

Von Lima über Machu Picchu bis Rio
Eine Rundreise durch Südamerika ist mehr als „nur ein Urlaub“.
Sie ist ein Erlebnis zwischen schneebedeckten Andengipfeln, kolonialen Altstädten und tropischer Heiterkeit. Was diese Reise für uns so besonders gemacht hat: Südamerika ist vielerorts noch nicht überlaufen, wirkt noch sehr ursprünglich und steckt voller Energie.
Lima – Zwischen Kolonialpracht und Moderne
Unsere Reise beginnt in Lima, der Hauptstadt Perus. Hoch oben auf den Klippen des Pazifiks thront sie ikonisch und bietet wunderschöne Ausblicke.
Schon die erste Fahrt durch Lima fühlt sich an wie eine Reise zwischen zwei Welten. Moderne Fassaden stehen neben prachtvollen Kolonialbauten, dazwischen verfallene Häuser, die von längst vergangenen Zeiten erzählen.
Auf der Plaza de Armas, dem zentralen Platz in Lima, bleiben wir einfach stehen und saugen die Atmosphäre zwischen imposanten Gebäuden auf. Sie geben einem das Gefühl durch ein Museum zu wandeln. Die strahlenden Fassaden wirken so schön.
Doch es gibt auch dunkle Seiten. Im Kloster San Francisco steigen wir hinab in seine Katakomben. Das fahle Licht fällt auf die Gebeine von rund 25.000 Menschen. Plötzlich ist alles ganz still und kühl. Mit jedem Schritt steigt das Unbehagen. Mir ist beklemmend zumute.
In Miraflores dann der Kontrast: Wind vom Pazifik, salzige Luft und das Rauschen des Meeres. Der lange Flug rückt langsam in den Hintergrund und wir kommen im Hier & Jetzt an.
Tipp: Plane bewusst Zeit für Miraflores ein. Es ist perfekt geeignet, um sich vom langen Flug zu erholen und die Reise entspannt zu starten.
Cusco – Herz der Anden und Inka-Kultur
Schon der Flug nach Cusco ist spektakulär. Gewaltige Bergketten ziehen unter uns vorbei und prophezeihen, was uns erwartet.
Die Hauptstadt der Inka liegt auf 3.400 Metern Höhe und das ist sofort spürbar. Jeder Schritt kostet Kraft. Selbst Treppensteigen wird zur Herausforderung. Doch die Stadt belohnt einen für jede Anstrengung. Cusco begeistert mit einer einzigartigen Mischung aus Inka-Kultur und kolonialem Erbe. Mit Coca-Tee und etwas Geduld gewöhnen wir uns gut an die Höhe.
Die Ruinen von Sacsayhuamán (Aussprache-Tipp vom Guide: „sexy woman“) zeigen eindrucksvoll die präzise Baukunst der Inka. Am Abend sind sie ins warme Licht der untergehenden Sonne getaucht und verleihen dem Ort eine besondere Magie.
Am Abend auf der Plaza de Armas erleben wir eine ganz besondere Atmosphäre: lebhafte Musik, warmes Licht, pulsierendes Leben. Die Stimmung zieht uns sofort in ihren Bann. Wir genießen diesen lebendigen Abend in wunderschönem Panorama.
Tipp: Nimm dir Zeit, damit sich dein Körper an die Höhe gewöhnt.
Probiere unbedingt Chicha Morada und Ceviche.
Machu Picchu – Ein Moment, der bleibt
Es gibt Orte auf der Welt, die hast du schon tausend Mal auf Bildern gesehen.
Und dann kommt der Moment und du stehst plötzlich davor.
Die Reise nach Machu Picchu führt durch tiefe Täler, vorbei an Berghängen, durch dichtes Grün und kleine Orte. Und nichts bereitet dich darauf vor, wenn es soweit ist und du das Motiv auf einmal in vor dir auftauchen siehst.
Es ist ein glücklicher, fast unwirklicher Moment.
Trotz der vielen Besucher finden wir einen ruhigen Platz und setzen uns. Es verschlägt uns den Atem und lässt uns staunen. Gänsehaut am ganzen Körper. Es wirkt surreal.
Gleichzeitig wird klar, wie sensibel dieser Ort ist. Einige Bereiche sind bereits gesperrt, manche Ruinen sind beschädigt und zeigen die deutlichen Spuren des Massentourismus.
Tipp: Erlebe den Moment ganz bewusst, statt nur zu fotografieren.
