Italiens Süden: Küstenorte, Kultur und Genuss

Apulien Rundreise: Sehenswürdigkeiten, Route und Geheimtipps
Sarah Döbel
07.04.2026
5 min Lesezeit

Apulien Rundreise: Zwischen Küsten, Kultur und Kulinarik

Unsere Rundreise im Süden Italiens begann in Bari, wo wir sehr unkompliziert unseren Mietwagen am Flughafen übernahmen. Kaum unterwegs, zeigte sich schnell, wie abwechslungsreich diese Region ist. Küstenorte, historische Städte und kulinarische Erlebnisse wechseln sich auf kurzer Strecke ab.

Bari: Start der 10-Tage Apulien Rundreise mit dem Mietwagen

Bari eignet sich gut als Ausgangspunkt. Flughafen, Mietwagenstationen und die Lage machen den Start in den Urlaub unkompliziert.

Polignano a Mare: Klippen, türkisblaues Meer und berühmter Stadtstrand

Erster Halt war Polignano a Mare, ein wunderschönes Küstenstädtchen. Steile Klippen, türkisfarbenes Wasser und eine Altstadt mit engen Gassen. Der malerische Stadtstrand, umrahmt von steilen Klippen und der Altstadt, ist ein beliebter Spot und längst kein Geheimtipp mehr.
Wir ließen uns treiben, entdeckten kleine Plätze und genossen die entspannte Atmosphäre.

Monopoli: Hafenstadt mit Altstadtflair und Sonnenuntergang am Meer

Weiter ging es nach Monopoli. Eine Hafenstadt, die ruhig wirkt und gleichzeitig lebendig ist. Am Abend saßen wir am Wasser und beobachteten, wie die Sonne langsam unterging und alles in herrlich warmes Licht tauchte.

Alberobello: Trulli-Häuser und UNESCO-Weltkulturerbe in Apulien

In Alberobello änderte sich das Bild komplett. Überall Trulli. Kleine, weiße Rundhäuser mit ihren markanten Dächern. Früher dienten sie als einfache Unterkünfte, heute findet man zahlreiche Läden, Restaurants und Ferienhäuser darin.

Ostuni: Die weiße Stadt und typische Spezialitäten

Ostuni begrüßte uns strahlend weiß. Die Stadt liegt erhöht, umgeben von Olivenhainen. 
Als wir in die Stadt einfuhren, tauchte die Sonne sie mit ihren weißen Häusern in strahlendes Licht. Die Gassen sind verwinkelt, es geht ständig bergauf und bergab. Zwischendurch gönnten wir uns warmes Pasticciotto - ein typisch italienisches Feingebäck mit Vanillecreme - direkt aus dem Ofen. 
Dazu gab es, aus den zahlreichen kreativen Spritz-Variationen, einen Ostuni Spritz.

Lecce: Barockstadt und Sehenswürdigkeiten im „Florenz des Südens“

Lecce besticht mit seinem barocken Flair. Die Stadt wirkt elegant und trägt den Spitznamen „Florenz des Südens“. Wir probierten den typischen „Caffè Leccese“, Espresso mit Mandelsirup und Eis. Eine erfrischende Kombination. Im Restaurant „La Bottega del Corso“ wurden wir herzlich empfangen, konnten draußen sitzen, die Atmosphäre der Stadt genießen und haben typische regionale Spezialitäten gegessen. In diesen liebevoll angerichteten Delikatessen zeigte sich Apuliens Essen ganz besonders. 
Geheimtipp: Bruschetta und Taglieri.

Gallipoli: Altstadt am Meer und Geheimtipps an der ionischen Küste

Nach so viel Genuss fuhren wir weiter nach Gallipoli, der „Perle des Ionischen Meeres“. Mitten in der Altstadt fanden wir einen kleinen Laden voller Weihnachtsdekoration. Bei 30 Grad, in kurzen Hosen, ließen wir uns auf diese unverhoffte Weihnachtswelt ein.

Manduria: Primitivo-Wein, Weingüter und besondere Erlebnisse

In Manduria drehte sich alles um Wein. Primitivo. Im Museum erfuhren wir mehr über die Geschichte. Besonders blieb die Wein-Tankstelle im Kopf. Zapfpistole statt Flasche. Es herrschte reges Treiben und am Ende lag ein 3-Liter-Kanister auch in unserem Kofferraum.

