

Von der Toskana bis nach Sizilien – eine Reise, zwei völlig unterschiedliche Welten
Toskana & Sizilien – wie eine Zugfahrt meine Liebe zu Süditalien noch größer machte
Nach meiner ersten Italienreise war für mich eines klar: Das würde nicht das letzte Mal gewesen sein.
Anfang 2025 zog es mich deshalb erneut nach Italien. Eigentlich wollte ich nur dem grauen deutschen Winter entfliehen. Daraus wurde am Ende eine mehrwöchige Reise, die unterschiedlicher kaum hätte sein können.
Der erste Teil führte mich gemeinsam mit einer Freundin in die Toskana. Danach ging es für mich alleine weiter – mit dem Nachtzug bis nach Sizilien.
Und genau diese Kombination hat diese Reise so besonders gemacht.
Die Toskana im Winter – eine ganz andere Seite Italiens
Unsere ersten Tage verbrachten wir in der Toskana. Auf dem Programm standen natürlich die Klassiker: Florenz, Pisa und eine Weinverkostung im Chianti-Gebiet.
Florenz haben wir komplett auf eigene Faust erkundet. Ehrlich gesagt braucht man dort gar nicht unbedingt einen straffen Sightseeing-Plan. Gerade die kleinen Gassen, die Cafés, die historischen Plätze und die besondere Atmosphäre machen den Charme dieser Stadt aus.
Natürlich kann man auf die Domkuppel steigen oder verschiedene Museen besuchen. Uns hat es aber völlig gereicht, einfach durch die Stadt zu schlendern, hier und da in kleine Läden zu schauen und den italienischen Alltag aufzusaugen.
Besonders überrascht hat mich allerdings die Reisezeit.
Wir waren Ende Februar dort. Natürlich war es noch zu kalt für kurze Hosen und T-Shirts – den Wintermantel hatten wir definitiv noch dabei. Dafür waren die Straßen angenehm leer. Kein Gedränge, keine langen Warteschlangen und deutlich entspannter als in den Sommermonaten.
Gerade wenn ihr Städte lieber in Ruhe erkundet, würde ich die Toskana außerhalb der Hauptsaison jederzeit wieder empfehlen.
Durch die Weinberge des Chianti
Ein echtes Highlight war unser Ausflug ins Chianti-Gebiet.
Über GetYourGuide hatten wir eine Tour inklusive Weinverkostung gebucht und besuchten zwei verschiedene Weingüter mitten in den sanften Hügeln der Toskana.
Allein die Landschaft war schon den Ausflug wert. Endlose Weinreben, kleine Dörfer, Zypressen und diese typisch toskanischen Straßen, die man sonst nur aus Filmen kennt.
Die Weinverkostungen haben natürlich ebenfalls ihren Teil dazu beigetragen. Da wir vorher ehrlich gesagt nicht besonders viel gegessen hatten, machte sich der Wein auch ziemlich schnell bemerkbar. Im Nachhinein gehört genau das aber zu den Momenten, über die wir heute noch lachen müssen.
Trotzdem würde ich den Ausflug heute wahrscheinlich etwas anders planen.
Damals waren wir mit einem Reisebus unterwegs. Das war zwar unkompliziert, aber mittlerweile würde ich mir lieber einen Mietwagen nehmen und die Toskana ganz individuell erkunden. Einfach dort anhalten, wo es gerade schön ist, spontan in einem kleinen Weingut einkehren und den Tag ohne festen Zeitplan genießen.
Genau so stelle ich mir die Toskana heute vor – am liebsten sogar mit einem kleinen Cabrio.
Die Ausflüge, die ich selbst empfehlen kann, findet ihr natürlich wieder gesammelt in meinem persönlichen Aktivitäten-Guide.
Mit dem Nachtzug nach Sizilien
Nach einigen wunderschönen Tagen verabschiedete sich meine Freundin wieder Richtung Deutschland.
Für mich begann jetzt der zweite Teil der Reise – und auf den hatte ich mich fast noch mehr gefreut.
Ich stieg in Pisa in den Nachtzug und fuhr quer durch Italien bis ganz in den Süden.
Allein diese Zugfahrt war schon ein Erlebnis.
Am nächsten Morgen erreichte ich das italienische Festland bei Reggio Calabria. Von dort ging es weiter mit der Fähre nach Sizilien.
Ich weiß gar nicht genau, warum mich dieser Moment so begeistert hat. Wahrscheinlich, weil ich plötzlich merkte, wie unkompliziert Reisen eigentlich sein kann.
Ich musste nicht noch einmal zum Flughafen, kein weiteres Mal einchecken oder durch Sicherheitskontrollen. Ich stieg einfach aus dem Zug, kaufte mir direkt am Hafen ein Fährticket, setzte innerhalb kurzer Zeit auf die Insel über und fuhr anschließend wieder ganz entspannt mit dem Zug weiter.
Irgendwie hatte das etwas unglaublich Entschleunigendes.
Sizilien – Liebe auf den ersten Blick
Von der Fähre ging es weiter nach Cefalù, wo meine Sprachschule lag.
Und genau auf dieser Zugfahrt passierte etwas, womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte.
Sizilien hatte mich innerhalb weniger Minuten komplett für sich gewonnen.
Es war Ende Februar beziehungsweise Anfang März und trotzdem herrschten dort angenehme 16 Grad. Während in Deutschland noch Winter war, schien hier die Sonne vom Himmel.
Links glitzerte das tiefblaue Meer, rechts zogen Palmen, Zitronen-, Orangen- und Avocadoplantagen vorbei. Dazwischen kleine Dörfer, grüne Hügel und in der Ferne der Ätna.
Ich hatte vorher ehrlich gesagt überhaupt nicht erwartet, dass Sizilien so grün ist.
In meinem Kopf war die Insel eher trocken und karg.
Die Realität sah komplett anders aus.
