

Von der Toskana bis nach Sizilien – eine Reise, zwei völlig unterschiedliche Welten
Toskana & Sizilien – wie eine Zugfahrt meine Liebe zu Süditalien noch größer machte
Nach meiner ersten Italienreise war für mich eines klar: Das würde nicht das letzte Mal gewesen sein.
Anfang 2025 zog es mich deshalb erneut nach Italien. Eigentlich wollte ich nur dem grauen deutschen Winter entfliehen. Daraus wurde am Ende eine mehrwöchige Reise, die unterschiedlicher kaum hätte sein können.
Der erste Teil führte mich gemeinsam mit einer Freundin in die Toskana. Danach ging es für mich alleine weiter – mit dem Nachtzug bis nach Sizilien.
Und genau diese Kombination hat diese Reise so besonders gemacht.
Die Toskana im Winter – eine ganz andere Seite Italiens
Unsere ersten Tage verbrachten wir in der Toskana. Auf dem Programm standen natürlich die Klassiker: Florenz, Pisa und eine Weinverkostung im Chianti-Gebiet.
Florenz haben wir komplett auf eigene Faust erkundet. Ehrlich gesagt braucht man dort gar nicht unbedingt einen straffen Sightseeing-Plan. Gerade die kleinen Gassen, die Cafés, die historischen Plätze und die besondere Atmosphäre machen den Charme dieser Stadt aus.
Natürlich kann man auf die Domkuppel steigen oder verschiedene Museen besuchen. Uns hat es aber völlig gereicht, einfach durch die Stadt zu schlendern, hier und da in kleine Läden zu schauen und den italienischen Alltag aufzusaugen.
Besonders überrascht hat mich allerdings die Reisezeit.
Wir waren Ende Februar dort. Natürlich war es noch zu kalt für kurze Hosen und T-Shirts – den Wintermantel hatten wir definitiv noch dabei. Dafür waren die Straßen angenehm leer. Kein Gedränge, keine langen Warteschlangen und deutlich entspannter als in den Sommermonaten.
Gerade wenn ihr Städte lieber in Ruhe erkundet, würde ich die Toskana außerhalb der Hauptsaison jederzeit wieder empfehlen.
Durch die Weinberge des Chianti
Ein echtes Highlight war unser Ausflug ins Chianti-Gebiet.
Über GetYourGuide hatten wir eine Tour inklusive Weinverkostung gebucht und besuchten zwei verschiedene Weingüter mitten in den sanften Hügeln der Toskana.
Allein die Landschaft war schon den Ausflug wert. Endlose Weinreben, kleine Dörfer, Zypressen und diese typisch toskanischen Straßen, die man sonst nur aus Filmen kennt.
Die Weinverkostungen haben natürlich ebenfalls ihren Teil dazu beigetragen. Da wir vorher ehrlich gesagt nicht besonders viel gegessen hatten, machte sich der Wein auch ziemlich schnell bemerkbar. Im Nachhinein gehört genau das aber zu den Momenten, über die wir heute noch lachen müssen.
Trotzdem würde ich den Ausflug heute wahrscheinlich etwas anders planen.
Damals waren wir mit einem Reisebus unterwegs. Das war zwar unkompliziert, aber mittlerweile würde ich mir lieber einen Mietwagen nehmen und die Toskana ganz individuell erkunden. Einfach dort anhalten, wo es gerade schön ist, spontan in einem kleinen Weingut einkehren und den Tag ohne festen Zeitplan genießen.
Genau so stelle ich mir die Toskana heute vor – am liebsten sogar mit einem kleinen Cabrio.
Die Ausflüge, die ich selbst empfehlen kann, findet ihr natürlich wieder gesammelt in meinem persönlichen Aktivitäten-Guide.
Mit dem Nachtzug nach Sizilien
Nach einigen wunderschönen Tagen verabschiedete sich meine Freundin wieder Richtung Deutschland.
Für mich begann jetzt der zweite Teil der Reise – und auf den hatte ich mich fast noch mehr gefreut.
Ich stieg in Pisa in den Nachtzug und fuhr quer durch Italien bis ganz in den Süden.
Allein diese Zugfahrt war schon ein Erlebnis.
Am nächsten Morgen erreichte ich das italienische Festland bei Reggio Calabria. Von dort ging es weiter mit der Fähre nach Sizilien.
Ich weiß gar nicht genau, warum mich dieser Moment so begeistert hat. Wahrscheinlich, weil ich plötzlich merkte, wie unkompliziert Reisen eigentlich sein kann.
Ich musste nicht noch einmal zum Flughafen, kein weiteres Mal einchecken oder durch Sicherheitskontrollen. Ich stieg einfach aus dem Zug, kaufte mir direkt am Hafen ein Fährticket, setzte innerhalb kurzer Zeit auf die Insel über und fuhr anschließend wieder ganz entspannt mit dem Zug weiter.
Irgendwie hatte das etwas unglaublich Entschleunigendes.
Sizilien – Liebe auf den ersten Blick
Von der Fähre ging es weiter nach Cefalù, wo meine Sprachschule lag.
Und genau auf dieser Zugfahrt passierte etwas, womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte.
Sizilien hatte mich innerhalb weniger Minuten komplett für sich gewonnen.
Es war Ende Februar beziehungsweise Anfang März und trotzdem herrschten dort angenehme 16 Grad. Während in Deutschland noch Winter war, schien hier die Sonne vom Himmel.
Links glitzerte das tiefblaue Meer, rechts zogen Palmen, Zitronen-, Orangen- und Avocadoplantagen vorbei. Dazwischen kleine Dörfer, grüne Hügel und in der Ferne der Ätna.
Ich hatte vorher ehrlich gesagt überhaupt nicht erwartet, dass Sizilien so grün ist.
In meinem Kopf war die Insel eher trocken und karg.
Die Realität sah komplett anders aus.
Je weiter der Zug Richtung Cefalù fuhr, desto mehr war ich einfach nur sprachlos. Diese Mischung aus Bergen, Meer, mediterraner Vegetation und dem allgegenwärtigen Vulkan im Hintergrund hat mich vom ersten Moment an begeistert.