Tarent (oder Taranto): Historische Altstadt zwischen Verfall und Geschichte

Tarent wirkte anders. Die Altstadt liegt auf einer Insel, ist aber sichtbar vom Verfall geprägt. Es ist deutlich weniger touristisch geprägt.

Matera: Sassi-Höhlen, UNESCO-Weltkulturerbe und einzigartige Felsenstadt

Am Abend erreichten wir die Höhlenstadt Matera. Die Felsenstadt mit ihren Höhlenwohnungen, den „Sassi“, beeindruckt sofort. Im Abendlicht wurde diese besondere Kulisse in ein herrliches Licht getaucht, deren Anblick wir beim Essen genossen. Wir bestellten eine typische Spezialität aus Apulien: „Orecchiette alla materana“ - Öhrchennudeln mit Tomaten, Lammfleisch, Mozzarella, Pecorino-Käse und Olivenöl. 
Am nächsten Tag besichtigten wir eine original eingerichtete Felsenwohnung. Auf kleinem Raum war alles untergebracht. Wohnen, Schlafen, Arbeiten. Alles sehr kompakt, auf engem Raum. Es wirkte beklemmend, da, bedingt durch die Bauweise, nur wenig Licht ins Innere fiel.

Trani: Mittelalterliche Altstadt, Hafen und kulinarische Highlights

In Trani fühlten wir uns ins Mittelalter zurückversetzt. Der Hafen, die Altstadt, das Leben auf den Plätzen. In einem kleinen Restaurant „Mandolino“ wurden wir sehr herzlich empfangen und bestens vom Inhaber und seiner Frau kulinarisch versorgt.
Typische Spezialitäten und frische Meeresfrüchte gekrönt von einer sommerlich leichten Weinbegleitung.

Monte Sant’Angelo: Gargano Nationalpark und die berühmte Grottenkirche

Monte Sant’Angelo lag hoch oben am Gargano Nationalpark. Wir besuchten die Grottenkirche und konnten einer Messe beiwohnen. Die Stimmung war ruhig, andächtig und einnehmend.

Vieste: Strände, Buchten und Natur im Gargano Nationalpark

Zum Abschluss ging es nach Vieste. Sie bietet kilometerlange Strände, idyllische Buchten und einen majestätischen Kalkstein-Monolith. Ein passender Abschluss unserer Rundreise durch Apulien.

Apulien Rundreise Fazit: Vielfalt, Genuss und mediterranes Lebensgefühl

Apulien zeigte viele Gesichter. Abwechslungsreiche Landschaften, viel Kultur und zahlreiche kulinarische Entdeckungen. Die Route eignet sich gut für eine Rundreise mit dem Mietwagen für etwa 7-10 Tage.
Für uns war es eine entspannte Auszeit mit mediterranem Lebensgefühl. 

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Rundreise zu Nordindiens Highlights

Indien Rundreise: Rajasthan zwischen Kultur, Chaos und Magie Unsere Rundreise durch Indien führte uns durch Rajasthan und den Norden des Landes. Die Route beinhaltete große Städte, Wüste, Paläste und bedeutende Sehenswürdigkeiten wie das Taj Mahal. E
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Sarah Döbel
07.04.2026
5 min Lesezeit

Indien Rundreise: Rajasthan zwischen Kultur, Chaos und Magie

Unsere Rundreise durch Indien führte uns durch Rajasthan und den Norden des Landes.

Die Route beinhaltete große Städte, Wüste, Paläste und bedeutende Sehenswürdigkeiten wie das Taj Mahal. Es war eine Reise voller Kontraste. Indien ist laut, bunt, überwältigend und bietet zudem Momente, die einen still werden lassen.

Delhi: Start der Indien Rundreise mit historischen Sehenswürdigkeiten

In Delhi begann die Rajasthan Rundreise Route mit einem direkten Einblick in die Vielfalt der Hauptstadt. Bauwerke wie das India Gate und die rote Sandsteinmoschee Jama Masjid zeigen die kulturelle und historische Bedeutung der Stadt. Der Kontrast zwischen Neu-Delhi und Alt-Delhi war deutlich zu erkennen. Breite Straßen treffen auf enge Gassen und lebendiges Treiben.

