

Hurghada mit Kairo, Luxor und Giftun
Tag 1: Ankunft im Desert Rose in Hurghada
Im Oktober 2023 sind wir nach Ägypten gereist.
Von Düsseldorf ging es mit Air Cairo nach Hurghada. Für meinen Mann und meinen Sohn war es das erste Mal in Ägypten, aber auch für mich sollte es eine besondere Reise werden, da ich zuvor noch nie in Kairo gewesen war. Dieser Ausflug stand ganz oben auf unserer Wunschliste.
Wir wurden vom Flughafen abgeholt und kamen nach einer recht kurzen Fahrt an unserem Hotel an: dem Desert Rose in Hurghada. Eine weitläufige und sehr gepflegte Anlage mit hervorragendem Essen, einem schönen Strand und außergewöhnlich aufmerksamem Service – eine klare Empfehlung.
Wir bezogen unser Zimmer, in dem unser Sohn erfreulicherweise ein bequemes Bett statt eines Klappbetts vorfand.
Tag 3: Tagesausflug nach Kairo
Nach zwei Tagen purer Entspannung stand ein langer und anstrengender Ausflug an. Um 1 Uhr morgens ging es Richtung Kairo los. Der Wecker klingelte bereits um 0:20 Uhr und wir waren entsprechend müde.
Die Frühstücksboxen, die wir am Tag zuvor an der Rezeption bestellt hatten, standen bereit, als wir das Hotel verließen.
Mit ägyptischer Pünktlichkeit traf unser Toyota-Minivan ein. Wir stiegen ein und unser Abenteuer Kairo begann.
Nach acht Stunden Fahrt und unzähligen Polizeikontrollen auf dem Weg kamen wir am alten Ägyptischen Museum an. Menschenmassen strömten in Richtung Museum. Angst, nach Kairo zu reisen, scheinen die Menschen nicht zu haben – und das muss man auch nicht. Wir waren einfach nur beeindruckt.
Schon während der Fahrt hatten wir so viel gesehen und nun standen wir vor diesem beeindruckenden Gebäude voller Geschichte. Einfach überwältigend.
Nach dem Museumsbesuch ging es weiter zum Nil, wo wir eine kleine Bootstour machten. Ein Riesenspaß, vor allem für unseren Sohn. Unsere Guide war großartig. Sie sprach fließend Deutsch und wusste alles über ihr Land, die Kultur und die Geschichte.
Nach der Bootstour fuhren wir zum Mittagessen und anschließend zu einem berberischen Parfümladen. Eine klassische Touristenfalle. Alle waren sehr nett, aber hier ging es natürlich hauptsächlich ums Verkaufen.
Zu guter Letzt fuhren wir endlich nach Gizeh. Über die Autobahn ging es entlang der Sahara. Links von uns begann die Wüste, rechts waren bereits Teile der Pyramiden zu sehen. Ich bekam Gänsehaut.
An den Pyramiden angekommen, war ich zunächst etwas erschrocken über die vielen Plastikflaschen im Sand, die alten und kranken Kamele sowie die Pferde vor den Kutschen, die Schaum vor dem Mund hatten. Man muss bestimmte Schalter im Kopf ausschalten, um diesen besonderen Moment genießen zu können. Kairo ist definitiv ein Kulturschock.
Dennoch war es etwas ganz Außergewöhnliches, die Pyramiden endlich zu sehen – wie sie dort seit mehr als 4.000 Jahren stehen. Zum Panorama wird man leider nur mit dem Kamel gelassen. Es soll kontrolliert werden, wie sich die Menschen an den Pyramiden bewegen, damit nicht ein großer Fluss an Menschen einfach wild um die Pyramiden läuft. Dennoch taten mir die Kamele unendlich leid. Aber dieses Panorama: Wow!! Ein absoluter „once in a lifetime Moment“ den wir in vollen Zügen genossen haben. Für ein paar Euro hat der Mann der uns begleitet hat, ganz viele tolle Fotos von uns geschossen und so haben wir viele tolle Erinnerungen von dies besonderen Ort mit nach Hause genommen.
Anschließend fuhren wir noch zur Sphinx. Danach ging es zurück Richtung Hurghada, wo wir gegen 23 Uhr ankamen.
Zum Glück hatten wir All Inclusive gebucht, und es gab fast rund um die Uhr etwas zu essen.
