Schweiz

Vom Oeschinensee bis zur Triftbrücke: Eine Woche zwischen Indian Summer und Alpenidylle
Schweiz
Christiane Seliger
17.07.2026
5 min Lesezeit

Eine Woche Auszeit in den Bergen

Manchmal braucht es gar keine Fernreise, um vollkommen abzuschalten. Manchmal reichen frische Bergluft, beeindruckende Natur, gemütliche Wanderungen und ein eigener Whirlpool mit Blick auf die Alpen.

Genau das war das Motto unserer Herbstreise in die Schweiz.

Für eine Woche zog es uns ins Kiental – eine Region, die mich vom ersten Moment an begeistert hat. Die Schweiz zeigte sich von ihrer vielleicht schönsten Seite. Die Wälder leuchteten in warmen Rot-, Gelb- und Orangetönen, die Ahornbäume erinnerten mich an den berühmten Indian Summer in Nordamerika und die Bergkulisse sorgte dafür, dass ich gefühlt alle paar Minuten nach meiner Kamera griff.

Tagsüber waren wir auf Wanderungen unterwegs, abends saßen wir mit Blick auf die Berge im Whirlpool auf unserer Terrasse und ließen die Erlebnisse des Tages Revue passieren.

Viel mehr braucht es manchmal nicht.

Die Aareschlucht – der perfekte Einstieg

Eine unserer ersten Wanderungen führte uns zur Aareschlucht.

Die Schlucht selbst lässt sich relativ entspannt erkunden und eignet sich perfekt für einen halben Tagesausflug. Für den Zugang wird Eintritt erhoben, was sich meiner Meinung nach aber definitiv lohnt.

Die gewaltigen Felswände, das tosende Wasser und die spektakulär angelegten Wege machen die Aareschlucht zu einem beeindruckenden Naturerlebnis.

Wir haben den Besuch anschließend noch mit einem kleinen Aufstieg auf der gegenüberliegenden Seite kombiniert und konnten dort weitere schöne Ausblicke genießen.

Wer in der Region unterwegs ist, sollte die Aareschlucht auf jeden Fall mitnehmen.

Der Oeschinensee – mein persönliches Highlight

Wenn ich mich für nur eine Wanderung dieser Reise entscheiden müsste, wäre meine Antwort ganz klar: der Oeschinensee.

Schon vor der Reise hatte ich unzählige Bilder dieses Bergsees gesehen. Dass die Realität die Fotos jedoch noch übertreffen würde, hätte ich nicht gedacht.

Wir entschieden uns bewusst gegen die Gondel und starteten bereits früh am Morgen vom Parkplatz im Tal.

Der Start war allerdings alles andere als vielversprechend. Es war grau, kalt und neblig. Die Wolken hingen tief zwischen den Bergen und ich dachte bereits, dass meine Kamera an diesem Tag wohl kaum zum Einsatz kommen würde.

Doch je höher wir kamen, desto mehr veränderte sich die Landschaft.

Nach etwa zwei Stunden erreichten wir die Höhe der Wolkendecke. Plötzlich brach die Sonne durch und unter uns lag das gesamte Tal unter einer geschlossenen Nebeldecke.

Ich machte eines meiner absoluten Lieblingsfotos dieser Reise.

Unter uns das Wolkenmeer. Dahinter die Berggipfel. Über uns strahlend blauer Himmel.

Allein für diesen Moment hätte sich die Wanderung bereits gelohnt.

Als wir schließlich den Oeschinensee erreichten, zeigte sich schnell, warum dieser Ort zu den bekanntesten Naturhighlights der Schweiz gehört.

Direkt am See und an der Bergstation war allerdings auch entsprechend viel los. Viele Besucher fahren mit der Gondel hinauf, weshalb sich die meisten Menschen rund um das Restaurant und das Ufer sammeln.

Für uns war deshalb schnell klar: Wir laufen weiter.

Je höher wir kamen, desto ruhiger wurde es. Und genau dort entstanden die Ausblicke, die mir bis heute in Erinnerung geblieben sind.

Der türkisfarbene See, eingerahmt von steilen Felswänden und den ersten Herbstfarben, wirkte fast unwirklich.

Als wir am Abend wieder am Auto ankamen, waren wir zwar vollkommen ausgepowert, aber jeder einzelne Höhenmeter hatte sich gelohnt.

Die Triftbrücke – die Wanderung, bei der meine Höhenangst gewann

Mein zweites großes Highlight dieser Reise war gleichzeitig auch die Wanderung, die mich an meine persönlichen Grenzen gebracht hat.

Die Wanderung zur Triftbrücke.

Vorweg: Wer diese Tour machen möchte, sollte gute Wanderschuhe, Trittsicherheit, Ausdauer und möglichst keine Höhenangst mitbringen.

Google beschrieb die Tour damals relativ entspannt. Die Realität sah etwas anders aus.

Bereits die Anfahrt beginnt mit einer Gondelfahrt. Von der Talstation fährt man ein gutes Stück hinauf in die Berge. Allein das Ticket für Hin- und Rückfahrt war sein Geld absolut wert, denn die eigentliche Wanderung beginnt erst danach.

An der Bergstation angekommen, fragten wir noch nach der benötigten Zeit. Die Dame vor Ort grinste nur und meinte, wir sollten lieber etwas mehr Zeit einplanen als bei Google angegeben.

Heute weiß ich auch warum.

Zunächst führt der Weg noch relativ angenehm durch die Berglandschaft. Doch je weiter man kommt, desto anspruchsvoller wird die Strecke.

Aus Wandern wird irgendwann Klettern.

Die Wege werden schmaler, die Steine größer und an einigen Stellen verschwindet der eigentliche Wanderweg gefühlt komplett.

Da wir im Oktober unterwegs waren, war es in höheren Lagen bereits deutlich kühler. Die Steine waren teilweise feucht und rutschig und man merkte, dass der Winter nicht mehr weit entfernt war.

Trotzdem war die Landschaft atemberaubend.

Immer wieder öffneten sich spektakuläre Ausblicke auf die umliegenden Berge, die Gletscherlandschaft und das Tal unter uns.

Mit meiner Höhenangst war das allerdings nicht immer ganz einfach.

Mehrmals musste ich tief durchatmen und mich selbst überzeugen, einfach Schritt für Schritt weiterzugehen.

Und tatsächlich schaffte ich es deutlich weiter, als ich vorher gedacht hätte.

Bis kurz vor die Triftbrücke.

Etwa zehn bis fünfzehn Minuten vor dem Ziel war für mich Schluss.

Der Weg verlief direkt an einem steilen Abhang entlang. Es gab keine Absicherung, keinen Handlauf und teilweise musste man von Fels zu Fels springen, um weiterzukommen.

Für viele Wanderer vermutlich kein Problem.