Mandawa und Shekhawati: Havelis und kunstvolle Fassaden

Die Region Shekhawati ist bekannt für ihre bemalten Havelis. Havelis sind palastartige, traditionelle Wohnhäuser. Sie zeichnen sich durch kunstvolle Fresken, geschnitzte Fassaden und Innenhöfe aus.

Zum Sonnenuntergang zeigte sich die Landschaft in warmen Farben.

Heritage Hotels in Rajasthan: Paläste und historische Unterkünfte

Schon die besonderen Unterkünfte, die Heritage Hotels, waren ein Erlebnis. Viele von ihnen waren einst Havelis. Die kunstvollen Details der Paläste, die Verzierungen, Innenhöfe und Säle fühlten sich an wie eine Reise in eine andere, längst vergangene Zeit.

Dieses besondere Ambiente fühlte sich zauberhaft an. Ich konnte mich an den Details nicht satt sehen und entdecke noch heute auf den Bildern immer wieder Neues.

Bikaner und Gajner: Wüste, Kamel und Galaabend unter Sternenhimmel

Ein Moment ist mir besonders in Erinnerung geblieben. In Gajner fuhren wir im Kamelwagen in die Wüste zum Gala Abendessen. Über uns thronte der Sternenhimmel. Vor uns traditionelle Musik und Tanz. Dazu gab es typisches Essen. Die Atmosphäre war fröhlich und es gab ein schönes Feuerwerk als krönenden Abschluss. Es war einer dieser Augenblicke, die ich in mir aufsauge.

Jodhpur: Mehrangarh Fort und die blaue Stadt

Jodhpur wird auch als „Blaue Stadt“ bezeichnet. Hoch über der Stadt thront das Mehrangarh Fort.

Die Anlage ist eine der eindrucksvollsten Festungen Rajasthans.

Ranakpur Tempel und Udaipur: Marmorarchitektur und Seen

Der Jain-Tempel in Ranakpur ist bekannt für seine 1.444 Marmorsäulen, die alle unterschiedlich gestaltet sind.

Das Highlight in Udaipur sind der Pichola-See und der Stadtpalast. Sie prägen das Bild und vermitteln Ruhe und Anmut. Das luxuriöse, weiße Marmorhotel mitten im Pichola-See diente im Bond-Film „Octopussy“ als das Versteck derselbigen Figur.

Jaipur: Pink City, Amber Fort und Begegnung mit Elefanten in Rajasthan

Jaipur ist bekannt als „Pink City“, da die wichtigsten Sehenswürdigkeiten diese Farbe tragen.

Ein kleiner persönlicher Wunsch von mir ging ebenfalls in Erfüllung. Auf dem Weg zum Amber Fort begegnete uns ein Elefant. Das Universum meinte es gut mit mir.

Das war ein kleiner und dennoch ganz großer Moment für mich.

Der imposante Palast der Winde beeindruckte uns sowohl am Abend, wunderbar beleuchtet, als auch am nächsten Tag im strahlenden Sonnenschein. Gefertigt aus rotem und rosa Sandstein diente er den Haremsdamen, die pompösen Festumzüge zu betrachten, ohne selbst gesehen zu werden.

Taj Mahal: Sonnenuntergang und Besuch eines Weltwunders

Der emotionalste Moment der Reise war der Besuch des Taj Mahal in Agra. Am Abend besuchten wir den Park auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses und blieben zum Sonnenuntergang. Als die blaue Stunde einsetzte, wirkte das Bauwerk fast unwirklich.

Am nächsten Morgen besuchten wir es bei strahlendem Sonnenschein erneut und der weiße Marmor reflektierte das Licht.

Da mussten wir uns gegenseitig kneifen, um zu realisieren, dass wir das wahrhaftig erleben.

Vor diesem Weltwunder zu stehen, war ein sehr bewegender Moment.

Klarer Tipp beim Taj Mahal Besuch: abends und vormittags.

