Sri Lanka und Malediven - die perfekte Kombination aus Abendteuer und Erholung

Von Sigirya und Safari-Abenteuern bis zu traumhaften Stränden und türkisblauen Lagunen - meine persönlichen Reiseerlebnisse
Sri Lanka
Christiane Seliger
01.11.2026
•
5 min Lesezeit

Sri Lanka Rundreise mit Malediven: Meine perfekte Kombination aus Abenteuer, Natur und Erholung

Wenn mich jemand nach einer Reise fragt, die Abenteuer, Natur, Kultur und Entspannung miteinander verbindet, fällt mir sofort eine Kombination ein: eine Sri Lanka Rundreise mit anschließendem Urlaub auf den Malediven.

Genau diese Reise habe ich 2025 selbst gemacht – und obwohl seitdem einige neue Erlebnisse dazugekommen sind, denke ich noch immer regelmäßig daran zurück. Nicht, weil danach nichts Spannendes passiert ist, sondern weil diese Reise so viele unterschiedliche Momente vereint hat: aufregende Tierbeobachtungen, beeindruckende Landschaften, herzliche Begegnungen und schließlich ein paar entspannte Tage im Paradies.

Sri Lanka ist ein Land voller Gegensätze. Auf einer einzigen Reise erlebt man historische Tempel, grüne Teeplantagen, wilde Nationalparks, traumhafte Strände und eine Kultur, die unglaublich lebendig ist.

Gleichzeitig ist Sri Lanka nicht perfekt organisiert – und genau das macht für mich einen Teil des Charmes aus. Der chaotische Verkehr, die bunten Straßen, die spontanen Begegnungen und die herzliche Gastfreundschaft der Menschen machen jede Fahrt und jeden Tag zu einem kleinen Abenteuer.

Unsere Route durch Sri Lanka führte uns von den kulturellen Highlights rund um Sigiriya über die berühmte Zugstrecke nach Ella und eine Elefanten-Safari im Udawalawe Nationalpark bis an die Südküste. Zum Abschluss ging es für einige entspannte Tage auf die Malediven – die perfekte Ergänzung nach zwei intensiven Wochen voller Eindrücke.

Unsere Sri Lanka Route: Von Sigiriya bis an die Südküste

Unsere Rundreise durch Sri Lanka begann in Sigiriya, einer Region, die für viele Reisende zu den absoluten Highlights des Landes gehört.

Hier verbrachten wir zwei Nächte – und schon der erste Stopp zeigte uns, warum Sri Lanka als eines der abwechslungsreichsten Reiseziele Asiens gilt.

Zwischen historischen Bauwerken, tropischer Natur und einer beeindruckenden Tierwelt gibt es in dieser Gegend unglaublich viel zu entdecken.

Sigiriya und Pidurangala Rock: Der perfekte Sonnenaufgang über Sri Lanka

Natürlich durfte bei unserer Reise eines der bekanntesten Wahrzeichen Sri Lankas nicht fehlen: der berühmte Lion Rock.

Noch beeindruckender fand ich persönlich allerdings den Aufstieg zum Pidurangala Rock. Von dort oben hat man einen spektakulären Blick auf den Lion Rock und die umliegende Landschaft – besonders zum Sonnenaufgang.

Für diesen Moment standen wir sehr früh auf.

Über unser Hotel organisierten wir uns ein Tuk-Tuk, das uns noch im Dunkeln zum Ausgangspunkt brachte. Als wir ankamen, war es tatsächlich noch komplett dunkel und die Umgebung wirkte fast ein wenig geheimnisvoll.

Vor der Reise hatte ich gelesen, dass es sich beim Pidurangala Rock um eine leichte Wanderung handelt. Also machte ich das, was ich in warmen Ländern häufiger mache: Ich startete in Flip-Flops und einem langen Kleid.

Das Kleid war tatsächlich gar keine schlechte Entscheidung, denn der Weg führt zunächst durch einen Tempelbereich, in dem Schultern und Knie bedeckt sein müssen.

Die Flip-Flops hingegen waren definitiv nicht die beste Idee.

Pidurangala Rock Wanderung: Warum feste Schuhe die bessere Wahl sind

Von einer entspannten kleinen Wanderung würde ich persönlich nicht sprechen.

Der Weg führt über zahlreiche unregelmäßige Stufen stetig bergauf. Kurz vor dem Aussichtspunkt wird es deutlich anspruchsvoller und aus der Wanderung wird eher eine kleine Kletterpartie.

Um den Gipfel zu erreichen, muss man über große Felsen steigen und sich teilweise den besten Weg suchen.

Mit Flip-Flops war das eine Erfahrung, die ich so schnell nicht vergessen werde – allerdings nicht unbedingt eine, die ich wiederholen möchte.

Mein Tipp für alle, die den Pidurangala Rock besuchen möchten: Zieht feste Schuhe an. Sie machen den Aufstieg deutlich angenehmer und sicherer.

Oben angekommen waren die Strapazen jedoch sofort vergessen.

Als die Sonne langsam über der Landschaft Sri Lankas aufging und der Lion Rock aus dem Morgennebel auftauchte, wussten wir sofort, warum dieser Ort zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Sri Lankas gehört.

Dieser Moment war einer der Höhepunkte unserer gesamten Reise.

Lion Rock oder Pidurangala Rock: Welche Wanderung lohnt sich mehr?

Der Lion Rock ist ohne Frage eines der bekanntesten Wahrzeichen Sri Lankas und für viele Erstbesucher ein absolutes Muss.

Der historische Felsen mit seiner beeindruckenden Lage und Geschichte ist einzigartig. Allerdings ist der Eintritt deutlich teurer und lag bei unserem Besuch bei rund 30 US-Dollar pro Person.

