

Griechenland
Kreta im Hochsommer – zwischen 40 Grad, Spinalonga und einem Segeltörn bei Sonnenuntergang
Manchmal sind es nicht die Reisen, auf denen man möglichst viel sieht, die einem besonders in Erinnerung bleiben. Manchmal sind es genau die Urlaube, in denen man einen Gang zurückschaltet, spontan umplant und sich einfach dem Rhythmus des Reiseziels anpasst.
So ging es mir auf Kreta.
Vor zwei Jahren verbrachte ich gemeinsam mit einer Freundin eine Woche auf der größten griechischen Insel. Anfang Juni klingt zunächst nach perfektem Sommerurlaub. Was wir allerdings nicht erwartet hatten: Temperaturen von bis zu 40 Grad.
Und ich kann euch sagen: Für die Einheimischen mag das vielleicht ein normaler Sommertag sein. Für uns Thüringer war es schlichtweg brutal heiß.
Schon am ersten Urlaubstag wurde uns das ziemlich deutlich vor Augen geführt. Während ich noch versuchte, möglichst viel Schatten zu finden, machte es sich Vanessa mit einem Buch am Pool gemütlich. Mit Sonnenhut zwar – aber eben trotzdem mehrere Stunden in der prallen Sonne.
Das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten.
Sie war anschließend so verbrannt, dass wir die nächsten Tage regelmäßig Aloe Vera nachlegen mussten.
Rückblickend können wir darüber lachen. In dem Moment war es allerdings eher weniger lustig.
Ankommen, abschalten und den Sommer genießen
Unser Hotel lag direkt am Strand in Ammoudara und war genau das Richtige für diese Reise.
Pool, Meerblick, entspannte Atmosphäre und ausreichend Rückzugsmöglichkeiten. Einige Zimmer verfügten sogar über private Pools. Wir selbst hatten einen schönen Bereich im Nebengebäude und konnten dort wunderbar entspannen.
Da wir nur Frühstück gebucht hatten, verbrachten wir die Abende meist in den Tavernen und Bars der Umgebung. Zu dieser Zeit lief außerdem die Fußball-Europameisterschaft, sodass wir viele Abende beim Public Viewing verbrachten, griechisches Essen genossen und einfach das Urlaubsleben auf uns wirken ließen.
Und ehrlich gesagt: Bei 40 Grad Außentemperatur war das manchmal ohnehin die vernünftigste Entscheidung.
Spinalonga – ein Stück bewegende Geschichte
Einer der Ausflüge, die wir trotz der Hitze unbedingt machen wollten, führte uns nach Elounda.
Von dort aus ging es mit der Fähre zur kleinen Insel Spinalonga.
Allein die Überfahrt war bereits wunderschön. Das tiefblaue Meer, die Küste Kretas im Hintergrund und die Vorfreude auf das, was uns erwartete.
Spinalonga ist weit mehr als nur eine kleine Insel. Viele kennen sie als ehemalige Leprakolonie, die bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts genutzt wurde.
Während man durch die alten Gassen läuft, die verlassenen Gebäude sieht und die Geschichte dieses Ortes auf sich wirken lässt, bekommt man einen Eindruck davon, wie das Leben dort früher gewesen sein muss.
Wir haben bewusst auf eine geführte Tour verzichtet und die Insel auf eigene Faust erkundet. Genau das hat mir persönlich sehr gefallen. Man konnte sich Zeit lassen, stehen bleiben, die Atmosphäre aufnehmen und sich die Geschichte in seinem eigenen Tempo erschließen.
Für mich gehört Spinalonga definitiv zu den Ausflügen, die man auf Kreta nicht verpassen sollte.
Wer keinen Mietwagen nutzen möchte, findet zahlreiche organisierte Touren mit Hotelabholung. Wir selbst sind mit dem Mietwagen nach Elounda gefahren und haben die Fähre direkt vor Ort genommen.
Palm Beach – manchmal ist Aufgeben die klügere Entscheidung
Eigentlich wollten wir während unseres Aufenthalts noch deutlich mehr sehen.
Der berühmte Palmenstrand von Vai stand ganz oben auf unserer Liste.
Also stiegen wir eines Tages ins Auto und machten uns auf den Weg.
Was wir dabei allerdings unterschätzt hatten, waren die Entfernungen auf Kreta.
Die Insel ist deutlich größer und bergiger, als viele vermuten. Die Straßen sind zwar gut ausgebaut, führen aber oft durch Serpentinen, vorbei an Olivenhainen und durch die beeindruckende Berglandschaft der Insel.
Google Maps war dabei regelmäßig optimistischer als die Realität.
Als wir schließlich am Parkplatz oberhalb des Palmenstrandes ankamen, hatten wir bereits einige Stunden Fahrt hinter uns.
Von dort führte ein Weg hinunter zum Strand.
Das Problem?
40 Grad. Mittagssonne. Keine Kopfbedeckung. Kein Wasser. Und natürlich wieder Flipflops.
Heute frage ich mich selbst, was genau unser Plan gewesen ist.