Je weiter der Zug Richtung Cefalù fuhr, desto mehr war ich einfach nur sprachlos. Diese Mischung aus Bergen, Meer, mediterraner Vegetation und dem allgegenwärtigen Vulkan im Hintergrund hat mich vom ersten Moment an begeistert.
Noch bevor ich überhaupt in meiner Unterkunft angekommen war, wusste ich bereits:
Diese Insel wird etwas ganz Besonderes.
Eine Woche Italienisch lernen – und dabei Sizilien kennenlernen
Mein Zuhause für die kommende Woche war die Solemar Academy in Cefalù.
Ich hatte mich bewusst für einen Sprachkurs entschieden und direkt über die Sprachschule ein Zimmer in einer WG gebucht. Wenn ich heute daran zurückdenke, muss ich immer noch ein bisschen über mich selbst lachen. Dass ich das wirklich gemacht habe, hätte ich mir ein paar Jahre vorher niemals zugetraut.
Rückblickend war es aber genau die richtige Entscheidung.
Ich wohnte mit zwei jungen Frauen zusammen, die beide bereits auf Sizilien lebten. Dadurch bekam ich nicht nur einen Sprachkurs, sondern auch ein kleines Stück italienischen Alltag mit.
Da die Sprachschule gerade erst aus der Winterpause zurückkam, waren wir in meiner Woche insgesamt nur drei Sprachschüler. Für mich bedeutete das einen riesigen Vorteil: Ich bekam praktisch Einzelunterricht.
Jeden Morgen begann der Unterricht gegen neun Uhr und ging bis mittags. Danach gab es Hausaufgaben – und genau die habe ich auch ernst genommen.
Denn ich war nicht nach Sizilien gereist, um möglichst viele Sehenswürdigkeiten abzuhaken. Ich wollte die Sprache lernen.
Also verbrachte ich meine Nachmittage damit, Vokabeln zu lernen, Grammatik zu üben und das Gelernte direkt im Alltag anzuwenden.
Ich ging zum Bäcker, kaufte Obst und Gemüse auf den kleinen Wochenmärkten, bestellte mein Gelato auf Italienisch und versuchte, mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen.
Gerade diese kleinen Momente haben mir unglaublich viel gebracht.
Besonders begeistert haben mich die vielen kleinen Obst- und Gemüseläden in Cefalù.
Alles wirkte frisch, regional und irgendwie viel ursprünglicher als ich es aus Deutschland kannte. Die Erdbeeren hatten tatsächlich Geschmack, die Orangen schmeckten nach Sonne und selbst ein einfacher Einkauf fühlte sich plötzlich nach Urlaub an.
Meine Nachmittage verliefen deshalb meistens ganz entspannt.
Ich machte meine Hausaufgaben, lernte noch ein bisschen Italienisch, ging am Strand spazieren, fotografierte mit meiner Kamera, machte Yoga oder setzte mich einfach mit einem Gelato ans Meer.
Abends wurde dann gekocht oder ich probierte eines der kleinen Restaurants in der Altstadt aus.
Genau diese Mischung aus Lernen, Entschleunigung und italienischem Alltag machte diese Woche für mich so besonders.
Palermo – der perfekte Abschluss
Nach meinem letzten Unterrichtstag wollte ich die Insel aber natürlich nicht verlassen, ohne wenigstens noch eine ihrer bekanntesten Städte kennenzulernen.
Also fuhr ich mit dem Zug nach Palermo.
Allein diese Zugfahrt war wieder völlig unkompliziert. Genau das liebe ich mittlerweile an Italien: Man kommt mit öffentlichen Verkehrsmitteln oft erstaunlich entspannt von A nach B.
Für meine letzte Nacht hatte ich ein kleines Boutique-Hotel in der Nähe des Hafens gebucht.
Und Palermo überraschte mich.
Besonders der Hafen mit seinen Bars und Restaurants hat mir unglaublich gut gefallen. Abends saßen dort Menschen zusammen, lachten, unterhielten sich und genossen einfach den Abend.
Überhaupt hatte ich das Gefühl, dass Palermo selbst Anfang März schon voller Leben war.
In den Straßen spielte Musik, die Restaurants waren gut besucht und überall herrschte diese besondere italienische Atmosphäre, die ich mittlerweile so liebe.
Mein Rückflug ging bereits früh am nächsten Morgen.
Trotzdem machte mir selbst die Heimreise keinen Stress. Vom Hotel lief ich einfach zum Bahnhof, stieg in den Zug zum Flughafen und wenige Minuten später saß ich bereits auf dem Weg nach Hause.
Einfacher hätte die Rückreise kaum sein können.
Warum ich definitiv zurückkehren werde
Diese Reise war anders als meine bisherigen Italienurlaube.
Ich habe in dieser Woche längst nicht alle Sehenswürdigkeiten Siziliens gesehen.
Ich war weder auf dem Ätna noch in Catania, habe viele Strände ausgelassen und Palermo eigentlich nur angerissen.
Aber genau deshalb weiß ich heute schon, dass ich zurückkommen werde.
Denn während andere Reiseziele für mich irgendwann abgeschlossen sind, hatte ich bei Sizilien eher das Gefühl, gerade erst angefangen zu haben.
Schon während meines Aufenthalts plante ich gedanklich meine nächste Rundreise über die Insel.
Dann mit mehr Zeit.
Mit einem Mietwagen.
Und mit deutlich besseren Italienischkenntnissen.
Denn Sizilien hat mich nicht nur landschaftlich begeistert.
Es hat mir gezeigt, wie schön es sein kann, eine Reise einmal nicht nach Sehenswürdigkeiten zu planen, sondern nach Erlebnissen.
Und genau deshalb gehört diese Woche bis heute zu meinen persönlich wertvollsten Reisen.
