

Sri Lanka und Malediven - die perfekte Kombination aus Abendteuer und Erholung
Sri Lanka Rundreise mit Malediven: Meine perfekte Kombination aus Abenteuer, Natur und Erholung
Wenn mich jemand nach einer Reise fragt, die Abenteuer, Natur, Kultur und Entspannung miteinander verbindet, fällt mir sofort eine Kombination ein: eine Sri Lanka Rundreise mit anschließendem Urlaub auf den Malediven.
Genau diese Reise habe ich 2025 selbst gemacht – und obwohl seitdem einige neue Erlebnisse dazugekommen sind, denke ich noch immer regelmäßig daran zurück. Nicht, weil danach nichts Spannendes passiert ist, sondern weil diese Reise so viele unterschiedliche Momente vereint hat: aufregende Tierbeobachtungen, beeindruckende Landschaften, herzliche Begegnungen und schließlich ein paar entspannte Tage im Paradies.
Sri Lanka ist ein Land voller Gegensätze. Auf einer einzigen Reise erlebt man historische Tempel, grüne Teeplantagen, wilde Nationalparks, traumhafte Strände und eine Kultur, die unglaublich lebendig ist.
Gleichzeitig ist Sri Lanka nicht perfekt organisiert – und genau das macht für mich einen Teil des Charmes aus. Der chaotische Verkehr, die bunten Straßen, die spontanen Begegnungen und die herzliche Gastfreundschaft der Menschen machen jede Fahrt und jeden Tag zu einem kleinen Abenteuer.
Unsere Route durch Sri Lanka führte uns von den kulturellen Highlights rund um Sigiriya über die berühmte Zugstrecke nach Ella und eine Elefanten-Safari im Udawalawe Nationalpark bis an die Südküste. Zum Abschluss ging es für einige entspannte Tage auf die Malediven – die perfekte Ergänzung nach zwei intensiven Wochen voller Eindrücke.
Unsere Sri Lanka Route: Von Sigiriya bis an die Südküste
Unsere Rundreise durch Sri Lanka begann in Sigiriya, einer Region, die für viele Reisende zu den absoluten Highlights des Landes gehört.
Hier verbrachten wir zwei Nächte – und schon der erste Stopp zeigte uns, warum Sri Lanka als eines der abwechslungsreichsten Reiseziele Asiens gilt.
Zwischen historischen Bauwerken, tropischer Natur und einer beeindruckenden Tierwelt gibt es in dieser Gegend unglaublich viel zu entdecken.
Sigiriya und Pidurangala Rock: Der perfekte Sonnenaufgang über Sri Lanka
Natürlich durfte bei unserer Reise eines der bekanntesten Wahrzeichen Sri Lankas nicht fehlen: der berühmte Lion Rock.
Noch beeindruckender fand ich persönlich allerdings den Aufstieg zum Pidurangala Rock. Von dort oben hat man einen spektakulären Blick auf den Lion Rock und die umliegende Landschaft – besonders zum Sonnenaufgang.
Für diesen Moment standen wir sehr früh auf.
Über unser Hotel organisierten wir uns ein Tuk-Tuk, das uns noch im Dunkeln zum Ausgangspunkt brachte. Als wir ankamen, war es tatsächlich noch komplett dunkel und die Umgebung wirkte fast ein wenig geheimnisvoll.
Vor der Reise hatte ich gelesen, dass es sich beim Pidurangala Rock um eine leichte Wanderung handelt. Also machte ich das, was ich in warmen Ländern häufiger mache: Ich startete in Flip-Flops und einem langen Kleid.
Das Kleid war tatsächlich gar keine schlechte Entscheidung, denn der Weg führt zunächst durch einen Tempelbereich, in dem Schultern und Knie bedeckt sein müssen.
Die Flip-Flops hingegen waren definitiv nicht die beste Idee.
Pidurangala Rock Wanderung: Warum feste Schuhe die bessere Wahl sind
Von einer entspannten kleinen Wanderung würde ich persönlich nicht sprechen.
Der Weg führt über zahlreiche unregelmäßige Stufen stetig bergauf. Kurz vor dem Aussichtspunkt wird es deutlich anspruchsvoller und aus der Wanderung wird eher eine kleine Kletterpartie.
Um den Gipfel zu erreichen, muss man über große Felsen steigen und sich teilweise den besten Weg suchen.
Mit Flip-Flops war das eine Erfahrung, die ich so schnell nicht vergessen werde – allerdings nicht unbedingt eine, die ich wiederholen möchte.
Mein Tipp für alle, die den Pidurangala Rock besuchen möchten: Zieht feste Schuhe an. Sie machen den Aufstieg deutlich angenehmer und sicherer.
Oben angekommen waren die Strapazen jedoch sofort vergessen.
Als die Sonne langsam über der Landschaft Sri Lankas aufging und der Lion Rock aus dem Morgennebel auftauchte, wussten wir sofort, warum dieser Ort zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Sri Lankas gehört.
Dieser Moment war einer der Höhepunkte unserer gesamten Reise.
Lion Rock oder Pidurangala Rock: Welche Wanderung lohnt sich mehr?
Der Lion Rock ist ohne Frage eines der bekanntesten Wahrzeichen Sri Lankas und für viele Erstbesucher ein absolutes Muss.
Der historische Felsen mit seiner beeindruckenden Lage und Geschichte ist einzigartig. Allerdings ist der Eintritt deutlich teurer und lag bei unserem Besuch bei rund 30 US-Dollar pro Person.
Der Pidurangala Rock kostet dagegen nur einen Bruchteil davon und bietet meiner Meinung nach den spektakuläreren Blick, weil man von dort aus den Lion Rock selbst sehen kann.
Wenn ich heute noch einmal nach Sri Lanka reisen würde, würde ich wahrscheinlich wieder den Pidurangala Rock wählen.
Für eine erste Sri Lanka Reise würde ich trotzdem empfehlen, beide Orte einzuplanen. Sie bieten zwei völlig unterschiedliche Perspektiven auf diese beeindruckende Region.
Affen, Tempel und kleine Momente: Das macht Sri Lanka besonders
Was mir neben den großen Sehenswürdigkeiten besonders gefallen hat, waren die kleinen Begegnungen unterwegs.
Während unserer Wanderungen begegneten wir immer wieder Affen, die durch die Bäume sprangen oder entspannt am Wegesrand saßen.
Sie kamen erstaunlich nah, wirkten dabei aber völlig ruhig.
Genau diese unerwarteten Momente sind es, die Reisen für mich besonders machen. Nicht nur die Sehenswürdigkeiten selbst bleiben im Gedächtnis, sondern auch die Situationen dazwischen.
Dambulla und Kandy: Kultur und die berühmteste Zugfahrt Sri Lankas
Nach unseren Tagen rund um Sigiriya ging unsere Sri Lanka Rundreise weiter Richtung Kandy.
Auf dem Weg dorthin legten wir einen Stopp am Dambulla Cave Temple ein – einem der bedeutendsten kulturellen Highlights Sri Lankas.
Der buddhistische Höhlentempel besteht aus mehreren miteinander verbundenen Höhlen, die mit beeindruckenden Buddha-Statuen, farbenfrohen Wandmalereien und jahrhundertealter Geschichte gefüllt sind.
Schon beim Betreten der Anlage spürt man, dass dieser Ort nicht nur eine Sehenswürdigkeit für Besucher ist, sondern bis heute eine wichtige religiöse Bedeutung für die Menschen vor Ort hat.
Gerade diese Mischung aus Kultur, Spiritualität und Geschichte macht viele Orte in Sri Lanka so besonders.