Wir liefen ein Stück des Weges hinunter, blickten auf die wunderschöne Bucht mit den Palmen und trafen dann die vermutlich vernünftigste Entscheidung des Tages:
Wir drehten wieder um.
Der Ausblick von oben war wunderschön und hat uns vollkommen gereicht.
Rückblickend würde ich den Palmenstrand definitiv im Rahmen einer Bootstour besuchen. Viele Touren kombinieren verschiedene Buchten, Strände und Schnorchelstopps miteinander. Das ist deutlich entspannter und man kann die Landschaft genießen, ohne bei 40 Grad einen Berg hinunter- und wieder hinaufzulaufen.
Manchmal gehört zur Reiseerfahrung eben auch die Erkenntnis, dass nicht jeder Plan umgesetzt werden muss.
Ein Segeltörn, der mehr war als nur ein Ausflug
Als wir am Abend wieder zurück in den Hafen segelten, hatte ich das Gefühl, dass dieser Tag viel zu schnell vergangen war. Die Sonne ging langsam unter, das Meer wurde immer ruhiger und irgendwo zwischen türkisblauem Wasser, salziger Meeresluft und diesem Gefühl von Freiheit wusste ich: Das war einer dieser Urlaubstage, an die man sich noch Jahre später erinnert.
Und als wäre der Tag nicht ohnehin schon perfekt gewesen, hatte Carly – die Freundin unseres Skippers – noch einen Geheimtipp für uns.
Sie schwärmte von einem kleinen Crêpes-Stand in der Nähe des Hafens und meinte nur: „Wenn ihr hier seid, müsst ihr dort unbedingt einen Crêpe essen.“
Gesagt, getan.
Unser Transferfahrer wartete ohnehin noch auf uns und Carly organisierte kurzerhand, dass wir zuerst zum Crêpes-Stand gefahren wurden und anschließend zurück ins Hotel.
Ich weiß nicht, ob es an diesem ohnehin schon perfekten Tag lag oder ob der Crêpe tatsächlich so gut war – wahrscheinlich eine Mischung aus beidem. Aber ich kann bis heute sagen: Es war einer der besten Crêpes, die ich jemals gegessen habe.
Manchmal sind es eben genau diese kleinen Momente, die eine Reise besonders machen.
Rethymno – das Griechenland, das ich gesucht hatte
Ein weiteres Highlight war für mich Rethymno.
Während unser Urlaubsort wunderschön am Meer lag und perfekt zum Entspannen war, fehlte mir dort manchmal dieses typische Griechenland-Gefühl, das man aus Filmen oder Postkarten kennt.
Rethymno hat mir genau das gegeben.
Die engen Gassen, die kleinen Tavernen, die bunten Häuserfassaden, die Geschäfte mit Olivenöl, Gewürzen und Souvenirs, dazu das warme Licht am Abend – plötzlich hatte ich genau dieses Gefühl, das ich mit Griechenland verbunden hatte.
Wir schlenderten durch die Altstadt, gingen am Hafen entlang, aßen gemütlich zu Abend und ließen den Tag ausklingen.
Natürlich war es touristisch. Natürlich waren viele Menschen unterwegs.
Aber irgendwie fühlte es sich trotzdem authentisch an.
Vielleicht lag es daran, dass wir erst am Abend dort waren, als die größte Hitze vorbei war. Vielleicht lag es an der entspannten Stimmung. Vielleicht auch einfach daran, dass dieser Ort genau meinen Vorstellungen von Griechenland entsprach.
Jedenfalls war Rethymno einer dieser Orte, an die ich jederzeit zurückkehren würde.
Kreta bei 40 Grad – und trotzdem wunderschön
Rückblickend war dieser Urlaub ganz anders, als wir ihn ursprünglich geplant hatten.
Eigentlich wollten wir deutlich mehr von Kreta sehen. Elafonissi stand auf unserer Liste. Palm Beach stand auf unserer Liste. Noch mehr Ausflüge, noch mehr Strände und noch mehr Inselerkundungen.
Aber manchmal macht einem die Natur einfach einen Strich durch die Rechnung.
Bei Temperaturen von bis zu 40 Grad war irgendwann klar, dass klassisches Sightseeing nicht mehr wirklich die beste Idee ist.
Also haben wir das gemacht, was in diesem Moment richtig war.
Wir haben entschleunigt.
Wir haben Zeit am Pool verbracht, Fußball-Europameisterschaft in der Bar geschaut, Cocktails getrunken, lange Gespräche geführt und einfach den Moment genossen.
Kleiner Einschub am Rande: Vanessa hat es tatsächlich geschafft, sich trotz Sonnencreme nach einer halben Stunde mit einem Buch im Pool ordentlich zu verbrennen. Manchmal hilft selbst die beste Vorbereitung einfach nicht weiter.
Und genau deshalb denke ich heute so gerne an diese Reise zurück.
Mein Fazit zu Kreta
Wenn man mich heute fragt, ob mich Griechenland genauso begeistert hat wie Italien, dann lautet die ehrliche Antwort: Nein.
Italien wird für mich wahrscheinlich immer einen ganz besonderen Platz im Herzen haben.
