China Rundreise mit Yangtze

Shanghai bis Peking: Große Mauer, Pandas, Terrakotta Armee
China
Sarah Döbel
10.07.2026
5 min Lesezeit

Unsere unvergessliche China Rundreise von Shanghai bis Peking: Yangtze Kreuzfahrt, Terrakotta Armee, Pandas in Chongqing & Große Mauer. Mit Sightseeing Tipps & Highlights.

Unsere Route: Shanghai – Zhujiajiao – Yichang – Yangtze – Chongqing – Xi’an – Peking.

Diese China Rundreise verbindet bekannte Sehenswürdigkeiten mit authentischen Erlebnissen, beeindruckender Natur und vielen unvergesslichen Momenten. Von der futuristischen Skyline in Shanghai bis zur historischen Großen Mauer bei Peking erleben wir die unglaubliche Vielfalt des Landes.

Shanghai Sehenswürdigkeiten – Stadt der Zukunft & historische Altstadt

Schon bei der Ankunft in Shanghai wird klar, warum diese Metropole als eine der faszinierenden Städte der Welt gilt. Moderne Wolkenkratzer und atemberaubende Skyline, die abends zum Leben erwacht. Ein sehr beliebtes Motiv für Hochzeitsfotos.

Zunächst ungewöhnlich: viele Verbotsschilder säumen die Straßen und Wege und es gibt überall Überwachungskameras. Was zuerst unbehaglich scheint, vermittelt im Laufe der Zeit ein Gefühl von Sicherheit.

Am Abend bewundern wir die spektakuläre bunte Lichtershow entlang der Skyline.

Kontrastprogramm bietet das historische Viertel, das am Abend in ein gemütliches warmes Licht getaucht wird.

Shanghai – Zwischen Tradition und Moderne

Der Yu Garten zeigt eine ruhige Seite der Stadt. Klassische chinesische Architektur, kleine Brücken und kunstvoll angelegte Teiche bilden einen starken Kontrast zur modernen Skyline. Er ist ein sehr beliebter Ort für Fotoshootings – junge Mädchen in traditioneller Kleidung, aufwändig gestylt und begleitet von einem ganzen Kamerateam.

Im Künstlerviertel der Taikang-Straße erleben wir das kreative und lebendige Shanghai.

Tipp: Ein traditioneller Scherenschnitt ist ein einzigartiges Souvenir.

Danach folgen der berühmte Bund und die Nanjing Road. Hier zeigt sich das urbane Leben in seiner ganzen Intensität. An einem Imbiss halten wir, es wird gebrutzelt und über ein Mikro laut und schief gesungen. Pure Lebensfreude.

Zhujiajiao Wasserstadt – Das Venedig von Shanghai

Ein Ausflug nach Zhujiajiao führt in eine völlig andere Welt. Kleine Kanäle, historische Häuser und alte Steinbrücken prägen das Bild. Die Umgebung wirkt entschleunigend.

Die traditionellen Häuser sind gut erhalten, es gibt authentisch Speisen, wie Schweinefüße, ganze gebratene Wachteln oder Zongzi (Klebreis in Bambusblättern).

Schnellzug in China - Komfortable Reise von Shanghai nach Yichang

Die Fahrt mit dem Schnellzug nach Yichang ist ein echtes Highlight. Absolut diszipliniert erfolgt das Betreten des Zugs wie das Boarding an einem Flughafen. Der Bahnhof ist sauber, es gibt eine Sicherheitskontrolle, der Zug ist super pünktlich, wird während unserer 1.200 km langen Fahrt mehrfach gereinigt. Ein komfortables Erlebnis.

Yangtze – Kreuzfahrt durch die Drei Schluchten

Die Fahrt auf dem Yangtze zählt zu den eindrucksvollsten Abschnitten der Reise. Die Landschaft verändert sich ständig: hohe Felswände, dichter Nebel und weite Flussabschnitte. Ein Höhepunkt ist der Drei-Schluchten-Damm. Als größtes Wasserkraftwerk der Welt zeigt er die Dimensionen moderner Ingenieurskunst.

Es sind zwei Herzen in meiner Brust. Einerseits beeindruckende Natur, in der ich mich nebst den steilen Felswänden ganz klein fühle. Andererseits wurden viele Menschen für den Bau des Staudamms umgesiedelt, verloren ihr Zuhause. Aufgrund der Einleitung großer Mengen an Schadstoffen steigt die Kontamination.

Die Tage an Bord bieten einen weiteren Einblick in die Weite und Vielfalt der Landschaft und stimmen zugleich nachdenklich, zu welchen Lasten das Wachstum dieser Nation erfolgt.

