

Riviera Maya - die mexikanische Karibik
Wir waren innerhalb von sieben Monaten zweimal an der Riviera Maya. Nach der ersten Reise gab es noch so viel zu entdecken, dass wir unbedingt schnell wiederkommen mussten.
Unsere erste Reise fand im November 2021 statt.
Wir flogen direkt von Amsterdam nach Cancún, wo wir von unserem Transfer in Empfang genommen wurden. Am Flughafen stehen viele Taxi-Anbieter, die versuchen, einen zu überzeugen, mit ihnen zu fahren – das kann ziemlich überwältigend sein. Deshalb hatte ich unseren Transfer lieber vorab gebucht. Viele Hotels bieten ebenfalls Transfers an – es lohnt sich, vorab online zu schauen, falls ihr nicht pauschal bucht.
Durch den Jetlag und die lange Reise war unser damals fünfjähriger Sohn völlig erschöpft und schlief immer wieder ein – selbst beim Check-in im Hotel nickte er im Stehen ein.
Wir waren im Viva by Wyndham All-Inclusive-Hotel in Playa del Carmen. Die Anlage ist weitläufig und verfügt über einen schönen, eigenen Strandabschnitt, an dem Kokospalmen angenehmen Schatten spenden.
Vorab hatten wir Tische in den À-la-carte-Restaurants reserviert, obwohl auch das Buffetrestaurant wirklich hervorragend ist. Aber wir wollten einfach alles ausprobieren.
Mein Tipp: Reserviert die Tische nicht direkt am Anfang eures Aufenthalts – gerade in großen Resorts kann es sonst schwierig werden, später noch einen Platz zu bekommen.
Nach zwei entspannten Tagen am Strand und Pool ging es auf unseren ersten Ausflug: Über Santi Tours, einen lokalen deutsch-mexikanischen Anbieter, buchten wir eine Tour nach Chichén Itzá – inklusive Tequila-Verkostung und einem Bad in einer beeindruckenden Cenote in Yucatán.
Es war ein unvergesslicher Tag, und vor der Pyramide zu stehen, war für mich ein absoluter Gänsehautmoment. Doch auch das Schwimmen in der Cenote war ein ganz besonderes Erlebnis.
Am nächsten Tag ließen wir es uns nicht nehmen, das Zentrum von Playa del Carmen zu erkunden und in einem lokalen Restaurant Tacos zu essen. Da mein Mann Südamerikaner ist und mein Sohn und ich ebenfalls Spanisch sprechen, hatten wir keinerlei Probleme, uns zurechtzufinden.
Tipp: Etwas Spanisch zu sprechen ist in Mexiko definitiv von Vorteil.
Zum Nachtisch gab es Marquesitas mit Philadelphia, Nutella und Erdbeeren – eine lokale Spezialität: eine knusprige Waffel, die gefüllt und eingerollt wird.
Unser nächster Ausflug führte uns nach Tulum, wo ich prompt von einer Riesenameise gebissen wurde – autsch!
Der kleine Zwischenfall war jedoch schnell vergessen, denn die Ruinen sind wirklich beeindruckend. Das Ambiente dort ist ganz anders als in Playa del Carmen: naturbelassen, grün, ruhig und mit vielen unbefestigten Straßen.
Auch hier waren wir mit einer geführten Tour unterwegs, die wir spontan an unserem Strandabschnitt gebucht hatten. Das lässt sich in der Hotelzone problemlos organisieren.
Nach den Ruinen besuchten wir eine Cenote, nahmen an einem schamanischen Ritual teil und konnten anschließend schnorcheln. Danach gingen wir Tacos essen und fuhren weiter nach Akumal, wo wir mit Schildkröten schwimmen konnten – ein Erlebnis, das uns lange in Erinnerung bleiben wird. Der Tourismus in Mexiko ist insgesamt hervorragend organisiert.
Als Nächstes stand ein Ausflug nach Isla Mujeres an – noch ahnte ich nicht, wie besonders dieser Tag werden würde.
Wir fuhren mit dem Shuttle nach Cancún und stiegen dort auf einen Katamaran, der uns zur traumhaften Insel brachte. Dort traf ich eine Freundin, die zufällig zur gleichen Zeit in Mexiko war, und wir genossen gemeinsam entspannte Stunden am Strand.
