

Viva Las Vegas
Im Oktober 2022 sind wir nach Las Vegas geflogen. Von Frankfurt aus ging es über Dallas weiter nach Las Vegas.
Nach einer 21-stündigen Reise kam der erste Rückschlag: Check24 hatte unsere Mietwagenreservierung versaubeutelt. Nun standen wir ohne Auto da und hätten für viel Geld ein anderes mieten müssen. Das wollten wir nicht. Also fuhren wir mit dem Uber zu unserer Unterkunft. Wir hatten ein tolles Apartment im The Berkley, Las Vegas. Die Anlage hat einen Pool und ist etwas abseits des Strip, was ich mit Kindern angenehmer finde, da viele Hotels am Strip sehr auf Erwachsenen-Urlaub ausgelegt sind. Ich würde dort immer wieder unterkommen und kann die Anlage sehr empfehlen.
Was wir an unserem ersten Tag in Vegas taten, überrascht viele. Aber bei über 100.000 Paaren, die jedes Jahr dort heiraten, waren wir nicht gerade allein. Wir gingen zum Marriage License Bureau, um unsere Heiratslizenz abzuholen. Denn wir heirateten am 6. Oktober 2022 in Las Vegas.
Durch den 9-Stunden-Jetlag waren wir sehr früh wach und hatten, als das Büro öffnete, bereits den kompletten Strip abgelaufen und Bagels gefrühstückt. Ich liebe Bagels in Amerika. Solche bekommt man hier in Deutschland leider nirgends.
Nachdem wir unsere Lizenz abgeholt hatten, erkundeten wir weiter den Strip und die Fremont Street, die auch eine große Rolle an unserem Hochzeitstag spielen sollte.
Eindrücke
Man kommt in Vegas aus dem Staunen nicht heraus. Die vielen unterschiedlichen Menschen, leider auch sehr viele Obdachlose, die starke Polizeipräsenz, die Casinos, die rund um die Uhr geöffnet sind und in denen noch geraucht werden darf. Leute im Jogginganzug an den Spielautomaten – all das gehört irgendwie zum Stadtbild.
Wir gönnten uns einen Drink im Venetian. Meiner Meinung nach ist es neben dem Bellagio und dem Caesars Palace das schönste Hotel in Las Vegas. Dort wird das Motto „Träumen erlaubt“ wirklich gelebt. Alles wirkt unglaublich authentisch, inklusive der venezianischen Gondeln, die auf dem kleinen Fluss vor dem Hotel entlangschippern.
Happily Ever After
Am 6. Oktober 2022 fuhren wir also mit einem Chauffeur zu unserer Drive-thru-Hochzeit. Ursprünglich sollten wir mit unserem eigenen Mietwagen fahren, aber das hatte ja leider nicht geklappt.
Unser Chauffeur war unglaublich freundlich. So freundlich sogar, dass er auf dem Hinweg noch einmal umdrehte, weil ich das einzige Dokument vergessen hatte, das wir zum Heiraten in Vegas brauchten: unsere Lizenz.
Mit dieser Lizenz kannst du in jeder offiziellen Kapelle heiraten. Beim Beantragen gibst du lediglich deine Daten an, beim Abholen zeigst du deinen Pass vor und schwörst mit der Hand aufs Herz, dass alles stimmt. Lustig, oder? Aber genauso läuft es dort, und ich liebe alles daran. Keine unnötige Bürokratie. Einfach nur wir drei im sonnigen Vegas an einer süßen kleinen Kapelle.
Die nette Dame am Fenster sprach wunderschön und erklärte uns zu „husband and wife“. Englisch sollte man allerdings schon verstehen, sonst könnte das schwierig werden.
Auf Elvis oder Ähnliches haben wir verzichtet. Stattdessen brachte unser Sohn uns die Ringe.
Anschließend fuhren wir für unsere Hochzeitsfotos zur Fremont Street. Echtes Amerika-Westküsten-Feeling? Ja, das gibt es hier definitiv. Ich wollte unbedingt Hochzeitsbilder mit großen Leuchtschildern – und genau die habe ich bekommen.