Der Pidurangala Rock kostet dagegen nur einen Bruchteil davon und bietet meiner Meinung nach den spektakuläreren Blick, weil man von dort aus den Lion Rock selbst sehen kann.

Wenn ich heute noch einmal nach Sri Lanka reisen würde, würde ich wahrscheinlich wieder den Pidurangala Rock wählen.

Für eine erste Sri Lanka Reise würde ich trotzdem empfehlen, beide Orte einzuplanen. Sie bieten zwei völlig unterschiedliche Perspektiven auf diese beeindruckende Region.

Affen, Tempel und kleine Momente: Das macht Sri Lanka besonders

Was mir neben den großen Sehenswürdigkeiten besonders gefallen hat, waren die kleinen Begegnungen unterwegs.

Während unserer Wanderungen begegneten wir immer wieder Affen, die durch die Bäume sprangen oder entspannt am Wegesrand saßen.

Sie kamen erstaunlich nah, wirkten dabei aber völlig ruhig.

Genau diese unerwarteten Momente sind es, die Reisen für mich besonders machen. Nicht nur die Sehenswürdigkeiten selbst bleiben im Gedächtnis, sondern auch die Situationen dazwischen.

Dambulla und Kandy: Kultur und die berühmteste Zugfahrt Sri Lankas

Nach unseren Tagen rund um Sigiriya ging unsere Sri Lanka Rundreise weiter Richtung Kandy.

Auf dem Weg dorthin legten wir einen Stopp am Dambulla Cave Temple ein – einem der bedeutendsten kulturellen Highlights Sri Lankas.

Der buddhistische Höhlentempel besteht aus mehreren miteinander verbundenen Höhlen, die mit beeindruckenden Buddha-Statuen, farbenfrohen Wandmalereien und jahrhundertealter Geschichte gefüllt sind.

Schon beim Betreten der Anlage spürt man, dass dieser Ort nicht nur eine Sehenswürdigkeit für Besucher ist, sondern bis heute eine wichtige religiöse Bedeutung für die Menschen vor Ort hat.

Gerade diese Mischung aus Kultur, Spiritualität und Geschichte macht viele Orte in Sri Lanka so besonders.

Kandy: Das kulturelle Herz Sri Lankas

Unsere nächste Station war Kandy, die ehemalige Königsstadt im Zentrum des Landes.

Die Stadt gilt als kulturelles Zentrum Sri Lankas und ist vor allem für den berühmten Zahntempel bekannt. Auch wenn wir nur eine Nacht dort verbrachten, war Kandy für uns der perfekte Ausgangspunkt für eines der absoluten Highlights jeder Sri-Lanka-Reise:

Die Zugfahrt von Kandy nach Ella.

Diese Strecke zählt nicht ohne Grund zu den schönsten Zugfahrten der Welt.

Zugfahrt von Kandy nach Ella: Durch Teeplantagen und Berglandschaften

Schon vor unserer Reise hatten wir gehört, dass die Zugfahrt von Kandy nach Ella ein Erlebnis für sich sein soll.

Und tatsächlich: Sie hielt alles, was wir uns davon versprochen hatten.

Die Bahn schlängelt sich langsam durch die grünen Berge des Hochlands, vorbei an endlosen Teeplantagen, Wasserfällen, kleinen Dörfern und beeindruckenden Aussichtspunkten.

Besonders schön war, dass man während der gesamten Fahrt nicht nur aus dem Fenster schaut, sondern wirklich Teil der Landschaft wird.

Die offenen Türen, der Fahrtwind und die wechselnden Ausblicke machen diese Zugfahrt zu einem Erlebnis, das man nicht einfach nur fotografiert – man erlebt es.

Mein Tipp für alle, die diese Zugstrecke ebenfalls planen:

Reserviert die Tickets unbedingt frühzeitig. Gerade die beliebten Plätze in den schöneren Klassen sind schnell vergeben.

Wir hatten unsere Tickets vorab organisiert und waren froh darüber, denn die Strecke zwischen Kandy und Ella gehört zu den beliebtesten Aktivitäten in Sri Lanka.

Ella: Wandern, Natur und entspannte Atmosphäre

Nach der Zugfahrt erreichten wir Ella – einen kleinen Ort mitten in den Bergen, der sich deutlich entspannter anfühlt als viele andere Stationen unserer Sri Lanka Rundreise.

Ella ist besonders bei Naturliebhabern, Wanderern und Backpackern beliebt.

Der Ort verbindet wunderschöne Landschaften mit gemütlichen Cafés, kleinen Restaurants und einer entspannten Atmosphäre.

Hier verbrachten wir zwei Nächte und nutzten die Zeit, um die Umgebung zu erkunden.

Little Adam’s Peak: Eine einfache Wanderung mit großer Aussicht

Eines unserer Highlights in Ella war die Wanderung zum Little Adam’s Peak.

Im Vergleich zum Pidurangala Rock ist der Aufstieg deutlich einfacher und auch für weniger erfahrene Wanderer gut machbar.

Der Weg führt durch grüne Landschaften und Teeplantagen und bietet bereits während der Wanderung tolle Ausblicke.

Obwohl die Wanderung unkompliziert ist, lohnt sich der Aufstieg besonders wegen der Aussicht vom Gipfel.

Für alle, die in Ella nicht viel Zeit haben, ist der Little Adam’s Peak deshalb eine Sehenswürdigkeit, die ich definitiv empfehlen würde.

Nine Arch Bridge: Das bekannte Fotomotiv in Ella

Natürlich durfte auch die berühmte Nine Arch Bridge nicht fehlen.

Die historische Eisenbahnbrücke gehört zu den bekanntesten Fotospots Sri Lankas und ist nur einen kurzen Spaziergang von Ella entfernt.

Wir haben dort einen klassischen Fotostopp eingelegt – und auch wenn der Ort inzwischen sehr bekannt ist, lohnt sich der Besuch.