Chongqing – Besuch der Pandas

In Chongqing entscheiden wir uns spontan für einen Besuch im Zoo – und werden mit einem ganz besonderen Erlebnis belohnt. Bei der morgendlichen Fütterung erleben wir die Pandas hautnah. Es ist ein Highlight, das zahlreiche Touristen und Einheimische anlockt. Es war ein tolles Erlebnis und wir denken oft an diesen Moment zurück.

Xi`an Sehenswürdigkeiten – Terrakotta Armee & Wildganspagode

Wir besuchen die Große Wildganspagode, die eine der bekanntesten buddhistischen Pagoden Chinas darstellt. Sie zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist Teil der alten Seidenstraße. Ein interessantes Detail: sie ist schief.

Ein weiteres Highlight ist die Terrakotta Armee: Rund 8.000 lebensgroße Figuren bewachen das Grab des ersten Kaisers von China. Kaum zu glauben, dass dies ein reiner Zufallsfund gewesen ist. Noch immer sind nicht alle Figuren ausgegraben. Auch während des Besuchs kann ich den Archäologen bei der Arbeit zusehen.

Vor allem in der größten der drei Hallen, ist es ein sehr imposantes Erlebnis, die Figuren von der Stirnseite zu betrachten. Jedes Gesicht individuell, jede Gestalt zeigt andere Details. Für einen kurzen Moment vergisst man das Gedränge und alle Geräusche um sich herum.  

Peking – Kaiserliche Geschichte und moderne Metropole

Peking verbindet kaiserliche Geschichte und moderne Großstadt. Im Sommerpalast spazieren wir durch die weiten Gartenanlagen und bewundern die kunstvoll gestaltete Anlage, die geziert wird von Brücken und Pavillons. An dem Tag ist die Stimmung mystisch, Nebel zieht sich durch die gesamte Kulisse. Dennoch ist er eine beliebte Szenerie für die traditionellen Fotoshootings.

Vom imposanten Platz des himmlischen Friedens gelangen wir zum Eingang in die Verbotene Stadt.

Glücklicherweise haben wir Eintrittskarten für die Verbotene Stadt, die im Zeichen von Yin und Yang erbaut wurde, ergattern können. Die Tickets sind nur noch limitiert erhältlich und umso größer ist unsere Freude, dieses Areal, als Sinnbild der Macht vergangener Dynastien, zu besuchen. Die Weite der Anlage und ihre prachtvollen Bestandteile sind so beeindruckend.

Tipp: Es lohnt sich die frühzeitige Planung.

Große Mauer – Ein Moment, der bleibt

Der Besuch der Chinesische Mauer gehört zu den eindrücklichsten Erlebnissen. Wir besuchen den Abschnitt Mutianyu und fahren mit dem Sessellift hinauf. Im Regen erklimmen wir die Stufen der Mauer und haben einen unglaublichen Ausblick auf das Ausmaß und die Weite der Anlage.

Geheimtipp: Der Besuch eines unrestaurierten Abschnitts der Großen Mauer bietet ein besonders authentisches Erlebnis. Stellenweise komplett von der Natur eingenommen, bewachsen mit Bäumen, Sträuchern und fernab der Touristenmassen. Ein abenteuerliches Erlebnis, das für immer im Herzen bleibt.

Fazit – China intensiv erleben

Diese China Rundreise von Shanghai bis Peking mit Yangtze Kreuzfahrt verbindet weltberühmte Sehenswürdigkeiten, Kultur und einfache Situationen des Alltags.

Kulinarisch reicht die Reise von Pekingente bis Dumplings.

Gleichzeitig bieten Parks mit kostenlosen Angeboten für Tai-Chi und Qigong ruhige Gegenpole zum hektischen Stadtleben.

Woran wir uns bis zum Schluss nicht gewöhnen konnten: Viele Orte sind dicht gefüllt und gerade an diesen hoch frequentierten Orten, werden wir immer wieder neugierig beobachtet, gefilmt, fotografiert. Es kommt immer wieder vor, dass wir nach Selfies gefragt werden oder werden offen gefilmt. Das ist sehr befremdlich, so oft Mittelpunkt des Geschehens zu sein.

Unser Fazit: China ist vielfältig, faszinierend und voller Kontraste – eine Reise, die uns viele schöne Erinnerungen beschert, die im Herzen bleiben.