Für 19 Uhr hatten wir einen Tisch im Mandalay Bay bei einem hervorragenden Mexikaner reserviert. Wegen des 9-Stunden-Jetlags waren wir aber so müde, dass wir unser Essen einpacken ließen. Um 20 Uhr lagen wir drei bereits fix und fertig im Bett.
Area 15 – absoluter Tipp mit Kindern
Einen Tag nach der Hochzeit – meine Haare saßen tatsächlich noch perfekt vom Vortag – sind wir zur Area 15 und zum sogenannten Omega Mart gefahren.
Die Area 15 ist eine riesige Erlebniswelt, in der es unglaublich viel zu entdecken gibt. Der Omega Mart sieht auf den ersten Blick wie ein ganz normaler Supermarkt aus, ist aber alles andere als das. Wenn man genauer hinschaut, eröffnet sich eine geheimnisvolle und verrückte Welt voller Überraschungen.
Wir hatten dort riesigen Spaß und können es besonders Familien mit Kindern absolut empfehlen.
Grand Canyon
Am nächsten Tag, meinem Geburtstag, machten wir früh morgens einen Tagesausflug zum Grand Canyon. Genauer gesagt zur Westseite.
Was für ein atemberaubendes Fleckchen Erde! Wirklich. Wir besuchten den Skywalk, auf dem man über einen Glasboden läuft und direkt unter sich den gewaltigen Canyon sieht.
Es war ein unvergessliches Erlebnis. Natürlich haben wir auch die völlig überteuerten Fotos gekauft, die dort von uns gemacht wurden. Aber da man sein eigenes Handy nicht mitnehmen darf, war das die einzige Möglichkeit, diesen Moment festzuhalten.
Am Abend feierten wir meinen Geburtstag noch einmal beim Mexikaner.
Bye bye Vegas
An unserem letzten Tag erkundeten wir noch weitere Casinos und machten das Outlet im Norden der Stadt unsicher. Wer gerne shoppen geht, kommt in Las Vegas definitiv auf seine Kosten. Die Stadt hat gleich mehrere tolle Outlets, in denen wirklich jeder etwas findet.
Mit einem Koffer mehr im Gepäck ging es einen Tag später wieder nach Hause.
Es war eine wundervolle und unvergessliche Reise und die beste Hochzeit, die wir uns hätten vorstellen können.
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Am 23. März 2024 stiegen wir am Flughafen Schiphol ins Flugzeug mit dem Ziel Rio de Janeiro.
Da wir lange Strecken gerne direkt fliegen und im Westen Deutschlands leben, ist Amsterdam für uns gut erreichbar. Mit KLM, einer meiner Lieblingsfluggesellschaften, fühlten wir uns wie immer sehr wohl. Die zwölf Stunden Flug über Tag ließen sich gut aushalten.
Um 19 Uhr Ortszeit landeten wir bereits und verließen den Flughafen voller Vorfreude und Aufregung. Für unsere ersten zwei Tage hatten wir uns einen spanischsprachigen Guide organisiert, der uns schon am Flughafen erwartete. Portugiesisch kann unser Sohn nicht, deshalb Spanisch.
Wir reisen gerne per privatem Transfer, da wir uns dabei mit dem Fahrer austauschen und erste Eindrücke sammeln können. Mit großem Respekt waren wir nach Rio gereist – der Ruf der Stadt eilt ihr schließlich voraus. Nun fuhren wir durch die völlig überfüllten Straßen und Autobahnen Richtung Copacabana.
Es war bereits dunkel, leicht regnerisch, aber angenehm warm. Als wir im Hotel ankamen – wir hatten uns für das PortoBay Rio de Janeiro an der Copacabana entschieden – bezogen wir unser Zimmer.
Mein erster Weg führte mich wie immer auf den Balkon. Und da war sie: die Copacabana.
Ich war in Rio de Janeiro. Endlich. Ein absolutes Traumziel für mich. Ein Tränchen kullerte mir über die Wange.
Zurück im Zimmer schaute ich mir alles genau an, testete das Bett. Für unseren Sohn war bereits ein eigenes Bett vorbereitet. Wir fühlten uns sofort wohl – dieses Hotel würden wir jederzeit wieder buchen. Den Abend ließen wir ruhig ausklingen und freuten uns auf den nächsten Tag.
