Griechenland

Kreta erleben – Spinalonga, Rethymno und ein unvergesslicher Segeltörn nach Dia Island
Griechenland
Christiane Seliger
03.08.2026
5 min Lesezeit

Kreta im Hochsommer – zwischen 40 Grad, Spinalonga und einem Segeltörn bei Sonnenuntergang

Manchmal sind es nicht die Reisen, auf denen man möglichst viel sieht, die einem besonders in Erinnerung bleiben. Manchmal sind es genau die Urlaube, in denen man einen Gang zurückschaltet, spontan umplant und sich einfach dem Rhythmus des Reiseziels anpasst.

So ging es mir auf Kreta.

Vor zwei Jahren verbrachte ich gemeinsam mit einer Freundin eine Woche auf der größten griechischen Insel. Anfang Juni klingt zunächst nach perfektem Sommerurlaub. Was wir allerdings nicht erwartet hatten: Temperaturen von bis zu 40 Grad.

Und ich kann euch sagen: Für die Einheimischen mag das vielleicht ein normaler Sommertag sein. Für uns Thüringer war es schlichtweg brutal heiß.

Schon am ersten Urlaubstag wurde uns das ziemlich deutlich vor Augen geführt. Während ich noch versuchte, möglichst viel Schatten zu finden, machte es sich Vanessa mit einem Buch am Pool gemütlich. Mit Sonnenhut zwar – aber eben trotzdem mehrere Stunden in der prallen Sonne.

Das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten.

Sie war anschließend so verbrannt, dass wir die nächsten Tage regelmäßig Aloe Vera nachlegen mussten.

Rückblickend können wir darüber lachen. In dem Moment war es allerdings eher weniger lustig.

Ankommen, abschalten und den Sommer genießen

Unser Hotel lag direkt am Strand in Ammoudara und war genau das Richtige für diese Reise.

Pool, Meerblick, entspannte Atmosphäre und ausreichend Rückzugsmöglichkeiten. Einige Zimmer verfügten sogar über private Pools. Wir selbst hatten einen schönen Bereich im Nebengebäude und konnten dort wunderbar entspannen.

Da wir nur Frühstück gebucht hatten, verbrachten wir die Abende meist in den Tavernen und Bars der Umgebung. Zu dieser Zeit lief außerdem die Fußball-Europameisterschaft, sodass wir viele Abende beim Public Viewing verbrachten, griechisches Essen genossen und einfach das Urlaubsleben auf uns wirken ließen.

Und ehrlich gesagt: Bei 40 Grad Außentemperatur war das manchmal ohnehin die vernünftigste Entscheidung.

Spinalonga – ein Stück bewegende Geschichte

Einer der Ausflüge, die wir trotz der Hitze unbedingt machen wollten, führte uns nach Elounda.

Von dort aus ging es mit der Fähre zur kleinen Insel Spinalonga.

Allein die Überfahrt war bereits wunderschön. Das tiefblaue Meer, die Küste Kretas im Hintergrund und die Vorfreude auf das, was uns erwartete.

Spinalonga ist weit mehr als nur eine kleine Insel. Viele kennen sie als ehemalige Leprakolonie, die bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts genutzt wurde.

Während man durch die alten Gassen läuft, die verlassenen Gebäude sieht und die Geschichte dieses Ortes auf sich wirken lässt, bekommt man einen Eindruck davon, wie das Leben dort früher gewesen sein muss.

Wir haben bewusst auf eine geführte Tour verzichtet und die Insel auf eigene Faust erkundet. Genau das hat mir persönlich sehr gefallen. Man konnte sich Zeit lassen, stehen bleiben, die Atmosphäre aufnehmen und sich die Geschichte in seinem eigenen Tempo erschließen.

Für mich gehört Spinalonga definitiv zu den Ausflügen, die man auf Kreta nicht verpassen sollte.

Wer keinen Mietwagen nutzen möchte, findet zahlreiche organisierte Touren mit Hotelabholung. Wir selbst sind mit dem Mietwagen nach Elounda gefahren und haben die Fähre direkt vor Ort genommen.

Palm Beach – manchmal ist Aufgeben die klügere Entscheidung

Eigentlich wollten wir während unseres Aufenthalts noch deutlich mehr sehen.

Der berühmte Palmenstrand von Vai stand ganz oben auf unserer Liste.

Also stiegen wir eines Tages ins Auto und machten uns auf den Weg.

Was wir dabei allerdings unterschätzt hatten, waren die Entfernungen auf Kreta.

Die Insel ist deutlich größer und bergiger, als viele vermuten. Die Straßen sind zwar gut ausgebaut, führen aber oft durch Serpentinen, vorbei an Olivenhainen und durch die beeindruckende Berglandschaft der Insel.

Google Maps war dabei regelmäßig optimistischer als die Realität.

Als wir schließlich am Parkplatz oberhalb des Palmenstrandes ankamen, hatten wir bereits einige Stunden Fahrt hinter uns.

Von dort führte ein Weg hinunter zum Strand.

Das Problem?

40 Grad. Mittagssonne. Keine Kopfbedeckung. Kein Wasser. Und natürlich wieder Flipflops.

Heute frage ich mich selbst, was genau unser Plan gewesen ist.

Wir liefen ein Stück des Weges hinunter, blickten auf die wunderschöne Bucht mit den Palmen und trafen dann die vermutlich vernünftigste Entscheidung des Tages:

Wir drehten wieder um.

Der Ausblick von oben war wunderschön und hat uns vollkommen gereicht.

Rückblickend würde ich den Palmenstrand definitiv im Rahmen einer Bootstour besuchen. Viele Touren kombinieren verschiedene Buchten, Strände und Schnorchelstopps miteinander. Das ist deutlich entspannter und man kann die Landschaft genießen, ohne bei 40 Grad einen Berg hinunter- und wieder hinaufzulaufen.

Manchmal gehört zur Reiseerfahrung eben auch die Erkenntnis, dass nicht jeder Plan umgesetzt werden muss.