Tag 4 bis 6: Erholung im Desert Rose
Wir fühlten uns in diesem Hotel unglaublich wohl. Der Service war erstklassig, alle Mitarbeiter freundlich und aufmerksam. Die Anlage war äußerst gepflegt und bot eine entspannte Atmosphäre. Wir genossen den Strand, den Pool und die vielfältige Auswahl an Speisen.
Tag 7: Entdeckungen in Luxor
Doch wir wollten natürlich auch noch nach Luxor. Also machten wir uns auf den Weg.
Alle unsere Ausflüge hatten wir bei Hurghadian Tours (heute Nalu Egypt) gebucht. Lisa, die Besitzerin, begleitete uns gemeinsam mit unserem Guide auf unserer privaten Tour nach Luxor.
Diesmal hatten wir den Toyota-Minivan ganz für uns allein und konnten es uns während der fünfstündigen Fahrt bequem machen. Wir fuhren durch die Wüste und je näher wir dem Nil kamen, desto grüner wurde die Landschaft. Ein faszinierender Anblick.
Luxor ist bezaubernd. Die Tempel, das Tal der Könige und natürlich der obligatorische Shopping-Stopp. Außerdem waren wir hervorragend und authentisch ägyptisch essen.
Ich kann jedem empfehlen, Luxor zu besuchen. Die Stadt ist deutlich weniger laut und chaotisch als Kairo und es gibt unzählige Sehenswürdigkeiten zu entdecken.
Für unseren Sohn, der mit seinen sieben Jahren im absoluten Ägypten-Fieber war, war dieser Ausflug ein echtes Highlight. Er fachsimpelte die ganze Zeit mit unserem Guide, der uns mit spannenden Informationen über die Stadt und ihre Geschichte versorgte.
Den Rückweg nutzen wir zum Revue passieren lassen und zum Ausruhen.
Als wir abends müde im Hotel ankamen und noch etwas aßen, waren wir froh, dass nun noch ein paar entspannte Tage in unserem Hotel vor uns lagen.
Tag 9: Geburtstag auf Giftun Island
Aber einen Ausflug wollten wir noch machen.
Am 9. Oktober hatte ich Geburtstag, und wir buchten spontan noch einen Trip bei der lieben Lisa. Es ging zum Schnorcheln hinaus aufs Meer und weiter zur Orange Bay. Dort feierten wir meinen Geburtstag.
Das Rote Meer ist sehr beeindruckend. Es gab unglaublich viel zu sehen und ich muss sagen, dass das Schnorcheln dort mindestens genauso spektakulär ist, wie in vielen Teilen der Karibik.
Auf dem Rückweg wurde auf dem Boot für mich gesungen und getanzt. Wir hatten einen Riesen Spaß.
Tag 10: Abschied von Ägypten
Nach zehn wundervollen Tagen und mit einem Herzen voller schöner Erinnerungen ging es zurück nach Deutschland. Ein Urlaub, den wir niemals vergessen werden.
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Anreise & erster Abend
Im Juli 2026 haben wir spontan einen Wochenendtrip nach Budapest gemacht.
Freitag nach der Arbeit ging es los nach Köln und wir sind mit Eurowings nach Budapest geflogen.
Angekommen, beziehen wir unser Zimmer im Roxy Hotel Downtown Budapest – ein neues, zentrales und sehr stylisches Hotel. Lange bleiben wir dort aber nicht, denn der Hunger ist groß.
In unmittelbarer Nähe zum Hotel liegt das Restaurant „Mama Gulasch“, das mir schon bei der Reiseplanung aufgrund der vielen guten Bewertungen aufgefallen war. Also fiel die Wahl für unser Abendessen schnell auf dieses Restaurant.
Wir hatten Gulasch und Paprikash im Brotleib. Eine ganz große Empfehlung!
Anschließend waren wir noch in einer super schönen Open-Air-Bar etwas trinken, bevor wir müde ins Hotel zurückgekehrt sind.
Das klassische Budapest
Da wir Sonntagabend schon zurückreisen mussten, wollten wir unseren Samstag natürlich voll auskosten. Deshalb haben wir uns das klassische Budapest vorgenommen.
Wir starten in Pest, wo auch unser Hotel liegt, und schlendern über den Liberty Square zum beeindruckenden Parlament. Dort verweilen wir eine Weile, machen schöne Bilder und genießen dieses wunderschöne Gebäude. Danach gibt es ein traditionelles Lángos zum Lunch – mit Blick auf das Parlament.