- https://gyg.me/MudDdqNf (Kajak-Tour Pisa)
- https://gyg.me/oBUzQAHV (Ticket für Pisa Kathedrale und Baptisterium)
- https://gyg.me/Es1n8L2T (Ticket für Brunelleschis Domkuppel Florenz)
- https://gyg.me/PQFROvVy (Florenz Golfcart Tour auf den Hügeln von Florenz und dem Piazza Michelangelo)
- https://gyg.me/PAl0LZBQ (Pastamaking in den Hügeln von Chianti)
- https://gyg.me/XATkEDA9 (Tour durch die Toskana in einem Fiat 500)
- https://gyg.me/YHHnGPOg (Heißluftballonfahrt über Chianti)
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Manche Reiseziele landen auf der Bucketlist, weil man schöne Bilder davon gesehen hat. Andere ziehen einen an, ohne dass man genau erklären kann, warum.
Dubai gehörte für mich lange zur zweiten Kategorie.
Schon Jahre bevor ich tatsächlich dort war, wollte ich diese Stadt unbedingt einmal mit eigenen Augen sehen. Die Stadt der Superlative. Der Burj Khalifa. Die künstlichen Inseln. Die Wolkenkratzer, die scheinbar direkt aus der Wüste wachsen. Irgendetwas daran hat mich fasziniert.
2019 ergab sich dann plötzlich die Gelegenheit. Während meiner Zeit im Reisebüro landete ein besonders attraktives Reiseangebot für Dubai in meinem Postfach. Ich musste nicht lange überlegen. Das war einer dieser Momente, in denen man einfach weiß: Wenn ich das jetzt nicht buche, werde ich mich später ärgern.
Eigentlich sollte die Reise gemeinsam mit meiner Schwester stattfinden. Doch kurz vor Abflug stellte sich heraus, dass sie nicht mitreisen konnte. Für einen Moment sah es so aus, als würde mein lang gehegter Traum vielleicht doch noch platzen.
Damals war ich noch nicht die Person, die spontan alleine in ein Flugzeug steigt und auf eigene Faust die Welt erkundet. Alleinreisen war für mich noch keine Option. Also begann die Suche nach einer Alternative – und tatsächlich fand ich kurzfristig eine Freundin, die mitkam.
Rückblickend betrachtet war das eine dieser Entscheidungen, die das Leben manchmal ganz nebenbei trifft. Denn aus der damaligen Reisebegleitung wurde später eine meiner engsten Freundinnen.
Meine erste große Reise
Heute muss ich oft schmunzeln, wenn ich daran denke. Denn damals fühlte sich Dubai für mich fast wie eine Reise ans andere Ende der Welt an.
Vor meiner Zeit im Reisebüro bestanden meine Urlaube hauptsächlich aus Familienreisen und vielen Sommern an der Ostsee. Während meiner Jahre in der Touristik hatte ich zwar bereits einige Reiseziele kennengelernt, doch Städte dieser Größenordnung waren für mich völliges Neuland.
Dubai war meine erste echte Metropole. Meine erste Reise in eine Welt voller Wolkenkratzer, Luxus, Innovation und Möglichkeiten.
Rückblickend glaube ich sogar, dass diese Reise ein kleines Stück dazu beigetragen hat, die Reiselust in mir endgültig zu wecken. Damals hätte ich nie gedacht, dass ich Jahre später alleine nach Bali, Singapur oder Sri Lanka reisen würde. Aber irgendwo muss jede Reisegeschichte beginnen – und meine begann vielleicht genau hier.
Sechs Jahre später zurück in Dubai
Die Reise von 2019 sollte allerdings nicht meine letzte nach Dubai bleiben. Sechs Jahre später zog es mich erneut in die Wüstenmetropole – und ich war gespannt, wie sich die Stadt in der Zwischenzeit verändert hatte.
Was soll ich sagen? Ich war sprachlos.
Natürlich wusste ich, dass Dubai wächst und sich ständig weiterentwickelt. Aber die Geschwindigkeit, mit der dort neue Projekte entstehen, neue Viertel gebaut werden und sich die Skyline verändert, ist beeindruckend. An manchen Orten hatte ich das Gefühl, eine völlig neue Stadt zu entdecken.
Während ich bei meiner ersten Reise möglichst viele Sehenswürdigkeiten sehen wollte, habe ich meinen zweiten Aufenthalt deutlich entspannter gestaltet. Ich verbrachte viel Zeit am Strand, erkundete verschiedene Stadtteile, traf Freunde, die mittlerweile in Dubai leben, und genoss einfach den besonderen Mix aus Moderne, Internationalität und Wüstenflair.
Und vielleicht war genau das der größte Unterschied zwischen meinen beiden Reisen: Beim ersten Mal wollte ich alles sehen. Beim zweiten Mal wollte ich die Stadt einfach erleben.
Meine Highlights für eine erste Dubai-Reise
Trotzdem gibt es einige Erlebnisse, die ich jedem bei einer ersten Dubai-Reise empfehlen würde.
Ganz oben auf meiner Liste steht eine Wüstensafari. Sie gehört für mich zu den Ausflügen, die man einfach gemacht haben muss. Die Weite der Wüste, die Ruhe, die untergehende Sonne und der Kontrast zur modernen Skyline machen dieses Erlebnis unvergesslich.
Bei meinem zweiten Besuch habe ich zusätzlich eine Nachtsafari gemacht. Dabei konnten wir unter anderem Gazellen beobachten und die Wüste noch einmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen.
Natürlich gehört auch der Burj Khalifa dazu. Ja, er ist touristisch. Ja, man teilt sich den Aufzug mit vielen anderen Besuchern. Aber manchmal sind die bekanntesten Sehenswürdigkeiten eben genau deshalb so beliebt, weil sie wirklich beeindruckend sind. Der Blick über Dubai zeigt erst, welche Dimensionen diese Stadt tatsächlich hat.
Auch die Dubai Mall sollte man nicht nur als Einkaufszentrum betrachten. Selbst wenn Shopping nicht ganz oben auf der Prioritätenliste steht, lohnt sich ein Besuch. Das riesige Aquarium, die Wasserspiele vor dem Burj Khalifa und die schiere Größe des Komplexes machen ihn zu einer Sehenswürdigkeit für sich.
