

Winter Wonderland in Finnland
Einmal Helsinki – bevor es richtig winterlich wird
Weihnachten war gerade vorbei und unsere Koffer voll mit allem, was irgendwie warm hält.
Unser Ziel: einmal hoch in den tief verschneiten Norden Finnlands. Bevor es für uns aber mit dem Nachtzug Richtung Lappland ging, startete unser Winterabenteuer am 26. Dezember erst einmal in Helsinki. Ein voller Tag hat uns hier tatsächlich gereicht. Nicht, weil uns Helsinki nicht gefallen hätte, ganz im Gegenteil. Die Stadt ist unglaublich sauber, entspannt und lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden.
Unser Highlight war der Abstecher nach Suomenlinna. Nach einer kurzen Fährfahrt steht man plötzlich zwischen alten Festungsmauern, kleinen Cafés und bunten Häusern, was bei mir direkt ein bisschen Pippi-Langstrumpf-Feeling erzeugt hat.
Übernachtet haben wir im Scandic Hotel Helsinki Station direkt am Bahnhof. Sauber, super zentral und für unsere Route perfekt. Denn statt am nächsten Morgen einfach den Flieger nach Lappland zu nehmen, haben wir uns für den Nachtzug (den berühmten Santa Claus Express) entschieden und sind quasi im Schlaf Richtung Polarkreis gefahren.
Im Schlaf Richtung Lappland
Im Santa Claus Express hatten wir eine Zweierkabine mit eigenem Badezimmer und Dusche gebucht, ca. 250€ für uns beide. Abends in Helsinki einsteigen und morgens mitten im verschneiten Lappland aufwachen? Mussten wir ausprobieren. Die Kabinen sind nicht für viel Gepäck geeignet, da sie wirklich sehr klein sind. Das Badezimmer hatte eine Art “Geheimgang”, denn hinter dem Waschbecken gab es noch einen Hebel und zum Vorschein kam eine Dusche - Tine Wittler wäre stolz gewesen!
Ganz nach Plan lief die Fahrt allerdings nicht. In der Nacht standen wir mehrfach längere Zeit und kamen leider mit fast zwei Stunden Verspätung in Rovaniemi an. Die Informationen im Zug waren leider nur auf finnisch, sodass wir nie so richtig wussten, wann oder wie es weitergeht. Belohnt wurden wir dafür allerdings mit einem kontinuierlichen Ausblick aus unserer Kabine ins Winter Wonderland.
Übrigens gab es für die Verspätung eine sehr schnelle Erstattung: Verspätung über die App melden, ein paar Angaben machen und das Geld war bereits zurück erstattet, bevor unsere Reise vorbei war. Wirklich unkompliziert.
Ein Bulli und einmal Weihnachtsmann
In Rovaniemi übernahmen wir unseren Mietwagen. Da normale Autos über unseren Reisezeitraum extrem teuer waren, wurde es am Ende ein riesiger Transporter. Sagen wir so: Wir hätten vermutlich noch fünf Rentiere mitnehmen können.
Damit ging es zunächst zum Santa Claus Village. Für mich als absolute Weihnachts-Maus ein Muss, auch wenn es sehr touristisch ist.
Das Dorf ist wirklich süß gestaltet und gerade für Familien mit Kindern sicherlich ein Highlight – aber wie gesagt eben auch sehr touristisch. Überall Weihnachtsdeko, Souvenirs und natürlich Santa persönlich. Das ziemlich teure Foto mit ihm haben wir uns allerdings gespart.
Was man unbedingt wissen sollte: Mitten durch das Santa Claus Village verläuft der Polarkreis und den kann man hier ganz offiziell überqueren. Also einmal rüber über den Arctic Circle inklusive Zertifikat als Beweis, das heute noch bei uns zu Hause steht.
Wenn man ohnehin in Rovaniemi ist und Weihnachten liebt, kann man den Besuch ruhig einplanen. Für uns haben ca. 2 Stunden vor Ort ausgereicht.
Drei Nächte mitten im Winterwunderland
Danach ging es rund drei Stunden weiter in den Norden nach Äkäslompolo zur Arctic Skylight Lodge. Hier begann für wirklich das Lappland, das ich mir vorher vorgestellt hatte: wenige Glaskabinen, verschneiter Wald und ansonsten einfach nichts.