Aber Kreta hat etwas anderes geschafft.
Kreta hat mich entschleunigt.
Der Segeltörn nach Dia Island, das Schnorcheln im türkisblauen Wasser, die warmen Sommerabende in Rethymno, die Überfahrt nach Spinalonga und dieses Gefühl, einfach mal nichts leisten zu müssen – all das hat mir eine Ruhe gegeben, die ich damals genau gebraucht habe.
Und vielleicht war genau das die wichtigste Erkenntnis dieser Reise.
Griechenland muss man nicht abhaken, indem man möglichst viele Sehenswürdigkeiten besucht.
Griechenland muss man erleben.
Am besten vom Wasser aus.
Denn spätestens während unseres Segeltörns wurde mir klar, warum so viele Menschen von Inselhopping, Segelreisen und kleinen Bootstouren durch die Ägäis schwärmen.
Diese Inselwelt scheint genau dafür gemacht worden zu sein.
Von Insel zu Insel treiben, in kleinen Buchten ankern, im glasklaren Wasser schwimmen, gemeinsam essen und den Sonnenuntergang auf dem Meer erleben.
Es gibt Reiseerlebnisse, die man schwer beschreiben kann.
Und genau dazu gehört für mich Griechenland.
Nicht wegen der Sehenswürdigkeiten.
Sondern wegen dieses Gefühls von Freiheit, Leichtigkeit und Seelenfrieden, das zwischen Meer, Sonne und den griechischen Inseln ganz von selbst entsteht.
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Manche Reiseziele landen auf der Bucketlist, weil man schöne Bilder davon gesehen hat. Andere ziehen einen an, ohne dass man genau erklären kann, warum.
Dubai gehörte für mich lange zur zweiten Kategorie.
Schon Jahre bevor ich tatsächlich dort war, wollte ich diese Stadt unbedingt einmal mit eigenen Augen sehen. Die Stadt der Superlative. Der Burj Khalifa. Die künstlichen Inseln. Die Wolkenkratzer, die scheinbar direkt aus der Wüste wachsen. Irgendetwas daran hat mich fasziniert.
2019 ergab sich dann plötzlich die Gelegenheit. Während meiner Zeit im Reisebüro landete ein besonders attraktives Reiseangebot für Dubai in meinem Postfach. Ich musste nicht lange überlegen. Das war einer dieser Momente, in denen man einfach weiß: Wenn ich das jetzt nicht buche, werde ich mich später ärgern.
Eigentlich sollte die Reise gemeinsam mit meiner Schwester stattfinden. Doch kurz vor Abflug stellte sich heraus, dass sie nicht mitreisen konnte. Für einen Moment sah es so aus, als würde mein lang gehegter Traum vielleicht doch noch platzen.
Damals war ich noch nicht die Person, die spontan alleine in ein Flugzeug steigt und auf eigene Faust die Welt erkundet. Alleinreisen war für mich noch keine Option. Also begann die Suche nach einer Alternative – und tatsächlich fand ich kurzfristig eine Freundin, die mitkam.
Rückblickend betrachtet war das eine dieser Entscheidungen, die das Leben manchmal ganz nebenbei trifft. Denn aus der damaligen Reisebegleitung wurde später eine meiner engsten Freundinnen.
Meine erste große Reise
Heute muss ich oft schmunzeln, wenn ich daran denke. Denn damals fühlte sich Dubai für mich fast wie eine Reise ans andere Ende der Welt an.
Vor meiner Zeit im Reisebüro bestanden meine Urlaube hauptsächlich aus Familienreisen und vielen Sommern an der Ostsee. Während meiner Jahre in der Touristik hatte ich zwar bereits einige Reiseziele kennengelernt, doch Städte dieser Größenordnung waren für mich völliges Neuland.
Dubai war meine erste echte Metropole. Meine erste Reise in eine Welt voller Wolkenkratzer, Luxus, Innovation und Möglichkeiten.
Rückblickend glaube ich sogar, dass diese Reise ein kleines Stück dazu beigetragen hat, die Reiselust in mir endgültig zu wecken. Damals hätte ich nie gedacht, dass ich Jahre später alleine nach Bali, Singapur oder Sri Lanka reisen würde. Aber irgendwo muss jede Reisegeschichte beginnen – und meine begann vielleicht genau hier.
Sechs Jahre später zurück in Dubai
Die Reise von 2019 sollte allerdings nicht meine letzte nach Dubai bleiben. Sechs Jahre später zog es mich erneut in die Wüstenmetropole – und ich war gespannt, wie sich die Stadt in der Zwischenzeit verändert hatte.
Was soll ich sagen? Ich war sprachlos.
Natürlich wusste ich, dass Dubai wächst und sich ständig weiterentwickelt. Aber die Geschwindigkeit, mit der dort neue Projekte entstehen, neue Viertel gebaut werden und sich die Skyline verändert, ist beeindruckend. An manchen Orten hatte ich das Gefühl, eine völlig neue Stadt zu entdecken.
