

Amalfiküste
Die Amalfiküste stand schon lange auf meiner Reiseliste. Diese bunten Häuser, die steilen Klippen, das türkisfarbene Meer und dieses typische italienische Lebensgefühl – genau das, was man sich unter „Dolce Vita“ vorstellt.
Nachdem unsere Sardinien-Reise zu Ende ging, ging es für uns weiter nach Rom und anschließend an die Amalfiküste. Unsere Route führte uns von Rom Termini mit dem Zug nach Salerno und von dort mit der Fähre weiter nach Positano.
Und ich kann direkt vorwegnehmen: Die Amalfiküste ist wunderschön. Aber sie ist auch speziell. Zwischen Instagram-Hype, überfüllten Gassen, teilweise absurden Preisen und ganz besonderen Momenten liegen manchmal nur wenige Meter.
Gerade diese Mischung hat die Reise aber so besonders gemacht.
Mit dem Zug von Rom nach Salerno – entspannt Richtung Amalfiküste
Nach unserem Aufenthalt in Rom ging es für uns weiter Richtung Süden. Wir sind von Rom Termini mit dem Zug nach Salerno gefahren.
Eigentlich wollten wir unsere Tickets ganz normal am Automaten kaufen, aber wie so oft in Italien kam direkt jemand zur Hilfe. Eine Mitarbeiterin hat uns gefragt, wo wir hinmöchten, uns den passenden Zug herausgesucht und direkt die Tickets verkauft.
Einfach, unkompliziert und wieder einmal unglaublich freundlich.
Wir hatten Tickets für die zweite Klasse und trotzdem war die Zugfahrt wirklich angenehm. Der Zug fuhr pünktlich los, wir hatten feste Sitzplätze und was ich tatsächlich so noch nicht erlebt hatte: Es kam sogar ein kleiner Servierwagen durch den Zug. Es gab Getränke und einen kleinen Snack dazu.
Klar, es ist keine Weltreise – aber genau diese kleinen Dinge machen das Reisen für mich aus.
In Salerno angekommen, mussten wir uns erst einmal orientieren und den Hafen finden. Mit Google Maps beziehungsweise Apple Karten war das aber überhaupt kein Problem. Der Weg war gut machbar und auch die Fähre nach Positano zu finden, war einfacher, als gedacht.
Die Tickets konnten wir direkt am Hafen kaufen. Es gab verschiedene Linien und die Abfahrtszeiten waren gut ausgeschildert. Auch wenn zwischendurch kurz Verwirrung herrschte, welche Fähre jetzt unsere war, wurde uns sofort weitergeholfen.
Dann ging es endlich los: Mit der Fähre entlang der Küste Richtung Positano.
Positano – wunderschön, aber auch unglaublich voll
Schon die Anfahrt nach Positano war beeindruckend. Die bunten Häuser, die sich an die Felsen schmiegen, das Meer und diese besondere Kulisse – man versteht sofort, warum dieser Ort so beliebt ist.
Bei unserer Ankunft am einzigen öffentlichen Strandabschnitt von Positano war allerdings direkt klar: Hier sind viele Menschen.
Sehr viele Menschen.
Mit uns kamen zahlreiche Tagesausflügler mit der Fähre an, die nur für ein paar Stunden in Positano bleiben wollten. Entsprechend voll waren die Gassen und der Bereich rund um den Hafen.
Kaum von der Fähre runter, wurden wir direkt angesprochen, ob wir einen Gepäcktransport zu unserem Hotel benötigen würden.
Unser Handgepäckkoffer hätte bis zur Mittelstation etwa 20 Euro gekostet, bis ganz nach oben sogar rund 40 Euro pro Koffer. Da wir aber nur mit kleinem Gepäck unterwegs waren und laut Karten-App nur etwa 15 Minuten laufen sollten, entschieden wir uns dagegen.
Also machten wir uns mit unseren Koffern auf den Weg durch Positano.
Mit Gepäck durch die engen, vollen Gassen von Positano zu laufen, war definitiv eine Erfahrung. Vor allem, weil unser Hotel ziemlich weit oben lag. Aber irgendwie gehört auch genau das dazu.
Später fanden wir heraus, dass man auch über Treppenwege deutlich angenehmer nach unten kommt. Positano ist eben nicht nur schön – es ist auch sportlich.
Unser Boutique-Hotel in Positano – ein echtes Highlight
Unser Hotel lag oberhalb von Positano und war ein kleines Boutique-Hotel mit nur wenigen Zimmern.
Schon beim Betreten haben wir uns direkt wohlgefühlt.
Unser Zimmer war komplett im Zitronenstil eingerichtet: warme Gelbtöne, kombiniert mit Blau, liebevolle Details und ein Balkon mit Blick aufs Meer.
Besonders schön fand ich das Fenster mit der kleinen Sitzbank direkt zum Meer. Einfach morgens dort sitzen, den Blick schweifen lassen und kurz vergessen, dass man überhaupt irgendwo hinmuss.
Das Bett war unglaublich gemütlich und alles wirkte sehr persönlich gestaltet.
