

Zwischen Wüstensand und Zukunftsvision
Manche Reiseziele landen auf der Bucketlist, weil man schöne Bilder davon gesehen hat. Andere ziehen einen an, ohne dass man genau erklären kann, warum.
Dubai gehörte für mich lange zur zweiten Kategorie.
Schon Jahre bevor ich tatsächlich dort war, wollte ich diese Stadt unbedingt einmal mit eigenen Augen sehen. Die Stadt der Superlative. Der Burj Khalifa. Die künstlichen Inseln. Die Wolkenkratzer, die scheinbar direkt aus der Wüste wachsen. Irgendetwas daran hat mich fasziniert.
2019 ergab sich dann plötzlich die Gelegenheit. Während meiner Zeit im Reisebüro landete ein besonders attraktives Reiseangebot für Dubai in meinem Postfach. Ich musste nicht lange überlegen. Das war einer dieser Momente, in denen man einfach weiß: Wenn ich das jetzt nicht buche, werde ich mich später ärgern.
Eigentlich sollte die Reise gemeinsam mit meiner Schwester stattfinden. Doch kurz vor Abflug stellte sich heraus, dass sie nicht mitreisen konnte. Für einen Moment sah es so aus, als würde mein lang gehegter Traum vielleicht doch noch platzen.
Damals war ich noch nicht die Person, die spontan alleine in ein Flugzeug steigt und auf eigene Faust die Welt erkundet. Alleinreisen war für mich noch keine Option. Also begann die Suche nach einer Alternative – und tatsächlich fand ich kurzfristig eine Freundin, die mitkam.
Rückblickend betrachtet war das eine dieser Entscheidungen, die das Leben manchmal ganz nebenbei trifft. Denn aus der damaligen Reisebegleitung wurde später eine meiner engsten Freundinnen.
Meine erste große Reise
Heute muss ich oft schmunzeln, wenn ich daran denke. Denn damals fühlte sich Dubai für mich fast wie eine Reise ans andere Ende der Welt an.
Vor meiner Zeit im Reisebüro bestanden meine Urlaube hauptsächlich aus Familienreisen und vielen Sommern an der Ostsee. Während meiner Jahre in der Touristik hatte ich zwar bereits einige Reiseziele kennengelernt, doch Städte dieser Größenordnung waren für mich völliges Neuland.
Dubai war meine erste echte Metropole. Meine erste Reise in eine Welt voller Wolkenkratzer, Luxus, Innovation und Möglichkeiten.
Rückblickend glaube ich sogar, dass diese Reise ein kleines Stück dazu beigetragen hat, die Reiselust in mir endgültig zu wecken. Damals hätte ich nie gedacht, dass ich Jahre später alleine nach Bali, Singapur oder Sri Lanka reisen würde. Aber irgendwo muss jede Reisegeschichte beginnen – und meine begann vielleicht genau hier.
Sechs Jahre später zurück in Dubai
Die Reise von 2019 sollte allerdings nicht meine letzte nach Dubai bleiben. Sechs Jahre später zog es mich erneut in die Wüstenmetropole – und ich war gespannt, wie sich die Stadt in der Zwischenzeit verändert hatte.
Was soll ich sagen? Ich war sprachlos.
Natürlich wusste ich, dass Dubai wächst und sich ständig weiterentwickelt. Aber die Geschwindigkeit, mit der dort neue Projekte entstehen, neue Viertel gebaut werden und sich die Skyline verändert, ist beeindruckend. An manchen Orten hatte ich das Gefühl, eine völlig neue Stadt zu entdecken.
Während ich bei meiner ersten Reise möglichst viele Sehenswürdigkeiten sehen wollte, habe ich meinen zweiten Aufenthalt deutlich entspannter gestaltet. Ich verbrachte viel Zeit am Strand, erkundete verschiedene Stadtteile, traf Freunde, die mittlerweile in Dubai leben, und genoss einfach den besonderen Mix aus Moderne, Internationalität und Wüstenflair.