Ein Segeltörn, der mehr war als nur ein Ausflug

Als wir am Abend wieder zurück in den Hafen segelten, hatte ich das Gefühl, dass dieser Tag viel zu schnell vergangen war. Die Sonne ging langsam unter, das Meer wurde immer ruhiger und irgendwo zwischen türkisblauem Wasser, salziger Meeresluft und diesem Gefühl von Freiheit wusste ich: Das war einer dieser Urlaubstage, an die man sich noch Jahre später erinnert.

Und als wäre der Tag nicht ohnehin schon perfekt gewesen, hatte Carly – die Freundin unseres Skippers – noch einen Geheimtipp für uns.

Sie schwärmte von einem kleinen Crêpes-Stand in der Nähe des Hafens und meinte nur: „Wenn ihr hier seid, müsst ihr dort unbedingt einen Crêpe essen.“

Gesagt, getan.

Unser Transferfahrer wartete ohnehin noch auf uns und Carly organisierte kurzerhand, dass wir zuerst zum Crêpes-Stand gefahren wurden und anschließend zurück ins Hotel.

Ich weiß nicht, ob es an diesem ohnehin schon perfekten Tag lag oder ob der Crêpe tatsächlich so gut war – wahrscheinlich eine Mischung aus beidem. Aber ich kann bis heute sagen: Es war einer der besten Crêpes, die ich jemals gegessen habe.

Manchmal sind es eben genau diese kleinen Momente, die eine Reise besonders machen.

Rethymno – das Griechenland, das ich gesucht hatte

Ein weiteres Highlight war für mich Rethymno.

Während unser Urlaubsort wunderschön am Meer lag und perfekt zum Entspannen war, fehlte mir dort manchmal dieses typische Griechenland-Gefühl, das man aus Filmen oder Postkarten kennt.

Rethymno hat mir genau das gegeben.

Die engen Gassen, die kleinen Tavernen, die bunten Häuserfassaden, die Geschäfte mit Olivenöl, Gewürzen und Souvenirs, dazu das warme Licht am Abend – plötzlich hatte ich genau dieses Gefühl, das ich mit Griechenland verbunden hatte.

Wir schlenderten durch die Altstadt, gingen am Hafen entlang, aßen gemütlich zu Abend und ließen den Tag ausklingen.

Natürlich war es touristisch. Natürlich waren viele Menschen unterwegs.

Aber irgendwie fühlte es sich trotzdem authentisch an.

Vielleicht lag es daran, dass wir erst am Abend dort waren, als die größte Hitze vorbei war. Vielleicht lag es an der entspannten Stimmung. Vielleicht auch einfach daran, dass dieser Ort genau meinen Vorstellungen von Griechenland entsprach.

Jedenfalls war Rethymno einer dieser Orte, an die ich jederzeit zurückkehren würde.

Kreta bei 40 Grad – und trotzdem wunderschön

Rückblickend war dieser Urlaub ganz anders, als wir ihn ursprünglich geplant hatten.

Eigentlich wollten wir deutlich mehr von Kreta sehen. Elafonissi stand auf unserer Liste. Palm Beach stand auf unserer Liste. Noch mehr Ausflüge, noch mehr Strände und noch mehr Inselerkundungen.

Aber manchmal macht einem die Natur einfach einen Strich durch die Rechnung.

Bei Temperaturen von bis zu 40 Grad war irgendwann klar, dass klassisches Sightseeing nicht mehr wirklich die beste Idee ist.

Also haben wir das gemacht, was in diesem Moment richtig war.

Wir haben entschleunigt.

Wir haben Zeit am Pool verbracht, Fußball-Europameisterschaft in der Bar geschaut, Cocktails getrunken, lange Gespräche geführt und einfach den Moment genossen.

Kleiner Einschub am Rande: Vanessa hat es tatsächlich geschafft, sich trotz Sonnencreme nach einer halben Stunde mit einem Buch im Pool ordentlich zu verbrennen. Manchmal hilft selbst die beste Vorbereitung einfach nicht weiter.

Und genau deshalb denke ich heute so gerne an diese Reise zurück.

Mein Fazit zu Kreta

Wenn man mich heute fragt, ob mich Griechenland genauso begeistert hat wie Italien, dann lautet die ehrliche Antwort: Nein.

Italien wird für mich wahrscheinlich immer einen ganz besonderen Platz im Herzen haben.

Aber Kreta hat etwas anderes geschafft.

Kreta hat mich entschleunigt.

Der Segeltörn nach Dia Island, das Schnorcheln im türkisblauen Wasser, die warmen Sommerabende in Rethymno, die Überfahrt nach Spinalonga und dieses Gefühl, einfach mal nichts leisten zu müssen – all das hat mir eine Ruhe gegeben, die ich damals genau gebraucht habe.

Und vielleicht war genau das die wichtigste Erkenntnis dieser Reise.

Griechenland muss man nicht abhaken, indem man möglichst viele Sehenswürdigkeiten besucht.

Griechenland muss man erleben.

Am besten vom Wasser aus.

Denn spätestens während unseres Segeltörns wurde mir klar, warum so viele Menschen von Inselhopping, Segelreisen und kleinen Bootstouren durch die Ägäis schwärmen.

Diese Inselwelt scheint genau dafür gemacht worden zu sein.

Von Insel zu Insel treiben, in kleinen Buchten ankern, im glasklaren Wasser schwimmen, gemeinsam essen und den Sonnenuntergang auf dem Meer erleben.

Es gibt Reiseerlebnisse, die man schwer beschreiben kann.

Und genau dazu gehört für mich Griechenland.

Nicht wegen der Sehenswürdigkeiten.

Sondern wegen dieses Gefühls von Freiheit, Leichtigkeit und Seelenfrieden, das zwischen Meer, Sonne und den griechischen Inseln ganz von selbst entsteht.

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Zwischen Wüstensand und Zukunftsvision

Manche Reiseziele landen auf der Bucketlist, weil man schöne Bilder davon gesehen hat. Andere ziehen einen an, ohne dass man genau erklären kann, warum. Dubai gehörte für mich lange zur zweiten Kategorie. Schon Jahre bevor ich tatsächlich dort war, w
Christiane Seliger
03.08.2026
5 min Lesezeit

Manche Reiseziele landen auf der Bucketlist, weil man schöne Bilder davon gesehen hat. Andere ziehen einen an, ohne dass man genau erklären kann, warum.

