China Rundreise mit Yangtze

Shanghai bis Peking: Große Mauer, Pandas, Terrakotta Armee
Sarah Döbel
07.04.2026
5 min Lesezeit

Unsere unvergessliche China Rundreise von Shanghai bis Peking: Yangtze Kreuzfahrt, Terrakotta Armee, Pandas in Chongqing & Große Mauer. Mit Sightseeing Tipps & Highlights.

Unsere Route: Shanghai – Zhujiajiao – Yichang – Yangtze – Chongqing – Xi’an – Peking.

Diese China Rundreise verbindet bekannte Sehenswürdigkeiten mit authentischen Erlebnissen, beeindruckender Natur und vielen unvergesslichen Momenten. Von der futuristischen Skyline in Shanghai bis zur historischen Großen Mauer bei Peking erleben wir die unglaubliche Vielfalt des Landes. 

Shanghai Sehenswürdigkeiten – Stadt der Zukunft & historische Altstadt

Schon bei der Ankunft in Shanghai wird klar, warum diese Metropole als eine der faszinierenden Städte der Welt gilt. Moderne Wolkenkratzer und atemberaubende Skyline, die abends zum Leben erwacht. Ein sehr beliebtes Motiv für Hochzeitsfotos.

Zunächst ungewöhnlich: viele Verbotsschilder säumen die Straßen und Wege und es gibt überall Überwachungskameras. Was zuerst unbehaglich scheint, vermittelt im Laufe der Zeit ein Gefühl von Sicherheit. 

Am Abend bewundern wir die spektakuläre bunte Lichtershow entlang der Skyline. 
Kontrastprogramm bietet das historische Viertel, das am Abend in ein gemütliches warmes Licht getaucht wird. 

Shanghai – Zwischen Tradition und Moderne

Der Yu Garten zeigt eine ruhige Seite der Stadt. Klassische chinesische Architektur, kleine Brücken und kunstvoll angelegte Teiche bilden einen starken Kontrast zur modernen Skyline. Er ist ein sehr beliebter Ort für Fotoshootings – junge Mädchen in traditioneller Kleidung, aufwändig gestylt und begleitet von einem ganzen Kamerateam. 

Im Künstlerviertel der Taikang-Straße erleben wir das kreative und lebendige Shanghai. 
Tipp: Ein traditioneller Scherenschnitt ist ein einzigartiges Souvenir.
Danach folgen der berühmte Bund und die Nanjing Road. Hier zeigt sich das urbane Leben in seiner ganzen Intensität. An einem Imbiss halten wir, es wird gebrutzelt und über ein Mikro laut und schief gesungen. Pure Lebensfreude.

Zhujiajiao Wasserstadt – Das Venedig von Shanghai

Ein Ausflug nach Zhujiajiao führt in eine völlig andere Welt. Kleine Kanäle, historische Häuser und alte Steinbrücken prägen das Bild. Die Umgebung wirkt entschleunigend. 

Die traditionellen Häuser sind gut erhalten, es gibt authentisch Speisen, wie Schweinefüße, ganze gebratene Wachteln oder Zongzi (Klebreis in Bambusblättern).

Schnellzug in China - Komfortable Reise von Shanghai nach Yichang

Die Fahrt mit dem Schnellzug nach Yichang ist ein echtes Highlight. Absolut diszipliniert erfolgt das Betreten des Zugs wie das Boarding an einem Flughafen. Der Bahnhof ist sauber, es gibt eine Sicherheitskontrolle, der Zug ist super pünktlich, wird während unserer 1.200 km langen Fahrt mehrfach gereinigt. Ein komfortables Erlebnis.

Yangtze – Kreuzfahrt durch die Drei Schluchten

Die Fahrt auf dem Yangtze zählt zu den eindrucksvollsten Abschnitten der Reise. Die Landschaft verändert sich ständig: steile Felswände, dichter Nebel und weite Flussabschnitte.
Ein Höhepunkt ist der Drei-Schluchten-Damm. Als größtes Wasserkraftwerk der Welt zeigt er die Dimensionen moderner Ingenieurskunst.
Die Tage an Bord bieten einen weiteren Einblick in die Weite und Vielfalt der Landschaft.