Besonders begeistert hat mich bei beiden Reisen der Miracle Garden. Mitten in einer Wüstenstadt plötzlich Millionen von Blumen in den unterschiedlichsten Formen und Farben zu sehen, wirkt fast surreal. Direkt daneben befindet sich der Butterfly Garden, der sich wunderbar mit einem Besuch kombinieren lässt.
Wer etwas mehr Zeit mitbringt, sollte außerdem einen Tagesausflug nach Abu Dhabi einplanen. Bei meinem ersten Besuch stand eine Stadtrundfahrt auf dem Programm. Damals reichte die Zeit leider nicht für die Ferrari World – ein Erlebnis, das weiterhin ganz oben auf meiner persönlichen Bucketlist steht. Vielleicht erfüllt sich dieser Traum eines Tages im Rahmen eines Formel-1-Wochenendes.
Überhaupt ist Dubai für Motorsportfans ein spannendes Reiseziel. Die Nähe zu Abu Dhabi, die Begeisterung für Sportwagen und die Formel-1-Kultur in der Region sorgen dafür, dass man als Fan schnell ins Schwärmen gerät.
Und wer die Wüste noch einmal auf eine ganz besondere Art erleben möchte, sollte sich eine Heißluftballonfahrt zum Sonnenaufgang anschauen. Diese steht bis heute auf meiner eigenen Liste für den nächsten Dubai-Besuch.
Warum mich Dubai bis heute fasziniert
Wenn mich heute jemand fragt, ob sich Dubai lohnt, lautet meine Antwort ganz klar: Ja.
Nicht, weil die Stadt perfekt ist. Nicht, weil sie besonders traditionell oder authentisch wäre. Sondern weil sie etwas verkörpert, das man nur selten so deutlich sieht: den Mut, groß zu denken.
Ich bin eigentlich ein Naturmensch. Ich liebe Berge, Küsten, Nationalparks und Orte, an denen man einfach mal durchatmen kann. Und trotzdem fasziniert mich Dubai.
Vielleicht gerade deshalb.
Denn Dubai zeigt, was möglich ist, wenn Visionen Realität werden. Die Stadt entwickelt sich in einem Tempo, das man kaum greifen kann. Wer einmal dort war und einige Jahre später zurückkehrt, wird verstehen, was ich meine.
Dubai wird wahrscheinlich nie mein klassisches Lieblingsreiseziel für Wanderurlaub oder Naturerlebnisse werden. Dafür gibt es andere Orte auf dieser Welt.
Aber Dubai inspiriert. Dubai beeindruckt. Und Dubai erinnert mich jedes Mal daran, wie groß diese Welt eigentlich ist.
Und genau deshalb hat mich diese Stadt inzwischen schon zweimal in ihren Bann gezogen.
Meine Ausflugstipps Dubai für dich:

Niederlande
Amsterdam
Amsterdam gehört für mich zu den Städten, die einfach immer funktionieren. Egal ob für ein verlängertes Wochenende, einen spontanen Städtetrip oder als Zwischenstopp – langweilig wird es hier garantiert nicht. Das liegt nicht nur an den berühmten Grachten oder den schmalen Häusern, sondern vor allem an der entspannten Atmosphäre. Obwohl Amsterdam eine Millionenstadt ist, fühlt sie sich erstaunlich ruhig und gemütlich an. Überall fahren Fahrräder vorbei, kleine Cafés reihen sich aneinander und hinter jeder Ecke wartet ein neues Fotomotiv.
Mittlerweile war ich bereits zweimal in Amsterdam – und beide Reisen hätten unterschiedlicher kaum sein können. Beim ersten Besuch standen die klassischen Sehenswürdigkeiten auf dem Programm: Keukenhof, Grachtenfahrt, A’DAM Lookout und Museum of Illusions. Beim zweiten Mal wollten wir die Stadt einfach nur genießen, ohne Zeitdruck und ohne To-do-Liste. Rückblickend kann ich sagen: Beide Arten, Amsterdam zu erleben, haben ihren ganz eigenen Charme.
In diesem Reisebericht nehme ich euch mit zu meinen persönlichen Highlights, verrate euch meine liebsten Foodspots und gebe euch ehrliche Tipps, welche Ausflüge sich wirklich lohnen.
Anreise nach Amsterdam: Nachtzug oder Flug?
Tatsächlich bin ich schon auf zwei verschiedene Arten nach Amsterdam gereist.
Beim ersten Mal haben wir den Nachtzug ab Nürnberg genommen. Das war überraschend entspannt. Wir hatten Schlafwagen gebucht und konnten die komplette Nacht durchfahren. Am nächsten Morgen rollte der Zug direkt am Amsterdamer Hauptbahnhof ein – ausgeschlafen mitten im Zentrum. Gerade für einen kurzen Städtetrip finde ich das eine richtig angenehme Alternative zum Flugzeug.
Beim zweiten Besuch kamen wir von Mallorca und flogen nach Amsterdam Schiphol. Schon der Flughafen hat mich begeistert. Alles ist modern, übersichtlich und hervorragend ausgeschildert. Vom Flughafen fährt regelmäßig ein Zug direkt zum Hauptbahnhof. Die Tickets lassen sich unkompliziert am Automaten kaufen und wenige Minuten später steht man bereits mitten in Amsterdam.
Allein die unkomplizierte Anreise macht Amsterdam für mich zu einem perfekten Ziel für ein verlängertes Wochenende.
Unsere Unterkünfte: Zwischen absolutem Reinfall und echter Empfehlung
Bei unserer ersten Reise übernachteten wir im ClinkMama.
Die Lage war grundsätzlich gut und viele Sehenswürdigkeiten konnten wir bequem zu Fuß erreichen. Leider hörten die positiven Punkte dort auch schon auf. Das Hotel war nicht besonders sauber und insgesamt hat uns der Aufenthalt enttäuscht. Deshalb würde ich es heute nicht mehr empfehlen.