Und vielleicht war genau das der größte Unterschied zwischen meinen beiden Reisen: Beim ersten Mal wollte ich alles sehen. Beim zweiten Mal wollte ich die Stadt einfach erleben.
Meine Highlights für eine erste Dubai-Reise
Trotzdem gibt es einige Erlebnisse, die ich jedem bei einer ersten Dubai-Reise empfehlen würde.
Ganz oben auf meiner Liste steht eine Wüstensafari. Sie gehört für mich zu den Ausflügen, die man einfach gemacht haben muss. Die Weite der Wüste, die Ruhe, die untergehende Sonne und der Kontrast zur modernen Skyline machen dieses Erlebnis unvergesslich.
Bei meinem zweiten Besuch habe ich zusätzlich eine Nachtsafari gemacht. Dabei konnten wir unter anderem Gazellen beobachten und die Wüste noch einmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen.
Natürlich gehört auch der Burj Khalifa dazu. Ja, er ist touristisch. Ja, man teilt sich den Aufzug mit vielen anderen Besuchern. Aber manchmal sind die bekanntesten Sehenswürdigkeiten eben genau deshalb so beliebt, weil sie wirklich beeindruckend sind. Der Blick über Dubai zeigt erst, welche Dimensionen diese Stadt tatsächlich hat.
Auch die Dubai Mall sollte man nicht nur als Einkaufszentrum betrachten. Selbst wenn Shopping nicht ganz oben auf der Prioritätenliste steht, lohnt sich ein Besuch. Das riesige Aquarium, die Wasserspiele vor dem Burj Khalifa und die schiere Größe des Komplexes machen ihn zu einer Sehenswürdigkeit für sich.
Besonders begeistert hat mich bei beiden Reisen der Miracle Garden. Mitten in einer Wüstenstadt plötzlich Millionen von Blumen in den unterschiedlichsten Formen und Farben zu sehen, wirkt fast surreal. Direkt daneben befindet sich der Butterfly Garden, der sich wunderbar mit einem Besuch kombinieren lässt.
Wer etwas mehr Zeit mitbringt, sollte außerdem einen Tagesausflug nach Abu Dhabi einplanen. Bei meinem ersten Besuch stand eine Stadtrundfahrt auf dem Programm. Damals reichte die Zeit leider nicht für die Ferrari World – ein Erlebnis, das weiterhin ganz oben auf meiner persönlichen Bucketlist steht. Vielleicht erfüllt sich dieser Traum eines Tages im Rahmen eines Formel-1-Wochenendes.
Überhaupt ist Dubai für Motorsportfans ein spannendes Reiseziel. Die Nähe zu Abu Dhabi, die Begeisterung für Sportwagen und die Formel-1-Kultur in der Region sorgen dafür, dass man als Fan schnell ins Schwärmen gerät.
Und wer die Wüste noch einmal auf eine ganz besondere Art erleben möchte, sollte sich eine Heißluftballonfahrt zum Sonnenaufgang anschauen. Diese steht bis heute auf meiner eigenen Liste für den nächsten Dubai-Besuch.
Warum mich Dubai bis heute fasziniert
Wenn mich heute jemand fragt, ob sich Dubai lohnt, lautet meine Antwort ganz klar: Ja.
Nicht, weil die Stadt perfekt ist. Nicht, weil sie besonders traditionell oder authentisch wäre. Sondern weil sie etwas verkörpert, das man nur selten so deutlich sieht: den Mut, groß zu denken.
Ich bin eigentlich ein Naturmensch. Ich liebe Berge, Küsten, Nationalparks und Orte, an denen man einfach mal durchatmen kann. Und trotzdem fasziniert mich Dubai.
Vielleicht gerade deshalb.
Denn Dubai zeigt, was möglich ist, wenn Visionen Realität werden. Die Stadt entwickelt sich in einem Tempo, das man kaum greifen kann. Wer einmal dort war und einige Jahre später zurückkehrt, wird verstehen, was ich meine.