Noch bevor ich überhaupt in meiner Unterkunft angekommen war, wusste ich bereits:
Diese Insel wird etwas ganz Besonderes.
Eine Woche Italienisch lernen – und dabei Sizilien kennenlernen
Mein Zuhause für die kommende Woche war die Solemar Academy in Cefalù.
Ich hatte mich bewusst für einen Sprachkurs entschieden und direkt über die Sprachschule ein Zimmer in einer WG gebucht. Wenn ich heute daran zurückdenke, muss ich immer noch ein bisschen über mich selbst lachen. Dass ich das wirklich gemacht habe, hätte ich mir ein paar Jahre vorher niemals zugetraut.
Rückblickend war es aber genau die richtige Entscheidung.
Ich wohnte mit zwei jungen Frauen zusammen, die beide bereits auf Sizilien lebten. Dadurch bekam ich nicht nur einen Sprachkurs, sondern auch ein kleines Stück italienischen Alltag mit.
Da die Sprachschule gerade erst aus der Winterpause zurückkam, waren wir in meiner Woche insgesamt nur drei Sprachschüler. Für mich bedeutete das einen riesigen Vorteil: Ich bekam praktisch Einzelunterricht.
Jeden Morgen begann der Unterricht gegen neun Uhr und ging bis mittags. Danach gab es Hausaufgaben – und genau die habe ich auch ernst genommen.
Denn ich war nicht nach Sizilien gereist, um möglichst viele Sehenswürdigkeiten abzuhaken. Ich wollte die Sprache lernen.
Also verbrachte ich meine Nachmittage damit, Vokabeln zu lernen, Grammatik zu üben und das Gelernte direkt im Alltag anzuwenden.
Ich ging zum Bäcker, kaufte Obst und Gemüse auf den kleinen Wochenmärkten, bestellte mein Gelato auf Italienisch und versuchte, mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen.
Gerade diese kleinen Momente haben mir unglaublich viel gebracht.
Besonders begeistert haben mich die vielen kleinen Obst- und Gemüseläden in Cefalù.
Alles wirkte frisch, regional und irgendwie viel ursprünglicher als ich es aus Deutschland kannte. Die Erdbeeren hatten tatsächlich Geschmack, die Orangen schmeckten nach Sonne und selbst ein einfacher Einkauf fühlte sich plötzlich nach Urlaub an.
Meine Nachmittage verliefen deshalb meistens ganz entspannt.
Ich machte meine Hausaufgaben, lernte noch ein bisschen Italienisch, ging am Strand spazieren, fotografierte mit meiner Kamera, machte Yoga oder setzte mich einfach mit einem Gelato ans Meer.
Abends wurde dann gekocht oder ich probierte eines der kleinen Restaurants in der Altstadt aus.
Genau diese Mischung aus Lernen, Entschleunigung und italienischem Alltag machte diese Woche für mich so besonders.
Palermo – der perfekte Abschluss
Nach meinem letzten Unterrichtstag wollte ich die Insel aber natürlich nicht verlassen, ohne wenigstens noch eine ihrer bekanntesten Städte kennenzulernen.
Also fuhr ich mit dem Zug nach Palermo.
Allein diese Zugfahrt war wieder völlig unkompliziert. Genau das liebe ich mittlerweile an Italien: Man kommt mit öffentlichen Verkehrsmitteln oft erstaunlich entspannt von A nach B.
Für meine letzte Nacht hatte ich ein kleines Boutique-Hotel in der Nähe des Hafens gebucht.
Und Palermo überraschte mich.
Besonders der Hafen mit seinen Bars und Restaurants hat mir unglaublich gut gefallen. Abends saßen dort Menschen zusammen, lachten, unterhielten sich und genossen einfach den Abend.
Überhaupt hatte ich das Gefühl, dass Palermo selbst Anfang März schon voller Leben war.
In den Straßen spielte Musik, die Restaurants waren gut besucht und überall herrschte diese besondere italienische Atmosphäre, die ich mittlerweile so liebe.
Mein Rückflug ging bereits früh am nächsten Morgen.
Trotzdem machte mir selbst die Heimreise keinen Stress. Vom Hotel lief ich einfach zum Bahnhof, stieg in den Zug zum Flughafen und wenige Minuten später saß ich bereits auf dem Weg nach Hause.
Einfacher hätte die Rückreise kaum sein können.
Warum ich definitiv zurückkehren werde
Diese Reise war anders als meine bisherigen Italienurlaube.
Ich habe in dieser Woche längst nicht alle Sehenswürdigkeiten Siziliens gesehen.
Ich war weder auf dem Ätna noch in Catania, habe viele Strände ausgelassen und Palermo eigentlich nur angerissen.
Aber genau deshalb weiß ich heute schon, dass ich zurückkommen werde.
Denn während andere Reiseziele für mich irgendwann abgeschlossen sind, hatte ich bei Sizilien eher das Gefühl, gerade erst angefangen zu haben.
Schon während meines Aufenthalts plante ich gedanklich meine nächste Rundreise über die Insel.
Dann mit mehr Zeit.
Mit einem Mietwagen.
Und mit deutlich besseren Italienischkenntnissen.
Denn Sizilien hat mich nicht nur landschaftlich begeistert.
Es hat mir gezeigt, wie schön es sein kann, eine Reise einmal nicht nach Sehenswürdigkeiten zu planen, sondern nach Erlebnissen.
Und genau deshalb gehört diese Woche bis heute zu meinen persönlich wertvollsten Reisen.
- https://gyg.me/MudDdqNf (Kajak-Tour Pisa)
- https://gyg.me/oBUzQAHV (Ticket für Pisa Kathedrale und Baptisterium)
- https://gyg.me/Es1n8L2T (Ticket für Brunelleschis Domkuppel Florenz)
- https://gyg.me/PQFROvVy (Florenz Golfcart Tour auf den Hügeln von Florenz und dem Piazza Michelangelo)
- https://gyg.me/PAl0LZBQ (Pastamaking in den Hügeln von Chianti)
- https://gyg.me/XATkEDA9 (Tour durch die Toskana in einem Fiat 500)
- https://gyg.me/YHHnGPOg (Heißluftballonfahrt über Chianti)
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Sri Lanka Rundreise mit Malediven: Meine perfekte Kombination aus Abenteuer, Natur und Erholung
Wenn mich jemand nach einer Reise fragt, die Abenteuer, Natur, Kultur und Entspannung miteinander verbindet, fällt mir sofort eine Kombination ein: eine Sri Lanka Rundreise mit anschließendem Urlaub auf den Malediven.
