Harrachov im Riesengebirge

Zwischen Wellness, Wandern und ungeplanten Abendteuern
Tschechien
Christiane Seliger
17.10.2026
•
5 min Lesezeit

Manchmal sind es gerade die Reisen, von denen man vorher nicht besonders viel erwartet, die am Ende besonders lange im Kopf bleiben.

Harrachov im Riesengebirge war für mich genau so eine Reise.

Im Oktober 2024 bin ich mit einer Freundin für knapp eine Woche nach Tschechien gefahren. Unser Plan war eigentlich ziemlich simpel: ein schönes, modernes Wellnesshotel, ein bisschen wandern, gut essen und vor allem runterkommen.

Keine Bucketlist, die wir abarbeiten mussten. Keine Sehenswürdigkeiten, die wir unbedingt sehen wollten. Einfach ein paar Tage raus aus dem Alltag.

Dass aus dieser entspannten Wellness-Auszeit am Ende unter anderem eine 30-Kilometer-Wanderung durch das Riesengebirge werden würde, konnten wir zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht ahnen.

Und genau das ist irgendwie typisch für uns.

Harrachov im Riesengebirge: Entspannte Auszeit nur vier Stunden von Deutschland entfernt

Harrachov liegt im Norden Tschechiens direkt am Rand des Riesengebirges und ist von Deutschland aus mit dem Auto überraschend schnell erreichbar.

Wir sind selbst mit dem Auto angereist und waren ungefähr vier Stunden unterwegs. Für einen Kurzurlaub oder eine spontane Auszeit ist die Region deshalb wirklich praktisch.

Unser Ziel war vor allem Erholung.

Wir hatten uns ein kleines, modernes Wellnesshotel ausgesucht, das im Vergleich zu vielen Unterkünften in den klassischen Alpenregionen erstaunlich günstig war. Unser Zimmer war modern eingerichtet, das Essen war gut und besonders schön war der Wellnessbereich.

Die Sauna hatte sogar einen direkten Blick auf die Skipiste.

Da wir im Oktober und damit außerhalb der Wintersaison dort waren, war im Hotel außerdem kaum etwas los. Teilweise hatten wir das Gefühl, den Wellnessbereich fast für uns alleine zu haben.

Genau das hatte ich mir unter einer Auszeit vorgestellt.

Und trotzdem waren wir fast jeden Tag unterwegs.

Ich merke mittlerweile, dass meine Reisen eigentlich fast immer aktiv sind. Strandurlaub, bei dem ich eine Woche lang nur auf einer Liege liege, ist einfach nicht so mein Ding.

Ich brauche Bewegung.

Und am liebsten verbinde ich sie mit Natur, gutem Essen und ein bisschen Wellness.

Harrachov hat dafür überraschend gut funktioniert.

Harrachov Sehenswürdigkeiten: Mit der Seilbahn ins Riesengebirge

Am ersten Tag wollten wir es trotzdem ruhig angehen lassen.

Eine der bekanntesten Attraktionen in Harrachov ist die Seilbahn, die direkt im Ort startet. Also entschieden wir uns, einfach einmal hochzufahren und anschließend zu Fuß wieder zurückzugehen.

Ein ziemlich guter Plan – zumindest theoretisch.

Oben angekommen, wurden wir direkt mit einer wunderschönen Herbstlandschaft belohnt. Im Oktober hatte sich das Laub bereits goldgelb verfärbt und überall im Wald entdeckten wir Pilze.

Wir sammelten einige davon und nahmen sie mit zurück ins Hotel, wo wir sie später in unserem Zimmer zum Trocknen auslegten.

Ein bisschen ungewöhnlich, aber irgendwie gehörte genau das zu unserer Reise.

Auf dem Weg nach unten entdeckten wir außerdem einen Regenbogen.

Und irgendwann verloren wir natürlich den Weg.

Wir liefen querfeldein und waren irgendwann nicht mehr ganz sicher, ob wir überhaupt noch auf einem offiziellen Wanderweg unterwegs waren.

Aber gut: Wir kamen wieder unten an.

Und genau deshalb würde ich diesen Tag auch nicht als Wanderung im klassischen Sinne bezeichnen. Es war eher unser erster kleiner Vorgeschmack darauf, dass wir in dieser Woche vielleicht nicht immer ganz nach Plan unterwegs sein würden.

Am Abend blieben wir im Hotel und aßen dort zu Abend.

Böhmische Küche, ein gemütliches Hotel und danach Sauna – für den ersten Urlaubstag konnte es schlechter laufen.

Ausflug von Harrachov Richtung Polen: Shopping und ein Wasserfall im Wald

Am nächsten Tag wollten wir etwas mehr von der Umgebung sehen.

Wir fuhren mit dem Auto Richtung Polen und verbanden den Ausflug kurzerhand mit einem Shoppingtrip.

Auf dem Rückweg machten wir spontan noch einen Stopp an einem Wasserfall, der mitten im Wald lag.

Vom Parkplatz aus führte ein Weg ungefähr eine halbe Stunde durch den Wald bis zur Wasserfallanlage. Für das Parken mussten wir eine kleine Gebühr bezahlen.

Schon am Weg dorthin merkte man, dass der Wasserfall eine beliebte Ausflugsattraktion in der Region ist. Vor Ort gab es sogar einen kleinen Imbiss, an dem man sich hinsetzen und etwas essen oder trinken konnte.

Nach dem Shopping war dieser spontane Zwischenstopp eigentlich genau das Richtige.

Wir schauten uns den Wasserfall an, liefen anschließend zurück zum Auto und fuhren wieder nach Harrachov.

Abends ging es diesmal nicht ins Hotelrestaurant, sondern in eine kleine Kneipe im Ort.

Und daraus wurde kurzerhand unsere Stammkneipe für den Rest des Aufenthalts.

Felsenstadt Adršpach: Ein Must-See im Riesengebirge

Am nächsten Tag stand für mich eines der schönsten Ausflugsziele unserer Reise auf dem Programm: die Felsenstadt Adršpach.

Wenn du im Riesengebirge unterwegs bist, würde ich diesen Ausflug definitiv einplanen.

Die Felsenstadt ist eine beeindruckende Landschaft aus riesigen Sandsteinformationen, schmalen Wegen und natürlichen Felsentoren. Durch die Felsen führt ein gut ausgebauter Rundweg, sodass man die Anlage entspannt erkunden kann.

Der Eintritt kostet zwar etwas, aber für die gepflegte Anlage und die besondere Landschaft lohnt sich das meiner Meinung nach absolut.

Besonders schön war bei uns der Zeitpunkt.

Wir waren Mitte Oktober dort und hatten Glück mit dem Wetter. Es war sonnig, das Laub hatte sich bereits goldgelb verfärbt und gleichzeitig waren nur wenige Besucher unterwegs.

Dadurch wirkte die gesamte Felsenstadt unglaublich ruhig.

Der See in der Felsenstadt: Herbstlandschaft wie in den Canadian Rockies

Auf dem Rundweg kommt man außerdem an einem See vorbei.

Und genau dort hatte ich einen dieser Momente, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet hatte.

Die Sonne schien, die Bäume rund um den See leuchteten in den unterschiedlichsten Herbstfarben und das Wasser war so ruhig und klar, dass sich die komplette Landschaft darin spiegelte.

Ich hatte tatsächlich kurz das Gefühl, irgendwo in den Canadian Rockies zu stehen.

Auf meinem Foto ist eine Ente auf dem Wasser zu sehen, während sich die goldenen Bäume dahinter spiegeln.

Das Bild gehört bis heute zu meinen liebsten Erinnerungen an diese Reise.

Die Felsenstadt Adršpach war für mich deshalb nicht einfach nur ein weiterer Punkt auf unserer Ausflugsliste, sondern wirklich einer der schönsten Orte, die wir während der Woche gesehen haben.

Mummelfall in Harrachov: Wandern und Wellness perfekt kombiniert

Am 16. Oktober wollten wir es wieder etwas ruhiger angehen lassen.

Der Mummelfall, beziehungsweise Mumlavský vodopád, liegt direkt bei Harrachov und lässt sich von vielen Unterkünften im Ort problemlos zu Fuß erreichen.

Von unserem Hotel aus war der Weg eher ein Spaziergang als eine richtige Wanderung.

Wir liefen durch den Herbstwald zum Wasserfall, genossen die Natur und machten uns anschließend wieder auf den Rückweg.

Genau solche kleinen Wanderungen fand ich an Harrachov so angenehm.

Man muss nicht jedes Mal einen ganzen Tag unterwegs sein. Viele Sehenswürdigkeiten und Wanderwege liegen direkt vor der Haustür.

Und danach wartet im besten Fall die Sauna.

Wellness in Harrachov: Sauna, Massage und eine kleine kreative Pause

Nach dem Spaziergang zum Mummelfall gönnten wir uns noch etwas Besonderes:

eine Massage.

Wir entschieden uns für eine Fußmassage und eine klassische Massage.

Und genau das war einer der Vorteile unseres Aufenthalts in Harrachov: Wellnessanwendungen waren im Vergleich zu Deutschland und vielen bekannten Wellnessregionen relativ günstig, sodass man sich so etwas auch spontan gönnen konnte.

Die Massage war unglaublich wohltuend.

Anschließend ging es natürlich wieder in die Sauna.

An den meisten Abenden gehörte die Sauna zu unserem festen Tagesprogramm. Nur nach unserer großen Wanderung am nächsten Tag waren wir dafür definitiv zu müde.

An einem weiteren Nachmittag wurden wir außerdem kreativ und gestalteten unsere eigenen Gläser.

Wir haben unsere eigenen Aperol- und Lele-Gläser bemalt.

Es war eigentlich nur eine kleine Beschäftigung für zwischendurch, aber genau solche Dinge machen für mich eine gelungene Auszeit aus: Man muss nicht ständig etwas unternehmen.

Man kann auch einfach mal einen Nachmittag im Hotel verbringen.

Wandern im Riesengebirge: Unsere völlig ungeplante 30-Kilometer-Tour

Und dann kam der 17. Oktober.

Der Tag, an dem aus unserer entspannten Wellnessreise plötzlich eine ziemlich ambitionierte Wanderung wurde.

Wir wollten unbedingt den Pančavský vodopád sehen – den höchsten Wasserfall Tschechiens.

Der Wasserfall liegt im Riesengebirge im Gebiet des Nationalparks und ist von Harrachov aus nicht gerade um die Ecke.

Unser Navi zeigte ungefähr zwei Stunden Fahrzeit mit dem Auto an.

Wir schauten auf die Entfernung und dachten:

„Das sind doch nur ungefähr 15 Kilometer.“

Also beschlossen wir kurzerhand:

Wir laufen.

Rückblickend war das vermutlich nicht unsere cleverste Entscheidung.

Wir hatten zwar Wanderschuhe an, aber ansonsten waren wir alles andere als professionell für eine solche Tour vorbereitet.

Wir hatten eine kleine Flasche Wasser dabei.

Ein Hanuta.

Und natürlich meine Kamera.

Die Kamera war mir wichtig.

Wasser offenbar weniger.

Außerdem hatten wir die Karte nicht offline gespeichert.

Kein Empfang.

Keine vernünftige Vorbereitung.

Aber dafür jede Menge Motivation.

Pančavský vodopád: Wenn Google Maps plötzlich keine gute Idee mehr ist

Wir starteten morgens voller Elan.

Der Weg führte zunächst wieder am Mummelfall vorbei und anschließend immer weiter bergauf.

Es war kein besonders steiler Anstieg, aber es ging wirklich dauerhaft nach oben.

Irgendwann waren wir schon ziemlich genervt.

Und dann kamen wir immer weiter ins Nirgendwo.

Die Menschen wurden weniger.

Der Empfang verschwand.

Und irgendwann begegneten uns überhaupt keine anderen Wanderer mehr.

Wenn ich mich richtig erinnere, haben wir auf der gesamten Strecke vielleicht acht Menschen gesehen.

Und die meisten davon waren tatsächlich erst in der Nähe des Wasserfalls.

Irgendwann kamen wir an eine Weggabelung.

Auf der Karte sah es für uns allerdings nicht nach zwei Wegen aus.

Ein Weg führte leicht bergab.

Der andere geradeaus.

Da wir keinen Empfang hatten und die Karte nicht offline gespeichert war, konnten wir nicht überprüfen, welcher Weg der richtige war.

Also liefen wir geradeaus.

Natürlich.

Und natürlich war das falsch.

Durch den Sumpf statt über die Brücke

Google Maps hatte inzwischen einen ganz eigenen Plan für uns.

Laut Navi sollten wir einfach noch ungefähr 20 Meter geradeaus laufen und dann wieder auf den richtigen Weg kommen.

Das Problem:

Vor uns lag ein Sumpf.

Und dahinter ein ziemlich steiler Hang.

Der Hang war voller Brombeeren, umgestürzter Bäume, Baumstümpfe und Äste.

Also im Grunde einfach Wald.

Nur nicht der Wald, durch den man gemütlich spazieren möchte.

Unsere Wanderschuhe waren zwar vorhanden, aber definitiv nicht dafür gemacht, durch einen Sumpf zu stapfen.

An dieser Stelle mussten wir beide erst einmal ziemlich durchatmen.

Denn inzwischen war uns klar:

Der eigentliche Weg war gar nicht so weit entfernt.

Wir hätten an der Gabelung einfach den Weg links bergab nehmen müssen. Dort hätte eine Brücke über das Wasser geführt und wir wären anschließend problemlos auf dem richtigen Wanderweg gelandet.

Stattdessen standen wir nun im Sumpf.

Wir waren genervt, hatten keinen Empfang und waren irgendwo mitten im Wald.

Kurz gesagt:

Wir hatten beide einen kleinen Nervenzusammenbruch.

Und ganz ehrlich: In diesem Moment war das auch absolut verständlich.

Denn wenn dort tatsächlich etwas passiert wäre, hätten wir ein echtes Problem gehabt.

Kein Netz.

Kaum Menschen.

Und Harrachov war ziemlich weit entfernt.

Unüberlegt war die Tour definitiv.

Aber abbrechen wollten wir trotzdem nicht.

Also kämpften wir uns durch Sumpf und Wald, kletterten den Hang hinauf und schafften es irgendwann tatsächlich zurück auf den richtigen Weg.

Und dann ging es weiter.

Der höchste Wasserfall Tschechiens: Pančavský vodopád

Nach diesem kleinen Abenteuer erreichten wir schließlich den Nationalpark und kamen irgendwann am Pančavský vodopád an.

Und plötzlich war der ganze Ärger vergessen.

Der Pančavský vodopád ist mit rund 148 Metern Fallhöhe der höchste Wasserfall Tschechiens.

Wir konnten ihn allerdings nur von oben beziehungsweise seitlich betrachten.

Eine Drohne hatten wir natürlich nicht dabei – obwohl ich rückblickend wirklich gerne eine Aufnahme von oben gehabt hätte.

Trotzdem war der Anblick beeindruckend.

Nach ungefähr 15 Kilometern Hinweg machten wir dort eine kurze Pause, aßen unser Hanuta und tranken etwas.

Und dann kam der Moment, in dem wir uns eingestehen mussten:

Wir müssen zurück.

Es war Oktober.

Und damit wurde es am Nachmittag ziemlich schnell dunkel.

Also machten wir uns wieder auf den Rückweg.

Diesmal natürlich über die Brücke.

Man lernt ja dazu.

30 Kilometer Wandern im Riesengebirge: Unser längster Tag in Harrachov

Der Rückweg zog sich.

Wir liefen wieder durch den Nationalpark, anschließend den Weg zurück Richtung Harrachov und irgendwann kamen wir wieder in der Nähe des Mummelfalls an.

Es war inzwischen ungefähr fünf oder sechs Uhr am Nachmittag.

Und langsam wurde es dunkel.

Am Ende hatten wir an diesem Tag rund 30 Kilometer zu Fuß zurückgelegt und ungefähr 40.000 Schritte gesammelt.

Für einen Tag, an dem wir morgens mit einem Hanuta und einer kleinen Flasche Wasser losgelaufen waren, gar nicht so schlecht.

War es anstrengend?

Oh ja.

Teilweise richtig.

Irgendwann läuft man einfach nur noch.

Man denkt nicht mehr darüber nach, ob die Füße wehtun oder wie viele Kilometer noch fehlen.

Man läuft.

Und läuft.

Und läuft.

Trotzdem fühlte es sich am Ende unglaublich gut an.

Als wir endlich unsere Stammkneipe erreichten, gingen wir sogar noch in voller Wanderkleidung hinein und aßen dort zu Abend.

Danach wollten wir eigentlich nur noch zurück ins Hotel, duschen und ins Bett.

Und trotzdem würde ich diese Wanderung heute tatsächlich wieder machen.

Nur mit einer Offline-Karte.

Mehr Wasser.

Und vielleicht ein bisschen besserer Vorbereitung.

Wellness nach der Wanderung: Warum wir trotzdem kaum Muskelkater hatten

Das Verrückte war:

Am nächsten Morgen hatten wir kaum Muskelkater.

Vielleicht lag es an der Massage am Vortag.

Vielleicht an den regelmäßigen Saunagängen.

Oder vielleicht waren wir einfach fitter, als wir dachten.

Unser Wellnesshotel war jedenfalls die perfekte Ergänzung zu den aktiven Tagen.

Bis auf den großen Wandertag waren wir eigentlich jeden Abend in der Sauna.

Nach einem langen Tag draußen in der Kälte in der Sauna zu sitzen und dabei auf die Skipiste zu schauen, war genau das, was wir nach unseren Wanderungen gebraucht haben.

Und genau diese Kombination aus Bewegung und Erholung hat mir an Harrachov besonders gut gefallen.

Harrachov im Oktober: Warum sich der Herbst für das Riesengebirge lohnt

Ich war im Oktober in Harrachov – und für mich war das eine richtig schöne Reisezeit.

Das Riesengebirge zeigt sich im Herbst von einer ganz anderen Seite.

Die Wälder färben sich goldgelb, die Temperaturen sind angenehm kühl zum Wandern und gleichzeitig ist deutlich weniger los als in der Hauptsaison.

Gerade an der Felsenstadt Adršpach haben wir davon profitiert.

Auch unser Hotel war aufgrund der Nebensaison sehr ruhig.

Wer also nicht unbedingt Schnee und Skifahren sucht, sondern Wandern, Wellness und Natur miteinander verbinden möchte, sollte den Herbst definitiv in Betracht ziehen.

Skifahren in Harrachov: Für Anfänger und Familien besonders interessant

Harrachov ist nicht nur ein Ziel für Wanderer und Wellnessurlauber.

Der Ort ist vor allem als Wintersportort bekannt.

Das Skigebiet ist meiner Meinung nach besonders für Anfänger und Familien interessant.

Wer riesige Skigebiete mit anspruchsvollen schwarzen Pisten und kilometerlangen Abfahrten sucht, wird in den österreichischen Alpen sicherlich mehr Auswahl finden.

Für Anfänger, Kinder und alle, die entspannt ein paar Tage Ski fahren möchten, bietet Harrachov aber eine angenehme Alternative.

Eine weitere bekannte Attraktion des Ortes ist die Skisprungschanze von Harrachov, die schon von Weitem auffällt und zum Ortsbild gehört.

Harrachov Sehenswürdigkeiten: Meine persönlichen Empfehlungen

Wenn du einen Urlaub in Harrachov planst, würde ich diese Erlebnisse auf meine persönliche Liste setzen:

  • Mumlavský vodopád / Mummelfall – leicht erreichbar und perfekt für einen Spaziergang
  • Felsenstadt Adršpach – für mich ein absolutes Muss
  • Pančavský vodopád – spektakulär, aber nur mit guter Planung und passender Wanderroute
  • Seilbahn in Harrachov – ideal, wenn man schnell Höhenmeter überwinden möchte
  • Skisprungschanze Harrachov – eine interessante Sehenswürdigkeit direkt im Ort
  • Wanderungen durch das Riesengebirge – besonders schön im Herbst
  • Wellness und Sauna – perfekt als Ausgleich nach aktiven Tagen


Wie viele Tage braucht man für Harrachov?

Für Harrachov würde ich mindestens vier bis fünf Tage einplanen.

Wir waren knapp eine Woche dort und fanden diese Zeit perfekt.

So konnten wir verschiedene Wanderungen unternehmen, einen größeren Ausflug zur Felsenstadt machen und trotzdem genügend Zeit für Wellness und Erholung einplanen.

Gerade wenn du Harrachov mit Wellness und Wandern verbinden möchtest, würde ich nicht versuchen, jeden Tag komplett durchzuplanen.

Ein aktiver Tag.

Ein ruhiger Tag.

Vielleicht ein Ausflug.

Und dazwischen Sauna, gutes Essen und einfach mal nichts tun.

Genau dafür eignet sich die Region meiner Meinung nach besonders gut.
 

Mein Fazit: Harrachov ist perfekt für eine aktive Auszeit

Harrachov stand 2024 definitiv nicht auf meiner Bucketlist.

Und vielleicht war genau das das Schöne daran.

Ich hatte keine großen Erwartungen und wollte eigentlich nur ein paar Tage abschalten.

Am Ende habe ich eine Woche voller kleiner Abenteuer erlebt: Wir sind mit der Seilbahn gefahren, haben uns im Wald verlaufen, Pilze gesammelt, einen Regenbogen entdeckt, die Felsenstadt Adršpach erkundet, sind zum Mummelfall gelaufen und haben spontan eine 30-Kilometer-Wanderung zum höchsten Wasserfall Tschechiens daraus gemacht.

Dazu kamen Sauna, Massagen, gutes Essen und ein Hotel, das für vergleichsweise wenig Geld wirklich viel geboten hat.

Harrachov ist vielleicht nicht der Ort für den großen Luxusurlaub.

Aber genau das muss er auch gar nicht sein.

Für mich war es eher Back to the roots.

Natur statt Programm.

Bewegung statt Liegestuhl.

Sauna statt Party.

Und abends eine kleine Kneipe im Ort statt schickem Restaurant.

Wer einen günstigen Urlaub im Riesengebirge sucht und dabei Wandern, Wellness und Natur verbinden möchte, sollte Harrachov meiner Meinung nach definitiv auf dem Schirm haben.

Ich würde jederzeit wiederkommen.

Vielleicht beim nächsten Mal sogar mit einer heruntergeladenen Offline-Karte.

Teile diesen Beitrag
No items found.
KONTAKT

Urlaubsreif? Gleich bei mir melden!

Kontaktinformationen
Schreib mir ganz bequem über das Kontaktformular eine Nachricht – gemeinsam finden wir, was Du suchst! Oder schreibe mir eine E-Mail oder rufe mich an. Ich helfe dir gerne weiter.
017698586916
christiane.seliger@amondo-reiseberater.de
Eichertstraße 6
07589
Münchenbernsdorf
Dankeschön! Ich habe deine Anfrage erhalten!
Oops! Something went wrong while submitting the form.
Vielen Dank!
Ich habe deine Nachricht erhalten und freue mich schon darauf, mich in deine Reisewünsche zu vertiefen.
‍
‍Ich schaue mir deine Anfrage jetzt genau an und melde mich innerhalb der nächsten 24 bis 48 Stunden persönlich bei dir, um gemeinsam deine Traumreise zu gestalten. Ich freue mich auf unser Gespräch!
Bis dahin,
Christiane Seliger
Reiseberichte

Noch mehr Inspiration für deine nächste Traumreise

Lettland

Riga im Winter

Manchmal entstehen die schönsten Reisen völlig spontan. Genau so war es bei unserem Wintertrip nach Riga. Eigentlich wollten wir im Dezember einfach noch einmal für ein paar Tage dem Alltag entfliehen. Das Budget war überschaubar, wir hatten beide be
Christiane Seliger
17.10.2026
•
5 min Lesezeit

Manchmal entstehen die schönsten Reisen völlig spontan. Genau so war es bei unserem Wintertrip nach Riga. Eigentlich wollten wir im Dezember einfach noch einmal für ein paar Tage dem Alltag entfliehen. Das Budget war überschaubar, wir hatten beide bereits einige Reisen hinter uns und suchten einfach nach einem Ziel, das wir beide noch nicht kannten. Bei der Recherche tauchte plötzlich Riga auf. Ein kurzer Blick auf die Sehenswürdigkeiten, der berühmte Berg der Kreuze und ein stimmungsvoller Weihnachtsmarkt - mehr brauchten wir eigentlich nicht. Wenige Minuten später waren die Flüge gebucht.

Riga gehört für mich zu den unterschätztesten Städtereisezielen Europas. Gerade zur Weihnachtszeit entfaltet die lettische Hauptstadt ihren ganze eigenen Charme. Verschneite Gassen, trockene Winterkälte, gemütliche Cafés und historische Gebäude sorgen für eine Atmosphäre, die man so nur selten erlebt. 

Anreise nach Riga - Direktflug ab Berlin

Wir sind direkt mit Ryanair von Berlin nach Riga geflogen. Der Flug dauert gerade einmal rund zwei Stunden und eignet sich deshalb perfekt für einen verlängerten Wochenendtrip oder einen fünftägigen Städtetrip.

Schon bei der Landung fiel uns auf, wie ruhig alles war. Kein hektisches Großstadtgefühl, sondern eine entspannte Atmosphäre. Genau das sollte sich während der gesamten Reise bestätigen. Für den Transfer vom Flughafen in die Innenstadt hatten wir vorab über Booking einen Shuttle gebucht. Das funktionierte problemlos und brachte uns direkt bis vor unser Hotel.

Unser Hotel in Riga

Unser Hotel lag sehr zentral. Gegenüber befand sich zwar gerade eine Baustelle, gestört hat uns das allerdings kaum. Dadurch konnten wir die Altstadt bequem zu Fuß erkunden und mussten nur selten auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen.

Gerade im Winter empfand ich die zentrale Lage als großen Vorteil. Nach ein paar Stunden auf dem Weihnachtsmarkt oder einem längeren Spaziergang durch die verschneite Altstadt war man schnell wieder im Warmen. 

Fortbewegung in Riga - Mein Geheimtipp heißt Bolt

Wenn ich einen einzigen Tipp für Riga geben müsste, dann wäre es dieser: Ladet euch Bolt herunter. 

Während unseres Aufenthalts war Bolt unglaublich günstig. Viele Fahrten kosteten gerade einmal vier oder fünf Euro. Dadurch mussten wir überhaupt nicht überlegen, ob wir laufen oder fahren. Gerade im Winter, wenn es draußen dauerhaft unter null Grad hat, spart man sich damit einiges an Zeit und bleibt trotzdem flexibel. Für längere Strecken - beispielsweise nach Jurmala - haben wir dagegen den Zug genutzt. Auch das funktionierte überraschend unkompliziert.

Riga zur Weihnachtszeit - Eine Stadt voller Atmosphäre

Wir hatten mit dem Wetter wirklich Glück. Statt Regen erwarteten uns angenehme Minusgrade von ungefähr fünf Grad. Die Kälte war trocken und dadurch wesenlich angenehmer als die feuchte Winterkälte, die man häufig aus Deutschland kennt. Dazu kamen verschneite Straßen, festlich geschmückte Häuser und überall kleine Lichterketten. Gerade abends wirkte Riga unglaublich gemütlich. Der Weihnachtsmakrt gehört zwar nicht zu den größten Europas, dafür aber definitiv zu den stimmungsvollsten. Zwischen den kleinen Holzhütten gab es regionales Kunsthandwerk, warme Getränke und jede Menge lettische Spezialitäten zu entdecken. Ich habe dort gefühlt jeden Abend Pelmeni gegessen - mal klassisch gekocht, mal angebraten und jedes Mal mit einer anderen Füllung. Wenn ihr gerne lokale Küche ausprobiert, seid ihr hier genau richtig. 

Gingerbread Glühwein & Black Balsam - Zwei Spezialitäten aus Lettland

Natürlich durfte auch der berühmte Gingerbread Glühwein nicht fehlen. Den haben wir direkt am ersten Abend auf dem Weihnachtsmarkt probiert. Geschmacklich erinnert er an flüssigen Lebkuchen - definitiv mal etwas anderes. Obwohl…. ganz ehrlich: Mein Fall war es nicht unbedingt. Am nächsten Morgen mussten wir früh zum Tagesausflug aufbrechen und mir ging es überhaupt nicht gut.

Deutlich überzeugender fand ich dagegen den berühmten Riga Black Balsam. Auf Empfehlung eines Freundes kauften wir gleich mehrere Flaschen als Mitbringsel. Der Kräuterlikör wir nach einem traditionellen Rezept aus zahlreichen Kräutern hergestellt und gilt in Lettland fast schon als Hausmittel gegen Erkältungen. Zu Hause habe ich ihn tatsächlich ausprobiert, als ich krank war - und ich muss sagen: Ganz ohne Wirkung war es definitiv nicht. 

Museum of Illusions – Perfekt für Regentage und Familien

Eines unserer Highlights in Riga war außerdem das Museum of Illusions.

Normalerweise bin ich bei solchen Museen eher skeptisch. Viele wirken nach kurzer Zeit ziemlich eintönig.

Dieses hier hat mich allerdings positiv überrascht.

Fast jede Station war interaktiv. Es gab Spiegelräume, optische Täuschungen und zahlreiche Fotomotive, bei denen man selbst Teil der Illusion wurde.

Gerade wenn ihr zu zweit oder mit Freunden unterwegs seid, macht das unglaublich viel Spaß.

Für Familien mit Kindern würde ich das Museum ebenfalls jederzeit empfehlen.

Eine Kerze im Dom von Riga

Wie auf vielen unserer Reisen durfte auch diesmal ein Besuch in einer Kirche nicht fehlen.

Wir sind durch den Dom von Riga geschlendert, haben uns ein wenig Zeit genommen und natürlich wieder eine Kerze angezündet.

Gerade in der Weihnachtszeit hatte dieser Ort noch einmal eine ganz besondere Stimmung. Draußen herrschte winterliches Treiben, drinnen war es ruhig und angenehm warm.

Solche kleinen Momente sind oft die, an die ich mich später am meisten erinnere.

Lohnt sich der Zentralmarkt?

Natürlich wollten wir auch den berühmten Zentralmarkt von Riga besuchen.

Ich hatte vorher ehrlich gesagt etwas anderes erwartet.

Gedanklich hatte ich eher die Foodhallen in Amsterdam im Kopf – mit vielen kleinen Ständen und frisch zubereiteten Gerichten.

Tatsächlich handelt es sich aber eher um einen klassischen Markt, auf dem überwiegend Einheimische einkaufen. Fleisch, Fisch, Gemüse und regionale Produkte stehen hier im Mittelpunkt.

Interessant war der Besuch auf jeden Fall, allein schon, um einen Einblick in den Alltag der Letten zu bekommen.

Ein absolutes Highlight war der Markt für mich persönlich allerdings nicht.

Der Berg der Kreuze – Der beeindruckendste Ausflug unserer Lettland-Reise

Wenn ihr während eurer Reise nach Riga nur einen einzigen Tagesausflug machen möchtet, dann sollte es definitiv der Berg der Kreuze sein.

Den Ausflug hatten wir bereits vor unserer Reise über GetYourGuide gebucht. Der große Vorteil: Der Transfer ab Riga war bereits inklusive. Wir wurden früh morgens direkt in der Innenstadt abgeholt und mussten uns um nichts kümmern.

https://gyg.me/on1EWQce 

Die Fahrt dauert zwar rund zwei Stunden pro Strecke, aber schon unterwegs hat sich der Ausflug gelohnt. Unser Fahrer sprach sehr gut Englisch und erzählte uns unglaublich viel über Lettland, die Geschichte des Landes und das Leben der Menschen dort. Dadurch verging die Zeit fast wie im Flug. Wir waren insgesamt nur zu dritt im Auto. Eine weitere Mitreisende aus unserer Gruppe verschlief allerdings fast die komplette Fahrt - umso mehr kontnen wir die spannenden Gespräche mit unserem Fahrer genießen.

Der Berg der Kreuze im Winter - Mystisch und unglaublich beeindruckend

Als wir ankamen, wusste ich sofort, dass sich das frühe Aufstehen gelohnt hatte.

Der gesamte Berg lag im Nebel. Dazu kam der frische Schnee, der überall zwischen den Millionen von Kreuzen lag. Die Atmosphäre war gleichzeitig ruhig, nachdenklich und irgendwie magisch.

Man steht dort zwischen unzähligen Kreuzen, die Menschen aus aller Welt im Laufe der Jahrzehnte aufgestellt haben. Unser Fahrer erzählte uns viel über die Geschichte dieses besonderen Ortes und erklärte, warum der Berg bis heute für viele Menschen ein Symbol für Hoffnung, Glauben und Freiheit ist.

Ich glaube, genau dieses Winterwetter hat den Moment noch einmal verstärkt. Bei Sonnenschein hätte der Ort sicherlich ebenfalls beeindruckt – aber dieser Nebel und die verschneite Landschaft haben dem Ganzen eine fast mystische Stimmung verliehen.

Für mich war das ohne Frage das Highlight der gesamten Reise.

Jurmala Beach - Ein kilometerlanger Sandstrand im Winter

An einem weiteren Tag wollten wir noch etwas mehr von Lettland entdecken und sind deshalb mit dem Zug nach Jurmala gefahren.

Die Tickets haben wir direkt am Bahnhof gekauft. Das war unkompliziert und günstig, außerdem erklärte uns die Mitarbeiterin direkt, wann unser letzter Zug zurück nach Riga fährt.

Schon die Zugfahrt war entspannt.

Am Strand angekommen erwartete uns ein komplett anderes Bild als man es normalerweise von einem Badeort kennt.

Statt Sonnenliegen und Badegästen lagen Schnee und Eis auf dem kilometerlangen Sandstrand.

Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – hatte dieser Ort etwas ganz Besonderes.

Wir sind lange am Wasser entlang spaziert, haben die Ruhe genossen und uns vorgestellt, wie belebt der Strand wohl im Sommer sein muss.

Ich könnte mir gut vorstellen, Lettland irgendwann noch einmal in der warmen Jahreszeit zu besuchen.

Ein weiterer Tipp für den Sommer: Der Kemeri-Nationalpark

Leider fehlte uns während dieser Reise die Zeit für den Ķemeri-Nationalpark.

Eigentlich stand er auf unserer Liste, aber fünf Tage vergehen in Riga schneller als gedacht.

Wenn ich noch einmal nach Lettland reisen würde – vor allem im Sommer –, würde ich diesen Nationalpark definitiv mit einplanen. Besonders die bekannten Moorlandschaften und Holzstege sehen auf Bildern unglaublich schön aus und wären sicherlich eine tolle Ergänzung zu einem Städtetrip nach Riga.

Mein Fazit: Warum Riga für mich zu den unterschätztesten Reisezielen Europas gehört

Ganz ehrlich?

Diese Reise haben wir damals fast blind gebucht.

Wir wollten einfach noch einmal spontan im Dezember verreisen, hatten ein begrenztes Budget und suchten nach einer Stadt, die wir beide noch nicht kannten.

Dass daraus einer unserer schönsten Winter-Städtetrips werden würde, hätten wir vorher nie gedacht.

Riga hat genau die richtige Größe. Die Altstadt ist gemütlich, alles wirkt entspannt und gleichzeitig gibt es genug zu entdecken. Dazu kommen die verschneite Atmosphäre, der wunderschöne Weihnachtsmarkt, leckeres Essen und außergewöhnliche Ausflugsziele wie der Berg der Kreuze oder Jurmala.

Gerade zur Weihnachtszeit hat die Stadt einen ganz besonderen Charme, den ich so vorher überhaupt nicht erwartet hätte.

Wenn ihr auf der Suche nach einem Reiseziel seid, das noch nicht von Touristen überlaufen ist, dann kann ich euch Riga wirklich ans Herz legen.

Und falls ihr mich fragt, welches Erlebnis mir bis heute am meisten in Erinnerung geblieben ist?

Ganz klar der verschneite Berg der Kreuze.

Allein für diesen Moment würde ich jederzeit wieder nach Lettland reisen.

Italien

Italien - Zwischen Neapel und Rom, wo meine Liebe zum Reisen begonnen hat

Es gibt Reisen, die man macht, weil sie auf einer Bucketlist stehen. Und es gibt Reisen, die etwas verändern. Italien gehört für mich zu Letzteren. Ich kann gar nicht genau sagen, wann diese Verbindung entstanden ist. Irgendwann war da einfach dieses
Christiane Seliger
17.10.2026
•
5 min Lesezeit

Es gibt Reisen, die man macht, weil sie auf einer Bucketlist stehen. Und es gibt Reisen, die etwas verändern.

Italien gehört für mich zu Letzteren.

Ich kann gar nicht genau sagen, wann diese Verbindung entstanden ist. Irgendwann war da einfach dieses Gefühl: Italien zieht mich an. Die Toskana, die Küste, das Essen, die Sprache - all das hat in mir schon lange etwas ausgelöst, bevor ich überhaupt dort war.

Heute versuche ich sogar, ein Stück dieses Lebensgefühls in meinen Alltag zu integrieren. Durch die Art, wie ich esse, wie ich meinen Tag gestalte oder wie ich Dinge wahrnehme. Aber der eigentliche Beginn dieser Verbindung liegt in einer Reise, die ich 2023 gemacht habe.

Der Anfang: Ein Hotelgutschein und eine spontane Entscheidung

Es war eine Zeit nach Corona, in der vieles wieder möglich wurde und Reisen sich langsam wieder normal anfühlten. Ich hatte einen Hotelgutschein, flexibel einlösbar in vielen Ländern. Eigentlich hätte es überall hingehen können. Am Ende habe ich mich ganz bewusst für Italien entschieden.

Nicht für einen klassischen Badeurlaub. Nicht für einen Luxusaufenthalt. Sondern für eine Route, die mich neugierig gemacht hat: Neapel, Amalfiküste und Rom. Rückblickend war genau das die richtige Entscheidung.

Neapel - erster Abend, erster Überblick, erstes Gefühl von Italien

Wir sind in Neapel bzw. genauer gesagt in der Region Cassino angekommen und hatten dort im Best Western Rocca unser Basislager für die ersten Tage. Von dort aus haben wir die Umgebung mit dem Mietwagen erkundet.

Der erste Tag war noch ruhig - aber der erste Abend hat direkt etwas in mir verändert.

Nach dem Check-in und einem kurzen Besuch im nahegelegenen Freibad sind wir später am Abend einfach losgefahren, ohne konkreten Plan, nur um unsere Umgebung kennenzulernen. Wir sind irgendwo hochgefahren, auf eine Anhöhe mit Aussicht. In der Nähe war vermutlich eine Gedenkstätte oder ein historisches Gebäude - ganz genau kann ich es heute nicht mehr sagen. Aber das spielt auch keine Rolle. Was zählt, ist dieser Moment.

Die Sonne ist langsam untergegangen und zum ersten Mal hatte ich das Gefühl: Jetzt bin ich wirklich in Italien angekommen. Kein Sightseeing. Kein Programm. Nur dieser Blick, dieses Licht, diese Stimmung. Ein erster Überblick über unsere neue Umgebung - und gleichzeitig der Beginn einer Reise, die viel mehr werden sollte als nur Urlaub.

Paestum - wo Geschichte plötzlich greifbar wird 

Am nächsten Tag ging es nach Paestum, einer archäologischen Stätte mit beeindruckenden antiken Tempeln. Wir sind dort ohne Guide durchgelaufen, einfach durch die Anlage geschlendert und haben die Atmosphäre auf uns wirken lassen. 

Es war heiß, ruhig und gleichzeit unglaublich eindrucksvoll. Zwischendurch ein Gelato, alte Steine, Sonne auf der Haut - genau diese Mischung macht Italien für mich aus.

Der Vesuv bei goldener Stunde und Pompeji im Morgentakt

Einer der intensivsten Tage begann früh in Pompeji. Wir waren direkt morgens dort, als die Anlage noch vergleichsweise leer war. Stundenlang sind wir durch die Straßen dieser antiken Stadt gelaufen. Es ist schwer zu beschreiben, wie es sich anfühlt, an einem Ort zu stehen, der so viel Geschichte in sich trägt. Am Nachmittag haben wir eine Pause eingelegt, etwas gegessen und uns dann auf den Weg Richtung Vesuv gemacht. Der Aufstieg zum Vesuv ist überraschend unkompliziert. Man kann relativ weit mit dem Auto hinauffahren und läuft dann nur noch etwa zehn bis fünfzehn Minuten bis zum Kraterrand. Der Weg ist gut ausgebaut, breit und leicht zu gehen - anders, als viele es erwarten würden. Oben angekommen war es einer dieser Momente die sich einprägen.

Nicht ganz Sonnenuntergang, aber goldene Stunde über dem Golf von Neapel. Die Landschaft, das Licht, die Weite - einfach magisch.

Amalfiküste - Zitroneneis, Chaos und Umwege

Die Amalfiküste hat uns auf ihre ganz eigene Weise eingefangen. Mit viel Verkehr. Sehr viel Verkehr. 

Ich habe es geschafft, mich mehrfach an denselben Mautstaionen zu verfahren und bin zweimal wieder dort gelandet, wo ich bereits gewesen war. Am Ende bedeutete das: dreimal Maut zahlen und eine kleine Lektion in italienischer Straßenlogik. An der Küste selbst sind wir am Ende gar nicht richtig angekommen. Stattdessen haben wir oberhalb gehalten, Zitroneneis gegessen und einfach die Aussicht genossen. Nicht alles muss perfekt geplant sein, um in Erinnerung zu bleiben. Und was ich damals noch nicht wusste - ich sollte 3 Jahre später in einem kleinen, nieldichen Boutiquehotel direkt in Positano einchecken und die Amalfiküste auf ganz entspannte Weise kennenlernen.

Rom - die Stadt, die man zu Fuß versteht

Nach Neapel ging es weiter nach Rom. Dort haben wir den Mietwagen abgegeben und die Stadt komplett zu Fuß erkundet. Rom ist keine Stadt, die man einfach “besichtigt”.

Rom erlebt man.

Früh morgens standen wir am Petersdom, noch bevor die großen Menschenmassen da waren. Ohne Wartezeit sind wir direkt zur Kuppel aufgestiegen - sportlich über die Treppen, aber absolut lohnenswert. Oben hatten wir einen Moment lang das Gefühl, die Stadt gehört uns allein. Kurz danach war der Platz komplett überfüllt. Dieser Kontrast ist Rom. 

Am Nachmittag folgten Kolosseum und Forum Romanum - enspannt, mit festen Zeitfenstern und ohne Stress. Dazwischen sind wir einfach durch die Stadt gelaufen: Spanische Treppen, kleine Cafés, enge Gassen und dieses Gefühl, dass Geschichte hier nicht hinter Glas steckt, sondern mitten im Alltag lebt. 

Der Trevi-Brunnen war damals noch frei zugänglich. Nachts dort zu stehen, eine Münze hineinzuwerfen und diesen Moment mitzunehmen, war etwas ganz Besonderes.

Was Italien wirklich mit mir gemacht hat

Diese Reise war für mich mehr als eine Aneinanderreihung von Sehenswürdigkeiten. Sie war der Beginn eines Gefühls. Italien hat mir eine Form von Leichtigkeit gezeigt, die ich vorher so nicht kannte. Dieses draußen sein, dieses Essen, die Lebensfreude, diese Wärme, diese Art zu leben. Ich war selten so entspannt wie in diesen Tagen. Und genau deshalb ist Italien für mich bis heute kein Urlaubsziel. Sondern ein Lebensgefühl.

Rückblickend war diese Reise der Startpunkt meiner Verbidnung zu Italien. Neapel mit seinem Chaos und seinen Momenten. 

Der Vesuv mit seiner Ruhe über den Wolken.

Und Rom, das alles zusammenführt.

Es war nicht perfekt geplant. Es war nicht perfekt organisiert.

Aber genau deshalb war es perfekt.

Ausflüge Rom: 

Ausflüge Golf von Neapel:

Italien

Amalfiküste

Die Amalfiküste stand schon lange auf meiner Reiseliste. Diese bunten Häuser, die steilen Klippen, das türkisfarbene Meer und dieses typische italienische Lebensgefühl – genau das, was man sich unter „Dolce Vita“ vorstellt. Nachdem unsere Sardinien-R
Christiane Seliger
17.10.2026
•
5 min Lesezeit

Die Amalfiküste stand schon lange auf meiner Reiseliste. Diese bunten Häuser, die steilen Klippen, das türkisfarbene Meer und dieses typische italienische Lebensgefühl – genau das, was man sich unter „Dolce Vita“ vorstellt.

Nachdem unsere Sardinien-Reise zu Ende ging, ging es für uns weiter nach Rom und anschließend an die Amalfiküste. Unsere Route führte uns von Rom Termini mit dem Zug nach Salerno und von dort mit der Fähre weiter nach Positano.

Und ich kann direkt vorwegnehmen: Die Amalfiküste ist wunderschön. Aber sie ist auch speziell. Zwischen Instagram-Hype, überfüllten Gassen, teilweise absurden Preisen und ganz besonderen Momenten liegen manchmal nur wenige Meter.

Gerade diese Mischung hat die Reise aber so besonders gemacht.

Mit dem Zug von Rom nach Salerno – entspannt Richtung Amalfiküste

Nach unserem Aufenthalt in Rom ging es für uns weiter Richtung Süden. Wir sind von Rom Termini mit dem Zug nach Salerno gefahren.

Eigentlich wollten wir unsere Tickets ganz normal am Automaten kaufen, aber wie so oft in Italien kam direkt jemand zur Hilfe. Eine Mitarbeiterin hat uns gefragt, wo wir hinmöchten, uns den passenden Zug herausgesucht und direkt die Tickets verkauft.

Einfach, unkompliziert und wieder einmal unglaublich freundlich.

Wir hatten Tickets für die zweite Klasse und trotzdem war die Zugfahrt wirklich angenehm. Der Zug fuhr pünktlich los, wir hatten feste Sitzplätze und was ich tatsächlich so noch nicht erlebt hatte: Es kam sogar ein kleiner Servierwagen durch den Zug. Es gab Getränke und einen kleinen Snack dazu.

Klar, es ist keine Weltreise – aber genau diese kleinen Dinge machen das Reisen für mich aus.

In Salerno angekommen, mussten wir uns erst einmal orientieren und den Hafen finden. Mit Google Maps beziehungsweise Apple Karten war das aber überhaupt kein Problem. Der Weg war gut machbar und auch die Fähre nach Positano zu finden, war einfacher, als gedacht.

Die Tickets konnten wir direkt am Hafen kaufen. Es gab verschiedene Linien und die Abfahrtszeiten waren gut ausgeschildert. Auch wenn zwischendurch kurz Verwirrung herrschte, welche Fähre jetzt unsere war, wurde uns sofort weitergeholfen.

Dann ging es endlich los: Mit der Fähre entlang der Küste Richtung Positano.

Positano – wunderschön, aber auch unglaublich voll

Schon die Anfahrt nach Positano war beeindruckend. Die bunten Häuser, die sich an die Felsen schmiegen, das Meer und diese besondere Kulisse – man versteht sofort, warum dieser Ort so beliebt ist.

Bei unserer Ankunft am einzigen öffentlichen Strandabschnitt von Positano war allerdings direkt klar: Hier sind viele Menschen.

Sehr viele Menschen.

Mit uns kamen zahlreiche Tagesausflügler mit der Fähre an, die nur für ein paar Stunden in Positano bleiben wollten. Entsprechend voll waren die Gassen und der Bereich rund um den Hafen.

Kaum von der Fähre runter, wurden wir direkt angesprochen, ob wir einen Gepäcktransport zu unserem Hotel benötigen würden.

Unser Handgepäckkoffer hätte bis zur Mittelstation etwa 20 Euro gekostet, bis ganz nach oben sogar rund 40 Euro pro Koffer. Da wir aber nur mit kleinem Gepäck unterwegs waren und laut Karten-App nur etwa 15 Minuten laufen sollten, entschieden wir uns dagegen.

Also machten wir uns mit unseren Koffern auf den Weg durch Positano.

Mit Gepäck durch die engen, vollen Gassen von Positano zu laufen, war definitiv eine Erfahrung. Vor allem, weil unser Hotel ziemlich weit oben lag. Aber irgendwie gehört auch genau das dazu.

Später fanden wir heraus, dass man auch über Treppenwege deutlich angenehmer nach unten kommt. Positano ist eben nicht nur schön – es ist auch sportlich.

Unser Boutique-Hotel in Positano – ein echtes Highlight

Unser Hotel lag oberhalb von Positano und war ein kleines Boutique-Hotel mit nur wenigen Zimmern.

Schon beim Betreten haben wir uns direkt wohlgefühlt.

Unser Zimmer war komplett im Zitronenstil eingerichtet: warme Gelbtöne, kombiniert mit Blau, liebevolle Details und ein Balkon mit Blick aufs Meer.

Besonders schön fand ich das Fenster mit der kleinen Sitzbank direkt zum Meer. Einfach morgens dort sitzen, den Blick schweifen lassen und kurz vergessen, dass man überhaupt irgendwo hinmuss.

Das Bett war unglaublich gemütlich und alles wirkte sehr persönlich gestaltet.

Genau das ist für mich der Vorteil kleiner Boutique-Hotels: Es fühlt sich nicht anonym an. Man kennt sich, bekommt Tipps und fühlt sich eher wie ein Gast als wie eine Zimmernummer.

Auch Sarah und Elvira vom Hotel waren unglaublich herzlich. Sie haben uns direkt Restauranttipps gegeben, Ausflüge empfohlen und uns bei allem unterstützt.

Am Abend sind wir dann wieder Richtung Positano gelaufen. Da die meisten Tagesgäste mittlerweile verschwunden waren, zeigte sich der Ort plötzlich von einer ganz anderen Seite.

Die Gassen waren leerer.

Der Strand war ruhig.

Und plötzlich konnte man Positano wirklich genießen.

Wir haben uns keine große Restauranttour gemacht, sondern einfach eine Pizza geholt, uns an den Strand gesetzt und dazu einen Aperol beziehungsweise Limoncello Spritz getrunken.

Und ganz ehrlich: Viel mehr braucht es manchmal nicht.

Frühstück mit Meerblick und ein entspannter Tag in Positano

Am nächsten Morgen gab es erst einmal Frühstück.

Und dieses Frühstück war wirklich ein Erlebnis.

Jeden Abend bekamen wir eine Liste, auf der wir für den nächsten Morgen ankreuzen konnten, was wir gerne essen möchten. Und die Auswahl war wirklich verrückt.

Obstplatten, Porridge, Eier, Avocado, Tomate-Mozzarella, Lachs, verschiedene Getränke – alles wurde wunderschön angerichtet.

Dazu gab es jeden Morgen Zitronenwasser und einen leckeren Latte Macchiato.

Nach dem Frühstück wollten wir Positano noch einmal ohne Gepäck erkunden.

Also ging es wieder runter in den Ort.

Und ja – es war wieder voll.

Sehr voll.

Die berühmten Zitronenkleider, die kleinen Boutiquen und die Instagram-Spots sind natürlich wunderschön anzusehen. Aber gleichzeitig merkt man auch schnell, dass Positano extrem vom Social-Media-Hype lebt.

Ein Zitronenkleid für 140 Euro? Kann man machen. Muss man aber nicht.

Wir haben lieber die Atmosphäre genossen, sind durch die kleinen Gassen geschlendert und haben uns einfach treiben lassen.

Mein Tipp für Positano: Wenn ihr den Ort wirklich erleben möchtet, kommt früh morgens oder bleibt bis zum Abend. Genau dann zeigt Positano seine schönste Seite.

Capri als Tagesausflug – wunderschön, aber nicht mein persönliches Highlight

Am nächsten Tag ging es für uns mit der Fähre nach Capri.

Wir hatten vorher keine große Planung gemacht und dachten uns: Wird schon passen.

Rückblickend würde ich das anders machen.

Capri ist wunderschön, aber ohne Plan verliert man schnell Zeit. Wir sind angekommen und direkt mitten im Trubel gelandet.

Natürlich wollten wir das berühmte Zitronensorbet probieren.

Also haben wir uns hingesetzt, ein Zitronensorbet bestellt und dazu noch einen Aperol getrunken.

Was soll ich sagen?

Es war lecker.

Aber der Preis war definitiv ein Erlebnis.

Für zwei Zitronensorbets und zwei Aperol haben wir knapp 80 Euro bezahlt.

Für mich war das der Moment, wo ich dachte: Okay, Capri hat seinen Preis.

Danach sind wir noch weiter nach oben gelaufen, haben die Aussicht genossen und sind durch die Luxusgeschäfte geschlendert. Louis Vuitton und Co. waren vertreten – wir haben uns allerdings eher wie Besucher aus einer anderen Welt gefühlt.

Capri ist schön, keine Frage.

Aber wenn ich noch einmal hinfahren würde, würde ich deutlich besser planen. Vielleicht mit einem Fahrer, einer geführten Tour oder einem klaren Plan, welche Orte ich sehen möchte.

Die Lemon Tour – das schönste Erlebnis an der Amalfiküste

Und dann kam das Erlebnis, das für mich die gesamte Amalfiküste geprägt hat.

Die Lemon Tour.

Eigentlich wollten wir nach unserem Capri-Tag fast absagen. Das Wetter war bewölkt, wir waren etwas enttäuscht von Capri und hatten morgens beim Frühstück nicht so richtig Motivation.

Aber wir hatten die Tour bereits bezahlt.

Also sind wir gegangen.

Und zum Glück.

Die Lemon Tour kostet zwar 95 Euro pro Person, aber sie war jeden Cent wert.

Wir waren nur eine kleine Gruppe von vier Personen. Neben uns waren noch zwei Mädels aus Amerika dabei, mit denen wir uns direkt super verstanden haben.

Statt einer klassischen Tour mit Reisegruppe landeten wir mitten auf einer kleinen Zitronenfarm, die in die Felsen gebaut war.

Wir haben die Zitronenbäume kennengelernt, viel über den Anbau erfahren und einen Einblick in das echte Leben an der Amalfiküste bekommen.

Danach wurde für uns auf der Terrasse ein Essen vorbereitet.

Es gab Salat, frische Zitronenprodukte und natürlich Lemon Pasta.

Und diese Pasta war unglaublich lecker.

Ich hätte nie gedacht, dass Zitronennudeln so gut schmecken können.

Besonders schön war, dass alles so familiär war. Die Besitzer haben sich Zeit genommen, mit uns gesprochen und wir hatten nicht das Gefühl, einfach nur eine Touristin auf einer Liste zu sein.

Zur Farm gehörte sogar ein kleiner privater Strandabschnitt, den wir danach hätten nutzen können.

Keine Menschenmassen.

Keine überfüllte Badebucht.

Einfach Ruhe.

Genau solche Momente bleiben von einer Reise hängen.

Italienische Spezialitäten direkt von der Zitronenfarm nach Hause

Und tatsächlich hat sich dort auch mein kleines Paketproblem gelöst.

Schon auf Sardinien hatte ich versucht, italienische Lebensmittel nach Hause zu schicken. Aber irgendwie hat es nie funktioniert. Entweder war die Post geschlossen oder irgendetwas hat gefehlt.

Die Zitronenfarm an der Amalfiküste verschickt ihre Produkte weltweit.

Also habe ich zugeschlagen.

Zehn Kilo Zitronen, mehrere Flaschen Olivenöl, Limoncello und weitere italienische Spezialitäten wurden kurzerhand nach Deutschland geschickt.

Und ich würde jederzeit wieder dort bestellen.

Nicht nur, weil die Produkte unglaublich gut sind, sondern weil ich weiß, wo sie herkommen und welche Menschen dahinterstehen.

Aus einer einfachen Lemon Tour sind echte Kontakte entstanden.

Und genau das liebe ich am Reisen.

Mein Fazit zur Amalfiküste – würde ich wiederkommen?

Ja.

Aber anders.

Die Amalfiküste ist wunderschön und Positano gehört definitiv zu den Orten, die man einmal gesehen haben sollte. Gleichzeitig sollte man sich bewusst sein, dass die Region extrem touristisch ist.

Mein größter Tipp: Nehmt euch Zeit.

Versucht nicht, jeden Ort abzuhaken.

Genießt lieber ein langes Frühstück mit Meerblick, einen Spaziergang durch leere Gassen am Abend, eine Pizza am Strand oder einen kleinen Ausflug, den ihr nicht auf jeder Top-10-Liste findet.

Capri würde ich persönlich beim nächsten Mal anders planen oder vielleicht sogar auslassen.

Dafür würde ich definitiv wieder eine Lemon Tour machen.

Denn genau diese Momente – die Begegnungen, die kleinen Geschichten und die besonderen Erlebnisse – machen für mich eine Reise unvergesslich.

Die Amalfiküste ist nicht perfekt.

Aber vielleicht macht genau das ihren Charme aus.
 

christiane-seliger
WhatsApp
Click to Chat