Unser erster Tag in der Cidade Maravilhosa
Es regnete. Das machte uns zunächst etwas traurig, da viele Highlights auf dem Programm standen. Aber wie sagt man so schön: „Zerbrich dir nicht den Kopf über Dinge, die du nicht ändern kannst."
Unser Guide Luis holte uns pünktlich ab. Zuerst ging es über die fast 14 km lange Brücke nach Niterói. Die Aussicht war wegen des Regens weniger spektakulär, aber dennoch beeindruckend.
Während der Fahrt stellten wir unserem Guide unzählige Fragen. Anschließend ging es nach Santa Teresa zur berühmten Escadaria Selarón – ein wunderschönes Kunstwerk des chilenischen Künstlers Jorge Selarón, der sich einst in Rio verliebte und dort blieb.
Es regnete weiter und langsam waren wir völlig durchnässt. Zum Glück hatte ich für unseren Sohn Wechselkleidung dabei – auch wenn es weiterhin warm war.
Danach besuchten wir einen lokalen Markt und probierten uns durch die unglaubliche Vielfalt an Früchten und Leckereien. Wir aßen ein Pastel und tranken frischen Zuckerrohrsaft – für mich ein absolutes Muss in tropischen Ländern.
Und das Obst? Ein Traum. Wusstest du, dass es in Brasilien über 20 verschiedene Bananensorten gibt? Verrückt, oder?
Im Anschluss ging es in den Jardim Botânico do Rio de Janeiro. Dort holten wir uns prompt unseren ersten Mückenstich – kurz Panik: Dengue?! Aber nein, alles gut. Es war der schönste botanische Garten, den ich je besucht habe.
Zurück in Santa Teresa kehrten wir in eine Bar mit riesiger Auswahl an Cachaças ein. Für uns gab es Caipirinhas mit Maracuja – köstlich. Dazu traditionell frittiertes Hähnchen. Nach einem kurzen Abstecher nach Lapa ging es zurück ins Hotel, wo wir den Rooftop-Pool mit Blick auf die Copacabana genossen.
Der zweite Tag mit meinem persönlichen Highlight
Am nächsten Tag starteten wir früh Richtung Christ the Redeemer – mein absolutes Highlight. Schon die Fahrt mit der Bahn nach oben war spektakulär.
Oben angekommen, musste ich vor Freude weinen. Es war unbeschreiblich: der Blick über Rio, die berühmte Statue, die man fast überall in der Stadt sieht, die Luft – einfach traumhaft.
Danach fuhren wir in den Tijuca National Park. Es fühlte sich an wie eine Flucht aus der Stadt: frische, fast kühle Luft, Ruhe, Vogelgezwitscher. Vorbei an Wasserfällen genossen wir die Aussicht – wir waren sprachlos.
Anschließend ging es zum Maracanã Stadium. Als liebe Ehefrau durfte mein Mann natürlich auch auf seine Kosten kommen. Für mich kein Muss – aber es war schön, ihn so glücklich zu sehen.
Zum krönenden Abschluss fuhren wir auf den Sugarloaf Mountain zum Sonnenuntergang. Zusammen mit gefühlt zehntausend anderen Menschen – aber: WOW. Wenn man denkt, es geht nicht besser, sollte man genau das tun.
Völlig erschöpft ging es danach zurück ins Hotel. Unser Guide hatte uns bereits verabschiedet, also nahmen wir ein Taxi – ein offiziell gekennzeichnetes Taxi, was in Brasilien sehr wichtig ist. Es ist zwar nicht günstig, aber sicher und deutlich schneller als öffentliche Verkehrsmittel.
Letzter Tag in Rio - Ipanema
Den letzten Tag verbrachten wir zu dritt am Strand von Ipanema.
Rios Strände sind einzigartig: türkisfarbenes Wasser, weicher Sand – und alles andere als ruhig. Es ist unglaublich viel los, das kann man sich kaum vorstellen, wenn man nicht dort war. Wir liebten es.
