Zwischen Wüstensand und Zukunftsvision

Eine Stadt, die mich schon lange gerufen hat
Christiane Seliger
09.06.2026
5 min Lesezeit

Manche Reiseziele landen auf der Bucketlist, weil man schöne Bilder davon gesehen hat. Andere ziehen einen an, ohne dass man genau erklären kann, warum.

Dubai gehörte für mich lange zur zweiten Kategorie.

Schon Jahre bevor ich tatsächlich dort war, wollte ich diese Stadt unbedingt einmal mit eigenen Augen sehen. Die Stadt der Superlative. Der Burj Khalifa. Die künstlichen Inseln. Die Wolkenkratzer, die scheinbar direkt aus der Wüste wachsen. Irgendetwas daran hat mich fasziniert.

2019 ergab sich dann plötzlich die Gelegenheit. Während meiner Zeit im Reisebüro landete ein besonders attraktives Reiseangebot für Dubai in meinem Postfach. Ich musste nicht lange überlegen. Das war einer dieser Momente, in denen man einfach weiß: Wenn ich das jetzt nicht buche, werde ich mich später ärgern.

Eigentlich sollte die Reise gemeinsam mit meiner Schwester stattfinden. Doch kurz vor Abflug stellte sich heraus, dass sie nicht mitreisen konnte. Für einen Moment sah es so aus, als würde mein lang gehegter Traum vielleicht doch noch platzen.

Damals war ich noch nicht die Person, die spontan alleine in ein Flugzeug steigt und auf eigene Faust die Welt erkundet. Alleinreisen war für mich noch keine Option. Also begann die Suche nach einer Alternative – und tatsächlich fand ich kurzfristig eine Freundin, die mitkam.

Rückblickend betrachtet war das eine dieser Entscheidungen, die das Leben manchmal ganz nebenbei trifft. Denn aus der damaligen Reisebegleitung wurde später eine meiner engsten Freundinnen.

Meine erste große Reise

Heute muss ich oft schmunzeln, wenn ich daran denke. Denn damals fühlte sich Dubai für mich fast wie eine Reise ans andere Ende der Welt an.

Vor meiner Zeit im Reisebüro bestanden meine Urlaube hauptsächlich aus Familienreisen und vielen Sommern an der Ostsee. Während meiner Jahre in der Touristik hatte ich zwar bereits einige Reiseziele kennengelernt, doch Städte dieser Größenordnung waren für mich völliges Neuland.

Dubai war meine erste echte Metropole. Meine erste Reise in eine Welt voller Wolkenkratzer, Luxus, Innovation und Möglichkeiten.

Rückblickend glaube ich sogar, dass diese Reise ein kleines Stück dazu beigetragen hat, die Reiselust in mir endgültig zu wecken. Damals hätte ich nie gedacht, dass ich Jahre später alleine nach Bali, Singapur oder Sri Lanka reisen würde. Aber irgendwo muss jede Reisegeschichte beginnen – und meine begann vielleicht genau hier.

Sechs Jahre später zurück in Dubai

Die Reise von 2019 sollte allerdings nicht meine letzte nach Dubai bleiben. Sechs Jahre später zog es mich erneut in die Wüstenmetropole – und ich war gespannt, wie sich die Stadt in der Zwischenzeit verändert hatte.

Was soll ich sagen? Ich war sprachlos.

Natürlich wusste ich, dass Dubai wächst und sich ständig weiterentwickelt. Aber die Geschwindigkeit, mit der dort neue Projekte entstehen, neue Viertel gebaut werden und sich die Skyline verändert, ist beeindruckend. An manchen Orten hatte ich das Gefühl, eine völlig neue Stadt zu entdecken.

Während ich bei meiner ersten Reise möglichst viele Sehenswürdigkeiten sehen wollte, habe ich meinen zweiten Aufenthalt deutlich entspannter gestaltet. Ich verbrachte viel Zeit am Strand, erkundete verschiedene Stadtteile, traf Freunde, die mittlerweile in Dubai leben, und genoss einfach den besonderen Mix aus Moderne, Internationalität und Wüstenflair.

Und vielleicht war genau das der größte Unterschied zwischen meinen beiden Reisen: Beim ersten Mal wollte ich alles sehen. Beim zweiten Mal wollte ich die Stadt einfach erleben.

Meine Highlights für eine erste Dubai-Reise

Trotzdem gibt es einige Erlebnisse, die ich jedem bei einer ersten Dubai-Reise empfehlen würde.

Ganz oben auf meiner Liste steht eine Wüstensafari. Sie gehört für mich zu den Ausflügen, die man einfach gemacht haben muss. Die Weite der Wüste, die Ruhe, die untergehende Sonne und der Kontrast zur modernen Skyline machen dieses Erlebnis unvergesslich.