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Peru

Von Lima über Machu Picchu bis Rio

Eine Rundreise durch Südamerika ist mehr als „nur ein Urlaub“. Sie ist ein Erlebnis zwischen schneebedeckten Andengipfeln, kolonialen Altstädten und tropischer Heiterkeit. Was diese Reise für uns so besonders gemacht hat: Südamerika ist vielerorts no
Sarah Döbel
10.07.2026
5 min Lesezeit

Eine Rundreise durch Südamerika ist mehr als „nur ein Urlaub“.
Sie ist ein Erlebnis zwischen schneebedeckten Andengipfeln, kolonialen Altstädten und tropischer Heiterkeit. Was diese Reise für uns so besonders gemacht hat: Südamerika ist vielerorts noch nicht überlaufen, wirkt noch sehr ursprünglich und steckt voller Energie.

Lima – Zwischen Kolonialpracht und Moderne

Unsere Reise beginnt in Lima, der Hauptstadt Perus. Hoch oben auf den Klippen des Pazifiks thront sie ikonisch und bietet wunderschöne Ausblicke.
Schon die erste Fahrt durch Lima fühlt sich an wie eine Reise zwischen zwei Welten. Moderne Fassaden stehen neben prachtvollen Kolonialbauten, dazwischen verfallene Häuser, die von längst vergangenen Zeiten erzählen.

Auf der Plaza de Armas, dem zentralen Platz in Lima, bleiben wir einfach stehen und saugen die Atmosphäre zwischen imposanten Gebäuden auf. Sie geben einem das Gefühl durch ein Museum zu wandeln. Die strahlenden Fassaden wirken so schön.

Doch es gibt auch dunkle Seiten. Im Kloster San Francisco steigen wir hinab in seine Katakomben. Das fahle Licht fällt auf die Gebeine von rund 25.000 Menschen. Plötzlich ist alles ganz still und kühl. Mit jedem Schritt steigt das Unbehagen. Mir ist beklemmend zumute.

In Miraflores dann der Kontrast: Wind vom Pazifik, salzige Luft und das Rauschen des Meeres. Der lange Flug rückt langsam in den Hintergrund und wir kommen im Hier & Jetzt an.

Tipp: Plane bewusst Zeit für Miraflores ein. Es ist perfekt geeignet, um sich vom langen Flug zu erholen und die Reise entspannt zu starten.

Cusco – Herz der Anden und Inka-Kultur

Schon der Flug nach Cusco ist spektakulär. Gewaltige Bergketten ziehen unter uns vorbei und prophezeihen, was uns erwartet.

Die Hauptstadt der Inka liegt auf 3.400 Metern Höhe und das ist sofort spürbar. Jeder Schritt kostet Kraft. Selbst Treppensteigen wird zur Herausforderung. Doch die Stadt belohnt einen für jede Anstrengung. Cusco begeistert mit einer einzigartigen Mischung aus Inka-Kultur und kolonialem Erbe. Mit Coca-Tee und etwas Geduld gewöhnen wir uns gut an die Höhe.

Die Ruinen von Sacsayhuamán (Aussprache-Tipp vom Guide: „sexy woman“) zeigen eindrucksvoll die präzise Baukunst der Inka. Am Abend sind sie ins warme Licht der untergehenden Sonne getaucht und verleihen dem Ort eine besondere Magie.

Am Abend auf der Plaza de Armas erleben wir eine ganz besondere Atmosphäre: lebhafte Musik, warmes Licht, pulsierendes Leben. Die Stimmung zieht uns sofort in ihren Bann. Wir genießen diesen lebendigen Abend in wunderschönem Panorama.

Tipp: Nimm dir Zeit, damit sich dein Körper an die Höhe gewöhnt.
Probiere unbedingt Chicha Morada und Ceviche.

Machu Picchu – Ein Moment, der bleibt

Es gibt Orte auf der Welt, die hast du schon tausend Mal auf Bildern gesehen.
Und dann kommt der Moment und du stehst plötzlich davor.

Die Reise nach Machu Picchu führt durch tiefe Täler, vorbei an Berghängen, durch dichtes Grün und kleine Orte. Und nichts bereitet dich darauf vor, wenn es soweit ist und du das Motiv auf einmal in vor dir auftauchen siehst.

Es ist ein glücklicher, fast unwirklicher Moment.
Trotz der vielen Besucher finden wir einen ruhigen Platz und setzen uns. Es verschlägt uns den Atem und lässt uns staunen. Gänsehaut am ganzen Körper. Es wirkt surreal.

Gleichzeitig wird klar, wie sensibel dieser Ort ist. Einige Bereiche sind bereits gesperrt, manche Ruinen sind beschädigt und zeigen die deutlichen Spuren des Massentourismus.

Tipp: Erlebe den Moment ganz bewusst, statt nur zu fotografieren.