Indischer Verkehr: Chaos, Regeln und Alltag auf den Straßen

Indien hat mich aber auch zum Staunen gebracht. Den Verkehr kann man kaum beschreiben. Auf einer fünfspurigen Straße fuhren sechs Autos, dazu Mopeds und Fahrräder. Außerdem laufen die heiligen Kühe kreuz und quer. Alles gleichzeitig, teilweise sogar in unterschiedliche Richtungen. Es wirkte chaotisch, aber irgendwie funktionierte es.

Für uns unvorstellbar!

Umwelt in Indien: Müllproblematik und Eindrücke vor Ort

Betroffen gemacht, hat mich die Müllproblematik. Ein Bild, welches sich bei mir im Gedächtnis eingebrannt hat: Eine Kuh, die mitten im Müll stand und Papier fraß. Dieses Thema begegnete uns in vielen Regionen. Es gehört zur Realität vor Ort.

Indien Rundreise Fazit: Kontraste zwischen Armut, Kultur und Schönheit

Als Fazit kann man sagen, dass diese Reise voller Gegensätze war.

Auf der einen Seite prachtvolle Paläste und andererseits große Armut. Ruhe in der Wüste und pulsierender Verkehr in den Städten. Genau diese Vielfalt und diese Gegensätze haben Indien für mich so besonders gemacht.

Nepal Rundreise voller intensiver Momente

Reisebericht über Kultur, Mount Everest Flug und intensive Erlebnisse in Nepal Unsere Reise durch Nepal war geprägt von starken Kontrasten und hat uns nicht einfach nur beeindruckt. Vom Himalaya Flug zum Mount Everest bis zur Safari in den Dschungel
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Sarah Döbel
07.04.2026
5 min Lesezeit

Reisebericht über Kultur, Mount Everest Flug und intensive Erlebnisse in Nepal

Unsere Reise durch Nepal war geprägt von starken Kontrasten und hat uns nicht einfach nur beeindruckt. Vom Himalaya Flug zum Mount Everest bis zur Safari in den Dschungel des Chitwan Nationalpark. Dieses Land hat uns wahrlich durchgeschüttelt, berührt und verändert.

Nepal Rundreise: Ankunft und erste Eindrücke in Bhaktapur

Nach der Ankunft in Kathmandu ging es direkt weiter nach Bhaktapur. Schon am ersten Tag wurde klar, wie dicht Kultur und Geschichte hier zusammenliegen. Der Durbar Square zeigte Tempel, Pagoden und den Königspalast mit seinen 55 Fenstern. Das Goldene Tor markierte den Eingang in eine andere Zeit. Zwischen kunstvollen Holzschnitzereien und historischen Gebäuden waren noch einige Spuren des verheerenden Erdbebens von 2015 zu sehen.

Holi Fest in Nepal: Farben, Begegnungen und gelebte Lebensfreude

Kurz nach unserer Ankunft hatten wir die einmalige Gelegenheit, ein Fest voller Leben, voller Energie und voller Herzlichkeit zu erleben – das Holi Fest in Kathmandu. Überall begegneten uns Menschen mit offenen Gesichtern, die uns „Happy Holi“ wünschten. Fremde schienen in dem Moment sehr vertraut.

Pulver in leuchtenden Tönen wurde lachend geworfen, Kinder jagten sich mit Wasserpistolen, aus denen buntes Wasser spritzte. Es gab kein Entkommen. Hinter jeder Ecke wartete die nächste Farbattacke. Und genau das machte es aus. Es war ein Gefühl völliger Leichtigkeit. Wir waren mittendrin und konnten uns dem nicht entziehen. Wir wollten es auch nicht.

Changu Narayan und Nagarkot: Begegnungen und Momente ohne Planung

Im farbenfrohen Hindu-Tempel Changu Narayan tanzten und sangen wir gemeinsam mit einer Gruppe von Frauen. Es war kein geplanter Programmpunkt, sondern ein Moment, der einfach so entstand. Ohne Sprache, ohne Erklärung. Nur Musik, Bewegung und ein Gefühl von Gemeinschaft. Von dort aus wanderten wir durch kleine Dörfer und Wälder, in denen Männer sich trafen, tanzen, sangen und den Tag auf ihre Weise feierten.

Am Ende des Tages erreichten wir Nagarkot. Dort zeigte sich uns der Himalaya zum ersten Mal und der Sonnenuntergang war wunderschön.