Wir hatten eine der äußeren Kabinen bekommen und dadurch vom Bett aus einen ungestörten Blick in die weiße Winterlandschaft und durch das Glasdach in den Himmel. Am ersten Abend haben wir uns eine Pizza aus dem Ort geholt, einen Weihnachtsfilm angemacht und vom Bett aus in den Wald geschaut. Eigentlich ziemlich unspektakulär – wäre da nicht dieses Glasdach gewesen.
Kurz vor dem Schlafengehen war ein leichter grünlichen Schleier am Himmel zu sehen. Kamera geschnappt, raus und da waren sie: unsere ersten Polarlichter. Was wir direkt gelernt haben: Schwächere Polarlichter sind mit bloßem Auge teilweise kaum zu erkennen, während die Handykamera das Grün schon deutlich sichtbar macht. Wenige Minuten später wurden sie stärker und wir konnten sie sogar vom Bett aus beobachten.
Allein für diesen Moment würde ich die Arctic Skylight Lodge jederzeit wieder buchen.
Rentiere waren nett, Schneeschuhe waren besser
Natürlich haben wir auch ein paar typische Aktivitäten ausprobiert. Eine Rentierschlittenfahrt gehörte für uns irgendwie dazu. Die verschneite Landschaft war wunderschön und ein Rentier aus unserem Rudel hatte wohl Kuschelbedarf - siehe Foto weiter unten. Die Schlittenfahrt und die Informationen von unserem Guide waren ganz nett, aber ehrlich gesagt würden wir das kein zweites Mal buchen.
Ganz anders was unsere geführte Schneeschuhwanderung am Abend. In einer kleinen Gruppe stapften wir mit geliehenen Schneeschuhen durch tiefen Schnee und einen stockdunklen Wald. Das war teilweise sehr sehr anstrengend… :D
Mitten im Nirgendwo gab es eine kleine Hütte, in der wir Brot und Würstchen über dem Feuer gegrillt haben inkl. dem typisch heißen finnischen Beerensaft. Polarlichter gab es heute Abend zwar nicht, aber wir sind trotzdem glücklich ins Bett gefallen.
Nach drei Nächten in Äkäslompolo ging es weiter nach Levi. Auf dem Weg machten wir Halt im SnowVillage, das jeden Winter neu aus Schnee und Eis aufgebaut wird. Ganze Räume, Figuren und Skulpturen werden dort aus Eis gefertigt und teilweise so detailliert gestaltet, dass man ständig irgendwo stehen bleibt und noch einmal genauer hinschauen möchte.
Wenn man ohnehin in der Region unterwegs ist, würde ich den Stopp definitiv einplanen.
Polarlichter machen sowieso, was sie wollen
Eines unserer wichtigsten Learnings: Polarlicht-Apps sind eine Orientierung, mehr aber auch nicht. Das beste Beispiel erlebten wir später auf unserer Reise in Levi. Gemeinsam mit Freunden fuhren wir abends extra aus dem Ort zu einem dunklen See. Die App versprach gute Chancen. Wir sahen: nichts. Bei den extremen Temperaturen bestand unsere Polarlicht-Jagd sowieso hauptsächlich aus Auto verlassen, Himmel anschauen, wieder rein, Heizung an.
Eigentlich wollten wir längst aufgeben, aber unsere Freunde überredeten uns noch, auf einen Berg oberhalb des Skigebiets zu fahren. Also wieder warten. Kurz raus. Nichts. Wieder rein ins Auto. Heizung. Und plötzlich war der Himmel grün.
Innerhalb weniger Minuten tanzten die intensivsten Polarlichter unserer gesamten Reise über uns. Das war wirklich DER Bucketlist-Moment!
Mein Tipp: Einen möglichst dunklen Ort suchen, Apps nur als grobe Orientierung nutzen und Geduld haben. Polarlichter können tatsächlich innerhalb weniger Minuten aus dem Nichts auftauchen.
Levi: gute Lage, eigene Sauna und minus 30 Grad
Unsere letzten zwei Nächte verbrachten wir also im Break Sokos Hotel Levi. Die Lage mitten im Ort und nahe dem Skigebiet ist wirklich super, vom Hotel selbst waren wir allerdings nur teilweise überzeugt. Unser Zimmer war eher altbacken und uns fehlte etwas die Gemütlichkeit. Das Hotel verteilt sich außerdem auf mehrere Gebäude und wir waren nicht im Haupthaus untergebracht. Bei minus 30 Grad bekommt selbst „mal eben über die Straße“ plötzlich eine ganz neue Bedeutung. Auch die Parkplatzsituation fanden wir schwierig. Dafür hatte unser Zimmer einen ziemlich überzeugenden Pluspunkt: eine eigene Sauna. Und die wird bei diesen Temperaturen sehr schnell zum besten Freund.