Bei meinem zweiten Besuch habe ich zusätzlich eine Nachtsafari gemacht. Dabei konnten wir unter anderem Gazellen beobachten und die Wüste noch einmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen.

Natürlich gehört auch der Burj Khalifa dazu. Ja, er ist touristisch. Ja, man teilt sich den Aufzug mit vielen anderen Besuchern. Aber manchmal sind die bekanntesten Sehenswürdigkeiten eben genau deshalb so beliebt, weil sie wirklich beeindruckend sind. Der Blick über Dubai zeigt erst, welche Dimensionen diese Stadt tatsächlich hat.

Auch die Dubai Mall sollte man nicht nur als Einkaufszentrum betrachten. Selbst wenn Shopping nicht ganz oben auf der Prioritätenliste steht, lohnt sich ein Besuch. Das riesige Aquarium, die Wasserspiele vor dem Burj Khalifa und die schiere Größe des Komplexes machen ihn zu einer Sehenswürdigkeit für sich.

Besonders begeistert hat mich bei beiden Reisen der Miracle Garden. Mitten in einer Wüstenstadt plötzlich Millionen von Blumen in den unterschiedlichsten Formen und Farben zu sehen, wirkt fast surreal. Direkt daneben befindet sich der Butterfly Garden, der sich wunderbar mit einem Besuch kombinieren lässt.

Wer etwas mehr Zeit mitbringt, sollte außerdem einen Tagesausflug nach Abu Dhabi einplanen. Bei meinem ersten Besuch stand eine Stadtrundfahrt auf dem Programm. Damals reichte die Zeit leider nicht für die Ferrari World – ein Erlebnis, das weiterhin ganz oben auf meiner persönlichen Bucketlist steht. Vielleicht erfüllt sich dieser Traum eines Tages im Rahmen eines Formel-1-Wochenendes.

Überhaupt ist Dubai für Motorsportfans ein spannendes Reiseziel. Die Nähe zu Abu Dhabi, die Begeisterung für Sportwagen und die Formel-1-Kultur in der Region sorgen dafür, dass man als Fan schnell ins Schwärmen gerät.

Und wer die Wüste noch einmal auf eine ganz besondere Art erleben möchte, sollte sich eine Heißluftballonfahrt zum Sonnenaufgang anschauen. Diese steht bis heute auf meiner eigenen Liste für den nächsten Dubai-Besuch.

Meine persönlichen Ausflugstipps

Da ich immer wieder nach meinen Empfehlungen gefragt werde, habe ich zusätzlich eine Liste mit meinen persönlichen Lieblingsausflügen zusammengestellt.

Dort findet ihr sowohl Touren, die ich selbst gemacht habe, als auch Erlebnisse, die bei meiner nächsten Reise definitiv noch auf dem Programm stehen. Vielleicht erleichtert euch das die Planung und gibt die eine oder andere Inspiration für euren eigenen Dubai-Trip.

https://www.getyourguide.com/de-de/explorer/destination-guides/-dg23277/

Warum mich Dubai bis heute fasziniert

Wenn mich heute jemand fragt, ob sich Dubai lohnt, lautet meine Antwort ganz klar: Ja.

Nicht, weil die Stadt perfekt ist. Nicht, weil sie besonders traditionell oder authentisch wäre. Sondern weil sie etwas verkörpert, das man nur selten so deutlich sieht: den Mut, groß zu denken.

Ich bin eigentlich ein Naturmensch. Ich liebe Berge, Küsten, Nationalparks und Orte, an denen man einfach mal durchatmen kann. Und trotzdem fasziniert mich Dubai.

Vielleicht gerade deshalb.

Denn Dubai zeigt, was möglich ist, wenn Visionen Realität werden. Die Stadt entwickelt sich in einem Tempo, das man kaum greifen kann. Wer einmal dort war und einige Jahre später zurückkehrt, wird verstehen, was ich meine.

Dubai wird wahrscheinlich nie mein klassisches Lieblingsreiseziel für Wanderurlaub oder Naturerlebnisse werden. Dafür gibt es andere Orte auf dieser Welt.

Aber Dubai inspiriert. Dubai beeindruckt. Und Dubai erinnert mich jedes Mal daran, wie groß diese Welt eigentlich ist.

Und genau deshalb hat mich diese Stadt inzwischen schon zweimal in ihren Bann gezogen.