Vinicunca – Der Regenbogenberg auf 5.000 Metern
Der Weg zum Regenbogenberg beginnt sehr früh bei kalten 4 Grad. In mehrere Lagen gekleidet, genießen wir die zweistündige Fahrt.
Die Landschaft wirkt zunächst ruhig und weit. Lamas und Alpakas begleiten den Weg. Fast sind wir da. Wir befinden uns mitten in einer wunderschönen Kulisse aus Bergketten. Die Sonne scheint und wir fahren mit Quads weiter Richtung Vinicunca.
Wir erreichen unser Ziel auf 5.000 Meter Höhe. Noch nie im Leben war ich so weit oben. Die Luft ist dünn, das Herz schlägt schneller. Jeder Schritt ist spürbar.
Ganz langsam kämpfen wir uns nach oben zum Aussichtspunkt.
Da stehen wir nun und ich bin so aufgeregt wie ein kleines Kind.
Oben angekommen bietet sich ein Farbenspiel, das absolut unrealistisch wirkt. Rot, Gelb, Grün, so als hätte jemand die Natur mit einem großen Pinsel angemalt.
Dieser Moment ist unvergesslich.
Dieser Ort hat uns ganz besonders fasziniert. Nicht nur landschaftlich, sondern auch emotional. Wir sind stolz, überglücklich und mir läuft eine Freudenträne über die Wange.
Tipp: Warme Kleidung, Sonnenbrille und gute Kondition sind super wichtig.
Titicacasee & La Paz – Zwischen Tradition und Realität
Der Titicacasee auf knapp 4.000 Metern strahlt enorme Ruhe aus. Die schwimmenden Inseln der Urus, der indigenen Bevölkerung, zeigen ein Leben im Einklang mit der Natur. Es ist sehr beeindruckend, wie einfach die Menschen auf den Schilfinseln leben und welchen Einblick sie uns in ihren Alltag gewähren. Mitten auf dem Wasser ist der gesamte Alltag auf das Wesentliche reduziert. Einfache Behausungen und Kochstellen, stets der Feuchtigkeit ausgesetzt. Das Familienoberhaupt erzählt uns, dass die Schilf-Boote den gleichen Stellenwert haben, wie ein Mercedes in Deutschland.
Kurz darauf erwartet uns das völlige Gegenteil: La Paz in Bolivien.
Die Stadt ist laut und lebendig. Die Häuser erstrecken sich über extreme Höhenunterschiede von 3.200 m bis 4.100 m. Seilbahnen verbinden die Viertel und bieten spektakuläre Ausblicke, sodass wir die Stadt auf diesem Weg von oben erkunden können. Das Streckennetz ist 33 Kilometer lang und ermöglicht einen komfortablen und sicheren Transport durch die Stadt.
Der Hexenmarkt ist ein ganz besonderes Erlebnis. Zunächst wirkt es fremd, aber irgendwie auch faszinierend und authentisch. Neben zahlreichen Opfergaben, z.B. Lamaföten, kann man Kräuter, Zaubertränke und Kunsthandwerk kaufen.
Tipp: Kulinarische Empfehlung ist Meerschweinchen, eine typische Delikatesse.
Santiago & Valparaíso – Kontraste in Chile
Santiago de Chile wirkt sehr modern, fast europäisch. Der Ausblick vom Aussichtspunkt bietet ein beeindruckendes Bild: moderne Hochhäuser vor den teilweise schneebedeckten Anden. Doch über der Stadt liegt ein grauer Smogschleier, der etwas nachdenklich stimmt. Die Schönheit der Natur und des Bergpanoramas mit den Folgen der Verschmutzung zu sehen, das wirkt bedrückend.
Am Abend landen wir im Taxi eines freundlichen Fahrers, der uns durch die Stadt fährt. Er begleitet uns sogar zu unserem Ziel, hat ein Auge auf uns und gibt hilfreiche Tipps. Es war ein tolles Erlebnis, das wieder gezeigt hat, es ist nicht nötig, die gleiche Sprache zu sprechen. Wir konnten uns gebrochen und mit Übersetzer-App super verständigen.
Im Viertel Barrio Lastaria tobt das Leben. Es gibt zahlreiche Restaurants, Bars und es bietet hippen Flair. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten Ceviche zu probieren oder unterschiedliche Cocktail-Variationen des berühmten Pisco Sour.