Für zwei Nächte war das Hotel aufgrund der Lage vollkommen in Ordnung. Noch einmal buchen würden wir es wahrscheinlich eher nicht.
Eigentlich wollten mein Mann und ich in Levi auch noch einen Tag Ski fahren. Wir fahren beide Ski und hatten gute Winterkleidung dabei. Dachten wir zumindest. In Äkäslompolo hatten wir bereits Temperaturen um -15 bis -18 Grad erlebt. In Levi zeigte das Thermometer an Silvester teilweise rund -30 Grad. Die Kälte war so extrem, dass selbst das Atmen draußen unangenehm wurde. Auch am Skiverleih riet man uns, bei diesen Temperaturen und zusätzlichem Fahrtwind letztendlich davon ab.
Den Jahreswechsel wollten wir ganz bewusst in Levi verbringen. Nach einem schönen Silvesteressen ging es für uns in eine Bar nahe der Talstation, die wir extra ausgewählt hatten, weil direkt am Skigebiet für Mitternacht ein Feuerwerk angekündigt war. Bei knapp -30 Grad übrigens die beste Entscheidung; so konnten wir den Abend im Warmen verbringen und mussten erst kurz vor Mitternacht raus.
Also Jacken an, anstoßen und Feuerwerk anschauen. Schön war’s, aber nach gefühlt zwei Minuten waren wir zusammen mit allen anderen auch schon wieder auf dem Weg zurück in die Bar. Bei -30 Grad hat selbst Silvesterromantik ihre Grenzen.
Mein Tipp: Zwiebellook ernst nehmen! Merinowäsche, mehrere warme Schichten, vernünftige Handschuhe und warme Schuhe sind Pflicht. Hand- und Fußwärmer haben mich regelmäßig gerettet; irgendwann landeten die Handwärmer bei mir einfach zusätzlich in den Schuhen.
Würden wir Lappland noch einmal machen?
Sofort.
Nachtzug statt Flug, ein völlig überdimensionierter Mietwagen, eine Glaskabine mitten im Schnee, Rentiere, Schneeschuhwandern im Dunkeln, - 30 Grad und vor allem diese Momente mit den Polarlichtern – diese Reise war komplett anders als alles, was wir vorher gemacht hatten.
Wer Lappland Ende Dezember besucht, sollte wissen: Die Tage sind kurz, die Temperaturen können wirklich extrem werden und Polarlichter interessieren sich herzlich wenig dafür, was irgendeine App gerade vorhersagt. Aber das gehört irgendwie dazu.
Und spätestens wenn man nachts durchgefroren draußen steht, eigentlich längst zurück ins warme Auto möchte und plötzlich der komplette Himmel über einem grün zu tanzen beginnt, weiß man ziemlich genau, warum Lappland für mich auf jede Bucket-List gehört.
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Von „müssen wir nicht unbedingt“ zum absoluten Wow-Moment
Die Malediven standen ehrlich gesagt lange Zeit gar nicht besonders weit oben auf meiner Reiseliste. Freunde von uns waren allerdings schon mehrfach dort und haben uns irgendwann mit ihrem Reisefieber angesteckt. Da ich es liebe, neue Orte zu entdecken und unterschiedliche Reisearten auszuprobieren, wollten wir also prüfen, ob die Malediven wirklich so “WOW” sind.
Für unsere erste Reise haben wir uns für zehn Nächte im Adaaran Select Meedhupparu im Raa-Atoll eingebucht. Wichtig war, keine zu kleine Insel zu wählen, weil wir tatsächlich ein wenig Sorge hatten, dass uns nach einigen Tagen langweilig werden könnte. Dazu später mehr..
Schon die Anreise war ein Erlebnis
Da wir vorher schon einige karibische Inseln gesehen hatten, waren wir überzeugt, dass uns die Malediven zwar gefallen würden, der große Wow-Effekt aber vielleicht ausbleiben würde. Spoiler: Diese Einschätzung hielt ungefähr bis zum Wasserflugzeug.