Genau diese Reise habe ich 2025 selbst gemacht – und obwohl seitdem einige neue Erlebnisse dazugekommen sind, denke ich noch immer regelmäßig daran zurück. Nicht, weil danach nichts Spannendes passiert ist, sondern weil diese Reise so viele unterschiedliche Momente vereint hat: aufregende Tierbeobachtungen, beeindruckende Landschaften, herzliche Begegnungen und schließlich ein paar entspannte Tage im Paradies.
Sri Lanka ist ein Land voller Gegensätze. Auf einer einzigen Reise erlebt man historische Tempel, grüne Teeplantagen, wilde Nationalparks, traumhafte Strände und eine Kultur, die unglaublich lebendig ist.
Gleichzeitig ist Sri Lanka nicht perfekt organisiert – und genau das macht für mich einen Teil des Charmes aus. Der chaotische Verkehr, die bunten Straßen, die spontanen Begegnungen und die herzliche Gastfreundschaft der Menschen machen jede Fahrt und jeden Tag zu einem kleinen Abenteuer.
Unsere Route durch Sri Lanka führte uns von den kulturellen Highlights rund um Sigiriya über die berühmte Zugstrecke nach Ella und eine Elefanten-Safari im Udawalawe Nationalpark bis an die Südküste. Zum Abschluss ging es für einige entspannte Tage auf die Malediven – die perfekte Ergänzung nach zwei intensiven Wochen voller Eindrücke.
Unsere Sri Lanka Route: Von Sigiriya bis an die Südküste
Unsere Rundreise durch Sri Lanka begann in Sigiriya, einer Region, die für viele Reisende zu den absoluten Highlights des Landes gehört.
Hier verbrachten wir zwei Nächte – und schon der erste Stopp zeigte uns, warum Sri Lanka als eines der abwechslungsreichsten Reiseziele Asiens gilt.
Zwischen historischen Bauwerken, tropischer Natur und einer beeindruckenden Tierwelt gibt es in dieser Gegend unglaublich viel zu entdecken.
Sigiriya und Pidurangala Rock: Der perfekte Sonnenaufgang über Sri Lanka
Natürlich durfte bei unserer Reise eines der bekanntesten Wahrzeichen Sri Lankas nicht fehlen: der berühmte Lion Rock.
Noch beeindruckender fand ich persönlich allerdings den Aufstieg zum Pidurangala Rock. Von dort oben hat man einen spektakulären Blick auf den Lion Rock und die umliegende Landschaft – besonders zum Sonnenaufgang.
Für diesen Moment standen wir sehr früh auf.
Über unser Hotel organisierten wir uns ein Tuk-Tuk, das uns noch im Dunkeln zum Ausgangspunkt brachte. Als wir ankamen, war es tatsächlich noch komplett dunkel und die Umgebung wirkte fast ein wenig geheimnisvoll.
Vor der Reise hatte ich gelesen, dass es sich beim Pidurangala Rock um eine leichte Wanderung handelt. Also machte ich das, was ich in warmen Ländern häufiger mache: Ich startete in Flip-Flops und einem langen Kleid.
Das Kleid war tatsächlich gar keine schlechte Entscheidung, denn der Weg führt zunächst durch einen Tempelbereich, in dem Schultern und Knie bedeckt sein müssen.
Die Flip-Flops hingegen waren definitiv nicht die beste Idee.
Pidurangala Rock Wanderung: Warum feste Schuhe die bessere Wahl sind
Von einer entspannten kleinen Wanderung würde ich persönlich nicht sprechen.
Der Weg führt über zahlreiche unregelmäßige Stufen stetig bergauf. Kurz vor dem Aussichtspunkt wird es deutlich anspruchsvoller und aus der Wanderung wird eher eine kleine Kletterpartie.
Um den Gipfel zu erreichen, muss man über große Felsen steigen und sich teilweise den besten Weg suchen.
Mit Flip-Flops war das eine Erfahrung, die ich so schnell nicht vergessen werde – allerdings nicht unbedingt eine, die ich wiederholen möchte.
Mein Tipp für alle, die den Pidurangala Rock besuchen möchten: Zieht feste Schuhe an. Sie machen den Aufstieg deutlich angenehmer und sicherer.
Oben angekommen waren die Strapazen jedoch sofort vergessen.
Als die Sonne langsam über der Landschaft Sri Lankas aufging und der Lion Rock aus dem Morgennebel auftauchte, wussten wir sofort, warum dieser Ort zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Sri Lankas gehört.
Dieser Moment war einer der Höhepunkte unserer gesamten Reise.
Lion Rock oder Pidurangala Rock: Welche Wanderung lohnt sich mehr?
Der Lion Rock ist ohne Frage eines der bekanntesten Wahrzeichen Sri Lankas und für viele Erstbesucher ein absolutes Muss.
Der historische Felsen mit seiner beeindruckenden Lage und Geschichte ist einzigartig. Allerdings ist der Eintritt deutlich teurer und lag bei unserem Besuch bei rund 30 US-Dollar pro Person.
Der Pidurangala Rock kostet dagegen nur einen Bruchteil davon und bietet meiner Meinung nach den spektakuläreren Blick, weil man von dort aus den Lion Rock selbst sehen kann.
Wenn ich heute noch einmal nach Sri Lanka reisen würde, würde ich wahrscheinlich wieder den Pidurangala Rock wählen.
Für eine erste Sri Lanka Reise würde ich trotzdem empfehlen, beide Orte einzuplanen. Sie bieten zwei völlig unterschiedliche Perspektiven auf diese beeindruckende Region.
Affen, Tempel und kleine Momente: Das macht Sri Lanka besonders
Was mir neben den großen Sehenswürdigkeiten besonders gefallen hat, waren die kleinen Begegnungen unterwegs.