Genau das ist für mich der Vorteil kleiner Boutique-Hotels: Es fühlt sich nicht anonym an. Man kennt sich, bekommt Tipps und fühlt sich eher wie ein Gast als wie eine Zimmernummer.
Auch Sarah und Elvira vom Hotel waren unglaublich herzlich. Sie haben uns direkt Restauranttipps gegeben, Ausflüge empfohlen und uns bei allem unterstützt.
Am Abend sind wir dann wieder Richtung Positano gelaufen. Da die meisten Tagesgäste mittlerweile verschwunden waren, zeigte sich der Ort plötzlich von einer ganz anderen Seite.
Die Gassen waren leerer.
Der Strand war ruhig.
Und plötzlich konnte man Positano wirklich genießen.
Wir haben uns keine große Restauranttour gemacht, sondern einfach eine Pizza geholt, uns an den Strand gesetzt und dazu einen Aperol beziehungsweise Limoncello Spritz getrunken.
Und ganz ehrlich: Viel mehr braucht es manchmal nicht.
Frühstück mit Meerblick und ein entspannter Tag in Positano
Am nächsten Morgen gab es erst einmal Frühstück.
Und dieses Frühstück war wirklich ein Erlebnis.
Jeden Abend bekamen wir eine Liste, auf der wir für den nächsten Morgen ankreuzen konnten, was wir gerne essen möchten. Und die Auswahl war wirklich verrückt.
Obstplatten, Porridge, Eier, Avocado, Tomate-Mozzarella, Lachs, verschiedene Getränke – alles wurde wunderschön angerichtet.
Dazu gab es jeden Morgen Zitronenwasser und einen leckeren Latte Macchiato.
Nach dem Frühstück wollten wir Positano noch einmal ohne Gepäck erkunden.
Also ging es wieder runter in den Ort.
Und ja – es war wieder voll.
Sehr voll.
Die berühmten Zitronenkleider, die kleinen Boutiquen und die Instagram-Spots sind natürlich wunderschön anzusehen. Aber gleichzeitig merkt man auch schnell, dass Positano extrem vom Social-Media-Hype lebt.
Ein Zitronenkleid für 140 Euro? Kann man machen. Muss man aber nicht.
Wir haben lieber die Atmosphäre genossen, sind durch die kleinen Gassen geschlendert und haben uns einfach treiben lassen.
Mein Tipp für Positano: Wenn ihr den Ort wirklich erleben möchtet, kommt früh morgens oder bleibt bis zum Abend. Genau dann zeigt Positano seine schönste Seite.
Capri als Tagesausflug – wunderschön, aber nicht mein persönliches Highlight
Am nächsten Tag ging es für uns mit der Fähre nach Capri.
Wir hatten vorher keine große Planung gemacht und dachten uns: Wird schon passen.
Rückblickend würde ich das anders machen.
Capri ist wunderschön, aber ohne Plan verliert man schnell Zeit. Wir sind angekommen und direkt mitten im Trubel gelandet.
Natürlich wollten wir das berühmte Zitronensorbet probieren.
Also haben wir uns hingesetzt, ein Zitronensorbet bestellt und dazu noch einen Aperol getrunken.
Was soll ich sagen?
Es war lecker.
Aber der Preis war definitiv ein Erlebnis.
Für zwei Zitronensorbets und zwei Aperol haben wir knapp 80 Euro bezahlt.
Für mich war das der Moment, wo ich dachte: Okay, Capri hat seinen Preis.
Danach sind wir noch weiter nach oben gelaufen, haben die Aussicht genossen und sind durch die Luxusgeschäfte geschlendert. Louis Vuitton und Co. waren vertreten – wir haben uns allerdings eher wie Besucher aus einer anderen Welt gefühlt.
Capri ist schön, keine Frage.
Aber wenn ich noch einmal hinfahren würde, würde ich deutlich besser planen. Vielleicht mit einem Fahrer, einer geführten Tour oder einem klaren Plan, welche Orte ich sehen möchte.
Die Lemon Tour – das schönste Erlebnis an der Amalfiküste
Und dann kam das Erlebnis, das für mich die gesamte Amalfiküste geprägt hat.
Die Lemon Tour.
Eigentlich wollten wir nach unserem Capri-Tag fast absagen. Das Wetter war bewölkt, wir waren etwas enttäuscht von Capri und hatten morgens beim Frühstück nicht so richtig Motivation.
Aber wir hatten die Tour bereits bezahlt.
Also sind wir gegangen.
Und zum Glück.
Die Lemon Tour kostet zwar 95 Euro pro Person, aber sie war jeden Cent wert.
Wir waren nur eine kleine Gruppe von vier Personen. Neben uns waren noch zwei Mädels aus Amerika dabei, mit denen wir uns direkt super verstanden haben.
Statt einer klassischen Tour mit Reisegruppe landeten wir mitten auf einer kleinen Zitronenfarm, die in die Felsen gebaut war.
Wir haben die Zitronenbäume kennengelernt, viel über den Anbau erfahren und einen Einblick in das echte Leben an der Amalfiküste bekommen.
Danach wurde für uns auf der Terrasse ein Essen vorbereitet.
Es gab Salat, frische Zitronenprodukte und natürlich Lemon Pasta.
