

Rundreise zu Nordindiens Highlights
Indien Rundreise: Rajasthan zwischen Kultur, Chaos und Magie
Unsere Rundreise durch Indien führte uns durch Rajasthan und den Norden des Landes.
Die Route beinhaltete große Städte, Wüste, Paläste und bedeutende Sehenswürdigkeiten wie das Taj Mahal. Es war eine Reise voller Kontraste. Indien ist laut, bunt, überwältigend und bietet zudem Momente, die einen still werden lassen.
Delhi: Start der Indien Rundreise mit historischen Sehenswürdigkeiten
In Delhi begann die Rajasthan Rundreise Route mit einem direkten Einblick in die Vielfalt der Hauptstadt. Bauwerke wie das India Gate und die rote Sandsteinmoschee Jama Masjid zeigen die kulturelle und historische Bedeutung der Stadt. Der Kontrast zwischen Neu-Delhi und Alt-Delhi war deutlich zu erkennen. Breite Straßen treffen auf enge Gassen und lebendiges Treiben.
Mandawa und Shekhawati: Havelis und kunstvolle Fassaden
Die Region Shekhawati ist bekannt für ihre bemalten Havelis. Havelis sind palastartige, traditionelle Wohnhäuser. Sie zeichnen sich durch kunstvolle Fresken, geschnitzte Fassaden und Innenhöfe aus.
Zum Sonnenuntergang zeigte sich die Landschaft in warmen Farben.
Heritage Hotels in Rajasthan: Paläste und historische Unterkünfte
Schon die besonderen Unterkünfte, die Heritage Hotels, waren ein Erlebnis. Viele von ihnen waren einst Havelis. Die kunstvollen Details der Paläste, die Verzierungen, Innenhöfe und Säle fühlten sich an wie eine Reise in eine andere, längst vergangene Zeit.
Dieses besondere Ambiente fühlte sich zauberhaft an. Ich konnte mich an den Details nicht satt sehen und entdecke noch heute auf den Bildern immer wieder Neues.
Bikaner und Gajner: Wüste, Kamel und Galaabend unter Sternenhimmel
Ein Moment ist mir besonders in Erinnerung geblieben. In Gajner fuhren wir im Kamelwagen in die Wüste zum Gala Abendessen. Über uns thronte der Sternenhimmel. Vor uns traditionelle Musik und Tanz. Dazu gab es typisches Essen. Die Atmosphäre war fröhlich und es gab ein schönes Feuerwerk als krönenden Abschluss. Es war einer dieser Augenblicke, die ich in mir aufsauge.
Jodhpur: Mehrangarh Fort und die blaue Stadt
Jodhpur wird auch als „Blaue Stadt“ bezeichnet. Hoch über der Stadt thront das Mehrangarh Fort.
Die Anlage ist eine der eindrucksvollsten Festungen Rajasthans.
Ranakpur Tempel und Udaipur: Marmorarchitektur und Seen
Der Jain-Tempel in Ranakpur ist bekannt für seine 1.444 Marmorsäulen, die alle unterschiedlich gestaltet sind.
Das Highlight in Udaipur sind der Pichola-See und der Stadtpalast. Sie prägen das Bild und vermitteln Ruhe und Anmut. Das luxuriöse, weiße Marmorhotel mitten im Pichola-See diente im Bond-Film „Octopussy“ als das Versteck derselbigen Figur.
Jaipur: Pink City, Amber Fort und Begegnung mit Elefanten in Rajasthan
Jaipur ist bekannt als „Pink City“, da die wichtigsten Sehenswürdigkeiten diese Farbe tragen.
Ein kleiner persönlicher Wunsch von mir ging ebenfalls in Erfüllung. Auf dem Weg zum Amber Fort begegnete uns ein Elefant. Das Universum meinte es gut mit mir.
Das war ein kleiner und dennoch ganz großer Moment für mich.
Der imposante Palast der Winde beeindruckte uns sowohl am Abend, wunderbar beleuchtet, als auch am nächsten Tag im strahlenden Sonnenschein. Gefertigt aus rotem und rosa Sandstein diente er den Haremsdamen, die pompösen Festumzüge zu betrachten, ohne selbst gesehen zu werden.