Für mich schon.

Dort habe ich entschieden umzudrehen.

Und ganz ehrlich? Das war vollkommen in Ordnung.

Natürlich hätte ich die Brücke gerne selbst gesehen. Die Bilder davon sind beeindruckend und wer sich diesen letzten Abschnitt zutraut, wird mit einem spektakulären Ausblick belohnt.

Aber manchmal bedeutet Abenteuer eben nicht, jeden Gipfel zu erreichen oder jedes Ziel zu erzwingen.

Manchmal bedeutet Abenteuer auch, die eigenen Grenzen zu erkennen und zu respektieren.

Und allein der Weg dorthin war für mich bereits ein Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde.

Lauterbrunnen – schön, aber nicht mein persönliches Highlight

Auf dem Rückweg von der Triftbrücke haben wir noch einen Zwischenstopp in Lauterbrunnen eingelegt. Der Ort taucht gefühlt in jedem zweiten Schweiz-Video auf Instagram auf und gilt mittlerweile fast schon als Pflichtstopp im Berner Oberland.

Natürlich wollten wir uns deshalb auch selbst ein Bild davon machen.

Wir sind zu einem der bekannten Wasserfälle gelaufen und die letzten Meter über einige Treppenstufen hinaufgestiegen. Der Wasserfall selbst war beeindruckend. Die Wassermassen, die sich dort in die Tiefe stürzen, haben schon etwas Faszinierendes und die Kulisse ist ohne Frage wunderschön.

Trotzdem muss ich ehrlich sagen: Für mich war Lauterbrunnen nicht das Highlight der Reise.

Vielleicht lag es daran, dass wir zuvor bereits so viele spektakuläre Naturerlebnisse hatten. Vielleicht aber auch daran, dass dort einfach unglaublich viele Menschen unterwegs waren. Während wir am Oeschinensee oder rund um Kiental oft das Gefühl hatten, die Natur nahezu für uns allein zu haben, war Lauterbrunnen deutlich voller.

Wenn man ohnehin in der Gegend unterwegs ist, würde ich auf jeden Fall kurz anhalten und den Wasserfall anschauen. Der Ort ist schön und definitiv sehenswert. Extra quer durch die Schweiz fahren würde ich persönlich dafür allerdings nicht. Dafür gibt es in der Region einfach zu viele andere Plätze, die mich noch mehr begeistert haben.

Entschleunigung mit Bergblick

Nach unseren Wanderungen wurden die Abende deutlich ruhiger.

Wir ließen den Tag bei gutem Essen ausklingen, genossen die Aussicht auf die Berge und verbrachten viele Stunden in unserem Whirlpool auf der Terrasse.

Während die Sonne langsam hinter den Gipfeln verschwand und die Temperaturen sanken, blickten wir auf die bunten Wälder des Kientals.

Diese Mischung aus Bewegung, Natur und Entspannung machte die Reise für mich so besonders.

Warum ich die Schweiz im Herbst jederzeit wieder wählen würde

Wenn mich heute jemand fragt, wann die schönste Reisezeit für die Schweiz ist, würde ich ohne zu zögern den Herbst nennen.

Die bunten Wälder, die klare Bergluft, die ruhigen Wanderwege und die besondere Stimmung zwischen Sommer und Winter haben diese Reise für mich zu etwas ganz Besonderem gemacht.

Es war keine Reise voller spektakulärer Attraktionen oder ständig neuer Sehenswürdigkeiten.

Es war eine Reise, die entschleunigt hat.

Eine Reise voller Natur, Bewegung, frischer Bergluft und kleiner Glücksmomente.

Und manchmal sind genau das die Reisen, die einem am längsten in Erinnerung bleiben.

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Zwischen Wüstensand und Zukunftsvision

Manche Reiseziele landen auf der Bucketlist, weil man schöne Bilder davon gesehen hat. Andere ziehen einen an, ohne dass man genau erklären kann, warum. Dubai gehörte für mich lange zur zweiten Kategorie. Schon Jahre bevor ich tatsächlich dort war, w
Christiane Seliger
17.07.2026
5 min Lesezeit

Manche Reiseziele landen auf der Bucketlist, weil man schöne Bilder davon gesehen hat. Andere ziehen einen an, ohne dass man genau erklären kann, warum.

Dubai gehörte für mich lange zur zweiten Kategorie.

Schon Jahre bevor ich tatsächlich dort war, wollte ich diese Stadt unbedingt einmal mit eigenen Augen sehen. Die Stadt der Superlative. Der Burj Khalifa. Die künstlichen Inseln. Die Wolkenkratzer, die scheinbar direkt aus der Wüste wachsen. Irgendetwas daran hat mich fasziniert.

2019 ergab sich dann plötzlich die Gelegenheit. Während meiner Zeit im Reisebüro landete ein besonders attraktives Reiseangebot für Dubai in meinem Postfach. Ich musste nicht lange überlegen. Das war einer dieser Momente, in denen man einfach weiß: Wenn ich das jetzt nicht buche, werde ich mich später ärgern.

Eigentlich sollte die Reise gemeinsam mit meiner Schwester stattfinden. Doch kurz vor Abflug stellte sich heraus, dass sie nicht mitreisen konnte. Für einen Moment sah es so aus, als würde mein lang gehegter Traum vielleicht doch noch platzen.

Damals war ich noch nicht die Person, die spontan alleine in ein Flugzeug steigt und auf eigene Faust die Welt erkundet. Alleinreisen war für mich noch keine Option. Also begann die Suche nach einer Alternative – und tatsächlich fand ich kurzfristig eine Freundin, die mitkam.

Rückblickend betrachtet war das eine dieser Entscheidungen, die das Leben manchmal ganz nebenbei trifft. Denn aus der damaligen Reisebegleitung wurde später eine meiner engsten Freundinnen.

Meine erste große Reise

Heute muss ich oft schmunzeln, wenn ich daran denke. Denn damals fühlte sich Dubai für mich fast wie eine Reise ans andere Ende der Welt an.

Vor meiner Zeit im Reisebüro bestanden meine Urlaube hauptsächlich aus Familienreisen und vielen Sommern an der Ostsee. Während meiner Jahre in der Touristik hatte ich zwar bereits einige Reiseziele kennengelernt, doch Städte dieser Größenordnung waren für mich völliges Neuland.

Dubai war meine erste echte Metropole. Meine erste Reise in eine Welt voller Wolkenkratzer, Luxus, Innovation und Möglichkeiten.

Rückblickend glaube ich sogar, dass diese Reise ein kleines Stück dazu beigetragen hat, die Reiselust in mir endgültig zu wecken. Damals hätte ich nie gedacht, dass ich Jahre später alleine nach Bali, Singapur oder Sri Lanka reisen würde. Aber irgendwo muss jede Reisegeschichte beginnen – und meine begann vielleicht genau hier.