Und diese Pasta war unglaublich lecker.
Ich hätte nie gedacht, dass Zitronennudeln so gut schmecken können.
Besonders schön war, dass alles so familiär war. Die Besitzer haben sich Zeit genommen, mit uns gesprochen und wir hatten nicht das Gefühl, einfach nur eine Touristin auf einer Liste zu sein.
Zur Farm gehörte sogar ein kleiner privater Strandabschnitt, den wir danach hätten nutzen können.
Keine Menschenmassen.
Keine überfüllte Badebucht.
Einfach Ruhe.
Genau solche Momente bleiben von einer Reise hängen.
Italienische Spezialitäten direkt von der Zitronenfarm nach Hause
Und tatsächlich hat sich dort auch mein kleines Paketproblem gelöst.
Schon auf Sardinien hatte ich versucht, italienische Lebensmittel nach Hause zu schicken. Aber irgendwie hat es nie funktioniert. Entweder war die Post geschlossen oder irgendetwas hat gefehlt.
Die Zitronenfarm an der Amalfiküste verschickt ihre Produkte weltweit.
Also habe ich zugeschlagen.
Zehn Kilo Zitronen, mehrere Flaschen Olivenöl, Limoncello und weitere italienische Spezialitäten wurden kurzerhand nach Deutschland geschickt.
Und ich würde jederzeit wieder dort bestellen.
Nicht nur, weil die Produkte unglaublich gut sind, sondern weil ich weiß, wo sie herkommen und welche Menschen dahinterstehen.
Aus einer einfachen Lemon Tour sind echte Kontakte entstanden.
Und genau das liebe ich am Reisen.
Mein Fazit zur Amalfiküste – würde ich wiederkommen?
Ja.
Aber anders.
Die Amalfiküste ist wunderschön und Positano gehört definitiv zu den Orten, die man einmal gesehen haben sollte. Gleichzeitig sollte man sich bewusst sein, dass die Region extrem touristisch ist.
Mein größter Tipp: Nehmt euch Zeit.
Versucht nicht, jeden Ort abzuhaken.
Genießt lieber ein langes Frühstück mit Meerblick, einen Spaziergang durch leere Gassen am Abend, eine Pizza am Strand oder einen kleinen Ausflug, den ihr nicht auf jeder Top-10-Liste findet.
Capri würde ich persönlich beim nächsten Mal anders planen oder vielleicht sogar auslassen.
Dafür würde ich definitiv wieder eine Lemon Tour machen.
Denn genau diese Momente – die Begegnungen, die kleinen Geschichten und die besonderen Erlebnisse – machen für mich eine Reise unvergesslich.
Die Amalfiküste ist nicht perfekt.
Aber vielleicht macht genau das ihren Charme aus.
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Manche Reiseziele landen auf der Bucketlist, weil man schöne Bilder davon gesehen hat. Andere ziehen einen an, ohne dass man genau erklären kann, warum.
Dubai gehörte für mich lange zur zweiten Kategorie.
Schon Jahre bevor ich tatsächlich dort war, wollte ich diese Stadt unbedingt einmal mit eigenen Augen sehen. Die Stadt der Superlative. Der Burj Khalifa. Die künstlichen Inseln. Die Wolkenkratzer, die scheinbar direkt aus der Wüste wachsen. Irgendetwas daran hat mich fasziniert.
2019 ergab sich dann plötzlich die Gelegenheit. Während meiner Zeit im Reisebüro landete ein besonders attraktives Reiseangebot für Dubai in meinem Postfach. Ich musste nicht lange überlegen. Das war einer dieser Momente, in denen man einfach weiß: Wenn ich das jetzt nicht buche, werde ich mich später ärgern.
Eigentlich sollte die Reise gemeinsam mit meiner Schwester stattfinden. Doch kurz vor Abflug stellte sich heraus, dass sie nicht mitreisen konnte. Für einen Moment sah es so aus, als würde mein lang gehegter Traum vielleicht doch noch platzen.
Damals war ich noch nicht die Person, die spontan alleine in ein Flugzeug steigt und auf eigene Faust die Welt erkundet. Alleinreisen war für mich noch keine Option. Also begann die Suche nach einer Alternative – und tatsächlich fand ich kurzfristig eine Freundin, die mitkam.
Rückblickend betrachtet war das eine dieser Entscheidungen, die das Leben manchmal ganz nebenbei trifft. Denn aus der damaligen Reisebegleitung wurde später eine meiner engsten Freundinnen.
Meine erste große Reise
Heute muss ich oft schmunzeln, wenn ich daran denke. Denn damals fühlte sich Dubai für mich fast wie eine Reise ans andere Ende der Welt an.
Vor meiner Zeit im Reisebüro bestanden meine Urlaube hauptsächlich aus Familienreisen und vielen Sommern an der Ostsee. Während meiner Jahre in der Touristik hatte ich zwar bereits einige Reiseziele kennengelernt, doch Städte dieser Größenordnung waren für mich völliges Neuland.
Dubai war meine erste echte Metropole. Meine erste Reise in eine Welt voller Wolkenkratzer, Luxus, Innovation und Möglichkeiten.