Kandy: Das kulturelle Herz Sri Lankas
Unsere nächste Station war Kandy, die ehemalige Königsstadt im Zentrum des Landes.
Die Stadt gilt als kulturelles Zentrum Sri Lankas und ist vor allem für den berühmten Zahntempel bekannt. Auch wenn wir nur eine Nacht dort verbrachten, war Kandy für uns der perfekte Ausgangspunkt für eines der absoluten Highlights jeder Sri-Lanka-Reise:
Die Zugfahrt von Kandy nach Ella.
Diese Strecke zählt nicht ohne Grund zu den schönsten Zugfahrten der Welt.
Zugfahrt von Kandy nach Ella: Durch Teeplantagen und Berglandschaften
Schon vor unserer Reise hatten wir gehört, dass die Zugfahrt von Kandy nach Ella ein Erlebnis für sich sein soll.
Und tatsächlich: Sie hielt alles, was wir uns davon versprochen hatten.
Die Bahn schlängelt sich langsam durch die grünen Berge des Hochlands, vorbei an endlosen Teeplantagen, Wasserfällen, kleinen Dörfern und beeindruckenden Aussichtspunkten.
Besonders schön war, dass man während der gesamten Fahrt nicht nur aus dem Fenster schaut, sondern wirklich Teil der Landschaft wird.
Die offenen Türen, der Fahrtwind und die wechselnden Ausblicke machen diese Zugfahrt zu einem Erlebnis, das man nicht einfach nur fotografiert – man erlebt es.
Mein Tipp für alle, die diese Zugstrecke ebenfalls planen:
Reserviert die Tickets unbedingt frühzeitig. Gerade die beliebten Plätze in den schöneren Klassen sind schnell vergeben.
Wir hatten unsere Tickets vorab organisiert und waren froh darüber, denn die Strecke zwischen Kandy und Ella gehört zu den beliebtesten Aktivitäten in Sri Lanka.
Ella: Wandern, Natur und entspannte Atmosphäre
Nach der Zugfahrt erreichten wir Ella – einen kleinen Ort mitten in den Bergen, der sich deutlich entspannter anfühlt als viele andere Stationen unserer Sri Lanka Rundreise.
Ella ist besonders bei Naturliebhabern, Wanderern und Backpackern beliebt.
Der Ort verbindet wunderschöne Landschaften mit gemütlichen Cafés, kleinen Restaurants und einer entspannten Atmosphäre.
Hier verbrachten wir zwei Nächte und nutzten die Zeit, um die Umgebung zu erkunden.
Little Adam’s Peak: Eine einfache Wanderung mit großer Aussicht
Eines unserer Highlights in Ella war die Wanderung zum Little Adam’s Peak.
Im Vergleich zum Pidurangala Rock ist der Aufstieg deutlich einfacher und auch für weniger erfahrene Wanderer gut machbar.
Der Weg führt durch grüne Landschaften und Teeplantagen und bietet bereits während der Wanderung tolle Ausblicke.
Obwohl die Wanderung unkompliziert ist, lohnt sich der Aufstieg besonders wegen der Aussicht vom Gipfel.
Für alle, die in Ella nicht viel Zeit haben, ist der Little Adam’s Peak deshalb eine Sehenswürdigkeit, die ich definitiv empfehlen würde.
Nine Arch Bridge: Das bekannte Fotomotiv in Ella
Natürlich durfte auch die berühmte Nine Arch Bridge nicht fehlen.
Die historische Eisenbahnbrücke gehört zu den bekanntesten Fotospots Sri Lankas und ist nur einen kurzen Spaziergang von Ella entfernt.
Wir haben dort einen klassischen Fotostopp eingelegt – und auch wenn der Ort inzwischen sehr bekannt ist, lohnt sich der Besuch.
Besonders schön ist der Moment, wenn ein Zug über die Brücke fährt und sich durch die grüne Landschaft bewegt.
Auch hier zeigt sich wieder, was Sri Lanka so besonders macht: Selbst bekannte Sehenswürdigkeiten wirken durch die natürliche Umgebung noch einmal ganz anders.
Udawalawe Nationalpark: Elefanten-Safari als eines der größten Highlights unserer Sri Lanka Reise
Nach den kulturellen Sehenswürdigkeiten, den Bergen und den beeindruckenden Landschaften im Landesinneren wartete eines der Erlebnisse auf uns, auf das ich mich besonders gefreut hatte: eine Safari in Sri Lanka.
Zwei Tage verbrachten wir in der Region rund um den Udawalawe Nationalpark – und dieser Aufenthalt gehört bis heute zu meinen schönsten Reiseerinnerungen.
Wer Elefanten liebt, sollte den Udawalawe Nationalpark bei einer Sri Lanka Rundreise unbedingt einplanen.
Schon während der ersten Minuten unserer Safari wurde klar, warum dieser Nationalpark so beliebt ist.
Immer wieder tauchten neue Elefantenherden auf. Manche Tiere liefen entspannt durch die Landschaft, andere standen direkt neben den Wegen oder bewegten sich langsam durch das hohe Gras.
Teilweise hatten wir tatsächlich das Gefühl, von einer Elefantenfamilie zur nächsten zu fahren.
Für viele Menschen sind Elefanten ein Symbol für Sri Lanka – und sie in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten, war für mich ein unglaublich besonderer Moment.
Anders als in Zoos oder Tierparks erlebt man hier Tiere, die einfach ihrem natürlichen Rhythmus folgen.
Genau diese Nähe zur Natur macht eine Safari in Sri Lanka für mich so einzigartig.
Udawalawe oder Yala Nationalpark: Welcher Nationalpark lohnt sich mehr?
Bei der Planung einer Sri Lanka Rundreise stellt sich vielen Reisenden die Frage: Udawalawe oder Yala Nationalpark?
Beide Nationalparks haben ihre eigenen Stärken.
Der Yala Nationalpark ist besonders bekannt für seine Leopardenpopulation. Die Chance, einen Leoparden zu sehen, ist dort höher als in vielen anderen Nationalparks Sri Lankas.
Allerdings gibt es auch im Yala Nationalpark keine Garantie für eine Sichtung.
Der Udawalawe Nationalpark ist dagegen vor allem für seine Elefanten bekannt und bietet sehr gute Möglichkeiten, die Tiere aus nächster Nähe zu beobachten.
Da Elefanten zu meinen absoluten Lieblingstieren gehören, war Udawalawe für mich persönlich die perfekte Wahl.
Eine Leoparden-Sichtung hatten wir dort zwar nicht – allerdings hätte dieser Moment unsere Safari kaum schöner machen können. Die Begegnungen mit den Elefanten waren für mich bereits etwas ganz Besonderes.
Sri Lankas Südküste: Entspannung nach vielen Erlebnissen
Nach den vielen Eindrücken im Landesinneren führte uns unsere Route weiter Richtung Süden.
Nach Tagen voller Kultur, Wanderungen und Safari freuten wir uns darauf, etwas langsamer zu machen und das Meer zu genießen.
Unsere letzten Tage in Sri Lanka verbrachten wir in Weligama und Mirissa – zwei Orte an der Südküste, die unterschiedlicher kaum sein könnten.
Weligama und Mirissa: Surfen, Strände und Sonnenuntergänge
Weligama ist besonders bei Surfern beliebt und bietet ideale Bedingungen für Anfänger und alle, die ihre ersten Erfahrungen auf dem Brett sammeln möchten.
Mirissa hingegen wirkt etwas entspannter und ist bekannt für seine schönen Strände, gemütlichen Restaurants und spektakulären Sonnenuntergänge.