Ganz anders sah es bei unserer zweiten Reise aus.
Diesmal entschieden wir uns für das ClinkNOORD Hostel. Auch wenn der Name zunächst nach klassischem Hostel klingt, hatten wir dort ein eigenes Doppelzimmer und waren wirklich positiv überrascht.
Das Beste ist allerdings die Lage.
Nur wenige Gehminuten entfernt befindet sich die kostenlose Fähre, die den ganzen Tag zwischen Amsterdam Noord und dem Hauptbahnhof pendelt. Innerhalb weniger Minuten steht ihr mitten im Zentrum – schneller geht es kaum.
Das Frühstück würde ich persönlich nicht dazubuchen. Es war vollkommen in Ordnung, aber Amsterdam bietet so viele schöne Cafés, dass sich Frühstücken außerhalb deutlich mehr lohnt.
Für Preis-Leistung und Lage bekommt das ClinkNOORD von mir eine klare Empfehlung.
Warum sich Amsterdam so besonders anfühlt
Was mich an Amsterdam immer wieder begeistert, ist das Lebensgefühl.
Obwohl täglich tausende Touristen durch die Stadt laufen, wirkt Amsterdam nie stressig. Vielleicht liegt es an den vielen Grachten, vielleicht an den kleinen Häusern oder daran, dass überall Fahrräder unterwegs sind. Jedenfalls fühlt sich die Stadt deutlich entschleunigter an als viele andere europäische Metropolen.
Besonders gerne laufe ich einfach ohne Ziel durch die verschiedenen Viertel.
Das Jordaan-Viertel gehört für mich zu den schönsten Ecken der Stadt. Kleine Grachten, gemütliche Cafés, individuelle Boutiquen und jede Menge ruhige Seitenstraßen laden dazu ein, einfach loszulaufen und sich treiben zu lassen.
Ganz anders wirkt dagegen Damrak. Hier stehen die berühmten schmalen Grachtenhäuser, die wahrscheinlich jeder schon einmal auf Instagram oder auf einer Postkarte gesehen hat. Gerade morgens lassen sich hier wunderschöne Fotos machen, bevor die Menschenmassen eintreffen.
Keukenhof: Auch für Nicht-Blumenfans einen Besuch wert
Bei unserem ersten Besuch waren wir Ende März in Amsterdam und entschieden uns für einen Tagesausflug zum Keukenhof.
Zu diesem Zeitpunkt hatte die Tulpenblüte gerade erst begonnen. Natürlich standen noch nicht alle Felder in voller Blüte, trotzdem war der Park beeindruckend.
Ich würde mich selbst nicht unbedingt als großen Blumenfan bezeichnen. Trotzdem gehört der Keukenhof für mich einfach zu einer Amsterdam-Reise im Frühling dazu. Die riesigen Blumenbeete, die liebevoll angelegten Gärten und die Farben sind einfach etwas Besonderes.
Praktisch fand ich außerdem, dass wir das Ticket als Kombi inklusive Grachtenfahrt gebucht hatten. Dadurch musste man sich vor Ort um nichts mehr kümmern.
Amsterdam vom Wasser entdecken: Die Grachtenfahrt
Wenn ihr Amsterdam zum ersten Mal besucht, solltet ihr unbedingt eine Grachtenfahrt machen.
Viele Sehenswürdigkeiten wirken vom Wasser aus noch einmal ganz anders. Gleichzeitig bekommt man einen guten Überblick über die verschiedenen Stadtteile und entdeckt Ecken, die man zu Fuß wahrscheinlich nie gefunden hätte.
Für mich gehört die Grachtenfahrt mittlerweile genauso zu Amsterdam wie die Fahrräder oder die schmalen Häuser.
A’DAM Lookout: Die beste Aussicht über Amsterdam
Ein weiteres Highlight war für mich der A’DAM Lookout.
Schon die Aussichtsplattform bietet einen fantastischen Blick über die gesamte Stadt. Wer möchte, kann sich dort einen Cocktail bestellen und einfach die Aussicht genießen.
Natürlich musste ich auch die berühmte Schaukel ausprobieren.
Zugegeben – ein bisschen Überwindung kostet sie schon. Schließlich schaukelt man mehrere Meter über dem Boden. Aber genau deshalb macht sie auch so viel Spaß.
Auch hier gibt es häufig Kombitickets inklusive Getränk, was sich preislich durchaus lohnt.
Museum of Illusions: Überraschend unterhaltsam
Das Museum of Illusions stand eher zufällig auf unserer Liste.
Eigentlich hatten wir gar keine großen Erwartungen. Umso überraschter waren wir hinterher.
Die verschiedenen Räume und optischen Täuschungen machen richtig Spaß und sorgen für viele lustige Fotos. Gerade wenn das Wetter einmal nicht mitspielt oder ihr zwischendurch etwas anderes erleben möchtet, kann ich das Museum definitiv empfehlen.
Meine liebsten Foodspots in Amsterdam
Amsterdam hat kulinarisch deutlich mehr zu bieten, als viele denken.
Natürlich musste auch ich die berühmten Stroopwafels bei Van Wonderen probieren. Frisch gebacken, mit Schokolade und verschiedenen Toppings – definitiv nichts für jeden Tag, aber unglaublich lecker.
Mindestens genauso begeistert war ich von Fabel Friet.
Ja, man steht meistens eine Weile an. Aber die Pommes mit Trüffelcreme, Käse und den hausgemachten Soßen gehören für mich zu den besten Pommes, die ich bisher gegessen habe.
Wenn ihr mit mehreren Leuten unterwegs seid und jeder etwas anderes essen möchte, solltet ihr unbedingt bei den Foodhallen vorbeischauen. Dort findet ihr Streetfood aus aller Welt unter einem Dach – von Burgern bis asiatischen Gerichten.
Auch die Bar N-JOY hat mir richtig gut gefallen. Eine entspannte Atmosphäre, leckere Cocktails und der perfekte Ort, um den Abend einzuläuten.