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Sri Lanka

Sri Lanka und Malediven - die perfekte Kombination aus Abendteuer und Erholung

Wer mich nach einer Reise fragt, die Abenteuer, Natur, Kultur und Erholung perfekt miteinander verbindet, dem empfehle ich immer wieder die Kombination aus Sri Lanka und den Malediven. Ich selbst habe diese Reise 2025 gemacht und denke bis heute sehr
Christiane Seliger
09.06.2026
5 min Lesezeit

Wer mich nach einer Reise fragt, die Abenteuer, Natur, Kultur und Erholung perfekt miteinander verbindet, dem empfehle ich immer wieder die Kombination aus Sri Lanka und den Malediven. Ich selbst habe diese Reise 2025 gemacht und denke bis heute sehr gerne – und vor allem sehr oft – daran zurück. Und das liegt nicht daran, dass ich seitdem nichts Neues erlebt habe. ;)

Sri Lanka hat mich vom ersten Moment in seinen Bann gezogen und mit seiner unglaublichen Vielfalt begeistert. Der chaotische Verkehr, die herzlichen Menschen, die gelebte Gastfreundschaft, endlos weite Strände, eine Tierwelt, die man sonst nur aus Dokumentationen kennt, und Abenteuer, die einen den Alltag für eine Weile komplett vergessen lassen - all das macht dieses Land zu einem ganz besonderen Reiseziel. Es ist einer dieser Orte, die man besucht und die einen auch nach der Rückkehr nicht mehr so richtig loslassen.

Unsere Rundreise begann in Sigirya, wo wir zwei Nächte verbrachten. Natürlich durfte die Besteigung des berühmten Lion Rock nicht fehlen. Mindestens so beeindruckend fand ich allerdings den Aufstieg auf den Pidurangala Rock, von dem man einen fantastischen Blick auf den Lion Rock und die umliegende Landschaft hat.
Wir sind noch vor Sonnenaufgang gestartet. Über unser Hotel haben wir uns ein Tuk-Tuk organisiert, das uns im Dunkeln zum Startpunkt gebracht hat. Als wir ankamen, war es noch stockfinster. Im Internet hatten wir vorher gelesen, dass es sich um eine leichte Wanderung handelt. Also bin ich wie immer in warmen Ländern in Flip Flops und langem Kleid losgelaufen. Das lange Kleid war tatsächlich gar nicht so verkehrt, denn zu Beginn führt der Weg durch einen Tempelbereich, in dem Schultern und Knie bedeckt sein müssen. Die Flipflops hingegen würde ich niemanden empfehlen.
Von einer leichten Wanderung würde ich persönlich nämlich nicht sprechen. Es geht über viele, unregelmäßige Stufen stetig bergauf. Kurz vor dem Gipfel wird aus der Wanderung sogar eine kleine Kletterpartie. Um den Aussichtspunkt zu erreichen, muss man sich zwischen und über große Felsbrocken seinen Weg nach oben bahnen. In Flipflops war das definitiv eine interessante Erfahrung - eine, die ich nicht unbedingt wiederholen müsste. Mit festen Schuhen macht man sich das Leben dann doch etwas leichter.
Oben angekommen waren die Strapazen allerdings sofort vergessen. Den Sonnenaufgang über der Landschaft Sri Lankas zu erleben und dabei den Lion Rock in der Ferne aus dem Morgennebel auftauchen zu sehen, war einer der magischsten Momente unserer gesamten Reise.
Der Lion Rock selbst ist natürlich ebenfalls ein absolutes Highlight und für Erstbesucher aus meiner Sicht ein Muss. Der Eintritt ist allerdings deutlich teurer und lag bei unserem Besuch bei rund 30 $ pro Person. Für den Pidurangala Rock zahlt man dagegen nur einen Bruchteil davon. Wenn ich heute noch einmal nach Sri Lanka reisen würde, würde ich wahrscheinlich nur den Pidurangala Rock besteigen. Wer jedoch zum ersten Mal dort ist, sollte sich beide Erlebnisse nicht entgehen lassen. Sie ergänzen sich perfekt und bieten jeweils eine ganz eigene Perspektive auf diese beeindruckende Region.
Ein weiteres schönes Erlebnis was man bei beiden Wanderungen hat: Affen, die durch die Bäume und über die Wege sprangen. Sie kamen erstaunlich nah, wirkten aber völlig entspannt und friedlich. Gerade diese kleinen, ungeplanten Momente sind es oft, die einem noch lange nach einer Reise im Gedächtnis bleiben.