Chongqing – Besuch der Pandas

In Chongqing entscheiden wir uns spontan für einen Besuch im Zoo – und werden mit einem ganz besonderen Erlebnis belohnt. Bei der morgendlichen Fütterung erleben wir die Pandas hautnah. Es ist ein Highlight, das zahlreiche Touristen und Einheimische anlockt. Es war ein tolles Erlebnis und wir denken oft an diesen Moment zurück.

Xi`an Sehenswürdigkeiten – Terrakotta Armee & Wildganspagode

Wir besuchen die Große Wildganspagode, die eine der bekanntesten buddhistischen Pagoden Chinas darstellt. Sie zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist Teil der alten Seidenstraße. 

Ein weiteres Highlight ist die Terrakotta Armee: Rund 8.000 lebensgroße Figuren bewachen das Grab des ersten Kaisers von China. Kaum zu glauben, dass dies ein reiner Zufallsfund gewesen ist. Noch immer sind nicht alle Figuren ausgegraben – ein faszinierender Einblick in die Archäologie.
Nach wie vor sind noch immer nicht alle Figuren ausgegraben oder restauriert. 

Peking – Kaiserliche Geschichte und moderne Metropole

Peking verbindet kaiserliche Geschichte und moderne Großstadt. Im Sommerpalast spazieren wir durch die weiten Gartenanlagen und bewundern die kunstvolle Architektur.

Vom imposanten Platz des himmlischen Friedens gelangen wir zum Eingang in die Verbotene Stadt.
Glücklicherweise haben wir Eintrittskarten für die Verbotene Stadt, die im Zeichen von Yin und Yang erbaut wurde, ergattern können. Die Tickets sind nur noch limitiert erhältlich und umso größer ist unsere Freude, dieses Areal, als Sinnbild der Macht vergangener Dynastien, zu besuchen. Die Weite der Anlage und ihre prachtvollen Bestandteile sind so beeindruckend.
Tipp: Es lohnt sich die frühzeitige Planung.

Große Mauer – Ein Moment, der bleibt

Der Besuch der Chinesische Mauer gehört zu den eindrücklichsten Erlebnissen. Wir besuchen den Abschnitt Mutianyu und fahren mit dem Sessellift hinauf. Im Regen erklimmen wir die Stufen der Mauer und haben einen unglaublichen Ausblick auf das Ausmaß und die Weite der Anlage.
Geheimtipp: Der Besuch eines unrestaurierten Abschnitts der Großen Mauer bietet ein besonders authentisches Erlebnis. Stellenweise komplett von der Natur eingenommen, bewachsen mit Bäumen, Sträuchern und fernab der Touristenmassen. Ein abenteuerliches Erlebnis, das für immer im Herzen bleibt. 

Fazit – China intensiv erleben

Diese China Rundreise von Shanghai bis Peking mit Yangtze Kreuzfahrt verbindet weltberühmte Sehenswürdigkeiten, Kultur und einfache Situationen des Alltags. 

Kulinarisch reicht die Reise von Pekingente bis Dumplings.

Gleichzeitig bieten Parks mit kostenlosen Angeboten für Tai-Chi und Qigong ruhige Gegenpole zum hektischen Stadtleben.

Woran wir uns bis zum Schluss nicht gewöhnen konnten: Viele Orte sind dicht gefüllt und gerade an diesen hoch frequentierten Orten, werden wir immer wieder neugierig beobachtet, gefilmt, fotografiert. Es kommt immer wieder vor, dass wir nach Selfies gefragt werden oder werden offen gefilmt. Das ist sehr befremdlich, so oft Mittelpunkt des Geschehens zu sein.

Unser Fazit: China ist vielfältig, faszinierend und voller Kontraste – eine Reise, die uns viele schöne Erinnerungen beschert, die im Herzen bleiben.

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Rundreise zu Nordindiens Highlights

Indien Rundreise: Rajasthan zwischen Kultur, Chaos und Magie Unsere Rundreise durch Indien führte uns durch Rajasthan und den Norden des Landes. Die Route beinhaltete große Städte, Wüste, Paläste und bedeutende Sehenswürdigkeiten wie das Taj Mahal. E
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Sarah Döbel
07.04.2026
5 min Lesezeit

Indien Rundreise: Rajasthan zwischen Kultur, Chaos und Magie

Unsere Rundreise durch Indien führte uns durch Rajasthan und den Norden des Landes.