Amsterdam bei Nacht: Mein absolutes Highlight war die Silent Disco
Amsterdam ist tagsüber wunderschön – aber auch abends hat die Stadt ihren ganz eigenen Charme.
Natürlich gibt es unzählige Bars, Restaurants und Clubs. Wer aber mal etwas anderes erleben möchte, dem kann ich die Silent Disco Tour wirklich empfehlen.
Gebucht hatten wir sie damals über eine Ausflugsplattform wie GetYourGuide oder Tripadvisor. Im Preis war sogar ein Begrüßungscocktail enthalten.
Bevor die Tour losging, saßen wir noch gemütlich in der N-JOY Bar, haben unseren ersten Cocktail getrunken und anschließend unsere Kopfhörer bekommen.
Von außen muss das ziemlich verrückt ausgesehen haben.
Wir liefen tanzend durch die Straßen Amsterdams, jeder mit Kopfhörern auf den Ohren. Das Lustigste passierte immer dann, wenn man die Kopfhörer kurz abnahm.
Während die eine Hälfte laut Macarena mitsang, schmetterte die andere Gruppe plötzlich All I Want for Christmas Is You – und das mitten im März.
Ohne Musik hörte man also nur Menschen, die völlig unterschiedliche Lieder gleichzeitig sangen.
Genau das machte den Abend so witzig.
Es war eine dieser Aktivitäten, bei denen man sich vorher fragt, ob das wirklich Spaß macht – und hinterher gehört sie plötzlich zu den schönsten Erinnerungen der ganzen Reise.
Amsterdam ganz entspannt erleben
Bei meinem zweiten Besuch haben wir bewusst auf Sehenswürdigkeiten verzichtet.
Stattdessen wollten wir die Stadt einfach genießen.
Wir sind stundenlang durch Jordaan und Damrak geschlendert, haben kleine Boutiquen entdeckt, an den Grachten gesessen und einfach das Leben beobachtet.
Genau dafür eignet sich Amsterdam perfekt.
Man braucht hier nicht zwingend einen straffen Zeitplan.
Oft entstehen die schönsten Momente einfach beim Herumlaufen.
Ein Besuch im Coffeeshop gehört irgendwie dazu
Natürlich wollten wir auch einmal einen typischen Amsterdamer Coffeeshop besuchen.
Also haben wir uns Cookies bestellt und wollten einfach ausprobieren, warum dieser Teil der niederländischen Kultur so bekannt ist.
Um ehrlich zu sein?
Ich hatte deutlich spektakulärere Geschichten erwartet.
Wir mussten zwar ziemlich viel lachen, aber da ich sowieso ein Mensch bin, der ständig lacht, war der Unterschied ehrlich gesagt gar nicht so groß.
Trotzdem gehört diese Erfahrung für mich irgendwie zu Amsterdam dazu.
Einmal gemacht, darüber gelacht und eine weitere Geschichte für den Reisebericht gesammelt.
Shopping zwischen Grachten und kleinen Boutiquen
Auch zum Shoppen eignet sich Amsterdam hervorragend.
Zwischen den bekannten Marken findet ihr immer wieder kleine Boutiquen, Concept Stores und individuelle Läden, die man in Deutschland so kaum findet.
Gerade rund um die Grachten macht das Bummeln unglaublich viel Spaß.
Man entdeckt ständig neue Ecken und läuft dabei automatisch an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei.
Meine persönlichen Tipps für 3 bis 4 Tage Amsterdam
https://gyg.me/5wlPAhda (Rijkmuseum)
https://gyg.me/1Tb8sdVk (Heineken Experience)
Grachtenfahrt am Abend https://gyg.me/laI4GQj5
Keukenhof + Grachtenfahrt https://gyg.me/FR75G6on
A‘DAM Lookout mit Essen https://gyg.me/NJVmSWVq
Alternativ könnt ihr den Tag auch komplett entspannt in Amsterdam verbringen, durch die Viertel schlendern oder eines der vielen Museen besuchen.
Habt ihr vier Tage Zeit, bleibt sogar noch genügend Raum, einfach ohne Plan durch die Stadt zu laufen.
Und genau das würde ich inzwischen jedem empfehlen.
Mein Fazit: Würde ich wieder nach Amsterdam reisen?
Definitiv.
Amsterdam gehört inzwischen zu meinen absoluten Lieblingsstädten in Europa.
Nicht, weil die Stadt die spektakulärsten Sehenswürdigkeiten besitzt oder weil man hier möglichst viele Attraktionen abhaken muss.
Sondern weil Amsterdam unglaublich entschleunigt wirkt.
Die Grachten, die schmalen Häuser, die vielen Fahrräder und die gemütlichen Cafés sorgen dafür, dass man automatisch langsamer wird.
Natürlich gibt es die klassischen Highlights wie den Keukenhof, den A’DAM Lookout oder eine Grachtenfahrt. Sie gehören für mich definitiv dazu und gerade beim ersten Besuch würde ich sie auch immer wieder machen.
Mindestens genauso viel Spaß haben mir aber die kleinen Momente gemacht.
Mit einer Portion Pommes an einer Gracht sitzen.
Frisch gebackene Stroopwafels essen.
Ohne Ziel durch Jordaan laufen.
Mit Kopfhörern mitten durch Amsterdam tanzen.
Oder einfach auf die kostenlose Fähre steigen und den Blick auf die Skyline genießen.
Genau diese Mischung macht Amsterdam für mich so besonders.
Wenn ich noch einmal hinreise – und das werde ich ganz sicher – würde ich wahrscheinlich noch weniger planen als beim letzten Mal. Ich würde mir morgens einen guten Kaffee holen, durch die Straßen schlendern, hier und da spontan einkehren und den Abend wieder mit Freunden in einer Bar oder bei einer außergewöhnlichen Aktivität ausklingen lassen.
Denn manchmal sind es nicht die großen Sehenswürdigkeiten, die eine Reise unvergesslich machen – sondern genau diese kleinen, ungeplanten Momente.

