

Italien - Zwischen Neapel und Rom, wo meine Liebe zum Reisen begonnen hat
Es gibt Reisen, die man macht, weil sie auf einer Bucketlist stehen. Und es gibt Reisen, die etwas verändern.
Italien gehört für mich zu Letzteren.
Ich kann gar nicht genau sagen, wann diese Verbindung entstanden ist. Irgendwann war da einfach dieses Gefühl: Italien zieht mich an. Die Toskana, die Küste, das Essen, die Sprache - all das hat in mir schon lange etwas ausgelöst, bevor ich überhaupt dort war.
Heute versuche ich sogar, ein Stück dieses Lebensgefühls in meinen Alltag zu integrieren. Durch die Art, wie ich esse, wie ich meinen Tag gestalte oder wie ich Dinge wahrnehme. Aber der eigentliche Beginn dieser Verbindung liegt in einer Reise, die ich 2023 gemacht habe.
Der Anfang: Ein Hotelgutschein und eine spontane Entscheidung
Es war eine Zeit nach Corona, in der vieles wieder möglich wurde und Reisen sich langsam wieder normal anfühlten. Ich hatte einen Hotelgutschein, flexibel einlösbar in vielen Ländern. Eigentlich hätte es überall hingehen können. Am Ende habe ich mich ganz bewusst für Italien entschieden.
Nicht für einen klassischen Badeurlaub. Nicht für einen Luxusaufenthalt. Sondern für eine Route, die mich neugierig gemacht hat: Neapel, Amalfiküste und Rom. Rückblickend war genau das die richtige Entscheidung.
Neapel - erster Abend, erster Überblick, erstes Gefühl von Italien
Wir sind in Neapel bzw. genauer gesagt in der Region Cassino angekommen und hatten dort im Best Western Rocca unser Basislager für die ersten Tage. Von dort aus haben wir die Umgebung mit dem Mietwagen erkundet.
Der erste Tag war noch ruhig - aber der erste Abend hat direkt etwas in mir verändert.
Nach dem Check-in und einem kurzen Besuch im nahegelegenen Freibad sind wir später am Abend einfach losgefahren, ohne konkreten Plan, nur um unsere Umgebung kennenzulernen. Wir sind irgendwo hochgefahren, auf eine Anhöhe mit Aussicht. In der Nähe war vermutlich eine Gedenkstätte oder ein historisches Gebäude - ganz genau kann ich es heute nicht mehr sagen. Aber das spielt auch keine Rolle. Was zählt, ist dieser Moment.
Die Sonne ist langsam untergegangen und zum ersten Mal hatte ich das Gefühl: Jetzt bin ich wirklich in Italien angekommen. Kein Sightseeing. Kein Programm. Nur dieser Blick, dieses Licht, diese Stimmung. Ein erster Überblick über unsere neue Umgebung - und gleichzeitig der Beginn einer Reise, die viel mehr werden sollte als nur Urlaub.
Paestum - wo Geschichte plötzlich greifbar wird
Am nächsten Tag ging es nach Paestum, einer archäologischen Stätte mit beeindruckenden antiken Tempeln. Wir sind dort ohne Guide durchgelaufen, einfach durch die Anlage geschlendert und haben die Atmosphäre auf uns wirken lassen.
Es war heiß, ruhig und gleichzeit unglaublich eindrucksvoll. Zwischendurch ein Gelato, alte Steine, Sonne auf der Haut - genau diese Mischung macht Italien für mich aus.
Der Vesuv bei goldener Stunde und Pompeji im Morgentakt
Einer der intensivsten Tage begann früh in Pompeji. Wir waren direkt morgens dort, als die Anlage noch vergleichsweise leer war. Stundenlang sind wir durch die Straßen dieser antiken Stadt gelaufen. Es ist schwer zu beschreiben, wie es sich anfühlt, an einem Ort zu stehen, der so viel Geschichte in sich trägt. Am Nachmittag haben wir eine Pause eingelegt, etwas gegessen und uns dann auf den Weg Richtung Vesuv gemacht. Der Aufstieg zum Vesuv ist überraschend unkompliziert. Man kann relativ weit mit dem Auto hinauffahren und läuft dann nur noch etwa zehn bis fünfzehn Minuten bis zum Kraterrand. Der Weg ist gut ausgebaut, breit und leicht zu gehen - anders, als viele es erwarten würden. Oben angekommen war es einer dieser Momente die sich einprägen.
Nicht ganz Sonnenuntergang, aber goldene Stunde über dem Golf von Neapel. Die Landschaft, das Licht, die Weite - einfach magisch.
Amalfiküste - Zitroneneis, Chaos und Umwege
Die Amalfiküste hat uns auf ihre ganz eigene Weise eingefangen. Mit viel Verkehr. Sehr viel Verkehr.
Ich habe es geschafft, mich mehrfach an denselben Mautstaionen zu verfahren und bin zweimal wieder dort gelandet, wo ich bereits gewesen war. Am Ende bedeutete das: dreimal Maut zahlen und eine kleine Lektion in italienischer Straßenlogik. An der Küste selbst sind wir am Ende gar nicht richtig angekommen. Stattdessen haben wir oberhalb gehalten, Zitroneneis gegessen und einfach die Aussicht genossen. Nicht alles muss perfekt geplant sein, um in Erinnerung zu bleiben. Und was ich damals noch nicht wusste - ich sollte 3 Jahre später in einem kleinen, nieldichen Boutiquehotel direkt in Positano einchecken und die Amalfiküste auf ganz entspannte Weise kennenlernen.