Wer es ruhiger mag, findet außerhalb der Stadt entspanntere Strände.
Nach drei Tagen in Rio reisten wir für eine Woche nach Curitiba in den Süden zu Freunden und verbrachten anschließend noch zwei weitere Tage in Rio – diesmal bei bestem Wetter am Strand.
Am 4. April traten wir schließlich den elfstündigen Heimflug an. Mit einem Herzen voller toller Momente und überzeugt davon, das Brasilien und vor allem Rio immer eine Reise wert ist.

USA
Aloha Hawaii!
Aloha Hawaii – endlich geht es los!
Zum 50. Geburtstag meines Mannes wollten wir eine ganz besondere Reise machen. Also ging es in den Herbstferien nach Hawaii!
Wir hatten 2 Tage Layover in LA, um uns schon einmal etwas zu akklimatisieren, da eine Zeitverschiebung von 12 Stunden nicht ohne ist.
Als wir in LAX dann endlich in den Flieger Richtung Honolulu stiegen, waren wir so aufgeregt, was uns erwarten würde. Hawaii ist einer dieser Orte, die man nur aus dem Fernsehen kennt.
Nach 6 Stunden Flug von LA bis Honolulu und einem traumhaften Anflug auf Oahu waren wir da. An diesem wundervollen Ort.
Wir nahmen bei der Autovermietung unseren Jeep in Empfang und fuhren zu unserem Hotel. Auf Hawaii unbedingt ein Auto mieten!
Hawaiianische Reggae-Musik machte den Weg trotz Jetlag und langer Anreise zu einem wundervollen Start in unseren Traumurlaub.
Angekommen in Waikiki
Wir bezogen unser Hotelzimmer im Park Shore Waikiki Hotel direkt am Strand an den Waikiki Walls. Das Hotel war top und die Lage unschlagbar. Bevor uns die Müdigkeit packen konnte, sind wir direkt raus, um Waikiki zu erkunden und etwas zu essen.
Hawaii ist sehr teuer. Aber während unseres Aufenthaltes würden wir noch den einen oder anderen Tipp bekommen, wo man auf Hawaii am besten Essen geht, um kein Vermögen loszuwerden.
Wir hielten bis 20 Uhr durch, bis wir müde ins Bett fielen.
Geburtstag am Lanikai Beach & unser erstes Luau
Am nächsten Tag hatte mein Mann Geburtstag. Wir fuhren auf die andere Seite der Insel zum Lanikai Beach, wo wir gemütlich den Tag verbrachten. Dieser Strand steht berechtigterweise auf der Liste der schönsten Strände der Welt.
Wir badeten in dem türkisen Wasser, genossen den wundervollen Ausblick und beobachteten Fische und Schildkröten, die im Wasser leben.
Dann ging es zurück ins Hotel zum Fertigmachen, denn abends feierten wir seinen Geburtstag bei einem Luau, einem typisch polynesischen Abend, an dem wir so viel über die Kultur lernen durften. Genau bei diesem Luau wurde auch der Film „Lilo & Stitch“ gedreht.
Der Jetlag quälte uns. So eine große Zeitverschiebung hatten wir noch nie.
Aber es war eine wundervolle Erfahrung und ich empfehle jedem, der Hawaii besucht, einen solchen Abend mitzumachen. Ein Luau gehört für mich definitiv zu einem Hawaii-Urlaub dazu. Die Kultur ist einfach wundervoll.
Einmal rund um Oahu
Am nächsten Tag hatten wir eine Bustour rund um die Insel gebucht. Trotz Mietwagen dachten wir, dass wir so ein bisschen Insiderwissen über die Insel bekommen würden, und dem war auch so.
Wir hatten eine super sympathische hawaiianische Guide, von der wir an diesem Tag so viel gelernt haben. Zum Beispiel auch, dass man auf Hawaii am besten an Foodtrucks oder in Malls isst. Das ist genauso lecker und definitiv besser für den Geldbeutel.
Aber auch viel Vokabular der hawaiianischen Sprache und ganz viele Insights über Hawaii und speziell Oahu haben wir mitgenommen.