Wir verbrachten in dieser Zeit viel Zeit am Meer, gingen fast täglich surfen und genossen dieses besondere Lebensgefühl, das die Südküste Sri Lankas ausstrahlt.
Nach den vielen Erlebnissen der vergangenen Tage war es schön, einfach mal weniger zu planen und den Moment zu genießen.
Die schönsten Ausflüge rund um Weligama und Mirissa
Auch an der Südküste gibt es einige Orte, die man während einer Sri Lanka Reise nicht verpassen sollte.
Besonders gefallen haben mir:
Turtle Beach
Am Turtle Beach kann man mit etwas Glück Meeresschildkröten beobachten, die relativ nah an die Küste kommen.
Diese Begegnungen wirken zunächst fast unwirklich: Man steht im Wasser und plötzlich taucht neben einem eine Schildkröte auf.
Auch wenn man natürlich respektvoll Abstand halten sollte, sind solche Momente etwas, das man nicht so schnell vergisst.
Coconut Hill in Mirissa
Ein weiterer schöner Ort ist Coconut Hill in Mirissa.
Die kleine Landzunge mit den vielen Palmen bietet einen wunderschönen Blick über den Indischen Ozean und ist besonders zum Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang ein beliebter Fotospot.
Für mich waren es genau diese ruhigen Momente am Meer, die einen perfekten Ausgleich zu den vielen Abenteuern der ersten Hälfte unserer Reise geschaffen haben.
Nach fast zwei Wochen voller Eindrücke, Begegnungen und neuer Erfahrungen hieß es jedoch langsam Abschied nehmen von Sri Lanka.
Doch unsere Reise war noch nicht vorbei.
Denn als nächstes wartete ein kompletter Kontrast auf uns:
Die Malediven.
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Normalerweise nehme ich euch mit an die Amalfiküste, nach Südafrika oder auf tropische Inseln. Heute bleiben wir allerdings in meiner Heimat Thüringen.
Genauer gesagt an einem Ort, den ich wahrscheinlich besser kenne als jeden anderen auf dieser Welt.
Nicht, weil ich ihn so oft besucht habe.
Sondern weil ich dort seit meiner Kindheit mitwirke.
Vor rund 16 Jahren stand hier eine kleine Glühweinhütte. Mehr nicht. Ein paar Besucher, etwas Weihnachtsmusik und die Idee, den Menschen in der Adventszeit einen gemütlichen Treffpunkt zu schaffen.
Dass daraus einmal ein Lichterpark mit fast 300.000 Lichtern, handgeschnitzten Kunstwerken, einem Weihnachtsbaumverkauf und tausenden Besuchern entstehen würde, hätte damals wahrscheinlich niemand gedacht.
Deshalb ist dieser Reisebericht für mich auch etwas Besonderes.
Er ist kein klassischer Reisebericht.
Er ist die Geschichte eines Ortes, den ich über viele Jahre wachsen sehen durfte – und den ich euch heute aus tiefster Überzeugung als Winterausflug empfehlen kann.
Schon die Anfahrt entschleunigt
Wer über die A9 anreist, nimmt die Ausfahrt Lederhose. Allein der Name sorgt meistens schon für das erste Schmunzeln.
Von dort sind es nur wenige Minuten bis nach Münchenbernsdorf. Kurz bevor ihr das Gelände erreicht, führt die Straße durch den Wald. Zwischen den Bäumen beginnen schon die ersten Lichter zu glitzern. Genau dieser Moment sorgt jedes Jahr wieder für Vorfreude.
Die Parkeinweiser begrüßen die Besucher, Autos rollen langsam auf die großzügigen Parkflächen und die Hektik des Alltags bleibt gefühlt schon am Eingang zurück.
Wenn ich euch einen Tipp geben darf: Kommt besonders am Wochenende lieber etwas früher. Holt euch einen heißen Glühwein oder Kakao, genießt die ersten Minuten in Ruhe und wartet gemeinsam auf den Moment, wenn die Lichter eingeschaltet werden. Genau dann beginnt die Magie.
Weihnachtsbaum aussuchen gehört einfach dazu
Noch bevor sich am Nachmittag die Tore des Lichterparks öffnen, herrscht auf dem Gelände bereits reges Treiben.
Vom ersten Advent bis zum 23. Dezember findet täglich von 9 bis 20 Uhr der Weihnachtsbaumverkauf statt. Viele Familien verbinden den Besuch inzwischen miteinander: Erst wird gemeinsam der perfekte Weihnachtsbaum ausgesucht und später, wenn es langsam dunkel wird, geht es weiter in den Lichterpark.
An den Wochenenden könnt ihr euren Weihnachtsbaum sogar selbst schlagen. Zwischen 9 und 16 Uhr wird daraus für viele Familien inzwischen eine kleine Adventstradition.
Wenn fast 300.000 Lichter den Wald verwandeln
Punkt 16 Uhr verändert sich die Stimmung.
Nach und nach beginnen fast 300.000 kleine Lichter zu leuchten. Wege, Bäume und Figuren werden mal in warmes, mal in kühles Licht getaucht und plötzlich wirkt der ganze Park wie eine kleine Weihnachtswelt.
Viele Besucher erzählen später denselben Satz:
“Sobald man durch das Eingangstor läuft, fühlt es sich an wie eine andere Welt.”
Und genau das beschreibt den Lichterpark wahrscheinlich am besten.
Es ist kein Ort, durch den man einfach hindurchläuft.
Man bleibt stehen.
Schaut sich um.
Entdeckt kleine Details.
Und vergisst für einen Moment den Alltag.
Märchenfiguren, die jedes Jahr ein wenig anders wirken
Obwohl ich im Dezember fast täglich zwischen den Figuren unterwegs bin, gibt es Momente, in denen ich selbst noch kurz stehen bleibe.
Gerade wenn am frühen Abend langsam alle Lichter angehen, wirken die riesigen Holzfiguren jedes Jahr wieder ein bisschen anders.
Das liegt auch daran, dass wir sie immer wieder neu in Szene setzen. Mal verändert sich die Beleuchtung, mal bekommt eine Figur einen neuen Platz oder eine neue Kulisse. Dadurch entdeckt selbst jemand wie ich, der den Park seit Jahren kennt, immer wieder neue Blickwinkel.
Internationale Kettensägenkünstler haben über viele Jahre hinweg beeindruckende Märchenwelten erschaffen. Rapunzel, Hänsel und Gretel, das tapfere Schneiderlein, Rübezahl oder die Eiskönigin – überall warten kleine Szenen darauf, entdeckt zu werden.
Viele Figuren laden außerdem zum Mitmachen ein. Ihr könnt auf einem Drachenthron Platz nehmen, euch in eine alte Lokomotive setzen oder gemeinsam mit Rübezahl Erinnerungsfotos machen.
Gerade Kinder laufen mit großen Augen durch den Park.
Und ehrlich gesagt stehen ihnen die Erwachsenen dabei oft in nichts nach.
Ein Ort, an dem selbst ich manchmal kurz durchatme
Mitten im Park befindet sich eines der beeindruckendsten Kunstwerke.
Das lebensgroße letzte Abendmahl aus Holz.
Sieben internationale Kettensägenkünstler haben über mehrere Jahre an diesem Projekt gearbeitet. Heute wird die Szene stimmungsvoll beleuchtet und durch eine Überdachung geschützt.
Ich laufe im Dezember eigentlich selten bewusst dort vorbei.
Aber es gab schon einige Abende, nachdem die letzten Besucher den Park verlassen hatten und langsam Ruhe eingekehrt war, an denen ich noch einmal dort oben stehen geblieben bin.
Einfach, um kurz durchzuatmen.