Ganz anders Valparaíso: bunt, kreativ, lebendig. Street Art ziert die Wände, kleine Cafés verstecken sich in engen Gassen. Hier fühlt sich alles entschleunigt an.
Tipp: In eines der Cafés einkehren, auf der Straße sitzen, und das Leben und die Atmosphäre genießen.
Buenos Aires – Lebensgefühl und Begegnungen
Buenos Aires ist schwer zu beschreiben, es ist ein Lebensgefühl.
Die Energie ist überall zu spüren und zeigt sich in unterschiedlichen Facetten.
Von der Plaza de Mayo geht eine solche Ruhe aus. Auf den Rasenflächen sitzen Familien und nahezu jeder malt die umliegende Landschaft. Ein Bild, das in der heutigen Zeit so selten geworden ist, dass es auffällt.
La Boca hingegen beeindruckt durch seine leuchtenden Farben und unbändige Energie. Alles ist lebendig, es gibt zahlreiche Tango Bars, die Menschen tanzen und ein Straßenmusiker spielt Musik. Künstler verkaufen ihre Werke. Die Leichtigkeit und Freude sind ansteckend und wir gehen fröhlich durch die Straßen.
Doch wir lernen auch die dunkle Seite von Buenos Aires kennen.
Wir besuchen den Friedhof Recoleta, die prestigeträchtigste Grabstätte Südamerikas. Es wirkt zunächst paradox, Eintritt für einen Friedhofsbesuch zu zahlen. Aber es lohnt sich.
Er gleicht einer Stadt aus Marmor. Gewaltige und prunkvolle Mausoleen, kunstvolle Fassaden und die Melancholie der Vergänglichkeit liegen in der Luft.
Das bekannteste Grab gehört Eva Perón, besser bekannt als Evita. Es zieht Menschen aus der ganzen Welt an.
Tipp: Unbedingt ein argentinisches Steak essen. Wir haben’s mehrfach getan.
Iguazú Wasserfälle – Die Kraft der Natur
Die Iguazú Wasserfälle gehören zu den spektakulärsten Naturerlebnissen unserer Reise. Schon das immer lauter werdende Geräusch auf dem Dschungelpfad kündigt ihre Größe an. Als wir das Ausmaß dann vor uns haben, ist es überwältigend.
Der Teufelsschlund ist der spektakulärste Teil – tosendes Wasser, spritzende Gischt, unbändige Energie. Die Wassermassen stürzen 80 Meter in die Tiefe. Hier zeigt sich ganz deutlich, wie kraftvoll Natur sein kann.
Tipp: Beide Seiten besuchen (Argentinien & Brasilien), wenn genügend Zeit ist. Sie bieten unterschiedliche Perspektiven, beide lohnen sich.
Rio de Janeiro – Ein würdiger Abschluss
Rio de Janeiro fühlt sich nach Leichtigkeit an. Die Lebensfreude ist überall spürbar. Die Sonne wärmt unsere Haut und es sind nur wenige Wolken am Himmel.
Schon die Fahrt auf den Zuckerhut ist ein Erlebnis. Oben angekommen breitet sich diese eindrucksvolle Szenerie vor uns aus: Copacabana, grüne Hügel, das glitzernde Meer und mitten darüber die berühmte Christusstatue Cristo Redentor.
Ich beginne automatisch zu grinsen. So oft habe ich diese Bilder gesehen. Und jetzt stehen wir wirklich hier.
Doch der wahre Zauber Rios liegt nicht nur in den Sehenswürdigkeiten.
Er liegt in der Musik auf den Straßen. Im Klang der Wellen an der Copacabana. In den Menschen, die tanzen, lachen und den Moment genießen.
Rio fühlt sich an wie pure Lebenslust.
Und genau so endet unsere Reise.
Mit Leichtigkeit.
Tipp: Abends an der Copacabana spazieren, die Strandkiosks besuchen, der Musik lauschen, Drinks genießen und einfach treiben lassen.
Fazit unserer Südamerika Rundreise
Unsere 3 Wochen Rundreise durch Südamerika hat uns um so Vieles bereichert.
Nicht nur wegen der spektakulären Landschaften oder weltberühmten Sehenswürdigkeiten. Sondern wegen der kleinen Momente, die uns den Atem rauben und direkt ins Herz gehen.
Es gibt unheimlich viele Kontraste.
Südamerika ist wild, herzlich und wunderschön zugleich.
Manche Orte verlässt man irgendwann wieder.