Während ich bei meiner ersten Reise möglichst viele Sehenswürdigkeiten sehen wollte, habe ich meinen zweiten Aufenthalt deutlich entspannter gestaltet. Ich verbrachte viel Zeit am Strand, erkundete verschiedene Stadtteile, traf Freunde, die mittlerweile in Dubai leben, und genoss einfach den besonderen Mix aus Moderne, Internationalität und Wüstenflair.
Und vielleicht war genau das der größte Unterschied zwischen meinen beiden Reisen: Beim ersten Mal wollte ich alles sehen. Beim zweiten Mal wollte ich die Stadt einfach erleben.
Meine Highlights für eine erste Dubai-Reise
Trotzdem gibt es einige Erlebnisse, die ich jedem bei einer ersten Dubai-Reise empfehlen würde.
Ganz oben auf meiner Liste steht eine Wüstensafari. Sie gehört für mich zu den Ausflügen, die man einfach gemacht haben muss. Die Weite der Wüste, die Ruhe, die untergehende Sonne und der Kontrast zur modernen Skyline machen dieses Erlebnis unvergesslich.
Bei meinem zweiten Besuch habe ich zusätzlich eine Nachtsafari gemacht. Dabei konnten wir unter anderem Gazellen beobachten und die Wüste noch einmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen.
Natürlich gehört auch der Burj Khalifa dazu. Ja, er ist touristisch. Ja, man teilt sich den Aufzug mit vielen anderen Besuchern. Aber manchmal sind die bekanntesten Sehenswürdigkeiten eben genau deshalb so beliebt, weil sie wirklich beeindruckend sind. Der Blick über Dubai zeigt erst, welche Dimensionen diese Stadt tatsächlich hat.
Auch die Dubai Mall sollte man nicht nur als Einkaufszentrum betrachten. Selbst wenn Shopping nicht ganz oben auf der Prioritätenliste steht, lohnt sich ein Besuch. Das riesige Aquarium, die Wasserspiele vor dem Burj Khalifa und die schiere Größe des Komplexes machen ihn zu einer Sehenswürdigkeit für sich.
Besonders begeistert hat mich bei beiden Reisen der Miracle Garden. Mitten in einer Wüstenstadt plötzlich Millionen von Blumen in den unterschiedlichsten Formen und Farben zu sehen, wirkt fast surreal. Direkt daneben befindet sich der Butterfly Garden, der sich wunderbar mit einem Besuch kombinieren lässt.
Wer etwas mehr Zeit mitbringt, sollte außerdem einen Tagesausflug nach Abu Dhabi einplanen. Bei meinem ersten Besuch stand eine Stadtrundfahrt auf dem Programm. Damals reichte die Zeit leider nicht für die Ferrari World – ein Erlebnis, das weiterhin ganz oben auf meiner persönlichen Bucketlist steht. Vielleicht erfüllt sich dieser Traum eines Tages im Rahmen eines Formel-1-Wochenendes.
Überhaupt ist Dubai für Motorsportfans ein spannendes Reiseziel. Die Nähe zu Abu Dhabi, die Begeisterung für Sportwagen und die Formel-1-Kultur in der Region sorgen dafür, dass man als Fan schnell ins Schwärmen gerät.
Und wer die Wüste noch einmal auf eine ganz besondere Art erleben möchte, sollte sich eine Heißluftballonfahrt zum Sonnenaufgang anschauen. Diese steht bis heute auf meiner eigenen Liste für den nächsten Dubai-Besuch.
Warum mich Dubai bis heute fasziniert
Wenn mich heute jemand fragt, ob sich Dubai lohnt, lautet meine Antwort ganz klar: Ja.
Nicht, weil die Stadt perfekt ist. Nicht, weil sie besonders traditionell oder authentisch wäre. Sondern weil sie etwas verkörpert, das man nur selten so deutlich sieht: den Mut, groß zu denken.
Ich bin eigentlich ein Naturmensch. Ich liebe Berge, Küsten, Nationalparks und Orte, an denen man einfach mal durchatmen kann. Und trotzdem fasziniert mich Dubai.
Vielleicht gerade deshalb.
Denn Dubai zeigt, was möglich ist, wenn Visionen Realität werden. Die Stadt entwickelt sich in einem Tempo, das man kaum greifen kann. Wer einmal dort war und einige Jahre später zurückkehrt, wird verstehen, was ich meine.
Dubai wird wahrscheinlich nie mein klassisches Lieblingsreiseziel für Wanderurlaub oder Naturerlebnisse werden. Dafür gibt es andere Orte auf dieser Welt.
Aber Dubai inspiriert. Dubai beeindruckt. Und Dubai erinnert mich jedes Mal daran, wie groß diese Welt eigentlich ist.
Und genau deshalb hat mich diese Stadt inzwischen schon zweimal in ihren Bann gezogen.
Meine Ausflugstipps Dubai für dich:

Italien
Apulien
Apulien, oder auf Italienisch Puglia, stand schon lange auf meiner Italien-Wunschliste. Kleine weiße Dörfer, endlose Olivenhaine, gutes Essen und dieses besondere italienische Lebensgefühl – genau das wollten wir erleben.