Wusstet ihr, dass die hawaiianische Sprache keine schlechten Worte umfasst? Nicht einmal Tschüss sagen die Hawaiianer. Sie sagen „a hui hou“, was so viel heißt wie „bis wir uns wiedersehen“.
Die Highlights der Insel
Die nächsten Tage besuchten wir alle Highlights der Insel: Waimanalo, die North Shore, Haleiwa, die Kualoa Ranch – ein Muss für Film- und Dino-Fans – und entspannten am Waikiki Beach.
Waimanalo hat eine unglaubliche Kulisse. Einen so wunderschönen Strand habe ich selten gesehen. Allerdings ist die Strömung sehr stark und die Wellen oft sehr kräftig. Hier sieht man wenig Menschen im Wasser, was ein Warnsignal auf Hawaii ist. Siehst du keine Menschen und keine Surfer im Wasser, bleib am besten am Strand.
Das Flair an der North Shore ist einzigartig! Es ist GENAU DAS, was man sich vorstellt, wenn man an diesen Surfer-Vibe denkt. Der kleine Ort Haleiwa, die kleinen Häuser, das ganze Grün, die Strände voll mit Surfern.
Das Highlight meines Sohnes war allerdings die Kualoa Ranch! Ein MUSS, wenn man auf Oahu ist. Es gibt so viel zu erleben und zu entdecken. Das Angebot ist unglaublich. Allerdings ist es auch sehr teuer. Muss man ehrlich sagen, aber „yolo, right?!“
Wir haben die Filmtour gemacht, wo du im offenen Wagen an ganz vielen berühmten Drehorten vorbeifährst und anhältst.
Mein Sohn hat als großer Jurassic-Park-Fan natürlich am meisten das Jurassic Valley gefeiert!! Das wir ALLE aus dem allerersten Jurassic-Park-Film kennen. Ein unvergessliches Erlebnis.
Aber ich hatte meinem Mann noch ein besonderes Geschenk gemacht: eine private Surfstunde für uns alle drei in Waikiki bei Stoke Drift. Einer echt tollen Surfschule.
Wir waren so aufgeregt, weil jeder weiß: „Es gibt Haie!!!! An Hawaiis Küste.“
Aber auch das haben wir gelernt: Die Haie haben überhaupt kein Interesse an uns.
Als ich rauspaddelte – das ist btw echt anstrengender als das Surfen an sich – tauchten immer wieder kleine Köpfe neben mir auf. Neugierige Schildkröten sagten „Hi“.
Und das war mein absolutes Highlight, denn ich bin ein Riesen-Schildkröten-Fan.
Während ich noch etwas Probleme beim Aufstehen auf dem Board hatte, zog mein Sohn schon an mir vorbei. Ein Naturtalent. Er surfte jede Welle, während mein Mann und ich uns anfangs schwer taten, dann aber auch den Dreh raushatten und einen Riesenspaß hatten! Eine Fotografin hat uns begleitet und tolle Bilder von uns geschossen.
Die Surfstunde ging viel zu schnell rum und war eines der schönsten Erlebnisse, die wir auf Reisen als Familie hatten.
Zuschauen bei den Profis
Einen Tag später saßen wir an der Banzai Pipeline und am Waimea Beach im Norden der Insel, sahen den richtig guten Surfern zu und haben festgestellt, dass wir noch ganz viel üben müssen.
Den letzten Tag verbrachten wir in Waikiki am Strand und bei uns am Pool im Hotel.
Wir wollten nicht weg.
Mahalo, Hawaii!
Als Souvenir habe ich mir noch ein Tattoo stechen lassen: Mahalo. Meine Dankbarkeit für diese wundervolle Insel.
Wir sind für den 50. Geburtstag meines Mannes hingeflogen – und sind mit unendlich vielen gemeinsamen Erlebnissen zurückgekommen, die wir nie vergessen werden.
Ich würde immer wieder nach Hawaii reisen und empfehle jedem, diese lange Reise auf sich zu nehmen. Es lohnt sich allemal.

Norwegen
Nordlichter im April?
Es sind Osterferien – und normalerweise sind wir zu dieser Zeit schon voll in Sonnen- und Meeresstimmung und fliegen irgendwohin, wo es richtig warm ist. Aber nicht dieses Mal.