Taj Mahal: Sonnenuntergang und Besuch eines Weltwunders
Der emotionalste Moment der Reise war der Besuch des Taj Mahal in Agra. Am Abend besuchten wir den Park auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses und blieben zum Sonnenuntergang. Als die blaue Stunde einsetzte, wirkte das Bauwerk fast unwirklich.
Am nächsten Morgen besuchten wir es bei strahlendem Sonnenschein erneut und der weiße Marmor reflektierte das Licht.
Da mussten wir uns gegenseitig kneifen, um zu realisieren, dass wir das wahrhaftig erleben.
Vor diesem Weltwunder zu stehen, war ein sehr bewegender Moment.
Klarer Tipp beim Taj Mahal Besuch: abends und vormittags.
Indischer Verkehr: Chaos, Regeln und Alltag auf den Straßen
Indien hat mich aber auch zum Staunen gebracht. Den Verkehr kann man kaum beschreiben. Auf einer fünfspurigen Straße fuhren sechs Autos, dazu Mopeds und Fahrräder. Außerdem laufen die heiligen Kühe kreuz und quer. Alles gleichzeitig, teilweise sogar in unterschiedliche Richtungen. Es wirkte chaotisch, aber irgendwie funktionierte es.
Für uns unvorstellbar!
Umwelt in Indien: Müllproblematik und Eindrücke vor Ort
Betroffen gemacht, hat mich die Müllproblematik. Ein Bild, welches sich bei mir im Gedächtnis eingebrannt hat: Eine Kuh, die mitten im Müll stand und Papier fraß. Dieses Thema begegnete uns in vielen Regionen. Es gehört zur Realität vor Ort.
Indien Rundreise Fazit: Kontraste zwischen Armut, Kultur und Schönheit
Als Fazit kann man sagen, dass diese Reise voller Gegensätze war.
Auf der einen Seite prachtvolle Paläste und andererseits große Armut. Ruhe in der Wüste und pulsierender Verkehr in den Städten. Genau diese Vielfalt und diese Gegensätze haben Indien für mich so besonders gemacht.
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Apulien Rundreise: Zwischen Küsten, Kultur und Kulinarik
Unsere Rundreise im Süden Italiens begann in Bari, wo wir sehr unkompliziert unseren Mietwagen am Flughafen übernahmen. Kaum unterwegs, zeigte sich schnell, wie abwechslungsreich diese Region ist. Küstenorte, historische Städte und kulinarische Erlebnisse wechseln sich auf kurzer Strecke ab.
Bari: Start der 10-Tage Apulien Rundreise mit dem Mietwagen
Bari eignet sich gut als Ausgangspunkt. Flughafen, Mietwagenstationen und die Lage machen den Start in den Urlaub unkompliziert.
Polignano a Mare: Klippen, türkisblaues Meer und berühmter Stadtstrand
Erster Halt war Polignano a Mare, ein wunderschönes Küstenstädtchen. Steile Klippen, türkisfarbenes Wasser und eine Altstadt mit engen Gassen. Der malerische Stadtstrand, umrahmt von steilen Klippen und der Altstadt, ist ein beliebter Spot und längst kein Geheimtipp mehr.
Wir ließen uns treiben, entdeckten kleine Plätze und genossen die entspannte Atmosphäre.
Monopoli: Hafenstadt mit Altstadtflair und Sonnenuntergang am Meer
Weiter ging es nach Monopoli. Eine Hafenstadt, die ruhig wirkt und gleichzeitig lebendig ist. Am Abend saßen wir am Wasser und beobachteten, wie die Sonne langsam unterging und alles in herrlich warmes Licht tauchte.
Alberobello: Trulli-Häuser und UNESCO-Weltkulturerbe in Apulien
In Alberobello änderte sich das Bild komplett. Überall Trulli. Kleine, weiße Rundhäuser mit ihren markanten Dächern. Früher dienten sie als einfache Unterkünfte, heute findet man zahlreiche Läden, Restaurants und Ferienhäuser darin.
Ostuni: Die weiße Stadt und typische Spezialitäten
Ostuni begrüßte uns strahlend weiß. Die Stadt liegt erhöht, umgeben von Olivenhainen.
Als wir in die Stadt einfahren, taucht die Sonne sie mit ihren weißen Häusern in strahlendes Licht. Die Gassen sind verwinkelt, es geht ständig bergauf und bergab. Zwischendurch gönnten wir uns warmes Pasticciotto – ein typisch italienisches Feingebäck mit Vanillecreme – direkt aus dem Ofen.