Vinicunca – Der Regenbogenberg auf 5.000 Metern

Der Weg zum Regenbogenberg beginnt sehr früh bei kalten 4 Grad. In mehrere Lagen gekleidet, genießen wir die zweistündige Fahrt.
Die Landschaft wirkt zunächst ruhig und weit. Lamas und Alpakas begleiten den Weg. Fast sind wir da. Wir befinden uns mitten in einer wunderschönen Kulisse aus Bergketten. Die Sonne scheint und wir fahren mit Quads weiter Richtung Vinicunca.
Wir erreichen unser Ziel auf 5.000 Meter Höhe. Noch nie im Leben war ich so weit oben. Die Luft ist dünn, das Herz schlägt schneller. Jeder Schritt ist spürbar.
Ganz langsam kämpfen wir uns nach oben zum Aussichtspunkt.
Da stehen wir nun und ich bin so aufgeregt wie ein kleines Kind.
Oben angekommen bietet sich ein Farbenspiel, das absolut unrealistisch wirkt. Rot, Gelb, Grün, so als hätte jemand die Natur mit einem großen Pinsel angemalt.
Dieser Moment ist unvergesslich.
Dieser Ort hat uns ganz besonders fasziniert. Nicht nur landschaftlich, sondern auch emotional. Wir sind stolz, überglücklich und mir läuft eine Freudenträne über die Wange.

Tipp: Warme Kleidung, Sonnenbrille und gute Kondition sind super wichtig.

Titicacasee & La Paz – Zwischen Tradition und Realität

Der Titicacasee auf knapp 4.000 Metern strahlt enorme Ruhe aus. Die schwimmenden Inseln der Urus, der indigenen Bevölkerung, zeigen ein Leben im Einklang mit der Natur. Es ist sehr beeindruckend, wie einfach die Menschen auf den Schilfinseln leben und welchen Einblick sie uns in ihren Alltag gewähren. Mitten auf dem Wasser ist der gesamte Alltag auf das Wesentliche reduziert. Einfache Behausungen und Kochstellen, stets der Feuchtigkeit ausgesetzt. Das Familienoberhaupt erzählt uns, dass die Schilf-Boote den gleichen Stellenwert haben, wie ein Mercedes in Deutschland.

Kurz darauf erwartet uns das völlige Gegenteil: La Paz in Bolivien.
Die Stadt ist laut und lebendig. Die Häuser erstrecken sich über extreme Höhenunterschiede von 3.200 m bis 4.100 m. Seilbahnen verbinden die Viertel und bieten spektakuläre Ausblicke, sodass wir die Stadt auf diesem Weg von oben erkunden können. Das Streckennetz ist 33 Kilometer lang und ermöglicht einen komfortablen und sicheren Transport durch die Stadt.

Der Hexenmarkt ist ein ganz besonderes Erlebnis. Zunächst wirkt es fremd, aber irgendwie auch faszinierend und authentisch. Neben zahlreichen Opfergaben, z.B. Lamaföten, kann man Kräuter, Zaubertränke und Kunsthandwerk kaufen.

Tipp: Kulinarische Empfehlung ist Meerschweinchen, eine typische Delikatesse.

Santiago & Valparaíso – Kontraste in Chile

Santiago de Chile wirkt sehr modern, fast europäisch. Der Ausblick vom Aussichtspunkt bietet ein beeindruckendes Bild: moderne Hochhäuser vor den teilweise schneebedeckten Anden. Doch über der Stadt liegt ein grauer Smogschleier, der etwas nachdenklich stimmt. Die Schönheit der Natur und des Bergpanoramas mit den Folgen der Verschmutzung zu sehen, das wirkt bedrückend.

Am Abend landen wir im Taxi eines freundlichen Fahrers, der uns durch die Stadt fährt. Er begleitet uns sogar zu unserem Ziel, hat ein Auge auf uns und gibt hilfreiche Tipps. Es war ein tolles Erlebnis, das wieder gezeigt hat, es ist nicht nötig, die gleiche Sprache zu sprechen. Wir konnten uns gebrochen und mit Übersetzer-App super verständigen.

Im Viertel Barrio Lastaria tobt das Leben. Es gibt zahlreiche Restaurants, Bars und es bietet hippen Flair. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten Ceviche zu probieren oder unterschiedliche Cocktail-Variationen des berühmten Pisco Sour.

Ganz anders Valparaíso: bunt, kreativ, lebendig. Street Art ziert die Wände, kleine Cafés verstecken sich in engen Gassen. Hier fühlt sich alles entschleunigt an.

Tipp: In eines der Cafés einkehren, auf der Straße sitzen, und das Leben und die Atmosphäre genießen.

Buenos Aires – Lebensgefühl und Begegnungen

Buenos Aires ist schwer zu beschreiben, es ist ein Lebensgefühl.
Die Energie ist überall zu spüren und zeigt sich in unterschiedlichen Facetten.