Aber die Erinnerungen daran tragen wir für immer im Herzen.
Wenn du eine Reise suchst, die dich wirklich berührt, ist Südamerika genau das Richtige.
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Apulien Rundreise: Zwischen Küsten, Kultur und Kulinarik
Unsere Rundreise im Süden Italiens begann in Bari, wo wir sehr unkompliziert unseren Mietwagen am Flughafen übernahmen. Kaum unterwegs, zeigte sich schnell, wie abwechslungsreich diese Region ist. Küstenorte, historische Städte und kulinarische Erlebnisse wechseln sich auf kurzer Strecke ab.
Bari: Start der 10-Tage Apulien Rundreise mit dem Mietwagen
Bari eignet sich gut als Ausgangspunkt. Flughafen, Mietwagenstationen und die Lage machen den Start in den Urlaub unkompliziert.
Polignano a Mare: Klippen, türkisblaues Meer und berühmter Stadtstrand
Erster Halt war Polignano a Mare, ein wunderschönes Küstenstädtchen. Steile Klippen, türkisfarbenes Wasser und eine Altstadt mit engen Gassen. Der malerische Stadtstrand, umrahmt von steilen Klippen und der Altstadt, ist ein beliebter Spot und längst kein Geheimtipp mehr.
Wir ließen uns treiben, entdeckten kleine Plätze und genossen die entspannte Atmosphäre.
Monopoli: Hafenstadt mit Altstadtflair und Sonnenuntergang am Meer
Weiter ging es nach Monopoli. Eine Hafenstadt, die ruhig wirkt und gleichzeitig lebendig ist. Am Abend saßen wir am Wasser und beobachteten, wie die Sonne langsam unterging und alles in herrlich warmes Licht tauchte.
Alberobello: Trulli-Häuser und UNESCO-Weltkulturerbe in Apulien
In Alberobello änderte sich das Bild komplett. Überall Trulli. Kleine, weiße Rundhäuser mit ihren markanten Dächern. Früher dienten sie als einfache Unterkünfte, heute findet man zahlreiche Läden, Restaurants und Ferienhäuser darin.
Ostuni: Die weiße Stadt und typische Spezialitäten
Ostuni begrüßte uns strahlend weiß. Die Stadt liegt erhöht, umgeben von Olivenhainen.
Als wir in die Stadt einfahren, taucht die Sonne sie mit ihren weißen Häusern in strahlendes Licht. Die Gassen sind verwinkelt, es geht ständig bergauf und bergab. Zwischendurch gönnten wir uns warmes Pasticciotto – ein typisch italienisches Feingebäck mit Vanillecreme – direkt aus dem Ofen.
Dazu gab es, aus den zahlreichen kreativen Spritz-Variationen, einen Ostuni Spritz.
Lecce: Barockstadt und Sehenswürdigkeiten im „Florenz des Südens“
Lecce besticht mit seinem barocken Flair. Die Stadt wirkt elegant und trägt den Spitznamen „Florenz des Südens“. Wir probierten den typischen „Caffè Leccese“, Espresso mit Mandelsirup und Eis. Eine erfrischende Kombination. Im Restaurant „La Bottega del Corso“ wurden wir herzlich empfangen, konnten draußen sitzen, die Atmosphäre der Stadt genießen und haben typische regionale Spezialitäten gegessen. In diesen liebevoll angerichteten Delikatessen zeigte sich Apuliens Essen ganz besonders.
Geheimtipp: Bruschetta und Taglieri.
Gallipoli: Altstadt am Meer und Geheimtipps an der ionischen Küste
Nach so viel Genuss fuhren wir weiter nach Gallipoli, der „Perle des Ionischen Meeres“. Mitten in der Altstadt fanden wir einen kleinen Laden voller Weihnachtsdekoration. Bei 30 Grad, in kurzen Hosen, ließen wir uns auf diese unverhoffte Weihnachtswelt ein.
Manduria: Primitivo-Wein, Weingüter und besondere Erlebnisse
In Manduria drehte sich alles um Wein. Primitivo. Im Museum erfuhren wir mehr über die Geschichte. Besonders blieb die Wein-Tankstelle im Kopf. Zapfpistole statt Flasche. Es herrschte reges Treiben und am Ende lag ein 3-Liter-Kanister auch in unserem Kofferraum.