Während unserer Wanderungen begegneten wir immer wieder Affen, die durch die Bäume sprangen oder entspannt am Wegesrand saßen.
Sie kamen erstaunlich nah, wirkten dabei aber völlig ruhig.
Genau diese unerwarteten Momente sind es, die Reisen für mich besonders machen. Nicht nur die Sehenswürdigkeiten selbst bleiben im Gedächtnis, sondern auch die Situationen dazwischen.
Dambulla und Kandy: Kultur und die berühmteste Zugfahrt Sri Lankas
Nach unseren Tagen rund um Sigiriya ging unsere Sri Lanka Rundreise weiter Richtung Kandy.
Auf dem Weg dorthin legten wir einen Stopp am Dambulla Cave Temple ein – einem der bedeutendsten kulturellen Highlights Sri Lankas.
Der buddhistische Höhlentempel besteht aus mehreren miteinander verbundenen Höhlen, die mit beeindruckenden Buddha-Statuen, farbenfrohen Wandmalereien und jahrhundertealter Geschichte gefüllt sind.
Schon beim Betreten der Anlage spürt man, dass dieser Ort nicht nur eine Sehenswürdigkeit für Besucher ist, sondern bis heute eine wichtige religiöse Bedeutung für die Menschen vor Ort hat.
Gerade diese Mischung aus Kultur, Spiritualität und Geschichte macht viele Orte in Sri Lanka so besonders.
Kandy: Das kulturelle Herz Sri Lankas
Unsere nächste Station war Kandy, die ehemalige Königsstadt im Zentrum des Landes.
Die Stadt gilt als kulturelles Zentrum Sri Lankas und ist vor allem für den berühmten Zahntempel bekannt. Auch wenn wir nur eine Nacht dort verbrachten, war Kandy für uns der perfekte Ausgangspunkt für eines der absoluten Highlights jeder Sri-Lanka-Reise:
Die Zugfahrt von Kandy nach Ella.
Diese Strecke zählt nicht ohne Grund zu den schönsten Zugfahrten der Welt.
Zugfahrt von Kandy nach Ella: Durch Teeplantagen und Berglandschaften
Schon vor unserer Reise hatten wir gehört, dass die Zugfahrt von Kandy nach Ella ein Erlebnis für sich sein soll.
Und tatsächlich: Sie hielt alles, was wir uns davon versprochen hatten.
Die Bahn schlängelt sich langsam durch die grünen Berge des Hochlands, vorbei an endlosen Teeplantagen, Wasserfällen, kleinen Dörfern und beeindruckenden Aussichtspunkten.
Besonders schön war, dass man während der gesamten Fahrt nicht nur aus dem Fenster schaut, sondern wirklich Teil der Landschaft wird.
Die offenen Türen, der Fahrtwind und die wechselnden Ausblicke machen diese Zugfahrt zu einem Erlebnis, das man nicht einfach nur fotografiert – man erlebt es.
Mein Tipp für alle, die diese Zugstrecke ebenfalls planen:
Reserviert die Tickets unbedingt frühzeitig. Gerade die beliebten Plätze in den schöneren Klassen sind schnell vergeben.
Wir hatten unsere Tickets vorab organisiert und waren froh darüber, denn die Strecke zwischen Kandy und Ella gehört zu den beliebtesten Aktivitäten in Sri Lanka.
Ella: Wandern, Natur und entspannte Atmosphäre
Nach der Zugfahrt erreichten wir Ella – einen kleinen Ort mitten in den Bergen, der sich deutlich entspannter anfühlt als viele andere Stationen unserer Sri Lanka Rundreise.
Ella ist besonders bei Naturliebhabern, Wanderern und Backpackern beliebt.
Der Ort verbindet wunderschöne Landschaften mit gemütlichen Cafés, kleinen Restaurants und einer entspannten Atmosphäre.
Hier verbrachten wir zwei Nächte und nutzten die Zeit, um die Umgebung zu erkunden.
Little Adam’s Peak: Eine einfache Wanderung mit großer Aussicht
Eines unserer Highlights in Ella war die Wanderung zum Little Adam’s Peak.
Im Vergleich zum Pidurangala Rock ist der Aufstieg deutlich einfacher und auch für weniger erfahrene Wanderer gut machbar.
Der Weg führt durch grüne Landschaften und Teeplantagen und bietet bereits während der Wanderung tolle Ausblicke.
Obwohl die Wanderung unkompliziert ist, lohnt sich der Aufstieg besonders wegen der Aussicht vom Gipfel.
Für alle, die in Ella nicht viel Zeit haben, ist der Little Adam’s Peak deshalb eine Sehenswürdigkeit, die ich definitiv empfehlen würde.
Nine Arch Bridge: Das bekannte Fotomotiv in Ella
Natürlich durfte auch die berühmte Nine Arch Bridge nicht fehlen.
Die historische Eisenbahnbrücke gehört zu den bekanntesten Fotospots Sri Lankas und ist nur einen kurzen Spaziergang von Ella entfernt.
Wir haben dort einen klassischen Fotostopp eingelegt – und auch wenn der Ort inzwischen sehr bekannt ist, lohnt sich der Besuch.
Besonders schön ist der Moment, wenn ein Zug über die Brücke fährt und sich durch die grüne Landschaft bewegt.
Auch hier zeigt sich wieder, was Sri Lanka so besonders macht: Selbst bekannte Sehenswürdigkeiten wirken durch die natürliche Umgebung noch einmal ganz anders.
Udawalawe Nationalpark: Elefanten-Safari als eines der größten Highlights unserer Sri Lanka Reise
Nach den kulturellen Sehenswürdigkeiten, den Bergen und den beeindruckenden Landschaften im Landesinneren wartete eines der Erlebnisse auf uns, auf das ich mich besonders gefreut hatte: eine Safari in Sri Lanka.
Zwei Tage verbrachten wir in der Region rund um den Udawalawe Nationalpark – und dieser Aufenthalt gehört bis heute zu meinen schönsten Reiseerinnerungen.
Wer Elefanten liebt, sollte den Udawalawe Nationalpark bei einer Sri Lanka Rundreise unbedingt einplanen.