Von der Plaza de Mayo geht eine solche Ruhe aus. Auf den Rasenflächen sitzen Familien und nahezu jeder malt die umliegende Landschaft. Ein Bild, das in der heutigen Zeit so selten geworden ist, dass es auffällt.
La Boca hingegen beeindruckt durch seine leuchtenden Farben und unbändige Energie. Alles ist lebendig, es gibt zahlreiche Tango Bars, die Menschen tanzen und ein Straßenmusiker spielt Musik. Künstler verkaufen ihre Werke. Die Leichtigkeit und Freude sind ansteckend und wir gehen fröhlich durch die Straßen.

Doch wir lernen auch die dunkle Seite von Buenos Aires kennen.
Wir besuchen den Friedhof Recoleta, die prestigeträchtigste Grabstätte Südamerikas. Es wirkt zunächst paradox, Eintritt für einen Friedhofsbesuch zu zahlen. Aber es lohnt sich.
Er gleicht einer Stadt aus Marmor. Gewaltige und prunkvolle Mausoleen, kunstvolle Fassaden und die Melancholie der Vergänglichkeit liegen in der Luft.
Das bekannteste Grab gehört Eva Perón, besser bekannt als Evita. Es zieht Menschen aus der ganzen Welt an.

Tipp: Unbedingt ein argentinisches Steak essen. Wir haben’s mehrfach getan.

Iguazú Wasserfälle – Die Kraft der Natur

Die Iguazú Wasserfälle gehören zu den spektakulärsten Naturerlebnissen unserer Reise. Schon das immer lauter werdende Geräusch auf dem Dschungelpfad kündigt ihre Größe an. Als wir das Ausmaß dann vor uns haben, ist es überwältigend.
Der Teufelsschlund ist der spektakulärste Teil – tosendes Wasser, spritzende Gischt, unbändige Energie. Die Wassermassen stürzen 80 Meter in die Tiefe. Hier zeigt sich ganz deutlich, wie kraftvoll Natur sein kann.

Tipp: Beide Seiten besuchen (Argentinien & Brasilien), wenn genügend Zeit ist. Sie bieten unterschiedliche Perspektiven, beide lohnen sich.

Rio de Janeiro – Ein würdiger Abschluss

Rio de Janeiro fühlt sich nach Leichtigkeit an. Die Lebensfreude ist überall spürbar. Die Sonne wärmt unsere Haut und es sind nur wenige Wolken am Himmel.

Schon die Fahrt auf den Zuckerhut ist ein Erlebnis. Oben angekommen breitet sich diese eindrucksvolle Szenerie vor uns aus: Copacabana, grüne Hügel, das glitzernde Meer und mitten darüber die berühmte Christusstatue Cristo Redentor.
Ich beginne automatisch zu grinsen. So oft habe ich diese Bilder gesehen. Und jetzt stehen wir wirklich hier.

Doch der wahre Zauber Rios liegt nicht nur in den Sehenswürdigkeiten.
Er liegt in der Musik auf den Straßen. Im Klang der Wellen an der Copacabana. In den Menschen, die tanzen, lachen und den Moment genießen.
Rio fühlt sich an wie pure Lebenslust.
Und genau so endet unsere Reise.
Mit Leichtigkeit.

Tipp: Abends an der Copacabana spazieren, die Strandkiosks besuchen, der Musik lauschen, Drinks genießen und einfach treiben lassen.

Fazit unserer Südamerika Rundreise

Unsere 3 Wochen Rundreise durch Südamerika hat uns um so Vieles bereichert.

Nicht nur wegen der spektakulären Landschaften oder weltberühmten Sehenswürdigkeiten. Sondern wegen der kleinen Momente, die uns den Atem rauben und direkt ins Herz gehen.

Es gibt unheimlich viele Kontraste.
Südamerika ist wild, herzlich und wunderschön zugleich.

Manche Orte verlässt man irgendwann wieder.
Aber die Erinnerungen daran tragen wir für immer im Herzen.

Wenn du eine Reise suchst, die dich wirklich berührt, ist Südamerika genau das Richtige.

Indien

Rundreise zu Nordindiens Highlights

Indien Rundreise: Rajasthan zwischen Kultur, Chaos und Magie Unsere Rundreise durch Indien führte uns durch Rajasthan und den Norden des Landes. Die Route beinhaltete große Städte, Wüste, Paläste und bedeutende Sehenswürdigkeiten wie das Taj Mahal. E
Sarah Döbel
10.07.2026
5 min Lesezeit

Indien Rundreise: Rajasthan zwischen Kultur, Chaos und Magie

Unsere Rundreise durch Indien führte uns durch Rajasthan und den Norden des Landes.