Eigentlich wollte ich schon immer einmal im Dezember nach Lappland. Als ich allerdings gesehen habe, was uns das für drei Personen kosten würde, war dieser Plan ziemlich schnell vom Tisch. Also dachte ich mir: Warum fliegen wir nicht einfach in den Osterferien nach Tromsø?
Nordlichter-Garantie bei vier Tagen im April? Definitiv nein.
Also flogen wir mit nicht allzu großen Erwartungen an die Nordlichter, dafür aber mit umso größeren Erwartungen an Norwegen. Und eines kann ich vorwegnehmen: Norwegen sollte uns nicht enttäuschen.
Tag 1 – Willkommen in der Arktis
Sehr früh am Morgen fliegen wir mit Eurowings von Düsseldorf nach Tromsø.
Und dieser Anflug! Einer der schönsten, die ich jemals erlebt habe. Einfach WOW. Berge, Fjorde, Schnee, zugefrorene Seen – eine unglaubliche Landschaft breitet sich unter uns aus.
Wusstest du eigentlich, dass Tromsø geografisch bereits in der Arktis liegt?
Am kleinen und irgendwie sehr süßen Flughafen angekommen, brauchen wir etwa 30 Minuten bis in die Stadt. Unsere Unterkunft für die nächsten Tage ist das Skansen Hotel, direkt in Tromsø. Das Hotel ist sehr einfach gehalten und erinnert mich ein bisschen an eine Kurklinik – aber gut. Die Lage ist super und preis-leistungstechnisch war es für uns einfach unschlagbar.
Koffer abstellen und los!
Unser erster Weg führt uns zum Brunchen ins Risø – Mat & Kaffebar. Dort gibt es leckeres Sauerteigbrot mit Ei und natürlich die obligatorische Zimtschnecke.
Ich habe nämlich die Angewohnheit, direkt zu Beginn einer Reise möglichst viele traditionelle Gerichte ausprobieren zu wollen. Warum auch warten?!
Danach schlendern wir durch die Stadt und genießen die unglaubliche Aussicht auf den Fjord. Leider erfahren wir, dass der Aussichtspunkt auf der anderen Seite der Brücke wegen Bauarbeiten noch bis zum Ende des Sommers gesperrt ist. Den müssen wir also von unserer Liste streichen. Aber ganz ehrlich: Selbst vom Ufer aus ist die Aussicht spektakulär.
Es ist ziemlich frisch und vor allem windig. Also überlegen wir, was wir drinnen unternehmen könnten, und entdecken am Hafen das Troll Museum.
Ein kleines, liebevoll gestaltetes Museum rund um die norwegischen Legenden und Geschichten über Trolle. Gerade mit Kindern ist es wirklich eine schöne Sache. Unser Sohn fand es super und wir haben etwas mehr als eine Stunde dort verbracht.
Und selbst wenn man sich vorher überhaupt nicht mit Trollen beschäftigt hat: In Tromsø kommt man kaum an ihnen vorbei. Sie begegnen einem gefühlt überall in der Stadt.
Am Abend machen wir uns im Hotel kurz frisch und gehen anschließend ins Art Café Bistro, das uns empfohlen wurde. Ein kleines, familiengeführtes Restaurant mit übersichtlicher Karte.
Das Essen? Unglaublich gut!
Ich entscheide mich für eine norwegische Fischsuppe – und was soll ich sagen? Sie war fantastisch.
Nach dem sehr frühen Start in den Tag sind wir allerdings ziemlich müde. Also geht es zurück ins Hotel. Morgen wartet schließlich schon das nächste Abenteuer auf uns.
Tag 2 – Eismeerkathedrale & eine erfolglose Nordlichterjagd
Der zweite Tag begrüßt uns mit blauem Himmel – aber auch mit ordentlich Wind.
Wir beschließen trotzdem, zu Fuß über die Brücke zur berühmten Eismeerkathedrale zu laufen.
Sagen wir es so: Bei diesem Wind war das ein kleines Abenteuer und stellenweise sogar ein bisschen angsteinflößend. Uns war ziemlich schnell klar:
Zurück fahren wir mit dem Bus!