Italien
Sardinien im Frühling
Eine Woche, die Lust auf mehr gemacht hat
Eigentlich sollte unsere Reise ganz entspannt mit ITA Airways ab München starten. Doch wie das manchmal so ist, machte uns ein Streik einen Strich durch die Rechnung. Unser Flug wurde kurzfristig gestrichen und die angebotene Alternative hätte fast einen ganzen Tag gedauert. Also entschieden wir uns kurzerhand für einen Flug mit EasyJet ab Berlin – rückblickend definitiv die richtige Entscheidung.
Schon wenige Stunden später landeten wir in Olbia, holten unseren kleinen Fiat am Flughafen ab und starteten in eine Woche, die uns Sardinien von seiner schönsten Seite zeigen sollte.
Unsere erste Unterkunft lag ganz in der Nähe des Hafens von Olbia. Nachdem wir eingecheckt hatten, ließen wir den ersten Abend ganz gemütlich angehen. Ein Spaziergang durch den Hafen, ein Aperol in der Abendsonne, italienisches Abendessen und einfach erst einmal ankommen. Mehr brauchte es nicht.
Ein Tag im La-Maddalena-Archipel
Am nächsten Morgen klingelte der Wecker bereits gegen sechs Uhr. Vor uns lag eines der Highlights der Reise: eine Yacht-Tour durch den La-Maddalena-Archipel.
Schon die Fahrt nach Palau lohnte sich. Wenig Verkehr, aufgehende Sonne und dieses Gefühl, endlich wieder in Italien unterwegs zu sein.
Unsere Yacht war angenehm klein. Insgesamt waren wir nur sechs bis acht Gäste an Bord, wodurch sich alles sehr persönlich anfühlte. Gerade Ende April war das perfekt, denn die Inseln waren noch angenehm ruhig.
Das Wasser dort oben gehört ohne Zweifel zu den schönsten, die ich je gesehen habe. Türkis, glasklar und fast schon unwirklich. Teilweise fühlte es sich eher nach Karibik oder Malediven an als nach Europa.
Zwischendurch legten wir immer wieder auf kleinen Inseln an. Es gab Wein, Wasser, Snacks, später sogar Pasta und Dessert – alles inklusive.
Das einzige, was ich komplett unterschätzt hatte, war die Frühlingssonne. Weil Ende April war, dachte ich natürlich, Sonnencreme brauche ich heute nicht unbedingt.
Großer Fehler.
Am Abend hatte ich einen ordentlichen Sonnenbrand auf der Stirn. Zum Glück entdeckte ich auf einer der Inseln ein abgebrochenes Aloe-Vera-Blatt. Das Gel daraus war meine Rettung und ließ den Sonnenbrand innerhalb weniger Tage fast vollständig verschwinden.
Zurück in Olbia kauften wir noch ein paar Snacks für die kommenden Roadtrip-Tage ein und ließen den Abend ganz entspannt ausklingen.
https://gyg.me/JOP8aCqZ (Inselhüpfen im La Maddalena Archipel)
Posada – ein Bilderbuchdorf mit Meerblick
Nach zwei Nächten in Olbia begann unser kleiner Roadtrip.
Unser erstes Ziel war Posada.
Das kleine Bergdorf gehört definitiv zu den Orten, die man leicht übersehen könnte – und genau das wäre schade. Hoch über der Küste thront die alte Burg, von der aus man einen wunderschönen Blick über die Landschaft und bis zum Meer hat.
Anschließend gönnten wir uns einen Latte Macchiato und eine frische Focaccia, bevor wir weiterfuhren.
Nur wenige Minuten später hielten wir an einem der schönsten Strände der Reise.
Ein ewig langer, weißer Sandstrand mit türkisfarbenem Wasser. Ehrlich gesagt hätte ich auf den ersten Blick nicht geglaubt, dass ich noch in Europa bin.
Was mir auf Sardinien außerdem sofort auffiel, waren die hervorragend ausgebauten Radwege. Die Insel eignet sich nicht nur perfekt für Roadtrips, sondern genauso gut für Radreisen, Wanderurlaube oder sogar Segeltörns.
Noch während dieser Reise war mir klar: Ich komme wieder.
Unser Zuhause zwischen den Bergen
Unsere nächste Unterkunft lag in der Nähe von Orosei.
Das kleine Airbnb verfügte über eine Terrasse mit Blick auf die Berge – genau die Art von Unterkunft, die ich liebe.
Am Abend gingen wir noch kurz einkaufen, besorgten Tomaten, Mozzarella, Brot und Käse und machten es uns anschließend auf der Terrasse gemütlich.
Während die Schwalben ihre Kreise zogen und die Kirchenglocken durch das Tal klangen, saßen wir einfach nur da und genossen den Sonnenuntergang.
Solche Momente sind oft die schönsten Erinnerungen einer Reise.
Die Gorropu-Schlucht – und meine Wanderschuhe blieben zu Hause
Am nächsten Morgen ging es früh zur Gorropu-Schlucht.
Die Anfahrt führte durch riesige Olivenhaine, vorbei an Schafen, Kühen, Ziegen und Schweinen, die völlig selbstverständlich über die Straße liefen. Allein diese Fahrt war schon ein Erlebnis.
Am Parkplatz angekommen, fiel mir allerdings ein kleines Detail auf.
Ich hatte meine Wanderschuhe zu Hause vergessen.
Während Annika ihre Schuhe schnürte, stand ich dort mit meinen Tommy-Hilfiger-Flipflops und musste erst einmal über mich selbst lachen.
Tja.
Ändern konnte ich es ohnehin nicht mehr.
Also liefen wir einfach los.
Nach wenigen Minuten mussten wir uns in eine Wanderliste eintragen – vermutlich aus Sicherheitsgründen. Die Dame dort musste ebenfalls schmunzeln, als sie meine Schuhwahl sah.