Rom - die Stadt, die man zu Fuß versteht
Nach Neapel ging es weiter nach Rom. Dort haben wir den Mietwagen abgegeben und die Stadt komplett zu Fuß erkundet. Rom ist keine Stadt, die man einfach “besichtigt”.
Rom erlebt man.
Früh morgens standen wir am Petersdom, noch bevor die großen Menschenmassen da waren. Ohne Wartezeit sind wir direkt zur Kuppel aufgestiegen - sportlich über die Treppen, aber absolut lohnenswert. Oben hatten wir einen Moment lang das Gefühl, die Stadt gehört uns allein. Kurz danach war der Platz komplett überfüllt. Dieser Kontrast ist Rom.
Am Nachmittag folgten Kolosseum und Forum Romanum - enspannt, mit festen Zeitfenstern und ohne Stress. Dazwischen sind wir einfach durch die Stadt gelaufen: Spanische Treppen, kleine Cafés, enge Gassen und dieses Gefühl, dass Geschichte hier nicht hinter Glas steckt, sondern mitten im Alltag lebt.
Der Trevi-Brunnen war damals noch frei zugänglich. Nachts dort zu stehen, eine Münze hineinzuwerfen und diesen Moment mitzunehmen, war etwas ganz Besonderes.
Was Italien wirklich mit mir gemacht hat
Diese Reise war für mich mehr als eine Aneinanderreihung von Sehenswürdigkeiten. Sie war der Beginn eines Gefühls. Italien hat mir eine Form von Leichtigkeit gezeigt, die ich vorher so nicht kannte. Dieses draußen sein, dieses Essen, die Lebensfreude, diese Wärme, diese Art zu leben. Ich war selten so entspannt wie in diesen Tagen. Und genau deshalb ist Italien für mich bis heute kein Urlaubsziel. Sondern ein Lebensgefühl.
Rückblickend war diese Reise der Startpunkt meiner Verbidnung zu Italien. Neapel mit seinem Chaos und seinen Momenten.
Der Vesuv mit seiner Ruhe über den Wolken.
Und Rom, das alles zusammenführt.
Es war nicht perfekt geplant. Es war nicht perfekt organisiert.
Aber genau deshalb war es perfekt.
Ausflüge Rom:
- https://gyg.me/hfn0qIuP (Colosseum, Forum Romanum und Palatinhügel)
- https://gyg.me/N4PnBrRk (Petersdom, Vatikan und Päpstliche Gräber)
Ausflüge Golf von Neapel:
- https://gyg.me/8JaDWrB1 (Pompeji ohne Anstehen mit Audioguide)
- https://gyg.me/tgiNo57I (Vesuv Ticket ohne Anstehen)
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Amsterdam gehört für mich zu den Städten, die einfach immer funktionieren. Egal ob für ein verlängertes Wochenende, einen spontanen Städtetrip oder als Zwischenstopp – langweilig wird es hier garantiert nicht. Das liegt nicht nur an den berühmten Grachten oder den schmalen Häusern, sondern vor allem an der entspannten Atmosphäre. Obwohl Amsterdam eine Millionenstadt ist, fühlt sie sich erstaunlich ruhig und gemütlich an. Überall fahren Fahrräder vorbei, kleine Cafés reihen sich aneinander und hinter jeder Ecke wartet ein neues Fotomotiv.
Mittlerweile war ich bereits zweimal in Amsterdam – und beide Reisen hätten unterschiedlicher kaum sein können. Beim ersten Besuch standen die klassischen Sehenswürdigkeiten auf dem Programm: Keukenhof, Grachtenfahrt, A’DAM Lookout und Museum of Illusions. Beim zweiten Mal wollten wir die Stadt einfach nur genießen, ohne Zeitdruck und ohne To-do-Liste. Rückblickend kann ich sagen: Beide Arten, Amsterdam zu erleben, haben ihren ganz eigenen Charme.
In diesem Reisebericht nehme ich euch mit zu meinen persönlichen Highlights, verrate euch meine liebsten Foodspots und gebe euch ehrliche Tipps, welche Ausflüge sich wirklich lohnen.
Anreise nach Amsterdam: Nachtzug oder Flug?
Tatsächlich bin ich schon auf zwei verschiedene Arten nach Amsterdam gereist.
Beim ersten Mal haben wir den Nachtzug ab Nürnberg genommen. Das war überraschend entspannt. Wir hatten Schlafwagen gebucht und konnten die komplette Nacht durchfahren. Am nächsten Morgen rollte der Zug direkt am Amsterdamer Hauptbahnhof ein – ausgeschlafen mitten im Zentrum. Gerade für einen kurzen Städtetrip finde ich das eine richtig angenehme Alternative zum Flugzeug.
Beim zweiten Besuch kamen wir von Mallorca und flogen nach Amsterdam Schiphol. Schon der Flughafen hat mich begeistert. Alles ist modern, übersichtlich und hervorragend ausgeschildert. Vom Flughafen fährt regelmäßig ein Zug direkt zum Hauptbahnhof. Die Tickets lassen sich unkompliziert am Automaten kaufen und wenige Minuten später steht man bereits mitten in Amsterdam.
Allein die unkomplizierte Anreise macht Amsterdam für mich zu einem perfekten Ziel für ein verlängertes Wochenende.
Unsere Unterkünfte: Zwischen absolutem Reinfall und echter Empfehlung
Bei unserer ersten Reise übernachteten wir im ClinkMama.