Rückblickend glaube ich sogar, dass diese Reise ein kleines Stück dazu beigetragen hat, die Reiselust in mir endgültig zu wecken. Damals hätte ich nie gedacht, dass ich Jahre später alleine nach Bali, Singapur oder Sri Lanka reisen würde. Aber irgendwo muss jede Reisegeschichte beginnen – und meine begann vielleicht genau hier.
Sechs Jahre später zurück in Dubai
Die Reise von 2019 sollte allerdings nicht meine letzte nach Dubai bleiben. Sechs Jahre später zog es mich erneut in die Wüstenmetropole – und ich war gespannt, wie sich die Stadt in der Zwischenzeit verändert hatte.
Was soll ich sagen? Ich war sprachlos.
Natürlich wusste ich, dass Dubai wächst und sich ständig weiterentwickelt. Aber die Geschwindigkeit, mit der dort neue Projekte entstehen, neue Viertel gebaut werden und sich die Skyline verändert, ist beeindruckend. An manchen Orten hatte ich das Gefühl, eine völlig neue Stadt zu entdecken.
Während ich bei meiner ersten Reise möglichst viele Sehenswürdigkeiten sehen wollte, habe ich meinen zweiten Aufenthalt deutlich entspannter gestaltet. Ich verbrachte viel Zeit am Strand, erkundete verschiedene Stadtteile, traf Freunde, die mittlerweile in Dubai leben, und genoss einfach den besonderen Mix aus Moderne, Internationalität und Wüstenflair.
Und vielleicht war genau das der größte Unterschied zwischen meinen beiden Reisen: Beim ersten Mal wollte ich alles sehen. Beim zweiten Mal wollte ich die Stadt einfach erleben.
Meine Highlights für eine erste Dubai-Reise
Trotzdem gibt es einige Erlebnisse, die ich jedem bei einer ersten Dubai-Reise empfehlen würde.
Ganz oben auf meiner Liste steht eine Wüstensafari. Sie gehört für mich zu den Ausflügen, die man einfach gemacht haben muss. Die Weite der Wüste, die Ruhe, die untergehende Sonne und der Kontrast zur modernen Skyline machen dieses Erlebnis unvergesslich.
Bei meinem zweiten Besuch habe ich zusätzlich eine Nachtsafari gemacht. Dabei konnten wir unter anderem Gazellen beobachten und die Wüste noch einmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen.
Natürlich gehört auch der Burj Khalifa dazu. Ja, er ist touristisch. Ja, man teilt sich den Aufzug mit vielen anderen Besuchern. Aber manchmal sind die bekanntesten Sehenswürdigkeiten eben genau deshalb so beliebt, weil sie wirklich beeindruckend sind. Der Blick über Dubai zeigt erst, welche Dimensionen diese Stadt tatsächlich hat.
Auch die Dubai Mall sollte man nicht nur als Einkaufszentrum betrachten. Selbst wenn Shopping nicht ganz oben auf der Prioritätenliste steht, lohnt sich ein Besuch. Das riesige Aquarium, die Wasserspiele vor dem Burj Khalifa und die schiere Größe des Komplexes machen ihn zu einer Sehenswürdigkeit für sich.
Besonders begeistert hat mich bei beiden Reisen der Miracle Garden. Mitten in einer Wüstenstadt plötzlich Millionen von Blumen in den unterschiedlichsten Formen und Farben zu sehen, wirkt fast surreal. Direkt daneben befindet sich der Butterfly Garden, der sich wunderbar mit einem Besuch kombinieren lässt.
Wer etwas mehr Zeit mitbringt, sollte außerdem einen Tagesausflug nach Abu Dhabi einplanen. Bei meinem ersten Besuch stand eine Stadtrundfahrt auf dem Programm. Damals reichte die Zeit leider nicht für die Ferrari World – ein Erlebnis, das weiterhin ganz oben auf meiner persönlichen Bucketlist steht. Vielleicht erfüllt sich dieser Traum eines Tages im Rahmen eines Formel-1-Wochenendes.
Überhaupt ist Dubai für Motorsportfans ein spannendes Reiseziel. Die Nähe zu Abu Dhabi, die Begeisterung für Sportwagen und die Formel-1-Kultur in der Region sorgen dafür, dass man als Fan schnell ins Schwärmen gerät.
Und wer die Wüste noch einmal auf eine ganz besondere Art erleben möchte, sollte sich eine Heißluftballonfahrt zum Sonnenaufgang anschauen. Diese steht bis heute auf meiner eigenen Liste für den nächsten Dubai-Besuch.
Warum mich Dubai bis heute fasziniert
Wenn mich heute jemand fragt, ob sich Dubai lohnt, lautet meine Antwort ganz klar: Ja.
Nicht, weil die Stadt perfekt ist. Nicht, weil sie besonders traditionell oder authentisch wäre. Sondern weil sie etwas verkörpert, das man nur selten so deutlich sieht: den Mut, groß zu denken.
Ich bin eigentlich ein Naturmensch. Ich liebe Berge, Küsten, Nationalparks und Orte, an denen man einfach mal durchatmen kann. Und trotzdem fasziniert mich Dubai.
