren, die ich am liebsten weiterempfehle.
Betlem, der Küstenort der Mallorquiner
Betlem ist ein Küstenort, den die meisten Touristen gar nicht kennen, dafür aber die Mallorquiner selbst, die hier ihren eigenen Urlaub verbringen. Genau das macht den Unterschied zu den üblichen Stationen an der Insel: Hier ist man Gast in einem Ort, der nicht für Touristen gebaut wurde, sondern für die Menschen, die hier leben.
Ein Tag auf der Insel Cabrera
Cabrera ist ein Naturschutzgebiet vor der Südküste Mallorcas mit begrenzter Besucherzahl pro Tag. Genau diese Begrenzung macht den Unterschied: Die Buchten dort gehören einem fast allein, weil nicht beliebig viele Boote anlegen dürfen. Für alle, die abseits der Massen unterwegs sein wollen, ist Cabrera einer der ruhigsten Tagesausflüge, die man von Mallorca aus machen kann.
Aktiv an der Ostküste: Wandern, Abseilen, Höhlen erkunden
Die Ostküste ist die Region, die ich aus eigener Erfahrung am besten kenne. Eine Tour entlang der Küste führt zu kleinen, versteckten Buchten, die man zu Fuß erreicht. Wer noch mehr Aktivurlaub sucht, kombiniert das mit einer geführten Tour, bei der man an Klippen abseilt und Höhlen direkt vom Wasser aus erkundet. Genau diese Kombination aus Wandern, Klettern und Wasser macht die Ostküste für aktive Reisende so interessant.
Mallorquinisches Essen abseits der Hotels
Pa amb oli ist das typisch mallorquinische Frühstück: geröstetes Brot mit Olivenöl, oft ergänzt durch Tomate, Schinken oder lokalen Käse. Das beste mallorquinische Essen findet man meist nicht in den Touristenorten, sondern abseits davon, oft in unscheinbaren Restaurants an der Straße, die ganz auf Einheimische ausgerichtet sind. Das Es Cruce gehört genauso dazu wie das Restaurante Ca Na Bel Port Vell. Hier lassen sich typische Gerichte probieren, zu meinen Favoriten zählt Tumbet, ein mallorquinischer Gemüseauflauf.
Mallorca zeigt sich von einer ganz anderen Seite, sobald man bereit ist, die Touristenmeile hinter sich zu lassen. Zwischen aktiven Touren, stillen Aussichtspunkten und gutem Essen abseits der Hotels liegt eine Insel, die viel mehr kann, als die meisten ihr zutrauen, besonders an der Ostküste, die ich wie meine eigene Nachbarschaft kenne.
Du möchtest mehr Tipps zu weniger touristischen Orten und Alternativen zu den bekannten Stationen? Dann lass uns gemeinsam deine nächste Mallorca-Reise planen.

Italien
Florenz & Rom
Ich war zum ersten Mal alleine in Florenz und zum zweiten Mal in Rom, wo ich vor 14 Jahren mehrere Monate als Au-pair gelebt habe. Beide Besuche haben mich bestätigt: Diese Städte brauchen mehr als einen oberflächlichen Durchlauf und bieten mehr als die Hauptattraktionen. Das waren meine Highlights der einwöchigen Städtereise.
Anreise: Nachtzug von München
Ich bin mit dem Nightjet der ÖBB gefahren. Wegen einer Streckensperrung fuhr der reguläre Zug zunächst nur bis Villach, wo ich in den Nightjet umgestiegen bin, der dann weiter nach Florenz fuhr. Etwas umständlich, aber kein großes Drama.
Ich hatte bewusst eine Mini Cabin gebucht, weil ich das Format testen wollte. Das Ergebnis: kompakt, aber überraschend gut durchdacht. Dimmbares Licht, kleines Fenster, Stauraum für Gepäck und Schuhe, ausklappbarer Tisch, man sitzt bequem aufrecht. Was mich nicht vorbereitet hatte: die Klimaanlage ist sehr stark. Warme Kleidung ist kein optionales Extra. Das Besondere am Nachtzug ist der Übergang. Man fährt in München ab und wacht in Italien auf.
Florenz: Meine Tipps
Florenz ist eine der schönsten Städte Italiens und eine der am stärksten besuchten. Wer früh aufsteht, erlebt eine andere Stadt. Vor acht Uhr morgens liegt der Platz rund um die Cattedrale di Santa Maria del Fiore noch fast menschenleer. Ab zehn Uhr ändert sich das Bild deutlich.