Die Lage war grundsätzlich gut und viele Sehenswürdigkeiten konnten wir bequem zu Fuß erreichen. Leider hörten die positiven Punkte dort auch schon auf. Das Hotel war nicht besonders sauber und insgesamt hat uns der Aufenthalt enttäuscht. Deshalb würde ich es heute nicht mehr empfehlen.
Ganz anders sah es bei unserer zweiten Reise aus.
Diesmal entschieden wir uns für das ClinkNOORD Hostel. Auch wenn der Name zunächst nach klassischem Hostel klingt, hatten wir dort ein eigenes Doppelzimmer und waren wirklich positiv überrascht.
Das Beste ist allerdings die Lage.
Nur wenige Gehminuten entfernt befindet sich die kostenlose Fähre, die den ganzen Tag zwischen Amsterdam Noord und dem Hauptbahnhof pendelt. Innerhalb weniger Minuten steht ihr mitten im Zentrum – schneller geht es kaum.
Das Frühstück würde ich persönlich nicht dazubuchen. Es war vollkommen in Ordnung, aber Amsterdam bietet so viele schöne Cafés, dass sich Frühstücken außerhalb deutlich mehr lohnt.
Für Preis-Leistung und Lage bekommt das ClinkNOORD von mir eine klare Empfehlung.
Warum sich Amsterdam so besonders anfühlt
Was mich an Amsterdam immer wieder begeistert, ist das Lebensgefühl.
Obwohl täglich tausende Touristen durch die Stadt laufen, wirkt Amsterdam nie stressig. Vielleicht liegt es an den vielen Grachten, vielleicht an den kleinen Häusern oder daran, dass überall Fahrräder unterwegs sind. Jedenfalls fühlt sich die Stadt deutlich entschleunigter an als viele andere europäische Metropolen.
Besonders gerne laufe ich einfach ohne Ziel durch die verschiedenen Viertel.
Das Jordaan-Viertel gehört für mich zu den schönsten Ecken der Stadt. Kleine Grachten, gemütliche Cafés, individuelle Boutiquen und jede Menge ruhige Seitenstraßen laden dazu ein, einfach loszulaufen und sich treiben zu lassen.
Ganz anders wirkt dagegen Damrak. Hier stehen die berühmten schmalen Grachtenhäuser, die wahrscheinlich jeder schon einmal auf Instagram oder auf einer Postkarte gesehen hat. Gerade morgens lassen sich hier wunderschöne Fotos machen, bevor die Menschenmassen eintreffen.
Keukenhof: Auch für Nicht-Blumenfans einen Besuch wert
Bei unserem ersten Besuch waren wir Ende März in Amsterdam und entschieden uns für einen Tagesausflug zum Keukenhof.
Zu diesem Zeitpunkt hatte die Tulpenblüte gerade erst begonnen. Natürlich standen noch nicht alle Felder in voller Blüte, trotzdem war der Park beeindruckend.
Ich würde mich selbst nicht unbedingt als großen Blumenfan bezeichnen. Trotzdem gehört der Keukenhof für mich einfach zu einer Amsterdam-Reise im Frühling dazu. Die riesigen Blumenbeete, die liebevoll angelegten Gärten und die Farben sind einfach etwas Besonderes.
Praktisch fand ich außerdem, dass wir das Ticket als Kombi inklusive Grachtenfahrt gebucht hatten. Dadurch musste man sich vor Ort um nichts mehr kümmern.
Amsterdam vom Wasser entdecken: Die Grachtenfahrt
Wenn ihr Amsterdam zum ersten Mal besucht, solltet ihr unbedingt eine Grachtenfahrt machen.
Viele Sehenswürdigkeiten wirken vom Wasser aus noch einmal ganz anders. Gleichzeitig bekommt man einen guten Überblick über die verschiedenen Stadtteile und entdeckt Ecken, die man zu Fuß wahrscheinlich nie gefunden hätte.
Für mich gehört die Grachtenfahrt mittlerweile genauso zu Amsterdam wie die Fahrräder oder die schmalen Häuser.
A’DAM Lookout: Die beste Aussicht über Amsterdam
Ein weiteres Highlight war für mich der A’DAM Lookout.
Schon die Aussichtsplattform bietet einen fantastischen Blick über die gesamte Stadt. Wer möchte, kann sich dort einen Cocktail bestellen und einfach die Aussicht genießen.
Natürlich musste ich auch die berühmte Schaukel ausprobieren.
Zugegeben – ein bisschen Überwindung kostet sie schon. Schließlich schaukelt man mehrere Meter über dem Boden. Aber genau deshalb macht sie auch so viel Spaß.
Auch hier gibt es häufig Kombitickets inklusive Getränk, was sich preislich durchaus lohnt.
Museum of Illusions: Überraschend unterhaltsam
Das Museum of Illusions stand eher zufällig auf unserer Liste.
Eigentlich hatten wir gar keine großen Erwartungen. Umso überraschter waren wir hinterher.
Die verschiedenen Räume und optischen Täuschungen machen richtig Spaß und sorgen für viele lustige Fotos. Gerade wenn das Wetter einmal nicht mitspielt oder ihr zwischendurch etwas anderes erleben möchtet, kann ich das Museum definitiv empfehlen.
Meine liebsten Foodspots in Amsterdam
Amsterdam hat kulinarisch deutlich mehr zu bieten, als viele denken.
Natürlich musste auch ich die berühmten Stroopwafels bei Van Wonderen probieren. Frisch gebacken, mit Schokolade und verschiedenen Toppings – definitiv nichts für jeden Tag, aber unglaublich lecker.
Mindestens genauso begeistert war ich von Fabel Friet.