Im März 2025 war es dann endlich soweit. Nach meiner Italienreise durch die Toskana und Sizilien ging es nur kurze Zeit später erneut nach Italien. Dieses Mal führte uns die Reise in den Süden des Landes: nach Apulien.
Unsere Idee klang dabei ziemlich perfekt: eine Vespa mieten und damit durch die Landschaft fahren, kleine Orte entdecken und das Dolce Vita genießen.
Der einzige kleine Haken: Wir hatten beide noch nie wirklich eine Vespa gefahren.
Aber genau solche spontanen Ideen machen am Ende oft die besten Geschichten.
Anreise nach Apulien und unsere Unterkunft in Putignano
Unsere Reise startete mit einem Flug von Berlin nach Bari. Von dort aus ging es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln weiter nach Putignano, unserem Ausgangspunkt für die nächsten Tage.
Die Anreise war überraschend unkompliziert. Der Zug brachte uns entspannt in unseren Urlaubsort und schon während der Fahrt bekamen wir einen ersten Eindruck von Apulien.
Unsere Unterkunft war eine kleine Ferienwohnung mit Frühstück und hat uns direkt begeistert. Besonders die Gastgeber waren unglaublich herzlich und haben uns jeden Tag gefragt, ob alles passt oder ob wir irgendetwas brauchen.
Diese Gastfreundschaft war etwas ganz Besonderes.
Die Wohnung selbst war modern eingerichtet, hatte ein schönes Bad und sogar einen Jacuzzi im Schlafzimmer. Gerade im März war das perfekt, denn die Temperaturen waren noch nicht sommerlich warm. Nach einem Tag voller Erlebnisse im warmen Wasser zu entspannen, war einfach herrlich.
Zum Frühstück gingen wir jeden Morgen ins nahegelegene Restaurant Mirum. Dort konnten wir uns unser Frühstück individuell zusammenstellen und wurden ebenfalls unglaublich freundlich empfangen.
Die Besitzer gaben uns Tipps, brachten uns kleine Antipasti zum Probieren und spendierten uns sogar einmal einen Aperol.
Genau diese kleinen Momente sind es, die für mich das italienische Lebensgefühl ausmachen.
Mit der Vespa durch Apulien: Zwischen Abenteuer und Herausforderung
Natürlich durfte bei unserer Apulienreise eine Sache nicht fehlen: eine Vespa.
Die Vorstellung war romantisch. Durch Olivenhaine fahren, spontan anhalten und die Landschaft genießen. Genau so hatten wir es uns vorgestellt.
Die Realität begann allerdings etwas anders.
Als die Vespa vor uns stand, schauten wir uns erstmal an und dachten: „Okay, das wird interessant.“
Denn tatsächlich hatten wir beide kaum Erfahrung mit Zweirädern. Keine Routine, kein Fahrgefühl und dazu noch der italienische Verkehr.
Nach einem kleinen Aperol zur mentalen Vorbereitung wagten wir uns schließlich auf die Straße.
Die ersten Kilometer waren aufregend. Besonders der Verkehr in Süditalien ist eine Erfahrung für sich. Es wird gehupt, überholt und gefahren, als gäbe es keine Regeln.
Für jemanden, der gerade erst seine ersten Vespa-Erfahrungen sammelt, kann das durchaus herausfordernd sein.
Wir tasteten uns langsam heran und erkundeten erstmal Putignano und die nähere Umgebung.
Rückblickend war genau diese Mischung aus Unsicherheit, Abenteuer und spontanen Entscheidungen das, was diese Reise so besonders gemacht hat.
Putignano: Kleine Gassen, italienisches Essen und Dolce Vita
Putignano selbst hat uns mit seinem Charme überrascht.
Abends schlenderten wir durch die kleinen Gassen, vorbei an Lichterketten, Pflanzenkübeln und liebevoll dekorierten Häusern.
Besonders ein Restaurant in einem Kellergewölbe ist uns im Gedächtnis geblieben. Dort gab es unter anderem eine Pizza mit Pistazien – und sie war unglaublich lecker.
Auch die Atmosphäre war genau das, was wir uns von Italien erhofft hatten: gemütliche Gassen, gutes Essen und dieses Gefühl, dass das Leben hier einfach etwas langsamer läuft.
Alberobello: Die berühmten Trulli von Apulien
Ein absolutes Highlight unserer Reise war unser Ausflug nach Alberobello.
https://gyg.me/wp6kxmrt (Rundgang durch Alberobello mit einem Einheimischen)
Mit der Vespa fuhren wir durch die Landschaft Apuliens und durchquerten wunderschöne Olivenhaine. Alleine die Fahrt war schon ein Erlebnis.
In Alberobello angekommen, parkten wir etwas außerhalb des Zentrums und liefen die letzten Minuten zu Fuß.
Schon beim ersten Anblick der weißen Häuser mit den typischen Trulli-Dächern wussten wir: Dieser Ort ist wirklich besonders.
Zum Glück waren wir im März unterwegs. Alberobello ist inzwischen sehr bekannt und besonders in der Hauptsaison sicherlich extrem voll. Während unseres Besuchs konnten wir die kleinen Gassen noch relativ entspannt erleben.