Schon während der ersten Minuten unserer Safari wurde klar, warum dieser Nationalpark so beliebt ist.
Immer wieder tauchten neue Elefantenherden auf. Manche Tiere liefen entspannt durch die Landschaft, andere standen direkt neben den Wegen oder bewegten sich langsam durch das hohe Gras.
Teilweise hatten wir tatsächlich das Gefühl, von einer Elefantenfamilie zur nächsten zu fahren.
Für viele Menschen sind Elefanten ein Symbol für Sri Lanka – und sie in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten, war für mich ein unglaublich besonderer Moment.
Anders als in Zoos oder Tierparks erlebt man hier Tiere, die einfach ihrem natürlichen Rhythmus folgen.
Genau diese Nähe zur Natur macht eine Safari in Sri Lanka für mich so einzigartig.
Udawalawe oder Yala Nationalpark: Welcher Nationalpark lohnt sich mehr?
Bei der Planung einer Sri Lanka Rundreise stellt sich vielen Reisenden die Frage: Udawalawe oder Yala Nationalpark?
Beide Nationalparks haben ihre eigenen Stärken.
Der Yala Nationalpark ist besonders bekannt für seine Leopardenpopulation. Die Chance, einen Leoparden zu sehen, ist dort höher als in vielen anderen Nationalparks Sri Lankas.
Allerdings gibt es auch im Yala Nationalpark keine Garantie für eine Sichtung.
Der Udawalawe Nationalpark ist dagegen vor allem für seine Elefanten bekannt und bietet sehr gute Möglichkeiten, die Tiere aus nächster Nähe zu beobachten.
Da Elefanten zu meinen absoluten Lieblingstieren gehören, war Udawalawe für mich persönlich die perfekte Wahl.
Eine Leoparden-Sichtung hatten wir dort zwar nicht – allerdings hätte dieser Moment unsere Safari kaum schöner machen können. Die Begegnungen mit den Elefanten waren für mich bereits etwas ganz Besonderes.
Sri Lankas Südküste: Entspannung nach vielen Erlebnissen
Nach den vielen Eindrücken im Landesinneren führte uns unsere Route weiter Richtung Süden.
Nach Tagen voller Kultur, Wanderungen und Safari freuten wir uns darauf, etwas langsamer zu machen und das Meer zu genießen.
Unsere letzten Tage in Sri Lanka verbrachten wir in Weligama und Mirissa – zwei Orte an der Südküste, die unterschiedlicher kaum sein könnten.
Weligama und Mirissa: Surfen, Strände und Sonnenuntergänge
Weligama ist besonders bei Surfern beliebt und bietet ideale Bedingungen für Anfänger und alle, die ihre ersten Erfahrungen auf dem Brett sammeln möchten.
Mirissa hingegen wirkt etwas entspannter und ist bekannt für seine schönen Strände, gemütlichen Restaurants und spektakulären Sonnenuntergänge.
Wir verbrachten in dieser Zeit viel Zeit am Meer, gingen fast täglich surfen und genossen dieses besondere Lebensgefühl, das die Südküste Sri Lankas ausstrahlt.
Nach den vielen Erlebnissen der vergangenen Tage war es schön, einfach mal weniger zu planen und den Moment zu genießen.
Die schönsten Ausflüge rund um Weligama und Mirissa
Auch an der Südküste gibt es einige Orte, die man während einer Sri Lanka Reise nicht verpassen sollte.
Besonders gefallen haben mir:
Turtle Beach
Am Turtle Beach kann man mit etwas Glück Meeresschildkröten beobachten, die relativ nah an die Küste kommen.
Diese Begegnungen wirken zunächst fast unwirklich: Man steht im Wasser und plötzlich taucht neben einem eine Schildkröte auf.
Auch wenn man natürlich respektvoll Abstand halten sollte, sind solche Momente etwas, das man nicht so schnell vergisst.
Coconut Hill in Mirissa
Ein weiterer schöner Ort ist Coconut Hill in Mirissa.
Die kleine Landzunge mit den vielen Palmen bietet einen wunderschönen Blick über den Indischen Ozean und ist besonders zum Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang ein beliebter Fotospot.
Für mich waren es genau diese ruhigen Momente am Meer, die einen perfekten Ausgleich zu den vielen Abenteuern der ersten Hälfte unserer Reise geschaffen haben.
Nach fast zwei Wochen voller Eindrücke, Begegnungen und neuer Erfahrungen hieß es jedoch langsam Abschied nehmen von Sri Lanka.
Doch unsere Reise war noch nicht vorbei.
Denn als nächstes wartete ein kompletter Kontrast auf uns:
Die Malediven.
Meine Ausflugstipps für dich:

Portugal
Madeira – das Hawaii Europas zwischen Levadas, Nebelwäldern und dem wilden Atlantik
Madeira war für mich keine Reise, die man einfach „abhakt“. Es war eher so ein Ort, der sich Schritt für Schritt in den Kopf schiebt – mit jedem Tunnel, jedem Ausblick und jeder neuen Kurve ein Stück mehr. 2024 war ich dort für neun Tage, und rückblickend kann ich sagen: Es war magisch. Kein anderes Wort trifft es besser.
Unser Ausgangspunkt war Funchal. Dort hatten wir ein Hotel und einen Mietwagen für die gesamte Zeit. Die Kombination war perfekt, weil man so jeden Tag flexibel starten konnte. Die Tiefgarage in Funchal war dabei unser fester Ankerpunkt – von dort aus ging es jeden Morgen raus in eine neue Richtung über die Insel.
Ankommen auf Madeira – erste Eindrücke in Funchal
Die Anreise selbst war schon Teil des Erlebnisses. Über Berlin mit Zwischenstopp in Lissabon ging es spät in der Nacht nach Funchal. Viel gesehen haben wir am ersten Tag nicht mehr, aber dieses Gefühl beim Ankommen war sofort da: Diese Insel ist anders.
Am ersten richtigen Tag sind wir direkt mit der Seilbahn hoch nach Monte gefahren. Oben wartet eine Art botanischer Garten, der wie ein eigenes kleines Universum wirkt. Alles ist grün, verwinkelt und voller Ausblicke über Funchal und den Atlantik.
