Nordlichter im April?

Unser Tromsø-Abenteuer in der Arktis
Norwegen
Laura Katharina Curth
15.08.2026
5 min Lesezeit

Es sind Osterferien – und normalerweise sind wir zu dieser Zeit schon voll in Sonnen- und Meeresstimmung und fliegen irgendwohin, wo es richtig warm ist. Aber nicht dieses Mal.

Eigentlich wollte ich schon immer einmal im Dezember nach Lappland. Als ich allerdings gesehen habe, was uns das für drei Personen kosten würde, war dieser Plan ziemlich schnell vom Tisch. Also dachte ich mir: Warum fliegen wir nicht einfach in den Osterferien nach Tromsø?

Nordlichter-Garantie bei vier Tagen im April? Definitiv nein.

Also flogen wir mit nicht allzu großen Erwartungen an die Nordlichter, dafür aber mit umso größeren Erwartungen an Norwegen. Und eines kann ich vorwegnehmen: Norwegen sollte uns nicht enttäuschen.

Tag 1 – Willkommen in der Arktis

Sehr früh am Morgen fliegen wir mit Eurowings von Düsseldorf nach Tromsø.

Und dieser Anflug! Einer der schönsten, die ich jemals erlebt habe. Einfach WOW. Berge, Fjorde, Schnee, zugefrorene Seen – eine unglaubliche Landschaft breitet sich unter uns aus.

Wusstest du eigentlich, dass Tromsø geografisch bereits in der Arktis liegt?

Am kleinen und irgendwie sehr süßen Flughafen angekommen, brauchen wir etwa 30 Minuten bis in die Stadt. Unsere Unterkunft für die nächsten Tage ist das Skansen Hotel, direkt in Tromsø. Das Hotel ist sehr einfach gehalten und erinnert mich ein bisschen an eine Kurklinik – aber gut. Die Lage ist super und preis-leistungstechnisch war es für uns einfach unschlagbar.

Koffer abstellen und los!

Unser erster Weg führt uns zum Brunchen ins Risø – Mat & Kaffebar. Dort gibt es leckeres Sauerteigbrot mit Ei und natürlich die obligatorische Zimtschnecke.

Ich habe nämlich die Angewohnheit, direkt zu Beginn einer Reise möglichst viele traditionelle Gerichte ausprobieren zu wollen. Warum auch warten?!

Danach schlendern wir durch die Stadt und genießen die unglaubliche Aussicht auf den Fjord. Leider erfahren wir, dass der Aussichtspunkt auf der anderen Seite der Brücke wegen Bauarbeiten noch bis zum Ende des Sommers gesperrt ist. Den müssen wir also von unserer Liste streichen. Aber ganz ehrlich: Selbst vom Ufer aus ist die Aussicht spektakulär.

Es ist ziemlich frisch und vor allem windig. Also überlegen wir, was wir drinnen unternehmen könnten, und entdecken am Hafen das Troll Museum.

Ein kleines, liebevoll gestaltetes Museum rund um die norwegischen Legenden und Geschichten über Trolle. Gerade mit Kindern ist es wirklich eine schöne Sache. Unser Sohn fand es super und wir haben etwas mehr als eine Stunde dort verbracht.

Und selbst wenn man sich vorher überhaupt nicht mit Trollen beschäftigt hat: In Tromsø kommt man kaum an ihnen vorbei. Sie begegnen einem gefühlt überall in der Stadt.

Am Abend machen wir uns im Hotel kurz frisch und gehen anschließend ins Art Café Bistro, das uns empfohlen wurde. Ein kleines, familiengeführtes Restaurant mit übersichtlicher Karte.

Das Essen? Unglaublich gut!

Ich entscheide mich für eine norwegische Fischsuppe – und was soll ich sagen? Sie war fantastisch.

Nach dem sehr frühen Start in den Tag sind wir allerdings ziemlich müde. Also geht es zurück ins Hotel. Morgen wartet schließlich schon das nächste Abenteuer auf uns.