Wir schlenderten durch die Straßen, besuchten Souvenirshops, tranken Kaffee, aßen Eis und genossen einfach die Atmosphäre.
Besonders schön waren die kleinen Dachterrassen, die man teilweise über Geschäfte erreichen konnte. Plötzlich stand man mitten auf einem weißen Trullo und hatte einen wunderschönen Blick über die Stadt.
Ein perfekter Moment, um einfach stehen zu bleiben und den Augenblick zu genießen.
Bari entdecken: Stadtleben statt Vespa-Abenteuer
Für unseren Ausflug nach Bari entschieden wir uns bewusst gegen die Vespa und nutzten stattdessen die öffentlichen Verkehrsmittel.
Und das war definitiv die richtige Entscheidung.
Bari ist deutlich lebendiger und chaotischer als die kleinen Orte in der Umgebung.
Wir schlenderten durch die Stadt, gingen shoppen und erkundeten die Straßen.
Eigentlich hatten wir auch eine Bootstour geplant, um die Küste und die Höhlen rund um Apulien zu entdecken.
https://gyg.me/GtwS6g6E (Sunset-Bootstour mit Aperitif)
Aufgrund des starken Windes entschieden wir uns jedoch dagegen. Da ich schnell seekrank werde, war das wahrscheinlich sogar die bessere Entscheidung.
Nicht jeder Plan muss umgesetzt werden – manchmal entstehen gerade dadurch die schönsten Tage.
Polignano a Mare, Locorotondo und italienische Genussmomente
Natürlich standen auch weitere Orte auf unserer Liste.
Locorotondo konnten wir kurz besuchen und waren begeistert von den weißen Häusern und den kleinen Gassen.
Auch Polignano a Mare durfte nicht fehlen.
https://gyg.me/uivvxWjI (Besichtigung der Grotten in Polignano a Mare)
Dort machten wir unter anderem eine kleine Grottentour und erkundeten die beeindruckende Küste.
Was uns aber genauso im Gedächtnis geblieben ist: das Essen.
Die italienischen Essenszeiten waren für uns zunächst ungewohnt. Wer um 18 Uhr essen gehen möchte, wird in vielen Restaurants eher fragend angeschaut.
Nach einigen Tagen hatten wir uns aber daran gewöhnt und saßen teilweise erst gegen 23 Uhr beim Abendessen.
Und genau das gehört irgendwie dazu.
Das Essen in Apulien war fantastisch. Pizza, Pasta und regionale Spezialitäten haben uns jeden Tag aufs Neue begeistert.
Unser Fazit zur Apulien Reise
Unsere Reise nach Apulien war nicht perfekt geplant – und genau deshalb war sie perfekt.
Wir haben nicht jeden bekannten Ort gesehen. Ostuni, Monopoli und viele weitere Orte stehen weiterhin auf unserer Wunschliste.
Aber darum ging es auch gar nicht.
Wir wollten Italien erleben, nicht einfach nur Sehenswürdigkeiten abhaken.
Wir wollten durch Gassen schlendern, italienischen Kaffee trinken, spontan irgendwo anhalten und das Leben genießen.
Und genau das haben wir gemacht.
Apulien bedeutet für mich Dolce Vita: herzliche Menschen, gutes Essen, wunderschöne Landschaften und dieses besondere Gefühl, dass alles ein bisschen langsamer und leichter wird.
Eine Reise, die definitiv nach Wiederholung ruft.

Italien
Sardinien im Frühling
Eine Woche, die Lust auf mehr gemacht hat
Eigentlich sollte unsere Reise ganz entspannt mit ITA Airways ab München starten. Doch wie das manchmal so ist, machte uns ein Streik einen Strich durch die Rechnung. Unser Flug wurde kurzfristig gestrichen und die angebotene Alternative hätte fast einen ganzen Tag gedauert. Also entschieden wir uns kurzerhand für einen Flug mit EasyJet ab Berlin – rückblickend definitiv die richtige Entscheidung.
Schon wenige Stunden später landeten wir in Olbia, holten unseren kleinen Fiat am Flughafen ab und starteten in eine Woche, die uns Sardinien von seiner schönsten Seite zeigen sollte.
Unsere erste Unterkunft lag ganz in der Nähe des Hafens von Olbia. Nachdem wir eingecheckt hatten, ließen wir den ersten Abend ganz gemütlich angehen. Ein Spaziergang durch den Hafen, ein Aperol in der Abendsonne, italienisches Abendessen und einfach erst einmal ankommen. Mehr brauchte es nicht.
Ein Tag im La-Maddalena-Archipel
Am nächsten Morgen klingelte der Wecker bereits gegen sechs Uhr. Vor uns lag eines der Highlights der Reise: eine Yacht-Tour durch den La-Maddalena-Archipel.
Schon die Fahrt nach Palau lohnte sich. Wenig Verkehr, aufgehende Sonne und dieses Gefühl, endlich wieder in Italien unterwegs zu sein.
Unsere Yacht war angenehm klein. Insgesamt waren wir nur sechs bis acht Gäste an Bord, wodurch sich alles sehr persönlich anfühlte. Gerade Ende April war das perfekt, denn die Inseln waren noch angenehm ruhig.