Sechs Jahre später zurück in Dubai

Die Reise von 2019 sollte allerdings nicht meine letzte nach Dubai bleiben. Sechs Jahre später zog es mich erneut in die Wüstenmetropole – und ich war gespannt, wie sich die Stadt in der Zwischenzeit verändert hatte.

Was soll ich sagen? Ich war sprachlos.

Natürlich wusste ich, dass Dubai wächst und sich ständig weiterentwickelt. Aber die Geschwindigkeit, mit der dort neue Projekte entstehen, neue Viertel gebaut werden und sich die Skyline verändert, ist beeindruckend. An manchen Orten hatte ich das Gefühl, eine völlig neue Stadt zu entdecken.

Während ich bei meiner ersten Reise möglichst viele Sehenswürdigkeiten sehen wollte, habe ich meinen zweiten Aufenthalt deutlich entspannter gestaltet. Ich verbrachte viel Zeit am Strand, erkundete verschiedene Stadtteile, traf Freunde, die mittlerweile in Dubai leben, und genoss einfach den besonderen Mix aus Moderne, Internationalität und Wüstenflair.

Und vielleicht war genau das der größte Unterschied zwischen meinen beiden Reisen: Beim ersten Mal wollte ich alles sehen. Beim zweiten Mal wollte ich die Stadt einfach erleben.

Meine Highlights für eine erste Dubai-Reise

Trotzdem gibt es einige Erlebnisse, die ich jedem bei einer ersten Dubai-Reise empfehlen würde.

Ganz oben auf meiner Liste steht eine Wüstensafari. Sie gehört für mich zu den Ausflügen, die man einfach gemacht haben muss. Die Weite der Wüste, die Ruhe, die untergehende Sonne und der Kontrast zur modernen Skyline machen dieses Erlebnis unvergesslich.

Bei meinem zweiten Besuch habe ich zusätzlich eine Nachtsafari gemacht. Dabei konnten wir unter anderem Gazellen beobachten und die Wüste noch einmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen.

Natürlich gehört auch der Burj Khalifa dazu. Ja, er ist touristisch. Ja, man teilt sich den Aufzug mit vielen anderen Besuchern. Aber manchmal sind die bekanntesten Sehenswürdigkeiten eben genau deshalb so beliebt, weil sie wirklich beeindruckend sind. Der Blick über Dubai zeigt erst, welche Dimensionen diese Stadt tatsächlich hat.

Auch die Dubai Mall sollte man nicht nur als Einkaufszentrum betrachten. Selbst wenn Shopping nicht ganz oben auf der Prioritätenliste steht, lohnt sich ein Besuch. Das riesige Aquarium, die Wasserspiele vor dem Burj Khalifa und die schiere Größe des Komplexes machen ihn zu einer Sehenswürdigkeit für sich.

Besonders begeistert hat mich bei beiden Reisen der Miracle Garden. Mitten in einer Wüstenstadt plötzlich Millionen von Blumen in den unterschiedlichsten Formen und Farben zu sehen, wirkt fast surreal. Direkt daneben befindet sich der Butterfly Garden, der sich wunderbar mit einem Besuch kombinieren lässt.

Wer etwas mehr Zeit mitbringt, sollte außerdem einen Tagesausflug nach Abu Dhabi einplanen. Bei meinem ersten Besuch stand eine Stadtrundfahrt auf dem Programm. Damals reichte die Zeit leider nicht für die Ferrari World – ein Erlebnis, das weiterhin ganz oben auf meiner persönlichen Bucketlist steht. Vielleicht erfüllt sich dieser Traum eines Tages im Rahmen eines Formel-1-Wochenendes.

Überhaupt ist Dubai für Motorsportfans ein spannendes Reiseziel. Die Nähe zu Abu Dhabi, die Begeisterung für Sportwagen und die Formel-1-Kultur in der Region sorgen dafür, dass man als Fan schnell ins Schwärmen gerät.

Und wer die Wüste noch einmal auf eine ganz besondere Art erleben möchte, sollte sich eine Heißluftballonfahrt zum Sonnenaufgang anschauen. Diese steht bis heute auf meiner eigenen Liste für den nächsten Dubai-Besuch.

Warum mich Dubai bis heute fasziniert

Wenn mich heute jemand fragt, ob sich Dubai lohnt, lautet meine Antwort ganz klar: Ja.

Nicht, weil die Stadt perfekt ist. Nicht, weil sie besonders traditionell oder authentisch wäre. Sondern weil sie etwas verkörpert, das man nur selten so deutlich sieht: den Mut, groß zu denken.

Ich bin eigentlich ein Naturmensch. Ich liebe Berge, Küsten, Nationalparks und Orte, an denen man einfach mal durchatmen kann. Und trotzdem fasziniert mich Dubai.

Vielleicht gerade deshalb.

Denn Dubai zeigt, was möglich ist, wenn Visionen Realität werden. Die Stadt entwickelt sich in einem Tempo, das man kaum greifen kann. Wer einmal dort war und einige Jahre später zurückkehrt, wird verstehen, was ich meine.

Dubai wird wahrscheinlich nie mein klassisches Lieblingsreiseziel für Wanderurlaub oder Naturerlebnisse werden. Dafür gibt es andere Orte auf dieser Welt.

Aber Dubai inspiriert. Dubai beeindruckt. Und Dubai erinnert mich jedes Mal daran, wie groß diese Welt eigentlich ist.

Und genau deshalb hat mich diese Stadt inzwischen schon zweimal in ihren Bann gezogen.

Meine Ausflugstipps Dubai für dich:

Sri Lanka

Sri Lanka und Malediven - die perfekte Kombination aus Abendteuer und Erholung

Sri Lanka Rundreise mit Malediven: Meine perfekte Kombination aus Abenteuer, Natur und Erholung Wenn mich jemand nach einer Reise fragt, die Abenteuer, Natur, Kultur und Entspannung miteinander verbindet, fällt mir sofort eine Kombination ein: eine S
Christiane Seliger
17.07.2026
5 min Lesezeit

Sri Lanka Rundreise mit Malediven: Meine perfekte Kombination aus Abenteuer, Natur und Erholung

Wenn mich jemand nach einer Reise fragt, die Abenteuer, Natur, Kultur und Entspannung miteinander verbindet, fällt mir sofort eine Kombination ein: eine Sri Lanka Rundreise mit anschließendem Urlaub auf den Malediven.

Genau diese Reise habe ich 2025 selbst gemacht – und obwohl seitdem einige neue Erlebnisse dazugekommen sind, denke ich noch immer regelmäßig daran zurück. Nicht, weil danach nichts Spannendes passiert ist, sondern weil diese Reise so viele unterschiedliche Momente vereint hat: aufregende Tierbeobachtungen, beeindruckende Landschaften, herzliche Begegnungen und schließlich ein paar entspannte Tage im Paradies.