Die Beleuchtung, die Stille und dieses riesige Kunstwerk schaffen eine Atmosphäre, die man nur schwer beschreiben kann.
Durch den Lichtertunnel schlendern
Einer meiner Lieblingsorte ist der lange Lichtertunnel.
Schon von Weitem zieht er alle Blicke auf sich. Tausende kleine Lichter bilden ein leuchtendes Dach über den Köpfen der Besucher.
Mittendrin befinden sich liebevoll dekorierte Verkaufsstände mit Weihnachtsdekoration, Geschenkideen und kleinen Mitbringseln.
Ich habe schon oft beobachtet, wie Menschen eigentlich nur kurz hindurchlaufen wollten und eine halbe Stunde später immer noch dort standen und gestöbert haben.
Verlaufen ausdrücklich erlaubt
Im unteren Bereich wartet ein weiteres Highlight auf Familien.
Das große beleuchtete Labyrinth.
Eigentlich richtet es sich an Kinder.
In der Praxis verirren sich dort aber mindestens genauso viele Erwachsene.
Es ist herrlich zu beobachten, wie zuerst die Kinder losrennen und wenig später die Eltern genauso ratlos nach dem Ausgang suchen.
Olaf, der Weihnachtsmann und viele strahlende Gesichter
Wer den Park am Wochenende besucht, sollte die Augen offen halten.
Regelmäßig sind Olaf, zwei Eisbären, ein Elch und natürlich der Weihnachtsmann auf dem Gelände unterwegs.
Für Kinder sind sie das absolute Highlight.
Und spätestens wenn die Erwachsenen anfangen, genauso viele Erinnerungsfotos zu machen wie ihre Kinder, merkt man schnell, dass Weihnachten eben keine Frage des Alters ist.
Je nach Wochenende sorgen außerdem Livemusik, Feuershows oder Moderationen für zusätzliche Highlights. Deshalb gleicht kaum ein Besuch dem anderen.
Thüringer Gemütlichkeit statt Weihnachtsmarkt-Hektik
Natürlich gehört gutes Essen zu einem gelungenen Winterabend dazu.
Im Park gibt es unter anderem Thüringer Rostbrätel, Flammkuchen, Ofenbrot, Pilzpfanne, Fischbrötchen, Burger, Gulaschsuppe am Wochenende, gebrannte Mandeln, heißen Kakao und natürlich Glühwein.
Was ich dabei besonders mag:
Der Lichterpark versucht gar nicht, der größte Weihnachtsmarkt zu sein.
Es geht nicht um möglichst viele Buden.
Es geht nicht um Konsum.
Es geht um Atmosphäre.
Um Gespräche.
Und um Menschen, die gemeinsam einen schönen Winterabend verbringen.
Jeder erlebt den Park ein bisschen anders
Obwohl ich hier seit meiner Kindheit mitwirke, entdecke ich den Lichterpark jedes Jahr ein Stück weit neu.
Nicht, weil sich alles verändert.
Sondern weil ich die Reaktionen der Besucher sehe.
Familien, die zum ersten Mal unter dem Lichtertunnel stehen.
Kinder, die staunend durch das Labyrinth laufen.
Großeltern, die ihren Enkeln die Märchenfiguren zeigen.
Und Menschen, die sich einfach irgendwo mit einem Glühwein hinstellen und den Moment genießen.
Genau diese Begegnungen machen den Lichterpark jedes Jahr aufs Neue besonders.
Mein Fazit
Ich durfte in den vergangenen Jahren viele wunderschöne Orte dieser Welt bereisen.
Tropische Strände.
Historische Städte.
Beeindruckende Nationalparks.
Und trotzdem gibt es einen Ort, auf den ich mich jedes Jahr wieder freue.
Nicht, weil ich dort Urlaub mache.
Sondern weil ich jedes Jahr miterleben darf, wie Menschen den Park zum ersten Mal betreten und für ein paar Stunden den Alltag vergessen.
Genau deshalb wollte ich diesen Artikel schreiben.
Nicht, weil es unser Familienunternehmen ist.
Sondern weil ich überzeugt bin, dass besondere Ausflugsziele nicht immer am anderen Ende der Welt liegen müssen.
Manchmal findet man sie direkt vor der eigenen Haustür.
Und vielleicht geht es euch nach einem Besuch im Seliger’s Lichterpark genauso.
Instagram: https://www.instagram.com/seligers_weihnachtsbaeume?igsh=dGlvd2NjankxbDdz&utm_source=qr

Indonesien
Bali & Singapur
Solo-Reise nach Bali und Singapur: Wie ein gestrichener Rückflug meine Reise verändert hat
Manche Reisen plant man monatelang bis ins kleinste Detail. Man liest Reiseführer, speichert Orte auf Google Maps und überlegt sich schon vor der Abreise, welche Cafés, Strände und Sehenswürdigkeiten man besuchen möchte.
Und dann gibt es diese Reisen, bei denen plötzlich nichts mehr nach Plan läuft – und genau dadurch alles besonders wird.
Meine dreiwöchige Solo-Reise nach Bali und Singapur sollte eigentlich ganz unkompliziert werden: einige Tage Bali, anschließend ein kurzer Aufenthalt in Singapur und danach zurück nach Deutschland. Dass ausgerechnet ein gestrichener Rückflug dazu führen würde, dass ich die Reise völlig anders erleben würde als geplant, konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen.
Rückblickend war genau dieser ungeplante Umweg das Beste, was mir passieren konnte.
Bali in der Regenzeit: Mein chaotischer Start in die Reise
Mein Abenteuer begann Ende Februar auf Bali – mitten in der Regenzeit. Schon bei meiner Ankunft am Flughafen in Denpasar wurde ich daran erinnert, dass selbst gelernte Tourismuskauffrauen nicht immer perfekt vorbereitet sind.
Das E-Visum hatte ich natürlich nicht vorab ausgefüllt.
Nach einem langen Flug stand ich also mit meinem Gepäck am Flughafen, suchte eine halbwegs stabile Internetverbindung und versuchte, sämtliche Formulare auszufüllen. Die Verbindung war eher bescheiden und meine Geduld wurde direkt auf die Probe gestellt.
Nicht unbedingt der entspannteste Start in eine Reise – aber nach einigen Versuchen war alles erledigt und mein Bali-Abenteuer konnte endlich beginnen.
Von Denpasar ging es weiter nach Ubud, meinem ersten Stopp auf der Insel.
Ubud: Yoga, Reisfelder und Entschleunigung im Herzen Balis
Meine Unterkunft in Ubud lag mitten im Grünen. Ein Infinity-Pool mit Blick auf die umliegenden Reisfelder klang nach dem perfekten Ort, um nach der langen Anreise anzukommen.
Zumindest theoretisch.
Praktisch regnete es während meines Aufenthalts immer wieder. Anstatt stundenlang am Pool zu liegen, verbrachte ich mehr Zeit damit, den tropischen Regen zu beobachten und die besondere Atmosphäre dieser Jahreszeit auf Bali auf mich wirken zu lassen.
Genau das machte Ubud für mich so besonders.
Der Ort hat eine ganz eigene Energie. Zwischen Tempeln, kleinen Cafés, Reisfeldern und dichter tropischer Vegetation dreht sich vieles um Yoga, Meditation, Wellness und einen bewussteren Lebensstil.
Ich hatte mir vorgenommen, Bali nicht wie eine Checkliste abzuarbeiten. Deshalb standen nicht möglichst viele Sehenswürdigkeiten pro Tag auf meinem Programm, sondern genau das Gegenteil: Yoga, Pilates, Meditation, Spaziergänge, gutes Essen und Zeit für meine Arbeit als Content Creator.