Ja, man steht meistens eine Weile an. Aber die Pommes mit Trüffelcreme, Käse und den hausgemachten Soßen gehören für mich zu den besten Pommes, die ich bisher gegessen habe.
Wenn ihr mit mehreren Leuten unterwegs seid und jeder etwas anderes essen möchte, solltet ihr unbedingt bei den Foodhallen vorbeischauen. Dort findet ihr Streetfood aus aller Welt unter einem Dach – von Burgern bis asiatischen Gerichten.
Auch die Bar N-JOY hat mir richtig gut gefallen. Eine entspannte Atmosphäre, leckere Cocktails und der perfekte Ort, um den Abend einzuläuten.
Amsterdam bei Nacht: Mein absolutes Highlight war die Silent Disco
Amsterdam ist tagsüber wunderschön – aber auch abends hat die Stadt ihren ganz eigenen Charme.
Natürlich gibt es unzählige Bars, Restaurants und Clubs. Wer aber mal etwas anderes erleben möchte, dem kann ich die Silent Disco Tour wirklich empfehlen.
Gebucht hatten wir sie damals über eine Ausflugsplattform wie GetYourGuide oder Tripadvisor. Im Preis war sogar ein Begrüßungscocktail enthalten.
Bevor die Tour losging, saßen wir noch gemütlich in der N-JOY Bar, haben unseren ersten Cocktail getrunken und anschließend unsere Kopfhörer bekommen.
Von außen muss das ziemlich verrückt ausgesehen haben.
Wir liefen tanzend durch die Straßen Amsterdams, jeder mit Kopfhörern auf den Ohren. Das Lustigste passierte immer dann, wenn man die Kopfhörer kurz abnahm.
Während die eine Hälfte laut Macarena mitsang, schmetterte die andere Gruppe plötzlich All I Want for Christmas Is You – und das mitten im März.
Ohne Musik hörte man also nur Menschen, die völlig unterschiedliche Lieder gleichzeitig sangen.
Genau das machte den Abend so witzig.
Es war eine dieser Aktivitäten, bei denen man sich vorher fragt, ob das wirklich Spaß macht – und hinterher gehört sie plötzlich zu den schönsten Erinnerungen der ganzen Reise.
Amsterdam ganz entspannt erleben
Bei meinem zweiten Besuch haben wir bewusst auf Sehenswürdigkeiten verzichtet.
Stattdessen wollten wir die Stadt einfach genießen.
Wir sind stundenlang durch Jordaan und Damrak geschlendert, haben kleine Boutiquen entdeckt, an den Grachten gesessen und einfach das Leben beobachtet.
Genau dafür eignet sich Amsterdam perfekt.
Man braucht hier nicht zwingend einen straffen Zeitplan.
Oft entstehen die schönsten Momente einfach beim Herumlaufen.
Ein Besuch im Coffeeshop gehört irgendwie dazu
Natürlich wollten wir auch einmal einen typischen Amsterdamer Coffeeshop besuchen.
Also haben wir uns Cookies bestellt und wollten einfach ausprobieren, warum dieser Teil der niederländischen Kultur so bekannt ist.
Um ehrlich zu sein?
Ich hatte deutlich spektakulärere Geschichten erwartet.
Wir mussten zwar ziemlich viel lachen, aber da ich sowieso ein Mensch bin, der ständig lacht, war der Unterschied ehrlich gesagt gar nicht so groß.
Trotzdem gehört diese Erfahrung für mich irgendwie zu Amsterdam dazu.
Einmal gemacht, darüber gelacht und eine weitere Geschichte für den Reisebericht gesammelt.
Shopping zwischen Grachten und kleinen Boutiquen
Auch zum Shoppen eignet sich Amsterdam hervorragend.
Zwischen den bekannten Marken findet ihr immer wieder kleine Boutiquen, Concept Stores und individuelle Läden, die man in Deutschland so kaum findet.
Gerade rund um die Grachten macht das Bummeln unglaublich viel Spaß.
Man entdeckt ständig neue Ecken und läuft dabei automatisch an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei.
Meine persönlichen Tipps für 3 bis 4 Tage Amsterdam
https://gyg.me/5wlPAhda (Rijkmuseum)
https://gyg.me/1Tb8sdVk (Heineken Experience)
Grachtenfahrt am Abend https://gyg.me/laI4GQj5
Keukenhof + Grachtenfahrt https://gyg.me/FR75G6on
A‘DAM Lookout mit Essen https://gyg.me/NJVmSWVq
Alternativ könnt ihr den Tag auch komplett entspannt in Amsterdam verbringen, durch die Viertel schlendern oder eines der vielen Museen besuchen.
Habt ihr vier Tage Zeit, bleibt sogar noch genügend Raum, einfach ohne Plan durch die Stadt zu laufen.
Und genau das würde ich inzwischen jedem empfehlen.
Mein Fazit: Würde ich wieder nach Amsterdam reisen?
Definitiv.
Amsterdam gehört inzwischen zu meinen absoluten Lieblingsstädten in Europa.
Nicht, weil die Stadt die spektakulärsten Sehenswürdigkeiten besitzt oder weil man hier möglichst viele Attraktionen abhaken muss.
Sondern weil Amsterdam unglaublich entschleunigt wirkt.
Die Grachten, die schmalen Häuser, die vielen Fahrräder und die gemütlichen Cafés sorgen dafür, dass man automatisch langsamer wird.
Natürlich gibt es die klassischen Highlights wie den Keukenhof, den A’DAM Lookout oder eine Grachtenfahrt. Sie gehören für mich definitiv dazu und gerade beim ersten Besuch würde ich sie auch immer wieder machen.