Nach der Ankunft wurden wir direkt zur Lounge des Resorts gebracht, wo Getränke bereitstanden und wir auf unser Wasserflugzeug warteten. Allein dort zuzuschauen, wie die Wasserflugzeuge starten und landen, war ein Erlebnis.
Der Flug mit dem Wasserflugzeug war für mich erstmal eine kleine Herausforderung. Mit Flugangst in so eine kleine Maschine zu steigen und dann zu sehen, dass der Pilot ganz entspannt barfuß im Cockpit sitzt – sagen wir so: Mein Vertrauen musste kurz hinterherkommen.
Aber spätestens beim Blick aus dem Fenster war klar: Es lohnt sich wirklich! Unter uns ein Atoll nach dem anderen, dazu diese unglaublichen Farben des Wassers – schöner hätte die Anreise kaum sein können. Als wir schließlich auf unserer Insel ankamen, hatte ich tatsächlich Tränen in den Augen. Obwohl ich schon viel von der Welt gesehen habe, ist dieser Anblick der Wahnsinn.
Barfuß einmal um die Insel
Meedhupparu kann man ungefähr in 25 bis 30 Minuten einmal zu Fuß umrunden – am besten natürlich barfuß. Genau das mochte ich besonders, denn Schuhe braucht man hier eigentlich kaum.
Die Strände sind wunderschön, das Wasser ist sehr flach abfallend und teilweise führen Sandbänke meterweit ins Meer. Liegen waren während unseres Aufenthalts immer ausreichend vorhanden und überlaufen hat es sich zu keinem Zeitpunkt angefühlt. Teilweise sind wir über die Insel gelaufen und haben mehrere Minuten lang keinen einzigen anderen Menschen gesehen; wie ein kleines Robinson Crusoe-Gefühl.
Auch die vielen Bars haben uns besonders gut gefallen. Mit den Füßen im Sand, einem Mango Daiquiri in der Hand und Blick aufs Meer den Sonnenuntergang zu beobachten, wurde ziemlich schnell zu unserem Abendritual.
Schnorcheln mit Haien und Rochen
Natürlich gehört auf den Malediven auch die Unterwasserwelt dazu. Beim Schnorcheln haben wir viele bunte Fische, kleine Haie und sogar Manta-Rochen gesehen. Trotzdem muss ich hier vielleicht einen kleinen negativen Punkt mit einbringen: Das Korallenriff rund um die Insel haben wir stellenweise als bereits deutlich abgestorben wahrgenommen. Die Tierwelt war für uns trotzdem beeindruckend, wer seine Insel aber hauptsächlich nach einem besonders intakten Hausriff auswählt, sollte diesen Punkt berücksichtigen.
Zusätzlich haben wir eine Delfintour gemacht und unglaublich viele Delfine aus nächster Nähe erlebt; dies war ab einem Aufenthalt von mindestens sieben Tagen bereits kostenlos inkludiert. Auf der Insel gibt es außerdem eine eigene Tauchschule und verschiedene Wassersportmöglichkeiten. Wir selbst haben unter anderem Stand-up-Paddling ausprobiert.
Beach Villa oder Water Villa auf Meedhupparu?
Die ersten sechs Nächte verbrachten wir in einem Deluxe Beach Bungalow Sunset. Direkt vom Zimmer an den Strand und aufs Meer schauen zu können, war schon für sich ein Traum. Die Zimmer wurden täglich gereinigt und auch die Minibar regelmäßig aufgefüllt. Die Einrichtung ist eher ursprünglich und mit viel dunklem Holz gestaltet. Wer ein sehr modernes, minimalistisches Resort sucht, findet sicherlich andere passendere Inseln – uns hat es für diese Reise aber überhaupt nicht gestört.
Für unsere letzten vier Nächte entschieden wir uns spontan für ein kostenpflichtiges Upgrade auf eine Water Villa und würden die Kombination jederzeit wieder so wählen. Was uns direkt gecatcht hat ist, dass wir mit Adam sogar unseren persönlichen Butler hatten, der uns wirklich jeden Wunsch erfüllt hat. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir unser Frühstück: Wir konnten Adam am Abend vorher einfach eine WhatsApp schreiben und bekamen unser Wunsch-Frühstück morgens direkt zur abgestimmten Uhrzeit in die Villa gebracht. Auf der eigenen Terrasse zu frühstücken, während unter uns Fische und gelegentlich kleine Haie vorbeischwimmen, ist schwer zu toppen. Selbst durch ein Sichtfenster im Boden unserer Villa konnten wir die Unterwasserwelt beobachten.