Tarent (oder Taranto): Historische Altstadt zwischen Verfall und Geschichte
Tarent wirkte anders. Die Altstadt liegt auf einer Insel, ist aber sichtbar vom Verfall geprägt. Es ist deutlich weniger touristisch geprägt. In den schmalen Gassen finden sich viele unbewohnte Häuser, die unbewohnt sind und deren Überreste von Street Art geziert werden. Ein beklemmendes Gefühl.
Matera: Sassi-Höhlen, UNESCO-Weltkulturerbe und einzigartige Felsenstadt
Am Abend erreichten wir die Höhlenstadt Matera. Die Felsenstadt mit ihren Höhlenwohnungen, den „Sassi“, beeindruckt sofort. Im Abendlicht wurde diese besondere Kulisse in ein herrliches Licht getaucht, deren Anblick wir beim Essen genossen. Wir bestellten eine typische Spezialität aus Apulien: „Orecchiette alla materana“ – Öhrchennudeln mit Tomaten, Lammfleisch, Mozzarella, Pecorino-Käse und Olivenöl.
Am nächsten Tag besichtigten wir eine original eingerichtete Felsenwohnung. Auf kleinem Raum war alles untergebracht. Wohnen, Schlafen, Arbeiten. Alles sehr kompakt, auf engem Raum. Es wirkte beklemmend, da bedingt durch die Bauweise, nur wenig Licht ins Innere fiel.
Trani: Mittelalterliche Altstadt, Hafen und kulinarische Highlights
In Trani fühlten wir uns ins Mittelalter zurückversetzt. Der Hafen, die Altstadt, das Leben auf den Plätzen. In einem kleinen Restaurant „Mandolino“ wurden wir sehr herzlich empfangen und bestens vom Inhaber und seiner Frau kulinarisch versorgt.
Typische Spezialitäten und frische Meeresfrüchte gekrönt von einer sommerlich leichten Weinbegleitung.
Monte Sant’Angelo: Gargano Nationalpark und die berühmte Grottenkirche
Monte Sant’Angelo lag hoch oben am Gargano Nationalpark. Wir besuchten die Grottenkirche und konnten einer Messe beiwohnen. Die Stimmung war ruhig, andächtig und einnehmend.
Vieste: Strände, Buchten und Natur im Gargano Nationalpark
Zum Abschluss ging es nach Vieste. Sie bietet kilometerlange Strände, idyllische Buchten und einen majestätischen Kalkstein-Monolith. Es boten sich viele wunderschöne Ausblicke auf das Meer, die einem Postkartenmotiv gleichen. Es gibt wunderbare Orte, um einzukehren, einen leckeren Wein zu trinken und einfach nur die Aussicht zu genießen. Ein passender Abschluss, um alle Erlebnisse unserer Rundreise durch Apulien sacken zu lassen.
Apulien Rundreise Fazit: Vielfalt, Genuss und mediterranes Lebensgefühl
Apulien zeigte viele Gesichter. Abwechslungsreiche Landschaften, viel Kultur und zahlreiche kulinarische Entdeckungen. Die Route eignet sich gut für eine Rundreise mit dem Mietwagen für etwa 7-10 Tage.
Für uns war es eine entspannte Auszeit mit mediterranem Lebensgefühl.

Nepal Rundreise voller intensiver Momente
Reisebericht über Kultur, Mount Everest Flug und intensive Erlebnisse in Nepal
Unsere Reise durch Nepal war geprägt von starken Kontrasten und hat uns nicht einfach nur beeindruckt. Vom Himalaya Flug zum Mount Everest bis zur Safari in den Dschungel des Chitwan Nationalpark. Dieses Land hat uns wahrlich durchgeschüttelt, berührt und verändert.
Nepal Rundreise: Ankunft und erste Eindrücke in Bhaktapur
Nach der Ankunft in Kathmandu ging es direkt weiter nach Bhaktapur. Schon am ersten Tag wurde klar, wie dicht Kultur und Geschichte hier zusammenliegen. Der Durbar Square zeigte Tempel, Pagoden und den Königspalast mit seinen 55 Fenstern. Das Goldene Tor markierte den Eingang in eine andere Zeit. Zwischen kunstvollen Holzschnitzereien und historischen Gebäuden waren noch einige Spuren des verheerenden Erdbebens von 2015 zu sehen.
Holi Fest in Nepal: Farben, Begegnungen und gelebte Lebensfreude
Kurz nach unserer Ankunft hatten wir die einmalige Gelegenheit, ein Fest voller Leben, voller Energie und voller Herzlichkeit zu erleben – das Holi Fest in Kathmandu. Überall begegneten uns Menschen mit offenen Gesichtern, die uns „Happy Holi“ wünschten. Fremde schienen in dem Moment sehr vertraut.