Der eigentliche Klassiker dort ist die Korbschlittenfahrt zurück ins Tal. Die haben wir tatsächlich ausgelassen, weil die Wartezeit extrem lang war – im Nachhinein würde ich sie aber definitiv vorher reservieren, einfach um das einmal mitzunehmen.
Levada-Wanderungen – Madeira zu Fuß erleben
Madeira zeigt sich am ehrlichsten, wenn man zu Fuß unterwegs ist. Die Levada-Wanderungen gehören für mich zu den Highlights der gesamten Reise.
Wir sind unter anderem die Levada Nova, die Levada do Moinho, die Levada 25 Fontes und die Levada do Caldeirão Verde gelaufen. Jede dieser Touren hat ihren eigenen Charakter, aber alle haben eines gemeinsam: Diese Mischung aus Wasserläufen, Tunneln, Dschungelgefühl und plötzlich komplett offenen Ausblicken.
Die Wege sind dabei technisch nicht schwierig, aber unglaublich abwechslungsreich. Gerade die 25 Fontes Wanderung ist landschaftlich ein echtes Highlight – auch wenn sie entsprechend gut besucht ist.
Bei der Levada Nova gab es einen kurzen Moment, der mir im Gedächtnis geblieben ist: Da hat bei mir kurz die Höhenangst eingesetzt, und ich bin tatsächlich ein kleines Stück direkt in der Levada gelaufen, einfach um mich sicherer zu fühlen. Am Ende war es genau dieser Mix aus Respekt und Natur, der die Wanderungen so intensiv gemacht hat.
Ein kleiner, fast zufälliger Abzweig führte uns außerdem zur Levada dos Balcões (PR11). Dort fressen Vögel direkt aus der Hand – ein unerwartet ruhiger Moment mitten im Grünen. Und direkt am Ende der Strecke wartet ein kleines Restaurant, in dem wir später die wohl beste Tomatensuppe unseres Lebens gegessen haben. Kein Gourmet-Satz, sondern einfach Realität.
Pico do Arieiro und Nebelwald – Madeira über den Wolken
Der Pico do Arieiro war einer dieser Orte, die man nicht einfach „besucht“, sondern erlebt. Wir sind zum Sonnenaufgang hochgefahren – und auch wenn es dort oben nie komplett leer ist, war der Moment oben angekommen trotzdem besonders.
Wegen eines Brandes war der weiterführende Wanderweg Richtung Pico Ruivo gesperrt, deshalb sind wir nur bis zum Aussichtspunkt und ein kleines Stück weiter gelaufen. Trotzdem hat sich allein dieser Blick über die Berglandschaft gelohnt.
Einen komplett anderen Charakter hatte der Fanal-Nebelwald. Die Anfahrt allein ist schon ein Erlebnis: lange, leere Straßen, plötzlich Wolken, und dann fährst du quasi in den Nebel hinein. Vor Ort wirkt alles surreal – alte Bäume, wechselnde Sicht, und diese Stimmung, die sich ständig verändert. Mal klar, mal komplett im Nebel verschwunden.
Küste, Atlantik und wilde Aussichtspunkte
Madeira ist aber nicht nur grün und bergig, sondern auch extrem rau an der Küste.
Ein besonderes Erlebnis war der Wasserfall an der ER103, bei dem die Straße direkt durch den Wasserfall führt und das Wasser über die Fahrbahn läuft. So etwas sieht man nicht oft.
Ebenso beeindruckend war Ilhéus da Ribeira da Janela, wo riesige Felsen im Atlantik stehen und die Wellen ungebremst auf die Küste treffen. Die Kraft des Wassers ist dort kaum zu beschreiben.
Am Farol da Ponta de São Lourenço sind wir von der Leuchtturmstelle aus zu einem Aussichtspunkt gelaufen, dem Miradouro da Garganta Funda. Von dort schaut man in eine tiefe Bucht, in der normalerweise ein Wasserfall fällt – bei uns war es allerdings trocken. Trotzdem war der Blick spektakulär.
Auch Seixal mit seinem schwarzen Strand lag auf unserer Route, ebenso wie mehrere spontane Stopps entlang der Westküste, wo der Atlantik mit voller Kraft gegen die Klippen schlägt.
Funchal, Essen und kleine Momente zwischendurch
Zwischendurch haben wir natürlich auch Funchal selbst erkundet: kleine Restaurants, lokale Küche, Churros, und einfach das Treiben in der Stadt.
Madeira hat diesen Effekt, dass selbst die kurzen Wege nie langweilig sind. Jeder Tunnel öffnet wieder einen neuen Blick, jede Kurve eine andere Landschaft.
Fazit – warum Madeira hängen bleibt
Madeira war für mich keine klassische Strandreise. Es war eine Insel voller Bewegung, Höhenmeter und ständiger Perspektivwechsel.
Was hängen bleibt, sind nicht einzelne Sehenswürdigkeiten, sondern diese Mischung aus:
* Nebel, der plötzlich Landschaften verschwinden lässt
* Sonnenaufgängen über den Bergen
* Levada-Wegen mitten durch den Dschungel
* und dem Atlantik, der ununterbrochen an die Küste schlägt
Wenn ich heute daran zurückdenke, ist es vor allem dieses Gefühl von „immer unterwegs sein“, das bleibt. Und genau das macht Madeira für mich zu einem der beeindruckendsten Reiseziele in Europa.
Meine Madeira-Tipps für dich auf GetYourGuide

Italien
Amalfiküste
Die Amalfiküste stand schon lange auf meiner Reiseliste. Diese bunten Häuser, die steilen Klippen, das türkisfarbene Meer und dieses typische italienische Lebensgefühl – genau das, was man sich unter „Dolce Vita“ vorstellt.
Nachdem unsere Sardinien-Reise zu Ende ging, ging es für uns weiter nach Rom und anschließend an die Amalfiküste. Unsere Route führte uns von Rom Termini mit dem Zug nach Salerno und von dort mit der Fähre weiter nach Positano.