Besonders schön ist der Moment, wenn ein Zug über die Brücke fährt und sich durch die grüne Landschaft bewegt.

Auch hier zeigt sich wieder, was Sri Lanka so besonders macht: Selbst bekannte Sehenswürdigkeiten wirken durch die natürliche Umgebung noch einmal ganz anders.

Udawalawe Nationalpark: Elefanten-Safari als eines der größten Highlights unserer Sri Lanka Reise

Nach den kulturellen Sehenswürdigkeiten, den Bergen und den beeindruckenden Landschaften im Landesinneren wartete eines der Erlebnisse auf uns, auf das ich mich besonders gefreut hatte: eine Safari in Sri Lanka.

Zwei Tage verbrachten wir in der Region rund um den Udawalawe Nationalpark – und dieser Aufenthalt gehört bis heute zu meinen schönsten Reiseerinnerungen.

Wer Elefanten liebt, sollte den Udawalawe Nationalpark bei einer Sri Lanka Rundreise unbedingt einplanen.

Schon während der ersten Minuten unserer Safari wurde klar, warum dieser Nationalpark so beliebt ist.

Immer wieder tauchten neue Elefantenherden auf. Manche Tiere liefen entspannt durch die Landschaft, andere standen direkt neben den Wegen oder bewegten sich langsam durch das hohe Gras.

Teilweise hatten wir tatsächlich das Gefühl, von einer Elefantenfamilie zur nächsten zu fahren.

Für viele Menschen sind Elefanten ein Symbol für Sri Lanka – und sie in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten, war für mich ein unglaublich besonderer Moment.

Anders als in Zoos oder Tierparks erlebt man hier Tiere, die einfach ihrem natürlichen Rhythmus folgen.

Genau diese Nähe zur Natur macht eine Safari in Sri Lanka für mich so einzigartig.

Udawalawe oder Yala Nationalpark: Welcher Nationalpark lohnt sich mehr?

Bei der Planung einer Sri Lanka Rundreise stellt sich vielen Reisenden die Frage: Udawalawe oder Yala Nationalpark?

Beide Nationalparks haben ihre eigenen Stärken.

Der Yala Nationalpark ist besonders bekannt für seine Leopardenpopulation. Die Chance, einen Leoparden zu sehen, ist dort höher als in vielen anderen Nationalparks Sri Lankas.

Allerdings gibt es auch im Yala Nationalpark keine Garantie für eine Sichtung.

Der Udawalawe Nationalpark ist dagegen vor allem für seine Elefanten bekannt und bietet sehr gute Möglichkeiten, die Tiere aus nächster Nähe zu beobachten.

Da Elefanten zu meinen absoluten Lieblingstieren gehören, war Udawalawe für mich persönlich die perfekte Wahl.

Eine Leoparden-Sichtung hatten wir dort zwar nicht – allerdings hätte dieser Moment unsere Safari kaum schöner machen können. Die Begegnungen mit den Elefanten waren für mich bereits etwas ganz Besonderes.

Sri Lankas Südküste: Entspannung nach vielen Erlebnissen

Nach den vielen Eindrücken im Landesinneren führte uns unsere Route weiter Richtung Süden.

Nach Tagen voller Kultur, Wanderungen und Safari freuten wir uns darauf, etwas langsamer zu machen und das Meer zu genießen.

Unsere letzten Tage in Sri Lanka verbrachten wir in Weligama und Mirissa – zwei Orte an der Südküste, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

Weligama und Mirissa: Surfen, Strände und Sonnenuntergänge

Weligama ist besonders bei Surfern beliebt und bietet ideale Bedingungen für Anfänger und alle, die ihre ersten Erfahrungen auf dem Brett sammeln möchten.

Mirissa hingegen wirkt etwas entspannter und ist bekannt für seine schönen Strände, gemütlichen Restaurants und spektakulären Sonnenuntergänge.

Wir verbrachten in dieser Zeit viel Zeit am Meer, gingen fast täglich surfen und genossen dieses besondere Lebensgefühl, das die Südküste Sri Lankas ausstrahlt.

Nach den vielen Erlebnissen der vergangenen Tage war es schön, einfach mal weniger zu planen und den Moment zu genießen.

Die schönsten Ausflüge rund um Weligama und Mirissa

Auch an der Südküste gibt es einige Orte, die man während einer Sri Lanka Reise nicht verpassen sollte.

Besonders gefallen haben mir:

Turtle Beach

Am Turtle Beach kann man mit etwas Glück Meeresschildkröten beobachten, die relativ nah an die Küste kommen.

Diese Begegnungen wirken zunächst fast unwirklich: Man steht im Wasser und plötzlich taucht neben einem eine Schildkröte auf.

Auch wenn man natürlich respektvoll Abstand halten sollte, sind solche Momente etwas, das man nicht so schnell vergisst.

Coconut Hill in Mirissa

Ein weiterer schöner Ort ist Coconut Hill in Mirissa.

Die kleine Landzunge mit den vielen Palmen bietet einen wunderschönen Blick über den Indischen Ozean und ist besonders zum Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang ein beliebter Fotospot.

Für mich waren es genau diese ruhigen Momente am Meer, die einen perfekten Ausgleich zu den vielen Abenteuern der ersten Hälfte unserer Reise geschaffen haben.

Nach fast zwei Wochen voller Eindrücke, Begegnungen und neuer Erfahrungen hieß es jedoch langsam Abschied nehmen von Sri Lanka.

Doch unsere Reise war noch nicht vorbei.

Denn als nächstes wartete ein kompletter Kontrast auf uns:

Die Malediven.