Mindestens genauso viel Spaß haben mir aber die kleinen Momente gemacht.
Mit einer Portion Pommes an einer Gracht sitzen.
Frisch gebackene Stroopwafels essen.
Ohne Ziel durch Jordaan laufen.
Mit Kopfhörern mitten durch Amsterdam tanzen.
Oder einfach auf die kostenlose Fähre steigen und den Blick auf die Skyline genießen.
Genau diese Mischung macht Amsterdam für mich so besonders.
Wenn ich noch einmal hinreise – und das werde ich ganz sicher – würde ich wahrscheinlich noch weniger planen als beim letzten Mal. Ich würde mir morgens einen guten Kaffee holen, durch die Straßen schlendern, hier und da spontan einkehren und den Abend wieder mit Freunden in einer Bar oder bei einer außergewöhnlichen Aktivität ausklingen lassen.
Denn manchmal sind es nicht die großen Sehenswürdigkeiten, die eine Reise unvergesslich machen – sondern genau diese kleinen, ungeplanten Momente.

Lettland
Riga im Winter
Manchmal entstehen die schönsten Reisen völlig spontan. Genau so war es bei unserem Wintertrip nach Riga. Eigentlich wollten wir im Dezember einfach noch einmal für ein paar Tage dem Alltag entfliehen. Das Budget war überschaubar, wir hatten beide bereits einige Reisen hinter uns und suchten einfach nach einem Ziel, das wir beide noch nicht kannten. Bei der Recherche tauchte plötzlich Riga auf. Ein kurzer Blick auf die Sehenswürdigkeiten, der berühmte Berg der Kreuze und ein stimmungsvoller Weihnachtsmarkt - mehr brauchten wir eigentlich nicht. Wenige Minuten später waren die Flüge gebucht.
Riga gehört für mich zu den unterschätztesten Städtereisezielen Europas. Gerade zur Weihnachtszeit entfaltet die lettische Hauptstadt ihren ganze eigenen Charme. Verschneite Gassen, trockene Winterkälte, gemütliche Cafés und historische Gebäude sorgen für eine Atmosphäre, die man so nur selten erlebt.
Anreise nach Riga - Direktflug ab Berlin
Wir sind direkt mit Ryanair von Berlin nach Riga geflogen. Der Flug dauert gerade einmal rund zwei Stunden und eignet sich deshalb perfekt für einen verlängerten Wochenendtrip oder einen fünftägigen Städtetrip.
Schon bei der Landung fiel uns auf, wie ruhig alles war. Kein hektisches Großstadtgefühl, sondern eine entspannte Atmosphäre. Genau das sollte sich während der gesamten Reise bestätigen. Für den Transfer vom Flughafen in die Innenstadt hatten wir vorab über Booking einen Shuttle gebucht. Das funktionierte problemlos und brachte uns direkt bis vor unser Hotel.
Unser Hotel in Riga
Unser Hotel lag sehr zentral. Gegenüber befand sich zwar gerade eine Baustelle, gestört hat uns das allerdings kaum. Dadurch konnten wir die Altstadt bequem zu Fuß erkunden und mussten nur selten auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen.
Gerade im Winter empfand ich die zentrale Lage als großen Vorteil. Nach ein paar Stunden auf dem Weihnachtsmarkt oder einem längeren Spaziergang durch die verschneite Altstadt war man schnell wieder im Warmen.
Fortbewegung in Riga - Mein Geheimtipp heißt Bolt
Wenn ich einen einzigen Tipp für Riga geben müsste, dann wäre es dieser: Ladet euch Bolt herunter.
Während unseres Aufenthalts war Bolt unglaublich günstig. Viele Fahrten kosteten gerade einmal vier oder fünf Euro. Dadurch mussten wir überhaupt nicht überlegen, ob wir laufen oder fahren. Gerade im Winter, wenn es draußen dauerhaft unter null Grad hat, spart man sich damit einiges an Zeit und bleibt trotzdem flexibel. Für längere Strecken - beispielsweise nach Jurmala - haben wir dagegen den Zug genutzt. Auch das funktionierte überraschend unkompliziert.
Riga zur Weihnachtszeit - Eine Stadt voller Atmosphäre
Wir hatten mit dem Wetter wirklich Glück. Statt Regen erwarteten uns angenehme Minusgrade von ungefähr fünf Grad. Die Kälte war trocken und dadurch wesenlich angenehmer als die feuchte Winterkälte, die man häufig aus Deutschland kennt. Dazu kamen verschneite Straßen, festlich geschmückte Häuser und überall kleine Lichterketten. Gerade abends wirkte Riga unglaublich gemütlich. Der Weihnachtsmakrt gehört zwar nicht zu den größten Europas, dafür aber definitiv zu den stimmungsvollsten. Zwischen den kleinen Holzhütten gab es regionales Kunsthandwerk, warme Getränke und jede Menge lettische Spezialitäten zu entdecken. Ich habe dort gefühlt jeden Abend Pelmeni gegessen - mal klassisch gekocht, mal angebraten und jedes Mal mit einer anderen Füllung. Wenn ihr gerne lokale Küche ausprobiert, seid ihr hier genau richtig.
Gingerbread Glühwein & Black Balsam - Zwei Spezialitäten aus Lettland
Natürlich durfte auch der berühmte Gingerbread Glühwein nicht fehlen. Den haben wir direkt am ersten Abend auf dem Weihnachtsmarkt probiert. Geschmacklich erinnert er an flüssigen Lebkuchen - definitiv mal etwas anderes. Obwohl…. ganz ehrlich: Mein Fall war es nicht unbedingt. Am nächsten Morgen mussten wir früh zum Tagesausflug aufbrechen und mir ging es überhaupt nicht gut.