Der Weg führte rund 15 Kilometer hin und zurück durch eine beeindruckende Landschaft. Immer felsiger wurde der Untergrund, doch überraschenderweise funktionierte das Ganze auch in Flipflops besser als gedacht.
Als wir schließlich den Eingang zur eigentlichen Gorropu-Schlucht erreichten, entschieden wir uns jedoch umzudrehen.
Dort beginnt das anspruchsvollere Gelände und spätestens dafür braucht man wirklich festes Schuhwerk.
Bereut habe ich es trotzdem nicht.
Allein die Wanderung bis dorthin war wunderschön und einer meiner Lieblingsmomente auf Sardinien.
Am Abend arbeitete ich noch ein paar Stunden für eine Kundin, bevor wir den Tag erneut auf unserer Terrasse ausklingen ließen.
https://gyg.me/7kR05ezk (Wanderung durch die Gorrupo Schlucht mit Offroad Transfer und Mittagessen)
Das verlassene Dorf Gairo Vecchio
Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns von unserer Unterkunft und fuhren weiter Richtung Süden.
Unterwegs machten wir Halt in Gairo Vecchio.
Das ehemalige Bergdorf wurde nach mehreren Erdrutschen aufgegeben und wirkt heute wie eine Geisterstadt.
Zwischen den verlassenen Häusern entdeckten wir jedoch immer wieder Hinweise darauf, dass dort tatsächlich noch einzelne Menschen leben. Ein gepflegter Garten, geöffnete Fenster oder Geräusche aus einem Haus machten den Ort gleichzeitig faszinierend und etwas geheimnisvoll.
Wir liefen lange durch die alten Gassen und hatten ständig das Gefühl, eine Zeitreise gemacht zu haben.
Wer Sardinien einmal von einer ganz anderen Seite erleben möchte, sollte diesen Ort unbedingt besuchen.
Entspannte Tage im Süden Sardiniens
Unsere letzte Unterkunft lag im Süden der Insel – ein kleines Boutique-Hotel mit Pool, nur wenige Minuten vom Meer entfernt.
Nach dem Einchecken gingen wir direkt im Hotel essen und ließen den Abend gemütlich ausklingen.
Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg nach Villasimius.
Der kleine Küstenort gefiel mir sofort. Hübsche Boutiquen, kleine Cafés, Gelaterias und eine entspannte Atmosphäre.
Natürlich durfte auch hier ein Gelato nicht fehlen.
Ich versuchte außerdem während des gesamten Urlaubs, ein Paket mit sardischen Spezialitäten nach Deutschland zu schicken. Ich hatte bereits einen Karton, Souvenirs und regionale Lebensmittel gekauft.
Nur eines fehlte ständig.
Eine geöffnete Post.
Entweder war geschlossen, es fehlte Klebeband oder die Öffnungszeiten waren mal wieder sehr italienisch ausgelegt.
Am Ende blieb das Paket einfach im Auto und reiste wieder mit nach Hause.
Auch das gehört eben zu Italien.
Neben dem Flamingo-Strand besuchten wir noch weitere wunderschöne Buchten rund um Villasimius. Zum Baden war es Ende April zwar noch etwas frisch, dafür hatten wir viele Orte fast für uns allein.
Am Abend gönnte ich mir eines der größten Steaks meines Lebens, bevor wir unseren letzten Abend auf Sardinien genossen.
Abschied in Cagliari
Am nächsten Morgen gaben wir unseren Mietwagen in Cagliari zurück.
Da unser Flug erst am Abend ging, blieb noch genügend Zeit, die Stadt zu erkunden.
Wir schlenderten durch die Altstadt, liefen hinauf zur Kathedrale, stöberten noch ein wenig durch die Geschäfte und genossen die letzten Sonnenstunden.
Annika hielt noch nach einem Kleid Ausschau, ich dagegen fand stattdessen ein neues Paar Schuhe.
Typisch.
Am Abend flogen wir schließlich weiter nach Rom.
Doch schon während des Rückflugs war mir eines klar:
Sardinien war definitiv nicht das letzte Mal.
Mein Fazit – Beim nächsten Mal vom Wasser aus
Sardinien hat mich überrascht.
Ich hatte vorher mit traumhaften Stränden gerechnet – bekommen habe ich eine Insel, die viel abwechslungsreicher ist. Berge, Schluchten, türkisblaues Wasser, kleine Dörfer und dieses entspannte italienische Lebensgefühl haben die Reise zu etwas ganz Besonderem gemacht.
Die Gorropu-Schlucht würde ich jederzeit noch einmal besuchen – dann allerdings mit Wanderschuhen statt Flipflops. Den Weg bis dorthin fand ich schon wunderschön, aber irgendwann möchte ich die Schlucht auch komplett erkunden.
Trotzdem hat mir diese Reise noch etwas anderes gezeigt: Beim nächsten Mal würde ich meinen Fokus ganz anders setzen.
Die Bergdörfer waren interessant und definitiv sehenswert. Für einen ersten Sardinien-Roadtrip würde ich sie auch wieder empfehlen. Wenn ich jedoch noch einmal auf die Insel zurückkehre, würde ich meine Zeit lieber am Wasser verbringen.
Die Bootstour durch den La-Maddalena-Archipel war für mich das absolute Highlight der Reise. Dieses glasklare Wasser, die kleinen Buchten, die Ruhe auf dem Meer und das Gefühl von Freiheit haben mich völlig begeistert.
Deshalb könnte ich mir inzwischen sogar vorstellen, eine ganze Woche auf einem Segelboot rund um Sardinien zu verbringen – gemeinsam mit einer kleinen Gruppe, jeden Tag in einer anderen Bucht ankern, morgens ins türkisfarbene Meer springen und den Sonnenuntergang vom Wasser aus genießen.
Ich glaube, genau so würde sich Sardinien für mich beim nächsten Mal anfühlen.
Und ehrlich gesagt: Allein bei dem Gedanken daran würde ich am liebsten sofort wieder meine Koffer packen.