Am nächsten Tag wurden wir mit einem Fahrer nach Kandy gefahren. Auf dem Weg haben wir einen Halt am Dambulla Cave Temple gemacht, was ein weiteres Highlight der Reise war. Der kunstvolle Höhlentempel hinterlässt mit seinen beeindruckenden Buddha-Statuen einen bleibenden Eindruck.
Eine Nacht verbrachten wir in Kandy. Die Stadt gilt als kulturelles Herz Sri Lankas und war für uns vor allem Ausgangspunkt für eine der schönsten Zugfahrten, die ich bisher erleben durfte. Die Strecke von Kandy nach Ella führt durch die grünen Teeplantagen, vorbei an Wasserfällen und kleinen Dörfern. Mein Tipp: Die Tickets unbedingt vorab reservieren, beispielsweise über GetYourGuide.
In Ella verbrachten wir zwei Nächte. Der kleine Ort hat einen ganz besonderen Charme und ist ein Paradies für Naturliebhaber. Besonders gefallen hat mir die Wanderung zum Little Adam´s Peak. Der Aufstieg ist unkompliziert und auch in Flip Flops machbar. ;)
Die berühmte Nine Arch Bridge haben wir ebenfalls besucht - ein kurzer Fotostopp, der sich definitiv lohnt.

Danach folgte ein Highlight, was meiner Meinung nach den zweiten Platz - wenn nicht sogar den ersten Platz - belegt. Zwei Tage verbachten wir in Udawalawe. Die Safari im Udawalawe Nationalpark zählt bis heute zu meinen schönsten Tiererlebnissen überhaupt. Wer Elefanten liebt, wird diesen Ort lieben. Während unserer Safari hatten wir teilweise das Gefühl, von Elefant zu Elefant zu fahren. Immer wieder tauchten neue Herden auf, oft ganz nah an den Wegen. Da Elefanten zu meinen absoluten Lieblingstieren gehören, war dieser Teil der Reise für mich etwas ganz Besonderes.
Als Alternative wird oft der Yala Nationalpark empfohlen. Dieser ist vor allem für seine Leoparden bekannt und die Chancen auf eine Sichtung sind dort höher als in Udawalawe. Garantiert ist eine Begegnung allerdings auch dort nicht. Wir selbst hatten in Udawalawe leider kein Glück mit einer Leopardensichtung, obwohl die Tiere grundsätzlich auch dort vorkommen.

Nach den vielen Eindrücken im Landesinneren zog es uns an die Küste. Unsere letzten Tage in Sri Lanka verbrachten wir in Welligama und Mirissa. Beide Orte haben ihren ganz eigenen Charakter. Welligama ist etwas lebhafter und besonders bei Surfern beliebt, während Mirissa mit entspannten Stränden und traumhaften Sonnenuntergängen punktet. Wir waren während dieser Zeit fast täglich surfen und haben das entspannte Lebensgefühl an der Südküste in vollen Zügen genossen.
Zu den schönsten Ausflugszielen in dieser Region zählen für mich der Turtle Beach, an dem man Schildkröten beobachten kann, sowie Coconut Hill mit seinem spektakulären Ausblick auf den Ozean.

Nach den erlebnisreichen Tagen ging die Reise für uns weiter in eine absolute Traumdestination - die Malediven. Der Flug mit SriLankan Airlines dauerte nur etwa eineinhalb Stunden und verlief vollkommen unkompliziert. Für uns war diese Kombination ideal, da man die beiden Reisziele problemlos miteinander verbinden kann.
Da wir auf den Malediven nur drei Tage verbringen wollten, hatten wir uns bewusst für ein Resort entschieden, das ohne zusätzlichen Wasserflugzeug-Transfer erreichbar war. Stattdessen wurden wir direkt nach unserer Ankunft am Flughafen von einem Mitarbeiter des Resorts empfangen und nach einer kurzen Fahrt mit dem Speed-Boot zu unserer Insel gebracht. Bereits die Anreise fühlte sich an wie der Beginn eines kleinen Paradieses.
Im Resort angekommen, wurden wir mit Trommeln und einem erfrischenden Kokosnusseis begrüßt. Anschließend zeigte uns das Hotelpersonal bei einer Rundfahrt mit dem Golfcart die gesamte Anlage. Schon in diesem Moment wussten wir: Hier würden wir die letzten Tage unserer Reise in vollen Zügen genießen.

Leider hatte ich mir während der Rundreise in Sri Lanka eine kleine Erkältung eingefangen, vermutlich durch die ständigen Temperaturunterschiede und Klimaanlagen. Statt jeden Ausflug mitzunehmen, verbrachten wir also die Tage ganz entspannt zwischen Pool, Strand und Meer, lasen Bücher, genossen die Ruhe und tankten Kraft.

Ein Highlight konnten wir dennoch nicht auslassen: Das Schnorcheln im Haus-Riff. Die Ausrüstung wurde kostenlos zur Verfügung gestellt und schon nach wenigen Minuten im Wasser eröffnete sich eine faszinierende Unterwasserwelt. Zwischen bunten Fischen, Korallen und kristallklaren Wasser fühlte man sich tatsächlich wie mitten in einem Naturfilm. Und natürlich durfte in diesem Film Findet Nemo und seine Freunde nicht fehlen.