Pulver in leuchtenden Tönen wurde lachend geworfen, Kinder jagten sich mit Wasserpistolen, aus denen buntes Wasser spritzte. Es gab kein Entkommen. Hinter jeder Ecke wartete die nächste Farbattacke. Und genau das machte es aus. Es war ein Gefühl völliger Leichtigkeit. Wir waren mittendrin und konnten uns dem nicht entziehen. Wir wollten es auch nicht.
Changu Narayan und Nagarkot: Begegnungen und Momente ohne Planung
Im farbenfrohen Hindu-Tempel Changu Narayan tanzten und sangen wir gemeinsam mit einer Gruppe von Frauen. Es war kein geplanter Programmpunkt, sondern ein Moment, der einfach so entstand. Ohne Sprache, ohne Erklärung. Nur Musik, Bewegung und ein Gefühl von Gemeinschaft. Von dort aus wanderten wir durch kleine Dörfer und Wälder, in denen Männer sich trafen, tanzen, sangen und den Tag auf ihre Weise feierten.
Am Ende des Tages erreichten wir Nagarkot. Dort zeigte sich uns der Himalaya zum ersten Mal und der Sonnenuntergang war wunderschön.
Kathmandu und Patan: Tempel, Gassen und Geschichte
Zurück in Kathmandu zeigte sich das quirlige Leben der Stadt. Am Durbar Square reihten sich Tempel aneinander. Eine Rikschafahrt durch Thamel und viele Schlaglöcher führte durch enge Gassen und Märkte. In Patan wurde es ruhiger. Tempel, Innenhöfe und der Königspalast erzählten von einer langen Geschichte. Unser Aufstieg zum Swayambhunath Tempel eröffnete einen weiten Blick über die Stadt. Bunte Gebetsfahnen wehten sanft im Wind, während die Augen Buddhas in alle Richtungen blickten.
Verkehr in Nepal: Straßen, Fahrzeiten und Realität vor Ort
Nepal zeigt sich aber nicht nur in solchen Momenten. Die Straßenverhältnisse haben wenig mit dem zu tun, was wir aus Europa kennen. Baustellen sind Teil der Strecke, nicht die Ausnahme. Es wird gehupt, aber nicht aus Ärger. Jedes Signal hat seine Bedeutung. Es kündigt ein Überholen an, es schafft Aufmerksamkeit. Der Verkehr funktioniert durch gegenseitige Rücksichtnahme, nicht durch starre Regeln. Für 79 Kilometer haben wir dreieinhalb Stunden benötigt.
Chitwan Nationalpark: Safari, Nashörner und wilde Natur
Ein ganz anderer Abschnitt unserer Reise führte uns in den Chitwan Nationalpark. Dort erlebten wir Natur in ihrer rohesten Form. Wir beobachteten ein Nashornpaar, das ruhig nebeneinander lief und schließlich gemeinsam in Richtung Sonnenuntergang verschwand. Ein stiller und irgendwie friedlicher Moment.
Ein völlig gegensätzliches Erlebnis erlebten wir ebenfalls. Zum ersten Mal in unserem Leben sahen wir, wie eine Python ein Reh vollständig verschlang. Es war unmöglich wegzusehen. Natur ohne Filter.
Bandipur und Sarangkot: Bergdörfer und Ausblicke
Nach dem Dschungel ging es wieder in die Berge. Bandipur wirkte ruhig, fast abgeschieden. Traditionelle Häuser und ein weiter Blick über die Landschaft bestimmten den Ort und gaben Gelegenheit zur Ruhe zu kommen und das bisher Erlebte wirken zu lassen.
In Sarangkot öffnete sich der Blick Richtung Annapurna-Region. Sonnenauf- und -untergänge wurden zu festen Momenten des Tages, stets in der Hoffnung, klare Sicht zu haben.
Pokhara: Natur und Alltag
Die Wanderung von Sarangkot nach Naudanda führte durch ländliche Gebiete. Das Leben wirkte einfacher. In Pokhara zeigte sich eine andere Seite Nepals. Der Phewa-See ist sowohl für Einheimische als auch Touristen ein beliebtes Ziel. Eine Bootsfahrt am Nachmittag zeigte uns noch mehr von der vielfältigen Landschaft Nepals.