Sri Lanka ist ein Land voller Gegensätze. Auf einer einzigen Reise erlebt man historische Tempel, grüne Teeplantagen, wilde Nationalparks, traumhafte Strände und eine Kultur, die unglaublich lebendig ist.

Gleichzeitig ist Sri Lanka nicht perfekt organisiert – und genau das macht für mich einen Teil des Charmes aus. Der chaotische Verkehr, die bunten Straßen, die spontanen Begegnungen und die herzliche Gastfreundschaft der Menschen machen jede Fahrt und jeden Tag zu einem kleinen Abenteuer.

Unsere Route durch Sri Lanka führte uns von den kulturellen Highlights rund um Sigiriya über die berühmte Zugstrecke nach Ella und eine Elefanten-Safari im Udawalawe Nationalpark bis an die Südküste. Zum Abschluss ging es für einige entspannte Tage auf die Malediven – die perfekte Ergänzung nach zwei intensiven Wochen voller Eindrücke.

Unsere Sri Lanka Route: Von Sigiriya bis an die Südküste

Unsere Rundreise durch Sri Lanka begann in Sigiriya, einer Region, die für viele Reisende zu den absoluten Highlights des Landes gehört.

Hier verbrachten wir zwei Nächte – und schon der erste Stopp zeigte uns, warum Sri Lanka als eines der abwechslungsreichsten Reiseziele Asiens gilt.

Zwischen historischen Bauwerken, tropischer Natur und einer beeindruckenden Tierwelt gibt es in dieser Gegend unglaublich viel zu entdecken.

Sigiriya und Pidurangala Rock: Der perfekte Sonnenaufgang über Sri Lanka

Natürlich durfte bei unserer Reise eines der bekanntesten Wahrzeichen Sri Lankas nicht fehlen: der berühmte Lion Rock.

Noch beeindruckender fand ich persönlich allerdings den Aufstieg zum Pidurangala Rock. Von dort oben hat man einen spektakulären Blick auf den Lion Rock und die umliegende Landschaft – besonders zum Sonnenaufgang.

Für diesen Moment standen wir sehr früh auf.

Über unser Hotel organisierten wir uns ein Tuk-Tuk, das uns noch im Dunkeln zum Ausgangspunkt brachte. Als wir ankamen, war es tatsächlich noch komplett dunkel und die Umgebung wirkte fast ein wenig geheimnisvoll.

Vor der Reise hatte ich gelesen, dass es sich beim Pidurangala Rock um eine leichte Wanderung handelt. Also machte ich das, was ich in warmen Ländern häufiger mache: Ich startete in Flip-Flops und einem langen Kleid.

Das Kleid war tatsächlich gar keine schlechte Entscheidung, denn der Weg führt zunächst durch einen Tempelbereich, in dem Schultern und Knie bedeckt sein müssen.

Die Flip-Flops hingegen waren definitiv nicht die beste Idee.

Pidurangala Rock Wanderung: Warum feste Schuhe die bessere Wahl sind

Von einer entspannten kleinen Wanderung würde ich persönlich nicht sprechen.

Der Weg führt über zahlreiche unregelmäßige Stufen stetig bergauf. Kurz vor dem Aussichtspunkt wird es deutlich anspruchsvoller und aus der Wanderung wird eher eine kleine Kletterpartie.

Um den Gipfel zu erreichen, muss man über große Felsen steigen und sich teilweise den besten Weg suchen.

Mit Flip-Flops war das eine Erfahrung, die ich so schnell nicht vergessen werde – allerdings nicht unbedingt eine, die ich wiederholen möchte.

Mein Tipp für alle, die den Pidurangala Rock besuchen möchten: Zieht feste Schuhe an. Sie machen den Aufstieg deutlich angenehmer und sicherer.

Oben angekommen waren die Strapazen jedoch sofort vergessen.

Als die Sonne langsam über der Landschaft Sri Lankas aufging und der Lion Rock aus dem Morgennebel auftauchte, wussten wir sofort, warum dieser Ort zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Sri Lankas gehört.

Dieser Moment war einer der Höhepunkte unserer gesamten Reise.

Lion Rock oder Pidurangala Rock: Welche Wanderung lohnt sich mehr?

Der Lion Rock ist ohne Frage eines der bekanntesten Wahrzeichen Sri Lankas und für viele Erstbesucher ein absolutes Muss.

Der historische Felsen mit seiner beeindruckenden Lage und Geschichte ist einzigartig. Allerdings ist der Eintritt deutlich teurer und lag bei unserem Besuch bei rund 30 US-Dollar pro Person.

Der Pidurangala Rock kostet dagegen nur einen Bruchteil davon und bietet meiner Meinung nach den spektakuläreren Blick, weil man von dort aus den Lion Rock selbst sehen kann.

Wenn ich heute noch einmal nach Sri Lanka reisen würde, würde ich wahrscheinlich wieder den Pidurangala Rock wählen.

Für eine erste Sri Lanka Reise würde ich trotzdem empfehlen, beide Orte einzuplanen. Sie bieten zwei völlig unterschiedliche Perspektiven auf diese beeindruckende Region.

Affen, Tempel und kleine Momente: Das macht Sri Lanka besonders

Was mir neben den großen Sehenswürdigkeiten besonders gefallen hat, waren die kleinen Begegnungen unterwegs.

Während unserer Wanderungen begegneten wir immer wieder Affen, die durch die Bäume sprangen oder entspannt am Wegesrand saßen.

Sie kamen erstaunlich nah, wirkten dabei aber völlig ruhig.

Genau diese unerwarteten Momente sind es, die Reisen für mich besonders machen. Nicht nur die Sehenswürdigkeiten selbst bleiben im Gedächtnis, sondern auch die Situationen dazwischen.

Dambulla und Kandy: Kultur und die berühmteste Zugfahrt Sri Lankas

Nach unseren Tagen rund um Sigiriya ging unsere Sri Lanka Rundreise weiter Richtung Kandy.

Auf dem Weg dorthin legten wir einen Stopp am Dambulla Cave Temple ein – einem der bedeutendsten kulturellen Highlights Sri Lankas.

Der buddhistische Höhlentempel besteht aus mehreren miteinander verbundenen Höhlen, die mit beeindruckenden Buddha-Statuen, farbenfrohen Wandmalereien und jahrhundertealter Geschichte gefüllt sind.

Schon beim Betreten der Anlage spürt man, dass dieser Ort nicht nur eine Sehenswürdigkeit für Besucher ist, sondern bis heute eine wichtige religiöse Bedeutung für die Menschen vor Ort hat.

Gerade diese Mischung aus Kultur, Spiritualität und Geschichte macht viele Orte in Sri Lanka so besonders.