Wenn ich heute an diese Kombination aus Sri Lanka und den Malediven zurückdenke, denke ich nicht nur an die einzelnen Sehenswürdigkeiten oder Ausflüge. Ich denke an die Elefanten in Udawalawe, an den Sonnenaufgang auf dem Pidurangala Rock, an die Zugfahrt durch die Teeplantagen, an die Schildkröten im indischen Ozean, an die unzähligen Sonnenuntergänge, an die herzlichen Menschen und an die vielen kleinen Momente dazwischen. Die gesamte Reise hat mich mit einer tiefen Dankbarkeit und Freude erfüllt - und genau deshalb denke ich bis heute so oft und so gerne daran zurück.

Indonesien

Bali & Singapur – Reiseziele, die nicht unterschiedlicher sein könnten

Manche Reisen plant man monatelang bis ins kleinste Detail. Und dann gibt es Reisen, die unterwegs plötzlich eine völlig andere Richtung einschlagen. Meine dreiwöchige Solo-Reise nach Bali und Singapur gehörte definitiv zur zweiten Kategorie. Eigentl
Christiane Seliger
09.06.2026
5 min Lesezeit

Manche Reisen plant man monatelang bis ins kleinste Detail. Und dann gibt es Reisen, die unterwegs plötzlich eine völlig andere Richtung einschlagen. Meine dreiwöchige Solo-Reise nach Bali und Singapur gehörte definitiv zur zweiten Kategorie.

Eigentlich sollte alles ganz unkompliziert sein: einige Tage auf Bali, anschließend ein kurzer Aufenthalt in Singapur und danach zurück nach Deutschland. Dass daraus am Ende eine meiner schönsten und gleichzeitig ungeplantesten Reisen werden würde, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Mein Abenteuer begann Ende Februar auf Bali – mitten in der Regenzeit. Schon bei der Ankunft in Denpasar wurde ich daran erinnert, dass selbst gelernte Tourismuskauffrauen nicht immer perfekt vorbereitet sind. Das E-Visum hatte ich natürlich nicht vorab ausgefüllt. Also stand ich nach einem langen Flug erst einmal am Flughafen und versuchte mit einer eher mäßigen Internetverbindung sämtliche Formulare auszufüllen. Nicht mein glorreichster Reisemoment, aber am Ende hat natürlich alles funktioniert.

Von dort ging es weiter nach Ubud. Mein erstes Hotel lag mitten im Grünen, mit einem Infinity-Pool und Blick auf die Reisfelder. Theoretisch zumindest. Praktisch regnete es während meines Aufenthalts immer wieder, sodass Baden eher zweitrangig wurde.

Ubud selbst hat einen ganz besonderen Charakter. Zwischen Tempeln, kleinen Cafés und tropischer Vegetation dreht sich hier vieles um Yoga, Meditation, Heilung und Entschleunigung. Genau darauf habe ich mich eingelassen. Statt Sehenswürdigkeiten im Akkord abzuhaken, verbrachte ich meine Tage mit Yoga, Pilates, Meditation, Spaziergängen und Content Creation.

Besonders begeistert haben mich das Alchemy, die Pyramids of Chi und der Campuhan Ridge Walk. Wer nach Ubud reist, sollte sich für diese Orte bewusst Zeit nehmen. Auf die bekannten Instagram-Hotspots wie den Jungle Swing habe ich dagegen ganz bewusst verzichtet. Das war einfach nicht die Art von Bali, die ich erleben wollte.

Nach einigen Tagen ging es weiter Richtung Norden. Für die Strecke hatte ich mir einen Fahrer organisiert und unterwegs mehrere Stopps eingeplant. Der Leke-Leke-Wasserfall war wunderschön, ebenso der beeindruckende Wassertempel Pura Ulun Danu Beratan, der malerisch auf dem See zu schweben scheint.

Mein eigentliches Highlight im Norden war jedoch die Region rund um Munduk und den Sekumpul-Wasserfall. Schon die Unterkunft war ein kleines Paradies: ein Infinity-Pool mit Blick über den Regenwald, absolute Ruhe und eine Atmosphäre, die sofort entschleunigt. Den Sekumpul-Wasserfall selbst habe ich von oben betrachtet und bei einer Limonade in der nahegelegenen Hanging Restaurant & Bar einfach die Aussicht genossen.

Viele Reisende besuchen den Norden nur als Tagesausflug. Ich persönlich würde davon abraten. Die Straßen sind teilweise langwierig zu fahren und gerade die Ruhe dieser Region verdient mehr als einen kurzen Fotostopp. Wer Zeit mitbringt, sollte mindestens ein oder zwei Nächte bleiben und die Gegend in Ruhe genießen.