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Grossbritannien

London – wo Träume Wirklichkeit werden

Es gibt Städte, die man besucht und schön findet. Und dann gibt es Städte, die einen vom ersten Moment an in ihren Bann ziehen. Für mich gehört London definitiv zur zweiten Kategorie. Vor einigen Jahren durfte ich fünf Tage in der britischen Hauptsta
Christiane Seliger
01.11.2026
•
5 min Lesezeit

Es gibt Städte, die man besucht und schön findet. Und dann gibt es Städte, die einen vom ersten Moment an in ihren Bann ziehen. Für mich gehört London definitiv zur zweiten Kategorie.

Vor einigen Jahren durfte ich fünf Tage in der britischen Hauptstadt verbringen – und obwohl die Zeit eigentlich viel zu kurz war, habe ich in diesen Tagen unglaublich viel erlebt. Der eigentliche Anlass der Reise war mein Geburtstag und ein Erlebnis, auf das ich mich schon lange gefreut hatte: Mamma Mia! The Party.

Wer jetzt an ein klassisches Musical denkt, liegt nur teilweise richtig. Mamma Mia! The Party ist viel mehr als eine Show. Es ist ein Erlebnis, bei dem man mitten in die Welt von ABBA eintaucht. Die Veranstaltung findet in einer liebevoll gestalteten griechischen Taverne statt und verbindet Musik, Schauspiel und ein mehrgängiges Menü zu einem einzigartigen Abend. Ja, das Ticket war nicht günstig – aber rückblickend war es jeden einzelnen Cent wert.

Während des Abends wird die Geschichte direkt um die Gäste herum erzählt. Dazu kommen die bekannten ABBA-Hits, die live performt werden und für eine Atmosphäre sorgen, die man kaum beschreiben kann. Für ein paar Stunden hatte ich tatsächlich das Gefühl, als wäre die Welt von Mamma Mia zum Leben erwacht. Bis heute gehört dieser Abend zu meinen schönsten Reiseerlebnissen überhaupt.

Natürlich durfte neben diesem Highlight auch das klassische Sightseeing nicht fehlen. London bietet schließlich Sehenswürdigkeiten, die man mindestens einmal gesehen haben sollte. Dazu gehören das berühmte Riesenrad am London Eye, der Buckingham Palace und die vielen historischen Straßen und Plätze, die den besonderen Charme der Stadt ausmachen.

Ein weiteres Highlight unserer Reise war ein Tagesausflug nach Stonehenge. Die beeindruckende Steinformation hatte ich schon oft auf Bildern gesehen, aber davorzustehen ist noch einmal etwas völlig anderes. Dieser geschichtsträchtige Ort strahlt eine besondere Atmosphäre aus und war für mich definitiv einen Besuch wert. Am liebsten hätte ich auf dem Weg dorthin noch weitere Orte in der Umgebung erkundet, doch dafür fehlte uns leider die Zeit.

Als großer Fan von historischen Anwesen, britischer Kultur und natürlich auch von „Bridgerton“ durfte für mich außerdem eine traditionelle Tea Time nicht fehlen. Wer London besucht und die britische Lebensart erleben möchte, sollte sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen. Elegantes Ambiente, feine Sandwiches, Scones und eine große Auswahl an Tee – britischer wird es kaum.

Mindestens genauso begeistert hat mich der Besuch der Harry Potter Studios von Warner Bros. Für Fans der Filmreihe ist dieser Ort ein absolutes Muss. Wir hatten den Ausflug über GetYourGuide gebucht und wurden direkt im Londoner Stadtzentrum abgeholt. Die Anreise verlief allerdings etwas anders als geplant – zumindest für mich. Durch das ständige Stop-and-Go im Londoner Verkehr und die vielen Kurven wurde mir während der Fahrt leider ziemlich schlecht. So schlecht, dass ich kurz dachte, ich würde den Tag vielleicht eher auf einer Bank als in Hogwarts verbringen.

Zum Glück kam alles anders. Direkt nach der Ankunft führte unser erster Weg in den Eingangsbereich mit seinen vielen Harry-Potter-Spezialitäten. Dort entdeckte ich einen Goldenen Schnatz aus Kuchen und Zucker. Ob es die Magie von Hogwarts oder einfach eine ordentliche Portion Zucker war, kann ich bis heute nicht sagen – aber danach ging es mir schlagartig besser. Ich hatte zwar gefühlt einen leichten Zuckerschock, dafür war ich aber wieder bereit für das Abenteuer.

Und natürlich gehört auch das berühmte Butterbier dazu. Ob man es am Ende wirklich liebt oder nicht, ist fast nebensächlich. Wenn man schon einmal dort ist, sollte man es einfach probieren. Es gehört zum gesamten Erlebnis dazu und macht die Atmosphäre noch authentischer.

Danach konnte der Rundgang endlich beginnen. Die Originalkulissen, Requisiten und Einblicke hinter die Kulissen der Filme sind beeindruckend. Egal ob die Große Halle von Hogwarts, der Bahnsteig 9¾, die Winkelgasse oder die zahlreichen Kostüme und Filmsets – an jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Selbst als Erwachsener fühlt man sich hier für ein paar Stunden wieder wie ein Kind und taucht komplett in die magische Welt von Harry Potter ein.

Für mich war dieser Besuch weit mehr als eine klassische Studioführung. Es war eine Reise zurück in eine Welt, die mich seit meiner Kindheit begleitet. Und spätestens als ich mit meinem Butterbier durch die Studios lief, war die schlechte Busfahrt längst vergessen.

Rückblickend war diese Reise für genau das perfekt, was ich mir damals gewünscht hatte. Der eigentliche Anlass war mein Geburtstag und der große Traum, Mamma Mia! The Party live zu erleben. Allein dafür hätte sich die Reise schon gelohnt. Dass ich mir gleichzeitig noch einen weiteren lang gehegten Wunsch erfüllen und die Harry Potter Studios besuchen durfte, macht mich bis heute unglaublich dankbar. Genauso wie der Ausflug nach Stonehenge – ein Ort, den ich schon so oft auf Bildern gesehen hatte und den ich nun endlich mit eigenen Augen erleben konnte.