Zum Sonnenuntergang ging es zurück aufs Boot, wo wir mit der Besatzung Spiele spielten und unglaublich viel Spaß hatten. Für eines der Spiele wurden mir die Augen verbunden. Als mir die Binde abgenommen wurde, kniete mein Mann (damals waren wir noch nicht verheiratet) vor mir und fragte:
„¿Te quieres casar conmigo?"
Ich war völlig überwältigt. Alle applaudierten und filmten diesen besonderen Moment.
Ich antwortete natürlich: „¡Sí, quiero!"
Voller Liebe und Aufregung kehrten wir als Verlobte ins Hotel zurück – unser Sohn verschlief den Antrag allerdings tief und fest.
An der Riviera Maya gibt es viele tolle Parks der Xcaret-Gruppe. Von Abenteuer über Natur bis hin zu Kultur ist für jeden etwas dabei. Wir entschieden uns auf dieser Reise für den großen Xcaret Park, wo wir die mexikanische Kultur und insbesondere die Geschichte der Mayas intensiv erleben durften.
Tipp: Bleibt unbedingt bis zum Ende und schaut euch die große Show an – ein emotionales Highlight mit garantiertem Gänsehautfaktor!
Zum Abschluss hatten wir noch zwei Tage zum Entspannen in unserem Hotel, bevor es zurück nach Hause ging.
Und eines war klar: Wir kommen wieder – und zwar ganz bald!
Die Riviera Maya gehört für mich zu den vielseitigsten Reisezielen überhaupt – ideal für Familien, Paare und alle, die Erholung mit besonderen Erlebnissen verbinden möchten.
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Am 23. März 2024 stiegen wir am Flughafen Schiphol ins Flugzeug mit dem Ziel Rio de Janeiro.
Da wir lange Strecken gerne direkt fliegen und im Westen Deutschlands leben, ist Amsterdam für uns gut erreichbar. Mit KLM, einer meiner Lieblingsfluggesellschaften, fühlten wir uns wie immer sehr wohl. Die zwölf Stunden Flug über Tag ließen sich gut aushalten.
Um 19 Uhr Ortszeit landeten wir bereits und verließen den Flughafen voller Vorfreude und Aufregung. Für unsere ersten zwei Tage hatten wir uns einen spanischsprachigen Guide organisiert, der uns schon am Flughafen erwartete. Portugiesisch kann unser Sohn nicht, deshalb Spanisch.
Wir reisen gerne per privatem Transfer, da wir uns dabei mit dem Fahrer austauschen und erste Eindrücke sammeln können. Mit großem Respekt waren wir nach Rio gereist – der Ruf der Stadt eilt ihr schließlich voraus. Nun fuhren wir durch die völlig überfüllten Straßen und Autobahnen Richtung Copacabana.
Es war bereits dunkel, leicht regnerisch, aber angenehm warm. Als wir im Hotel ankamen – wir hatten uns für das PortoBay Rio de Janeiro an der Copacabana entschieden – bezogen wir unser Zimmer.
Mein erster Weg führte mich wie immer auf den Balkon. Und da war sie: die Copacabana.
Ich war in Rio de Janeiro. Endlich. Ein absolutes Traumziel für mich. Ein Tränchen kullerte mir über die Wange.
Zurück im Zimmer schaute ich mir alles genau an, testete das Bett. Für unseren Sohn war bereits ein eigenes Bett vorbereitet. Wir fühlten uns sofort wohl – dieses Hotel würden wir jederzeit wieder buchen. Den Abend ließen wir ruhig ausklingen und freuten uns auf den nächsten Tag.
Unser erster Tag in der Cidade Maravilhosa
Es regnete. Das machte uns zunächst etwas traurig, da viele Highlights auf dem Programm standen. Aber wie sagt man so schön: „Zerbrich dir nicht den Kopf über Dinge, die du nicht ändern kannst."
Unser Guide Luis holte uns pünktlich ab. Zuerst ging es über die fast 14 km lange Brücke nach Niterói. Die Aussicht war wegen des Regens weniger spektakulär, aber dennoch beeindruckend.
Während der Fahrt stellten wir unserem Guide unzählige Fragen. Anschließend ging es nach Santa Teresa zur berühmten Escadaria Selarón – ein wunderschönes Kunstwerk des chilenischen Künstlers Jorge Selarón, der sich einst in Rio verliebte und dort blieb.
Es regnete weiter und langsam waren wir völlig durchnässt. Zum Glück hatte ich für unseren Sohn Wechselkleidung dabei – auch wenn es weiterhin warm war.