Dazu gab es, aus den zahlreichen kreativen Spritz-Variationen, einen Ostuni Spritz.
Lecce: Barockstadt und Sehenswürdigkeiten im „Florenz des Südens“
Lecce besticht mit seinem barocken Flair. Die Stadt wirkt elegant und trägt den Spitznamen „Florenz des Südens“. Wir probierten den typischen „Caffè Leccese“, Espresso mit Mandelsirup und Eis. Eine erfrischende Kombination. Im Restaurant „La Bottega del Corso“ wurden wir herzlich empfangen, konnten draußen sitzen, die Atmosphäre der Stadt genießen und haben typische regionale Spezialitäten gegessen. In diesen liebevoll angerichteten Delikatessen zeigte sich Apuliens Essen ganz besonders.
Geheimtipp: Bruschetta und Taglieri.
Gallipoli: Altstadt am Meer und Geheimtipps an der ionischen Küste
Nach so viel Genuss fuhren wir weiter nach Gallipoli, der „Perle des Ionischen Meeres“. Mitten in der Altstadt fanden wir einen kleinen Laden voller Weihnachtsdekoration. Bei 30 Grad, in kurzen Hosen, ließen wir uns auf diese unverhoffte Weihnachtswelt ein.
Manduria: Primitivo-Wein, Weingüter und besondere Erlebnisse
In Manduria drehte sich alles um Wein. Primitivo. Im Museum erfuhren wir mehr über die Geschichte. Besonders blieb die Wein-Tankstelle im Kopf. Zapfpistole statt Flasche. Es herrschte reges Treiben und am Ende lag ein 3-Liter-Kanister auch in unserem Kofferraum.
Tarent (oder Taranto): Historische Altstadt zwischen Verfall und Geschichte
Tarent wirkte anders. Die Altstadt liegt auf einer Insel, ist aber sichtbar vom Verfall geprägt. Es ist deutlich weniger touristisch geprägt. In den schmalen Gassen finden sich viele unbewohnte Häuser, die unbewohnt sind und deren Überreste von Street Art geziert werden. Ein beklemmendes Gefühl.
Matera: Sassi-Höhlen, UNESCO-Weltkulturerbe und einzigartige Felsenstadt
Am Abend erreichten wir die Höhlenstadt Matera. Die Felsenstadt mit ihren Höhlenwohnungen, den „Sassi“, beeindruckt sofort. Im Abendlicht wurde diese besondere Kulisse in ein herrliches Licht getaucht, deren Anblick wir beim Essen genossen. Wir bestellten eine typische Spezialität aus Apulien: „Orecchiette alla materana“ – Öhrchennudeln mit Tomaten, Lammfleisch, Mozzarella, Pecorino-Käse und Olivenöl.
Am nächsten Tag besichtigten wir eine original eingerichtete Felsenwohnung. Auf kleinem Raum war alles untergebracht. Wohnen, Schlafen, Arbeiten. Alles sehr kompakt, auf engem Raum. Es wirkte beklemmend, da bedingt durch die Bauweise, nur wenig Licht ins Innere fiel.
Trani: Mittelalterliche Altstadt, Hafen und kulinarische Highlights
In Trani fühlten wir uns ins Mittelalter zurückversetzt. Der Hafen, die Altstadt, das Leben auf den Plätzen. In einem kleinen Restaurant „Mandolino“ wurden wir sehr herzlich empfangen und bestens vom Inhaber und seiner Frau kulinarisch versorgt.
Typische Spezialitäten und frische Meeresfrüchte gekrönt von einer sommerlich leichten Weinbegleitung.
Monte Sant’Angelo: Gargano Nationalpark und die berühmte Grottenkirche
Monte Sant’Angelo lag hoch oben am Gargano Nationalpark. Wir besuchten die Grottenkirche und konnten einer Messe beiwohnen. Die Stimmung war ruhig, andächtig und einnehmend.
Vieste: Strände, Buchten und Natur im Gargano Nationalpark
Zum Abschluss ging es nach Vieste. Sie bietet kilometerlange Strände, idyllische Buchten und einen majestätischen Kalkstein-Monolith. Es boten sich viele wunderschöne Ausblicke auf das Meer, die einem Postkartenmotiv gleichen. Es gibt wunderbare Orte, um einzukehren, einen leckeren Wein zu trinken und einfach nur die Aussicht zu genießen. Ein passender Abschluss, um alle Erlebnisse unserer Rundreise durch Apulien sacken zu lassen.