Deutlich überzeugender fand ich dagegen den berühmten Riga Black Balsam. Auf Empfehlung eines Freundes kauften wir gleich mehrere Flaschen als Mitbringsel. Der Kräuterlikör wir nach einem traditionellen Rezept aus zahlreichen Kräutern hergestellt und gilt in Lettland fast schon als Hausmittel gegen Erkältungen. Zu Hause habe ich ihn tatsächlich ausprobiert, als ich krank war - und ich muss sagen: Ganz ohne Wirkung war es definitiv nicht.
Museum of Illusions – Perfekt für Regentage und Familien
Eines unserer Highlights in Riga war außerdem das Museum of Illusions.
Normalerweise bin ich bei solchen Museen eher skeptisch. Viele wirken nach kurzer Zeit ziemlich eintönig.
Dieses hier hat mich allerdings positiv überrascht.
Fast jede Station war interaktiv. Es gab Spiegelräume, optische Täuschungen und zahlreiche Fotomotive, bei denen man selbst Teil der Illusion wurde.
Gerade wenn ihr zu zweit oder mit Freunden unterwegs seid, macht das unglaublich viel Spaß.
Für Familien mit Kindern würde ich das Museum ebenfalls jederzeit empfehlen.
Eine Kerze im Dom von Riga
Wie auf vielen unserer Reisen durfte auch diesmal ein Besuch in einer Kirche nicht fehlen.
Wir sind durch den Dom von Riga geschlendert, haben uns ein wenig Zeit genommen und natürlich wieder eine Kerze angezündet.
Gerade in der Weihnachtszeit hatte dieser Ort noch einmal eine ganz besondere Stimmung. Draußen herrschte winterliches Treiben, drinnen war es ruhig und angenehm warm.
Solche kleinen Momente sind oft die, an die ich mich später am meisten erinnere.
Lohnt sich der Zentralmarkt?
Natürlich wollten wir auch den berühmten Zentralmarkt von Riga besuchen.
Ich hatte vorher ehrlich gesagt etwas anderes erwartet.
Gedanklich hatte ich eher die Foodhallen in Amsterdam im Kopf – mit vielen kleinen Ständen und frisch zubereiteten Gerichten.
Tatsächlich handelt es sich aber eher um einen klassischen Markt, auf dem überwiegend Einheimische einkaufen. Fleisch, Fisch, Gemüse und regionale Produkte stehen hier im Mittelpunkt.
Interessant war der Besuch auf jeden Fall, allein schon, um einen Einblick in den Alltag der Letten zu bekommen.
Ein absolutes Highlight war der Markt für mich persönlich allerdings nicht.
Der Berg der Kreuze – Der beeindruckendste Ausflug unserer Lettland-Reise
Wenn ihr während eurer Reise nach Riga nur einen einzigen Tagesausflug machen möchtet, dann sollte es definitiv der Berg der Kreuze sein.
Den Ausflug hatten wir bereits vor unserer Reise über GetYourGuide gebucht. Der große Vorteil: Der Transfer ab Riga war bereits inklusive. Wir wurden früh morgens direkt in der Innenstadt abgeholt und mussten uns um nichts kümmern.
Die Fahrt dauert zwar rund zwei Stunden pro Strecke, aber schon unterwegs hat sich der Ausflug gelohnt. Unser Fahrer sprach sehr gut Englisch und erzählte uns unglaublich viel über Lettland, die Geschichte des Landes und das Leben der Menschen dort. Dadurch verging die Zeit fast wie im Flug. Wir waren insgesamt nur zu dritt im Auto. Eine weitere Mitreisende aus unserer Gruppe verschlief allerdings fast die komplette Fahrt - umso mehr kontnen wir die spannenden Gespräche mit unserem Fahrer genießen.
Der Berg der Kreuze im Winter - Mystisch und unglaublich beeindruckend
Als wir ankamen, wusste ich sofort, dass sich das frühe Aufstehen gelohnt hatte.
Der gesamte Berg lag im Nebel. Dazu kam der frische Schnee, der überall zwischen den Millionen von Kreuzen lag. Die Atmosphäre war gleichzeitig ruhig, nachdenklich und irgendwie magisch.
Man steht dort zwischen unzähligen Kreuzen, die Menschen aus aller Welt im Laufe der Jahrzehnte aufgestellt haben. Unser Fahrer erzählte uns viel über die Geschichte dieses besonderen Ortes und erklärte, warum der Berg bis heute für viele Menschen ein Symbol für Hoffnung, Glauben und Freiheit ist.
Ich glaube, genau dieses Winterwetter hat den Moment noch einmal verstärkt. Bei Sonnenschein hätte der Ort sicherlich ebenfalls beeindruckt – aber dieser Nebel und die verschneite Landschaft haben dem Ganzen eine fast mystische Stimmung verliehen.
Für mich war das ohne Frage das Highlight der gesamten Reise.
Jurmala Beach - Ein kilometerlanger Sandstrand im Winter
An einem weiteren Tag wollten wir noch etwas mehr von Lettland entdecken und sind deshalb mit dem Zug nach Jurmala gefahren.
Die Tickets haben wir direkt am Bahnhof gekauft. Das war unkompliziert und günstig, außerdem erklärte uns die Mitarbeiterin direkt, wann unser letzter Zug zurück nach Riga fährt.