Und ich kann direkt vorwegnehmen: Die Amalfiküste ist wunderschön. Aber sie ist auch speziell. Zwischen Instagram-Hype, überfüllten Gassen, teilweise absurden Preisen und ganz besonderen Momenten liegen manchmal nur wenige Meter.
Gerade diese Mischung hat die Reise aber so besonders gemacht.
Mit dem Zug von Rom nach Salerno – entspannt Richtung Amalfiküste
Nach unserem Aufenthalt in Rom ging es für uns weiter Richtung Süden. Wir sind von Rom Termini mit dem Zug nach Salerno gefahren.
Eigentlich wollten wir unsere Tickets ganz normal am Automaten kaufen, aber wie so oft in Italien kam direkt jemand zur Hilfe. Eine Mitarbeiterin hat uns gefragt, wo wir hinmöchten, uns den passenden Zug herausgesucht und direkt die Tickets verkauft.
Einfach, unkompliziert und wieder einmal unglaublich freundlich.
Wir hatten Tickets für die zweite Klasse und trotzdem war die Zugfahrt wirklich angenehm. Der Zug fuhr pünktlich los, wir hatten feste Sitzplätze und was ich tatsächlich so noch nicht erlebt hatte: Es kam sogar ein kleiner Servierwagen durch den Zug. Es gab Getränke und einen kleinen Snack dazu.
Klar, es ist keine Weltreise – aber genau diese kleinen Dinge machen das Reisen für mich aus.
In Salerno angekommen, mussten wir uns erst einmal orientieren und den Hafen finden. Mit Google Maps beziehungsweise Apple Karten war das aber überhaupt kein Problem. Der Weg war gut machbar und auch die Fähre nach Positano zu finden, war einfacher, als gedacht.
Die Tickets konnten wir direkt am Hafen kaufen. Es gab verschiedene Linien und die Abfahrtszeiten waren gut ausgeschildert. Auch wenn zwischendurch kurz Verwirrung herrschte, welche Fähre jetzt unsere war, wurde uns sofort weitergeholfen.
Dann ging es endlich los: Mit der Fähre entlang der Küste Richtung Positano.
Positano – wunderschön, aber auch unglaublich voll
Schon die Anfahrt nach Positano war beeindruckend. Die bunten Häuser, die sich an die Felsen schmiegen, das Meer und diese besondere Kulisse – man versteht sofort, warum dieser Ort so beliebt ist.
Bei unserer Ankunft am einzigen öffentlichen Strandabschnitt von Positano war allerdings direkt klar: Hier sind viele Menschen.
Sehr viele Menschen.
Mit uns kamen zahlreiche Tagesausflügler mit der Fähre an, die nur für ein paar Stunden in Positano bleiben wollten. Entsprechend voll waren die Gassen und der Bereich rund um den Hafen.
Kaum von der Fähre runter, wurden wir direkt angesprochen, ob wir einen Gepäcktransport zu unserem Hotel benötigen würden.
Unser Handgepäckkoffer hätte bis zur Mittelstation etwa 20 Euro gekostet, bis ganz nach oben sogar rund 40 Euro pro Koffer. Da wir aber nur mit kleinem Gepäck unterwegs waren und laut Karten-App nur etwa 15 Minuten laufen sollten, entschieden wir uns dagegen.
Also machten wir uns mit unseren Koffern auf den Weg durch Positano.
Mit Gepäck durch die engen, vollen Gassen von Positano zu laufen, war definitiv eine Erfahrung. Vor allem, weil unser Hotel ziemlich weit oben lag. Aber irgendwie gehört auch genau das dazu.
Später fanden wir heraus, dass man auch über Treppenwege deutlich angenehmer nach unten kommt. Positano ist eben nicht nur schön – es ist auch sportlich.
Unser Boutique-Hotel in Positano – ein echtes Highlight
Unser Hotel lag oberhalb von Positano und war ein kleines Boutique-Hotel mit nur wenigen Zimmern.
Schon beim Betreten haben wir uns direkt wohlgefühlt.
Unser Zimmer war komplett im Zitronenstil eingerichtet: warme Gelbtöne, kombiniert mit Blau, liebevolle Details und ein Balkon mit Blick aufs Meer.
Besonders schön fand ich das Fenster mit der kleinen Sitzbank direkt zum Meer. Einfach morgens dort sitzen, den Blick schweifen lassen und kurz vergessen, dass man überhaupt irgendwo hinmuss.
Das Bett war unglaublich gemütlich und alles wirkte sehr persönlich gestaltet.
Genau das ist für mich der Vorteil kleiner Boutique-Hotels: Es fühlt sich nicht anonym an. Man kennt sich, bekommt Tipps und fühlt sich eher wie ein Gast als wie eine Zimmernummer.
Auch Sarah und Elvira vom Hotel waren unglaublich herzlich. Sie haben uns direkt Restauranttipps gegeben, Ausflüge empfohlen und uns bei allem unterstützt.
Am Abend sind wir dann wieder Richtung Positano gelaufen. Da die meisten Tagesgäste mittlerweile verschwunden waren, zeigte sich der Ort plötzlich von einer ganz anderen Seite.
Die Gassen waren leerer.
Der Strand war ruhig.
Und plötzlich konnte man Positano wirklich genießen.
Wir haben uns keine große Restauranttour gemacht, sondern einfach eine Pizza geholt, uns an den Strand gesetzt und dazu einen Aperol beziehungsweise Limoncello Spritz getrunken.
Und ganz ehrlich: Viel mehr braucht es manchmal nicht.
Frühstück mit Meerblick und ein entspannter Tag in Positano
Am nächsten Morgen gab es erst einmal Frühstück.
Und dieses Frühstück war wirklich ein Erlebnis.
Jeden Abend bekamen wir eine Liste, auf der wir für den nächsten Morgen ankreuzen konnten, was wir gerne essen möchten. Und die Auswahl war wirklich verrückt.
Obstplatten, Porridge, Eier, Avocado, Tomate-Mozzarella, Lachs, verschiedene Getränke – alles wurde wunderschön angerichtet.
Dazu gab es jeden Morgen Zitronenwasser und einen leckeren Latte Macchiato.
Nach dem Frühstück wollten wir Positano noch einmal ohne Gepäck erkunden.
Also ging es wieder runter in den Ort.