Apulien Rundreise Fazit: Vielfalt, Genuss und mediterranes Lebensgefühl
Apulien zeigte viele Gesichter. Abwechslungsreiche Landschaften, viel Kultur und zahlreiche kulinarische Entdeckungen. Die Route eignet sich gut für eine Rundreise mit dem Mietwagen für etwa 7-10 Tage.
Für uns war es eine entspannte Auszeit mit mediterranem Lebensgefühl.

Zwischen Laternen, Tempeln und Kaffee
Vietnam hat mich auf dieser Reise auf eine Weise überrascht, für die es einiger Worte bedarf. Das Land zieht sich über mehr als 1.600 Kilometer von Nord nach Süd und verändert dabei ständig sein Gesicht. Landschaft, Klima, Menschen, Küche und sogar die Atmosphäre der Städte wirken in jeder Region anders. Genau diese Vielfalt macht eine Reise durch Vietnam so faszinierend.
Auftakt im Norden: Hanoi – Zwischen Chaos und fließender Ordnung
Unsere Reise begann im Norden, in Hanoi. Die Hauptstadt empfängt Besucher mit einem ganz eigenen Rhythmus. Auf den ersten Blick wirkt zunächst alles chaotisch. Tausende Mopeds, Roller und Motorroller bewegen sich gleichzeitig durch die Straßen. Wer das zum ersten Mal sieht, denkt sofort: Das kann doch unmöglich funktionieren. Unser Guide erklärte uns den Verkehr anhand eines Gleichnisses: er verhält sich wie „fließendes Wasser“. Jeder bewegt sich langsam, aufmerksam und irgendwie findet jeder seinen Weg und kommt letztlich zum Ziel. Es wirkt wild, aber erstaunlicherweise läuft alles mühelos.
Ein Abend voller Lebensfreude: Die Train Street von Hanoi
Einen von Leichtigkeit und Frohsinn geprägten Abend erlebten wir in der berühmten Hanoi Train Street. Zwischen schmalen Häuserreihen verläuft hier eine aktive Bahnstrecke. Direkt daneben gibt es zahlreiche kleine Bars, Cafés und Restaurants. Man sitzt entspannt mit einem Getränk in der Hand, während wenige Zentimeter entfernt ein Zug vorbeifährt. Teilweise müssen Tische und Stühle kurzzeitig beiseite geräumt werden. Die Atmosphäre war locker und fröhlich. Menschen aus aller Welt saßen zusammen, lachten, aßen, tranken und genossen einfach den Moment. Genau diese leichte, gesellige Stimmung machte diesen Abend zu einem der besonderen Augenblicke der Reise.
Naturwunder im Norden: Die Magie der Halong Bucht
Natürlich durfte auch ein Ausflug zur berühmten Halong Bucht nicht fehlen. Die Kalksteinfelsen, die aus dem smaragdgrünen Wasser ragen, gehören zu den beeindruckendsten Landschaften Südostasiens. Gleichzeitig muss ich ehrlich sagen: Die Bucht ist heute deutlich stärker besucht als bei meinem ersten Besuch im Jahr 2019. Damals wirkte vieles ruhiger und ursprünglicher. Heute teilen sich viele Boote gleichzeitig dieselben Routen. Deshalb würde ich inzwischen eher einen Tagesausflug empfehlen statt einer Übernachtung. Die Landschaft bleibt trotzdem spektakulär.
Klimawechsel in Zentralvietnam: Von Nebel zu Tropenwärme
Je weiter wir Richtung Zentralvietnam reisten, desto spürbarer veränderte sich das Klima. Während der Norden sehr kühl und neblig war, empfängt Zentralvietnam uns mit tropischer Wärme und einer völlig anderen Landschaft. Der Schal und die Jacken konnten von nun an im Koffer bleiben.
Lichterzauber am Abend: Hoi An – Die Stadt der Laternen
Besonders bezaubernd war die Atmosphäre in Hoi An. Diese Stadt ist bekannt als Stadt der Laternen und verwandelt sich am Abend in eine zauberhafte Kulisse. Überall hängen farbige Lampions, die Straßen sind in warmes Licht getaucht und der Fluss spiegelt die vielen Lichter wider. Wir schlenderten durch die kleinen Gassen und sogen dieses beschauliche Flair wie Schwämme in uns auf.