Die Route beinhaltete große Städte, Wüste, Paläste und bedeutende Sehenswürdigkeiten wie das Taj Mahal. Es war eine Reise voller Kontraste. Indien ist laut, bunt, überwältigend und bietet zudem Momente, die einen still werden lassen.

Delhi: Start der Indien Rundreise mit historischen Sehenswürdigkeiten

In Delhi begann die Rajasthan Rundreise Route mit einem direkten Einblick in die Vielfalt der Hauptstadt. Bauwerke wie das India Gate und die rote Sandsteinmoschee Jama Masjid zeigen die kulturelle und historische Bedeutung der Stadt. Der Kontrast zwischen Neu-Delhi und Alt-Delhi war deutlich zu erkennen. Breite Straßen treffen auf enge Gassen und lebendiges Treiben.

Mandawa und Shekhawati: Havelis und kunstvolle Fassaden

Die Region Shekhawati ist bekannt für ihre bemalten Havelis. Havelis sind palastartige, traditionelle Wohnhäuser. Sie zeichnen sich durch kunstvolle Fresken, geschnitzte Fassaden und Innenhöfe aus.

Zum Sonnenuntergang zeigte sich die Landschaft in warmen Farben.

Heritage Hotels in Rajasthan: Paläste und historische Unterkünfte

Schon die besonderen Unterkünfte, die Heritage Hotels, waren ein Erlebnis. Viele von ihnen waren einst Havelis. Die kunstvollen Details der Paläste, die Verzierungen, Innenhöfe und Säle fühlten sich an wie eine Reise in eine andere, längst vergangene Zeit.

Dieses besondere Ambiente fühlte sich zauberhaft an. Ich konnte mich an den Details nicht satt sehen und entdecke noch heute auf den Bildern immer wieder Neues.

Bikaner und Gajner: Wüste, Kamel und Galaabend unter Sternenhimmel

Ein Moment ist mir besonders in Erinnerung geblieben. In Gajner fuhren wir im Kamelwagen in die Wüste zum Gala Abendessen. Über uns thronte der Sternenhimmel. Vor uns traditionelle Musik und Tanz. Dazu gab es typisches Essen. Die Atmosphäre war fröhlich und es gab ein schönes Feuerwerk als krönenden Abschluss. Es war einer dieser Augenblicke, die ich in mir aufsauge.

Jodhpur: Mehrangarh Fort und die blaue Stadt

Jodhpur wird auch als „Blaue Stadt“ bezeichnet. Hoch über der Stadt thront das Mehrangarh Fort.

Die Anlage ist eine der eindrucksvollsten Festungen Rajasthans.

Ranakpur Tempel und Udaipur: Marmorarchitektur und Seen

Der Jain-Tempel in Ranakpur ist bekannt für seine 1.444 Marmorsäulen, die alle unterschiedlich gestaltet sind.

Das Highlight in Udaipur sind der Pichola-See und der Stadtpalast. Sie prägen das Bild und vermitteln Ruhe und Anmut. Das luxuriöse, weiße Marmorhotel mitten im Pichola-See diente im Bond-Film „Octopussy“ als das Versteck derselbigen Figur.

Jaipur: Pink City, Amber Fort und Begegnung mit Elefanten in Rajasthan

Jaipur ist bekannt als „Pink City“, da die wichtigsten Sehenswürdigkeiten diese Farbe tragen.

Ein kleiner persönlicher Wunsch von mir ging ebenfalls in Erfüllung. Auf dem Weg zum Amber Fort begegnete uns ein Elefant. Das Universum meinte es gut mit mir.

Das war ein kleiner und dennoch ganz großer Moment für mich.

Der imposante Palast der Winde beeindruckte uns sowohl am Abend, wunderbar beleuchtet, als auch am nächsten Tag im strahlenden Sonnenschein. Gefertigt aus rotem und rosa Sandstein diente er den Haremsdamen, die pompösen Festumzüge zu betrachten, ohne selbst gesehen zu werden.

Taj Mahal: Sonnenuntergang und Besuch eines Weltwunders

Der emotionalste Moment der Reise war der Besuch des Taj Mahal in Agra. Am Abend besuchten wir den Park auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses und blieben zum Sonnenuntergang. Als die blaue Stunde einsetzte, wirkte das Bauwerk fast unwirklich.

Am nächsten Morgen besuchten wir es bei strahlendem Sonnenschein erneut und der weiße Marmor reflektierte das Licht.

Da mussten wir uns gegenseitig kneifen, um zu realisieren, dass wir das wahrhaftig erleben.