Weiter geht es entlang der Donaupromenade zu den bewegenden Schuhen am Donauufer, bevor wir die Kettenbrücke nach Buda überqueren. Es ist sonnig und warm. Immer wieder bleiben wir stehen, um Fotos zu machen. Die Stadt verzaubert einen einfach.
Da es sehr warm ist, schauen wir uns das Burgviertel nur kurz an und gehen weiter zur berühmten Fischerbastei. Dort kaufen wir uns für 4 € eine Eintrittskarte, um den Ausblick von oben zu genießen. Überall gibt es Möglichkeiten, sich abzukühlen – kleine Duschen, die feinen Wassernebel versprühen. Mein Mann freut sich. Auch wenn er aus Südamerika kommt, ist ihm immer sehr schnell warm.
Cocktails mit Aussicht
Anschließend nehmen wir uns ein Bolt-Taxi (die europäische Version von Uber) und fahren zum 360 Rooftop in Pest, um einen Cocktail mit Aussicht zu genießen. Tatsächlich bleiben wir fast zwei Stunden dort. Schönes Wetter, tolle Musik und leckere Cocktails – was braucht man mehr?
Danach möchte ich unbedingt noch einen frischen Chimney Cake. Dafür gehen wir noch einmal zur Basilika. Anschließend geht es zurück ins Hotel, um uns frisch zu machen für das Abendessen.
Am Wochenende empfehle ich übrigens, einen Tisch zu reservieren. Budapest ist sehr gut besucht, vor allem in den Sommermonaten.
Wir gehen ins Maia Asian-Mexican Fusion Restaurant. Auch das kann ich empfehlen – vor allem, wenn du gerne scharf isst.
Den Abend lassen wir schließlich am Pontoon direkt an der Donau ausklingen. Mit Musik, einem Drink in der Hand und Blick auf die wunderschön beleuchtete Stadt – einfach perfekt.
Sonntag in Budapest
Am Sonntag spazieren wir ganz entspannt zur Großen Markthalle. Unterwegs holen wir uns bei Pichler noch einen Chimney Cake und kaufen unserem Sohn einen zum Mitnehmen nach Deutschland. Die Markthalle ist groß und wunderschön. Wir schlendern durch die Gänge, stöbern und kaufen noch ein paar Souvenirs.
Danach geht es zu einem meiner absoluten Highlights: der Ruinenbar Szimpla Kert. Das ist genau unser Vibe. Wir verbringen den Rest des Mittags dort, trinken den einen oder anderen Cocktail, essen Popcorn und genießen einfach das bunte Treiben.
Anschließend gehen wir zurück zu unserem Hotel und nehmen von dort ein Bolt-Taxi zum Flughafen.
Fazit
Ich habe tatsächlich noch eine kleine Liste mit Dingen, die wir dieses Mal nicht geschafft haben – zum Beispiel die Thermen.
Was heißt das also?
Budapest – ich komme wieder!

Norwegen
Nordlichter im April?
Es sind Osterferien – und normalerweise sind wir zu dieser Zeit schon voll in Sonnen- und Meeresstimmung und fliegen irgendwohin, wo es richtig warm ist. Aber nicht dieses Mal.
Eigentlich wollte ich schon immer einmal im Dezember nach Lappland. Als ich allerdings gesehen habe, was uns das für drei Personen kosten würde, war dieser Plan ziemlich schnell vom Tisch. Also dachte ich mir: Warum fliegen wir nicht einfach in den Osterferien nach Tromsø?
Nordlichter-Garantie bei vier Tagen im April? Definitiv nein.
Also flogen wir mit nicht allzu großen Erwartungen an die Nordlichter, dafür aber mit umso größeren Erwartungen an Norwegen. Und eines kann ich vorwegnehmen: Norwegen sollte uns nicht enttäuschen.
Tag 1 – Willkommen in der Arktis
Sehr früh am Morgen fliegen wir mit Eurowings von Düsseldorf nach Tromsø.
Und dieser Anflug! Einer der schönsten, die ich jemals erlebt habe. Einfach WOW. Berge, Fjorde, Schnee, zugefrorene Seen – eine unglaubliche Landschaft breitet sich unter uns aus.
Wusstest du eigentlich, dass Tromsø geografisch bereits in der Arktis liegt?