Die Route beinhaltete große Städte, Wüste, Paläste und bedeutende Sehenswürdigkeiten wie das Taj Mahal. Es war eine Reise voller Kontraste. Indien ist laut, bunt, überwältigend und bietet zudem Momente, die einen still werden lassen.

Delhi: Start der Indien Rundreise mit historischen Sehenswürdigkeiten

In Delhi begann die Rajasthan Rundreise Route mit einem direkten Einblick in die Vielfalt der Hauptstadt. Bauwerke wie das India Gate und die rote Sandsteinmoschee Jama Masjid zeigen die kulturelle und historische Bedeutung der Stadt. Der Kontrast zwischen Neu-Delhi und Alt-Delhi war deutlich zu erkennen. Breite Straßen treffen auf enge Gassen und lebendiges Treiben.

Mandawa und Shekhawati: Havelis und kunstvolle Fassaden

Die Region Shekhawati ist bekannt für ihre bemalten Havelis. Havelis sind palastartige, traditionelle Wohnhäuser. Sie zeichnen sich durch kunstvolle Fresken, geschnitzte Fassaden und Innenhöfe aus.

Zum Sonnenuntergang zeigte sich die Landschaft in warmen Farben.

Heritage Hotels in Rajasthan: Paläste und historische Unterkünfte

Schon die besonderen Unterkünfte, die Heritage Hotels, waren ein Erlebnis. Viele von ihnen waren einst Havelis. Die kunstvollen Details der Paläste, die Verzierungen, Innenhöfe und Säle fühlten sich an wie eine Reise in eine andere, längst vergangene Zeit.

Dieses besondere Ambiente fühlte sich zauberhaft an. Ich konnte mich an den Details nicht satt sehen und entdecke noch heute auf den Bildern immer wieder Neues.

Bikaner und Gajner: Wüste, Kamel und Galaabend unter Sternenhimmel

Ein Moment ist mir besonders in Erinnerung geblieben. In Gajner fuhren wir im Kamelwagen in die Wüste zum Gala Abendessen. Über uns thronte der Sternenhimmel. Vor uns traditionelle Musik und Tanz. Dazu gab es typisches Essen. Die Atmosphäre war fröhlich und es gab ein schönes Feuerwerk als krönenden Abschluss. Es war einer dieser Augenblicke, die ich in mir aufsauge.

Jodhpur: Mehrangarh Fort und die blaue Stadt

Jodhpur wird auch als „Blaue Stadt“ bezeichnet. Hoch über der Stadt thront das Mehrangarh Fort.

Die Anlage ist eine der eindrucksvollsten Festungen Rajasthans.

Ranakpur Tempel und Udaipur: Marmorarchitektur und Seen

Der Jain-Tempel in Ranakpur ist bekannt für seine 1.444 Marmorsäulen, die alle unterschiedlich gestaltet sind.

Das Highlight in Udaipur sind der Pichola-See und der Stadtpalast. Sie prägen das Bild und vermitteln Ruhe und Anmut. Das luxuriöse, weiße Marmorhotel mitten im Pichola-See diente im Bond-Film „Octopussy“ als das Versteck derselbigen Figur.

Jaipur: Pink City, Amber Fort und Begegnung mit Elefanten in Rajasthan

Jaipur ist bekannt als „Pink City“, da die wichtigsten Sehenswürdigkeiten diese Farbe tragen.

Ein kleiner persönlicher Wunsch von mir ging ebenfalls in Erfüllung. Auf dem Weg zum Amber Fort begegnete uns ein Elefant. Das Universum meinte es gut mit mir.

Das war ein kleiner und dennoch ganz großer Moment für mich.

Der imposante Palast der Winde beeindruckte uns sowohl am Abend, wunderbar beleuchtet, als auch am nächsten Tag im strahlenden Sonnenschein. Gefertigt aus rotem und rosa Sandstein diente er den Haremsdamen, die pompösen Festumzüge zu betrachten, ohne selbst gesehen zu werden.