Vielleicht gerade deshalb.
Denn Dubai zeigt, was möglich ist, wenn Visionen Realität werden. Die Stadt entwickelt sich in einem Tempo, das man kaum greifen kann. Wer einmal dort war und einige Jahre später zurückkehrt, wird verstehen, was ich meine.
Dubai wird wahrscheinlich nie mein klassisches Lieblingsreiseziel für Wanderurlaub oder Naturerlebnisse werden. Dafür gibt es andere Orte auf dieser Welt.
Aber Dubai inspiriert. Dubai beeindruckt. Und Dubai erinnert mich jedes Mal daran, wie groß diese Welt eigentlich ist.
Und genau deshalb hat mich diese Stadt inzwischen schon zweimal in ihren Bann gezogen.
Meine Ausflugstipps Dubai für dich:

Portugal
Madeira – das Hawaii Europas zwischen Levadas, Nebelwäldern und dem wilden Atlantik
Madeira war für mich keine Reise, die man einfach „abhakt“. Es war eher so ein Ort, der sich Schritt für Schritt in den Kopf schiebt – mit jedem Tunnel, jedem Ausblick und jeder neuen Kurve ein Stück mehr. 2024 war ich dort für neun Tage, und rückblickend kann ich sagen: Es war magisch. Kein anderes Wort trifft es besser.
Unser Ausgangspunkt war Funchal. Dort hatten wir ein Hotel und einen Mietwagen für die gesamte Zeit. Die Kombination war perfekt, weil man so jeden Tag flexibel starten konnte. Die Tiefgarage in Funchal war dabei unser fester Ankerpunkt – von dort aus ging es jeden Morgen raus in eine neue Richtung über die Insel.
Ankommen auf Madeira – erste Eindrücke in Funchal
Die Anreise selbst war schon Teil des Erlebnisses. Über Berlin mit Zwischenstopp in Lissabon ging es spät in der Nacht nach Funchal. Viel gesehen haben wir am ersten Tag nicht mehr, aber dieses Gefühl beim Ankommen war sofort da: Diese Insel ist anders.
Am ersten richtigen Tag sind wir direkt mit der Seilbahn hoch nach Monte gefahren. Oben wartet eine Art botanischer Garten, der wie ein eigenes kleines Universum wirkt. Alles ist grün, verwinkelt und voller Ausblicke über Funchal und den Atlantik.
Der eigentliche Klassiker dort ist die Korbschlittenfahrt zurück ins Tal. Die haben wir tatsächlich ausgelassen, weil die Wartezeit extrem lang war – im Nachhinein würde ich sie aber definitiv vorher reservieren, einfach um das einmal mitzunehmen.
Levada-Wanderungen – Madeira zu Fuß erleben
Madeira zeigt sich am ehrlichsten, wenn man zu Fuß unterwegs ist. Die Levada-Wanderungen gehören für mich zu den Highlights der gesamten Reise.
Wir sind unter anderem die Levada Nova, die Levada do Moinho, die Levada 25 Fontes und die Levada do Caldeirão Verde gelaufen. Jede dieser Touren hat ihren eigenen Charakter, aber alle haben eines gemeinsam: Diese Mischung aus Wasserläufen, Tunneln, Dschungelgefühl und plötzlich komplett offenen Ausblicken.
Die Wege sind dabei technisch nicht schwierig, aber unglaublich abwechslungsreich. Gerade die 25 Fontes Wanderung ist landschaftlich ein echtes Highlight – auch wenn sie entsprechend gut besucht ist.
Bei der Levada Nova gab es einen kurzen Moment, der mir im Gedächtnis geblieben ist: Da hat bei mir kurz die Höhenangst eingesetzt, und ich bin tatsächlich ein kleines Stück direkt in der Levada gelaufen, einfach um mich sicherer zu fühlen. Am Ende war es genau dieser Mix aus Respekt und Natur, der die Wanderungen so intensiv gemacht hat.
Ein kleiner, fast zufälliger Abzweig führte uns außerdem zur Levada dos Balcões (PR11). Dort fressen Vögel direkt aus der Hand – ein unerwartet ruhiger Moment mitten im Grünen. Und direkt am Ende der Strecke wartet ein kleines Restaurant, in dem wir später die wohl beste Tomatensuppe unseres Lebens gegessen haben. Kein Gourmet-Satz, sondern einfach Realität.
Pico do Arieiro und Nebelwald – Madeira über den Wolken
Der Pico do Arieiro war einer dieser Orte, die man nicht einfach „besucht“, sondern erlebt. Wir sind zum Sonnenaufgang hochgefahren – und auch wenn es dort oben nie komplett leer ist, war der Moment oben angekommen trotzdem besonders.
Wegen eines Brandes war der weiterführende Wanderweg Richtung Pico Ruivo gesperrt, deshalb sind wir nur bis zum Aussichtspunkt und ein kleines Stück weiter gelaufen. Trotzdem hat sich allein dieser Blick über die Berglandschaft gelohnt.