Wenn ich heute darüber nachdenke, noch einmal nach London zu reisen, würden meine Prioritäten wahrscheinlich etwas anders aussehen. Die klassischen Sehenswürdigkeiten habe ich gesehen und viele davon würde ich nicht unbedingt ein zweites Mal besuchen. Das London Eye beispielsweise war ein tolles Erlebnis, aber nicht etwas, das ich bei einem weiteren Besuch unbedingt wieder machen müsste.

Stattdessen würde ich mir mehr Zeit nehmen. Zeit, um die Stadt und ihre Umgebung bewusster zu entdecken. Oxford steht dabei ganz oben auf meiner Liste. Außerdem würde ich gerne die britischen Vororte und die kleineren Orte rund um London erkunden, vielleicht sogar mit einem Mietwagen. Einfach losfahren, an schönen Cafés und Pubs anhalten, neue Ecken entdecken und das britische Lebensgefühl noch intensiver erleben.

Auch kulinarisch würde ich mir mehr Zeit gönnen. Eine traditionelle Tea Time ganz ohne Zeitdruck, besondere Restaurants und vielleicht den einen oder anderen Ort, den man nicht in jedem Reiseführer findet.

Und doch gibt es eine Sache, die ich vermutlich sofort wieder buchen würde: Mamma Mia! The Party. Ja, die Tickets sind nicht günstig. Aber manchmal gibt es Erlebnisse, die weit über ihren Preis hinausgehen. Für mich war dieser Abend genau so ein Erlebnis. Die Musik, die Atmosphäre, das Essen und die besondere Stimmung haben meinen Geburtstag zu etwas gemacht, an das ich mich bis heute mit einem Lächeln erinnere.

London ist für mich deshalb nicht nur eine Stadt voller Sehenswürdigkeiten. London ist eine Stadt voller Erlebnisse. Eine Stadt, die bei jedem Besuch etwas anderes bereithält und die mir gezeigt hat, dass die schönsten Erinnerungen oft dort entstehen, wo man einen lang gehegten Traum endlich Wirklichkeit werden lässt.

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Zwischen Wüstensand und Zukunftsvision

Manche Reiseziele landen auf der Bucketlist, weil man schöne Bilder davon gesehen hat. Andere ziehen einen an, ohne dass man genau erklären kann, warum. Dubai gehörte für mich lange zur zweiten Kategorie. Schon Jahre bevor ich tatsächlich dort war, w
Christiane Seliger
01.11.2026
•
5 min Lesezeit

Manche Reiseziele landen auf der Bucketlist, weil man schöne Bilder davon gesehen hat. Andere ziehen einen an, ohne dass man genau erklären kann, warum.

Dubai gehörte für mich lange zur zweiten Kategorie.

Schon Jahre bevor ich tatsächlich dort war, wollte ich diese Stadt unbedingt einmal mit eigenen Augen sehen. Die Stadt der Superlative. Der Burj Khalifa. Die künstlichen Inseln. Die Wolkenkratzer, die scheinbar direkt aus der Wüste wachsen. Irgendetwas daran hat mich fasziniert.

2019 ergab sich dann plötzlich die Gelegenheit. Während meiner Zeit im Reisebüro landete ein besonders attraktives Reiseangebot für Dubai in meinem Postfach. Ich musste nicht lange überlegen. Das war einer dieser Momente, in denen man einfach weiß: Wenn ich das jetzt nicht buche, werde ich mich später ärgern.

Eigentlich sollte die Reise gemeinsam mit meiner Schwester stattfinden. Doch kurz vor Abflug stellte sich heraus, dass sie nicht mitreisen konnte. Für einen Moment sah es so aus, als würde mein lang gehegter Traum vielleicht doch noch platzen.

Damals war ich noch nicht die Person, die spontan alleine in ein Flugzeug steigt und auf eigene Faust die Welt erkundet. Alleinreisen war für mich noch keine Option. Also begann die Suche nach einer Alternative – und tatsächlich fand ich kurzfristig eine Freundin, die mitkam.

Rückblickend betrachtet war das eine dieser Entscheidungen, die das Leben manchmal ganz nebenbei trifft. Denn aus der damaligen Reisebegleitung wurde später eine meiner engsten Freundinnen.

Meine erste große Reise

Heute muss ich oft schmunzeln, wenn ich daran denke. Denn damals fühlte sich Dubai für mich fast wie eine Reise ans andere Ende der Welt an.

Vor meiner Zeit im Reisebüro bestanden meine Urlaube hauptsächlich aus Familienreisen und vielen Sommern an der Ostsee. Während meiner Jahre in der Touristik hatte ich zwar bereits einige Reiseziele kennengelernt, doch Städte dieser Größenordnung waren für mich völliges Neuland.

Dubai war meine erste echte Metropole. Meine erste Reise in eine Welt voller Wolkenkratzer, Luxus, Innovation und Möglichkeiten.

Rückblickend glaube ich sogar, dass diese Reise ein kleines Stück dazu beigetragen hat, die Reiselust in mir endgültig zu wecken. Damals hätte ich nie gedacht, dass ich Jahre später alleine nach Bali, Singapur oder Sri Lanka reisen würde. Aber irgendwo muss jede Reisegeschichte beginnen – und meine begann vielleicht genau hier.

Sechs Jahre später zurück in Dubai

Die Reise von 2019 sollte allerdings nicht meine letzte nach Dubai bleiben. Sechs Jahre später zog es mich erneut in die Wüstenmetropole – und ich war gespannt, wie sich die Stadt in der Zwischenzeit verändert hatte.