Eigentlich wollte ich anschließend weiter nach Uluwatu reisen. Doch genau in diesem Moment kam die Nachricht, die meine gesamte Reise verändern sollte: Mein Rückflug wurde gestrichen.

Plötzlich stand nicht mehr die Frage im Raum, welche Sehenswürdigkeit ich als Nächstes besuchen würde, sondern wie ich überhaupt wieder nach Hause kommen sollte.

Anstatt weitere Abenteuer zu planen, entschied ich mich für das, was ich in diesem Moment am meisten brauchte: Ruhe.

Also zog es mich nach Canggu.

Die folgenden Tage verbrachte ich mit Surfen, Yoga, Pilates, Eisbädern, Saunagängen, Fitnessstudio, langen Spaziergängen und gutem Essen. Ich lernte tolle Menschen kennen, arbeitete, fotografierte und genoss das Leben in einem Tempo, das ich aus meinem Alltag kaum kenne.

Rückblickend habe ich auf Bali nicht die meisten Sehenswürdigkeiten gesehen. Aber ich habe etwas viel Wertvolleres gefunden.

Bali hat mir nicht das gegeben, was ich erwartet habe. Aber es hat mir genau das gegeben, was ich gebraucht habe.

Während ich auf Bali zur Ruhe kam, wartete in Singapur bereits das komplette Gegenteil auf mich.

Schon der Anflug war spektakulär. Die unzähligen Containerschiffe vor der Küste, die beeindruckende Skyline und die schiere Größe dieses Hafens hinterließen sofort Eindruck. Und spätestens beim Betreten des Flughafens war klar, dass Singapur eine Welt für sich ist.

Allein der Flughafen ist eine Sehenswürdigkeit. Futuristische Skytrains, tropische Pflanzen, riesige Wasserfälle und moderne Architektur sorgen dafür, dass man beinahe vergisst, überhaupt an einem Flughafen zu sein.

Allerdings begann mein Aufenthalt zunächst mit einer kleinen Herausforderung. Da mein Rückflug bereits gestrichen worden war, besaß ich plötzlich kein gültiges Ausreiseticket mehr. Für die Einreise nach Singapur musste ich jedoch genau das vorweisen. Also buchte ich kurzerhand einen Flug nach Malaysia, den ich später nie antreten sollte, nur um überhaupt ein gültiges Weiterreiseticket vorzeigen zu können.

Nachdem auch diese Hürde genommen war, verbrachte ich mehrere Stunden am Flughafen und versuchte gleichzeitig herauszufinden, wie ich nun eigentlich wieder nach Deutschland kommen würde.

Die Mitarbeiter von Qatar Airways waren unglaublich hilfsbereit. Nach vielen Stunden und zahlreichen Gesprächen fanden sie schließlich eine Lösung. Ich wurde kostenfrei auf einen Flug mit Air China über Peking umgebucht.

Was sich zunächst wie eine Katastrophe angefühlt hatte, entwickelte sich im Nachhinein zu einem der schönsten Teile der gesamten Reise.

Statt einer Nacht blieb ich mehrere zusätzliche Tage in Singapur.

Und ich nutzte jede einzelne Minute.

Mein Hotel lag etwas außerhalb des Stadtzentrums, bot jedoch einen wunderschönen Blick auf die Skyline und war perfekt an die Stadt angebunden. Morgens ging es meist ins Fitnessstudio und anschließend in den Pool, bevor ich die Stadt erkundete.

Für mich als Formel-1-Fan war es ein unbeschreibliches Gefühl, entlang der Marina Bay zu laufen und die berühmten Streckenabschnitte des Singapur Grand Prix mit eigenen Augen zu sehen. Wer kein Formel-1-Fan ist, wird das vermutlich nicht ganz nachvollziehen können. Für mich war es jedoch einer dieser Momente, die für immer bleiben.

Mindestens genauso beeindruckend waren die Gardens by the Bay. Der Cloud Forest, der Flower Dome und der OCBC Skyway gehören für mich zu den absoluten Highlights der Stadt.

Doch nichts hat mich so berührt wie die abendliche Lichtshow der Supertrees.

Noch heute bekomme ich Gänsehaut, wenn ich daran denke. Die Musik, die Lichter, die Atmosphäre und die Kulisse dieser außergewöhnlichen Stadt waren schlichtweg magisch. Abend für Abend saß bzw. lag ich dort und konnte mich nicht sattsehen.

Auch die Universal Studios, die Aussicht auf das Marina Bay Sands und die vielen kleinen Entdeckungen zwischendurch machten jeden Tag besonders.

Dabei war es gar nicht eine einzelne Sehenswürdigkeit, die mich so begeistert hat.