Tag 2 – Eismeerkathedrale & eine erfolglose Nordlichterjagd

Der zweite Tag begrüßt uns mit blauem Himmel – aber auch mit ordentlich Wind.

Wir beschließen trotzdem, zu Fuß über die Brücke zur berühmten Eismeerkathedrale zu laufen.

Sagen wir es so: Bei diesem Wind war das ein kleines Abenteuer und stellenweise sogar ein bisschen angsteinflößend. Uns war ziemlich schnell klar:

Zurück fahren wir mit dem Bus!

Die Eismeerkathedrale selbst ist wunderschön und definitiv einen Besuch wert. Anschließend nehmen wir tatsächlich den Bus zurück in die Stadt und gehen erst einmal ein paar Souvenirs shoppen.

Für den Abend steht etwas ganz Besonderes auf dem Programm: Wir gehen auf Nordlichterjagd!

Allerdings zieht sich der Himmel immer weiter zu und bei der dicken Wolkendecke haben wir schon vor Beginn der Tour kein besonders gutes Gefühl.

Wir essen noch etwas Leckeres am Hafen und machen uns anschließend auf den Weg zum Treffpunkt.

Und dann?

Lange Rede, kurzer Sinn: Wir fahren sieben Stunden lang mit einem Bus durch die Fjorde und sehen – NICHTS.

Keine Nordlichter. Nicht einmal ein kleines grünes Schimmern.

Dafür haben wir rund 270 € bezahlt.

Würde ich es noch einmal so machen? Nein.

Und zwei Tage später sollte ich auch erfahren, warum.

Tag 3 – Ein kompletter Tag im Tromsøbadet

Wir sind müde. Es ist kalt. Tromsø selbst ist nicht besonders groß und wir haben schon einiges gesehen.

Also stellen wir uns die Frage: Was machen wir heute?

Lass uns schwimmen gehen!

Und so verbringen wir tatsächlich unseren kompletten dritten Tag im Tromsøbadet.

Und das war eine richtig gute Entscheidung!

Der Eintritt für uns drei lag umgerechnet bei etwa 50 €. Dafür bekommt man Saunen, Rutschen, Dampfbäder, Sprungbretter und sogar einen Außenpool mit traumhaftem Blick auf die Fjorde.

Im warmen Wasser liegen und dabei auf die verschneite arktische Landschaft schauen – schon ziemlich besonders.

Von uns gibt es eine klare 10/10.

Vor allem mit Kind war es für uns der perfekte Familientag und eine schöne Abwechslung zu unserem bisherigen Programm.

Tag 4 – Fjorde, Sommarøy und die große Nordlichter-Überraschung

An unserem vierten Tag geht es wieder in einen Reisebus. Dieses Mal haben wir eine Tour durch die Fjorde bis nach Sommarøy gebucht.

Und die war eine richtig gute Idee!

Ja, die einzelnen Stopps waren teilweise recht kurz. Aber die Landschaft war einfach traumhaft. Genau für solche Ausblicke sind wir nach Norwegen gekommen.

Zum Abschluss gibt es ein Picknick mit Lachs am Strand von Sommarøy.

Und ich hatte einen Plan: Eisbaden im arktischen Meer!

Tja … das arktische Meer heißt nicht ohne Grund arktisches Meer. 

Ich habe es immerhin bis zu den Knien geschafft. Dann war Schluss.

Für die ganz Harten unter euch: Hier kann man definitiv hervorragend Eisbaden. Für mich hat die Knie-Version gereicht.

Während dieser Tour erzählt mir jemand von einem See mitten im Wald von Tromsø, an dem man bei guten Bedingungen wunderbar Nordlichter beobachten kann: Prestvannet.

Und in diesem Moment steht für mich fest:

Da muss ich heute noch hin!

Schließlich fliegen wir am nächsten Tag schon wieder nach Hause.

Gesagt, getan.

Um 22:35 Uhr nehmen wir den Bus und sind gegen 23 Uhr am Prestvannet. Wir laufen zum See, stellen uns hin und warten.