Dubai gehörte für mich lange zur zweiten Kategorie.

Schon Jahre bevor ich tatsächlich dort war, wollte ich diese Stadt unbedingt einmal mit eigenen Augen sehen. Die Stadt der Superlative. Der Burj Khalifa. Die künstlichen Inseln. Die Wolkenkratzer, die scheinbar direkt aus der Wüste wachsen. Irgendetwas daran hat mich fasziniert.

2019 ergab sich dann plötzlich die Gelegenheit. Während meiner Zeit im Reisebüro landete ein besonders attraktives Reiseangebot für Dubai in meinem Postfach. Ich musste nicht lange überlegen. Das war einer dieser Momente, in denen man einfach weiß: Wenn ich das jetzt nicht buche, werde ich mich später ärgern.

Eigentlich sollte die Reise gemeinsam mit meiner Schwester stattfinden. Doch kurz vor Abflug stellte sich heraus, dass sie nicht mitreisen konnte. Für einen Moment sah es so aus, als würde mein lang gehegter Traum vielleicht doch noch platzen.

Damals war ich noch nicht die Person, die spontan alleine in ein Flugzeug steigt und auf eigene Faust die Welt erkundet. Alleinreisen war für mich noch keine Option. Also begann die Suche nach einer Alternative – und tatsächlich fand ich kurzfristig eine Freundin, die mitkam.

Rückblickend betrachtet war das eine dieser Entscheidungen, die das Leben manchmal ganz nebenbei trifft. Denn aus der damaligen Reisebegleitung wurde später eine meiner engsten Freundinnen.

Meine erste große Reise

Heute muss ich oft schmunzeln, wenn ich daran denke. Denn damals fühlte sich Dubai für mich fast wie eine Reise ans andere Ende der Welt an.

Vor meiner Zeit im Reisebüro bestanden meine Urlaube hauptsächlich aus Familienreisen und vielen Sommern an der Ostsee. Während meiner Jahre in der Touristik hatte ich zwar bereits einige Reiseziele kennengelernt, doch Städte dieser Größenordnung waren für mich völliges Neuland.

Dubai war meine erste echte Metropole. Meine erste Reise in eine Welt voller Wolkenkratzer, Luxus, Innovation und Möglichkeiten.

Rückblickend glaube ich sogar, dass diese Reise ein kleines Stück dazu beigetragen hat, die Reiselust in mir endgültig zu wecken. Damals hätte ich nie gedacht, dass ich Jahre später alleine nach Bali, Singapur oder Sri Lanka reisen würde. Aber irgendwo muss jede Reisegeschichte beginnen – und meine begann vielleicht genau hier.

Sechs Jahre später zurück in Dubai

Die Reise von 2019 sollte allerdings nicht meine letzte nach Dubai bleiben. Sechs Jahre später zog es mich erneut in die Wüstenmetropole – und ich war gespannt, wie sich die Stadt in der Zwischenzeit verändert hatte.

Was soll ich sagen? Ich war sprachlos.

Natürlich wusste ich, dass Dubai wächst und sich ständig weiterentwickelt. Aber die Geschwindigkeit, mit der dort neue Projekte entstehen, neue Viertel gebaut werden und sich die Skyline verändert, ist beeindruckend. An manchen Orten hatte ich das Gefühl, eine völlig neue Stadt zu entdecken.

Während ich bei meiner ersten Reise möglichst viele Sehenswürdigkeiten sehen wollte, habe ich meinen zweiten Aufenthalt deutlich entspannter gestaltet. Ich verbrachte viel Zeit am Strand, erkundete verschiedene Stadtteile, traf Freunde, die mittlerweile in Dubai leben, und genoss einfach den besonderen Mix aus Moderne, Internationalität und Wüstenflair.

Und vielleicht war genau das der größte Unterschied zwischen meinen beiden Reisen: Beim ersten Mal wollte ich alles sehen. Beim zweiten Mal wollte ich die Stadt einfach erleben.

Meine Highlights für eine erste Dubai-Reise

Trotzdem gibt es einige Erlebnisse, die ich jedem bei einer ersten Dubai-Reise empfehlen würde.

Ganz oben auf meiner Liste steht eine Wüstensafari. Sie gehört für mich zu den Ausflügen, die man einfach gemacht haben muss. Die Weite der Wüste, die Ruhe, die untergehende Sonne und der Kontrast zur modernen Skyline machen dieses Erlebnis unvergesslich.

Bei meinem zweiten Besuch habe ich zusätzlich eine Nachtsafari gemacht. Dabei konnten wir unter anderem Gazellen beobachten und die Wüste noch einmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen.

Natürlich gehört auch der Burj Khalifa dazu. Ja, er ist touristisch. Ja, man teilt sich den Aufzug mit vielen anderen Besuchern. Aber manchmal sind die bekanntesten Sehenswürdigkeiten eben genau deshalb so beliebt, weil sie wirklich beeindruckend sind. Der Blick über Dubai zeigt erst, welche Dimensionen diese Stadt tatsächlich hat.

Auch die Dubai Mall sollte man nicht nur als Einkaufszentrum betrachten. Selbst wenn Shopping nicht ganz oben auf der Prioritätenliste steht, lohnt sich ein Besuch. Das riesige Aquarium, die Wasserspiele vor dem Burj Khalifa und die schiere Größe des Komplexes machen ihn zu einer Sehenswürdigkeit für sich.

Besonders begeistert hat mich bei beiden Reisen der Miracle Garden. Mitten in einer Wüstenstadt plötzlich Millionen von Blumen in den unterschiedlichsten Formen und Farben zu sehen, wirkt fast surreal. Direkt daneben befindet sich der Butterfly Garden, der sich wunderbar mit einem Besuch kombinieren lässt.

Wer etwas mehr Zeit mitbringt, sollte außerdem einen Tagesausflug nach Abu Dhabi einplanen. Bei meinem ersten Besuch stand eine Stadtrundfahrt auf dem Programm. Damals reichte die Zeit leider nicht für die Ferrari World – ein Erlebnis, das weiterhin ganz oben auf meiner persönlichen Bucketlist steht. Vielleicht erfüllt sich dieser Traum eines Tages im Rahmen eines Formel-1-Wochenendes.