Und ja – es war wieder voll.
Sehr voll.
Die berühmten Zitronenkleider, die kleinen Boutiquen und die Instagram-Spots sind natürlich wunderschön anzusehen. Aber gleichzeitig merkt man auch schnell, dass Positano extrem vom Social-Media-Hype lebt.
Ein Zitronenkleid für 140 Euro? Kann man machen. Muss man aber nicht.
Wir haben lieber die Atmosphäre genossen, sind durch die kleinen Gassen geschlendert und haben uns einfach treiben lassen.
Mein Tipp für Positano: Wenn ihr den Ort wirklich erleben möchtet, kommt früh morgens oder bleibt bis zum Abend. Genau dann zeigt Positano seine schönste Seite.
Capri als Tagesausflug – wunderschön, aber nicht mein persönliches Highlight
Am nächsten Tag ging es für uns mit der Fähre nach Capri.
Wir hatten vorher keine große Planung gemacht und dachten uns: Wird schon passen.
Rückblickend würde ich das anders machen.
Capri ist wunderschön, aber ohne Plan verliert man schnell Zeit. Wir sind angekommen und direkt mitten im Trubel gelandet.
Natürlich wollten wir das berühmte Zitronensorbet probieren.
Also haben wir uns hingesetzt, ein Zitronensorbet bestellt und dazu noch einen Aperol getrunken.
Was soll ich sagen?
Es war lecker.
Aber der Preis war definitiv ein Erlebnis.
Für zwei Zitronensorbets und zwei Aperol haben wir knapp 80 Euro bezahlt.
Für mich war das der Moment, wo ich dachte: Okay, Capri hat seinen Preis.
Danach sind wir noch weiter nach oben gelaufen, haben die Aussicht genossen und sind durch die Luxusgeschäfte geschlendert. Louis Vuitton und Co. waren vertreten – wir haben uns allerdings eher wie Besucher aus einer anderen Welt gefühlt.
Capri ist schön, keine Frage.
Aber wenn ich noch einmal hinfahren würde, würde ich deutlich besser planen. Vielleicht mit einem Fahrer, einer geführten Tour oder einem klaren Plan, welche Orte ich sehen möchte.
Die Lemon Tour – das schönste Erlebnis an der Amalfiküste
Und dann kam das Erlebnis, das für mich die gesamte Amalfiküste geprägt hat.
Die Lemon Tour.
Eigentlich wollten wir nach unserem Capri-Tag fast absagen. Das Wetter war bewölkt, wir waren etwas enttäuscht von Capri und hatten morgens beim Frühstück nicht so richtig Motivation.
Aber wir hatten die Tour bereits bezahlt.
Also sind wir gegangen.
Und zum Glück.
Die Lemon Tour kostet zwar 95 Euro pro Person, aber sie war jeden Cent wert.
Wir waren nur eine kleine Gruppe von vier Personen. Neben uns waren noch zwei Mädels aus Amerika dabei, mit denen wir uns direkt super verstanden haben.
Statt einer klassischen Tour mit Reisegruppe landeten wir mitten auf einer kleinen Zitronenfarm, die in die Felsen gebaut war.
Wir haben die Zitronenbäume kennengelernt, viel über den Anbau erfahren und einen Einblick in das echte Leben an der Amalfiküste bekommen.
Danach wurde für uns auf der Terrasse ein Essen vorbereitet.
Es gab Salat, frische Zitronenprodukte und natürlich Lemon Pasta.
Und diese Pasta war unglaublich lecker.
Ich hätte nie gedacht, dass Zitronennudeln so gut schmecken können.
Besonders schön war, dass alles so familiär war. Die Besitzer haben sich Zeit genommen, mit uns gesprochen und wir hatten nicht das Gefühl, einfach nur eine Touristin auf einer Liste zu sein.
Zur Farm gehörte sogar ein kleiner privater Strandabschnitt, den wir danach hätten nutzen können.
Keine Menschenmassen.
Keine überfüllte Badebucht.
Einfach Ruhe.
Genau solche Momente bleiben von einer Reise hängen.
Italienische Spezialitäten direkt von der Zitronenfarm nach Hause
Und tatsächlich hat sich dort auch mein kleines Paketproblem gelöst.
Schon auf Sardinien hatte ich versucht, italienische Lebensmittel nach Hause zu schicken. Aber irgendwie hat es nie funktioniert. Entweder war die Post geschlossen oder irgendetwas hat gefehlt.
Die Zitronenfarm an der Amalfiküste verschickt ihre Produkte weltweit.
Also habe ich zugeschlagen.
Zehn Kilo Zitronen, mehrere Flaschen Olivenöl, Limoncello und weitere italienische Spezialitäten wurden kurzerhand nach Deutschland geschickt.
Und ich würde jederzeit wieder dort bestellen.
Nicht nur, weil die Produkte unglaublich gut sind, sondern weil ich weiß, wo sie herkommen und welche Menschen dahinterstehen.
Aus einer einfachen Lemon Tour sind echte Kontakte entstanden.
Und genau das liebe ich am Reisen.
Mein Fazit zur Amalfiküste – würde ich wiederkommen?
Ja.
Aber anders.
Die Amalfiküste ist wunderschön und Positano gehört definitiv zu den Orten, die man einmal gesehen haben sollte. Gleichzeitig sollte man sich bewusst sein, dass die Region extrem touristisch ist.
Mein größter Tipp: Nehmt euch Zeit.
Versucht nicht, jeden Ort abzuhaken.
Genießt lieber ein langes Frühstück mit Meerblick, einen Spaziergang durch leere Gassen am Abend, eine Pizza am Strand oder einen kleinen Ausflug, den ihr nicht auf jeder Top-10-Liste findet.
Capri würde ich persönlich beim nächsten Mal anders planen oder vielleicht sogar auslassen.
Dafür würde ich definitiv wieder eine Lemon Tour machen.
Denn genau diese Momente – die Begegnungen, die kleinen Geschichten und die besonderen Erlebnisse – machen für mich eine Reise unvergesslich.
Die Amalfiküste ist nicht perfekt.
Aber vielleicht macht genau das ihren Charme aus.