Himalaya Rundflug: Mount Everest aus der Luft erleben
Ein weiterer Höhepunkt war unser Flug mit Buddha Air entlang des Himalayas. Aufgrund des sich verschlechternden Wetters hatten wir großes Glück, dass unser Mount Everest Rundflug stattfand. Eine Stunde in der Luft, mit Blick auf das gewaltige Gebirgsmassiv. Der höchste Berg der Welt lag vor uns, klar und mit einer Zipfelmütze aus Wolken. Acht der vierzehn Achttausender befinden sich im Himalaya. Diese Dimensionen lassen sich kaum begreifen. Es war ein Moment, der uns den Atem verschlug.
Sadhus in Nepal: Spirituelles Leben und Tradition
In den Tempelanlagen begegneten uns immer wieder Sadhus. Heilige Männer, die ihr Leben der spirituellen Suche widmen. Ihre Präsenz war ruhig und dennoch ist ihr Aussehen sehr markant – sie tragen meist safranfarbene Kleidung oder sind nackt und schmieren sich mit Asche ein, um die Vergänglichkeit des Körpers zu symbolisieren. Lange Haarknoten sind typisch und symbolisieren die Dauer ihres asketischen Weges.
Pashupatinath Tempel: Rituale, Tod und kulturelle Unterschiede
Besonders tief hat sich der Besuch der Tempelanlage Pashupatinath in uns eingeprägt. Der Rauch lag schwer über dem Gelände. Am Bagmati-Fluss fanden die Verbrennungen der Verstorbenen statt. Die letzten Rituale wurden direkt am Wasser durchgeführt, bevor die Körper verbrannt wurden.
Es war ein Moment, der uns an unsere eigenen kulturellen Grenzen gebracht hat. Der Umgang mit Tod ist dort sichtbar, offen und Teil des Lebens. Für uns war das beklemmend und hallte lange in uns nach.
Nepals Vielfalt: Himalaya und Dschungel in einem Land
Nepal ist ein Land der Extreme. Vom Himalaya, den höchsten Bergen der Welt, bis hin zu dichten, tropischen Dschungellandschaften. Diese Vielfalt, vereint in diesem kleinen Land, macht Nepal zu etwas Besonderem.
Nepal Rundreise Fazit: Intensität, Natur und bleibende Eindrücke
Diese Reise hat uns verändert. Wir sind zurückgekommen mit mehr als nur Bildern. Mit Erfahrungen, die nachhallen. Mit Momenten, die bleiben. Und mit einem Herzen voller Erinnerungen.

Rundreise zu Nordindiens Highlights
Indien Rundreise: Rajasthan zwischen Kultur, Chaos und Magie
Unsere Rundreise durch Indien führte uns durch Rajasthan und den Norden des Landes.
Die Route beinhaltete große Städte, Wüste, Paläste und bedeutende Sehenswürdigkeiten wie das Taj Mahal. Es war eine Reise voller Kontraste. Indien ist laut, bunt, überwältigend und bietet zudem Momente, die einen still werden lassen.
Delhi: Start der Indien Rundreise mit historischen Sehenswürdigkeiten
In Delhi begann die Rajasthan Rundreise Route mit einem direkten Einblick in die Vielfalt der Hauptstadt. Bauwerke wie das India Gate und die rote Sandsteinmoschee Jama Masjid zeigen die kulturelle und historische Bedeutung der Stadt. Der Kontrast zwischen Neu-Delhi und Alt-Delhi war deutlich zu erkennen. Breite Straßen treffen auf enge Gassen und lebendiges Treiben.
Mandawa und Shekhawati: Havelis und kunstvolle Fassaden
Die Region Shekhawati ist bekannt für ihre bemalten Havelis. Havelis sind palastartige, traditionelle Wohnhäuser. Sie zeichnen sich durch kunstvolle Fresken, geschnitzte Fassaden und Innenhöfe aus.
Zum Sonnenuntergang zeigte sich die Landschaft in warmen Farben.
Heritage Hotels in Rajasthan: Paläste und historische Unterkünfte
Schon die besonderen Unterkünfte, die Heritage Hotels, waren ein Erlebnis. Viele von ihnen waren einst Havelis. Die kunstvollen Details der Paläste, die Verzierungen, Innenhöfe und Säle fühlten sich an wie eine Reise in eine andere, längst vergangene Zeit.