Es war das Gesamtgefühl.

Singapur ist modern, futuristisch und gleichzeitig unglaublich grün. Die Stadt wirkt sauber, sicher und organisiert, ohne dabei steril zu erscheinen. Zwischen Wolkenkratzern findet man Parks, Gärten und Orte zum Durchatmen.

Eigentlich bin ich kein großer Stadtmensch. Normalerweise zieht es mich eher in die Berge, ans Meer oder in die Natur. Doch Singapur hat mich eines Besseren belehrt.

Diese Stadt hat mich tief beeindruckt.

Wenn ich heute auf diese Reise zurückblicke, denke ich nicht an den gestrichenen Rückflug. Ich denke an die Ruhe Balis, an die Wasserfälle im Norden, an Yoga bei tropischem Regen, an die Formel-1-Strecke von Singapur, an die Lichtshow der Supertrees und an das Gefühl, genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein.

Manchmal sind es eben die ungeplanten Umwege, die zu den schönsten Erinnerungen werden.

Alle Ausflüge, die ihr in Singapur machen solltet, findet ihr unter folgenden Link:
https://www.getyourguide.com/de-de/explorer/destination-guides/-dg21847/

Grossbritannien

London – wo Träume Wirklichkeit werden

Es gibt Städte, die man besucht und schön findet. Und dann gibt es Städte, die einen vom ersten Moment an in ihren Bann ziehen. Für mich gehört London definitiv zur zweiten Kategorie. Vor einigen Jahren durfte ich fünf Tage in der britischen Hauptsta
Christiane Seliger
09.06.2026
5 min Lesezeit

Es gibt Städte, die man besucht und schön findet. Und dann gibt es Städte, die einen vom ersten Moment an in ihren Bann ziehen. Für mich gehört London definitiv zur zweiten Kategorie.

Vor einigen Jahren durfte ich fünf Tage in der britischen Hauptstadt verbringen – und obwohl die Zeit eigentlich viel zu kurz war, habe ich in diesen Tagen unglaublich viel erlebt. Der eigentliche Anlass der Reise war mein Geburtstag und ein Erlebnis, auf das ich mich schon lange gefreut hatte: Mamma Mia! The Party.

Wer jetzt an ein klassisches Musical denkt, liegt nur teilweise richtig. Mamma Mia! The Party ist viel mehr als eine Show. Es ist ein Erlebnis, bei dem man mitten in die Welt von ABBA eintaucht. Die Veranstaltung findet in einer liebevoll gestalteten griechischen Taverne statt und verbindet Musik, Schauspiel und ein mehrgängiges Menü zu einem einzigartigen Abend. Ja, das Ticket war nicht günstig – aber rückblickend war es jeden einzelnen Cent wert.

Während des Abends wird die Geschichte direkt um die Gäste herum erzählt. Dazu kommen die bekannten ABBA-Hits, die live performt werden und für eine Atmosphäre sorgen, die man kaum beschreiben kann. Für ein paar Stunden hatte ich tatsächlich das Gefühl, als wäre die Welt von Mamma Mia zum Leben erwacht. Bis heute gehört dieser Abend zu meinen schönsten Reiseerlebnissen überhaupt.

Natürlich durfte neben diesem Highlight auch das klassische Sightseeing nicht fehlen. London bietet schließlich Sehenswürdigkeiten, die man mindestens einmal gesehen haben sollte. Dazu gehören das berühmte Riesenrad am London Eye, der Buckingham Palace und die vielen historischen Straßen und Plätze, die den besonderen Charme der Stadt ausmachen.

Ein weiteres Highlight unserer Reise war ein Tagesausflug nach Stonehenge. Die beeindruckende Steinformation hatte ich schon oft auf Bildern gesehen, aber davorzustehen ist noch einmal etwas völlig anderes. Dieser geschichtsträchtige Ort strahlt eine besondere Atmosphäre aus und war für mich definitiv einen Besuch wert. Am liebsten hätte ich auf dem Weg dorthin noch weitere Orte in der Umgebung erkundet, doch dafür fehlte uns leider die Zeit.

Als großer Fan von historischen Anwesen, britischer Kultur und natürlich auch von „Bridgerton“ durfte für mich außerdem eine traditionelle Tea Time nicht fehlen. Wer London besucht und die britische Lebensart erleben möchte, sollte sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen. Elegantes Ambiente, feine Sandwiches, Scones und eine große Auswahl an Tee – britischer wird es kaum.