Kathmandu und Patan: Tempel, Gassen und Geschichte

Zurück in Kathmandu zeigte sich das quirlige Leben der Stadt. Am Durbar Square reihten sich Tempel aneinander. Eine Rikschafahrt durch Thamel und viele Schlaglöcher führte durch enge Gassen und Märkte. In Patan wurde es ruhiger. Tempel, Innenhöfe und der Königspalast erzählten von einer langen Geschichte. Unser Aufstieg zum Swayambhunath Tempel eröffnete einen weiten Blick über die Stadt. Bunte Gebetsfahnen wehten sanft im Wind, während die Augen Buddhas in alle Richtungen blickten.

Verkehr in Nepal: Straßen, Fahrzeiten und Realität vor Ort

Nepal zeigt sich aber nicht nur in solchen Momenten. Die Straßenverhältnisse haben wenig mit dem zu tun, was wir aus Europa kennen. Baustellen sind Teil der Strecke, nicht die Ausnahme. Es wird gehupt, aber nicht aus Ärger. Jedes Signal hat seine Bedeutung. Es kündigt ein Überholen an, es schafft Aufmerksamkeit. Der Verkehr funktioniert durch gegenseitige Rücksichtnahme, nicht durch starre Regeln. Für 79 Kilometer haben wir dreieinhalb Stunden benötigt.

Chitwan Nationalpark: Safari, Nashörner und wilde Natur

Ein ganz anderer Abschnitt unserer Reise führte uns in den Chitwan Nationalpark. Dort erlebten wir Natur in ihrer rohesten Form. Wir beobachteten ein Nashornpaar, das ruhig nebeneinander lief und schließlich gemeinsam in Richtung Sonnenuntergang verschwand. Ein stiller und irgendwie friedlicher  Moment.

Ein völlig gegensätzliches Erlebnis erlebten wir ebenfalls. Zum ersten Mal in unserem Leben sahen wir, wie eine Python ein Reh vollständig verschlang. Es war unmöglich wegzusehen. Natur ohne Filter.

Bandipur und Sarangkot: Bergdörfer und Ausblicke

Nach dem Dschungel ging es wieder in die Berge. Bandipur wirkte ruhig, fast abgeschieden. Traditionelle Häuser und ein weiter Blick über die Landschaft bestimmten den Ort und gaben Gelegenheit zur Ruhe zu kommen und das bisher Erlebte wirken zu lassen.

In Sarangkot öffnete sich der Blick Richtung Annapurna-Region. Sonnenauf- und -untergänge wurden zu festen Momenten des Tages, stets in der Hoffnung, klare Sicht zu haben.

Pokhara: Natur und Alltag

Die Wanderung von Sarangkot nach Naudanda führte durch ländliche Gebiete. Das Leben wirkte einfacher. In Pokhara zeigte sich eine andere Seite Nepals. Der Phewa-See ist sowohl für Einheimische als auch Touristen ein beliebtes Ziel. Eine Bootsfahrt am Nachmittag zeigte uns noch mehr von der vielfältigen Landschaft Nepals.

Himalaya Rundflug: Mount Everest aus der Luft erleben

Ein weiterer Höhepunkt war unser Flug mit Buddha Air entlang des Himalayas. Aufgrund des sich verschlechternden Wetters hatten wir großes Glück, dass unser Mount Everest Rundflug stattfand. Eine Stunde in der Luft, mit Blick auf das gewaltige Gebirgsmassiv. Der höchste Berg der Welt lag vor uns, klar und mit einer Zipfelmütze aus Wolken. Acht der vierzehn Achttausender befinden sich im Himalaya. Diese Dimensionen lassen sich kaum begreifen. Es war ein Moment, der uns den Atem verschlug.

Sadhus in Nepal: Spirituelles Leben und Tradition

In den Tempelanlagen begegneten uns immer wieder Sadhus. Heilige Männer, die ihr Leben der spirituellen Suche widmen. Ihre Präsenz war ruhig und dennoch ist ihr Aussehen sehr markant – sie tragen meist safranfarbene Kleidung oder sind nackt und schmieren sich mit Asche ein, um die Vergänglichkeit des Körpers zu symbolisieren. Lange Haarknoten sind typisch und symbolisieren die Dauer ihres asketischen Weges.