Und haben wir sie gesehen?

JA! 

Nach gerade einmal zehn Minuten geht es los.

Die Nordlichter sind nicht extrem stark. Im April wird es in Tromsø nur noch für etwa zwei Stunden richtig dunkel und selbst um 23 Uhr ist der Himmel noch nicht vollkommen schwarz.

Aber sie sind da.

Sie tanzen über uns.

Grün. Magisch. Wunderschön.

Um 23:45 Uhr nehmen wir schließlich den Bus zurück – meinen Männern ist kalt.

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Brasilien

Rio de Janeiro erleben

Am 23. März 2024 stiegen wir am Flughafen Schiphol ins Flugzeug mit dem Ziel Rio de Janeiro. Da wir lange Strecken gerne direkt fliegen und im Westen Deutschlands leben, ist Amsterdam für uns gut erreichbar. Mit KLM, einer meiner Lieblingsfluggesells
Laura Katharina Curth
15.08.2026
5 min Lesezeit

Am 23. März 2024 stiegen wir am Flughafen Schiphol ins Flugzeug mit dem Ziel Rio de Janeiro.
Da wir lange Strecken gerne direkt fliegen und im Westen Deutschlands leben, ist Amsterdam für uns gut erreichbar. Mit KLM, einer meiner Lieblingsfluggesellschaften, fühlten wir uns wie immer sehr wohl. Die zwölf Stunden Flug über Tag ließen sich gut aushalten.

Um 19 Uhr Ortszeit landeten wir bereits und verließen den Flughafen voller Vorfreude und Aufregung. Für unsere ersten zwei Tage hatten wir uns einen spanischsprachigen Guide organisiert, der uns schon am Flughafen erwartete. Portugiesisch kann unser Sohn nicht, deshalb Spanisch.

Wir reisen gerne per privatem Transfer, da wir uns dabei mit dem Fahrer austauschen und erste Eindrücke sammeln können. Mit großem Respekt waren wir nach Rio gereist – der Ruf der Stadt eilt ihr schließlich voraus. Nun fuhren wir durch die völlig überfüllten Straßen und Autobahnen Richtung Copacabana.

Es war bereits dunkel, leicht regnerisch, aber angenehm warm. Als wir im Hotel ankamen – wir hatten uns für das PortoBay Rio de Janeiro an der Copacabana entschieden – bezogen wir unser Zimmer.

Mein erster Weg führte mich wie immer auf den Balkon. Und da war sie: die Copacabana.
Ich war in Rio de Janeiro. Endlich. Ein absolutes Traumziel für mich. Ein Tränchen kullerte mir über die Wange.

Zurück im Zimmer schaute ich mir alles genau an, testete das Bett. Für unseren Sohn war bereits ein eigenes Bett vorbereitet. Wir fühlten uns sofort wohl – dieses Hotel würden wir jederzeit wieder buchen. Den Abend ließen wir ruhig ausklingen und freuten uns auf den nächsten Tag.

Unser erster Tag in der Cidade Maravilhosa

Es regnete. Das machte uns zunächst etwas traurig, da viele Highlights auf dem Programm standen. Aber wie sagt man so schön: „Zerbrich dir nicht den Kopf über Dinge, die du nicht ändern kannst."

Unser Guide Luis holte uns pünktlich ab. Zuerst ging es über die fast 14 km lange Brücke nach Niterói. Die Aussicht war wegen des Regens weniger spektakulär, aber dennoch beeindruckend.

Während der Fahrt stellten wir unserem Guide unzählige Fragen. Anschließend ging es nach Santa Teresa zur berühmten Escadaria Selarón – ein wunderschönes Kunstwerk des chilenischen Künstlers Jorge Selarón, der sich einst in Rio verliebte und dort blieb.

Es regnete weiter und langsam waren wir völlig durchnässt. Zum Glück hatte ich für unseren Sohn Wechselkleidung dabei – auch wenn es weiterhin warm war.