Meine Highlights in Ubud: Alchemy, Pyramids of Chi und Campuhan Ridge Walk
Besonders gefallen haben mir das Alchemy, die Pyramids of Chi und der Campuhan Ridge Walk.
Gerade der Campuhan Ridge Walk war für mich einer dieser Orte, an denen man nicht unbedingt eine spektakuläre Sehenswürdigkeit erwartet, aber trotzdem gerne länger bleibt. Der Weg durch die grüne Landschaft, die Ruhe am frühen Morgen und die Aussicht auf die umliegenden Hügel gehören zu den Momenten, die Bali für mich ausmachen.
Auf die bekannten Instagram-Spots wie den Jungle Swing habe ich bewusst verzichtet. Nicht, weil diese Orte grundsätzlich schlecht sind, sondern weil ich Bali anders erleben wollte. Mich reizten weniger perfekte Fotomotive und mehr die kleinen Momente dazwischen.
Nordbali: Warum sich ein Aufenthalt in Munduk lohnt
Nach einigen Tagen in Ubud ging meine Reise weiter Richtung Norden. Für die Strecke hatte ich mir einen privaten Fahrer organisiert und mehrere Stopps eingeplant.
Schon die Fahrt selbst war ein Erlebnis. Während sich die Straßen langsam von den belebteren Gegenden entfernten, wurde die Landschaft immer grüner und ruhiger.
Ein erster Stopp war der Leke-Leke Waterfall. Der Weg dorthin führte durch dichten Wald und die natürliche Umgebung machte den Wasserfall für mich besonders sehenswert.
Auch der Pura Ulun Danu Beratan war ein beeindruckender Anblick. Der berühmte Wassertempel liegt am Bratan-See und wirkt durch seine Lage fast so, als würde er auf dem Wasser schweben.
Mein eigentliches Highlight im Norden Balis war jedoch die Region rund um Munduk und der Sekumpul Waterfall.
Munduk und Sekumpul Wasserfall: Das ruhige Bali abseits der bekannten Orte
Schon meine Unterkunft in Munduk war ein Erlebnis für sich. Ein Infinity-Pool mit Blick über den Regenwald, absolute Stille und diese besondere Atmosphäre, die man in den touristischeren Regionen Balis teilweise vermisst.
Nach Tagen voller Geräusche, Verkehr und neuer Eindrücke fühlte sich dieser Ort unglaublich entschleunigend an.
Den Sekumpul-Wasserfall selbst habe ich nicht von unten besucht, sondern die Aussicht von oben genossen. Bei einer Limonade in der nahegelegenen Hanging Restaurant & Bar saß ich einfach da und ließ diesen Moment auf mich wirken.
Genau diese Situationen bleiben mir von Reisen oft am stärksten im Gedächtnis: nicht unbedingt die größten Sehenswürdigkeiten, sondern die Momente, in denen man einfach innehält.
Warum Nordbali mehr als einen Tagesausflug wert ist
Viele Reisende besuchen den Norden Balis nur im Rahmen eines Tagesausflugs. Ich persönlich würde davon abraten.
Die Fahrtzeiten sind nicht zu unterschätzen und gerade die Ruhe dieser Region ist etwas, das man nicht zwischen zwei Programmpunkten erleben kann.
Wer nach Bali reist und nicht nur die bekannten Orte sehen möchte, sollte meiner Meinung nach mindestens ein bis zwei Nächte in Munduk einplanen. Die Region zeigt eine andere Seite der Insel: grüner, ruhiger und deutlich weniger hektisch.
Ein gestrichener Rückflug: Als meine Bali-Reise plötzlich anders verlief
Eigentlich sollte meine Reise nach dem Aufenthalt im Norden Balis noch weiter nach Uluwatu gehen. Ich hatte bereits Pläne gemacht, Unterkünfte angeschaut und mich darauf gefreut, noch eine weitere Facette der Insel kennenzulernen.
Doch genau in diesem Moment kam die Nachricht, die alles veränderte:
Mein Rückflug wurde gestrichen.
Plötzlich ging es nicht mehr darum, welchen Tempel oder welchen Strand ich als Nächstes besuchen wollte. Die einzige Frage war: Wie komme ich überhaupt wieder nach Hause?
Im ersten Moment war ich ehrlich gesagt ziemlich überfordert. Eine gestrichene Rückreise bedeutet nicht nur, einen neuen Flug zu finden. Es bedeutet auch, Unterkünfte neu zu planen, Termine zu verschieben und sich mit einer Situation auseinanderzusetzen, auf die man überhaupt nicht vorbereitet war.
Nach kurzem Überlegen entschied ich mich jedoch bewusst gegen weiteren Stress.
Statt noch mehr zu organisieren und möglichst schnell einen Ersatzplan aufzustellen, wollte ich einfach einen Ort finden, an dem ich zur Ruhe kommen konnte.
Meine Wahl fiel auf Canggu.
Canggu: Surfen, Wellness und ein Alltag ohne festen Plan
Die nächsten Tage in Canggu waren ganz anders als der ursprüngliche Teil meiner Bali-Reise.
Während Ubud für mich vor allem Ruhe, Spiritualität und Natur bedeutete, fühlte sich Canggu lebendiger und internationaler an. Hier treffen Surfer, digitale Nomaden, Yogis, Kreative und Reisende aus aller Welt aufeinander.
Mein Tagesablauf hatte plötzlich keinen festen Plan mehr – und genau das tat gut.
Ich verbrachte meine Zeit mit Surfen, Yoga, Pilates, Eisbädern, Saunagängen, Training im Fitnessstudio und langen Spaziergängen. Dazwischen gab es gutes Essen, Gespräche mit neuen Menschen und viele kleine Momente, für die im normalen Alltag oft wenig Platz bleibt.
Eigentlich hatte ich diese ungeplanten Tage zunächst als notwendige Verlängerung gesehen. Im Nachhinein waren sie aber einer der wertvollsten Teile meiner Reise.
Denn manchmal merkt man erst, wie sehr man eine Pause braucht, wenn man sie plötzlich bekommt.
Ich arbeitete, fotografierte, erstellte Content und genoss es, meinen Tag nach meinem eigenen Rhythmus zu gestalten. Ohne ständige To-do-Liste, ohne Zeitdruck und ohne das Gefühl, möglichst viel sehen zu müssen.
Was ich auf Bali wirklich gesucht habe
Wenn ich heute auf meinen Bali-Aufenthalt zurückblicke, fällt mir auf, dass ich gar nicht die meisten Sehenswürdigkeiten der Insel gesehen habe.
Ich war nicht an jedem berühmten Strand, habe nicht jede bekannte Sehenswürdigkeit besucht und habe nicht versucht, möglichst viele Orte auf meiner Karte abzuhaken.
Und genau das war vielleicht das Schönste daran.
Bali hat mir nicht die perfekte Postkartenreise beschert, die ich ursprünglich geplant hatte. Stattdessen hat mir die Insel etwas anderes gegeben: Zeit.
Zeit, langsamer zu werden. Zeit, neue Menschen kennenzulernen. Zeit, wieder mehr auf mein eigenes Gefühl zu hören.
Als ich Bali schließlich verlassen musste, hatte ich nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Vielmehr hatte ich das Gefühl, genau das erlebt zu haben, was ich zu diesem Zeitpunkt gebraucht hatte.
Doch während ich auf Bali langsam zur Ruhe gekommen war, wartete in Singapur bereits ein kompletter Kontrast auf mich.