Kandy: Das kulturelle Herz Sri Lankas

Unsere nächste Station war Kandy, die ehemalige Königsstadt im Zentrum des Landes.

Die Stadt gilt als kulturelles Zentrum Sri Lankas und ist vor allem für den berühmten Zahntempel bekannt. Auch wenn wir nur eine Nacht dort verbrachten, war Kandy für uns der perfekte Ausgangspunkt für eines der absoluten Highlights jeder Sri-Lanka-Reise:

Die Zugfahrt von Kandy nach Ella.

Diese Strecke zählt nicht ohne Grund zu den schönsten Zugfahrten der Welt.

Zugfahrt von Kandy nach Ella: Durch Teeplantagen und Berglandschaften

Schon vor unserer Reise hatten wir gehört, dass die Zugfahrt von Kandy nach Ella ein Erlebnis für sich sein soll.

Und tatsächlich: Sie hielt alles, was wir uns davon versprochen hatten.

Die Bahn schlängelt sich langsam durch die grünen Berge des Hochlands, vorbei an endlosen Teeplantagen, Wasserfällen, kleinen Dörfern und beeindruckenden Aussichtspunkten.

Besonders schön war, dass man während der gesamten Fahrt nicht nur aus dem Fenster schaut, sondern wirklich Teil der Landschaft wird.

Die offenen Türen, der Fahrtwind und die wechselnden Ausblicke machen diese Zugfahrt zu einem Erlebnis, das man nicht einfach nur fotografiert – man erlebt es.

Mein Tipp für alle, die diese Zugstrecke ebenfalls planen:

Reserviert die Tickets unbedingt frühzeitig. Gerade die beliebten Plätze in den schöneren Klassen sind schnell vergeben.

Wir hatten unsere Tickets vorab organisiert und waren froh darüber, denn die Strecke zwischen Kandy und Ella gehört zu den beliebtesten Aktivitäten in Sri Lanka.

Ella: Wandern, Natur und entspannte Atmosphäre

Nach der Zugfahrt erreichten wir Ella – einen kleinen Ort mitten in den Bergen, der sich deutlich entspannter anfühlt als viele andere Stationen unserer Sri Lanka Rundreise.

Ella ist besonders bei Naturliebhabern, Wanderern und Backpackern beliebt.

Der Ort verbindet wunderschöne Landschaften mit gemütlichen Cafés, kleinen Restaurants und einer entspannten Atmosphäre.

Hier verbrachten wir zwei Nächte und nutzten die Zeit, um die Umgebung zu erkunden.

Little Adam’s Peak: Eine einfache Wanderung mit großer Aussicht

Eines unserer Highlights in Ella war die Wanderung zum Little Adam’s Peak.

Im Vergleich zum Pidurangala Rock ist der Aufstieg deutlich einfacher und auch für weniger erfahrene Wanderer gut machbar.

Der Weg führt durch grüne Landschaften und Teeplantagen und bietet bereits während der Wanderung tolle Ausblicke.

Obwohl die Wanderung unkompliziert ist, lohnt sich der Aufstieg besonders wegen der Aussicht vom Gipfel.

Für alle, die in Ella nicht viel Zeit haben, ist der Little Adam’s Peak deshalb eine Sehenswürdigkeit, die ich definitiv empfehlen würde.

Nine Arch Bridge: Das bekannte Fotomotiv in Ella

Natürlich durfte auch die berühmte Nine Arch Bridge nicht fehlen.

Die historische Eisenbahnbrücke gehört zu den bekanntesten Fotospots Sri Lankas und ist nur einen kurzen Spaziergang von Ella entfernt.

Wir haben dort einen klassischen Fotostopp eingelegt – und auch wenn der Ort inzwischen sehr bekannt ist, lohnt sich der Besuch.

Besonders schön ist der Moment, wenn ein Zug über die Brücke fährt und sich durch die grüne Landschaft bewegt.

Auch hier zeigt sich wieder, was Sri Lanka so besonders macht: Selbst bekannte Sehenswürdigkeiten wirken durch die natürliche Umgebung noch einmal ganz anders.

Udawalawe Nationalpark: Elefanten-Safari als eines der größten Highlights unserer Sri Lanka Reise

Nach den kulturellen Sehenswürdigkeiten, den Bergen und den beeindruckenden Landschaften im Landesinneren wartete eines der Erlebnisse auf uns, auf das ich mich besonders gefreut hatte: eine Safari in Sri Lanka.

Zwei Tage verbrachten wir in der Region rund um den Udawalawe Nationalpark – und dieser Aufenthalt gehört bis heute zu meinen schönsten Reiseerinnerungen.

Wer Elefanten liebt, sollte den Udawalawe Nationalpark bei einer Sri Lanka Rundreise unbedingt einplanen.

Schon während der ersten Minuten unserer Safari wurde klar, warum dieser Nationalpark so beliebt ist.

Immer wieder tauchten neue Elefantenherden auf. Manche Tiere liefen entspannt durch die Landschaft, andere standen direkt neben den Wegen oder bewegten sich langsam durch das hohe Gras.

Teilweise hatten wir tatsächlich das Gefühl, von einer Elefantenfamilie zur nächsten zu fahren.

Für viele Menschen sind Elefanten ein Symbol für Sri Lanka – und sie in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten, war für mich ein unglaublich besonderer Moment.

Anders als in Zoos oder Tierparks erlebt man hier Tiere, die einfach ihrem natürlichen Rhythmus folgen.

Genau diese Nähe zur Natur macht eine Safari in Sri Lanka für mich so einzigartig.

Udawalawe oder Yala Nationalpark: Welcher Nationalpark lohnt sich mehr?

Bei der Planung einer Sri Lanka Rundreise stellt sich vielen Reisenden die Frage: Udawalawe oder Yala Nationalpark?

Beide Nationalparks haben ihre eigenen Stärken.

Der Yala Nationalpark ist besonders bekannt für seine Leopardenpopulation. Die Chance, einen Leoparden zu sehen, ist dort höher als in vielen anderen Nationalparks Sri Lankas.

Allerdings gibt es auch im Yala Nationalpark keine Garantie für eine Sichtung.

Der Udawalawe Nationalpark ist dagegen vor allem für seine Elefanten bekannt und bietet sehr gute Möglichkeiten, die Tiere aus nächster Nähe zu beobachten.

Da Elefanten zu meinen absoluten Lieblingstieren gehören, war Udawalawe für mich persönlich die perfekte Wahl.

Eine Leoparden-Sichtung hatten wir dort zwar nicht – allerdings hätte dieser Moment unsere Safari kaum schöner machen können. Die Begegnungen mit den Elefanten waren für mich bereits etwas ganz Besonderes.