Kaiserstadt mit Geschichte: Hue und ihre Tempelwelt
Auch in Hue spürt man die Geschichte des Landes. Tempel, Pagoden und alte Paläste erzählen von der Zeit der Kaiser. Überall begegnet man in Vietnam religiösen Orten. Pagoden und Tempel gehören fest zum Alltag der Menschen. Besonders spannend fand ich die Opfergaben. Neben Obst, Blumen, Cola, Alkohol und Räucherstäbchen lagen auch manchmal Dinge auf den Altären, die ich dort nicht erwartet hätte. In einem Tempel stand tatsächlich ein Spanferkel als Opfergabe angerichtet. Ein Anblick, der mich zunächst überrascht und dann zum Schmunzeln gebracht hat.
Genussreise durch Vietnam: Kaffee, Reiswein und überraschende Spezialitäten
Ein bedeutendes Kapitel nimmt die vietnamesische Kaffeekultur ein. Vietnam gehört zu den größten Kaffeeproduzenten der Welt, und das merkt man sofort. Kaffee wird hier auf viele verschiedene Arten serviert. Besonders beliebt ist der kräftige Kaffee mit gezuckerter Kondensmilch. Daneben gibt es kreative Varianten wie Kokosnusskaffee oder den berühmten Eierkaffee, bei dem eine cremige Schaumschicht aus Ei und Zucker auf dem Kaffee liegt. Klingt ungewöhnlich, schmeckt aber super lecker. Daher klare Empfehlung!
Mutprobe im Glas: Regionale Reisschnäpse und ihre außergewöhnlichen Zutaten
Außerdem sind da noch die selbst gebrannten Reisschnäpse, die man in vielen Regionen findet und teilweise rustikal in Plastikflaschen serviert bekommt. Manche Varianten werden mit Kräutern angesetzt, andere sogar mit Schlangen oder Skorpionen in der Flasche. Das sieht spektakulär aus und eine Kostprobe lohnt sich!
Ein Land im Ausnahmezustand: Das Tết Nguyên Đán hautnah erleben
Den wohl größten Zauber bekam unsere Reise jedoch durch das vietnamesische Neujahrsfest, das Tết Nguyên Đán. Überall im Land wurde gefeiert und auch schief gesungen. Straßen, Häuser und Plätze waren geschmückt mit Fahnen, Wimpeln und einem Meer aus Blüten. Vor Tempeln, Geschäften und Wohnhäusern standen kunstvoll arrangierte Blumen. Ganze Städte wirkten plötzlich farbenfroher und lebendiger als ohnehin schon. Diese festliche Stimmung war überall zu spüren und machte die Reise zu etwas ganz Besonderem.
Finale im Süden: Ho Chi Minh City – Zwischen Moderne und Kolonialgeschichte
Zum Abschluss führte uns die Reise noch in den Süden nach Ho Chi Minh City, das viele noch unter dem alten Namen Saigon kennen. Hier pulsiert das moderne Vietnam. Nebst Wolkenkratzern, Märkten, Streetfood und einem ununterbrochenen Strom von Mopeds, ist die Stadt geprägt von der
französischen Kolonialära und so manches erinnert noch daran, so auch das Hauptpostamt von Ho Chi Minh Stadt.
Fazit einer Reise: Vietnam – Ein Land der Kontraste von Nord bis Süd
Vietnam ist ein Land voller Kontraste. Ruhige Tempel neben lauten Straßen. Alte Traditionen neben moderner Großstadt. Tropische Landschaften, historische Städte und kulinarische Highlights, die an jeder Straßenecke überraschen. Genau diese Mischung macht das Reisen durch Vietnam so besonders. Und wenn dann noch ein ganzes Land sein Neujahrsfest feiert und alles in Farben und Blüten taucht, wird aus einer Reise schnell ein unvergessliches Erlebnis.

Von Lima über Machu Picchu bis Rio
Eine Rundreise durch Südamerika ist mehr als „nur ein Urlaub“.
Sie ist ein Erlebnis zwischen schneebedeckten Andengipfeln, kolonialen Altstädten und tropischer Heiterkeit. Was diese Reise für uns so besonders gemacht hat: Südamerika ist vielerorts noch nicht überlaufen, wirkt noch sehr ursprünglich und steckt voller Energie.