Taj Mahal: Sonnenuntergang und Besuch eines Weltwunders

Der emotionalste Moment der Reise war der Besuch des Taj Mahal in Agra. Am Abend besuchten wir den Park auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses und blieben zum Sonnenuntergang. Als die blaue Stunde einsetzte, wirkte das Bauwerk fast unwirklich.

Am nächsten Morgen besuchten wir es bei strahlendem Sonnenschein erneut und der weiße Marmor reflektierte das Licht.

Da mussten wir uns gegenseitig kneifen, um zu realisieren, dass wir das wahrhaftig erleben.

Vor diesem Weltwunder zu stehen, war ein sehr bewegender Moment.

Klarer Tipp beim Taj Mahal Besuch: abends und vormittags.

Indischer Verkehr: Chaos, Regeln und Alltag auf den Straßen

Indien hat mich aber auch zum Staunen gebracht. Den Verkehr kann man kaum beschreiben. Auf einer fünfspurigen Straße fuhren sechs Autos, dazu Mopeds und Fahrräder. Außerdem laufen die heiligen Kühe kreuz und quer. Alles gleichzeitig, teilweise sogar in unterschiedliche Richtungen. Es wirkte chaotisch, aber irgendwie funktionierte es.

Für uns unvorstellbar!

Umwelt in Indien: Müllproblematik und Eindrücke vor Ort

Betroffen gemacht, hat mich die Müllproblematik. Ein Bild, welches sich bei mir im Gedächtnis eingebrannt hat: Eine Kuh, die mitten im Müll stand und Papier fraß. Dieses Thema begegnete uns in vielen Regionen. Es gehört zur Realität vor Ort.

Indien Rundreise Fazit: Kontraste zwischen Armut, Kultur und Schönheit

Als Fazit kann man sagen, dass diese Reise voller Gegensätze war.

Auf der einen Seite prachtvolle Paläste und andererseits große Armut. Ruhe in der Wüste und pulsierender Verkehr in den Städten. Genau diese Vielfalt und diese Gegensätze haben Indien für mich so besonders gemacht.

Italiens Süden: Küstenorte, Kultur und Genuss

Apulien Rundreise: Zwischen Küsten, Kultur und Kulinarik Unsere Rundreise im Süden Italiens begann in Bari, wo wir sehr unkompliziert unseren Mietwagen am Flughafen übernahmen. Kaum unterwegs, zeigte sich schnell, wie abwechslungsreich diese Region i
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Sarah Döbel
07.04.2026
5 min Lesezeit

Apulien Rundreise: Zwischen Küsten, Kultur und Kulinarik

Unsere Rundreise im Süden Italiens begann in Bari, wo wir sehr unkompliziert unseren Mietwagen am Flughafen übernahmen. Kaum unterwegs, zeigte sich schnell, wie abwechslungsreich diese Region ist. Küstenorte, historische Städte und kulinarische Erlebnisse wechseln sich auf kurzer Strecke ab.

Bari: Start der 10-Tage Apulien Rundreise mit dem Mietwagen

Bari eignet sich gut als Ausgangspunkt. Flughafen, Mietwagenstationen und die Lage machen den Start in den Urlaub unkompliziert.

Polignano a Mare: Klippen, türkisblaues Meer und berühmter Stadtstrand

Erster Halt war Polignano a Mare, ein wunderschönes Küstenstädtchen. Steile Klippen, türkisfarbenes Wasser und eine Altstadt mit engen Gassen. Der malerische Stadtstrand, umrahmt von steilen Klippen und der Altstadt, ist ein beliebter Spot und längst kein Geheimtipp mehr.
Wir ließen uns treiben, entdeckten kleine Plätze und genossen die entspannte Atmosphäre.

Monopoli: Hafenstadt mit Altstadtflair und Sonnenuntergang am Meer

Weiter ging es nach Monopoli. Eine Hafenstadt, die ruhig wirkt und gleichzeitig lebendig ist. Am Abend saßen wir am Wasser und beobachteten, wie die Sonne langsam unterging und alles in herrlich warmes Licht tauchte.