Überhaupt ist Dubai für Motorsportfans ein spannendes Reiseziel. Die Nähe zu Abu Dhabi, die Begeisterung für Sportwagen und die Formel-1-Kultur in der Region sorgen dafür, dass man als Fan schnell ins Schwärmen gerät.

Und wer die Wüste noch einmal auf eine ganz besondere Art erleben möchte, sollte sich eine Heißluftballonfahrt zum Sonnenaufgang anschauen. Diese steht bis heute auf meiner eigenen Liste für den nächsten Dubai-Besuch.

Warum mich Dubai bis heute fasziniert

Wenn mich heute jemand fragt, ob sich Dubai lohnt, lautet meine Antwort ganz klar: Ja.

Nicht, weil die Stadt perfekt ist. Nicht, weil sie besonders traditionell oder authentisch wäre. Sondern weil sie etwas verkörpert, das man nur selten so deutlich sieht: den Mut, groß zu denken.

Ich bin eigentlich ein Naturmensch. Ich liebe Berge, Küsten, Nationalparks und Orte, an denen man einfach mal durchatmen kann. Und trotzdem fasziniert mich Dubai.

Vielleicht gerade deshalb.

Denn Dubai zeigt, was möglich ist, wenn Visionen Realität werden. Die Stadt entwickelt sich in einem Tempo, das man kaum greifen kann. Wer einmal dort war und einige Jahre später zurückkehrt, wird verstehen, was ich meine.

Dubai wird wahrscheinlich nie mein klassisches Lieblingsreiseziel für Wanderurlaub oder Naturerlebnisse werden. Dafür gibt es andere Orte auf dieser Welt.

Aber Dubai inspiriert. Dubai beeindruckt. Und Dubai erinnert mich jedes Mal daran, wie groß diese Welt eigentlich ist.

Und genau deshalb hat mich diese Stadt inzwischen schon zweimal in ihren Bann gezogen.

Meine Ausflugstipps Dubai für dich:

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Bali & Singapur

Solo-Reise nach Bali und Singapur: Wie ein gestrichener Rückflug meine Reise verändert hat Manche Reisen plant man monatelang bis ins kleinste Detail. Man liest Reiseführer, speichert Orte auf Google Maps und überlegt sich schon vor der Abreise, welc
Christiane Seliger
03.08.2026
5 min Lesezeit

Solo-Reise nach Bali und Singapur: Wie ein gestrichener Rückflug meine Reise verändert hat

Manche Reisen plant man monatelang bis ins kleinste Detail. Man liest Reiseführer, speichert Orte auf Google Maps und überlegt sich schon vor der Abreise, welche Cafés, Strände und Sehenswürdigkeiten man besuchen möchte.

Und dann gibt es diese Reisen, bei denen plötzlich nichts mehr nach Plan läuft – und genau dadurch alles besonders wird.

Meine dreiwöchige Solo-Reise nach Bali und Singapur sollte eigentlich ganz unkompliziert werden: einige Tage Bali, anschließend ein kurzer Aufenthalt in Singapur und danach zurück nach Deutschland. Dass ausgerechnet ein gestrichener Rückflug dazu führen würde, dass ich die Reise völlig anders erleben würde als geplant, konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen.

Rückblickend war genau dieser ungeplante Umweg das Beste, was mir passieren konnte.

Bali in der Regenzeit: Mein chaotischer Start in die Reise

Mein Abenteuer begann Ende Februar auf Bali – mitten in der Regenzeit. Schon bei meiner Ankunft am Flughafen in Denpasar wurde ich daran erinnert, dass selbst gelernte Tourismuskauffrauen nicht immer perfekt vorbereitet sind.

Das E-Visum hatte ich natürlich nicht vorab ausgefüllt.

Nach einem langen Flug stand ich also mit meinem Gepäck am Flughafen, suchte eine halbwegs stabile Internetverbindung und versuchte, sämtliche Formulare auszufüllen. Die Verbindung war eher bescheiden und meine Geduld wurde direkt auf die Probe gestellt.

Nicht unbedingt der entspannteste Start in eine Reise – aber nach einigen Versuchen war alles erledigt und mein Bali-Abenteuer konnte endlich beginnen.

Von Denpasar ging es weiter nach Ubud, meinem ersten Stopp auf der Insel.

Ubud: Yoga, Reisfelder und Entschleunigung im Herzen Balis

Meine Unterkunft in Ubud lag mitten im Grünen. Ein Infinity-Pool mit Blick auf die umliegenden Reisfelder klang nach dem perfekten Ort, um nach der langen Anreise anzukommen.

Zumindest theoretisch.

Praktisch regnete es während meines Aufenthalts immer wieder. Anstatt stundenlang am Pool zu liegen, verbrachte ich mehr Zeit damit, den tropischen Regen zu beobachten und die besondere Atmosphäre dieser Jahreszeit auf Bali auf mich wirken zu lassen.

Genau das machte Ubud für mich so besonders.

Der Ort hat eine ganz eigene Energie. Zwischen Tempeln, kleinen Cafés, Reisfeldern und dichter tropischer Vegetation dreht sich vieles um Yoga, Meditation, Wellness und einen bewussteren Lebensstil.

Ich hatte mir vorgenommen, Bali nicht wie eine Checkliste abzuarbeiten. Deshalb standen nicht möglichst viele Sehenswürdigkeiten pro Tag auf meinem Programm, sondern genau das Gegenteil: Yoga, Pilates, Meditation, Spaziergänge, gutes Essen und Zeit für meine Arbeit als Content Creator.

Meine Highlights in Ubud: Alchemy, Pyramids of Chi und Campuhan Ridge Walk

Besonders gefallen haben mir das Alchemy, die Pyramids of Chi und der Campuhan Ridge Walk.

Gerade der Campuhan Ridge Walk war für mich einer dieser Orte, an denen man nicht unbedingt eine spektakuläre Sehenswürdigkeit erwartet, aber trotzdem gerne länger bleibt. Der Weg durch die grüne Landschaft, die Ruhe am frühen Morgen und die Aussicht auf die umliegenden Hügel gehören zu den Momenten, die Bali für mich ausmachen.