Danach besuchten wir einen lokalen Markt und probierten uns durch die unglaubliche Vielfalt an Früchten und Leckereien. Wir aßen ein Pastel und tranken frischen Zuckerrohrsaft – für mich ein absolutes Muss in tropischen Ländern.
Und das Obst? Ein Traum. Wusstest du, dass es in Brasilien über 20 verschiedene Bananensorten gibt? Verrückt, oder?
Im Anschluss ging es in den Jardim Botânico do Rio de Janeiro. Dort holten wir uns prompt unseren ersten Mückenstich – kurz Panik: Dengue?! Aber nein, alles gut. Es war der schönste botanische Garten, den ich je besucht habe.
Zurück in Santa Teresa kehrten wir in eine Bar mit riesiger Auswahl an Cachaças ein. Für uns gab es Caipirinhas mit Maracuja – köstlich. Dazu traditionell frittiertes Hähnchen. Nach einem kurzen Abstecher nach Lapa ging es zurück ins Hotel, wo wir den Rooftop-Pool mit Blick auf die Copacabana genossen.
Der zweite Tag mit meinem persönlichen Highlight
Am nächsten Tag starteten wir früh Richtung Christ the Redeemer – mein absolutes Highlight. Schon die Fahrt mit der Bahn nach oben war spektakulär.
Oben angekommen, musste ich vor Freude weinen. Es war unbeschreiblich: der Blick über Rio, die berühmte Statue, die man fast überall in der Stadt sieht, die Luft – einfach traumhaft.
Danach fuhren wir in den Tijuca National Park. Es fühlte sich an wie eine Flucht aus der Stadt: frische, fast kühle Luft, Ruhe, Vogelgezwitscher. Vorbei an Wasserfällen genossen wir die Aussicht – wir waren sprachlos.
Anschließend ging es zum Maracanã Stadium. Als liebe Ehefrau durfte mein Mann natürlich auch auf seine Kosten kommen. Für mich kein Muss – aber es war schön, ihn so glücklich zu sehen.
Zum krönenden Abschluss fuhren wir auf den Sugarloaf Mountain zum Sonnenuntergang. Zusammen mit gefühlt zehntausend anderen Menschen – aber: WOW. Wenn man denkt, es geht nicht besser, sollte man genau das tun.
Völlig erschöpft ging es danach zurück ins Hotel. Unser Guide hatte uns bereits verabschiedet, also nahmen wir ein Taxi – ein offiziell gekennzeichnetes Taxi, was in Brasilien sehr wichtig ist. Es ist zwar nicht günstig, aber sicher und deutlich schneller als öffentliche Verkehrsmittel.
Letzter Tag in Rio - Ipanema
Den letzten Tag verbrachten wir zu dritt am Strand von Ipanema.
Rios Strände sind einzigartig: türkisfarbenes Wasser, weicher Sand – und alles andere als ruhig. Es ist unglaublich viel los, das kann man sich kaum vorstellen, wenn man nicht dort war. Wir liebten es.
Wer es ruhiger mag, findet außerhalb der Stadt entspanntere Strände.
Nach drei Tagen in Rio reisten wir für eine Woche nach Curitiba in den Süden zu Freunden und verbrachten anschließend noch zwei weitere Tage in Rio – diesmal bei bestem Wetter am Strand.
Am 4. April traten wir schließlich den elfstündigen Heimflug an. Mit einem Herzen voller toller Momente und überzeugt davon, das Brasilien und vor allem Rio immer eine Reise wert ist.

Marrakech und Agadir – Eine perfekte Kombi
Am 17. April 2025 flogen wir von Weeze nach Marrakesch – mit Ryanair. Nicht unbedingt unsere erste Wahl, aber zwischendurch eine praktische Option.
Am Nachmittag landeten wir in Marrakesch. Unser privater Transfer ließ etwas auf sich warten. Für unseren Aufenthalt hatten wir ein Riad in der Medina gebucht – drei Nächte sollten wir dort verbringen.
Als wir an der Medina von Marrakesch ankamen, ging es zu Fuß weiter. Sofort bekamen wir einen ersten Eindruck: volle Straßen, Motorräder, intensive Gerüche und leuchtende Farben. Schnell war klar – das wird etwas ganz Besonderes.
Dann führte unser Weg durch enge Gassen: links, rechts, wieder links, wieder rechts – bis wir schließlich vor einer unscheinbaren Tür standen. Mein erster Gedanke: „Das finden wir nie wieder."