Singapur: Der perfekte Gegensatz zu Bali
Nach den ruhigen Tagen zwischen Reisfeldern, Regenwald und Stränden hätte der Wechsel kaum größer sein können.
Während Bali vor allem durch Natur, Spiritualität und Gelassenheit geprägt war, empfing mich Singapur mit futuristischer Architektur, beeindruckender Ordnung und einer Skyline, die wie aus einem Science-Fiction-Film wirkt.
Schon der Anflug auf Singapur war spektakulär.
Unter mir erstreckte sich die Küste mit unzähligen Containerschiffen, während die Hochhäuser der Stadt immer näher kamen. Die Größe und Organisation dieser Metropole waren bereits aus der Luft beeindruckend.
Und spätestens beim Betreten des Flughafens wurde klar: Singapur ist anders.
Jewel Changi Airport: Ein Flughafen, der selbst zur Sehenswürdigkeit wird
Normalerweise verbindet man einen Flughafen mit Warten, Umsteigen und möglichst schnellem Weiterreisen.
Der Jewel Changi Airport ist jedoch eine Ausnahme.
Tropische Pflanzen, riesige Wasserfälle, moderne Architektur und futuristische Skytrains sorgen dafür, dass man fast vergisst, dass man sich überhaupt an einem Flughafen befindet.
Allein dieser Ort wäre für viele Reisende bereits einen Besuch wert.
Für mich war es der perfekte erste Eindruck von Singapur: eine Stadt, die Technik und Natur miteinander verbindet.
Die nächste Herausforderung: Einreise ohne gültiges Rückflugticket
Allerdings begann mein Aufenthalt zunächst mit einer weiteren kleinen Herausforderung.
Da mein ursprünglicher Rückflug gestrichen worden war, hatte ich plötzlich kein gültiges Ausreiseticket mehr. Für die Einreise nach Singapur musste ich jedoch genau dieses vorweisen können.
Also musste ich kurzfristig handeln.
Ich buchte einen Flug nach Malaysia, den ich später nie antreten würde – nur um ein gültiges Weiterreiseticket nachweisen zu können.
Es war definitiv nicht die eleganteste Lösung, aber in diesem Moment ging es vor allem darum, überhaupt weiterzukommen.
Nachdem auch diese Hürde gelöst war, verbrachte ich mehrere Stunden am Flughafen und versuchte herauszufinden, wie meine tatsächliche Rückreise nach Deutschland aussehen würde.
Dann kam endlich die gute Nachricht.
Die Mitarbeiter von Qatar Airways waren unglaublich hilfsbereit und suchten gemeinsam mit mir nach einer Lösung. Nach vielen Gesprächen wurde ich schließlich kostenfrei auf einen Flug mit Air China über Peking umgebucht.
Was sich wenige Stunden zuvor noch wie ein großes Problem angefühlt hatte, entwickelte sich plötzlich zu einer unerwarteten Chance.
Denn statt nur wenige Stunden in Singapur zu verbringen, hatte ich nun mehrere zusätzliche Tage in dieser faszinierenden Stadt vor mir.
Singapur entdecken: Zwischen Skyline, Gärten und Formel-1-Momenten
Was zunächst wie eine ungeplante Verlängerung meiner Reise aussah, entwickelte sich schnell zu einem der schönsten Abschnitte meiner gesamten Solo-Reise nach Bali und Singapur.
Statt nur auf meinen Rückflug zu warten, entschied ich mich, jede zusätzliche Minute in dieser außergewöhnlichen Stadt zu nutzen.
Mein Hotel lag etwas außerhalb des Stadtzentrums, hatte aber einen wunderschönen Blick auf die Skyline und war dank der hervorragenden öffentlichen Verkehrsmittel perfekt angebunden. Genau das ist einer der Punkte, die Singapur so angenehm machen: Trotz der Größe der Stadt kommt man schnell und unkompliziert von einem Ort zum nächsten.
Meine Tage begannen meistens mit einer Runde im Fitnessstudio und Zeit am Pool, bevor ich mich auf den Weg machte, die verschiedenen Viertel und Sehenswürdigkeiten der Stadt zu erkunden.
Dabei wurde mir schnell klar: Singapur ist nicht nur ein Ort, den man besucht, um bestimmte Attraktionen abzuhaken. Die Stadt lebt vor allem von ihren Kontrasten.
Moderne Wolkenkratzer stehen direkt neben tropischen Grünanlagen, futuristische Architektur trifft auf traditionelle Viertel und trotz der Größe wirkt die Stadt erstaunlich entspannt.
Marina Bay: Mein persönlicher Formel-1-Moment in Singapur
Für mich als Formel-1-Fan gab es einen Ort, der natürlich ganz oben auf meiner Liste stand: die Strecke des Singapur Grand Prix.
Entlang der Marina Bay zu laufen und die berühmten Streckenabschnitte mit eigenen Augen zu sehen, war ein besonderer Moment.
Für Menschen, die mit Motorsport nichts anfangen können, klingt das wahrscheinlich unspektakulär. Für mich war es jedoch genau einer dieser Augenblicke, die man auf Reisen nicht planen kann.
Ich stand dort, wo jedes Jahr einige der spektakulärsten Rennen der Formel 1 stattfinden, und konnte mir kaum vorstellen, dass dieselben Straßen normalerweise von Rennwagen mit über 300 km/h befahren werden.
Diese Verbindung aus meiner persönlichen Leidenschaft und dem Gefühl, tatsächlich an diesem Ort zu sein, machte diesen Moment für mich besonders.
Gardens by the Bay: Das Wahrzeichen von Singapur
Einer der Orte, die bei keiner Singapur-Reise fehlen dürfen, sind die Gardens by the Bay.
Schon beim ersten Blick auf die riesigen Supertrees merkt man, dass Singapur einen ganz eigenen Weg geht. Die Stadt zeigt eindrucksvoll, dass moderne Architektur und Natur kein Gegensatz sein müssen.
Besonders beeindruckt haben mich:
- der Cloud Forest
- der Flower Dome
- der OCBC Skyway
Der Cloud Forest mit seinem riesigen Wasserfall wirkt fast unwirklich. Zwischen tropischen Pflanzen, Nebel und moderner Architektur fühlt man sich eher wie in einer anderen Welt als mitten in einer Großstadt.
Doch mein persönliches Highlight war die abendliche Lichtshow der Supertrees.
Die Supertree Grove Lichtshow: Einer meiner schönsten Momente der Reise
Noch heute denke ich gerne an diese Abende zurück.
Ich setzte mich unter die beleuchteten Supertrees, hörte die Musik und beobachtete, wie die riesigen Baumkonstruktionen langsam zum Leben erwachten. Die Kombination aus Licht, Klang und der Skyline im Hintergrund hatte etwas unglaublich Besonderes.
Ich blieb nicht nur einmal länger dort als geplant.
Eigentlich wollte ich nur kurz vorbeischauen – und saß am Ende doch wieder da, weil ich mich von dieser Atmosphäre nicht lösen konnte.
Genau solche Momente machen für mich das Reisen aus. Es sind nicht immer die größten Abenteuer oder spektakulärsten Sehenswürdigkeiten. Manchmal ist es einfach dieses Gefühl, irgendwo zu sitzen und zu denken: „Genau jetzt möchte ich nirgendwo anders sein.“
Weitere Singapur-Highlights: Universal Studios, Marina Bay Sands und kleine Entdeckungen
Neben den großen Sehenswürdigkeiten waren es auch die vielen kleinen Erlebnisse, die meinen Aufenthalt in Singapur besonders gemacht haben.
Die Universal Studios Singapore sorgten für einen abwechslungsreichen Tag und waren eine schöne Abwechslung zu Architektur und Sightseeing.