Mindestens genauso begeistert hat mich der Besuch der Harry Potter Studios von Warner Bros. Für Fans der Filmreihe ist dieser Ort ein absolutes Muss. Wir hatten den Ausflug über GetYourGuide gebucht und wurden direkt im Londoner Stadtzentrum abgeholt. Die Anreise verlief allerdings etwas anders als geplant – zumindest für mich. Durch das ständige Stop-and-Go im Londoner Verkehr und die vielen Kurven wurde mir während der Fahrt leider ziemlich schlecht. So schlecht, dass ich kurz dachte, ich würde den Tag vielleicht eher auf einer Bank als in Hogwarts verbringen.

Zum Glück kam alles anders. Direkt nach der Ankunft führte unser erster Weg in den Eingangsbereich mit seinen vielen Harry-Potter-Spezialitäten. Dort entdeckte ich einen Goldenen Schnatz aus Kuchen und Zucker. Ob es die Magie von Hogwarts oder einfach eine ordentliche Portion Zucker war, kann ich bis heute nicht sagen – aber danach ging es mir schlagartig besser. Ich hatte zwar gefühlt einen leichten Zuckerschock, dafür war ich aber wieder bereit für das Abenteuer.

Und natürlich gehört auch das berühmte Butterbier dazu. Ob man es am Ende wirklich liebt oder nicht, ist fast nebensächlich. Wenn man schon einmal dort ist, sollte man es einfach probieren. Es gehört zum gesamten Erlebnis dazu und macht die Atmosphäre noch authentischer.

Danach konnte der Rundgang endlich beginnen. Die Originalkulissen, Requisiten und Einblicke hinter die Kulissen der Filme sind beeindruckend. Egal ob die Große Halle von Hogwarts, der Bahnsteig 9¾, die Winkelgasse oder die zahlreichen Kostüme und Filmsets – an jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Selbst als Erwachsener fühlt man sich hier für ein paar Stunden wieder wie ein Kind und taucht komplett in die magische Welt von Harry Potter ein.

Für mich war dieser Besuch weit mehr als eine klassische Studioführung. Es war eine Reise zurück in eine Welt, die mich seit meiner Kindheit begleitet. Und spätestens als ich mit meinem Butterbier durch die Studios lief, war die schlechte Busfahrt längst vergessen.

Rückblickend war diese Reise für genau das perfekt, was ich mir damals gewünscht hatte. Der eigentliche Anlass war mein Geburtstag und der große Traum, Mamma Mia! The Party live zu erleben. Allein dafür hätte sich die Reise schon gelohnt. Dass ich mir gleichzeitig noch einen weiteren lang gehegten Wunsch erfüllen und die Harry Potter Studios besuchen durfte, macht mich bis heute unglaublich dankbar. Genauso wie der Ausflug nach Stonehenge – ein Ort, den ich schon so oft auf Bildern gesehen hatte und den ich nun endlich mit eigenen Augen erleben konnte.

Wenn ich heute darüber nachdenke, noch einmal nach London zu reisen, würden meine Prioritäten wahrscheinlich etwas anders aussehen. Die klassischen Sehenswürdigkeiten habe ich gesehen und viele davon würde ich nicht unbedingt ein zweites Mal besuchen. Das London Eye beispielsweise war ein tolles Erlebnis, aber nicht etwas, das ich bei einem weiteren Besuch unbedingt wieder machen müsste.

Stattdessen würde ich mir mehr Zeit nehmen. Zeit, um die Stadt und ihre Umgebung bewusster zu entdecken. Oxford steht dabei ganz oben auf meiner Liste. Außerdem würde ich gerne die britischen Vororte und die kleineren Orte rund um London erkunden, vielleicht sogar mit einem Mietwagen. Einfach losfahren, an schönen Cafés und Pubs anhalten, neue Ecken entdecken und das britische Lebensgefühl noch intensiver erleben.

Auch kulinarisch würde ich mir mehr Zeit gönnen. Eine traditionelle Tea Time ganz ohne Zeitdruck, besondere Restaurants und vielleicht den einen oder anderen Ort, den man nicht in jedem Reiseführer findet.

Und doch gibt es eine Sache, die ich vermutlich sofort wieder buchen würde: Mamma Mia! The Party. Ja, die Tickets sind nicht günstig. Aber manchmal gibt es Erlebnisse, die weit über ihren Preis hinausgehen. Für mich war dieser Abend genau so ein Erlebnis. Die Musik, die Atmosphäre, das Essen und die besondere Stimmung haben meinen Geburtstag zu etwas gemacht, an das ich mich bis heute mit einem Lächeln erinnere.

London ist für mich deshalb nicht nur eine Stadt voller Sehenswürdigkeiten. London ist eine Stadt voller Erlebnisse. Eine Stadt, die bei jedem Besuch etwas anderes bereithält und die mir gezeigt hat, dass die schönsten Erinnerungen oft dort entstehen, wo man einen lang gehegten Traum endlich Wirklichkeit werden lässt.

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