Was soll ich sagen? Ich war sprachlos.

Natürlich wusste ich, dass Dubai wächst und sich ständig weiterentwickelt. Aber die Geschwindigkeit, mit der dort neue Projekte entstehen, neue Viertel gebaut werden und sich die Skyline verändert, ist beeindruckend. An manchen Orten hatte ich das Gefühl, eine völlig neue Stadt zu entdecken.

Während ich bei meiner ersten Reise möglichst viele Sehenswürdigkeiten sehen wollte, habe ich meinen zweiten Aufenthalt deutlich entspannter gestaltet. Ich verbrachte viel Zeit am Strand, erkundete verschiedene Stadtteile, traf Freunde, die mittlerweile in Dubai leben, und genoss einfach den besonderen Mix aus Moderne, Internationalität und Wüstenflair.

Und vielleicht war genau das der größte Unterschied zwischen meinen beiden Reisen: Beim ersten Mal wollte ich alles sehen. Beim zweiten Mal wollte ich die Stadt einfach erleben.

Meine Highlights für eine erste Dubai-Reise

Trotzdem gibt es einige Erlebnisse, die ich jedem bei einer ersten Dubai-Reise empfehlen würde.

Ganz oben auf meiner Liste steht eine Wüstensafari. Sie gehört für mich zu den Ausflügen, die man einfach gemacht haben muss. Die Weite der Wüste, die Ruhe, die untergehende Sonne und der Kontrast zur modernen Skyline machen dieses Erlebnis unvergesslich.

Bei meinem zweiten Besuch habe ich zusätzlich eine Nachtsafari gemacht. Dabei konnten wir unter anderem Gazellen beobachten und die Wüste noch einmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen.

Natürlich gehört auch der Burj Khalifa dazu. Ja, er ist touristisch. Ja, man teilt sich den Aufzug mit vielen anderen Besuchern. Aber manchmal sind die bekanntesten Sehenswürdigkeiten eben genau deshalb so beliebt, weil sie wirklich beeindruckend sind. Der Blick über Dubai zeigt erst, welche Dimensionen diese Stadt tatsächlich hat.

Auch die Dubai Mall sollte man nicht nur als Einkaufszentrum betrachten. Selbst wenn Shopping nicht ganz oben auf der Prioritätenliste steht, lohnt sich ein Besuch. Das riesige Aquarium, die Wasserspiele vor dem Burj Khalifa und die schiere Größe des Komplexes machen ihn zu einer Sehenswürdigkeit für sich.

Besonders begeistert hat mich bei beiden Reisen der Miracle Garden. Mitten in einer Wüstenstadt plötzlich Millionen von Blumen in den unterschiedlichsten Formen und Farben zu sehen, wirkt fast surreal. Direkt daneben befindet sich der Butterfly Garden, der sich wunderbar mit einem Besuch kombinieren lässt.

Wer etwas mehr Zeit mitbringt, sollte außerdem einen Tagesausflug nach Abu Dhabi einplanen. Bei meinem ersten Besuch stand eine Stadtrundfahrt auf dem Programm. Damals reichte die Zeit leider nicht für die Ferrari World – ein Erlebnis, das weiterhin ganz oben auf meiner persönlichen Bucketlist steht. Vielleicht erfüllt sich dieser Traum eines Tages im Rahmen eines Formel-1-Wochenendes.

Überhaupt ist Dubai für Motorsportfans ein spannendes Reiseziel. Die Nähe zu Abu Dhabi, die Begeisterung für Sportwagen und die Formel-1-Kultur in der Region sorgen dafür, dass man als Fan schnell ins Schwärmen gerät.

Und wer die Wüste noch einmal auf eine ganz besondere Art erleben möchte, sollte sich eine Heißluftballonfahrt zum Sonnenaufgang anschauen. Diese steht bis heute auf meiner eigenen Liste für den nächsten Dubai-Besuch.

Warum mich Dubai bis heute fasziniert

Wenn mich heute jemand fragt, ob sich Dubai lohnt, lautet meine Antwort ganz klar: Ja.

Nicht, weil die Stadt perfekt ist. Nicht, weil sie besonders traditionell oder authentisch wäre. Sondern weil sie etwas verkörpert, das man nur selten so deutlich sieht: den Mut, groß zu denken.

Ich bin eigentlich ein Naturmensch. Ich liebe Berge, Küsten, Nationalparks und Orte, an denen man einfach mal durchatmen kann. Und trotzdem fasziniert mich Dubai.

Vielleicht gerade deshalb.

Denn Dubai zeigt, was möglich ist, wenn Visionen Realität werden. Die Stadt entwickelt sich in einem Tempo, das man kaum greifen kann. Wer einmal dort war und einige Jahre später zurückkehrt, wird verstehen, was ich meine.

Dubai wird wahrscheinlich nie mein klassisches Lieblingsreiseziel für Wanderurlaub oder Naturerlebnisse werden. Dafür gibt es andere Orte auf dieser Welt.

Aber Dubai inspiriert. Dubai beeindruckt. Und Dubai erinnert mich jedes Mal daran, wie groß diese Welt eigentlich ist.

Und genau deshalb hat mich diese Stadt inzwischen schon zweimal in ihren Bann gezogen.

Meine Ausflugstipps Dubai für dich:

Italien

Von der Toskana bis nach Sizilien – eine Reise, zwei völlig unterschiedliche Welten

Toskana & Sizilien – wie eine Zugfahrt meine Liebe zu Süditalien noch größer machte Nach meiner ersten Italienreise war für mich eines klar: Das würde nicht das letzte Mal gewesen sein. Anfang 2025 zog es mich deshalb erneut nach Italien. Eigentl
Christiane Seliger
01.11.2026
•
5 min Lesezeit

Toskana & Sizilien – wie eine Zugfahrt meine Liebe zu Süditalien noch größer machte

Nach meiner ersten Italienreise war für mich eines klar: Das würde nicht das letzte Mal gewesen sein.