Die Loggia dei Lanzi an der Piazza della Signoria ist ein guter erster Stop: eine kostenlose Freiluftgalerie mit beeindruckenden Skulpturen direkt neben den Uffizien. Über die Ponte Vecchio kommt man nach Oltrarno, wo Florenz weniger inszeniert wirkt: echte Werkstätten, ruhigere Gassen, mehr Alltag.
Weiter oben wartet der Giardino delle Rose: ein gepflegter Rosengarten mit einem der schönsten Stadtblicke überhaupt, ruhiger und grüner als der bekannte Piazzale Michelangelo. Wer noch etwas weiterläuft, kommt zur Terrazza San Miniato, fast menschenleer und mit einer Aussicht, die dem Piazzale in nichts nachsteht. Die Boboli Gärten sind 10 Euro Eintritt wert, wenn man sich Zeit nimmt, weitläufig und mit so vielen Statuen, dass es sich fast wie ein Freilichtmuseum anfühlt.
Einen Geheimtipp für Kulturbegeisterte, der kaum auf den üblichen Listen auftaucht: Ein Gebäude in der Altstadt kombiniert Buchhandlung und Kino unter einem Dach. Tagsüber läuft im Hintergrund ein Film, man kann ihn von kleinen Tribünen oben verfolgen. Abends werden Originalfilme mit italienischen Untertiteln gezeigt. Ein sehr florentinischer Ort, der zeigt, dass die Stadt auch jenseits der großen Museen viel zu bieten hat.
Essen und Trinken in Florenz
Im Mercato Centrale gibt es im zweiten Obergeschoss eines der besten Bistecca Fiorentina der Stadt, unkompliziert, günstiger als im Restaurant und authentisch. Florenz ist außerdem bekannt für seine Weinfenster, kleine historische Durchreichen in Fassaden, aus denen Wein direkt auf die Straße ausgeschenkt wird. Die auf der Oltrarno-Seite sind deutlich weniger touristisch als die im Zentrum. In einer kleinen Weinbar in der Nähe kann man sich außerdem Flaschen für wenige Euro abfüllen lassen, perfekt für einen langen Abend.
Wer ein frisches Sandwich möchte, muss nicht unbedingt in der langen Schlange beim bekanntesten Laden der Stadt warten. Es gibt eine sehr gute Alternative direkt in der Nähe, frisch zubereitet, ohne Wartezeit. Und für einen der besten Affogatos der Stadt lohnt sich eine andere Schlange definitiv: eine kleine Bar, berühmt für ihre Affogatos mit Toppings, bei der man kurz wartet, aber nicht enttäuscht wird.
Ein Highlight war der Pastakurs. Der Abend beginnt mit Prosecco, dann Tiramisu machen in kleinen Gläsern, dann Pastateig anmischen, kneten, Ravioli ausstechen und füllen, aus dem Rest Tagliatelle. Am Ende kocht die Küche alles durch, dazu unbegrenzt Wein, am Schluss Limoncello. Drei Stunden, und auf einmal kannte man alle am Tisch. Genau so funktioniert Essen in Italien.
Unterkünfte in Florenz
Gerne nutze ich meine Reisen, um mir auch Hotels vor Ort anzuschauen. In Florenz habe ich vier sehr unterschiedliche Häuser angeschaut. Ein Designhotel mit einem Konzept rund um Dante Alighieris Göttliche Komödie: eine Hälfte der Zimmer in Weiß mit Himmelmotiven, die andere in sattem Rot mit Anklängen an die Hölle, einige mit Balkon oder Terrasse. Das hat mich am meisten überzeugt, Konzept und Ausführung passen wirklich zusammen.
Weitere Empfehlungen: Ein klassisches Stadthotel mit sehr guter Lage, verlässlicher Qualität und gutem Frühstücksbuffet auf der Terrasse. Ein Hostel in einem ehemaligen Kloster mit Innenhof, historischen Wandmalereien und kostenlosem Frühstück am Morgen. Und ein kleines Stadthaus ohne klassische Rezeption in einem alten Gebäude mit Zimmern zum Innenhof hin, sehr direkt und unverstellt. In Florenz gibt es für jeden die passende Unterkunft.
Weiter nach Rom: mit dem Freccia Rossa
Die Zugverbindung zwischen den beiden Städten ist eine der angenehmsten Strecken Italiens. Der Schnellzug braucht anderthalb Stunden und fährt direkt vom Zentrum Florenz ins Zentrum Roms. Ein kleines Upgrade lohnt sich: bequeme Viererplätze mit Tisch, Steckdosen und kleiner Bewirtung machen die Fahrt sehr angenehm.