Lima – Zwischen Kolonialpracht und Moderne
Unsere Reise beginnt in Lima, der Hauptstadt Perus. Hoch oben auf den Klippen des Pazifiks thront sie ikonisch und bietet wunderschöne Ausblicke.
Schon die erste Fahrt durch Lima fühlt sich an wie eine Reise zwischen zwei Welten. Moderne Fassaden stehen neben prachtvollen Kolonialbauten, dazwischen verfallene Häuser, die von längst vergangenen Zeiten erzählen.
Auf der Plaza de Armas, dem zentralen Platz in Lima, bleiben wir einfach stehen und saugen die Atmosphäre zwischen imposanten Gebäuden auf. Sie geben einem das Gefühl durch ein Museum zu wandeln. Die strahlenden Fassaden wirken so schön.
Doch es gibt auch dunkle Seiten. Im Kloster San Francisco steigen wir hinab in seine Katakomben. Das fahle Licht fällt auf die Gebeine von rund 25.000 Menschen. Plötzlich ist alles ganz still und kühl. Mit jedem Schritt steigt das Unbehagen. Mir ist beklemmend zumute.
In Miraflores dann der Kontrast: Wind vom Pazifik, salzige Luft und das Rauschen des Meeres. Der lange Flug rückt langsam in den Hintergrund und wir kommen im Hier & Jetzt an.
Tipp: Plane bewusst Zeit für Miraflores ein. Es ist perfekt geeignet, um sich vom langen Flug zu erholen und die Reise entspannt zu starten.
Cusco – Herz der Anden und Inka-Kultur
Schon der Flug nach Cusco ist spektakulär. Gewaltige Bergketten ziehen unter uns vorbei und prophezeihen, was uns erwartet.
Die Hauptstadt der Inka liegt auf 3.400 Metern Höhe und das ist sofort spürbar. Jeder Schritt kostet Kraft. Selbst Treppensteigen wird zur Herausforderung. Doch die Stadt belohnt einen für jede Anstrengung. Cusco begeistert mit einer einzigartigen Mischung aus Inka-Kultur und kolonialem Erbe. Mit Coca-Tee und etwas Geduld gewöhnen wir uns gut an die Höhe.
Die Ruinen von Sacsayhuamán (Aussprache-Tipp vom Guide: „sexy woman“) zeigen eindrucksvoll die präzise Baukunst der Inka. Am Abend sind sie ins warme Licht der untergehenden Sonne getaucht und verleihen dem Ort eine besondere Magie.
Am Abend auf der Plaza de Armas erleben wir eine ganz besondere Atmosphäre: lebhafte Musik, warmes Licht, pulsierendes Leben. Die Stimmung zieht uns sofort in ihren Bann. Wir genießen diesen lebendigen Abend in wunderschönem Panorama.
Tipp: Nimm dir Zeit, damit sich dein Körper an die Höhe gewöhnt.
Probiere unbedingt Chicha Morada und Ceviche.
Machu Picchu – Ein Moment, der bleibt
Es gibt Orte auf der Welt, die hast du schon tausend Mal auf Bildern gesehen.
Und dann kommt der Moment und du stehst plötzlich davor.
Die Reise nach Machu Picchu führt durch tiefe Täler, vorbei an Berghängen, durch dichtes Grün und kleine Orte. Und nichts bereitet dich darauf vor, wenn es soweit ist und du das Motiv auf einmal in vor dir auftauchen siehst.
Es ist ein glücklicher, fast unwirklicher Moment.
Trotz der vielen Besucher finden wir einen ruhigen Platz und setzen uns. Es verschlägt uns den Atem und lässt uns staunen. Gänsehaut am ganzen Körper. Es wirkt surreal.
Gleichzeitig wird klar, wie sensibel dieser Ort ist. Einige Bereiche sind bereits gesperrt, manche Ruinen sind beschädigt und zeigen die deutlichen Spuren des Massentourismus.
Tipp: Erlebe den Moment ganz bewusst, statt nur zu fotografieren.
Vinicunca – Der Regenbogenberg auf 5.000 Metern
Der Weg zum Regenbogenberg beginnt sehr früh bei kalten 4 Grad. In mehrere Lagen gekleidet, genießen wir die zweistündige Fahrt.