Anfang 2025 zog es mich deshalb erneut nach Italien. Eigentlich wollte ich nur dem grauen deutschen Winter entfliehen. Daraus wurde am Ende eine mehrwöchige Reise, die unterschiedlicher kaum hätte sein können.

Der erste Teil führte mich gemeinsam mit einer Freundin in die Toskana. Danach ging es für mich alleine weiter – mit dem Nachtzug bis nach Sizilien.

Und genau diese Kombination hat diese Reise so besonders gemacht.

Die Toskana im Winter – eine ganz andere Seite Italiens

Unsere ersten Tage verbrachten wir in der Toskana. Auf dem Programm standen natürlich die Klassiker: Florenz, Pisa und eine Weinverkostung im Chianti-Gebiet.

Florenz haben wir komplett auf eigene Faust erkundet. Ehrlich gesagt braucht man dort gar nicht unbedingt einen straffen Sightseeing-Plan. Gerade die kleinen Gassen, die Cafés, die historischen Plätze und die besondere Atmosphäre machen den Charme dieser Stadt aus.

Natürlich kann man auf die Domkuppel steigen oder verschiedene Museen besuchen. Uns hat es aber völlig gereicht, einfach durch die Stadt zu schlendern, hier und da in kleine Läden zu schauen und den italienischen Alltag aufzusaugen.

Besonders überrascht hat mich allerdings die Reisezeit.

Wir waren Ende Februar dort. Natürlich war es noch zu kalt für kurze Hosen und T-Shirts – den Wintermantel hatten wir definitiv noch dabei. Dafür waren die Straßen angenehm leer. Kein Gedränge, keine langen Warteschlangen und deutlich entspannter als in den Sommermonaten.

Gerade wenn ihr Städte lieber in Ruhe erkundet, würde ich die Toskana außerhalb der Hauptsaison jederzeit wieder empfehlen.

Durch die Weinberge des Chianti

Ein echtes Highlight war unser Ausflug ins Chianti-Gebiet.

Über GetYourGuide hatten wir eine Tour inklusive Weinverkostung gebucht und besuchten zwei verschiedene Weingüter mitten in den sanften Hügeln der Toskana.

Allein die Landschaft war schon den Ausflug wert. Endlose Weinreben, kleine Dörfer, Zypressen und diese typisch toskanischen Straßen, die man sonst nur aus Filmen kennt.

Die Weinverkostungen haben natürlich ebenfalls ihren Teil dazu beigetragen. Da wir vorher ehrlich gesagt nicht besonders viel gegessen hatten, machte sich der Wein auch ziemlich schnell bemerkbar. Im Nachhinein gehört genau das aber zu den Momenten, über die wir heute noch lachen müssen.

Trotzdem würde ich den Ausflug heute wahrscheinlich etwas anders planen.

Damals waren wir mit einem Reisebus unterwegs. Das war zwar unkompliziert, aber mittlerweile würde ich mir lieber einen Mietwagen nehmen und die Toskana ganz individuell erkunden. Einfach dort anhalten, wo es gerade schön ist, spontan in einem kleinen Weingut einkehren und den Tag ohne festen Zeitplan genießen.

Genau so stelle ich mir die Toskana heute vor – am liebsten sogar mit einem kleinen Cabrio.

Die Ausflüge, die ich selbst empfehlen kann, findet ihr natürlich wieder gesammelt in meinem persönlichen Aktivitäten-Guide.

Mit dem Nachtzug nach Sizilien

Nach einigen wunderschönen Tagen verabschiedete sich meine Freundin wieder Richtung Deutschland.

Für mich begann jetzt der zweite Teil der Reise – und auf den hatte ich mich fast noch mehr gefreut.

Ich stieg in Pisa in den Nachtzug und fuhr quer durch Italien bis ganz in den Süden.

Allein diese Zugfahrt war schon ein Erlebnis.

Am nächsten Morgen erreichte ich das italienische Festland bei Reggio Calabria. Von dort ging es weiter mit der Fähre nach Sizilien.

Ich weiß gar nicht genau, warum mich dieser Moment so begeistert hat. Wahrscheinlich, weil ich plötzlich merkte, wie unkompliziert Reisen eigentlich sein kann.

Ich musste nicht noch einmal zum Flughafen, kein weiteres Mal einchecken oder durch Sicherheitskontrollen. Ich stieg einfach aus dem Zug, kaufte mir direkt am Hafen ein Fährticket, setzte innerhalb kurzer Zeit auf die Insel über und fuhr anschließend wieder ganz entspannt mit dem Zug weiter.

Irgendwie hatte das etwas unglaublich Entschleunigendes.

Sizilien – Liebe auf den ersten Blick

Von der Fähre ging es weiter nach Cefalù, wo meine Sprachschule lag.

Und genau auf dieser Zugfahrt passierte etwas, womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte.

Sizilien hatte mich innerhalb weniger Minuten komplett für sich gewonnen.

Es war Ende Februar beziehungsweise Anfang März und trotzdem herrschten dort angenehme 16 Grad. Während in Deutschland noch Winter war, schien hier die Sonne vom Himmel.

Links glitzerte das tiefblaue Meer, rechts zogen Palmen, Zitronen-, Orangen- und Avocadoplantagen vorbei. Dazwischen kleine Dörfer, grüne Hügel und in der Ferne der Ätna.

Ich hatte vorher ehrlich gesagt überhaupt nicht erwartet, dass Sizilien so grün ist.

In meinem Kopf war die Insel eher trocken und karg.

Die Realität sah komplett anders aus.