All Inclusive, das seinen Namen verdient
Auch kulinarisch hat die Insel einiges zu bieten: Neben dem Buffetrestaurant mit wechselnden Themenabenden gab es verschiedene weitere Restaurants, unter anderem italienische und indische Küche. Die À-la-carte-Restaurants waren in unserem All-Inclusive-Paket ohne Aufpreis enthalten, mussten allerdings reserviert werden. Mein Tipp: Direkt zu Beginn des Aufenthalts Termine sichern, denn die verfügbaren Plätze können schnell knapp werden.
Zusätzlich gab es tagsüber eine Snackbar mit Pizza, Burgern, Pasta und Salaten. Extra bezahlt werden musste bei unserem Paket eigentlich nur für besondere Speisen wie Lobster, bestimmte hochwertige Fleisch- oder Fischgerichte sowie z.B. Champagner.
Auch auf meine Nussallergie wurde sehr gut eingegangen. Gerade bei einer Fernreise ist das für mich ein wichtiger Punkt und ich habe mich beim Essen jederzeit gut aufgehoben gefühlt.
Keine Langeweile – aber auch keine Daueranimation
Was uns besonders gefallen hat: Auf der Insel kann man etwas unternehmen, muss man aber nicht. Es gibt keine permanente Animation oder Dauerbeschallung. Stattdessen werden beispielsweise Yoga am Strand, Tanzstunden oder abendliche Shows und Livemusik angeboten.
Wir haben außerdem den Spa-Bereich ausprobiert und uns eine Massage gegönnt – allein die Atmosphäre dort hat perfekt zu dieser unglaublich entschleunigenden Reise gepasst. Auch eine kleine Minigolfanlage gibt es, die man reservieren kann. Dazu wurden uns Snacks und Getränke serviert.
Und dann passierte übrigens noch etwas, womit wir überhaupt nicht gerechnet hatten: Gleich zu Beginn lernten wir ein anderes Paar aus Deutschland kennen. Aus einem zufälligen Kennenlernen wurde ein fast komplett gemeinsam verbrachter Urlaub. Bis heute haben wir engen Kontakt, besuchen uns gegenseitig und aus einer Begegnung mitten im Indischen Ozean ist eine echte Freundschaft entstanden.
Malediven im Oktober? Kein Showstopper!
Vor der Reise haben wir oft gelesen, dass Oktober nicht unbedingt als optimale Reisezeit für die Malediven gilt. Unsere Erfahrung war komplett anders. In den zehn Tagen hatten wir nur an einem Nachmittag ungefähr eine Stunde Regen - aber dann auch richtig. Ansonsten erwarteten uns Sonnenschein pur und fantastische Sonnenuntergänge.
Die Luftfeuchtigkeit war teilweise sehr hoch und gerade in den ersten Tagen gewöhnungsbedürftig. Nach zwei bis drei Tagen hatten wir uns daran aber gut gewöhnt. Natürlich ist unser Wetter keine Garantie für einen Aufenthalt im Oktober – wir persönlich würden den Monat nach dieser Erfahrung jedoch wieder wählen.
Würden wir Meedhupparu noch einmal buchen?
Definitiv. Für unsere erste Maledivenreise war die Insel genau die richtige Entscheidung. Sie ist groß genug, um verschiedene Restaurants, Bars und Aktivitäten zu bieten und gleichzeitig klein genug für dieses typische Inselgefühl, ohne ständig Menschen um sich herum zu haben.
Beim nächsten Mal würden wir trotzdem wahrscheinlich eine andere Insel wählen. Aber nicht, weil uns das Adaaran Select Meedhupparu nicht gefallen hat, sondern weil die Malediven uns so begeistert haben, dass wir unbedingt noch mehr davon kennenlernen möchten und andere Hotels/Resorts ausprobieren wollen.
Was wir wieder machen würden: Beach Villa und Water Villa miteinander kombinieren. Beide Erlebnisse sind so unterschiedlich, dass ich mich bis heute nicht entscheiden könnte, welches mir besser gefallen hat.
Fazit: Für Langeweile bleibt erstaunlich wenig Zeit, wenn man den halben Tag damit beschäftigt ist, aufs Meer zu starren und sich zu fragen, wie Wasser bitte so aussehen kann.