Vor diesem Weltwunder zu stehen, war ein sehr bewegender Moment.

Klarer Tipp beim Taj Mahal Besuch: abends und vormittags.

Indischer Verkehr: Chaos, Regeln und Alltag auf den Straßen

Indien hat mich aber auch zum Staunen gebracht. Den Verkehr kann man kaum beschreiben. Auf einer fünfspurigen Straße fuhren sechs Autos, dazu Mopeds und Fahrräder. Außerdem laufen die heiligen Kühe kreuz und quer. Alles gleichzeitig, teilweise sogar in unterschiedliche Richtungen. Es wirkte chaotisch, aber irgendwie funktionierte es.

Für uns unvorstellbar!

Umwelt in Indien: Müllproblematik und Eindrücke vor Ort

Betroffen gemacht, hat mich die Müllproblematik. Ein Bild, welches sich bei mir im Gedächtnis eingebrannt hat: Eine Kuh, die mitten im Müll stand und Papier fraß. Dieses Thema begegnete uns in vielen Regionen. Es gehört zur Realität vor Ort.

Indien Rundreise Fazit: Kontraste zwischen Armut, Kultur und Schönheit

Als Fazit kann man sagen, dass diese Reise voller Gegensätze war.

Auf der einen Seite prachtvolle Paläste und andererseits große Armut. Ruhe in der Wüste und pulsierender Verkehr in den Städten. Genau diese Vielfalt und diese Gegensätze haben Indien für mich so besonders gemacht.

Italien

Italiens Süden: Küstenorte, Kultur und Genuss

Apulien Rundreise: Zwischen Küsten, Kultur und Kulinarik Unsere Rundreise im Süden Italiens begann in Bari, wo wir sehr unkompliziert unseren Mietwagen am Flughafen übernahmen. Kaum unterwegs, zeigte sich schnell, wie abwechslungsreich diese Region i
Sarah Döbel
10.07.2026
5 min Lesezeit

Apulien Rundreise: Zwischen Küsten, Kultur und Kulinarik

Unsere Rundreise im Süden Italiens begann in Bari, wo wir sehr unkompliziert unseren Mietwagen am Flughafen übernahmen. Kaum unterwegs, zeigte sich schnell, wie abwechslungsreich diese Region ist. Küstenorte, historische Städte und kulinarische Erlebnisse wechseln sich auf kurzer Strecke ab.

Bari: Start der 10-Tage Apulien Rundreise mit dem Mietwagen

Bari eignet sich gut als Ausgangspunkt. Flughafen, Mietwagenstationen und die Lage machen den Start in den Urlaub unkompliziert.

Polignano a Mare: Klippen, türkisblaues Meer und berühmter Stadtstrand

Erster Halt war Polignano a Mare, ein wunderschönes Küstenstädtchen. Steile Klippen, türkisfarbenes Wasser und eine Altstadt mit engen Gassen. Der malerische Stadtstrand, umrahmt von steilen Klippen und der Altstadt, ist ein beliebter Spot und längst kein Geheimtipp mehr.

Wir ließen uns treiben, entdeckten kleine Plätze und genossen die entspannte Atmosphäre.

Monopoli: Hafenstadt mit Altstadtflair und Sonnenuntergang am Meer          

Weiter ging es nach Monopoli. Eine Hafenstadt, die ruhig wirkt und gleichzeitig lebendig ist. Am Abend saßen wir am Wasser und beobachteten, wie die Sonne langsam unterging und alles in herrlich warmes Licht tauchte.

Alberobello: Trulli-Häuser und UNESCO-Weltkulturerbe in Apulien

In Alberobello änderte sich das Bild komplett. Überall Trulli. Kleine, weiße Rundhäuser mit ihren markanten Dächern. Früher dienten sie als einfache Unterkünfte, heute findet man zahlreiche Läden, Restaurants und Ferienhäuser darin.

Ostuni: Die weiße Stadt und typische Spezialitäten

Ostuni begrüßte uns strahlend weiß. Die Stadt liegt erhöht, umgeben von Olivenhainen.

Als wir in die Stadt  einfahren, taucht die Sonne sie mit ihren weißen Häusern in strahlendes Licht. Die Gassen sind verwinkelt, es geht ständig bergauf und bergab. Zwischendurch gönnten wir uns warmes Pasticciotto – ein typisch italienisches Feingebäck mit Vanillecreme – direkt aus dem Ofen.

Dazu gab es, aus den zahlreichen kreativen Spritz-Variationen, einen Ostuni Spritz.