Pashupatinath Tempel: Rituale, Tod und kulturelle Unterschiede

Besonders tief hat sich der Besuch der Tempelanlage Pashupatinath in uns eingeprägt. Der Rauch lag schwer über dem Gelände. Am Bagmati-Fluss fanden die Verbrennungen der Verstorbenen statt. Die letzten Rituale wurden direkt am Wasser durchgeführt, bevor die Körper verbrannt wurden.

Es war ein Moment, der uns an unsere eigenen kulturellen Grenzen gebracht hat. Der Umgang mit Tod ist dort sichtbar, offen und Teil des Lebens. Für uns war das beklemmend und hallte lange in uns nach.

Nepals Vielfalt: Himalaya und Dschungel in einem Land

Nepal ist ein Land der Extreme. Vom Himalaya, den höchsten Bergen der Welt, bis hin zu dichten, tropischen Dschungellandschaften. Diese Vielfalt, vereint in diesem kleinen Land, macht Nepal zu etwas Besonderem.

Nepal Rundreise Fazit: Intensität, Natur und bleibende Eindrücke

Diese Reise hat uns verändert. Wir sind zurückgekommen mit mehr als nur Bildern. Mit Erfahrungen, die nachhallen. Mit Momenten, die bleiben. Und mit einem Herzen voller Erinnerungen.

Zwischen Laternen, Tempeln und Kaffee

Vietnam hat mich auf dieser Reise auf eine Weise überrascht, für die es einiger Worte bedarf. Das Land zieht sich über mehr als 1.600 Kilometer von Nord nach Süd und verändert dabei ständig sein Gesicht. Landschaft, Klima, Menschen, Küche und sogar d
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Sarah Döbel
07.04.2026
5 min Lesezeit

Vietnam hat mich auf dieser Reise auf eine Weise überrascht, für die es einiger Worte bedarf. Das Land zieht sich über mehr als 1.600 Kilometer von Nord nach Süd und verändert dabei ständig sein Gesicht. Landschaft, Klima, Menschen, Küche und sogar die Atmosphäre der Städte wirken in jeder Region anders. Genau diese Vielfalt macht eine Reise durch Vietnam so faszinierend.

Unsere Reise begann im Norden, in Hanoi. Die Hauptstadt empfängt Besucher mit einem ganz eigenen Rhythmus. Auf den ersten Blick wirkt zunächst alles chaotisch. Tausende Mopeds, Roller und Motorroller bewegen sich gleichzeitig durch die Straßen. Wer das zum ersten Mal sieht, denkt sofort: Das kann doch unmöglich funktionieren. Unser Guide erklärte uns den Verkehr anhand eines Gleichnis: Er verhält sich wie „fließendes Wasser“. Jeder bewegt sich langsam, aufmerksam und irgendwie findet jeder seinen Weg und kommt letztlich zum Ziel. Es wirkt wild, aber erstaunlicherweise läuft alles mühelos.

Einen von Leichtigkeit und Frohsinn geprägten Abend erlebten wir in der berühmten Hanoi Train Street. Zwischen schmalen Häuserreihen verläuft hier eine aktive Bahnstrecke. Direkt daneben gibt es zahlreiche kleine Bars, Cafés und Restaurants. Man sitzt entspannt mit einem Getränk in der Hand, während wenige Zentimeter entfernt ein Zug vorbeifährt. Teilweise müssen Tische und Stühle kurzzeitig beiseite geräumt werden. Die Atmosphäre war locker und fröhlich. Menschen aus aller Welt saßen zusammen, lachten, aßen, tranken und genossen einfach den Moment. Genau diese leichte, gesellige Stimmung machte diesen Abend zu einem der besonderen Augenblicke der Reise.

Natürlich durfte auch ein Ausflug zur berühmten Halong Bay nicht fehlen. Die Kalksteinfelsen, die aus dem smaragdgrünen Wasser ragen, gehören zu den beeindruckendsten Landschaften Südostasiens. Gleichzeitig muss ich ehrlich sagen: Die Bucht ist heute deutlich stärker besucht als bei meinem ersten Besuch im Jahr 2019. Damals wirkte vieles ruhiger und ursprünglicher. Heute teilen sich viele Boote gleichzeitig dieselben Routen. Deshalb würde ich inzwischen eher einen Tagesausflug empfehlen statt einer Übernachtung. Die Landschaft bleibt trotzdem spektakulär.