Dieses besondere Ambiente fühlte sich zauberhaft an. Ich konnte mich an den Details nicht satt sehen und entdecke noch heute auf den Bildern immer wieder Neues.
Bikaner und Gajner: Wüste, Kamel und Galaabend unter Sternenhimmel
Ein Moment ist mir besonders in Erinnerung geblieben. In Gajner fuhren wir im Kamelwagen in die Wüste zum Gala Abendessen. Über uns thronte der Sternenhimmel. Vor uns traditionelle Musik und Tanz. Dazu gab es typisches Essen. Die Atmosphäre war fröhlich und es gab ein schönes Feuerwerk als krönenden Abschluss. Es war einer dieser Augenblicke, die ich in mir aufsauge.
Jodhpur: Mehrangarh Fort und die blaue Stadt
Jodhpur wird auch als „Blaue Stadt“ bezeichnet. Hoch über der Stadt thront das Mehrangarh Fort.
Die Anlage ist eine der eindrucksvollsten Festungen Rajasthans.
Ranakpur Tempel und Udaipur: Marmorarchitektur und Seen
Der Jain-Tempel in Ranakpur ist bekannt für seine 1.444 Marmorsäulen, die alle unterschiedlich gestaltet sind.
Das Highlight in Udaipur sind der Pichola-See und der Stadtpalast. Sie prägen das Bild und vermitteln Ruhe und Anmut. Das luxuriöse, weiße Marmorhotel mitten im Pichola-See diente im Bond-Film „Octopussy“ als das Versteck derselbigen Figur.
Jaipur: Pink City, Amber Fort und Begegnung mit Elefanten in Rajasthan
Jaipur ist bekannt als „Pink City“, da die wichtigsten Sehenswürdigkeiten diese Farbe tragen.
Ein kleiner persönlicher Wunsch von mir ging ebenfalls in Erfüllung. Auf dem Weg zum Amber Fort begegnete uns ein Elefant. Das Universum meinte es gut mit mir.
Das war ein kleiner und dennoch ganz großer Moment für mich.
Der imposante Palast der Winde beeindruckte uns sowohl am Abend, wunderbar beleuchtet, als auch am nächsten Tag im strahlenden Sonnenschein. Gefertigt aus rotem und rosa Sandstein diente er den Haremsdamen, die pompösen Festumzüge zu betrachten, ohne selbst gesehen zu werden.
Taj Mahal: Sonnenuntergang und Besuch eines Weltwunders
Der emotionalste Moment der Reise war der Besuch des Taj Mahal in Agra. Am Abend besuchten wir den Park auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses und blieben zum Sonnenuntergang. Als die blaue Stunde einsetzte, wirkte das Bauwerk fast unwirklich.
Am nächsten Morgen besuchten wir es bei strahlendem Sonnenschein erneut und der weiße Marmor reflektierte das Licht.
Da mussten wir uns gegenseitig kneifen, um zu realisieren, dass wir das wahrhaftig erleben.
Vor diesem Weltwunder zu stehen, war ein sehr bewegender Moment.
Klarer Tipp beim Taj Mahal Besuch: abends und vormittags.
Indischer Verkehr: Chaos, Regeln und Alltag auf den Straßen
Indien hat mich aber auch zum Staunen gebracht. Den Verkehr kann man kaum beschreiben. Auf einer fünfspurigen Straße fuhren sechs Autos, dazu Mopeds und Fahrräder. Außerdem laufen die heiligen Kühe kreuz und quer. Alles gleichzeitig, teilweise sogar in unterschiedliche Richtungen. Es wirkte chaotisch, aber irgendwie funktionierte es.
Für uns unvorstellbar!
Umwelt in Indien: Müllproblematik und Eindrücke vor Ort
Betroffen gemacht, hat mich die Müllproblematik. Ein Bild, welches sich bei mir im Gedächtnis eingebrannt hat: Eine Kuh, die mitten im Müll stand und Papier fraß. Dieses Thema begegnete uns in vielen Regionen. Es gehört zur Realität vor Ort.
Indien Rundreise Fazit: Kontraste zwischen Armut, Kultur und Schönheit
Als Fazit kann man sagen, dass diese Reise voller Gegensätze war.
Auf der einen Seite prachtvolle Paläste und andererseits große Armut. Ruhe in der Wüste und pulsierender Verkehr in den Städten. Genau diese Vielfalt und diese Gegensätze haben Indien für mich so besonders gemacht.