Die Landschaft wirkt zunächst ruhig und weit. Lamas und Alpakas begleiten den Weg. Fast sind wir da. Wir befinden uns mitten in einer wunderschönen Kulisse aus Bergketten. Die Sonne scheint und wir fahren mit Quads weiter Richtung Vinicunca.
Wir erreichen unser Ziel auf 5.000 Meter Höhe. Noch nie im Leben war ich so weit oben. Die Luft ist dünn, das Herz schlägt schneller. Jeder Schritt ist spürbar.
Ganz langsam kämpfen wir uns nach oben zum Aussichtspunkt.
Da stehen wir nun und ich bin so aufgeregt wie ein kleines Kind.
Oben angekommen bietet sich ein Farbenspiel, das absolut unrealistisch wirkt. Rot, Gelb, Grün, so als hätte jemand die Natur mit einem großen Pinsel angemalt.
Dieser Moment ist unvergesslich.
Dieser Ort hat uns ganz besonders fasziniert. Nicht nur landschaftlich, sondern auch emotional. Wir sind stolz, überglücklich und mir läuft eine Freudenträne über die Wange.
Tipp: Warme Kleidung, Sonnenbrille und gute Kondition sind super wichtig.
Titicacasee & La Paz – Zwischen Tradition und Realität
Der Titicacasee auf knapp 4.000 Metern strahlt enorme Ruhe aus. Die schwimmenden Inseln der Urus, der indigenen Bevölkerung, zeigen ein Leben im Einklang mit der Natur. Es ist sehr beeindruckend, wie einfach die Menschen auf den Schilfinseln leben und welchen Einblick sie uns in ihren Alltag gewähren. Mitten auf dem Wasser ist der gesamte Alltag auf das Wesentliche reduziert. Einfache Behausungen und Kochstellen, stets der Feuchtigkeit ausgesetzt. Das Familienoberhaupt erzählt uns, dass die Schilf-Boote den gleichen Stellenwert haben, wie ein Mercedes in Deutschland.
Kurz darauf erwartet uns das völlige Gegenteil: La Paz in Bolivien.
Die Stadt ist laut und lebendig. Die Häuser erstrecken sich über extreme Höhenunterschiede von 3.200 m bis 4.100 m. Seilbahnen verbinden die Viertel und bieten spektakuläre Ausblicke, sodass wir die Stadt auf diesem Weg von oben erkunden können. Das Streckennetz ist 33 Kilometer lang und ermöglicht einen komfortablen und sicheren Transport durch die Stadt.
Der Hexenmarkt ist ein ganz besonderes Erlebnis. Zunächst wirkt es fremd, aber irgendwie auch faszinierend und authentisch. Neben zahlreichen Opfergaben, z.B. Lamaföten, kann man Kräuter, Zaubertränke und Kunsthandwerk kaufen.
Tipp: Kulinarische Empfehlung ist Meerschweinchen, eine typische Delikatesse.
Santiago & Valparaíso – Kontraste in Chile
Santiago de Chile wirkt sehr modern, fast europäisch. Der Ausblick vom Aussichtspunkt bietet ein beeindruckendes Bild: moderne Hochhäuser vor den teilweise schneebedeckten Anden. Doch über der Stadt liegt ein grauer Smogschleier, der etwas nachdenklich stimmt. Die Schönheit der Natur und des Bergpanoramas mit den Folgen der Verschmutzung zu sehen, das wirkt bedrückend.
Am Abend landen wir im Taxi eines freundlichen Fahrers, der uns durch die Stadt fährt. Er begleitet uns sogar zu unserem Ziel, hat ein Auge auf uns und gibt hilfreiche Tipps. Es war ein tolles Erlebnis, das wieder gezeigt hat, es ist nicht nötig, die gleiche Sprache zu sprechen. Wir konnten uns gebrochen und mit Übersetzer-App super verständigen.
Im Viertel Barrio Lastaria tobt das Leben. Es gibt zahlreiche Restaurants, Bars und es bietet hippen Flair. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten Ceviche zu probieren oder unterschiedliche Cocktail-Variationen des berühmten Pisco Sour.
Ganz anders Valparaíso: bunt, kreativ, lebendig. Street Art ziert die Wände, kleine Cafés verstecken sich in engen Gassen. Hier fühlt sich alles entschleunigt an.
Tipp: In eines der Cafés einkehren, auf der Straße sitzen, und das Leben und die Atmosphäre genießen.