Alberobello: Trulli-Häuser und UNESCO-Weltkulturerbe in Apulien

In Alberobello änderte sich das Bild komplett. Überall Trulli. Kleine, weiße Rundhäuser mit ihren markanten Dächern. Früher dienten sie als einfache Unterkünfte, heute findet man zahlreiche Läden, Restaurants und Ferienhäuser darin.

Ostuni: Die weiße Stadt und typische Spezialitäten

Ostuni begrüßte uns strahlend weiß. Die Stadt liegt erhöht, umgeben von Olivenhainen. 
Als wir in die Stadt einfuhren, tauchte die Sonne sie mit ihren weißen Häusern in strahlendes Licht. Die Gassen sind verwinkelt, es geht ständig bergauf und bergab. Zwischendurch gönnten wir uns warmes Pasticciotto - ein typisch italienisches Feingebäck mit Vanillecreme - direkt aus dem Ofen. 
Dazu gab es, aus den zahlreichen kreativen Spritz-Variationen, einen Ostuni Spritz.

Lecce: Barockstadt und Sehenswürdigkeiten im „Florenz des Südens“

Lecce besticht mit seinem barocken Flair. Die Stadt wirkt elegant und trägt den Spitznamen „Florenz des Südens“. Wir probierten den typischen „Caffè Leccese“, Espresso mit Mandelsirup und Eis. Eine erfrischende Kombination. Im Restaurant „La Bottega del Corso“ wurden wir herzlich empfangen, konnten draußen sitzen, die Atmosphäre der Stadt genießen und haben typische regionale Spezialitäten gegessen. In diesen liebevoll angerichteten Delikatessen zeigte sich Apuliens Essen ganz besonders. 
Geheimtipp: Bruschetta und Taglieri.

Gallipoli: Altstadt am Meer und Geheimtipps an der ionischen Küste

Nach so viel Genuss fuhren wir weiter nach Gallipoli, der „Perle des Ionischen Meeres“. Mitten in der Altstadt fanden wir einen kleinen Laden voller Weihnachtsdekoration. Bei 30 Grad, in kurzen Hosen, ließen wir uns auf diese unverhoffte Weihnachtswelt ein.

Manduria: Primitivo-Wein, Weingüter und besondere Erlebnisse

In Manduria drehte sich alles um Wein. Primitivo. Im Museum erfuhren wir mehr über die Geschichte. Besonders blieb die Wein-Tankstelle im Kopf. Zapfpistole statt Flasche. Es herrschte reges Treiben und am Ende lag ein 3-Liter-Kanister auch in unserem Kofferraum.

Tarent (oder Taranto): Historische Altstadt zwischen Verfall und Geschichte

Tarent wirkte anders. Die Altstadt liegt auf einer Insel, ist aber sichtbar vom Verfall geprägt. Es ist deutlich weniger touristisch geprägt.

Matera: Sassi-Höhlen, UNESCO-Weltkulturerbe und einzigartige Felsenstadt

Am Abend erreichten wir die Höhlenstadt Matera. Die Felsenstadt mit ihren Höhlenwohnungen, den „Sassi“, beeindruckt sofort. Im Abendlicht wurde diese besondere Kulisse in ein herrliches Licht getaucht, deren Anblick wir beim Essen genossen. Wir bestellten eine typische Spezialität aus Apulien: „Orecchiette alla materana“ - Öhrchennudeln mit Tomaten, Lammfleisch, Mozzarella, Pecorino-Käse und Olivenöl. 
Am nächsten Tag besichtigten wir eine original eingerichtete Felsenwohnung. Auf kleinem Raum war alles untergebracht. Wohnen, Schlafen, Arbeiten. Alles sehr kompakt, auf engem Raum. Es wirkte beklemmend, da, bedingt durch die Bauweise, nur wenig Licht ins Innere fiel.

Trani: Mittelalterliche Altstadt, Hafen und kulinarische Highlights

In Trani fühlten wir uns ins Mittelalter zurückversetzt. Der Hafen, die Altstadt, das Leben auf den Plätzen. In einem kleinen Restaurant „Mandolino“ wurden wir sehr herzlich empfangen und bestens vom Inhaber und seiner Frau kulinarisch versorgt.
Typische Spezialitäten und frische Meeresfrüchte gekrönt von einer sommerlich leichten Weinbegleitung.