Einen komplett anderen Charakter hatte der Fanal-Nebelwald. Die Anfahrt allein ist schon ein Erlebnis: lange, leere Straßen, plötzlich Wolken, und dann fährst du quasi in den Nebel hinein. Vor Ort wirkt alles surreal – alte Bäume, wechselnde Sicht, und diese Stimmung, die sich ständig verändert. Mal klar, mal komplett im Nebel verschwunden.
Küste, Atlantik und wilde Aussichtspunkte
Madeira ist aber nicht nur grün und bergig, sondern auch extrem rau an der Küste.
Ein besonderes Erlebnis war der Wasserfall an der ER103, bei dem die Straße direkt durch den Wasserfall führt und das Wasser über die Fahrbahn läuft. So etwas sieht man nicht oft.
Ebenso beeindruckend war Ilhéus da Ribeira da Janela, wo riesige Felsen im Atlantik stehen und die Wellen ungebremst auf die Küste treffen. Die Kraft des Wassers ist dort kaum zu beschreiben.
Am Farol da Ponta de São Lourenço sind wir von der Leuchtturmstelle aus zu einem Aussichtspunkt gelaufen, dem Miradouro da Garganta Funda. Von dort schaut man in eine tiefe Bucht, in der normalerweise ein Wasserfall fällt – bei uns war es allerdings trocken. Trotzdem war der Blick spektakulär.
Auch Seixal mit seinem schwarzen Strand lag auf unserer Route, ebenso wie mehrere spontane Stopps entlang der Westküste, wo der Atlantik mit voller Kraft gegen die Klippen schlägt.
Funchal, Essen und kleine Momente zwischendurch
Zwischendurch haben wir natürlich auch Funchal selbst erkundet: kleine Restaurants, lokale Küche, Churros, und einfach das Treiben in der Stadt.
Madeira hat diesen Effekt, dass selbst die kurzen Wege nie langweilig sind. Jeder Tunnel öffnet wieder einen neuen Blick, jede Kurve eine andere Landschaft.
Fazit – warum Madeira hängen bleibt
Madeira war für mich keine klassische Strandreise. Es war eine Insel voller Bewegung, Höhenmeter und ständiger Perspektivwechsel.
Was hängen bleibt, sind nicht einzelne Sehenswürdigkeiten, sondern diese Mischung aus:
* Nebel, der plötzlich Landschaften verschwinden lässt
* Sonnenaufgängen über den Bergen
* Levada-Wegen mitten durch den Dschungel
* und dem Atlantik, der ununterbrochen an die Küste schlägt
Wenn ich heute daran zurückdenke, ist es vor allem dieses Gefühl von „immer unterwegs sein“, das bleibt. Und genau das macht Madeira für mich zu einem der beeindruckendsten Reiseziele in Europa.
Meine Madeira-Tipps für dich auf GetYourGuide

Lettland
Riga im Winter
Manchmal entstehen die schönsten Reisen völlig spontan. Genau so war es bei unserem Wintertrip nach Riga. Eigentlich wollten wir im Dezember einfach noch einmal für ein paar Tage dem Alltag entfliehen. Das Budget war überschaubar, wir hatten beide bereits einige Reisen hinter uns und suchten einfach nach einem Ziel, das wir beide noch nicht kannten. Bei der Recherche tauchte plötzlich Riga auf. Ein kurzer Blick auf die Sehenswürdigkeiten, der berühmte Berg der Kreuze und ein stimmungsvoller Weihnachtsmarkt - mehr brauchten wir eigentlich nicht. Wenige Minuten später waren die Flüge gebucht.
Riga gehört für mich zu den unterschätztesten Städtereisezielen Europas. Gerade zur Weihnachtszeit entfaltet die lettische Hauptstadt ihren ganze eigenen Charme. Verschneite Gassen, trockene Winterkälte, gemütliche Cafés und historische Gebäude sorgen für eine Atmosphäre, die man so nur selten erlebt.
Anreise nach Riga - Direktflug ab Berlin
Wir sind direkt mit Ryanair von Berlin nach Riga geflogen. Der Flug dauert gerade einmal rund zwei Stunden und eignet sich deshalb perfekt für einen verlängerten Wochenendtrip oder einen fünftägigen Städtetrip.
Schon bei der Landung fiel uns auf, wie ruhig alles war. Kein hektisches Großstadtgefühl, sondern eine entspannte Atmosphäre. Genau das sollte sich während der gesamten Reise bestätigen. Für den Transfer vom Flughafen in die Innenstadt hatten wir vorab über Booking einen Shuttle gebucht. Das funktionierte problemlos und brachte uns direkt bis vor unser Hotel.
Unser Hotel in Riga
Unser Hotel lag sehr zentral. Gegenüber befand sich zwar gerade eine Baustelle, gestört hat uns das allerdings kaum. Dadurch konnten wir die Altstadt bequem zu Fuß erkunden und mussten nur selten auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen.
Gerade im Winter empfand ich die zentrale Lage als großen Vorteil. Nach ein paar Stunden auf dem Weihnachtsmarkt oder einem längeren Spaziergang durch die verschneite Altstadt war man schnell wieder im Warmen.