Doch als sich die Tür öffnete, standen wir mitten in einem wunderschönen Riad: dem Riad Khalifa. Ein Traum in Blau und Weiß, mit alten Holztüren, einem kleinen Brunnen und einem offenen Innenhof – ganz typisch für ein Riad.
Unser Zimmer war wunderschön: kein Fernseher, dafür ein Kamin und ein Badezimmer aus Stein. Alles war makellos sauber und duftete angenehm. Die Handtücher waren die weichsten, die ich je benutzt habe.
Erster Tag
Wir machten uns direkt auf den Weg in die lebhaften Straßen, um etwas zu essen und die Umgebung zu erkunden. Zur Sicherheit merkten wir uns genau den Weg zurück zum Riad.
Mitten im Trubel fanden wir ein tolles Rooftop-Restaurant. Dort aßen wir Hummus, Falafel und Tajine, dazu alkoholfreie Getränke – Alkohol ist in Marrakesch kaum verfügbar.
Anschließend gingen wir zum berühmten Djemaa el Fna. Der große Marktplatz war voller Leben: Schlangenbeschwörer, Saftstände und Händler mit frischer Petersilie und Minze.
Die Pferdekutschen fielen mir jedoch negativ auf – viele Tiere wirkten erschöpft. An dieser Stelle mein persönlicher Hinweis: Solche Angebote sollte man, wenn möglich, vermeiden.
Wir tranken einen Minztee und probierten marokkanisches Gebäck, während wir das bunte Treiben beobachteten. Danach schlenderten wir durch die Basare und kauften hier und da kleine Souvenirs. Besonders begeistert war ich von den Duftsteinen – sie rochen einfach unglaublich gut.
In einem Arganöl-Laden konnten wir bei der Herstellung zusehen. Unser Sohn fand das besonders spannend. Natürlich nahmen wir auch ein kleines Fläschchen mit nach Hause.
Zweiter Tag
Der zweite Tag begann mit einem traditionellen marokkanischen Frühstück auf dem Rooftop unseres Riads. Besser hätte ein Tag in Marrakesch kaum starten können.
Anschließend besuchten wir den Le Jardin Secret mitten in der Medina. Leider hatten wir keine Tickets mehr für den Jardin Majorelle bekommen – beim nächsten Mal dann.
Wir verbrachten einige Zeit in dieser kleinen Oase, bevor wir wieder durch die lebhaften Straßen zogen. Überall begegneten uns Katzen, die von Passanten und Ladenbesitzern gefüttert wurden. Es war schön zu sehen, wie gut sie behandelt werden.
Am Nachmittag nahmen wir an einer geführten Tour zum Bahia-Palast teil. Zu Fuß ging es durch das jüdische Viertel dorthin. Unser Guide war großartig und erklärte uns vieles: die Bedeutung der Riads, warum sie nach innen gebaut sind, und die Unterschiede zwischen den Vierteln.
Im Palast erfuhren wir mehr über seine Geschichte und über Ba Ahmed, der dort einst mit seinen Frauen lebte.
Den Abend ließen wir bei leckerem Couscous in einem Rooftop-Restaurant ausklingen.
Weiterreise und Entspannung in Agadir
Am dritten Tag ging es weiter nach Agadir. Auch hierfür hatten wir einen privaten Transfer gebucht, der uns in etwa zwei Stunden ans Ziel brachte.
Dort verbrachten wir fünf Nächte im Iberostar Waves Founty Beach – ein schönes All-inclusive-Resort, in dem wir die letzten Tage entspannt ausklingen und einfach die Seele baumeln ließen. Die Anlage ist perfekt um eine Marokko-Rundreise abzuschließen. Sie ist sehr gepflegt, das Essen ist fantastisch und das Personal ist sehr zuvorkommend. Die Zimmer sind geräumig, modern und sehr sauber.
Den Strand haben wir nicht genutzt, da ich diesen kleinen umzäunten Bereich nicht mochte und es sehr windig war. Aber die Poolanlage ist schön. Es gibt einen beheizten Außenpool und ein Hallenbad. Also wunderbar für eine Reise im Frühjahr. Die Anlage ist übersichtlich und Kinder können ohne Probleme alleine zurechtfinden. Das war in unserem Fall mit unserem damals 9-jährigen Sohn sehr entspannend.
Unser Rückflug erfolgte schließlich direkt von Agadir zurück nach Weeze.