Am kleinen und irgendwie sehr süßen Flughafen angekommen, brauchen wir etwa 30 Minuten bis in die Stadt. Unsere Unterkunft für die nächsten Tage ist das Skansen Hotel, direkt in Tromsø. Das Hotel ist sehr einfach gehalten und erinnert mich ein bisschen an eine Kurklinik – aber gut. Die Lage ist super und preis-leistungstechnisch war es für uns einfach unschlagbar.
Koffer abstellen und los!
Unser erster Weg führt uns zum Brunchen ins Risø – Mat & Kaffebar. Dort gibt es leckeres Sauerteigbrot mit Ei und natürlich die obligatorische Zimtschnecke.
Ich habe nämlich die Angewohnheit, direkt zu Beginn einer Reise möglichst viele traditionelle Gerichte ausprobieren zu wollen. Warum auch warten?!
Danach schlendern wir durch die Stadt und genießen die unglaubliche Aussicht auf den Fjord. Leider erfahren wir, dass der Aussichtspunkt auf der anderen Seite der Brücke wegen Bauarbeiten noch bis zum Ende des Sommers gesperrt ist. Den müssen wir also von unserer Liste streichen. Aber ganz ehrlich: Selbst vom Ufer aus ist die Aussicht spektakulär.
Es ist ziemlich frisch und vor allem windig. Also überlegen wir, was wir drinnen unternehmen könnten, und entdecken am Hafen das Troll Museum.
Ein kleines, liebevoll gestaltetes Museum rund um die norwegischen Legenden und Geschichten über Trolle. Gerade mit Kindern ist es wirklich eine schöne Sache. Unser Sohn fand es super und wir haben etwas mehr als eine Stunde dort verbracht.
Und selbst wenn man sich vorher überhaupt nicht mit Trollen beschäftigt hat: In Tromsø kommt man kaum an ihnen vorbei. Sie begegnen einem gefühlt überall in der Stadt.
Am Abend machen wir uns im Hotel kurz frisch und gehen anschließend ins Art Café Bistro, das uns empfohlen wurde. Ein kleines, familiengeführtes Restaurant mit übersichtlicher Karte.
Das Essen? Unglaublich gut!
Ich entscheide mich für eine norwegische Fischsuppe – und was soll ich sagen? Sie war fantastisch.
Nach dem sehr frühen Start in den Tag sind wir allerdings ziemlich müde. Also geht es zurück ins Hotel. Morgen wartet schließlich schon das nächste Abenteuer auf uns.
Tag 2 – Eismeerkathedrale & eine erfolglose Nordlichterjagd
Der zweite Tag begrüßt uns mit blauem Himmel – aber auch mit ordentlich Wind.
Wir beschließen trotzdem, zu Fuß über die Brücke zur berühmten Eismeerkathedrale zu laufen.
Sagen wir es so: Bei diesem Wind war das ein kleines Abenteuer und stellenweise sogar ein bisschen angsteinflößend. Uns war ziemlich schnell klar:
Zurück fahren wir mit dem Bus!
Die Eismeerkathedrale selbst ist wunderschön und definitiv einen Besuch wert. Anschließend nehmen wir tatsächlich den Bus zurück in die Stadt und gehen erst einmal ein paar Souvenirs shoppen.
Für den Abend steht etwas ganz Besonderes auf dem Programm: Wir gehen auf Nordlichterjagd!
Allerdings zieht sich der Himmel immer weiter zu und bei der dicken Wolkendecke haben wir schon vor Beginn der Tour kein besonders gutes Gefühl.
Wir essen noch etwas Leckeres am Hafen und machen uns anschließend auf den Weg zum Treffpunkt.
Und dann?
Lange Rede, kurzer Sinn: Wir fahren sieben Stunden lang mit einem Bus durch die Fjorde und sehen – NICHTS.
Keine Nordlichter. Nicht einmal ein kleines grünes Schimmern.
Dafür haben wir rund 270 € bezahlt.
Würde ich es noch einmal so machen? Nein.
Und zwei Tage später sollte ich auch erfahren, warum.
Tag 3 – Ein kompletter Tag im Tromsøbadet
Wir sind müde. Es ist kalt. Tromsø selbst ist nicht besonders groß und wir haben schon einiges gesehen.
Also stellen wir uns die Frage: Was machen wir heute?
Lass uns schwimmen gehen!
Und so verbringen wir tatsächlich unseren kompletten dritten Tag im Tromsøbadet.