Rom: Eine Stadt, die man nie ganz kennt
Ich kenne Rom seit Jahren und habe bei diesem Besuch wieder neue Ecken entdeckt. Das ist kein Klischee, sondern die Realität einer Stadt, die sich über Jahrhunderte übereinander geschichtet hat. Man findet hier an jeder Ecke eine Sehenswürdigkeit.
Auch hier gilt: Wer früh aufsteht, gewinnt. Die Fontana di Trevi vor acht Uhr morgens ist ein völlig anderes Erlebnis als tagsüber, wenn Eintritt fällig ist und die Massen kaum Raum lassen. Weiter ging es über die spanischen Treppe zur Villa Borghese für einen entspannten Spaziergang durch den Park.
Das Kolosseum, den Palatin und das Forum Romanum plant man am besten als ruhigen Vormittag, zusammen locker zwei bis drei Stunden. Achtung beim Ticketkauf: Es gibt unterschiedliche Seiten mit unterschiedlichen Preisen. Wenn man nicht aufpasst, zahlt man schnell den doppelten oder dreifachen Preis.
Das Pantheon und Piazza Navona gehören zu den Hauptattraktionen Roms. Man sollte aber von dort aus auf jeden Fall einen Zwischenstopp zur Via dei Coronari, eine der schönsten Straßen Roms machen.
Der beste Blick auf Rom: Von Trastevere aus über Treppen erreichbar, vorbei an der Fontana dell’Acqua Paola, einem Brunnen der viele berühmte Brunnen Roms beeinflusst hat, bis zum Aussichtspunkt mit dem vielleicht besten Panorama der Stadt vom Gianicolo Hügel aus. Den Sonnenuntergang dort haben wir mit einem Glas Weißwein verbracht. Ein anderer ruhiger Aussichtspunkt ist der Giardino degli Aranci am Aventin, grüner, stiller und mit einem sehr anderen Blick auf die Stadt und den Vatikan.
Mein absolutes Highlight war die Vespa-Tour durch die Stadt und das nicht nur wegen der Aussicht. Nach einem langen Lauftag durch Rom ist es schlicht eine Befreiung, durch enge Gassen zu fahren statt sich durch Menschenmassen zu drängen. Man kommt am Kolosseum vorbei, hält für Fotostopps an Orten, die man zu Fuß nie so beiläufig passiert hätte, und erreicht Gianicolo und Aventin ohne den Aufstieg. Besonders zum Sonnenuntergang, wenn das Licht über der Stadt warm und flach wird, versteht man, warum Römer auf Vespas schwören.
Am Abend ist Trastevere ein Muss. Hier kommt man nicht wegen der Monumente, sondern vor allem wegen der Atmosphäre. Tolle Restaurants, Bars und oft Livemusik auf den Plätzen lassen einen das italienische Lebensgefühl spüren.
Essen und Trinken in Rom
Supplì, frittierte Reisbällchen mit verschiedenen Füllungen, gehören zum Pflichtprogramm. Dazu verschiedene Pizzastile, von der klassischen runden Pizza bis zur Pinsa. Und Tiramisù: in Rom gibt es eine Bar mit über hundert verschiedenen Varianten, von klassisch bis völlig unerwartet. Das klingt nach Gimmick, ist es aber nicht.
Und für Harry-Potter-Fans bietet Rom ein besonderes Highlight: Ein Restaurant, in dem man in die magische Welt eintauchen kann, inklusive Butterbier und Zaubertränke.
Unterkünfte in Rom
Auch in Rom habe ich Unterkünfte angesehen. Mein Favorit war ein kleines traditionelles Stadthaus mit zwölf Zimmern, engen Gängen, sechs Stockwerken und einer überraschend grünen, bepflanzten Dachterrasse über den Dächern der Stadt. Ein ruhiger Rückzugsort mitten im Trubel.
Fazit
Florenz und Rom haben weit mehr zu bieten als ihre bekanntesten Sehenswürdigkeiten, kulinarisch, atmosphärisch und in den kleinen Momenten dazwischen, die man nur findet, wenn man weiß, wo man suchen muss.
Genau das ist es, was ich auf meinen Reisen teste und weitergebe. Keine generische Route, sondern eine, die wirklich zu dir passt, mit Unterkünften die ich selbst kenne, Erlebnissen die ich bewertet habe und Tipps die kein Reiseführer kennt.
Wenn du Florenz oder Rom so erleben möchtest, melde dich gerne. Als Italien-Expertin helfe ich dir, deine Traumreise zu planen.