Das Wasser dort oben gehört ohne Zweifel zu den schönsten, die ich je gesehen habe. Türkis, glasklar und fast schon unwirklich. Teilweise fühlte es sich eher nach Karibik oder Malediven an als nach Europa.
Zwischendurch legten wir immer wieder auf kleinen Inseln an. Es gab Wein, Wasser, Snacks, später sogar Pasta und Dessert – alles inklusive.
Das einzige, was ich komplett unterschätzt hatte, war die Frühlingssonne. Weil Ende April war, dachte ich natürlich, Sonnencreme brauche ich heute nicht unbedingt.
Großer Fehler.
Am Abend hatte ich einen ordentlichen Sonnenbrand auf der Stirn. Zum Glück entdeckte ich auf einer der Inseln ein abgebrochenes Aloe-Vera-Blatt. Das Gel daraus war meine Rettung und ließ den Sonnenbrand innerhalb weniger Tage fast vollständig verschwinden.
Zurück in Olbia kauften wir noch ein paar Snacks für die kommenden Roadtrip-Tage ein und ließen den Abend ganz entspannt ausklingen.
https://gyg.me/JOP8aCqZ (Inselhüpfen im La Maddalena Archipel)
Posada – ein Bilderbuchdorf mit Meerblick
Nach zwei Nächten in Olbia begann unser kleiner Roadtrip.
Unser erstes Ziel war Posada.
Das kleine Bergdorf gehört definitiv zu den Orten, die man leicht übersehen könnte – und genau das wäre schade. Hoch über der Küste thront die alte Burg, von der aus man einen wunderschönen Blick über die Landschaft und bis zum Meer hat.
Anschließend gönnten wir uns einen Latte Macchiato und eine frische Focaccia, bevor wir weiterfuhren.
Nur wenige Minuten später hielten wir an einem der schönsten Strände der Reise.
Ein ewig langer, weißer Sandstrand mit türkisfarbenem Wasser. Ehrlich gesagt hätte ich auf den ersten Blick nicht geglaubt, dass ich noch in Europa bin.
Was mir auf Sardinien außerdem sofort auffiel, waren die hervorragend ausgebauten Radwege. Die Insel eignet sich nicht nur perfekt für Roadtrips, sondern genauso gut für Radreisen, Wanderurlaube oder sogar Segeltörns.
Noch während dieser Reise war mir klar: Ich komme wieder.
Unser Zuhause zwischen den Bergen
Unsere nächste Unterkunft lag in der Nähe von Orosei.
Das kleine Airbnb verfügte über eine Terrasse mit Blick auf die Berge – genau die Art von Unterkunft, die ich liebe.
Am Abend gingen wir noch kurz einkaufen, besorgten Tomaten, Mozzarella, Brot und Käse und machten es uns anschließend auf der Terrasse gemütlich.
Während die Schwalben ihre Kreise zogen und die Kirchenglocken durch das Tal klangen, saßen wir einfach nur da und genossen den Sonnenuntergang.
Solche Momente sind oft die schönsten Erinnerungen einer Reise.
Die Gorropu-Schlucht – und meine Wanderschuhe blieben zu Hause
Am nächsten Morgen ging es früh zur Gorropu-Schlucht.
Die Anfahrt führte durch riesige Olivenhaine, vorbei an Schafen, Kühen, Ziegen und Schweinen, die völlig selbstverständlich über die Straße liefen. Allein diese Fahrt war schon ein Erlebnis.
Am Parkplatz angekommen, fiel mir allerdings ein kleines Detail auf.
Ich hatte meine Wanderschuhe zu Hause vergessen.
Während Annika ihre Schuhe schnürte, stand ich dort mit meinen Tommy-Hilfiger-Flipflops und musste erst einmal über mich selbst lachen.
Tja.
Ändern konnte ich es ohnehin nicht mehr.
Also liefen wir einfach los.
Nach wenigen Minuten mussten wir uns in eine Wanderliste eintragen – vermutlich aus Sicherheitsgründen. Die Dame dort musste ebenfalls schmunzeln, als sie meine Schuhwahl sah.
Der Weg führte rund 15 Kilometer hin und zurück durch eine beeindruckende Landschaft. Immer felsiger wurde der Untergrund, doch überraschenderweise funktionierte das Ganze auch in Flipflops besser als gedacht.
Als wir schließlich den Eingang zur eigentlichen Gorropu-Schlucht erreichten, entschieden wir uns jedoch umzudrehen.
Dort beginnt das anspruchsvollere Gelände und spätestens dafür braucht man wirklich festes Schuhwerk.
Bereut habe ich es trotzdem nicht.
Allein die Wanderung bis dorthin war wunderschön und einer meiner Lieblingsmomente auf Sardinien.
Am Abend arbeitete ich noch ein paar Stunden für eine Kundin, bevor wir den Tag erneut auf unserer Terrasse ausklingen ließen.
https://gyg.me/7kR05ezk (Wanderung durch die Gorrupo Schlucht mit Offroad Transfer und Mittagessen)
Das verlassene Dorf Gairo Vecchio
Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns von unserer Unterkunft und fuhren weiter Richtung Süden.