Monte Sant’Angelo: Gargano Nationalpark und die berühmte Grottenkirche

Monte Sant’Angelo lag hoch oben am Gargano Nationalpark. Wir besuchten die Grottenkirche und konnten einer Messe beiwohnen. Die Stimmung war ruhig, andächtig und einnehmend.

Vieste: Strände, Buchten und Natur im Gargano Nationalpark

Zum Abschluss ging es nach Vieste. Sie bietet kilometerlange Strände, idyllische Buchten und einen majestätischen Kalkstein-Monolith. Ein passender Abschluss unserer Rundreise durch Apulien.

Apulien Rundreise Fazit: Vielfalt, Genuss und mediterranes Lebensgefühl

Apulien zeigte viele Gesichter. Abwechslungsreiche Landschaften, viel Kultur und zahlreiche kulinarische Entdeckungen. Die Route eignet sich gut für eine Rundreise mit dem Mietwagen für etwa 7-10 Tage.
Für uns war es eine entspannte Auszeit mit mediterranem Lebensgefühl. 

Zwischen Laternen, Tempeln und Kaffee

Vietnam hat mich auf dieser Reise auf eine Weise überrascht, für die es einiger Worte bedarf. Das Land zieht sich über mehr als 1.600 Kilometer von Nord nach Süd und verändert dabei ständig sein Gesicht. Landschaft, Klima, Menschen, Küche und sogar d
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Sarah Döbel
07.04.2026
5 min Lesezeit

Vietnam hat mich auf dieser Reise auf eine Weise überrascht, für die es einiger Worte bedarf. Das Land zieht sich über mehr als 1.600 Kilometer von Nord nach Süd und verändert dabei ständig sein Gesicht. Landschaft, Klima, Menschen, Küche und sogar die Atmosphäre der Städte wirken in jeder Region anders. Genau diese Vielfalt macht eine Reise durch Vietnam so faszinierend.

Unsere Reise begann im Norden, in Hanoi. Die Hauptstadt empfängt Besucher mit einem ganz eigenen Rhythmus. Auf den ersten Blick wirkt zunächst alles chaotisch. Tausende Mopeds, Roller und Motorroller bewegen sich gleichzeitig durch die Straßen. Wer das zum ersten Mal sieht, denkt sofort: Das kann doch unmöglich funktionieren. Unser Guide erklärte uns den Verkehr anhand eines Gleichnis: Er verhält sich wie „fließendes Wasser“. Jeder bewegt sich langsam, aufmerksam und irgendwie findet jeder seinen Weg und kommt letztlich zum Ziel. Es wirkt wild, aber erstaunlicherweise läuft alles mühelos.

Einen von Leichtigkeit und Frohsinn geprägten Abend erlebten wir in der berühmten Hanoi Train Street. Zwischen schmalen Häuserreihen verläuft hier eine aktive Bahnstrecke. Direkt daneben gibt es zahlreiche kleine Bars, Cafés und Restaurants. Man sitzt entspannt mit einem Getränk in der Hand, während wenige Zentimeter entfernt ein Zug vorbeifährt. Teilweise müssen Tische und Stühle kurzzeitig beiseite geräumt werden. Die Atmosphäre war locker und fröhlich. Menschen aus aller Welt saßen zusammen, lachten, aßen, tranken und genossen einfach den Moment. Genau diese leichte, gesellige Stimmung machte diesen Abend zu einem der besonderen Augenblicke der Reise.

Natürlich durfte auch ein Ausflug zur berühmten Halong Bay nicht fehlen. Die Kalksteinfelsen, die aus dem smaragdgrünen Wasser ragen, gehören zu den beeindruckendsten Landschaften Südostasiens. Gleichzeitig muss ich ehrlich sagen: Die Bucht ist heute deutlich stärker besucht als bei meinem ersten Besuch im Jahr 2019. Damals wirkte vieles ruhiger und ursprünglicher. Heute teilen sich viele Boote gleichzeitig dieselben Routen. Deshalb würde ich inzwischen eher einen Tagesausflug empfehlen statt einer Übernachtung. Die Landschaft bleibt trotzdem spektakulär.