Die Eismeerkathedrale selbst ist wunderschön und definitiv einen Besuch wert. Anschließend nehmen wir tatsächlich den Bus zurück in die Stadt und gehen erst einmal ein paar Souvenirs shoppen.
Für den Abend steht etwas ganz Besonderes auf dem Programm: Wir gehen auf Nordlichterjagd!
Allerdings zieht sich der Himmel immer weiter zu und bei der dicken Wolkendecke haben wir schon vor Beginn der Tour kein besonders gutes Gefühl.
Wir essen noch etwas Leckeres am Hafen und machen uns anschließend auf den Weg zum Treffpunkt.
Und dann?
Lange Rede, kurzer Sinn: Wir fahren sieben Stunden lang mit einem Bus durch die Fjorde und sehen – NICHTS.
Keine Nordlichter. Nicht einmal ein kleines grünes Schimmern.
Dafür haben wir rund 270 € bezahlt.
Würde ich es noch einmal so machen? Nein.
Und zwei Tage später sollte ich auch erfahren, warum.
Tag 3 – Ein kompletter Tag im Tromsøbadet
Wir sind müde. Es ist kalt. Tromsø selbst ist nicht besonders groß und wir haben schon einiges gesehen.
Also stellen wir uns die Frage: Was machen wir heute?
Lass uns schwimmen gehen!
Und so verbringen wir tatsächlich unseren kompletten dritten Tag im Tromsøbadet.
Und das war eine richtig gute Entscheidung!
Der Eintritt für uns drei lag umgerechnet bei etwa 50 €. Dafür bekommt man Saunen, Rutschen, Dampfbäder, Sprungbretter und sogar einen Außenpool mit traumhaftem Blick auf die Fjorde.
Im warmen Wasser liegen und dabei auf die verschneite arktische Landschaft schauen – schon ziemlich besonders.
Von uns gibt es eine klare 10/10.
Vor allem mit Kind war es für uns der perfekte Familientag und eine schöne Abwechslung zu unserem bisherigen Programm.
Tag 4 – Fjorde, Sommarøy und die große Nordlichter-Überraschung
An unserem vierten Tag geht es wieder in einen Reisebus. Dieses Mal haben wir eine Tour durch die Fjorde bis nach Sommarøy gebucht.
Und die war eine richtig gute Idee!
Ja, die einzelnen Stopps waren teilweise recht kurz. Aber die Landschaft war einfach traumhaft. Genau für solche Ausblicke sind wir nach Norwegen gekommen.
Zum Abschluss gibt es ein Picknick mit Lachs am Strand von Sommarøy.
Und ich hatte einen Plan: Eisbaden im arktischen Meer!
Tja … das arktische Meer heißt nicht ohne Grund arktisches Meer.
Ich habe es immerhin bis zu den Knien geschafft. Dann war Schluss.
Für die ganz Harten unter euch: Hier kann man definitiv hervorragend Eisbaden. Für mich hat die Knie-Version gereicht.
Während dieser Tour erzählt mir jemand von einem See mitten im Wald von Tromsø, an dem man bei guten Bedingungen wunderbar Nordlichter beobachten kann: Prestvannet.
Und in diesem Moment steht für mich fest:
Da muss ich heute noch hin!
Schließlich fliegen wir am nächsten Tag schon wieder nach Hause.
Gesagt, getan.
Um 22:35 Uhr nehmen wir den Bus und sind gegen 23 Uhr am Prestvannet. Wir laufen zum See, stellen uns hin und warten.
Und haben wir sie gesehen?
JA!
Nach gerade einmal zehn Minuten geht es los.
Die Nordlichter sind nicht extrem stark. Im April wird es in Tromsø nur noch für etwa zwei Stunden richtig dunkel und selbst um 23 Uhr ist der Himmel noch nicht vollkommen schwarz.
Aber sie sind da.
Sie tanzen über uns.
Grün. Magisch. Wunderschön.
Um 23:45 Uhr nehmen wir schließlich den Bus zurück – meinen Männern ist kalt.