Unterwegs machten wir Halt in Gairo Vecchio.
Das ehemalige Bergdorf wurde nach mehreren Erdrutschen aufgegeben und wirkt heute wie eine Geisterstadt.
Zwischen den verlassenen Häusern entdeckten wir jedoch immer wieder Hinweise darauf, dass dort tatsächlich noch einzelne Menschen leben. Ein gepflegter Garten, geöffnete Fenster oder Geräusche aus einem Haus machten den Ort gleichzeitig faszinierend und etwas geheimnisvoll.
Wir liefen lange durch die alten Gassen und hatten ständig das Gefühl, eine Zeitreise gemacht zu haben.
Wer Sardinien einmal von einer ganz anderen Seite erleben möchte, sollte diesen Ort unbedingt besuchen.
Entspannte Tage im Süden Sardiniens
Unsere letzte Unterkunft lag im Süden der Insel – ein kleines Boutique-Hotel mit Pool, nur wenige Minuten vom Meer entfernt.
Nach dem Einchecken gingen wir direkt im Hotel essen und ließen den Abend gemütlich ausklingen.
Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg nach Villasimius.
Der kleine Küstenort gefiel mir sofort. Hübsche Boutiquen, kleine Cafés, Gelaterias und eine entspannte Atmosphäre.
Natürlich durfte auch hier ein Gelato nicht fehlen.
Ich versuchte außerdem während des gesamten Urlaubs, ein Paket mit sardischen Spezialitäten nach Deutschland zu schicken. Ich hatte bereits einen Karton, Souvenirs und regionale Lebensmittel gekauft.
Nur eines fehlte ständig.
Eine geöffnete Post.
Entweder war geschlossen, es fehlte Klebeband oder die Öffnungszeiten waren mal wieder sehr italienisch ausgelegt.
Am Ende blieb das Paket einfach im Auto und reiste wieder mit nach Hause.
Auch das gehört eben zu Italien.
Neben dem Flamingo-Strand besuchten wir noch weitere wunderschöne Buchten rund um Villasimius. Zum Baden war es Ende April zwar noch etwas frisch, dafür hatten wir viele Orte fast für uns allein.
Am Abend gönnte ich mir eines der größten Steaks meines Lebens, bevor wir unseren letzten Abend auf Sardinien genossen.
Abschied in Cagliari
Am nächsten Morgen gaben wir unseren Mietwagen in Cagliari zurück.
Da unser Flug erst am Abend ging, blieb noch genügend Zeit, die Stadt zu erkunden.
Wir schlenderten durch die Altstadt, liefen hinauf zur Kathedrale, stöberten noch ein wenig durch die Geschäfte und genossen die letzten Sonnenstunden.
Annika hielt noch nach einem Kleid Ausschau, ich dagegen fand stattdessen ein neues Paar Schuhe.
Typisch.
Am Abend flogen wir schließlich weiter nach Rom.
Doch schon während des Rückflugs war mir eines klar:
Sardinien war definitiv nicht das letzte Mal.
Mein Fazit – Beim nächsten Mal vom Wasser aus
Sardinien hat mich überrascht.
Ich hatte vorher mit traumhaften Stränden gerechnet – bekommen habe ich eine Insel, die viel abwechslungsreicher ist. Berge, Schluchten, türkisblaues Wasser, kleine Dörfer und dieses entspannte italienische Lebensgefühl haben die Reise zu etwas ganz Besonderem gemacht.
Die Gorropu-Schlucht würde ich jederzeit noch einmal besuchen – dann allerdings mit Wanderschuhen statt Flipflops. Den Weg bis dorthin fand ich schon wunderschön, aber irgendwann möchte ich die Schlucht auch komplett erkunden.
Trotzdem hat mir diese Reise noch etwas anderes gezeigt: Beim nächsten Mal würde ich meinen Fokus ganz anders setzen.
Die Bergdörfer waren interessant und definitiv sehenswert. Für einen ersten Sardinien-Roadtrip würde ich sie auch wieder empfehlen. Wenn ich jedoch noch einmal auf die Insel zurückkehre, würde ich meine Zeit lieber am Wasser verbringen.
Die Bootstour durch den La-Maddalena-Archipel war für mich das absolute Highlight der Reise. Dieses glasklare Wasser, die kleinen Buchten, die Ruhe auf dem Meer und das Gefühl von Freiheit haben mich völlig begeistert.
Deshalb könnte ich mir inzwischen sogar vorstellen, eine ganze Woche auf einem Segelboot rund um Sardinien zu verbringen – gemeinsam mit einer kleinen Gruppe, jeden Tag in einer anderen Bucht ankern, morgens ins türkisfarbene Meer springen und den Sonnenuntergang vom Wasser aus genießen.
Ich glaube, genau so würde sich Sardinien für mich beim nächsten Mal anfühlen.
Und ehrlich gesagt: Allein bei dem Gedanken daran würde ich am liebsten sofort wieder meine Koffer packen.