Und das war eine richtig gute Entscheidung!
Der Eintritt für uns drei lag umgerechnet bei etwa 50 €. Dafür bekommt man Saunen, Rutschen, Dampfbäder, Sprungbretter und sogar einen Außenpool mit traumhaftem Blick auf die Fjorde.
Im warmen Wasser liegen und dabei auf die verschneite arktische Landschaft schauen – schon ziemlich besonders.
Von uns gibt es eine klare 10/10.
Vor allem mit Kind war es für uns der perfekte Familientag und eine schöne Abwechslung zu unserem bisherigen Programm.
Tag 4 – Fjorde, Sommarøy und die große Nordlichter-Überraschung
An unserem vierten Tag geht es wieder in einen Reisebus. Dieses Mal haben wir eine Tour durch die Fjorde bis nach Sommarøy gebucht.
Und die war eine richtig gute Idee!
Ja, die einzelnen Stopps waren teilweise recht kurz. Aber die Landschaft war einfach traumhaft. Genau für solche Ausblicke sind wir nach Norwegen gekommen.
Zum Abschluss gibt es ein Picknick mit Lachs am Strand von Sommarøy.
Und ich hatte einen Plan: Eisbaden im arktischen Meer!
Tja … das arktische Meer heißt nicht ohne Grund arktisches Meer.
Ich habe es immerhin bis zu den Knien geschafft. Dann war Schluss.
Für die ganz Harten unter euch: Hier kann man definitiv hervorragend Eisbaden. Für mich hat die Knie-Version gereicht.
Während dieser Tour erzählt mir jemand von einem See mitten im Wald von Tromsø, an dem man bei guten Bedingungen wunderbar Nordlichter beobachten kann: Prestvannet.
Und in diesem Moment steht für mich fest:
Da muss ich heute noch hin!
Schließlich fliegen wir am nächsten Tag schon wieder nach Hause.
Gesagt, getan.
Um 22:35 Uhr nehmen wir den Bus und sind gegen 23 Uhr am Prestvannet. Wir laufen zum See, stellen uns hin und warten.
Und haben wir sie gesehen?
JA!
Nach gerade einmal zehn Minuten geht es los.
Die Nordlichter sind nicht extrem stark. Im April wird es in Tromsø nur noch für etwa zwei Stunden richtig dunkel und selbst um 23 Uhr ist der Himmel noch nicht vollkommen schwarz.
Aber sie sind da.
Sie tanzen über uns.
Grün. Magisch. Wunderschön.
Um 23:45 Uhr nehmen wir schließlich den Bus zurück – meinen Männern ist kalt.

Mexiko
Riviera Maya - die mexikanische Karibik
Wir waren innerhalb von sieben Monaten zweimal an der Riviera Maya. Nach der ersten Reise gab es noch so viel zu entdecken, dass wir unbedingt schnell wiederkommen mussten.
Unsere erste Reise fand im November 2021 statt.
Das erste mal Mexiko:
Wir flogen direkt von Amsterdam nach Cancún, wo wir von unserem Transfer in Empfang genommen wurden. Am Flughafen stehen viele Taxi-Anbieter, die versuchen, einen zu überzeugen, mit ihnen zu fahren – das kann ziemlich überwältigend sein. Deshalb hatte ich unseren Transfer lieber vorab gebucht. Viele Hotels bieten ebenfalls Transfers an – es lohnt sich, vorab online zu schauen, falls ihr nicht pauschal bucht.
Durch den Jetlag und die lange Reise war unser damals fünfjähriger Sohn völlig erschöpft und schlief immer wieder ein – selbst beim Check-in im Hotel nickte er im Stehen ein.
Wir waren im Viva by Wyndham All-Inclusive-Hotel in Playa del Carmen. Die Anlage ist weitläufig und verfügt über einen schönen, eigenen Strandabschnitt, an dem Kokospalmen angenehmen Schatten spenden.
Vorab hatten wir Tische in den À-la-carte-Restaurants reserviert, obwohl auch das Buffetrestaurant wirklich hervorragend ist. Aber wir wollten einfach alles ausprobieren.
Mein Tipp: Reserviert die Tische nicht direkt am Anfang eures Aufenthalts – gerade in großen Resorts kann es sonst schwierig werden, später noch einen Platz zu bekommen.