Auf die bekannten Instagram-Spots wie den Jungle Swing habe ich bewusst verzichtet. Nicht, weil diese Orte grundsätzlich schlecht sind, sondern weil ich Bali anders erleben wollte. Mich reizten weniger perfekte Fotomotive und mehr die kleinen Momente dazwischen.

Nordbali: Warum sich ein Aufenthalt in Munduk lohnt

Nach einigen Tagen in Ubud ging meine Reise weiter Richtung Norden. Für die Strecke hatte ich mir einen privaten Fahrer organisiert und mehrere Stopps eingeplant.

Schon die Fahrt selbst war ein Erlebnis. Während sich die Straßen langsam von den belebteren Gegenden entfernten, wurde die Landschaft immer grüner und ruhiger.

Ein erster Stopp war der Leke-Leke Waterfall. Der Weg dorthin führte durch dichten Wald und die natürliche Umgebung machte den Wasserfall für mich besonders sehenswert.

Auch der Pura Ulun Danu Beratan war ein beeindruckender Anblick. Der berühmte Wassertempel liegt am Bratan-See und wirkt durch seine Lage fast so, als würde er auf dem Wasser schweben.

Mein eigentliches Highlight im Norden Balis war jedoch die Region rund um Munduk und der Sekumpul Waterfall.

Munduk und Sekumpul Wasserfall: Das ruhige Bali abseits der bekannten Orte

Schon meine Unterkunft in Munduk war ein Erlebnis für sich. Ein Infinity-Pool mit Blick über den Regenwald, absolute Stille und diese besondere Atmosphäre, die man in den touristischeren Regionen Balis teilweise vermisst.

Nach Tagen voller Geräusche, Verkehr und neuer Eindrücke fühlte sich dieser Ort unglaublich entschleunigend an.

Den Sekumpul-Wasserfall selbst habe ich nicht von unten besucht, sondern die Aussicht von oben genossen. Bei einer Limonade in der nahegelegenen Hanging Restaurant & Bar saß ich einfach da und ließ diesen Moment auf mich wirken.

Genau diese Situationen bleiben mir von Reisen oft am stärksten im Gedächtnis: nicht unbedingt die größten Sehenswürdigkeiten, sondern die Momente, in denen man einfach innehält.

Warum Nordbali mehr als einen Tagesausflug wert ist

Viele Reisende besuchen den Norden Balis nur im Rahmen eines Tagesausflugs. Ich persönlich würde davon abraten.

Die Fahrtzeiten sind nicht zu unterschätzen und gerade die Ruhe dieser Region ist etwas, das man nicht zwischen zwei Programmpunkten erleben kann.

Wer nach Bali reist und nicht nur die bekannten Orte sehen möchte, sollte meiner Meinung nach mindestens ein bis zwei Nächte in Munduk einplanen. Die Region zeigt eine andere Seite der Insel: grüner, ruhiger und deutlich weniger hektisch.

Ein gestrichener Rückflug: Als meine Bali-Reise plötzlich anders verlief

Eigentlich sollte meine Reise nach dem Aufenthalt im Norden Balis noch weiter nach Uluwatu gehen. Ich hatte bereits Pläne gemacht, Unterkünfte angeschaut und mich darauf gefreut, noch eine weitere Facette der Insel kennenzulernen.

Doch genau in diesem Moment kam die Nachricht, die alles veränderte:

Mein Rückflug wurde gestrichen.

Plötzlich ging es nicht mehr darum, welchen Tempel oder welchen Strand ich als Nächstes besuchen wollte. Die einzige Frage war: Wie komme ich überhaupt wieder nach Hause?

Im ersten Moment war ich ehrlich gesagt ziemlich überfordert. Eine gestrichene Rückreise bedeutet nicht nur, einen neuen Flug zu finden. Es bedeutet auch, Unterkünfte neu zu planen, Termine zu verschieben und sich mit einer Situation auseinanderzusetzen, auf die man überhaupt nicht vorbereitet war.

Nach kurzem Überlegen entschied ich mich jedoch bewusst gegen weiteren Stress.

Statt noch mehr zu organisieren und möglichst schnell einen Ersatzplan aufzustellen, wollte ich einfach einen Ort finden, an dem ich zur Ruhe kommen konnte.

Meine Wahl fiel auf Canggu.

Canggu: Surfen, Wellness und ein Alltag ohne festen Plan

Die nächsten Tage in Canggu waren ganz anders als der ursprüngliche Teil meiner Bali-Reise.

Während Ubud für mich vor allem Ruhe, Spiritualität und Natur bedeutete, fühlte sich Canggu lebendiger und internationaler an. Hier treffen Surfer, digitale Nomaden, Yogis, Kreative und Reisende aus aller Welt aufeinander.

Mein Tagesablauf hatte plötzlich keinen festen Plan mehr – und genau das tat gut.

Ich verbrachte meine Zeit mit Surfen, Yoga, Pilates, Eisbädern, Saunagängen, Training im Fitnessstudio und langen Spaziergängen. Dazwischen gab es gutes Essen, Gespräche mit neuen Menschen und viele kleine Momente, für die im normalen Alltag oft wenig Platz bleibt.

Eigentlich hatte ich diese ungeplanten Tage zunächst als notwendige Verlängerung gesehen. Im Nachhinein waren sie aber einer der wertvollsten Teile meiner Reise.

Denn manchmal merkt man erst, wie sehr man eine Pause braucht, wenn man sie plötzlich bekommt.

Ich arbeitete, fotografierte, erstellte Content und genoss es, meinen Tag nach meinem eigenen Rhythmus zu gestalten. Ohne ständige To-do-Liste, ohne Zeitdruck und ohne das Gefühl, möglichst viel sehen zu müssen.

Was ich auf Bali wirklich gesucht habe

Wenn ich heute auf meinen Bali-Aufenthalt zurückblicke, fällt mir auf, dass ich gar nicht die meisten Sehenswürdigkeiten der Insel gesehen habe.

Ich war nicht an jedem berühmten Strand, habe nicht jede bekannte Sehenswürdigkeit besucht und habe nicht versucht, möglichst viele Orte auf meiner Karte abzuhaken.

Und genau das war vielleicht das Schönste daran.