Sri Lankas Südküste: Entspannung nach vielen Erlebnissen

Nach den vielen Eindrücken im Landesinneren führte uns unsere Route weiter Richtung Süden.

Nach Tagen voller Kultur, Wanderungen und Safari freuten wir uns darauf, etwas langsamer zu machen und das Meer zu genießen.

Unsere letzten Tage in Sri Lanka verbrachten wir in Weligama und Mirissa – zwei Orte an der Südküste, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

Weligama und Mirissa: Surfen, Strände und Sonnenuntergänge

Weligama ist besonders bei Surfern beliebt und bietet ideale Bedingungen für Anfänger und alle, die ihre ersten Erfahrungen auf dem Brett sammeln möchten.

Mirissa hingegen wirkt etwas entspannter und ist bekannt für seine schönen Strände, gemütlichen Restaurants und spektakulären Sonnenuntergänge.

Wir verbrachten in dieser Zeit viel Zeit am Meer, gingen fast täglich surfen und genossen dieses besondere Lebensgefühl, das die Südküste Sri Lankas ausstrahlt.

Nach den vielen Erlebnissen der vergangenen Tage war es schön, einfach mal weniger zu planen und den Moment zu genießen.

Die schönsten Ausflüge rund um Weligama und Mirissa

Auch an der Südküste gibt es einige Orte, die man während einer Sri Lanka Reise nicht verpassen sollte.

Besonders gefallen haben mir:

Turtle Beach

Am Turtle Beach kann man mit etwas Glück Meeresschildkröten beobachten, die relativ nah an die Küste kommen.

Diese Begegnungen wirken zunächst fast unwirklich: Man steht im Wasser und plötzlich taucht neben einem eine Schildkröte auf.

Auch wenn man natürlich respektvoll Abstand halten sollte, sind solche Momente etwas, das man nicht so schnell vergisst.

Coconut Hill in Mirissa

Ein weiterer schöner Ort ist Coconut Hill in Mirissa.

Die kleine Landzunge mit den vielen Palmen bietet einen wunderschönen Blick über den Indischen Ozean und ist besonders zum Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang ein beliebter Fotospot.

Für mich waren es genau diese ruhigen Momente am Meer, die einen perfekten Ausgleich zu den vielen Abenteuern der ersten Hälfte unserer Reise geschaffen haben.

Nach fast zwei Wochen voller Eindrücke, Begegnungen und neuer Erfahrungen hieß es jedoch langsam Abschied nehmen von Sri Lanka.

Doch unsere Reise war noch nicht vorbei.

Denn als nächstes wartete ein kompletter Kontrast auf uns:

Die Malediven.

Meine Ausflugstipps für dich:

Italien

Rom - die ewige Stadt

Rom und ich – das ist tatsächlich eine ganz besondere Geschichte. Schon bei meinem ersten Besuch im Jahr 2023 hatte ich sofort dieses Gefühl: Diese Stadt lässt mich nicht mehr los. Damals hatte ich nur drei Tage Zeit und habe natürlich die klassische
Christiane Seliger
17.07.2026
5 min Lesezeit

Rom und ich – das ist tatsächlich eine ganz besondere Geschichte.

Schon bei meinem ersten Besuch im Jahr 2023 hatte ich sofort dieses Gefühl: Diese Stadt lässt mich nicht mehr los.

Damals hatte ich nur drei Tage Zeit und habe natürlich die klassischen Rom Sehenswürdigkeiten besucht: den Petersdom, das Kolosseum, das Forum Romanum, die Spanische Treppe, den Trevi-Brunnen und das wunderschöne Viertel Trastevere.

Aber Rom besteht nicht nur aus berühmten Bauwerken.

Was mir damals besonders gefallen hat, waren die kleinen Momente dazwischen: durch enge Gassen schlendern, spontan in ein Restaurant gehen, einen Aperol auf einer Piazza trinken und einfach dieses besondere italienische Lebensgefühl aufsaugen.

Schon nach meiner ersten Reise war klar:

Ich komme wieder.

Und tatsächlich dauerte es nicht lange.

2026 war es erneut so weit – diesmal als Teil unserer Sardinien- und Amalfiküste-Reise. Nach unserem Roadtrip über Sardinien flogen wir am Abend von Cagliari nach Rom.

Natürlich wäre es keine Rom-Reise von mir, wenn nicht direkt am Anfang irgendetwas schiefgehen würde.

Denn genau das gehört irgendwie auch zu Italien dazu: ein bisschen Chaos, viel Improvisation und am Ende funktioniert es meistens trotzdem.

Rom Flughafen Transfer: Warum Ciampino etwas komplizierter ist als Fiumicino

Wir flogen mit Ryanair von Cagliari nach Rom Ciampino.

Wer über den Flughafen Fiumicino anreist, hat es relativ einfach: Mit dem Leonardo Express kommt man direkt zum Hauptbahnhof Roma Termini und ist schnell mitten in der Stadt.

Ciampino funktioniert allerdings etwas anders.

Unser Plan war eigentlich unkompliziert: Vom Flughafen mit dem Bus in die Innenstadt fahren und anschließend zu unserer Unterkunft weitergehen.

Die Realität sah etwas anders aus.

Nach unserer Landung standen wir nachts an der Bushaltestelle und suchten unseren Bus. Das Problem: Die Haltestellen waren nicht ganz so eindeutig ausgeschildert, wie wir erwartet hatten.

Und dann begann das typische römische Verkehrschaos.

Wir wurden von einer Bushaltestelle zur nächsten geschickt. Ein Fahrer meinte, wir müssten dort warten, ein anderer schickte uns wieder zurück. Jeder hatte eine andere Information.

Nach ungefähr 30 Minuten waren wir genauso schlau wie vorher.

Natürlich schaute ich irgendwann bei Uber nach.

Der Preis: knapp 80 Euro.

Im Notfall wäre das natürlich möglich gewesen, aber wir wollten noch nicht aufgeben.

Dann kam unser persönlicher Rom-Moment:

Ein Busfahrer, ein Reisender mit Englischkenntnissen und ich mitten dazwischen.

Also habe ich kurzerhand zwischen Italienisch und Englisch übersetzt.

Und plötzlich war alles ganz einfach.

Der Busfahrer lachte, winkte uns heran und sagte sinngemäß:

“Kommt, steigt ein, ich nehme euch mit.”

Und genau solche Situationen liebe ich an Italien.

Nicht alles läuft perfekt – aber irgendwie findet sich immer eine Lösung.

Irgendwann mitten in der Nacht kamen wir endlich in Rom an und konnten in unsere Unterkunft einchecken.

Wir waren müde und ziemlich fertig, aber rückblickend gehört genau dieses kleine Chaos mittlerweile fast zu meinen Italien-Erinnerungen dazu.