Fortbewegung in Riga - Mein Geheimtipp heißt Bolt
Wenn ich einen einzigen Tipp für Riga geben müsste, dann wäre es dieser: Ladet euch Bolt herunter.
Während unseres Aufenthalts war Bolt unglaublich günstig. Viele Fahrten kosteten gerade einmal vier oder fünf Euro. Dadurch mussten wir überhaupt nicht überlegen, ob wir laufen oder fahren. Gerade im Winter, wenn es draußen dauerhaft unter null Grad hat, spart man sich damit einiges an Zeit und bleibt trotzdem flexibel. Für längere Strecken - beispielsweise nach Jurmala - haben wir dagegen den Zug genutzt. Auch das funktionierte überraschend unkompliziert.
Riga zur Weihnachtszeit - Eine Stadt voller Atmosphäre
Wir hatten mit dem Wetter wirklich Glück. Statt Regen erwarteten uns angenehme Minusgrade von ungefähr fünf Grad. Die Kälte war trocken und dadurch wesenlich angenehmer als die feuchte Winterkälte, die man häufig aus Deutschland kennt. Dazu kamen verschneite Straßen, festlich geschmückte Häuser und überall kleine Lichterketten. Gerade abends wirkte Riga unglaublich gemütlich. Der Weihnachtsmakrt gehört zwar nicht zu den größten Europas, dafür aber definitiv zu den stimmungsvollsten. Zwischen den kleinen Holzhütten gab es regionales Kunsthandwerk, warme Getränke und jede Menge lettische Spezialitäten zu entdecken. Ich habe dort gefühlt jeden Abend Pelmeni gegessen - mal klassisch gekocht, mal angebraten und jedes Mal mit einer anderen Füllung. Wenn ihr gerne lokale Küche ausprobiert, seid ihr hier genau richtig.
Gingerbread Glühwein & Black Balsam - Zwei Spezialitäten aus Lettland
Natürlich durfte auch der berühmte Gingerbread Glühwein nicht fehlen. Den haben wir direkt am ersten Abend auf dem Weihnachtsmarkt probiert. Geschmacklich erinnert er an flüssigen Lebkuchen - definitiv mal etwas anderes. Obwohl…. ganz ehrlich: Mein Fall war es nicht unbedingt. Am nächsten Morgen mussten wir früh zum Tagesausflug aufbrechen und mir ging es überhaupt nicht gut.
Deutlich überzeugender fand ich dagegen den berühmten Riga Black Balsam. Auf Empfehlung eines Freundes kauften wir gleich mehrere Flaschen als Mitbringsel. Der Kräuterlikör wir nach einem traditionellen Rezept aus zahlreichen Kräutern hergestellt und gilt in Lettland fast schon als Hausmittel gegen Erkältungen. Zu Hause habe ich ihn tatsächlich ausprobiert, als ich krank war - und ich muss sagen: Ganz ohne Wirkung war es definitiv nicht.
Museum of Illusions – Perfekt für Regentage und Familien
Eines unserer Highlights in Riga war außerdem das Museum of Illusions.
Normalerweise bin ich bei solchen Museen eher skeptisch. Viele wirken nach kurzer Zeit ziemlich eintönig.
Dieses hier hat mich allerdings positiv überrascht.
Fast jede Station war interaktiv. Es gab Spiegelräume, optische Täuschungen und zahlreiche Fotomotive, bei denen man selbst Teil der Illusion wurde.
Gerade wenn ihr zu zweit oder mit Freunden unterwegs seid, macht das unglaublich viel Spaß.
Für Familien mit Kindern würde ich das Museum ebenfalls jederzeit empfehlen.
Eine Kerze im Dom von Riga
Wie auf vielen unserer Reisen durfte auch diesmal ein Besuch in einer Kirche nicht fehlen.
Wir sind durch den Dom von Riga geschlendert, haben uns ein wenig Zeit genommen und natürlich wieder eine Kerze angezündet.
Gerade in der Weihnachtszeit hatte dieser Ort noch einmal eine ganz besondere Stimmung. Draußen herrschte winterliches Treiben, drinnen war es ruhig und angenehm warm.
Solche kleinen Momente sind oft die, an die ich mich später am meisten erinnere.
Lohnt sich der Zentralmarkt?
Natürlich wollten wir auch den berühmten Zentralmarkt von Riga besuchen.
Ich hatte vorher ehrlich gesagt etwas anderes erwartet.
Gedanklich hatte ich eher die Foodhallen in Amsterdam im Kopf – mit vielen kleinen Ständen und frisch zubereiteten Gerichten.
Tatsächlich handelt es sich aber eher um einen klassischen Markt, auf dem überwiegend Einheimische einkaufen. Fleisch, Fisch, Gemüse und regionale Produkte stehen hier im Mittelpunkt.
Interessant war der Besuch auf jeden Fall, allein schon, um einen Einblick in den Alltag der Letten zu bekommen.
Ein absolutes Highlight war der Markt für mich persönlich allerdings nicht.
Der Berg der Kreuze – Der beeindruckendste Ausflug unserer Lettland-Reise
Wenn ihr während eurer Reise nach Riga nur einen einzigen Tagesausflug machen möchtet, dann sollte es definitiv der Berg der Kreuze sein.