Bali hat mir nicht die perfekte Postkartenreise beschert, die ich ursprünglich geplant hatte. Stattdessen hat mir die Insel etwas anderes gegeben: Zeit.

Zeit, langsamer zu werden. Zeit, neue Menschen kennenzulernen. Zeit, wieder mehr auf mein eigenes Gefühl zu hören.

Als ich Bali schließlich verlassen musste, hatte ich nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Vielmehr hatte ich das Gefühl, genau das erlebt zu haben, was ich zu diesem Zeitpunkt gebraucht hatte.

Doch während ich auf Bali langsam zur Ruhe gekommen war, wartete in Singapur bereits ein kompletter Kontrast auf mich.

Singapur: Der perfekte Gegensatz zu Bali

Nach den ruhigen Tagen zwischen Reisfeldern, Regenwald und Stränden hätte der Wechsel kaum größer sein können.

Während Bali vor allem durch Natur, Spiritualität und Gelassenheit geprägt war, empfing mich Singapur mit futuristischer Architektur, beeindruckender Ordnung und einer Skyline, die wie aus einem Science-Fiction-Film wirkt.

Schon der Anflug auf Singapur war spektakulär.

Unter mir erstreckte sich die Küste mit unzähligen Containerschiffen, während die Hochhäuser der Stadt immer näher kamen. Die Größe und Organisation dieser Metropole waren bereits aus der Luft beeindruckend.

Und spätestens beim Betreten des Flughafens wurde klar: Singapur ist anders.

Jewel Changi Airport: Ein Flughafen, der selbst zur Sehenswürdigkeit wird

Normalerweise verbindet man einen Flughafen mit Warten, Umsteigen und möglichst schnellem Weiterreisen.

Der Jewel Changi Airport ist jedoch eine Ausnahme.

Tropische Pflanzen, riesige Wasserfälle, moderne Architektur und futuristische Skytrains sorgen dafür, dass man fast vergisst, dass man sich überhaupt an einem Flughafen befindet.

Allein dieser Ort wäre für viele Reisende bereits einen Besuch wert.

Für mich war es der perfekte erste Eindruck von Singapur: eine Stadt, die Technik und Natur miteinander verbindet.

Die nächste Herausforderung: Einreise ohne gültiges Rückflugticket

Allerdings begann mein Aufenthalt zunächst mit einer weiteren kleinen Herausforderung.

Da mein ursprünglicher Rückflug gestrichen worden war, hatte ich plötzlich kein gültiges Ausreiseticket mehr. Für die Einreise nach Singapur musste ich jedoch genau dieses vorweisen können.

Also musste ich kurzfristig handeln.

Ich buchte einen Flug nach Malaysia, den ich später nie antreten würde – nur um ein gültiges Weiterreiseticket nachweisen zu können.

Es war definitiv nicht die eleganteste Lösung, aber in diesem Moment ging es vor allem darum, überhaupt weiterzukommen.

Nachdem auch diese Hürde gelöst war, verbrachte ich mehrere Stunden am Flughafen und versuchte herauszufinden, wie meine tatsächliche Rückreise nach Deutschland aussehen würde.

Dann kam endlich die gute Nachricht.

Die Mitarbeiter von Qatar Airways waren unglaublich hilfsbereit und suchten gemeinsam mit mir nach einer Lösung. Nach vielen Gesprächen wurde ich schließlich kostenfrei auf einen Flug mit Air China über Peking umgebucht.

Was sich wenige Stunden zuvor noch wie ein großes Problem angefühlt hatte, entwickelte sich plötzlich zu einer unerwarteten Chance.

Denn statt nur wenige Stunden in Singapur zu verbringen, hatte ich nun mehrere zusätzliche Tage in dieser faszinierenden Stadt vor mir.

Singapur entdecken: Zwischen Skyline, Gärten und Formel-1-Momenten

Was zunächst wie eine ungeplante Verlängerung meiner Reise aussah, entwickelte sich schnell zu einem der schönsten Abschnitte meiner gesamten Solo-Reise nach Bali und Singapur.

Statt nur auf meinen Rückflug zu warten, entschied ich mich, jede zusätzliche Minute in dieser außergewöhnlichen Stadt zu nutzen.

Mein Hotel lag etwas außerhalb des Stadtzentrums, hatte aber einen wunderschönen Blick auf die Skyline und war dank der hervorragenden öffentlichen Verkehrsmittel perfekt angebunden. Genau das ist einer der Punkte, die Singapur so angenehm machen: Trotz der Größe der Stadt kommt man schnell und unkompliziert von einem Ort zum nächsten.

Meine Tage begannen meistens mit einer Runde im Fitnessstudio und Zeit am Pool, bevor ich mich auf den Weg machte, die verschiedenen Viertel und Sehenswürdigkeiten der Stadt zu erkunden.

Dabei wurde mir schnell klar: Singapur ist nicht nur ein Ort, den man besucht, um bestimmte Attraktionen abzuhaken. Die Stadt lebt vor allem von ihren Kontrasten.

Moderne Wolkenkratzer stehen direkt neben tropischen Grünanlagen, futuristische Architektur trifft auf traditionelle Viertel und trotz der Größe wirkt die Stadt erstaunlich entspannt.

Marina Bay: Mein persönlicher Formel-1-Moment in Singapur

Für mich als Formel-1-Fan gab es einen Ort, der natürlich ganz oben auf meiner Liste stand: die Strecke des Singapur Grand Prix.

Entlang der Marina Bay zu laufen und die berühmten Streckenabschnitte mit eigenen Augen zu sehen, war ein besonderer Moment.

Für Menschen, die mit Motorsport nichts anfangen können, klingt das wahrscheinlich unspektakulär. Für mich war es jedoch genau einer dieser Augenblicke, die man auf Reisen nicht planen kann.

Ich stand dort, wo jedes Jahr einige der spektakulärsten Rennen der Formel 1 stattfinden, und konnte mir kaum vorstellen, dass dieselben Straßen normalerweise von Rennwagen mit über 300 km/h befahren werden.

Diese Verbindung aus meiner persönlichen Leidenschaft und dem Gefühl, tatsächlich an diesem Ort zu sein, machte diesen Moment für mich besonders.