Rom Sehenswürdigkeiten entdecken: Warum man die Stadt nicht stressen sollte

Nach der kurzen Nacht wollten wir natürlich direkt los und Rom erkunden.

Auch wenn ich bereits einmal dort gewesen war, gibt es in dieser Stadt immer wieder neue Ecken zu entdecken.

Mein größter Tipp für Rom:

Versucht nicht, alles abzuhaken.

Rom ist keine Stadt, die man einfach besucht und danach eine Liste abhakt. Rom lebt von den kleinen Straßen, den Cafés, den Plätzen und den Momenten dazwischen.

Unser erster Programmpunkt waren die Katakomben von Rom.

Katakomben von Rom: Spannende Geschichte, aber nicht mein persönlicher Favorit

Ich kannte bereits die berühmten Katakomben von Paris und war deshalb sehr gespannt, wie die römischen Katakomben im Vergleich wirken würden.

Die Katakomben von Rom sind definitiv interessant und besonders für Geschichtsinteressierte einen Besuch wert.

Die unterirdischen Anlagen entstanden vor allem in den ersten Jahrhunderten nach Christus und geben einen spannenden Einblick in die frühe christliche Geschichte Roms.

Eine Besichtigung ist nur mit Führung möglich. Alleine darf man die Katakomben nicht betreten.

Was man allerdings wissen sollte:

Wer spektakuläre Knochenkammern wie in Paris erwartet, könnte enttäuscht sein.

Es gibt zwar Räume mit Skeletten und menschlichen Überresten, aber der große visuelle Wow-Effekt blieb bei mir persönlich aus.

Trotzdem fand ich den Besuch spannend, weil man eine ganz andere Seite Roms kennenlernt – abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten wie Kolosseum und Trevi-Brunnen.

Hop-on-Hop-off-Bus Rom: Lohnt sich die Stadtrundfahrt wirklich?

Nach den Katakomben ging es weiter Richtung Innenstadt.

Wir entschieden uns spontan für eine Hop-on-Hop-off-Tour in Rom, weil ich dieses Konzept einfach einmal ausprobieren wollte.

Mein Fazit:

Es war nicht schlecht – aber bei einem zweiten Besuch würde ich es wahrscheinlich anders machen.

Der Grund:

Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Rom liegen relativ nah beieinander und lassen sich wunderbar zu Fuß erkunden.

Vom Trevi-Brunnen zur Spanischen Treppe, weiter zur Piazza Navona oder durch Trastevere – genau diese Wege machen Rom eigentlich aus.

Bei der Hop-on-Hop-off-Tour bist du außerdem nicht direkt an den Sehenswürdigkeiten. Du steigst aus und musst trotzdem noch ein Stück laufen.

Wir stiegen beispielsweise am Trevi-Brunnen aus und entschieden spontan, nicht wieder zur Haltestelle zurückzugehen.

Und genau diese Entscheidung war wahrscheinlich eine der besten.

Wir liefen einfach los.

Durch kleine Gassen, vorbei an Geschäften und Cafés, machten eine Pause mit Latte Macchiato, schauten in Schaufenster und genossen den Nachmittag ohne festen Plan.

Und genau so würde ich Rom heute jedem empfehlen.

Weniger Stress.

Mehr treiben lassen.

Die schönsten Rom Sehenswürdigkeiten: Kolosseum, Plätze und das echte Dolce Vita erleben

Nach unserem Spaziergang durch die Innenstadt wurde mir wieder bewusst, warum ich Rom so besonders finde.

Natürlich gibt es die berühmten Sehenswürdigkeiten wie das Kolosseum, den Petersdom oder den Trevi-Brunnen. Aber das eigentliche Erlebnis entsteht oft nicht beim Abhaken dieser Orte, sondern auf dem Weg dorthin.

Eine kleine Gasse, ein verstecktes Café, ein spontaner Aperitivo oder ein Platz, an dem man einfach sitzen bleibt – genau diese Momente machen für mich den Zauber Roms aus.

Rom zu Fuß entdecken: Warum Spaziergänge oft schöner sind als Sightseeing-Marathons

Bei meinem ersten Besuch 2023 wollte ich natürlich möglichst viel sehen. Das ist beim ersten Mal auch völlig verständlich.

Man möchte das Kolosseum sehen, Fotos am Trevi-Brunnen machen, den Petersdom besuchen und möglichst viele bekannte Orte kennenlernen.

Beim zweiten Besuch habe ich Rom deutlich entspannter erlebt.

Ich habe gemerkt: Die Stadt funktioniert nicht nach dem Prinzip „je mehr Sehenswürdigkeiten, desto besser“.

Rom ist eine Stadt, in der man Zeit braucht.

Zeit für einen Kaffee am Morgen, eine Pause im Schatten, ein langes Abendessen und einen Spaziergang durch beleuchtete Straßen.

Mein persönlicher Tipp für eine Rom-Reise:

Plant nicht jeden Moment durch.

Lasst bewusst Platz für spontane Entdeckungen.

Private Rom Tour: Warum ich heute eher eine individuelle Tour wählen würde

Wenn das Budget vorhanden ist, würde ich bei einem weiteren Besuch tatsächlich eher eine private Tour durch Rom buchen.

Damit meine ich nicht, sich von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit hetzen zu lassen, sondern die Stadt entspannt aus einer anderen Perspektive kennenzulernen.

Eine Vespa-Tour mit Fahrer, eine Fahrt im Oldtimer oder eine private Stadtrundfahrt am Abend stelle ich mir unglaublich schön vor.

Gerade wenn die Sonne untergeht und die historischen Gebäude beleuchtet sind, bekommt Rom noch einmal eine ganz andere Atmosphäre.

Was ich dagegen nicht empfehlen würde:

Selbst mit dem Auto durch Rom fahren.

Der Verkehr ist wirklich speziell.

Roller kommen aus allen Richtungen, Straßen sind voll und Parkplätze sind schwer zu finden. Wenn man Rom genießen möchte, sollte man das Auto lieber stehen lassen.

Trevi-Brunnen, Spanische Treppe und Piazza Navona: Die klassischen Rom Sehenswürdigkeiten

Natürlich gehören die berühmten Orte trotzdem zu jeder ersten Rom-Reise dazu.

Trevi-Brunnen in Rom

Der Trevi-Brunnen ist wahrscheinlich einer der bekanntesten Orte der Stadt.

Auch wenn dort fast immer viele Menschen stehen, lohnt sich ein Besuch.

Mein Tipp:

Geht früh morgens oder spät abends hin.

Tagsüber ist der Platz oft extrem voll. Am Abend, wenn die Gebäude beleuchtet sind und die meisten Tagestouristen verschwunden sind, wirkt der Trevi-Brunnen deutlich magischer.

Spanische Treppe

Auch die Spanische Treppe gehört zu den klassischen Fotospots in Rom.