Buenos Aires – Lebensgefühl und Begegnungen
Buenos Aires ist schwer zu beschreiben, es ist ein Lebensgefühl.
Die Energie ist überall zu spüren und zeigt sich in unterschiedlichen Facetten.
Von der Plaza de Mayo geht eine solche Ruhe aus. Auf den Rasenflächen sitzen Familien und nahezu jeder malt die umliegende Landschaft. Ein Bild, das in der heutigen Zeit so selten geworden ist, dass es auffällt.
La Boca hingegen beeindruckt durch seine leuchtenden Farben und unbändige Energie. Alles ist lebendig, es gibt zahlreiche Tango Bars, die Menschen tanzen und ein Straßenmusiker spielt Musik. Künstler verkaufen ihre Werke. Die Leichtigkeit und Freude sind ansteckend und wir gehen fröhlich durch die Straßen.
Doch wir lernen auch die dunkle Seite von Buenos Aires kennen.
Wir besuchen den Friedhof Recoleta, die prestigeträchtigste Grabstätte Südamerikas. Es wirkt zunächst paradox, Eintritt für einen Friedhofsbesuch zu zahlen. Aber es lohnt sich.
Er gleicht einer Stadt aus Marmor. Gewaltige und prunkvolle Mausoleen, kunstvolle Fassaden und die Melancholie der Vergänglichkeit liegen in der Luft.
Das bekannteste Grab gehört Eva Perón, besser bekannt als Evita. Es zieht Menschen aus der ganzen Welt an.
Tipp: Unbedingt ein argentinisches Steak essen. Wir haben’s mehrfach getan.
Iguazú Wasserfälle – Die Kraft der Natur
Die Iguazú Wasserfälle gehören zu den spektakulärsten Naturerlebnissen unserer Reise. Schon das immer lauter werdende Geräusch auf dem Dschungelpfad kündigt ihre Größe an. Als wir das Ausmaß dann vor uns haben, ist es überwältigend.
Der Teufelsschlund ist der spektakulärste Teil – tosendes Wasser, spritzende Gischt, unbändige Energie. Die Wassermassen stürzen 80 Meter in die Tiefe. Hier zeigt sich ganz deutlich, wie kraftvoll Natur sein kann.
Tipp: Beide Seiten besuchen (Argentinien & Brasilien), wenn genügend Zeit ist. Sie bieten unterschiedliche Perspektiven, beide lohnen sich.
Rio de Janeiro – Ein würdiger Abschluss
Rio de Janeiro fühlt sich nach Leichtigkeit an. Die Lebensfreude ist überall spürbar. Die Sonne wärmt unsere Haut und es sind nur wenige Wolken am Himmel.
Schon die Fahrt auf den Zuckerhut ist ein Erlebnis. Oben angekommen breitet sich diese eindrucksvolle Szenerie vor uns aus: Copacabana, grüne Hügel, das glitzernde Meer und mitten darüber die berühmte Christusstatue Cristo Redentor.
Ich beginne automatisch zu grinsen. So oft habe ich diese Bilder gesehen. Und jetzt stehen wir wirklich hier.
Doch der wahre Zauber Rios liegt nicht nur in den Sehenswürdigkeiten.
Er liegt in der Musik auf den Straßen. Im Klang der Wellen an der Copacabana. In den Menschen, die tanzen, lachen und den Moment genießen.
Rio fühlt sich an wie pure Lebenslust.
Und genau so endet unsere Reise.
Mit Leichtigkeit.
Tipp: Abends an der Copacabana spazieren, die Strandkiosks besuchen, der Musik lauschen, Drinks genießen und einfach treiben lassen.
Fazit unserer Südamerika Rundreise
Unsere 3 Wochen Rundreise durch Südamerika hat uns um so Vieles bereichert.
Nicht nur wegen der spektakulären Landschaften oder weltberühmten Sehenswürdigkeiten. Sondern wegen der kleinen Momente, die uns den Atem rauben und direkt ins Herz gehen.
Es gibt unheimlich viele Kontraste.
Südamerika ist wild, herzlich und wunderschön zugleich.
Manche Orte verlässt man irgendwann wieder.
Aber die Erinnerungen daran tragen wir für immer im Herzen.
Wenn du eine Reise suchst, die dich wirklich berührt, ist Südamerika genau das Richtige.