Je weiter der Zug Richtung Cefalù fuhr, desto mehr war ich einfach nur sprachlos. Diese Mischung aus Bergen, Meer, mediterraner Vegetation und dem allgegenwärtigen Vulkan im Hintergrund hat mich vom ersten Moment an begeistert.

Noch bevor ich überhaupt in meiner Unterkunft angekommen war, wusste ich bereits:

Diese Insel wird etwas ganz Besonderes.

Eine Woche Italienisch lernen – und dabei Sizilien kennenlernen

Mein Zuhause für die kommende Woche war die Solemar Academy in Cefalù.

Ich hatte mich bewusst für einen Sprachkurs entschieden und direkt über die Sprachschule ein Zimmer in einer WG gebucht. Wenn ich heute daran zurückdenke, muss ich immer noch ein bisschen über mich selbst lachen. Dass ich das wirklich gemacht habe, hätte ich mir ein paar Jahre vorher niemals zugetraut.

Rückblickend war es aber genau die richtige Entscheidung.

Ich wohnte mit zwei jungen Frauen zusammen, die beide bereits auf Sizilien lebten. Dadurch bekam ich nicht nur einen Sprachkurs, sondern auch ein kleines Stück italienischen Alltag mit.

Da die Sprachschule gerade erst aus der Winterpause zurückkam, waren wir in meiner Woche insgesamt nur drei Sprachschüler. Für mich bedeutete das einen riesigen Vorteil: Ich bekam praktisch Einzelunterricht.

Jeden Morgen begann der Unterricht gegen neun Uhr und ging bis mittags. Danach gab es Hausaufgaben – und genau die habe ich auch ernst genommen.

Denn ich war nicht nach Sizilien gereist, um möglichst viele Sehenswürdigkeiten abzuhaken. Ich wollte die Sprache lernen.

Also verbrachte ich meine Nachmittage damit, Vokabeln zu lernen, Grammatik zu üben und das Gelernte direkt im Alltag anzuwenden.

Ich ging zum Bäcker, kaufte Obst und Gemüse auf den kleinen Wochenmärkten, bestellte mein Gelato auf Italienisch und versuchte, mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen.

Gerade diese kleinen Momente haben mir unglaublich viel gebracht.

Besonders begeistert haben mich die vielen kleinen Obst- und Gemüseläden in Cefalù.

Alles wirkte frisch, regional und irgendwie viel ursprünglicher als ich es aus Deutschland kannte. Die Erdbeeren hatten tatsächlich Geschmack, die Orangen schmeckten nach Sonne und selbst ein einfacher Einkauf fühlte sich plötzlich nach Urlaub an.

Meine Nachmittage verliefen deshalb meistens ganz entspannt.

Ich machte meine Hausaufgaben, lernte noch ein bisschen Italienisch, ging am Strand spazieren, fotografierte mit meiner Kamera, machte Yoga oder setzte mich einfach mit einem Gelato ans Meer.

Abends wurde dann gekocht oder ich probierte eines der kleinen Restaurants in der Altstadt aus.

Genau diese Mischung aus Lernen, Entschleunigung und italienischem Alltag machte diese Woche für mich so besonders.

Palermo – der perfekte Abschluss

Nach meinem letzten Unterrichtstag wollte ich die Insel aber natürlich nicht verlassen, ohne wenigstens noch eine ihrer bekanntesten Städte kennenzulernen.

Also fuhr ich mit dem Zug nach Palermo.

Allein diese Zugfahrt war wieder völlig unkompliziert. Genau das liebe ich mittlerweile an Italien: Man kommt mit öffentlichen Verkehrsmitteln oft erstaunlich entspannt von A nach B.

Für meine letzte Nacht hatte ich ein kleines Boutique-Hotel in der Nähe des Hafens gebucht.

Und Palermo überraschte mich.

Besonders der Hafen mit seinen Bars und Restaurants hat mir unglaublich gut gefallen. Abends saßen dort Menschen zusammen, lachten, unterhielten sich und genossen einfach den Abend.

Überhaupt hatte ich das Gefühl, dass Palermo selbst Anfang März schon voller Leben war.

In den Straßen spielte Musik, die Restaurants waren gut besucht und überall herrschte diese besondere italienische Atmosphäre, die ich mittlerweile so liebe.

Mein Rückflug ging bereits früh am nächsten Morgen.

Trotzdem machte mir selbst die Heimreise keinen Stress. Vom Hotel lief ich einfach zum Bahnhof, stieg in den Zug zum Flughafen und wenige Minuten später saß ich bereits auf dem Weg nach Hause.

Einfacher hätte die Rückreise kaum sein können.

Warum ich definitiv zurückkehren werde

Diese Reise war anders als meine bisherigen Italienurlaube.

Ich habe in dieser Woche längst nicht alle Sehenswürdigkeiten Siziliens gesehen.

Ich war weder auf dem Ätna noch in Catania, habe viele Strände ausgelassen und Palermo eigentlich nur angerissen.

Aber genau deshalb weiß ich heute schon, dass ich zurückkommen werde.

Denn während andere Reiseziele für mich irgendwann abgeschlossen sind, hatte ich bei Sizilien eher das Gefühl, gerade erst angefangen zu haben.

Schon während meines Aufenthalts plante ich gedanklich meine nächste Rundreise über die Insel.

Dann mit mehr Zeit.

Mit einem Mietwagen.

Und mit deutlich besseren Italienischkenntnissen.

Denn Sizilien hat mich nicht nur landschaftlich begeistert.

Es hat mir gezeigt, wie schön es sein kann, eine Reise einmal nicht nach Sehenswürdigkeiten zu planen, sondern nach Erlebnissen.

Und genau deshalb gehört diese Woche bis heute zu meinen persönlich wertvollsten Reisen.

christiane-seliger
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