Der erste Ausflug zu den Maya Ruinen:
Nach zwei entspannten Tagen am Strand und Pool ging es auf unseren ersten Ausflug: Über Santi Tours, einen lokalen deutsch-mexikanischen Anbieter, buchten wir eine Tour nach Chichén Itzá – inklusive Tequila-Verkostung und einem Bad in einer beeindruckenden Cenote in Yucatán.
Es war ein unvergesslicher Tag, und vor der Pyramide zu stehen, war für mich ein absoluter Gänsehautmoment. Doch auch das Schwimmen in der Cenote war ein ganz besonderes Erlebnis.
Am nächsten Tag ließen wir es uns nicht nehmen, das Zentrum von Playa del Carmen zu erkunden und in einem lokalen Restaurant Tacos zu essen. Da mein Mann Südamerikaner ist und mein Sohn und ich ebenfalls Spanisch sprechen, hatten wir keinerlei Probleme, uns zurechtzufinden.
Tipp: Etwas Spanisch zu sprechen ist in Mexiko definitiv von Vorteil.
Zum Nachtisch gab es Marquesitas mit Philadelphia, Nutella und Erdbeeren – eine lokale Spezialität: eine knusprige Waffel, die gefüllt und eingerollt wird.
Ausflug nach Tulum und Akumal:
Unser nächster Ausflug führte uns nach Tulum, wo ich prompt von einer Riesenameise gebissen wurde – autsch!
Der kleine Zwischenfall war jedoch schnell vergessen, denn die Ruinen sind wirklich beeindruckend. Das Ambiente dort ist ganz anders als in Playa del Carmen: naturbelassen, grün, ruhig und mit vielen unbefestigten Straßen.
Auch hier waren wir mit einer geführten Tour unterwegs, die wir spontan an unserem Strandabschnitt gebucht hatten. Das lässt sich in der Hotelzone problemlos organisieren.
Nach den Ruinen besuchten wir eine Cenote, nahmen an einem schamanischen Ritual teil und konnten anschließend schnorcheln. Danach gingen wir Tacos essen und fuhren weiter nach Akumal, wo wir mit Schildkröten schwimmen konnten – ein Erlebnis, das uns lange in Erinnerung bleiben wird. Der Tourismus in Mexiko ist insgesamt hervorragend organisiert.
Isla Mujeres per Katamaran:
Als Nächstes stand ein Ausflug nach Isla Mujeres an – noch ahnte ich nicht, wie besonders dieser Tag werden würde.
Wir fuhren mit dem Shuttle nach Cancún und stiegen dort auf einen Katamaran, der uns zur traumhaften Insel brachte. Dort traf ich eine Freundin, die zufällig zur gleichen Zeit in Mexiko war, und wir genossen gemeinsam entspannte Stunden am Strand.
Zum Sonnenuntergang ging es zurück aufs Boot, wo wir mit der Besatzung Spiele spielten und unglaublich viel Spaß hatten. Für eines der Spiele wurden mir die Augen verbunden. Als mir die Binde abgenommen wurde, kniete mein Mann (damals waren wir noch nicht verheiratet) vor mir und fragte:
„¿Te quieres casar conmigo?"
Ich war völlig überwältigt. Alle applaudierten und filmten diesen besonderen Moment.
Ich antwortete natürlich: „¡Sí, quiero!"
Voller Liebe und Aufregung kehrten wir als Verlobte ins Hotel zurück – unser Sohn verschlief den Antrag allerdings tief und fest.
Abenteuer XCARET:
An der Riviera Maya gibt es viele tolle Parks der Xcaret-Gruppe. Von Abenteuer über Natur bis hin zu Kultur ist für jeden etwas dabei. Wir entschieden uns auf dieser Reise für den großen Xcaret Park, wo wir die mexikanische Kultur und insbesondere die Geschichte der Mayas intensiv erleben durften.
Tipp: Bleibt unbedingt bis zum Ende und schaut euch die große Show an – ein emotionales Highlight mit garantiertem Gänsehautfaktor!
Zum Abschluss hatten wir noch zwei Tage zum Entspannen in unserem Hotel, bevor es zurück nach Hause ging.
Und eines war klar: Wir kommen wieder – und zwar ganz bald!
Die Riviera Maya gehört für mich zu den vielseitigsten Reisezielen überhaupt – ideal für Familien, Paare und alle, die Erholung mit besonderen Erlebnissen verbinden möchten.