Schon die Zugfahrt war entspannt.
Am Strand angekommen erwartete uns ein komplett anderes Bild als man es normalerweise von einem Badeort kennt.
Statt Sonnenliegen und Badegästen lagen Schnee und Eis auf dem kilometerlangen Sandstrand.
Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – hatte dieser Ort etwas ganz Besonderes.
Wir sind lange am Wasser entlang spaziert, haben die Ruhe genossen und uns vorgestellt, wie belebt der Strand wohl im Sommer sein muss.
Ich könnte mir gut vorstellen, Lettland irgendwann noch einmal in der warmen Jahreszeit zu besuchen.
Ein weiterer Tipp für den Sommer: Der Kemeri-Nationalpark
Leider fehlte uns während dieser Reise die Zeit für den Ķemeri-Nationalpark.
Eigentlich stand er auf unserer Liste, aber fünf Tage vergehen in Riga schneller als gedacht.
Wenn ich noch einmal nach Lettland reisen würde – vor allem im Sommer –, würde ich diesen Nationalpark definitiv mit einplanen. Besonders die bekannten Moorlandschaften und Holzstege sehen auf Bildern unglaublich schön aus und wären sicherlich eine tolle Ergänzung zu einem Städtetrip nach Riga.
Mein Fazit: Warum Riga für mich zu den unterschätztesten Reisezielen Europas gehört
Ganz ehrlich?
Diese Reise haben wir damals fast blind gebucht.
Wir wollten einfach noch einmal spontan im Dezember verreisen, hatten ein begrenztes Budget und suchten nach einer Stadt, die wir beide noch nicht kannten.
Dass daraus einer unserer schönsten Winter-Städtetrips werden würde, hätten wir vorher nie gedacht.
Riga hat genau die richtige Größe. Die Altstadt ist gemütlich, alles wirkt entspannt und gleichzeitig gibt es genug zu entdecken. Dazu kommen die verschneite Atmosphäre, der wunderschöne Weihnachtsmarkt, leckeres Essen und außergewöhnliche Ausflugsziele wie der Berg der Kreuze oder Jurmala.
Gerade zur Weihnachtszeit hat die Stadt einen ganz besonderen Charme, den ich so vorher überhaupt nicht erwartet hätte.
Wenn ihr auf der Suche nach einem Reiseziel seid, das noch nicht von Touristen überlaufen ist, dann kann ich euch Riga wirklich ans Herz legen.
Und falls ihr mich fragt, welches Erlebnis mir bis heute am meisten in Erinnerung geblieben ist?
Ganz klar der verschneite Berg der Kreuze.
Allein für diesen Moment würde ich jederzeit wieder nach Lettland reisen.

Vereinigte Arabische Emirate
Zwischen Wüstensand und Zukunftsvision
Manche Reiseziele landen auf der Bucketlist, weil man schöne Bilder davon gesehen hat. Andere ziehen einen an, ohne dass man genau erklären kann, warum.
Dubai gehörte für mich lange zur zweiten Kategorie.
Schon Jahre bevor ich tatsächlich dort war, wollte ich diese Stadt unbedingt einmal mit eigenen Augen sehen. Die Stadt der Superlative. Der Burj Khalifa. Die künstlichen Inseln. Die Wolkenkratzer, die scheinbar direkt aus der Wüste wachsen. Irgendetwas daran hat mich fasziniert.
2019 ergab sich dann plötzlich die Gelegenheit. Während meiner Zeit im Reisebüro landete ein besonders attraktives Reiseangebot für Dubai in meinem Postfach. Ich musste nicht lange überlegen. Das war einer dieser Momente, in denen man einfach weiß: Wenn ich das jetzt nicht buche, werde ich mich später ärgern.
Eigentlich sollte die Reise gemeinsam mit meiner Schwester stattfinden. Doch kurz vor Abflug stellte sich heraus, dass sie nicht mitreisen konnte. Für einen Moment sah es so aus, als würde mein lang gehegter Traum vielleicht doch noch platzen.
Damals war ich noch nicht die Person, die spontan alleine in ein Flugzeug steigt und auf eigene Faust die Welt erkundet. Alleinreisen war für mich noch keine Option. Also begann die Suche nach einer Alternative – und tatsächlich fand ich kurzfristig eine Freundin, die mitkam.
Rückblickend betrachtet war das eine dieser Entscheidungen, die das Leben manchmal ganz nebenbei trifft. Denn aus der damaligen Reisebegleitung wurde später eine meiner engsten Freundinnen.
Meine erste große Reise
Heute muss ich oft schmunzeln, wenn ich daran denke. Denn damals fühlte sich Dubai für mich fast wie eine Reise ans andere Ende der Welt an.
Vor meiner Zeit im Reisebüro bestanden meine Urlaube hauptsächlich aus Familienreisen und vielen Sommern an der Ostsee. Während meiner Jahre in der Touristik hatte ich zwar bereits einige Reiseziele kennengelernt, doch Städte dieser Größenordnung waren für mich völliges Neuland.
Dubai war meine erste echte Metropole. Meine erste Reise in eine Welt voller Wolkenkratzer, Luxus, Innovation und Möglichkeiten.
Rückblickend glaube ich sogar, dass diese Reise ein kleines Stück dazu beigetragen hat, die Reiselust in mir endgültig zu wecken. Damals hätte ich nie gedacht, dass ich Jahre später alleine nach Bali, Singapur oder Sri Lanka reisen würde. Aber irgendwo muss jede Reisegeschichte beginnen – und meine begann vielleicht genau hier.