Danach besuchten wir einen lokalen Markt und probierten uns durch die unglaubliche Vielfalt an Früchten und Leckereien. Wir aßen ein Pastel und tranken frischen Zuckerrohrsaft – für mich ein absolutes Muss in tropischen Ländern.

Und das Obst? Ein Traum. Wusstest du, dass es in Brasilien über 20 verschiedene Bananensorten gibt? Verrückt, oder?

Im Anschluss ging es in den Jardim Botânico do Rio de Janeiro. Dort holten wir uns prompt unseren ersten Mückenstich – kurz Panik: Dengue?! Aber nein, alles gut. Es war der schönste botanische Garten, den ich je besucht habe.

Zurück in Santa Teresa kehrten wir in eine Bar mit riesiger Auswahl an Cachaças ein. Für uns gab es Caipirinhas mit Maracuja – köstlich. Dazu traditionell frittiertes Hähnchen. Nach einem kurzen Abstecher nach Lapa ging es zurück ins Hotel, wo wir den Rooftop-Pool mit Blick auf die Copacabana genossen.

Der zweite Tag mit meinem persönlichen Highlight

Am nächsten Tag starteten wir früh Richtung Christ the Redeemer – mein absolutes Highlight. Schon die Fahrt mit der Bahn nach oben war spektakulär.

Oben angekommen, musste ich vor Freude weinen. Es war unbeschreiblich: der Blick über Rio, die berühmte Statue, die man fast überall in der Stadt sieht, die Luft – einfach traumhaft.

Danach fuhren wir in den Tijuca National Park. Es fühlte sich an wie eine Flucht aus der Stadt: frische, fast kühle Luft, Ruhe, Vogelgezwitscher. Vorbei an Wasserfällen genossen wir die Aussicht – wir waren sprachlos.

Anschließend ging es zum Maracanã Stadium. Als liebe Ehefrau durfte mein Mann natürlich auch auf seine Kosten kommen. Für mich kein Muss – aber es war schön, ihn so glücklich zu sehen.

Zum krönenden Abschluss fuhren wir auf den Sugarloaf Mountain zum Sonnenuntergang. Zusammen mit gefühlt zehntausend anderen Menschen – aber: WOW. Wenn man denkt, es geht nicht besser, sollte man genau das tun.

Völlig erschöpft ging es danach zurück ins Hotel. Unser Guide hatte uns bereits verabschiedet, also nahmen wir ein Taxi – ein offiziell gekennzeichnetes Taxi, was in Brasilien sehr wichtig ist. Es ist zwar nicht günstig, aber sicher und deutlich schneller als öffentliche Verkehrsmittel.

Letzter Tag in Rio - Ipanema

Den letzten Tag verbrachten wir zu dritt am Strand von Ipanema.
Rios Strände sind einzigartig: türkisfarbenes Wasser, weicher Sand – und alles andere als ruhig. Es ist unglaublich viel los, das kann man sich kaum vorstellen, wenn man nicht dort war. Wir liebten es.

Wer es ruhiger mag, findet außerhalb der Stadt entspanntere Strände.

Nach drei Tagen in Rio reisten wir für eine Woche nach Curitiba in den Süden zu Freunden und verbrachten anschließend noch zwei weitere Tage in Rio – diesmal bei bestem Wetter am Strand.

Am 4. April traten wir schließlich den elfstündigen Heimflug an. Mit einem Herzen voller toller Momente und überzeugt davon, das Brasilien und vor allem Rio immer eine Reise wert ist.

USA

Viva Las Vegas

Im Oktober 2022 sind wir nach Las Vegas geflogen. Von Frankfurt aus ging es über Dallas weiter nach Las Vegas. Nach einer 21-stündigen Reise kam der erste Rückschlag: Check24 hatte unsere Mietwagenreservierung versaubeutelt. Nun standen wir ohne Auto
Laura Katharina Curth
15.08.2026
5 min Lesezeit

Im Oktober 2022 sind wir nach Las Vegas geflogen. Von Frankfurt aus ging es über Dallas weiter nach Las Vegas.

Nach einer 21-stündigen Reise kam der erste Rückschlag: Check24 hatte unsere Mietwagenreservierung versaubeutelt. Nun standen wir ohne Auto da und hätten für viel Geld ein anderes mieten müssen. Das wollten wir nicht. Also fuhren wir mit dem Uber zu unserer Unterkunft. Wir hatten ein tolles Apartment im The Berkley, Las Vegas. Die Anlage hat einen Pool und ist etwas abseits des Strip, was ich mit Kindern angenehmer finde, da viele Hotels am Strip sehr auf Erwachsenen-Urlaub ausgelegt sind. Ich würde dort immer wieder unterkommen und kann die Anlage sehr empfehlen.

Was wir an unserem ersten Tag in Vegas taten, überrascht viele. Aber bei über 100.000 Paaren, die jedes Jahr dort heiraten, waren wir nicht gerade allein. Wir gingen zum Marriage License Bureau, um unsere Heiratslizenz abzuholen. Denn wir heirateten am 6. Oktober 2022 in Las Vegas.

Durch den 9-Stunden-Jetlag waren wir sehr früh wach und hatten, als das Büro öffnete, bereits den kompletten Strip abgelaufen und Bagels gefrühstückt. Ich liebe Bagels in Amerika. Solche bekommt man hier in Deutschland leider nirgends.

Nachdem wir unsere Lizenz abgeholt hatten, erkundeten wir weiter den Strip und die Fremont Street, die auch eine große Rolle an unserem Hochzeitstag spielen sollte.

Eindrücke

Man kommt in Vegas aus dem Staunen nicht heraus. Die vielen unterschiedlichen Menschen, leider auch sehr viele Obdachlose, die starke Polizeipräsenz, die Casinos, die rund um die Uhr geöffnet sind und in denen noch geraucht werden darf. Leute im Jogginganzug an den Spielautomaten – all das gehört irgendwie zum Stadtbild.

Wir gönnten uns einen Drink im Venetian. Meiner Meinung nach ist es neben dem Bellagio und dem Caesars Palace das schönste Hotel in Las Vegas. Dort wird das Motto „Träumen erlaubt“ wirklich gelebt. Alles wirkt unglaublich authentisch, inklusive der venezianischen Gondeln, die auf dem kleinen Fluss vor dem Hotel entlangschippern.

Happily Ever After

Am 6. Oktober 2022 fuhren wir also mit einem Chauffeur zu unserer Drive-thru-Hochzeit. Ursprünglich sollten wir mit unserem eigenen Mietwagen fahren, aber das hatte ja leider nicht geklappt.

Unser Chauffeur war unglaublich freundlich. So freundlich sogar, dass er auf dem Hinweg noch einmal umdrehte, weil ich das einzige Dokument vergessen hatte, das wir zum Heiraten in Vegas brauchten: unsere Lizenz.

Mit dieser Lizenz kannst du in jeder offiziellen Kapelle heiraten. Beim Beantragen gibst du lediglich deine Daten an, beim Abholen zeigst du deinen Pass vor und schwörst mit der Hand aufs Herz, dass alles stimmt. Lustig, oder? Aber genauso läuft es dort, und ich liebe alles daran. Keine unnötige Bürokratie. Einfach nur wir drei im sonnigen Vegas an einer süßen kleinen Kapelle.

Die nette Dame am Fenster sprach wunderschön und erklärte uns zu „husband and wife“. Englisch sollte man allerdings schon verstehen, sonst könnte das schwierig werden.

Auf Elvis oder Ähnliches haben wir verzichtet. Stattdessen brachte unser Sohn uns die Ringe.

Anschließend fuhren wir für unsere Hochzeitsfotos zur Fremont Street. Echtes Amerika-Westküsten-Feeling? Ja, das gibt es hier definitiv. Ich wollte unbedingt Hochzeitsbilder mit großen Leuchtschildern – und genau die habe ich bekommen.

Für 19 Uhr hatten wir einen Tisch im Mandalay Bay bei einem hervorragenden Mexikaner reserviert. Wegen des 9-Stunden-Jetlags waren wir aber so müde, dass wir unser Essen einpacken ließen. Um 20 Uhr lagen wir drei bereits fix und fertig im Bett.

Area 15 – absoluter Tipp mit Kindern

Einen Tag nach der Hochzeit – meine Haare saßen tatsächlich noch perfekt vom Vortag – sind wir zur Area 15 und zum sogenannten Omega Mart gefahren.

Die Area 15 ist eine riesige Erlebniswelt, in der es unglaublich viel zu entdecken gibt. Der Omega Mart sieht auf den ersten Blick wie ein ganz normaler Supermarkt aus, ist aber alles andere als das. Wenn man genauer hinschaut, eröffnet sich eine geheimnisvolle und verrückte Welt voller Überraschungen.

Wir hatten dort riesigen Spaß und können es besonders Familien mit Kindern absolut empfehlen.

Grand Canyon

Am nächsten Tag, meinem Geburtstag, machten wir früh morgens einen Tagesausflug zum Grand Canyon. Genauer gesagt zur Westseite.

Was für ein atemberaubendes Fleckchen Erde! Wirklich. Wir besuchten den Skywalk, auf dem man über einen Glasboden läuft und direkt unter sich den gewaltigen Canyon sieht.

Es war ein unvergessliches Erlebnis. Natürlich haben wir auch die völlig überteuerten Fotos gekauft, die dort von uns gemacht wurden. Aber da man sein eigenes Handy nicht mitnehmen darf, war das die einzige Möglichkeit, diesen Moment festzuhalten.

Am Abend feierten wir meinen Geburtstag noch einmal beim Mexikaner.

Bye bye Vegas

An unserem letzten Tag erkundeten wir noch weitere Casinos und machten das Outlet im Norden der Stadt unsicher. Wer gerne shoppen geht, kommt in Las Vegas definitiv auf seine Kosten. Die Stadt hat gleich mehrere tolle Outlets, in denen wirklich jeder etwas findet.

Mit einem Koffer mehr im Gepäck ging es einen Tag später wieder nach Hause.

Es war eine wundervolle und unvergessliche Reise und die beste Hochzeit, die wir uns hätten vorstellen können.

Marokko

Marrakech und Agadir – Eine perfekte Kombi

Marrakech mit Kind- 3 Nächte in der Medina: Am 17. April 2025 flogen wir von Weeze nach Marrakesch – mit Ryanair. Nicht unbedingt unsere erste Wahl, aber zwischendurch eine praktische Option. Am Nachmittag landeten wir in Marrakesch. Unser privater T
Laura Katharina Curth
15.08.2026
5 min Lesezeit

Marrakech mit Kind- 3 Nächte in der Medina:

Am 17. April 2025 flogen wir von Weeze nach Marrakesch – mit Ryanair. Nicht unbedingt unsere erste Wahl, aber zwischendurch eine praktische Option.
Am Nachmittag landeten wir in Marrakesch. Unser privater Transfer ließ etwas auf sich warten. Für unseren Aufenthalt hatten wir ein Riad in der Medina gebucht – drei Nächte sollten wir dort verbringen.

Als wir an der Medina von Marrakesch ankamen, ging es zu Fuß weiter. Sofort bekamen wir einen ersten Eindruck: volle Straßen, Motorräder, intensive Gerüche und leuchtende Farben. Schnell war klar – das wird etwas ganz Besonderes.

Dann führte unser Weg durch enge Gassen: links, rechts, wieder links, wieder rechts – bis wir schließlich vor einer unscheinbaren Tür standen. Mein erster Gedanke: „Das finden wir nie wieder."

Doch als sich die Tür öffnete, standen wir mitten in einem wunderschönen Riad: dem Riad Khalifa. Ein Traum in Blau und Weiß, mit alten Holztüren, einem kleinen Brunnen und einem offenen Innenhof – ganz typisch für ein Riad.

Unser Zimmer war wunderschön: kein Fernseher, dafür ein Kamin und ein Badezimmer aus Stein. Alles war makellos sauber und duftete angenehm. Die Handtücher waren die weichsten, die ich je benutzt habe.

Erster Tag

Wir machten uns direkt auf den Weg in die lebhaften Straßen, um etwas zu essen und die Umgebung zu erkunden. Zur Sicherheit merkten wir uns genau den Weg zurück zum Riad.

Mitten im Trubel fanden wir ein tolles Rooftop-Restaurant. Dort aßen wir Hummus, Falafel und Tajine, dazu alkoholfreie Getränke – Alkohol ist in Marrakesch kaum verfügbar.

Anschließend gingen wir zum berühmten Djemaa el Fna. Der große Marktplatz war voller Leben: Schlangenbeschwörer, Saftstände und Händler mit frischer Petersilie und Minze.

Die Pferdekutschen fielen mir jedoch negativ auf – viele Tiere wirkten erschöpft. An dieser Stelle mein persönlicher Hinweis: Solche Angebote sollte man, wenn möglich, vermeiden.

Wir tranken einen Minztee und probierten marokkanisches Gebäck, während wir das bunte Treiben beobachteten. Danach schlenderten wir durch die Basare und kauften hier und da kleine Souvenirs. Besonders begeistert war ich von den Duftsteinen – sie rochen einfach unglaublich gut.

In einem Arganöl-Laden konnten wir bei der Herstellung zusehen. Unser Sohn fand das besonders spannend. Natürlich nahmen wir auch ein kleines Fläschchen mit nach Hause.

Zweiter Tag

Der zweite Tag begann mit einem traditionellen marokkanischen Frühstück auf dem Rooftop unseres Riads. Besser hätte ein Tag in Marrakesch kaum starten können.

Anschließend besuchten wir den Le Jardin Secret mitten in der Medina. Leider hatten wir keine Tickets mehr für den Jardin Majorelle bekommen – beim nächsten Mal dann.

Wir verbrachten einige Zeit in dieser kleinen Oase, bevor wir wieder durch die lebhaften Straßen zogen. Überall begegneten uns Katzen, die von Passanten und Ladenbesitzern gefüttert wurden. Es war schön zu sehen, wie gut sie behandelt werden.

Am Nachmittag nahmen wir an einer geführten Tour zum Bahia-Palast teil. Zu Fuß ging es durch das jüdische Viertel dorthin. Unser Guide war großartig und erklärte uns vieles: die Bedeutung der Riads, warum sie nach innen gebaut sind, und die Unterschiede zwischen den Vierteln.

Im Palast erfuhren wir mehr über seine Geschichte und über Ba Ahmed, der dort einst mit seinen Frauen lebte.

Den Abend ließen wir bei leckerem Couscous in einem Rooftop-Restaurant ausklingen.

All-inclusive in Agadir: Iberostar Waves Founty Beach:

Am dritten Tag ging es weiter nach Agadir. Auch hierfür hatten wir einen privaten Transfer gebucht, der uns in etwa zwei Stunden ans Ziel brachte.

Dort verbrachten wir fünf Nächte im Iberostar Waves Founty Beach – ein schönes All-inclusive-Resort, in dem wir die letzten Tage entspannt ausklingen und einfach die Seele baumeln ließen. Die Anlage ist perfekt um eine Marokko-Rundreise abzuschließen. Sie ist sehr gepflegt, das Essen ist fantastisch und das Personal ist sehr zuvorkommend. Die Zimmer sind geräumig, modern und sehr sauber.

Den Strand haben wir nicht genutzt, da ich diesen kleinen umzäunten Bereich nicht mochte und es sehr windig war. Aber die Poolanlage ist schön. Es gibt einen beheizten Außenpool und ein Hallenbad. Also wunderbar für eine Reise im Frühjahr. Die Anlage ist übersichtlich und Kinder können ohne Probleme alleine zurechtfinden. Das war in unserem Fall mit unserem damals 9-jährigen Sohn sehr entspannend.

Unser Rückflug erfolgte schließlich direkt von Agadir zurück nach Weeze.

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