Gardens by the Bay: Das Wahrzeichen von Singapur

Einer der Orte, die bei keiner Singapur-Reise fehlen dürfen, sind die Gardens by the Bay.

Schon beim ersten Blick auf die riesigen Supertrees merkt man, dass Singapur einen ganz eigenen Weg geht. Die Stadt zeigt eindrucksvoll, dass moderne Architektur und Natur kein Gegensatz sein müssen.

Besonders beeindruckt haben mich:

  • der Cloud Forest
  • der Flower Dome
  • der OCBC Skyway

Der Cloud Forest mit seinem riesigen Wasserfall wirkt fast unwirklich. Zwischen tropischen Pflanzen, Nebel und moderner Architektur fühlt man sich eher wie in einer anderen Welt als mitten in einer Großstadt.

Doch mein persönliches Highlight war die abendliche Lichtshow der Supertrees.

Die Supertree Grove Lichtshow: Einer meiner schönsten Momente der Reise

Noch heute denke ich gerne an diese Abende zurück.

Ich setzte mich unter die beleuchteten Supertrees, hörte die Musik und beobachtete, wie die riesigen Baumkonstruktionen langsam zum Leben erwachten. Die Kombination aus Licht, Klang und der Skyline im Hintergrund hatte etwas unglaublich Besonderes.

Ich blieb nicht nur einmal länger dort als geplant.

Eigentlich wollte ich nur kurz vorbeischauen – und saß am Ende doch wieder da, weil ich mich von dieser Atmosphäre nicht lösen konnte.

Genau solche Momente machen für mich das Reisen aus. Es sind nicht immer die größten Abenteuer oder spektakulärsten Sehenswürdigkeiten. Manchmal ist es einfach dieses Gefühl, irgendwo zu sitzen und zu denken: „Genau jetzt möchte ich nirgendwo anders sein.“

Weitere Singapur-Highlights: Universal Studios, Marina Bay Sands und kleine Entdeckungen

Neben den großen Sehenswürdigkeiten waren es auch die vielen kleinen Erlebnisse, die meinen Aufenthalt in Singapur besonders gemacht haben.

Die Universal Studios Singapore sorgten für einen abwechslungsreichen Tag und waren eine schöne Abwechslung zu Architektur und Sightseeing.

Auch der Blick auf die Skyline vom Marina Bay Sands gehört zu den klassischen Singapur-Erlebnissen, die trotzdem nichts von ihrer Faszination verlieren.

Was ich an Singapur besonders mochte: Die Stadt fühlt sich trotz ihrer Größe nicht erdrückend an.

Zwischen den Hochhäusern findet man Parks, Gärten, Wasserflächen und ruhige Orte, an denen man einfach kurz stehen bleiben kann.

Mein Fazit zu Singapur: Eine Stadt, die mich überrascht hat

Eigentlich war ich nie jemand, der sich besonders zu Großstädten hingezogen gefühlt hat.

Normalerweise suche ich auf Reisen eher Berge, Meer, Natur und Orte, an denen man abschalten kann.

Singapur hat diese Einstellung verändert.

Die Stadt hat mir gezeigt, dass eine Metropole nicht automatisch hektisch und anonym sein muss. Singapur ist modern, sauber, sicher und unglaublich gut organisiert – gleichzeitig aber voller Grünflächen und besonderer Orte, die zum Verweilen einladen.

Genau diese Mischung hat mich begeistert.

Fazit meiner Solo-Reise nach Bali und Singapur

Wenn ich heute auf meine dreiwöchige Reise zurückblicke, denke ich nicht mehr an den gestrichenen Rückflug oder die Unsicherheit, die damit verbunden war.

Ich denke an Bali in der Regenzeit, an Yoga zwischen tropischem Grün, an die Wasserfälle im Norden, an ruhige Momente in Munduk und an die Tage in Canggu, an denen ich gelernt habe, ohne festen Plan zu genießen.

Ich denke an Singapur, an die Lichter der Supertrees, an die Marina Bay, an die Formel-1-Strecke und an das Gefühl, eine Stadt entdeckt zu haben, die ich ursprünglich gar nicht geplant hatte.

Diese Reise hat mir gezeigt, dass nicht immer die perfekt geplanten Reisen die schönsten sind.

Manchmal entstehen die besten Erinnerungen genau dann, wenn etwas nicht nach Plan läuft.

Mein gestrichener Rückflug war zunächst ein Problem. Am Ende war er der Grund dafür, dass ich Bali noch intensiver erleben und Singapur überhaupt entdecken durfte.

Und genau deshalb werde ich diese Reise wahrscheinlich nie vergessen.

Ausflüge Bali 

Ausflüge Singapur

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Christiane Seliger
03.08.2026
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Es gibt Städte, die man besucht und schön findet. Und dann gibt es Städte, die einen vom ersten Moment an in ihren Bann ziehen. Für mich gehört London definitiv zur zweiten Kategorie.

Vor einigen Jahren durfte ich fünf Tage in der britischen Hauptstadt verbringen – und obwohl die Zeit eigentlich viel zu kurz war, habe ich in diesen Tagen unglaublich viel erlebt. Der eigentliche Anlass der Reise war mein Geburtstag und ein Erlebnis, auf das ich mich schon lange gefreut hatte: Mamma Mia! The Party.

Wer jetzt an ein klassisches Musical denkt, liegt nur teilweise richtig. Mamma Mia! The Party ist viel mehr als eine Show. Es ist ein Erlebnis, bei dem man mitten in die Welt von ABBA eintaucht. Die Veranstaltung findet in einer liebevoll gestalteten griechischen Taverne statt und verbindet Musik, Schauspiel und ein mehrgängiges Menü zu einem einzigartigen Abend. Ja, das Ticket war nicht günstig – aber rückblickend war es jeden einzelnen Cent wert.

Während des Abends wird die Geschichte direkt um die Gäste herum erzählt. Dazu kommen die bekannten ABBA-Hits, die live performt werden und für eine Atmosphäre sorgen, die man kaum beschreiben kann. Für ein paar Stunden hatte ich tatsächlich das Gefühl, als wäre die Welt von Mamma Mia zum Leben erwacht. Bis heute gehört dieser Abend zu meinen schönsten Reiseerlebnissen überhaupt.