Je weiter wir Richtung Zentralvietnam reisten, desto spürbarer veränderte sich das Klima. Während der Norden sehr kühl und neblig war, empfängt Zentralvietnam uns mit tropischer Wärme und einer völlig anderen Landschaft. Der Schal und die Jacken konnten von nun an im Koffer bleiben. Besonders bezaubernd war die Atmosphäre in Hoi An. Diese Stadt ist bekannt als Stadt der Laternen und verwandelt sich am Abend in eine zauberhafte Kulisse. Überall hängen farbige Lampions, die Straßen sind in warmes Licht getaucht und der Fluss spiegelt die vielen Lichter wider. Wir schlenderten durch die kleinen Gassen und sogen dieses beschauliche Flair wie Schwämme in uns auf. 

Auch in Hue spürt man die Geschichte des Landes. Tempel, Pagoden und alte Paläste erzählen von der Zeit der Kaiser. Überall begegnet man in Vietnam religiösen Orten. Pagoden und Tempel gehören fest zum Alltag der Menschen. Besonders spannend fand ich die Opfergaben. Neben Obst, Blumen, Cola, Alkohol und Räucherstäbchen lagen auch manchmal Dinge auf den Altären, die ich dort nicht erwartet hätte. In einem Tempel stand tatsächlich ein Spanferkel als Opfergabe angerichtet. Ein Anblick, der mich zunächst überrascht und dann zum Schmunzeln gebracht hat.

Ein bedeutendes Kapitel nimmt die vietnamesische Kaffeekultur ein. Vietnam gehört zu den größten Kaffeeproduzenten der Welt, und das merkt man sofort. Kaffee wird hier auf viele verschiedene Arten serviert. Besonders beliebt ist der kräftige Kaffee mit gezuckerter Kondensmilch. Daneben gibt es kreative Varianten wie Kokosnusskaffee oder den berühmten Eierkaffee, bei dem eine cremige Schaumschicht aus Ei und Zucker auf dem Kaffee liegt. Klingt ungewöhnlich, schmeckt aber super lecker.

Außerdem sind da noch die selbst gebrannten Reisschnäpse, die man in vielen Regionen findet und teilweise rustikal in Plastikflaschen serviert bekommt. Manche Varianten werden mit Kräutern angesetzt, andere sogar mit Schlangen oder Skorpionen in der Flasche. Das sieht spektakulär aus und eine Kostprobe lohnt sich!

Den wohl größten Zauber bekam unsere Reise jedoch durch das vietnamesische Neujahrsfest, das Tết Nguyên Đán. Überall im Land wurde gefeiert und auch schief gesungen. Straßen, Häuser und Plätze waren geschmückt mit Fahnen, Wimpeln und einem Meer aus Blüten. Vor Tempeln, Geschäften und Wohnhäusern standen kunstvoll arrangierte Blumen. Ganze Städte wirkten plötzlich farbenfroher und lebendiger als ohnehin schon. Diese festliche Stimmung war überall zu spüren und machte die Reise zu etwas ganz Besonderem.

Zum Abschluss führte uns die Reise noch in den Süden nach Ho Chi Minh City, das viele noch unter dem alten Namen Saigon kennen. Hier pulsiert das moderne Vietnam. Nebst Wolkenkratzern, Märkten, Streetfood und einem ununterbrochenen Strom von Mopeds, ist die Stadt geprägt von der französischen Kolonialära und so manches erinnert noch daran, so auch das Hauptpostamt von Ho Chi Minh Stadt.

Vietnam ist ein Land voller Kontraste. Ruhige Tempel neben lauten Straßen. Alte Traditionen neben moderner Großstadt. Tropische Landschaften, historische Städte und kulinarische Highlights, die an jeder Straßenecke überraschen. Genau diese Mischung macht das Reisen durch Vietnam so besonders. Und wenn dann noch ein ganzes Land sein Neujahrsfest feiert und alles in Farben und Blüten taucht, wird aus einer Reise schnell ein unvergessliches Erlebnis.

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