Die Treppe selbst ist nicht riesig, aber die Umgebung mit den eleganten Straßen, Geschäften und Cafés macht den Besuch besonders.

Piazza Navona

Die Piazza Navona gehört für mich zu den schönsten Plätzen Roms.

Hier merkt man besonders dieses typische italienische Lebensgefühl:

Menschen sitzen draußen, Straßenkünstler treten auf und rundherum befinden sich historische Gebäude.

Genau hier hatte ich bereits bei meiner ersten Rom-Reise eine unglaublich gute Pizza gegessen.

Deshalb wollte ich unbedingt zurück.

Und tatsächlich:

Die Pizza war wieder fantastisch.

Ich glaube, genau diese kleinen Orte mit persönlichen Erinnerungen machen Reisen so besonders.

Man kommt nicht nur wegen des Essens zurück, sondern wegen des Gefühls, das damit verbunden ist.

Rooftop-Bar Rom: Abend mit Blick auf das beleuchtete Kolosseum

Einer der schönsten Abende unserer Rom-Reise war unser Besuch in einer Bar mit Blick auf das Kolosseum.

Ich hatte den Tisch beziehungsweise den Platz vorher reserviert, was ich bei solchen Locations unbedingt empfehlen würde.

Gerade in Rom sind beliebte Aussichtspunkte und Rooftop-Bars schnell ausgebucht.

Die Bar selbst war nicht klassisch auf einem hohen Dach, aber die Aussicht war trotzdem beeindruckend.

Vor uns lag das beleuchtete Kolosseum, während wir Cocktails tranken und den Abend langsam ausklingen ließen.

Im Preis enthalten waren verschiedene Getränke, Wasser und kleine Snacks wie Chips und Oliven. Es gab einen Mindestverzehr pro Person, aber für diese besondere Atmosphäre war es das für uns wert.

Das Kolosseum bei Nacht zu sehen, während die Stadt langsam ruhiger wird, gehört definitiv zu den Momenten, die ich von Rom besonders in Erinnerung behalten werde.

Rom im Sommer: Meine Erfahrungen mit Hitze und Menschenmassen

Viele fragen sich: Wann ist die beste Reisezeit für Rom?

Meine Antwort:

Das hängt stark von den eigenen Vorlieben ab.

Ich persönlich war im August in Rom und fand diese Zeit wunderschön.

Ja, es war heiß.

Sehr heiß sogar.

Gerade mittags sollte man die Temperaturen nicht unterschätzen. Bei meinem Besuch haben wir erlebt, dass einige Menschen aufgrund der Hitze Kreislaufprobleme bekommen haben.

Für mich persönlich hatte der August aber auch Vorteile:

  • lange, warme Abende
  • wunderschöne Sonnenuntergänge
  • lebendige Atmosphäre
  • perfektes Wetter für Aperitivo draußen

Wenn du Hitze nicht gut verträgst, würde ich eher den Frühling oder Herbst empfehlen.

April, Mai, September und Oktober sind wahrscheinlich die angenehmsten Monate für eine Rom-Reise.

Die Temperaturen sind milder und viele Sehenswürdigkeiten lassen sich entspannter erkunden.

Rom Tipps für 3 bis 5 Tage: So würde ich die Stadt heute planen

Nach zwei Besuchen in Rom würde ich sagen:

Drei Tage reichen, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kennenzulernen.

Für ein wirklich entspanntes Rom-Erlebnis würde ich aber eher fünf Tage einplanen.

Meine Empfehlung:

Rom in 3 Tagen

Perfekt für Erstbesucher:

  • Kolosseum und Forum Romanum
  • Vatikan und Petersdom
  • Trevi-Brunnen
  • Spanische Treppe
  • Piazza Navona
  • Trastevere

Rom in 5 Tagen

Zusätzlich:

  • Katakomben von Rom
  • weniger bekannte Viertel entdecken
  • längere Cafépausen
  • Tagesausflug in die Umgebung möglich
  • mehr Zeit zum Genießen

Denn genau das ist Rom:

Nicht nur Sehenswürdigkeiten.

Sondern Atmosphäre.

Mein Fazit zu Rom: Warum ich die ewige Stadt immer wieder besuchen würde

Nach zwei Reisen nach Rom kann ich sagen: Diese Stadt lässt sich nicht einfach abhaken.

Natürlich gehören Sehenswürdigkeiten wie das Kolosseum, der Petersdom, der Trevi-Brunnen und das Forum Romanum zu jeder ersten Rom-Reise dazu. Aber für mich ist Rom vor allem das, was zwischen diesen bekannten Orten passiert.

Es sind die kleinen Gassen am Abend, ein Espresso an einer italienischen Bar, eine spontane Pizza auf einer Piazza und diese Mischung aus Chaos, Geschichte und Lebensfreude, die Rom so besonders macht.

Meine wichtigsten Rom Tipps kurz zusammengefasst

Wie viele Tage braucht man für Rom?
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten reichen drei Tage aus. Wer Rom aber wirklich entspannt erleben möchte, sollte meiner Meinung nach eher fünf Tage einplanen. So bleibt genug Zeit für Sightseeing, gutes Essen und spontane Entdeckungen.

Wann ist die beste Reisezeit für Rom?
Das hängt von den eigenen Vorlieben ab. Ich persönlich war im August in Rom und habe die warmen Abende und die besondere Sommeratmosphäre sehr genossen. Allerdings sollte man die Hitze nicht unterschätzen. Wer mildere Temperaturen bevorzugt, ist im Frühling oder Herbst mit April, Mai, September oder Oktober wahrscheinlich besser aufgehoben.

Sollte man Tickets für Rom Sehenswürdigkeiten vorab buchen?
Ja, unbedingt. Besonders für das Kolosseum, das Forum Romanum und den Vatikan lohnt es sich, Tickets vorab zu reservieren. So spart man Wartezeit und kann die Reise entspannter genießen.

Wie bewegt man sich am besten in Rom fort?
Viele Sehenswürdigkeiten lassen sich wunderbar zu Fuß erkunden. Für längere Strecken oder Fahrten mit Gepäck würde ich persönlich eher Uber oder einen Fahrdienst nutzen. Die öffentlichen Verkehrsmittel funktionieren zwar grundsätzlich, können durch den Verkehr aber manchmal unberechenbar sein.

Rom hat mir wieder einmal gezeigt, warum ich Italien so liebe.

https://gyg.me/UJYXm6F1 (Colloseum, Forum Romanum und Palatinhügel)

https://gyg.me/qny47Wzt ( Rom Vespa Tour mit Fahrer)

https://gyg.me/VSzGtmVV (Sixtinische Kapelle, Vatikan ticket ohne Anstehen)

https://gyg.me/krBHJ81a (Katakomben von Rom mit Transfer und Kapuzinergruft)

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