Auch der Blick auf die Skyline vom Marina Bay Sands gehört zu den klassischen Singapur-Erlebnissen, die trotzdem nichts von ihrer Faszination verlieren.
Was ich an Singapur besonders mochte: Die Stadt fühlt sich trotz ihrer Größe nicht erdrückend an.
Zwischen den Hochhäusern findet man Parks, Gärten, Wasserflächen und ruhige Orte, an denen man einfach kurz stehen bleiben kann.
Mein Fazit zu Singapur: Eine Stadt, die mich überrascht hat
Eigentlich war ich nie jemand, der sich besonders zu Großstädten hingezogen gefühlt hat.
Normalerweise suche ich auf Reisen eher Berge, Meer, Natur und Orte, an denen man abschalten kann.
Singapur hat diese Einstellung verändert.
Die Stadt hat mir gezeigt, dass eine Metropole nicht automatisch hektisch und anonym sein muss. Singapur ist modern, sauber, sicher und unglaublich gut organisiert – gleichzeitig aber voller Grünflächen und besonderer Orte, die zum Verweilen einladen.
Genau diese Mischung hat mich begeistert.
Fazit meiner Solo-Reise nach Bali und Singapur
Wenn ich heute auf meine dreiwöchige Reise zurückblicke, denke ich nicht mehr an den gestrichenen Rückflug oder die Unsicherheit, die damit verbunden war.
Ich denke an Bali in der Regenzeit, an Yoga zwischen tropischem Grün, an die Wasserfälle im Norden, an ruhige Momente in Munduk und an die Tage in Canggu, an denen ich gelernt habe, ohne festen Plan zu genießen.
Ich denke an Singapur, an die Lichter der Supertrees, an die Marina Bay, an die Formel-1-Strecke und an das Gefühl, eine Stadt entdeckt zu haben, die ich ursprünglich gar nicht geplant hatte.
Diese Reise hat mir gezeigt, dass nicht immer die perfekt geplanten Reisen die schönsten sind.
Manchmal entstehen die besten Erinnerungen genau dann, wenn etwas nicht nach Plan läuft.
Mein gestrichener Rückflug war zunächst ein Problem. Am Ende war er der Grund dafür, dass ich Bali noch intensiver erleben und Singapur überhaupt entdecken durfte.
Und genau deshalb werde ich diese Reise wahrscheinlich nie vergessen.
Ausflüge Bali
- Ubud Wasserfall & Reisterassentour
- Mount Batur zum Sonnenaufgang
- ATV-Tour durch den Dschungel
- Ijen 3-Tages Reise
- Delfintour im Norden Balis
- Feuertanzshow Bali
Ausflüge Singapur

Lettland
Riga im Winter
Manchmal entstehen die schönsten Reisen völlig spontan. Genau so war es bei unserem Wintertrip nach Riga. Eigentlich wollten wir im Dezember einfach noch einmal für ein paar Tage dem Alltag entfliehen. Das Budget war überschaubar, wir hatten beide bereits einige Reisen hinter uns und suchten einfach nach einem Ziel, das wir beide noch nicht kannten. Bei der Recherche tauchte plötzlich Riga auf. Ein kurzer Blick auf die Sehenswürdigkeiten, der berühmte Berg der Kreuze und ein stimmungsvoller Weihnachtsmarkt - mehr brauchten wir eigentlich nicht. Wenige Minuten später waren die Flüge gebucht.
Riga gehört für mich zu den unterschätztesten Städtereisezielen Europas. Gerade zur Weihnachtszeit entfaltet die lettische Hauptstadt ihren ganze eigenen Charme. Verschneite Gassen, trockene Winterkälte, gemütliche Cafés und historische Gebäude sorgen für eine Atmosphäre, die man so nur selten erlebt.
Anreise nach Riga - Direktflug ab Berlin
Wir sind direkt mit Ryanair von Berlin nach Riga geflogen. Der Flug dauert gerade einmal rund zwei Stunden und eignet sich deshalb perfekt für einen verlängerten Wochenendtrip oder einen fünftägigen Städtetrip.
Schon bei der Landung fiel uns auf, wie ruhig alles war. Kein hektisches Großstadtgefühl, sondern eine entspannte Atmosphäre. Genau das sollte sich während der gesamten Reise bestätigen. Für den Transfer vom Flughafen in die Innenstadt hatten wir vorab über Booking einen Shuttle gebucht. Das funktionierte problemlos und brachte uns direkt bis vor unser Hotel.
Unser Hotel in Riga
Unser Hotel lag sehr zentral. Gegenüber befand sich zwar gerade eine Baustelle, gestört hat uns das allerdings kaum. Dadurch konnten wir die Altstadt bequem zu Fuß erkunden und mussten nur selten auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen.
Gerade im Winter empfand ich die zentrale Lage als großen Vorteil. Nach ein paar Stunden auf dem Weihnachtsmarkt oder einem längeren Spaziergang durch die verschneite Altstadt war man schnell wieder im Warmen.
Fortbewegung in Riga - Mein Geheimtipp heißt Bolt
Wenn ich einen einzigen Tipp für Riga geben müsste, dann wäre es dieser: Ladet euch Bolt herunter.
Während unseres Aufenthalts war Bolt unglaublich günstig. Viele Fahrten kosteten gerade einmal vier oder fünf Euro. Dadurch mussten wir überhaupt nicht überlegen, ob wir laufen oder fahren. Gerade im Winter, wenn es draußen dauerhaft unter null Grad hat, spart man sich damit einiges an Zeit und bleibt trotzdem flexibel. Für längere Strecken - beispielsweise nach Jurmala - haben wir dagegen den Zug genutzt. Auch das funktionierte überraschend unkompliziert.
Riga zur Weihnachtszeit - Eine Stadt voller Atmosphäre
Wir hatten mit dem Wetter wirklich Glück. Statt Regen erwarteten uns angenehme Minusgrade von ungefähr fünf Grad. Die Kälte war trocken und dadurch wesenlich angenehmer als die feuchte Winterkälte, die man häufig aus Deutschland kennt. Dazu kamen verschneite Straßen, festlich geschmückte Häuser und überall kleine Lichterketten. Gerade abends wirkte Riga unglaublich gemütlich. Der Weihnachtsmakrt gehört zwar nicht zu den größten Europas, dafür aber definitiv zu den stimmungsvollsten. Zwischen den kleinen Holzhütten gab es regionales Kunsthandwerk, warme Getränke und jede Menge lettische Spezialitäten zu entdecken. Ich habe dort gefühlt jeden Abend Pelmeni gegessen - mal klassisch gekocht, mal angebraten und jedes Mal mit einer anderen Füllung. Wenn ihr gerne lokale Küche ausprobiert, seid ihr hier genau richtig.
Gingerbread Glühwein & Black Balsam - Zwei Spezialitäten aus Lettland
Natürlich durfte auch der berühmte Gingerbread Glühwein nicht fehlen. Den haben wir direkt am ersten Abend auf dem Weihnachtsmarkt probiert. Geschmacklich erinnert er an flüssigen Lebkuchen - definitiv mal etwas anderes. Obwohl…. ganz ehrlich: Mein Fall war es nicht unbedingt. Am nächsten Morgen mussten wir früh zum Tagesausflug aufbrechen und mir ging es überhaupt nicht gut.
Deutlich überzeugender fand ich dagegen den berühmten Riga Black Balsam. Auf Empfehlung eines Freundes kauften wir gleich mehrere Flaschen als Mitbringsel. Der Kräuterlikör wir nach einem traditionellen Rezept aus zahlreichen Kräutern hergestellt und gilt in Lettland fast schon als Hausmittel gegen Erkältungen. Zu Hause habe ich ihn tatsächlich ausprobiert, als ich krank war - und ich muss sagen: Ganz ohne Wirkung war es definitiv nicht.