Den Ausflug hatten wir bereits vor unserer Reise über GetYourGuide gebucht. Der große Vorteil: Der Transfer ab Riga war bereits inklusive. Wir wurden früh morgens direkt in der Innenstadt abgeholt und mussten uns um nichts kümmern.
Die Fahrt dauert zwar rund zwei Stunden pro Strecke, aber schon unterwegs hat sich der Ausflug gelohnt. Unser Fahrer sprach sehr gut Englisch und erzählte uns unglaublich viel über Lettland, die Geschichte des Landes und das Leben der Menschen dort. Dadurch verging die Zeit fast wie im Flug. Wir waren insgesamt nur zu dritt im Auto. Eine weitere Mitreisende aus unserer Gruppe verschlief allerdings fast die komplette Fahrt - umso mehr kontnen wir die spannenden Gespräche mit unserem Fahrer genießen.
Der Berg der Kreuze im Winter - Mystisch und unglaublich beeindruckend
Als wir ankamen, wusste ich sofort, dass sich das frühe Aufstehen gelohnt hatte.
Der gesamte Berg lag im Nebel. Dazu kam der frische Schnee, der überall zwischen den Millionen von Kreuzen lag. Die Atmosphäre war gleichzeitig ruhig, nachdenklich und irgendwie magisch.
Man steht dort zwischen unzähligen Kreuzen, die Menschen aus aller Welt im Laufe der Jahrzehnte aufgestellt haben. Unser Fahrer erzählte uns viel über die Geschichte dieses besonderen Ortes und erklärte, warum der Berg bis heute für viele Menschen ein Symbol für Hoffnung, Glauben und Freiheit ist.
Ich glaube, genau dieses Winterwetter hat den Moment noch einmal verstärkt. Bei Sonnenschein hätte der Ort sicherlich ebenfalls beeindruckt – aber dieser Nebel und die verschneite Landschaft haben dem Ganzen eine fast mystische Stimmung verliehen.
Für mich war das ohne Frage das Highlight der gesamten Reise.
Jurmala Beach - Ein kilometerlanger Sandstrand im Winter
An einem weiteren Tag wollten wir noch etwas mehr von Lettland entdecken und sind deshalb mit dem Zug nach Jurmala gefahren.
Die Tickets haben wir direkt am Bahnhof gekauft. Das war unkompliziert und günstig, außerdem erklärte uns die Mitarbeiterin direkt, wann unser letzter Zug zurück nach Riga fährt.
Schon die Zugfahrt war entspannt.
Am Strand angekommen erwartete uns ein komplett anderes Bild als man es normalerweise von einem Badeort kennt.
Statt Sonnenliegen und Badegästen lagen Schnee und Eis auf dem kilometerlangen Sandstrand.
Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – hatte dieser Ort etwas ganz Besonderes.
Wir sind lange am Wasser entlang spaziert, haben die Ruhe genossen und uns vorgestellt, wie belebt der Strand wohl im Sommer sein muss.
Ich könnte mir gut vorstellen, Lettland irgendwann noch einmal in der warmen Jahreszeit zu besuchen.
Ein weiterer Tipp für den Sommer: Der Kemeri-Nationalpark
Leider fehlte uns während dieser Reise die Zeit für den Ķemeri-Nationalpark.
Eigentlich stand er auf unserer Liste, aber fünf Tage vergehen in Riga schneller als gedacht.
Wenn ich noch einmal nach Lettland reisen würde – vor allem im Sommer –, würde ich diesen Nationalpark definitiv mit einplanen. Besonders die bekannten Moorlandschaften und Holzstege sehen auf Bildern unglaublich schön aus und wären sicherlich eine tolle Ergänzung zu einem Städtetrip nach Riga.
Mein Fazit: Warum Riga für mich zu den unterschätztesten Reisezielen Europas gehört
Ganz ehrlich?
Diese Reise haben wir damals fast blind gebucht.
Wir wollten einfach noch einmal spontan im Dezember verreisen, hatten ein begrenztes Budget und suchten nach einer Stadt, die wir beide noch nicht kannten.
Dass daraus einer unserer schönsten Winter-Städtetrips werden würde, hätten wir vorher nie gedacht.
Riga hat genau die richtige Größe. Die Altstadt ist gemütlich, alles wirkt entspannt und gleichzeitig gibt es genug zu entdecken. Dazu kommen die verschneite Atmosphäre, der wunderschöne Weihnachtsmarkt, leckeres Essen und außergewöhnliche Ausflugsziele wie der Berg der Kreuze oder Jurmala.
Gerade zur Weihnachtszeit hat die Stadt einen ganz besonderen Charme, den ich so vorher überhaupt nicht erwartet hätte.
Wenn ihr auf der Suche nach einem Reiseziel seid, das noch nicht von Touristen überlaufen ist, dann kann ich euch Riga wirklich ans Herz legen.
Und falls ihr mich fragt, welches Erlebnis mir bis heute am meisten in Erinnerung geblieben ist?
Ganz klar der verschneite Berg der Kreuze.
Allein für diesen Moment würde ich jederzeit wieder nach Lettland reisen.