Sechs Jahre später zurück in Dubai
Die Reise von 2019 sollte allerdings nicht meine letzte nach Dubai bleiben. Sechs Jahre später zog es mich erneut in die Wüstenmetropole – und ich war gespannt, wie sich die Stadt in der Zwischenzeit verändert hatte.
Was soll ich sagen? Ich war sprachlos.
Natürlich wusste ich, dass Dubai wächst und sich ständig weiterentwickelt. Aber die Geschwindigkeit, mit der dort neue Projekte entstehen, neue Viertel gebaut werden und sich die Skyline verändert, ist beeindruckend. An manchen Orten hatte ich das Gefühl, eine völlig neue Stadt zu entdecken.
Während ich bei meiner ersten Reise möglichst viele Sehenswürdigkeiten sehen wollte, habe ich meinen zweiten Aufenthalt deutlich entspannter gestaltet. Ich verbrachte viel Zeit am Strand, erkundete verschiedene Stadtteile, traf Freunde, die mittlerweile in Dubai leben, und genoss einfach den besonderen Mix aus Moderne, Internationalität und Wüstenflair.
Und vielleicht war genau das der größte Unterschied zwischen meinen beiden Reisen: Beim ersten Mal wollte ich alles sehen. Beim zweiten Mal wollte ich die Stadt einfach erleben.
Meine Highlights für eine erste Dubai-Reise
Trotzdem gibt es einige Erlebnisse, die ich jedem bei einer ersten Dubai-Reise empfehlen würde.
Ganz oben auf meiner Liste steht eine Wüstensafari. Sie gehört für mich zu den Ausflügen, die man einfach gemacht haben muss. Die Weite der Wüste, die Ruhe, die untergehende Sonne und der Kontrast zur modernen Skyline machen dieses Erlebnis unvergesslich.
Bei meinem zweiten Besuch habe ich zusätzlich eine Nachtsafari gemacht. Dabei konnten wir unter anderem Gazellen beobachten und die Wüste noch einmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen.
Natürlich gehört auch der Burj Khalifa dazu. Ja, er ist touristisch. Ja, man teilt sich den Aufzug mit vielen anderen Besuchern. Aber manchmal sind die bekanntesten Sehenswürdigkeiten eben genau deshalb so beliebt, weil sie wirklich beeindruckend sind. Der Blick über Dubai zeigt erst, welche Dimensionen diese Stadt tatsächlich hat.
Auch die Dubai Mall sollte man nicht nur als Einkaufszentrum betrachten. Selbst wenn Shopping nicht ganz oben auf der Prioritätenliste steht, lohnt sich ein Besuch. Das riesige Aquarium, die Wasserspiele vor dem Burj Khalifa und die schiere Größe des Komplexes machen ihn zu einer Sehenswürdigkeit für sich.
Besonders begeistert hat mich bei beiden Reisen der Miracle Garden. Mitten in einer Wüstenstadt plötzlich Millionen von Blumen in den unterschiedlichsten Formen und Farben zu sehen, wirkt fast surreal. Direkt daneben befindet sich der Butterfly Garden, der sich wunderbar mit einem Besuch kombinieren lässt.
Wer etwas mehr Zeit mitbringt, sollte außerdem einen Tagesausflug nach Abu Dhabi einplanen. Bei meinem ersten Besuch stand eine Stadtrundfahrt auf dem Programm. Damals reichte die Zeit leider nicht für die Ferrari World – ein Erlebnis, das weiterhin ganz oben auf meiner persönlichen Bucketlist steht. Vielleicht erfüllt sich dieser Traum eines Tages im Rahmen eines Formel-1-Wochenendes.
Überhaupt ist Dubai für Motorsportfans ein spannendes Reiseziel. Die Nähe zu Abu Dhabi, die Begeisterung für Sportwagen und die Formel-1-Kultur in der Region sorgen dafür, dass man als Fan schnell ins Schwärmen gerät.
Und wer die Wüste noch einmal auf eine ganz besondere Art erleben möchte, sollte sich eine Heißluftballonfahrt zum Sonnenaufgang anschauen. Diese steht bis heute auf meiner eigenen Liste für den nächsten Dubai-Besuch.
Warum mich Dubai bis heute fasziniert
Wenn mich heute jemand fragt, ob sich Dubai lohnt, lautet meine Antwort ganz klar: Ja.
Nicht, weil die Stadt perfekt ist. Nicht, weil sie besonders traditionell oder authentisch wäre. Sondern weil sie etwas verkörpert, das man nur selten so deutlich sieht: den Mut, groß zu denken.
Ich bin eigentlich ein Naturmensch. Ich liebe Berge, Küsten, Nationalparks und Orte, an denen man einfach mal durchatmen kann. Und trotzdem fasziniert mich Dubai.
Vielleicht gerade deshalb.
Denn Dubai zeigt, was möglich ist, wenn Visionen Realität werden. Die Stadt entwickelt sich in einem Tempo, das man kaum greifen kann. Wer einmal dort war und einige Jahre später zurückkehrt, wird verstehen, was ich meine.
Dubai wird wahrscheinlich nie mein klassisches Lieblingsreiseziel für Wanderurlaub oder Naturerlebnisse werden. Dafür gibt es andere Orte auf dieser Welt.
Aber Dubai inspiriert. Dubai beeindruckt. Und Dubai erinnert mich jedes Mal daran, wie groß diese Welt eigentlich ist.
Und genau deshalb hat mich diese Stadt inzwischen schon zweimal in ihren Bann gezogen.
Meine Ausflugstipps Dubai für dich:



