Seliger‘s Lichterpark

Ein Winterausflug in Thüringen
Deutschland
Christiane Seliger
08.08.2026
5 min Lesezeit

Normalerweise nehme ich euch mit an die Amalfiküste, nach Südafrika oder auf tropische Inseln. Heute bleiben wir allerdings in meiner Heimat Thüringen.

Genauer gesagt an einem Ort, den ich wahrscheinlich besser kenne als jeden anderen auf dieser Welt.

Nicht, weil ich ihn so oft besucht habe.

Sondern weil ich dort seit meiner Kindheit mitwirke.

Vor rund 16 Jahren stand hier eine kleine Glühweinhütte. Mehr nicht. Ein paar Besucher, etwas Weihnachtsmusik und die Idee, den Menschen in der Adventszeit einen gemütlichen Treffpunkt zu schaffen.

Dass daraus einmal ein Lichterpark mit fast 300.000 Lichtern, handgeschnitzten Kunstwerken, einem Weihnachtsbaumverkauf und tausenden Besuchern entstehen würde, hätte damals wahrscheinlich niemand gedacht.

Deshalb ist dieser Reisebericht für mich auch etwas Besonderes.

Er ist kein klassischer Reisebericht.

Er ist die Geschichte eines Ortes, den ich über viele Jahre wachsen sehen durfte – und den ich euch heute aus tiefster Überzeugung als Winterausflug empfehlen kann.

Schon die Anfahrt entschleunigt

Wer über die A9 anreist, nimmt die Ausfahrt Lederhose. Allein der Name sorgt meistens schon für das erste Schmunzeln.

Von dort sind es nur wenige Minuten bis nach Münchenbernsdorf. Kurz bevor ihr das Gelände erreicht, führt die Straße durch den Wald. Zwischen den Bäumen beginnen schon die ersten Lichter zu glitzern. Genau dieser Moment sorgt jedes Jahr wieder für Vorfreude.

Die Parkeinweiser begrüßen die Besucher, Autos rollen langsam auf die großzügigen Parkflächen und die Hektik des Alltags bleibt gefühlt schon am Eingang zurück.

Wenn ich euch einen Tipp geben darf: Kommt besonders am Wochenende lieber etwas früher. Holt euch einen heißen Glühwein oder Kakao, genießt die ersten Minuten in Ruhe und wartet gemeinsam auf den Moment, wenn die Lichter eingeschaltet werden. Genau dann beginnt die Magie.

Weihnachtsbaum aussuchen gehört einfach dazu

Noch bevor sich am Nachmittag die Tore des Lichterparks öffnen, herrscht auf dem Gelände bereits reges Treiben.

Vom ersten Advent bis zum 23. Dezember findet täglich von 9 bis 20 Uhr der Weihnachtsbaumverkauf statt. Viele Familien verbinden den Besuch inzwischen miteinander: Erst wird gemeinsam der perfekte Weihnachtsbaum ausgesucht und später, wenn es langsam dunkel wird, geht es weiter in den Lichterpark.

An den Wochenenden könnt ihr euren Weihnachtsbaum sogar selbst schlagen. Zwischen 9 und 16 Uhr wird daraus für viele Familien inzwischen eine kleine Adventstradition.

Wenn fast 300.000 Lichter den Wald verwandeln

Punkt 16 Uhr verändert sich die Stimmung.

Nach und nach beginnen fast 300.000 kleine Lichter zu leuchten. Wege, Bäume und Figuren werden mal in warmes, mal in kühles Licht getaucht und plötzlich wirkt der ganze Park wie eine kleine Weihnachtswelt.

Viele Besucher erzählen später denselben Satz:

“Sobald man durch das Eingangstor läuft, fühlt es sich an wie eine andere Welt.”

Und genau das beschreibt den Lichterpark wahrscheinlich am besten.

Es ist kein Ort, durch den man einfach hindurchläuft.

Man bleibt stehen.

Schaut sich um.

Entdeckt kleine Details.

Und vergisst für einen Moment den Alltag.

Märchenfiguren, die jedes Jahr ein wenig anders wirken

Obwohl ich im Dezember fast täglich zwischen den Figuren unterwegs bin, gibt es Momente, in denen ich selbst noch kurz stehen bleibe.

Gerade wenn am frühen Abend langsam alle Lichter angehen, wirken die riesigen Holzfiguren jedes Jahr wieder ein bisschen anders.

Das liegt auch daran, dass wir sie immer wieder neu in Szene setzen. Mal verändert sich die Beleuchtung, mal bekommt eine Figur einen neuen Platz oder eine neue Kulisse. Dadurch entdeckt selbst jemand wie ich, der den Park seit Jahren kennt, immer wieder neue Blickwinkel.

Internationale Kettensägenkünstler haben über viele Jahre hinweg beeindruckende Märchenwelten erschaffen. Rapunzel, Hänsel und Gretel, das tapfere Schneiderlein, Rübezahl oder die Eiskönigin – überall warten kleine Szenen darauf, entdeckt zu werden.

Viele Figuren laden außerdem zum Mitmachen ein. Ihr könnt auf einem Drachenthron Platz nehmen, euch in eine alte Lokomotive setzen oder gemeinsam mit Rübezahl Erinnerungsfotos machen.

Gerade Kinder laufen mit großen Augen durch den Park.

Und ehrlich gesagt stehen ihnen die Erwachsenen dabei oft in nichts nach.

Ein Ort, an dem selbst ich manchmal kurz durchatme

Mitten im Park befindet sich eines der beeindruckendsten Kunstwerke.

Das lebensgroße letzte Abendmahl aus Holz.

Sieben internationale Kettensägenkünstler haben über mehrere Jahre an diesem Projekt gearbeitet. Heute wird die Szene stimmungsvoll beleuchtet und durch eine Überdachung geschützt.

Ich laufe im Dezember eigentlich selten bewusst dort vorbei.

Aber es gab schon einige Abende, nachdem die letzten Besucher den Park verlassen hatten und langsam Ruhe eingekehrt war, an denen ich noch einmal dort oben stehen geblieben bin.

Einfach, um kurz durchzuatmen.

Die Beleuchtung, die Stille und dieses riesige Kunstwerk schaffen eine Atmosphäre, die man nur schwer beschreiben kann.

Durch den Lichtertunnel schlendern

Einer meiner Lieblingsorte ist der lange Lichtertunnel.

Schon von Weitem zieht er alle Blicke auf sich. Tausende kleine Lichter bilden ein leuchtendes Dach über den Köpfen der Besucher.

Mittendrin befinden sich liebevoll dekorierte Verkaufsstände mit Weihnachtsdekoration, Geschenkideen und kleinen Mitbringseln.

Ich habe schon oft beobachtet, wie Menschen eigentlich nur kurz hindurchlaufen wollten und eine halbe Stunde später immer noch dort standen und gestöbert haben.

Verlaufen ausdrücklich erlaubt

Im unteren Bereich wartet ein weiteres Highlight auf Familien.

Das große beleuchtete Labyrinth.

Eigentlich richtet es sich an Kinder.

In der Praxis verirren sich dort aber mindestens genauso viele Erwachsene.

Es ist herrlich zu beobachten, wie zuerst die Kinder losrennen und wenig später die Eltern genauso ratlos nach dem Ausgang suchen.

Olaf, der Weihnachtsmann und viele strahlende Gesichter

Wer den Park am Wochenende besucht, sollte die Augen offen halten.

Regelmäßig sind Olaf, zwei Eisbären, ein Elch und natürlich der Weihnachtsmann auf dem Gelände unterwegs.

Für Kinder sind sie das absolute Highlight.

Und spätestens wenn die Erwachsenen anfangen, genauso viele Erinnerungsfotos zu machen wie ihre Kinder, merkt man schnell, dass Weihnachten eben keine Frage des Alters ist.

Je nach Wochenende sorgen außerdem Livemusik, Feuershows oder Moderationen für zusätzliche Highlights. Deshalb gleicht kaum ein Besuch dem anderen.

Thüringer Gemütlichkeit statt Weihnachtsmarkt-Hektik

Natürlich gehört gutes Essen zu einem gelungenen Winterabend dazu.

Im Park gibt es unter anderem Thüringer Rostbrätel, Flammkuchen, Ofenbrot, Pilzpfanne, Fischbrötchen, Burger, Gulaschsuppe am Wochenende, gebrannte Mandeln, heißen Kakao und natürlich Glühwein.

Was ich dabei besonders mag:

Der Lichterpark versucht gar nicht, der größte Weihnachtsmarkt zu sein.

Es geht nicht um möglichst viele Buden.

Es geht nicht um Konsum.

Es geht um Atmosphäre.

Um Gespräche.

Und um Menschen, die gemeinsam einen schönen Winterabend verbringen.

Jeder erlebt den Park ein bisschen anders

Obwohl ich hier seit meiner Kindheit mitwirke, entdecke ich den Lichterpark jedes Jahr ein Stück weit neu.

Nicht, weil sich alles verändert.

Sondern weil ich die Reaktionen der Besucher sehe.

Familien, die zum ersten Mal unter dem Lichtertunnel stehen.

Kinder, die staunend durch das Labyrinth laufen.

Großeltern, die ihren Enkeln die Märchenfiguren zeigen.

Und Menschen, die sich einfach irgendwo mit einem Glühwein hinstellen und den Moment genießen.

Genau diese Begegnungen machen den Lichterpark jedes Jahr aufs Neue besonders.

Mein Fazit

Ich durfte in den vergangenen Jahren viele wunderschöne Orte dieser Welt bereisen.

Tropische Strände.

Historische Städte.

Beeindruckende Nationalparks.

Und trotzdem gibt es einen Ort, auf den ich mich jedes Jahr wieder freue.

Nicht, weil ich dort Urlaub mache.

Sondern weil ich jedes Jahr miterleben darf, wie Menschen den Park zum ersten Mal betreten und für ein paar Stunden den Alltag vergessen.

Genau deshalb wollte ich diesen Artikel schreiben.

Nicht, weil es unser Familienunternehmen ist.

Sondern weil ich überzeugt bin, dass besondere Ausflugsziele nicht immer am anderen Ende der Welt liegen müssen.

Manchmal findet man sie direkt vor der eigenen Haustür.

Und vielleicht geht es euch nach einem Besuch im Seliger’s Lichterpark genauso.

Instagram: https://www.instagram.com/seligers_weihnachtsbaeume?igsh=dGlvd2NjankxbDdz&utm_source=qr 
 

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Griechenland

Griechenland

Kreta im Hochsommer – zwischen 40 Grad, Spinalonga und einem Segeltörn bei Sonnenuntergang Manchmal sind es nicht die Reisen, auf denen man möglichst viel sieht, die einem besonders in Erinnerung bleiben. Manchmal sind es genau die Urlaube, in denen
Christiane Seliger
08.08.2026
5 min Lesezeit

Kreta im Hochsommer – zwischen 40 Grad, Spinalonga und einem Segeltörn bei Sonnenuntergang

Manchmal sind es nicht die Reisen, auf denen man möglichst viel sieht, die einem besonders in Erinnerung bleiben. Manchmal sind es genau die Urlaube, in denen man einen Gang zurückschaltet, spontan umplant und sich einfach dem Rhythmus des Reiseziels anpasst.

So ging es mir auf Kreta.

Vor zwei Jahren verbrachte ich gemeinsam mit einer Freundin eine Woche auf der größten griechischen Insel. Anfang Juni klingt zunächst nach perfektem Sommerurlaub. Was wir allerdings nicht erwartet hatten: Temperaturen von bis zu 40 Grad.

Und ich kann euch sagen: Für die Einheimischen mag das vielleicht ein normaler Sommertag sein. Für uns Thüringer war es schlichtweg brutal heiß.

Schon am ersten Urlaubstag wurde uns das ziemlich deutlich vor Augen geführt. Während ich noch versuchte, möglichst viel Schatten zu finden, machte es sich Vanessa mit einem Buch am Pool gemütlich. Mit Sonnenhut zwar – aber eben trotzdem mehrere Stunden in der prallen Sonne.

Das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten.

Sie war anschließend so verbrannt, dass wir die nächsten Tage regelmäßig Aloe Vera nachlegen mussten.

Rückblickend können wir darüber lachen. In dem Moment war es allerdings eher weniger lustig.

Ankommen, abschalten und den Sommer genießen

Unser Hotel lag direkt am Strand in Ammoudara und war genau das Richtige für diese Reise.

Pool, Meerblick, entspannte Atmosphäre und ausreichend Rückzugsmöglichkeiten. Einige Zimmer verfügten sogar über private Pools. Wir selbst hatten einen schönen Bereich im Nebengebäude und konnten dort wunderbar entspannen.

Da wir nur Frühstück gebucht hatten, verbrachten wir die Abende meist in den Tavernen und Bars der Umgebung. Zu dieser Zeit lief außerdem die Fußball-Europameisterschaft, sodass wir viele Abende beim Public Viewing verbrachten, griechisches Essen genossen und einfach das Urlaubsleben auf uns wirken ließen.

Und ehrlich gesagt: Bei 40 Grad Außentemperatur war das manchmal ohnehin die vernünftigste Entscheidung.

Spinalonga – ein Stück bewegende Geschichte

Einer der Ausflüge, die wir trotz der Hitze unbedingt machen wollten, führte uns nach Elounda.

Von dort aus ging es mit der Fähre zur kleinen Insel Spinalonga.

Allein die Überfahrt war bereits wunderschön. Das tiefblaue Meer, die Küste Kretas im Hintergrund und die Vorfreude auf das, was uns erwartete.

Spinalonga ist weit mehr als nur eine kleine Insel. Viele kennen sie als ehemalige Leprakolonie, die bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts genutzt wurde.

Während man durch die alten Gassen läuft, die verlassenen Gebäude sieht und die Geschichte dieses Ortes auf sich wirken lässt, bekommt man einen Eindruck davon, wie das Leben dort früher gewesen sein muss.

Wir haben bewusst auf eine geführte Tour verzichtet und die Insel auf eigene Faust erkundet. Genau das hat mir persönlich sehr gefallen. Man konnte sich Zeit lassen, stehen bleiben, die Atmosphäre aufnehmen und sich die Geschichte in seinem eigenen Tempo erschließen.

Für mich gehört Spinalonga definitiv zu den Ausflügen, die man auf Kreta nicht verpassen sollte.

Wer keinen Mietwagen nutzen möchte, findet zahlreiche organisierte Touren mit Hotelabholung. Wir selbst sind mit dem Mietwagen nach Elounda gefahren und haben die Fähre direkt vor Ort genommen.

Palm Beach – manchmal ist Aufgeben die klügere Entscheidung

Eigentlich wollten wir während unseres Aufenthalts noch deutlich mehr sehen.

Der berühmte Palmenstrand von Vai stand ganz oben auf unserer Liste.

Also stiegen wir eines Tages ins Auto und machten uns auf den Weg.

Was wir dabei allerdings unterschätzt hatten, waren die Entfernungen auf Kreta.

Die Insel ist deutlich größer und bergiger, als viele vermuten. Die Straßen sind zwar gut ausgebaut, führen aber oft durch Serpentinen, vorbei an Olivenhainen und durch die beeindruckende Berglandschaft der Insel.

Google Maps war dabei regelmäßig optimistischer als die Realität.

Als wir schließlich am Parkplatz oberhalb des Palmenstrandes ankamen, hatten wir bereits einige Stunden Fahrt hinter uns.

Von dort führte ein Weg hinunter zum Strand.

Das Problem?

40 Grad. Mittagssonne. Keine Kopfbedeckung. Kein Wasser. Und natürlich wieder Flipflops.

Heute frage ich mich selbst, was genau unser Plan gewesen ist.

Wir liefen ein Stück des Weges hinunter, blickten auf die wunderschöne Bucht mit den Palmen und trafen dann die vermutlich vernünftigste Entscheidung des Tages:

Wir drehten wieder um.

Der Ausblick von oben war wunderschön und hat uns vollkommen gereicht.

Rückblickend würde ich den Palmenstrand definitiv im Rahmen einer Bootstour besuchen. Viele Touren kombinieren verschiedene Buchten, Strände und Schnorchelstopps miteinander. Das ist deutlich entspannter und man kann die Landschaft genießen, ohne bei 40 Grad einen Berg hinunter- und wieder hinaufzulaufen.

Manchmal gehört zur Reiseerfahrung eben auch die Erkenntnis, dass nicht jeder Plan umgesetzt werden muss.

Ein Segeltörn, der mehr war als nur ein Ausflug

Als wir am Abend wieder zurück in den Hafen segelten, hatte ich das Gefühl, dass dieser Tag viel zu schnell vergangen war. Die Sonne ging langsam unter, das Meer wurde immer ruhiger und irgendwo zwischen türkisblauem Wasser, salziger Meeresluft und diesem Gefühl von Freiheit wusste ich: Das war einer dieser Urlaubstage, an die man sich noch Jahre später erinnert.

Und als wäre der Tag nicht ohnehin schon perfekt gewesen, hatte Carly – die Freundin unseres Skippers – noch einen Geheimtipp für uns.

Sie schwärmte von einem kleinen Crêpes-Stand in der Nähe des Hafens und meinte nur: „Wenn ihr hier seid, müsst ihr dort unbedingt einen Crêpe essen.“

Gesagt, getan.

Unser Transferfahrer wartete ohnehin noch auf uns und Carly organisierte kurzerhand, dass wir zuerst zum Crêpes-Stand gefahren wurden und anschließend zurück ins Hotel.

Ich weiß nicht, ob es an diesem ohnehin schon perfekten Tag lag oder ob der Crêpe tatsächlich so gut war – wahrscheinlich eine Mischung aus beidem. Aber ich kann bis heute sagen: Es war einer der besten Crêpes, die ich jemals gegessen habe.

Manchmal sind es eben genau diese kleinen Momente, die eine Reise besonders machen.

Rethymno – das Griechenland, das ich gesucht hatte

Ein weiteres Highlight war für mich Rethymno.

Während unser Urlaubsort wunderschön am Meer lag und perfekt zum Entspannen war, fehlte mir dort manchmal dieses typische Griechenland-Gefühl, das man aus Filmen oder Postkarten kennt.

Rethymno hat mir genau das gegeben.

Die engen Gassen, die kleinen Tavernen, die bunten Häuserfassaden, die Geschäfte mit Olivenöl, Gewürzen und Souvenirs, dazu das warme Licht am Abend – plötzlich hatte ich genau dieses Gefühl, das ich mit Griechenland verbunden hatte.

Wir schlenderten durch die Altstadt, gingen am Hafen entlang, aßen gemütlich zu Abend und ließen den Tag ausklingen.

Natürlich war es touristisch. Natürlich waren viele Menschen unterwegs.

Aber irgendwie fühlte es sich trotzdem authentisch an.

Vielleicht lag es daran, dass wir erst am Abend dort waren, als die größte Hitze vorbei war. Vielleicht lag es an der entspannten Stimmung. Vielleicht auch einfach daran, dass dieser Ort genau meinen Vorstellungen von Griechenland entsprach.

Jedenfalls war Rethymno einer dieser Orte, an die ich jederzeit zurückkehren würde.

Kreta bei 40 Grad – und trotzdem wunderschön

Rückblickend war dieser Urlaub ganz anders, als wir ihn ursprünglich geplant hatten.

Eigentlich wollten wir deutlich mehr von Kreta sehen. Elafonissi stand auf unserer Liste. Palm Beach stand auf unserer Liste. Noch mehr Ausflüge, noch mehr Strände und noch mehr Inselerkundungen.

Aber manchmal macht einem die Natur einfach einen Strich durch die Rechnung.

Bei Temperaturen von bis zu 40 Grad war irgendwann klar, dass klassisches Sightseeing nicht mehr wirklich die beste Idee ist.

Also haben wir das gemacht, was in diesem Moment richtig war.

Wir haben entschleunigt.

Wir haben Zeit am Pool verbracht, Fußball-Europameisterschaft in der Bar geschaut, Cocktails getrunken, lange Gespräche geführt und einfach den Moment genossen.

Kleiner Einschub am Rande: Vanessa hat es tatsächlich geschafft, sich trotz Sonnencreme nach einer halben Stunde mit einem Buch im Pool ordentlich zu verbrennen. Manchmal hilft selbst die beste Vorbereitung einfach nicht weiter.

Und genau deshalb denke ich heute so gerne an diese Reise zurück.

Mein Fazit zu Kreta

Wenn man mich heute fragt, ob mich Griechenland genauso begeistert hat wie Italien, dann lautet die ehrliche Antwort: Nein.

Italien wird für mich wahrscheinlich immer einen ganz besonderen Platz im Herzen haben.

Aber Kreta hat etwas anderes geschafft.

Kreta hat mich entschleunigt.

Der Segeltörn nach Dia Island, das Schnorcheln im türkisblauen Wasser, die warmen Sommerabende in Rethymno, die Überfahrt nach Spinalonga und dieses Gefühl, einfach mal nichts leisten zu müssen – all das hat mir eine Ruhe gegeben, die ich damals genau gebraucht habe.

Und vielleicht war genau das die wichtigste Erkenntnis dieser Reise.

Griechenland muss man nicht abhaken, indem man möglichst viele Sehenswürdigkeiten besucht.

Griechenland muss man erleben.

Am besten vom Wasser aus.

Denn spätestens während unseres Segeltörns wurde mir klar, warum so viele Menschen von Inselhopping, Segelreisen und kleinen Bootstouren durch die Ägäis schwärmen.

Diese Inselwelt scheint genau dafür gemacht worden zu sein.

Von Insel zu Insel treiben, in kleinen Buchten ankern, im glasklaren Wasser schwimmen, gemeinsam essen und den Sonnenuntergang auf dem Meer erleben.

Es gibt Reiseerlebnisse, die man schwer beschreiben kann.

Und genau dazu gehört für mich Griechenland.

Nicht wegen der Sehenswürdigkeiten.

Sondern wegen dieses Gefühls von Freiheit, Leichtigkeit und Seelenfrieden, das zwischen Meer, Sonne und den griechischen Inseln ganz von selbst entsteht.

Italien

Rom - die ewige Stadt

Rom und ich – das ist tatsächlich eine ganz besondere Geschichte. Schon bei meinem ersten Besuch im Jahr 2023 hatte ich sofort dieses Gefühl: Diese Stadt lässt mich nicht mehr los. Damals hatte ich nur drei Tage Zeit und habe natürlich die klassische
Christiane Seliger
08.08.2026
5 min Lesezeit

Rom und ich – das ist tatsächlich eine ganz besondere Geschichte.

Schon bei meinem ersten Besuch im Jahr 2023 hatte ich sofort dieses Gefühl: Diese Stadt lässt mich nicht mehr los.

Damals hatte ich nur drei Tage Zeit und habe natürlich die klassischen Rom Sehenswürdigkeiten besucht: den Petersdom, das Kolosseum, das Forum Romanum, die Spanische Treppe, den Trevi-Brunnen und das wunderschöne Viertel Trastevere.

Aber Rom besteht nicht nur aus berühmten Bauwerken.

Was mir damals besonders gefallen hat, waren die kleinen Momente dazwischen: durch enge Gassen schlendern, spontan in ein Restaurant gehen, einen Aperol auf einer Piazza trinken und einfach dieses besondere italienische Lebensgefühl aufsaugen.

Schon nach meiner ersten Reise war klar:

Ich komme wieder.

Und tatsächlich dauerte es nicht lange.

2026 war es erneut so weit – diesmal als Teil unserer Sardinien- und Amalfiküste-Reise. Nach unserem Roadtrip über Sardinien flogen wir am Abend von Cagliari nach Rom.

Natürlich wäre es keine Rom-Reise von mir, wenn nicht direkt am Anfang irgendetwas schiefgehen würde.

Denn genau das gehört irgendwie auch zu Italien dazu: ein bisschen Chaos, viel Improvisation und am Ende funktioniert es meistens trotzdem.

Rom Flughafen Transfer: Warum Ciampino etwas komplizierter ist als Fiumicino

Wir flogen mit Ryanair von Cagliari nach Rom Ciampino.

Wer über den Flughafen Fiumicino anreist, hat es relativ einfach: Mit dem Leonardo Express kommt man direkt zum Hauptbahnhof Roma Termini und ist schnell mitten in der Stadt.

Ciampino funktioniert allerdings etwas anders.

Unser Plan war eigentlich unkompliziert: Vom Flughafen mit dem Bus in die Innenstadt fahren und anschließend zu unserer Unterkunft weitergehen.

Die Realität sah etwas anders aus.

Nach unserer Landung standen wir nachts an der Bushaltestelle und suchten unseren Bus. Das Problem: Die Haltestellen waren nicht ganz so eindeutig ausgeschildert, wie wir erwartet hatten.

Und dann begann das typische römische Verkehrschaos.

Wir wurden von einer Bushaltestelle zur nächsten geschickt. Ein Fahrer meinte, wir müssten dort warten, ein anderer schickte uns wieder zurück. Jeder hatte eine andere Information.

Nach ungefähr 30 Minuten waren wir genauso schlau wie vorher.

Natürlich schaute ich irgendwann bei Uber nach.

Der Preis: knapp 80 Euro.

Im Notfall wäre das natürlich möglich gewesen, aber wir wollten noch nicht aufgeben.

Dann kam unser persönlicher Rom-Moment:

Ein Busfahrer, ein Reisender mit Englischkenntnissen und ich mitten dazwischen.

Also habe ich kurzerhand zwischen Italienisch und Englisch übersetzt.

Und plötzlich war alles ganz einfach.

Der Busfahrer lachte, winkte uns heran und sagte sinngemäß:

“Kommt, steigt ein, ich nehme euch mit.”

Und genau solche Situationen liebe ich an Italien.

Nicht alles läuft perfekt – aber irgendwie findet sich immer eine Lösung.

Irgendwann mitten in der Nacht kamen wir endlich in Rom an und konnten in unsere Unterkunft einchecken.

Wir waren müde und ziemlich fertig, aber rückblickend gehört genau dieses kleine Chaos mittlerweile fast zu meinen Italien-Erinnerungen dazu.

Rom Sehenswürdigkeiten entdecken: Warum man die Stadt nicht stressen sollte

Nach der kurzen Nacht wollten wir natürlich direkt los und Rom erkunden.

Auch wenn ich bereits einmal dort gewesen war, gibt es in dieser Stadt immer wieder neue Ecken zu entdecken.

Mein größter Tipp für Rom:

Versucht nicht, alles abzuhaken.

Rom ist keine Stadt, die man einfach besucht und danach eine Liste abhakt. Rom lebt von den kleinen Straßen, den Cafés, den Plätzen und den Momenten dazwischen.

Unser erster Programmpunkt waren die Katakomben von Rom.

Katakomben von Rom: Spannende Geschichte, aber nicht mein persönlicher Favorit

Ich kannte bereits die berühmten Katakomben von Paris und war deshalb sehr gespannt, wie die römischen Katakomben im Vergleich wirken würden.

Die Katakomben von Rom sind definitiv interessant und besonders für Geschichtsinteressierte einen Besuch wert.

Die unterirdischen Anlagen entstanden vor allem in den ersten Jahrhunderten nach Christus und geben einen spannenden Einblick in die frühe christliche Geschichte Roms.

Eine Besichtigung ist nur mit Führung möglich. Alleine darf man die Katakomben nicht betreten.

Was man allerdings wissen sollte:

Wer spektakuläre Knochenkammern wie in Paris erwartet, könnte enttäuscht sein.

Es gibt zwar Räume mit Skeletten und menschlichen Überresten, aber der große visuelle Wow-Effekt blieb bei mir persönlich aus.

Trotzdem fand ich den Besuch spannend, weil man eine ganz andere Seite Roms kennenlernt – abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten wie Kolosseum und Trevi-Brunnen.

Hop-on-Hop-off-Bus Rom: Lohnt sich die Stadtrundfahrt wirklich?

Nach den Katakomben ging es weiter Richtung Innenstadt.

Wir entschieden uns spontan für eine Hop-on-Hop-off-Tour in Rom, weil ich dieses Konzept einfach einmal ausprobieren wollte.

Mein Fazit:

Es war nicht schlecht – aber bei einem zweiten Besuch würde ich es wahrscheinlich anders machen.

Der Grund:

Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Rom liegen relativ nah beieinander und lassen sich wunderbar zu Fuß erkunden.

Vom Trevi-Brunnen zur Spanischen Treppe, weiter zur Piazza Navona oder durch Trastevere – genau diese Wege machen Rom eigentlich aus.

Bei der Hop-on-Hop-off-Tour bist du außerdem nicht direkt an den Sehenswürdigkeiten. Du steigst aus und musst trotzdem noch ein Stück laufen.

Wir stiegen beispielsweise am Trevi-Brunnen aus und entschieden spontan, nicht wieder zur Haltestelle zurückzugehen.

Und genau diese Entscheidung war wahrscheinlich eine der besten.

Wir liefen einfach los.

Durch kleine Gassen, vorbei an Geschäften und Cafés, machten eine Pause mit Latte Macchiato, schauten in Schaufenster und genossen den Nachmittag ohne festen Plan.

Und genau so würde ich Rom heute jedem empfehlen.

Weniger Stress.

Mehr treiben lassen.

Die schönsten Rom Sehenswürdigkeiten: Kolosseum, Plätze und das echte Dolce Vita erleben

Nach unserem Spaziergang durch die Innenstadt wurde mir wieder bewusst, warum ich Rom so besonders finde.

Natürlich gibt es die berühmten Sehenswürdigkeiten wie das Kolosseum, den Petersdom oder den Trevi-Brunnen. Aber das eigentliche Erlebnis entsteht oft nicht beim Abhaken dieser Orte, sondern auf dem Weg dorthin.

Eine kleine Gasse, ein verstecktes Café, ein spontaner Aperitivo oder ein Platz, an dem man einfach sitzen bleibt – genau diese Momente machen für mich den Zauber Roms aus.

Rom zu Fuß entdecken: Warum Spaziergänge oft schöner sind als Sightseeing-Marathons

Bei meinem ersten Besuch 2023 wollte ich natürlich möglichst viel sehen. Das ist beim ersten Mal auch völlig verständlich.

Man möchte das Kolosseum sehen, Fotos am Trevi-Brunnen machen, den Petersdom besuchen und möglichst viele bekannte Orte kennenlernen.

Beim zweiten Besuch habe ich Rom deutlich entspannter erlebt.

Ich habe gemerkt: Die Stadt funktioniert nicht nach dem Prinzip „je mehr Sehenswürdigkeiten, desto besser“.

Rom ist eine Stadt, in der man Zeit braucht.

Zeit für einen Kaffee am Morgen, eine Pause im Schatten, ein langes Abendessen und einen Spaziergang durch beleuchtete Straßen.

Mein persönlicher Tipp für eine Rom-Reise:

Plant nicht jeden Moment durch.

Lasst bewusst Platz für spontane Entdeckungen.

Private Rom Tour: Warum ich heute eher eine individuelle Tour wählen würde

Wenn das Budget vorhanden ist, würde ich bei einem weiteren Besuch tatsächlich eher eine private Tour durch Rom buchen.

Damit meine ich nicht, sich von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit hetzen zu lassen, sondern die Stadt entspannt aus einer anderen Perspektive kennenzulernen.

Eine Vespa-Tour mit Fahrer, eine Fahrt im Oldtimer oder eine private Stadtrundfahrt am Abend stelle ich mir unglaublich schön vor.

Gerade wenn die Sonne untergeht und die historischen Gebäude beleuchtet sind, bekommt Rom noch einmal eine ganz andere Atmosphäre.

Was ich dagegen nicht empfehlen würde:

Selbst mit dem Auto durch Rom fahren.

Der Verkehr ist wirklich speziell.

Roller kommen aus allen Richtungen, Straßen sind voll und Parkplätze sind schwer zu finden. Wenn man Rom genießen möchte, sollte man das Auto lieber stehen lassen.

Trevi-Brunnen, Spanische Treppe und Piazza Navona: Die klassischen Rom Sehenswürdigkeiten

Natürlich gehören die berühmten Orte trotzdem zu jeder ersten Rom-Reise dazu.

Trevi-Brunnen in Rom

Der Trevi-Brunnen ist wahrscheinlich einer der bekanntesten Orte der Stadt.

Auch wenn dort fast immer viele Menschen stehen, lohnt sich ein Besuch.

Mein Tipp:

Geht früh morgens oder spät abends hin.

Tagsüber ist der Platz oft extrem voll. Am Abend, wenn die Gebäude beleuchtet sind und die meisten Tagestouristen verschwunden sind, wirkt der Trevi-Brunnen deutlich magischer.

Spanische Treppe

Auch die Spanische Treppe gehört zu den klassischen Fotospots in Rom.

Die Treppe selbst ist nicht riesig, aber die Umgebung mit den eleganten Straßen, Geschäften und Cafés macht den Besuch besonders.

Piazza Navona

Die Piazza Navona gehört für mich zu den schönsten Plätzen Roms.

Hier merkt man besonders dieses typische italienische Lebensgefühl:

Menschen sitzen draußen, Straßenkünstler treten auf und rundherum befinden sich historische Gebäude.

Genau hier hatte ich bereits bei meiner ersten Rom-Reise eine unglaublich gute Pizza gegessen.

Deshalb wollte ich unbedingt zurück.

Und tatsächlich:

Die Pizza war wieder fantastisch.

Ich glaube, genau diese kleinen Orte mit persönlichen Erinnerungen machen Reisen so besonders.

Man kommt nicht nur wegen des Essens zurück, sondern wegen des Gefühls, das damit verbunden ist.

Rooftop-Bar Rom: Abend mit Blick auf das beleuchtete Kolosseum

Einer der schönsten Abende unserer Rom-Reise war unser Besuch in einer Bar mit Blick auf das Kolosseum.

Ich hatte den Tisch beziehungsweise den Platz vorher reserviert, was ich bei solchen Locations unbedingt empfehlen würde.

Gerade in Rom sind beliebte Aussichtspunkte und Rooftop-Bars schnell ausgebucht.

Die Bar selbst war nicht klassisch auf einem hohen Dach, aber die Aussicht war trotzdem beeindruckend.

Vor uns lag das beleuchtete Kolosseum, während wir Cocktails tranken und den Abend langsam ausklingen ließen.

Im Preis enthalten waren verschiedene Getränke, Wasser und kleine Snacks wie Chips und Oliven. Es gab einen Mindestverzehr pro Person, aber für diese besondere Atmosphäre war es das für uns wert.

Das Kolosseum bei Nacht zu sehen, während die Stadt langsam ruhiger wird, gehört definitiv zu den Momenten, die ich von Rom besonders in Erinnerung behalten werde.

Rom im Sommer: Meine Erfahrungen mit Hitze und Menschenmassen

Viele fragen sich: Wann ist die beste Reisezeit für Rom?

Meine Antwort:

Das hängt stark von den eigenen Vorlieben ab.

Ich persönlich war im August in Rom und fand diese Zeit wunderschön.

Ja, es war heiß.

Sehr heiß sogar.

Gerade mittags sollte man die Temperaturen nicht unterschätzen. Bei meinem Besuch haben wir erlebt, dass einige Menschen aufgrund der Hitze Kreislaufprobleme bekommen haben.

Für mich persönlich hatte der August aber auch Vorteile:

  • lange, warme Abende
  • wunderschöne Sonnenuntergänge
  • lebendige Atmosphäre
  • perfektes Wetter für Aperitivo draußen

Wenn du Hitze nicht gut verträgst, würde ich eher den Frühling oder Herbst empfehlen.

April, Mai, September und Oktober sind wahrscheinlich die angenehmsten Monate für eine Rom-Reise.

Die Temperaturen sind milder und viele Sehenswürdigkeiten lassen sich entspannter erkunden.

Rom Tipps für 3 bis 5 Tage: So würde ich die Stadt heute planen

Nach zwei Besuchen in Rom würde ich sagen:

Drei Tage reichen, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kennenzulernen.

Für ein wirklich entspanntes Rom-Erlebnis würde ich aber eher fünf Tage einplanen.

Meine Empfehlung:

Rom in 3 Tagen

Perfekt für Erstbesucher:

  • Kolosseum und Forum Romanum
  • Vatikan und Petersdom
  • Trevi-Brunnen
  • Spanische Treppe
  • Piazza Navona
  • Trastevere

Rom in 5 Tagen

Zusätzlich:

  • Katakomben von Rom
  • weniger bekannte Viertel entdecken
  • längere Cafépausen
  • Tagesausflug in die Umgebung möglich
  • mehr Zeit zum Genießen

Denn genau das ist Rom:

Nicht nur Sehenswürdigkeiten.

Sondern Atmosphäre.

Mein Fazit zu Rom: Warum ich die ewige Stadt immer wieder besuchen würde

Nach zwei Reisen nach Rom kann ich sagen: Diese Stadt lässt sich nicht einfach abhaken.

Natürlich gehören Sehenswürdigkeiten wie das Kolosseum, der Petersdom, der Trevi-Brunnen und das Forum Romanum zu jeder ersten Rom-Reise dazu. Aber für mich ist Rom vor allem das, was zwischen diesen bekannten Orten passiert.

Es sind die kleinen Gassen am Abend, ein Espresso an einer italienischen Bar, eine spontane Pizza auf einer Piazza und diese Mischung aus Chaos, Geschichte und Lebensfreude, die Rom so besonders macht.

Meine wichtigsten Rom Tipps kurz zusammengefasst

Wie viele Tage braucht man für Rom?
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten reichen drei Tage aus. Wer Rom aber wirklich entspannt erleben möchte, sollte meiner Meinung nach eher fünf Tage einplanen. So bleibt genug Zeit für Sightseeing, gutes Essen und spontane Entdeckungen.

Wann ist die beste Reisezeit für Rom?
Das hängt von den eigenen Vorlieben ab. Ich persönlich war im August in Rom und habe die warmen Abende und die besondere Sommeratmosphäre sehr genossen. Allerdings sollte man die Hitze nicht unterschätzen. Wer mildere Temperaturen bevorzugt, ist im Frühling oder Herbst mit April, Mai, September oder Oktober wahrscheinlich besser aufgehoben.

Sollte man Tickets für Rom Sehenswürdigkeiten vorab buchen?
Ja, unbedingt. Besonders für das Kolosseum, das Forum Romanum und den Vatikan lohnt es sich, Tickets vorab zu reservieren. So spart man Wartezeit und kann die Reise entspannter genießen.

Wie bewegt man sich am besten in Rom fort?
Viele Sehenswürdigkeiten lassen sich wunderbar zu Fuß erkunden. Für längere Strecken oder Fahrten mit Gepäck würde ich persönlich eher Uber oder einen Fahrdienst nutzen. Die öffentlichen Verkehrsmittel funktionieren zwar grundsätzlich, können durch den Verkehr aber manchmal unberechenbar sein.

Rom hat mir wieder einmal gezeigt, warum ich Italien so liebe.

https://gyg.me/UJYXm6F1 (Colloseum, Forum Romanum und Palatinhügel)

https://gyg.me/qny47Wzt ( Rom Vespa Tour mit Fahrer)

https://gyg.me/VSzGtmVV (Sixtinische Kapelle, Vatikan ticket ohne Anstehen)

https://gyg.me/krBHJ81a (Katakomben von Rom mit Transfer und Kapuzinergruft)

Indonesien

Bali & Singapur

Solo-Reise nach Bali und Singapur: Wie ein gestrichener Rückflug meine Reise verändert hat Manche Reisen plant man monatelang bis ins kleinste Detail. Man liest Reiseführer, speichert Orte auf Google Maps und überlegt sich schon vor der Abreise, welc
Christiane Seliger
08.08.2026
5 min Lesezeit

Solo-Reise nach Bali und Singapur: Wie ein gestrichener Rückflug meine Reise verändert hat

Manche Reisen plant man monatelang bis ins kleinste Detail. Man liest Reiseführer, speichert Orte auf Google Maps und überlegt sich schon vor der Abreise, welche Cafés, Strände und Sehenswürdigkeiten man besuchen möchte.

Und dann gibt es diese Reisen, bei denen plötzlich nichts mehr nach Plan läuft – und genau dadurch alles besonders wird.

Meine dreiwöchige Solo-Reise nach Bali und Singapur sollte eigentlich ganz unkompliziert werden: einige Tage Bali, anschließend ein kurzer Aufenthalt in Singapur und danach zurück nach Deutschland. Dass ausgerechnet ein gestrichener Rückflug dazu führen würde, dass ich die Reise völlig anders erleben würde als geplant, konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen.

Rückblickend war genau dieser ungeplante Umweg das Beste, was mir passieren konnte.

Bali in der Regenzeit: Mein chaotischer Start in die Reise

Mein Abenteuer begann Ende Februar auf Bali – mitten in der Regenzeit. Schon bei meiner Ankunft am Flughafen in Denpasar wurde ich daran erinnert, dass selbst gelernte Tourismuskauffrauen nicht immer perfekt vorbereitet sind.

Das E-Visum hatte ich natürlich nicht vorab ausgefüllt.

Nach einem langen Flug stand ich also mit meinem Gepäck am Flughafen, suchte eine halbwegs stabile Internetverbindung und versuchte, sämtliche Formulare auszufüllen. Die Verbindung war eher bescheiden und meine Geduld wurde direkt auf die Probe gestellt.

Nicht unbedingt der entspannteste Start in eine Reise – aber nach einigen Versuchen war alles erledigt und mein Bali-Abenteuer konnte endlich beginnen.

Von Denpasar ging es weiter nach Ubud, meinem ersten Stopp auf der Insel.

Ubud: Yoga, Reisfelder und Entschleunigung im Herzen Balis

Meine Unterkunft in Ubud lag mitten im Grünen. Ein Infinity-Pool mit Blick auf die umliegenden Reisfelder klang nach dem perfekten Ort, um nach der langen Anreise anzukommen.

Zumindest theoretisch.

Praktisch regnete es während meines Aufenthalts immer wieder. Anstatt stundenlang am Pool zu liegen, verbrachte ich mehr Zeit damit, den tropischen Regen zu beobachten und die besondere Atmosphäre dieser Jahreszeit auf Bali auf mich wirken zu lassen.

Genau das machte Ubud für mich so besonders.

Der Ort hat eine ganz eigene Energie. Zwischen Tempeln, kleinen Cafés, Reisfeldern und dichter tropischer Vegetation dreht sich vieles um Yoga, Meditation, Wellness und einen bewussteren Lebensstil.

Ich hatte mir vorgenommen, Bali nicht wie eine Checkliste abzuarbeiten. Deshalb standen nicht möglichst viele Sehenswürdigkeiten pro Tag auf meinem Programm, sondern genau das Gegenteil: Yoga, Pilates, Meditation, Spaziergänge, gutes Essen und Zeit für meine Arbeit als Content Creator.

Meine Highlights in Ubud: Alchemy, Pyramids of Chi und Campuhan Ridge Walk

Besonders gefallen haben mir das Alchemy, die Pyramids of Chi und der Campuhan Ridge Walk.

Gerade der Campuhan Ridge Walk war für mich einer dieser Orte, an denen man nicht unbedingt eine spektakuläre Sehenswürdigkeit erwartet, aber trotzdem gerne länger bleibt. Der Weg durch die grüne Landschaft, die Ruhe am frühen Morgen und die Aussicht auf die umliegenden Hügel gehören zu den Momenten, die Bali für mich ausmachen.

Auf die bekannten Instagram-Spots wie den Jungle Swing habe ich bewusst verzichtet. Nicht, weil diese Orte grundsätzlich schlecht sind, sondern weil ich Bali anders erleben wollte. Mich reizten weniger perfekte Fotomotive und mehr die kleinen Momente dazwischen.

Nordbali: Warum sich ein Aufenthalt in Munduk lohnt

Nach einigen Tagen in Ubud ging meine Reise weiter Richtung Norden. Für die Strecke hatte ich mir einen privaten Fahrer organisiert und mehrere Stopps eingeplant.

Schon die Fahrt selbst war ein Erlebnis. Während sich die Straßen langsam von den belebteren Gegenden entfernten, wurde die Landschaft immer grüner und ruhiger.

Ein erster Stopp war der Leke-Leke Waterfall. Der Weg dorthin führte durch dichten Wald und die natürliche Umgebung machte den Wasserfall für mich besonders sehenswert.

Auch der Pura Ulun Danu Beratan war ein beeindruckender Anblick. Der berühmte Wassertempel liegt am Bratan-See und wirkt durch seine Lage fast so, als würde er auf dem Wasser schweben.

Mein eigentliches Highlight im Norden Balis war jedoch die Region rund um Munduk und der Sekumpul Waterfall.

Munduk und Sekumpul Wasserfall: Das ruhige Bali abseits der bekannten Orte

Schon meine Unterkunft in Munduk war ein Erlebnis für sich. Ein Infinity-Pool mit Blick über den Regenwald, absolute Stille und diese besondere Atmosphäre, die man in den touristischeren Regionen Balis teilweise vermisst.

Nach Tagen voller Geräusche, Verkehr und neuer Eindrücke fühlte sich dieser Ort unglaublich entschleunigend an.

Den Sekumpul-Wasserfall selbst habe ich nicht von unten besucht, sondern die Aussicht von oben genossen. Bei einer Limonade in der nahegelegenen Hanging Restaurant & Bar saß ich einfach da und ließ diesen Moment auf mich wirken.

Genau diese Situationen bleiben mir von Reisen oft am stärksten im Gedächtnis: nicht unbedingt die größten Sehenswürdigkeiten, sondern die Momente, in denen man einfach innehält.

Warum Nordbali mehr als einen Tagesausflug wert ist

Viele Reisende besuchen den Norden Balis nur im Rahmen eines Tagesausflugs. Ich persönlich würde davon abraten.

Die Fahrtzeiten sind nicht zu unterschätzen und gerade die Ruhe dieser Region ist etwas, das man nicht zwischen zwei Programmpunkten erleben kann.

Wer nach Bali reist und nicht nur die bekannten Orte sehen möchte, sollte meiner Meinung nach mindestens ein bis zwei Nächte in Munduk einplanen. Die Region zeigt eine andere Seite der Insel: grüner, ruhiger und deutlich weniger hektisch.

Ein gestrichener Rückflug: Als meine Bali-Reise plötzlich anders verlief

Eigentlich sollte meine Reise nach dem Aufenthalt im Norden Balis noch weiter nach Uluwatu gehen. Ich hatte bereits Pläne gemacht, Unterkünfte angeschaut und mich darauf gefreut, noch eine weitere Facette der Insel kennenzulernen.

Doch genau in diesem Moment kam die Nachricht, die alles veränderte:

Mein Rückflug wurde gestrichen.

Plötzlich ging es nicht mehr darum, welchen Tempel oder welchen Strand ich als Nächstes besuchen wollte. Die einzige Frage war: Wie komme ich überhaupt wieder nach Hause?

Im ersten Moment war ich ehrlich gesagt ziemlich überfordert. Eine gestrichene Rückreise bedeutet nicht nur, einen neuen Flug zu finden. Es bedeutet auch, Unterkünfte neu zu planen, Termine zu verschieben und sich mit einer Situation auseinanderzusetzen, auf die man überhaupt nicht vorbereitet war.

Nach kurzem Überlegen entschied ich mich jedoch bewusst gegen weiteren Stress.

Statt noch mehr zu organisieren und möglichst schnell einen Ersatzplan aufzustellen, wollte ich einfach einen Ort finden, an dem ich zur Ruhe kommen konnte.

Meine Wahl fiel auf Canggu.

Canggu: Surfen, Wellness und ein Alltag ohne festen Plan

Die nächsten Tage in Canggu waren ganz anders als der ursprüngliche Teil meiner Bali-Reise.

Während Ubud für mich vor allem Ruhe, Spiritualität und Natur bedeutete, fühlte sich Canggu lebendiger und internationaler an. Hier treffen Surfer, digitale Nomaden, Yogis, Kreative und Reisende aus aller Welt aufeinander.

Mein Tagesablauf hatte plötzlich keinen festen Plan mehr – und genau das tat gut.

Ich verbrachte meine Zeit mit Surfen, Yoga, Pilates, Eisbädern, Saunagängen, Training im Fitnessstudio und langen Spaziergängen. Dazwischen gab es gutes Essen, Gespräche mit neuen Menschen und viele kleine Momente, für die im normalen Alltag oft wenig Platz bleibt.

Eigentlich hatte ich diese ungeplanten Tage zunächst als notwendige Verlängerung gesehen. Im Nachhinein waren sie aber einer der wertvollsten Teile meiner Reise.

Denn manchmal merkt man erst, wie sehr man eine Pause braucht, wenn man sie plötzlich bekommt.

Ich arbeitete, fotografierte, erstellte Content und genoss es, meinen Tag nach meinem eigenen Rhythmus zu gestalten. Ohne ständige To-do-Liste, ohne Zeitdruck und ohne das Gefühl, möglichst viel sehen zu müssen.

Was ich auf Bali wirklich gesucht habe

Wenn ich heute auf meinen Bali-Aufenthalt zurückblicke, fällt mir auf, dass ich gar nicht die meisten Sehenswürdigkeiten der Insel gesehen habe.

Ich war nicht an jedem berühmten Strand, habe nicht jede bekannte Sehenswürdigkeit besucht und habe nicht versucht, möglichst viele Orte auf meiner Karte abzuhaken.

Und genau das war vielleicht das Schönste daran.

Bali hat mir nicht die perfekte Postkartenreise beschert, die ich ursprünglich geplant hatte. Stattdessen hat mir die Insel etwas anderes gegeben: Zeit.

Zeit, langsamer zu werden. Zeit, neue Menschen kennenzulernen. Zeit, wieder mehr auf mein eigenes Gefühl zu hören.

Als ich Bali schließlich verlassen musste, hatte ich nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Vielmehr hatte ich das Gefühl, genau das erlebt zu haben, was ich zu diesem Zeitpunkt gebraucht hatte.

Doch während ich auf Bali langsam zur Ruhe gekommen war, wartete in Singapur bereits ein kompletter Kontrast auf mich.

Singapur: Der perfekte Gegensatz zu Bali

Nach den ruhigen Tagen zwischen Reisfeldern, Regenwald und Stränden hätte der Wechsel kaum größer sein können.

Während Bali vor allem durch Natur, Spiritualität und Gelassenheit geprägt war, empfing mich Singapur mit futuristischer Architektur, beeindruckender Ordnung und einer Skyline, die wie aus einem Science-Fiction-Film wirkt.

Schon der Anflug auf Singapur war spektakulär.

Unter mir erstreckte sich die Küste mit unzähligen Containerschiffen, während die Hochhäuser der Stadt immer näher kamen. Die Größe und Organisation dieser Metropole waren bereits aus der Luft beeindruckend.

Und spätestens beim Betreten des Flughafens wurde klar: Singapur ist anders.

Jewel Changi Airport: Ein Flughafen, der selbst zur Sehenswürdigkeit wird

Normalerweise verbindet man einen Flughafen mit Warten, Umsteigen und möglichst schnellem Weiterreisen.

Der Jewel Changi Airport ist jedoch eine Ausnahme.

Tropische Pflanzen, riesige Wasserfälle, moderne Architektur und futuristische Skytrains sorgen dafür, dass man fast vergisst, dass man sich überhaupt an einem Flughafen befindet.

Allein dieser Ort wäre für viele Reisende bereits einen Besuch wert.

Für mich war es der perfekte erste Eindruck von Singapur: eine Stadt, die Technik und Natur miteinander verbindet.

Die nächste Herausforderung: Einreise ohne gültiges Rückflugticket

Allerdings begann mein Aufenthalt zunächst mit einer weiteren kleinen Herausforderung.

Da mein ursprünglicher Rückflug gestrichen worden war, hatte ich plötzlich kein gültiges Ausreiseticket mehr. Für die Einreise nach Singapur musste ich jedoch genau dieses vorweisen können.

Also musste ich kurzfristig handeln.

Ich buchte einen Flug nach Malaysia, den ich später nie antreten würde – nur um ein gültiges Weiterreiseticket nachweisen zu können.

Es war definitiv nicht die eleganteste Lösung, aber in diesem Moment ging es vor allem darum, überhaupt weiterzukommen.

Nachdem auch diese Hürde gelöst war, verbrachte ich mehrere Stunden am Flughafen und versuchte herauszufinden, wie meine tatsächliche Rückreise nach Deutschland aussehen würde.

Dann kam endlich die gute Nachricht.

Die Mitarbeiter von Qatar Airways waren unglaublich hilfsbereit und suchten gemeinsam mit mir nach einer Lösung. Nach vielen Gesprächen wurde ich schließlich kostenfrei auf einen Flug mit Air China über Peking umgebucht.

Was sich wenige Stunden zuvor noch wie ein großes Problem angefühlt hatte, entwickelte sich plötzlich zu einer unerwarteten Chance.

Denn statt nur wenige Stunden in Singapur zu verbringen, hatte ich nun mehrere zusätzliche Tage in dieser faszinierenden Stadt vor mir.

Singapur entdecken: Zwischen Skyline, Gärten und Formel-1-Momenten

Was zunächst wie eine ungeplante Verlängerung meiner Reise aussah, entwickelte sich schnell zu einem der schönsten Abschnitte meiner gesamten Solo-Reise nach Bali und Singapur.

Statt nur auf meinen Rückflug zu warten, entschied ich mich, jede zusätzliche Minute in dieser außergewöhnlichen Stadt zu nutzen.

Mein Hotel lag etwas außerhalb des Stadtzentrums, hatte aber einen wunderschönen Blick auf die Skyline und war dank der hervorragenden öffentlichen Verkehrsmittel perfekt angebunden. Genau das ist einer der Punkte, die Singapur so angenehm machen: Trotz der Größe der Stadt kommt man schnell und unkompliziert von einem Ort zum nächsten.

Meine Tage begannen meistens mit einer Runde im Fitnessstudio und Zeit am Pool, bevor ich mich auf den Weg machte, die verschiedenen Viertel und Sehenswürdigkeiten der Stadt zu erkunden.

Dabei wurde mir schnell klar: Singapur ist nicht nur ein Ort, den man besucht, um bestimmte Attraktionen abzuhaken. Die Stadt lebt vor allem von ihren Kontrasten.

Moderne Wolkenkratzer stehen direkt neben tropischen Grünanlagen, futuristische Architektur trifft auf traditionelle Viertel und trotz der Größe wirkt die Stadt erstaunlich entspannt.

Marina Bay: Mein persönlicher Formel-1-Moment in Singapur

Für mich als Formel-1-Fan gab es einen Ort, der natürlich ganz oben auf meiner Liste stand: die Strecke des Singapur Grand Prix.

Entlang der Marina Bay zu laufen und die berühmten Streckenabschnitte mit eigenen Augen zu sehen, war ein besonderer Moment.

Für Menschen, die mit Motorsport nichts anfangen können, klingt das wahrscheinlich unspektakulär. Für mich war es jedoch genau einer dieser Augenblicke, die man auf Reisen nicht planen kann.

Ich stand dort, wo jedes Jahr einige der spektakulärsten Rennen der Formel 1 stattfinden, und konnte mir kaum vorstellen, dass dieselben Straßen normalerweise von Rennwagen mit über 300 km/h befahren werden.

Diese Verbindung aus meiner persönlichen Leidenschaft und dem Gefühl, tatsächlich an diesem Ort zu sein, machte diesen Moment für mich besonders.

Gardens by the Bay: Das Wahrzeichen von Singapur

Einer der Orte, die bei keiner Singapur-Reise fehlen dürfen, sind die Gardens by the Bay.

Schon beim ersten Blick auf die riesigen Supertrees merkt man, dass Singapur einen ganz eigenen Weg geht. Die Stadt zeigt eindrucksvoll, dass moderne Architektur und Natur kein Gegensatz sein müssen.

Besonders beeindruckt haben mich:

  • der Cloud Forest
  • der Flower Dome
  • der OCBC Skyway

Der Cloud Forest mit seinem riesigen Wasserfall wirkt fast unwirklich. Zwischen tropischen Pflanzen, Nebel und moderner Architektur fühlt man sich eher wie in einer anderen Welt als mitten in einer Großstadt.

Doch mein persönliches Highlight war die abendliche Lichtshow der Supertrees.

Die Supertree Grove Lichtshow: Einer meiner schönsten Momente der Reise

Noch heute denke ich gerne an diese Abende zurück.

Ich setzte mich unter die beleuchteten Supertrees, hörte die Musik und beobachtete, wie die riesigen Baumkonstruktionen langsam zum Leben erwachten. Die Kombination aus Licht, Klang und der Skyline im Hintergrund hatte etwas unglaublich Besonderes.

Ich blieb nicht nur einmal länger dort als geplant.

Eigentlich wollte ich nur kurz vorbeischauen – und saß am Ende doch wieder da, weil ich mich von dieser Atmosphäre nicht lösen konnte.

Genau solche Momente machen für mich das Reisen aus. Es sind nicht immer die größten Abenteuer oder spektakulärsten Sehenswürdigkeiten. Manchmal ist es einfach dieses Gefühl, irgendwo zu sitzen und zu denken: „Genau jetzt möchte ich nirgendwo anders sein.“

Weitere Singapur-Highlights: Universal Studios, Marina Bay Sands und kleine Entdeckungen

Neben den großen Sehenswürdigkeiten waren es auch die vielen kleinen Erlebnisse, die meinen Aufenthalt in Singapur besonders gemacht haben.

Die Universal Studios Singapore sorgten für einen abwechslungsreichen Tag und waren eine schöne Abwechslung zu Architektur und Sightseeing.

Auch der Blick auf die Skyline vom Marina Bay Sands gehört zu den klassischen Singapur-Erlebnissen, die trotzdem nichts von ihrer Faszination verlieren.

Was ich an Singapur besonders mochte: Die Stadt fühlt sich trotz ihrer Größe nicht erdrückend an.

Zwischen den Hochhäusern findet man Parks, Gärten, Wasserflächen und ruhige Orte, an denen man einfach kurz stehen bleiben kann.

Mein Fazit zu Singapur: Eine Stadt, die mich überrascht hat

Eigentlich war ich nie jemand, der sich besonders zu Großstädten hingezogen gefühlt hat.

Normalerweise suche ich auf Reisen eher Berge, Meer, Natur und Orte, an denen man abschalten kann.

Singapur hat diese Einstellung verändert.

Die Stadt hat mir gezeigt, dass eine Metropole nicht automatisch hektisch und anonym sein muss. Singapur ist modern, sauber, sicher und unglaublich gut organisiert – gleichzeitig aber voller Grünflächen und besonderer Orte, die zum Verweilen einladen.

Genau diese Mischung hat mich begeistert.

Fazit meiner Solo-Reise nach Bali und Singapur

Wenn ich heute auf meine dreiwöchige Reise zurückblicke, denke ich nicht mehr an den gestrichenen Rückflug oder die Unsicherheit, die damit verbunden war.

Ich denke an Bali in der Regenzeit, an Yoga zwischen tropischem Grün, an die Wasserfälle im Norden, an ruhige Momente in Munduk und an die Tage in Canggu, an denen ich gelernt habe, ohne festen Plan zu genießen.

Ich denke an Singapur, an die Lichter der Supertrees, an die Marina Bay, an die Formel-1-Strecke und an das Gefühl, eine Stadt entdeckt zu haben, die ich ursprünglich gar nicht geplant hatte.

Diese Reise hat mir gezeigt, dass nicht immer die perfekt geplanten Reisen die schönsten sind.

Manchmal entstehen die besten Erinnerungen genau dann, wenn etwas nicht nach Plan läuft.

Mein gestrichener Rückflug war zunächst ein Problem. Am Ende war er der Grund dafür, dass ich Bali noch intensiver erleben und Singapur überhaupt entdecken durfte.

Und genau deshalb werde ich diese Reise wahrscheinlich nie vergessen.

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