Lecce: Barockstadt und Sehenswürdigkeiten im „Florenz des Südens“

Lecce besticht mit seinem barocken Flair. Die Stadt wirkt elegant und trägt den Spitznamen „Florenz des Südens“. Wir probierten den typischen „Caffè Leccese“, Espresso mit Mandelsirup und Eis. Eine erfrischende Kombination. Im Restaurant  „La Bottega del Corso“ wurden wir herzlich empfangen, konnten draußen sitzen,  die Atmosphäre der Stadt genießen und haben typische regionale Spezialitäten gegessen. In diesen liebevoll angerichteten Delikatessen zeigte sich Apuliens Essen ganz besonders.

Geheimtipp: Bruschetta und Taglieri.

Gallipoli: Altstadt am Meer und Geheimtipps an der ionischen Küste

Nach so viel Genuss fuhren wir weiter nach Gallipoli, der „Perle des Ionischen Meeres“. Mitten in der Altstadt   fanden wir einen kleinen Laden voller Weihnachtsdekoration. Bei 30 Grad, in kurzen Hosen, ließen wir uns auf diese unverhoffte Weihnachtswelt ein.

Manduria: Primitivo-Wein, Weingüter und besondere Erlebnisse

In Manduria drehte sich alles um Wein. Primitivo. Im Museum erfuhren wir mehr über die Geschichte. Besonders blieb die Wein-Tankstelle im Kopf. Zapfpistole statt Flasche. Es herrschte reges Treiben und am Ende lag ein 3-Liter-Kanister auch in unserem Kofferraum.

Tarent (oder Taranto): Historische Altstadt zwischen Verfall und Geschichte

Tarent wirkte anders. Die Altstadt liegt auf einer Insel, ist aber sichtbar vom Verfall geprägt. Es ist deutlich weniger touristisch geprägt. In den schmalen Gassen finden sich viele unbewohnte Häuser, die unbewohnt sind und deren Überreste von Street Art geziert werden. Ein beklemmendes Gefühl.

Matera: Sassi-Höhlen, UNESCO-Weltkulturerbe und einzigartige Felsenstadt

Am Abend erreichten wir die Höhlenstadt Matera. Die Felsenstadt mit ihren Höhlenwohnungen, den „Sassi“,  beeindruckt sofort. Im Abendlicht wurde diese besondere Kulisse in ein herrliches Licht getaucht, deren Anblick wir beim Essen genossen. Wir bestellten eine typische Spezialität aus Apulien: „Orecchiette alla materana“ – Öhrchennudeln mit Tomaten, Lammfleisch, Mozzarella, Pecorino-Käse und Olivenöl.

Am nächsten Tag besichtigten wir eine original eingerichtete Felsenwohnung. Auf kleinem Raum war alles untergebracht. Wohnen, Schlafen, Arbeiten. Alles sehr kompakt, auf engem Raum. Es wirkte beklemmend, da bedingt durch die Bauweise, nur wenig Licht ins Innere fiel.

Trani: Mittelalterliche Altstadt, Hafen und kulinarische Highlights

In Trani fühlten wir uns ins Mittelalter zurückversetzt. Der Hafen, die Altstadt, das Leben auf den Plätzen. In einem kleinen Restaurant „Mandolino“ wurden wir sehr herzlich empfangen und bestens vom Inhaber und seiner Frau kulinarisch versorgt.

Typische Spezialitäten und frische Meeresfrüchte gekrönt von einer sommerlich leichten Weinbegleitung.

Monte Sant’Angelo: Gargano Nationalpark und die berühmte Grottenkirche

Monte Sant’Angelo lag hoch oben am Gargano Nationalpark. Wir besuchten die Grottenkirche und konnten einer Messe beiwohnen. Die Stimmung war ruhig, andächtig und einnehmend.

Vieste: Strände, Buchten und Natur im Gargano Nationalpark

Zum Abschluss ging es nach Vieste. Sie bietet kilometerlange Strände, idyllische Buchten und einen majestätischen Kalkstein-Monolith. Es boten sich viele wunderschöne Ausblicke auf das Meer, die einem Postkartenmotiv gleichen. Es gibt wunderbare Orte, um einzukehren, einen leckeren Wein zu trinken und einfach nur die Aussicht zu genießen. Ein passender Abschluss, um alle Erlebnisse unserer Rundreise durch Apulien sacken zu lassen.

Apulien Rundreise Fazit: Vielfalt, Genuss und mediterranes Lebensgefühl

Apulien zeigte viele Gesichter. Abwechslungsreiche Landschaften, viel Kultur und zahlreiche kulinarische Entdeckungen. Die Route eignet sich gut für eine Rundreise mit dem Mietwagen für etwa 7-10 Tage.

Für uns war es eine entspannte Auszeit mit mediterranem Lebensgefühl.

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