Natürlich durfte neben diesem Highlight auch das klassische Sightseeing nicht fehlen. London bietet schließlich Sehenswürdigkeiten, die man mindestens einmal gesehen haben sollte. Dazu gehören das berühmte Riesenrad am London Eye, der Buckingham Palace und die vielen historischen Straßen und Plätze, die den besonderen Charme der Stadt ausmachen.

Ein weiteres Highlight unserer Reise war ein Tagesausflug nach Stonehenge. Die beeindruckende Steinformation hatte ich schon oft auf Bildern gesehen, aber davorzustehen ist noch einmal etwas völlig anderes. Dieser geschichtsträchtige Ort strahlt eine besondere Atmosphäre aus und war für mich definitiv einen Besuch wert. Am liebsten hätte ich auf dem Weg dorthin noch weitere Orte in der Umgebung erkundet, doch dafür fehlte uns leider die Zeit.

Als großer Fan von historischen Anwesen, britischer Kultur und natürlich auch von „Bridgerton“ durfte für mich außerdem eine traditionelle Tea Time nicht fehlen. Wer London besucht und die britische Lebensart erleben möchte, sollte sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen. Elegantes Ambiente, feine Sandwiches, Scones und eine große Auswahl an Tee – britischer wird es kaum.

Mindestens genauso begeistert hat mich der Besuch der Harry Potter Studios von Warner Bros. Für Fans der Filmreihe ist dieser Ort ein absolutes Muss. Wir hatten den Ausflug über GetYourGuide gebucht und wurden direkt im Londoner Stadtzentrum abgeholt. Die Anreise verlief allerdings etwas anders als geplant – zumindest für mich. Durch das ständige Stop-and-Go im Londoner Verkehr und die vielen Kurven wurde mir während der Fahrt leider ziemlich schlecht. So schlecht, dass ich kurz dachte, ich würde den Tag vielleicht eher auf einer Bank als in Hogwarts verbringen.

Zum Glück kam alles anders. Direkt nach der Ankunft führte unser erster Weg in den Eingangsbereich mit seinen vielen Harry-Potter-Spezialitäten. Dort entdeckte ich einen Goldenen Schnatz aus Kuchen und Zucker. Ob es die Magie von Hogwarts oder einfach eine ordentliche Portion Zucker war, kann ich bis heute nicht sagen – aber danach ging es mir schlagartig besser. Ich hatte zwar gefühlt einen leichten Zuckerschock, dafür war ich aber wieder bereit für das Abenteuer.

Und natürlich gehört auch das berühmte Butterbier dazu. Ob man es am Ende wirklich liebt oder nicht, ist fast nebensächlich. Wenn man schon einmal dort ist, sollte man es einfach probieren. Es gehört zum gesamten Erlebnis dazu und macht die Atmosphäre noch authentischer.

Danach konnte der Rundgang endlich beginnen. Die Originalkulissen, Requisiten und Einblicke hinter die Kulissen der Filme sind beeindruckend. Egal ob die Große Halle von Hogwarts, der Bahnsteig 9¾, die Winkelgasse oder die zahlreichen Kostüme und Filmsets – an jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Selbst als Erwachsener fühlt man sich hier für ein paar Stunden wieder wie ein Kind und taucht komplett in die magische Welt von Harry Potter ein.

Für mich war dieser Besuch weit mehr als eine klassische Studioführung. Es war eine Reise zurück in eine Welt, die mich seit meiner Kindheit begleitet. Und spätestens als ich mit meinem Butterbier durch die Studios lief, war die schlechte Busfahrt längst vergessen.

Rückblickend war diese Reise für genau das perfekt, was ich mir damals gewünscht hatte. Der eigentliche Anlass war mein Geburtstag und der große Traum, Mamma Mia! The Party live zu erleben. Allein dafür hätte sich die Reise schon gelohnt. Dass ich mir gleichzeitig noch einen weiteren lang gehegten Wunsch erfüllen und die Harry Potter Studios besuchen durfte, macht mich bis heute unglaublich dankbar. Genauso wie der Ausflug nach Stonehenge – ein Ort, den ich schon so oft auf Bildern gesehen hatte und den ich nun endlich mit eigenen Augen erleben konnte.

Wenn ich heute darüber nachdenke, noch einmal nach London zu reisen, würden meine Prioritäten wahrscheinlich etwas anders aussehen. Die klassischen Sehenswürdigkeiten habe ich gesehen und viele davon würde ich nicht unbedingt ein zweites Mal besuchen. Das London Eye beispielsweise war ein tolles Erlebnis, aber nicht etwas, das ich bei einem weiteren Besuch unbedingt wieder machen müsste.

Stattdessen würde ich mir mehr Zeit nehmen. Zeit, um die Stadt und ihre Umgebung bewusster zu entdecken. Oxford steht dabei ganz oben auf meiner Liste. Außerdem würde ich gerne die britischen Vororte und die kleineren Orte rund um London erkunden, vielleicht sogar mit einem Mietwagen. Einfach losfahren, an schönen Cafés und Pubs anhalten, neue Ecken entdecken und das britische Lebensgefühl noch intensiver erleben.

Auch kulinarisch würde ich mir mehr Zeit gönnen. Eine traditionelle Tea Time ganz ohne Zeitdruck, besondere Restaurants und vielleicht den einen oder anderen Ort, den man nicht in jedem Reiseführer findet.

Und doch gibt es eine Sache, die ich vermutlich sofort wieder buchen würde: Mamma Mia! The Party. Ja, die Tickets sind nicht günstig. Aber manchmal gibt es Erlebnisse, die weit über ihren Preis hinausgehen. Für mich war dieser Abend genau so ein Erlebnis. Die Musik, die Atmosphäre, das Essen und die besondere Stimmung haben meinen Geburtstag zu etwas gemacht, an das ich mich bis heute mit einem Lächeln erinnere.

London ist für mich deshalb nicht nur eine Stadt voller Sehenswürdigkeiten. London ist eine Stadt voller Erlebnisse. Eine Stadt, die bei jedem Besuch etwas anderes bereithält und die mir gezeigt hat, dass die schönsten Erinnerungen oft dort entstehen, wo man einen lang gehegten Traum endlich Wirklichkeit werden lässt.

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