Museum of Illusions – Perfekt für Regentage und Familien
Eines unserer Highlights in Riga war außerdem das Museum of Illusions.
Normalerweise bin ich bei solchen Museen eher skeptisch. Viele wirken nach kurzer Zeit ziemlich eintönig.
Dieses hier hat mich allerdings positiv überrascht.
Fast jede Station war interaktiv. Es gab Spiegelräume, optische Täuschungen und zahlreiche Fotomotive, bei denen man selbst Teil der Illusion wurde.
Gerade wenn ihr zu zweit oder mit Freunden unterwegs seid, macht das unglaublich viel Spaß.
Für Familien mit Kindern würde ich das Museum ebenfalls jederzeit empfehlen.
Eine Kerze im Dom von Riga
Wie auf vielen unserer Reisen durfte auch diesmal ein Besuch in einer Kirche nicht fehlen.
Wir sind durch den Dom von Riga geschlendert, haben uns ein wenig Zeit genommen und natürlich wieder eine Kerze angezündet.
Gerade in der Weihnachtszeit hatte dieser Ort noch einmal eine ganz besondere Stimmung. Draußen herrschte winterliches Treiben, drinnen war es ruhig und angenehm warm.
Solche kleinen Momente sind oft die, an die ich mich später am meisten erinnere.
Lohnt sich der Zentralmarkt?
Natürlich wollten wir auch den berühmten Zentralmarkt von Riga besuchen.
Ich hatte vorher ehrlich gesagt etwas anderes erwartet.
Gedanklich hatte ich eher die Foodhallen in Amsterdam im Kopf – mit vielen kleinen Ständen und frisch zubereiteten Gerichten.
Tatsächlich handelt es sich aber eher um einen klassischen Markt, auf dem überwiegend Einheimische einkaufen. Fleisch, Fisch, Gemüse und regionale Produkte stehen hier im Mittelpunkt.
Interessant war der Besuch auf jeden Fall, allein schon, um einen Einblick in den Alltag der Letten zu bekommen.
Ein absolutes Highlight war der Markt für mich persönlich allerdings nicht.
Der Berg der Kreuze – Der beeindruckendste Ausflug unserer Lettland-Reise
Wenn ihr während eurer Reise nach Riga nur einen einzigen Tagesausflug machen möchtet, dann sollte es definitiv der Berg der Kreuze sein.
Den Ausflug hatten wir bereits vor unserer Reise über GetYourGuide gebucht. Der große Vorteil: Der Transfer ab Riga war bereits inklusive. Wir wurden früh morgens direkt in der Innenstadt abgeholt und mussten uns um nichts kümmern.
Die Fahrt dauert zwar rund zwei Stunden pro Strecke, aber schon unterwegs hat sich der Ausflug gelohnt. Unser Fahrer sprach sehr gut Englisch und erzählte uns unglaublich viel über Lettland, die Geschichte des Landes und das Leben der Menschen dort. Dadurch verging die Zeit fast wie im Flug. Wir waren insgesamt nur zu dritt im Auto. Eine weitere Mitreisende aus unserer Gruppe verschlief allerdings fast die komplette Fahrt - umso mehr kontnen wir die spannenden Gespräche mit unserem Fahrer genießen.
Der Berg der Kreuze im Winter - Mystisch und unglaublich beeindruckend
Als wir ankamen, wusste ich sofort, dass sich das frühe Aufstehen gelohnt hatte.
Der gesamte Berg lag im Nebel. Dazu kam der frische Schnee, der überall zwischen den Millionen von Kreuzen lag. Die Atmosphäre war gleichzeitig ruhig, nachdenklich und irgendwie magisch.
Man steht dort zwischen unzähligen Kreuzen, die Menschen aus aller Welt im Laufe der Jahrzehnte aufgestellt haben. Unser Fahrer erzählte uns viel über die Geschichte dieses besonderen Ortes und erklärte, warum der Berg bis heute für viele Menschen ein Symbol für Hoffnung, Glauben und Freiheit ist.
Ich glaube, genau dieses Winterwetter hat den Moment noch einmal verstärkt. Bei Sonnenschein hätte der Ort sicherlich ebenfalls beeindruckt – aber dieser Nebel und die verschneite Landschaft haben dem Ganzen eine fast mystische Stimmung verliehen.
Für mich war das ohne Frage das Highlight der gesamten Reise.
Jurmala Beach - Ein kilometerlanger Sandstrand im Winter
An einem weiteren Tag wollten wir noch etwas mehr von Lettland entdecken und sind deshalb mit dem Zug nach Jurmala gefahren.
Die Tickets haben wir direkt am Bahnhof gekauft. Das war unkompliziert und günstig, außerdem erklärte uns die Mitarbeiterin direkt, wann unser letzter Zug zurück nach Riga fährt.
Schon die Zugfahrt war entspannt.
Am Strand angekommen erwartete uns ein komplett anderes Bild als man es normalerweise von einem Badeort kennt.
Statt Sonnenliegen und Badegästen lagen Schnee und Eis auf dem kilometerlangen Sandstrand.
Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – hatte dieser Ort etwas ganz Besonderes.
Wir sind lange am Wasser entlang spaziert, haben die Ruhe genossen und uns vorgestellt, wie belebt der Strand wohl im Sommer sein muss.
Ich könnte mir gut vorstellen, Lettland irgendwann noch einmal in der warmen Jahreszeit zu besuchen.
Ein weiterer Tipp für den Sommer: Der Kemeri-Nationalpark
Leider fehlte uns während dieser Reise die Zeit für den Ķemeri-Nationalpark.
Eigentlich stand er auf unserer Liste, aber fünf Tage vergehen in Riga schneller als gedacht.
Wenn ich noch einmal nach Lettland reisen würde – vor allem im Sommer –, würde ich diesen Nationalpark definitiv mit einplanen. Besonders die bekannten Moorlandschaften und Holzstege sehen auf Bildern unglaublich schön aus und wären sicherlich eine tolle Ergänzung zu einem Städtetrip nach Riga.
Mein Fazit: Warum Riga für mich zu den unterschätztesten Reisezielen Europas gehört
Ganz ehrlich?
Diese Reise haben wir damals fast blind gebucht.
Wir wollten einfach noch einmal spontan im Dezember verreisen, hatten ein begrenztes Budget und suchten nach einer Stadt, die wir beide noch nicht kannten.
Dass daraus einer unserer schönsten Winter-Städtetrips werden würde, hätten wir vorher nie gedacht.
Riga hat genau die richtige Größe. Die Altstadt ist gemütlich, alles wirkt entspannt und gleichzeitig gibt es genug zu entdecken. Dazu kommen die verschneite Atmosphäre, der wunderschöne Weihnachtsmarkt, leckeres Essen und außergewöhnliche Ausflugsziele wie der Berg der Kreuze oder Jurmala.
Gerade zur Weihnachtszeit hat die Stadt einen ganz besonderen Charme, den ich so vorher überhaupt nicht erwartet hätte.
Wenn ihr auf der Suche nach einem Reiseziel seid, das noch nicht von Touristen überlaufen ist, dann kann ich euch Riga wirklich ans Herz legen.
Und falls ihr mich fragt, welches Erlebnis mir bis heute am meisten in Erinnerung geblieben ist?
Ganz klar der verschneite Berg der Kreuze.
Allein für diesen Moment würde ich jederzeit wieder nach Lettland reisen.