Je weiter wir Richtung Zentralvietnam reisten, desto spürbarer veränderte sich das Klima. Während der Norden sehr kühl und neblig war, empfängt Zentralvietnam uns mit tropischer Wärme und einer völlig anderen Landschaft. Der Schal und die Jacken konnten von nun an im Koffer bleiben. Besonders bezaubernd war die Atmosphäre in Hoi An. Diese Stadt ist bekannt als Stadt der Laternen und verwandelt sich am Abend in eine zauberhafte Kulisse. Überall hängen farbige Lampions, die Straßen sind in warmes Licht getaucht und der Fluss spiegelt die vielen Lichter wider. Wir schlenderten durch die kleinen Gassen und sogen dieses beschauliche Flair wie Schwämme in uns auf. 

Auch in Hue spürt man die Geschichte des Landes. Tempel, Pagoden und alte Paläste erzählen von der Zeit der Kaiser. Überall begegnet man in Vietnam religiösen Orten. Pagoden und Tempel gehören fest zum Alltag der Menschen. Besonders spannend fand ich die Opfergaben. Neben Obst, Blumen, Cola, Alkohol und Räucherstäbchen lagen auch manchmal Dinge auf den Altären, die ich dort nicht erwartet hätte. In einem Tempel stand tatsächlich ein Spanferkel als Opfergabe angerichtet. Ein Anblick, der mich zunächst überrascht und dann zum Schmunzeln gebracht hat.

Ein bedeutendes Kapitel nimmt die vietnamesische Kaffeekultur ein. Vietnam gehört zu den größten Kaffeeproduzenten der Welt, und das merkt man sofort. Kaffee wird hier auf viele verschiedene Arten serviert. Besonders beliebt ist der kräftige Kaffee mit gezuckerter Kondensmilch. Daneben gibt es kreative Varianten wie Kokosnusskaffee oder den berühmten Eierkaffee, bei dem eine cremige Schaumschicht aus Ei und Zucker auf dem Kaffee liegt. Klingt ungewöhnlich, schmeckt aber super lecker.

Außerdem sind da noch die selbst gebrannten Reisschnäpse, die man in vielen Regionen findet und teilweise rustikal in Plastikflaschen serviert bekommt. Manche Varianten werden mit Kräutern angesetzt, andere sogar mit Schlangen oder Skorpionen in der Flasche. Das sieht spektakulär aus und eine Kostprobe lohnt sich!

Den wohl größten Zauber bekam unsere Reise jedoch durch das vietnamesische Neujahrsfest, das Tết Nguyên Đán. Überall im Land wurde gefeiert und auch schief gesungen. Straßen, Häuser und Plätze waren geschmückt mit Fahnen, Wimpeln und einem Meer aus Blüten. Vor Tempeln, Geschäften und Wohnhäusern standen kunstvoll arrangierte Blumen. Ganze Städte wirkten plötzlich farbenfroher und lebendiger als ohnehin schon. Diese festliche Stimmung war überall zu spüren und machte die Reise zu etwas ganz Besonderem.

Zum Abschluss führte uns die Reise noch in den Süden nach Ho Chi Minh City, das viele noch unter dem alten Namen Saigon kennen. Hier pulsiert das moderne Vietnam. Nebst Wolkenkratzern, Märkten, Streetfood und einem ununterbrochenen Strom von Mopeds, ist die Stadt geprägt von der französischen Kolonialära und so manches erinnert noch daran, so auch das Hauptpostamt von Ho Chi Minh Stadt.

Vietnam ist ein Land voller Kontraste. Ruhige Tempel neben lauten Straßen. Alte Traditionen neben moderner Großstadt. Tropische Landschaften, historische Städte und kulinarische Highlights, die an jeder Straßenecke überraschen. Genau diese Mischung macht das Reisen durch Vietnam so besonders. Und wenn dann noch ein ganzes Land sein Neujahrsfest feiert und alles in Farben und Blüten taucht, wird aus einer Reise schnell ein unvergessliches Erlebnis.

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