Dubai wird wahrscheinlich nie mein klassisches Lieblingsreiseziel für Wanderurlaub oder Naturerlebnisse werden. Dafür gibt es andere Orte auf dieser Welt.
Aber Dubai inspiriert. Dubai beeindruckt. Und Dubai erinnert mich jedes Mal daran, wie groß diese Welt eigentlich ist.
Und genau deshalb hat mich diese Stadt inzwischen schon zweimal in ihren Bann gezogen.
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Kreta im Hochsommer – zwischen 40 Grad, Spinalonga und einem Segeltörn bei Sonnenuntergang
Manchmal sind es nicht die Reisen, auf denen man möglichst viel sieht, die einem besonders in Erinnerung bleiben. Manchmal sind es genau die Urlaube, in denen man einen Gang zurückschaltet, spontan umplant und sich einfach dem Rhythmus des Reiseziels anpasst.
So ging es mir auf Kreta.
Vor zwei Jahren verbrachte ich gemeinsam mit einer Freundin eine Woche auf der größten griechischen Insel. Anfang Juni klingt zunächst nach perfektem Sommerurlaub. Was wir allerdings nicht erwartet hatten: Temperaturen von bis zu 40 Grad.
Und ich kann euch sagen: Für die Einheimischen mag das vielleicht ein normaler Sommertag sein. Für uns Thüringer war es schlichtweg brutal heiß.
Schon am ersten Urlaubstag wurde uns das ziemlich deutlich vor Augen geführt. Während ich noch versuchte, möglichst viel Schatten zu finden, machte es sich Vanessa mit einem Buch am Pool gemütlich. Mit Sonnenhut zwar – aber eben trotzdem mehrere Stunden in der prallen Sonne.
Das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten.
Sie war anschließend so verbrannt, dass wir die nächsten Tage regelmäßig Aloe Vera nachlegen mussten.
Rückblickend können wir darüber lachen. In dem Moment war es allerdings eher weniger lustig.
Ankommen, abschalten und den Sommer genießen
Unser Hotel lag direkt am Strand in Ammoudara und war genau das Richtige für diese Reise.
Pool, Meerblick, entspannte Atmosphäre und ausreichend Rückzugsmöglichkeiten. Einige Zimmer verfügten sogar über private Pools. Wir selbst hatten einen schönen Bereich im Nebengebäude und konnten dort wunderbar entspannen.
Da wir nur Frühstück gebucht hatten, verbrachten wir die Abende meist in den Tavernen und Bars der Umgebung. Zu dieser Zeit lief außerdem die Fußball-Europameisterschaft, sodass wir viele Abende beim Public Viewing verbrachten, griechisches Essen genossen und einfach das Urlaubsleben auf uns wirken ließen.
Und ehrlich gesagt: Bei 40 Grad Außentemperatur war das manchmal ohnehin die vernünftigste Entscheidung.
Spinalonga – ein Stück bewegende Geschichte
Einer der Ausflüge, die wir trotz der Hitze unbedingt machen wollten, führte uns nach Elounda.
Von dort aus ging es mit der Fähre zur kleinen Insel Spinalonga.
Allein die Überfahrt war bereits wunderschön. Das tiefblaue Meer, die Küste Kretas im Hintergrund und die Vorfreude auf das, was uns erwartete.
Spinalonga ist weit mehr als nur eine kleine Insel. Viele kennen sie als ehemalige Leprakolonie, die bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts genutzt wurde.
Während man durch die alten Gassen läuft, die verlassenen Gebäude sieht und die Geschichte dieses Ortes auf sich wirken lässt, bekommt man einen Eindruck davon, wie das Leben dort früher gewesen sein muss.
Wir haben bewusst auf eine geführte Tour verzichtet und die Insel auf eigene Faust erkundet. Genau das hat mir persönlich sehr gefallen. Man konnte sich Zeit lassen, stehen bleiben, die Atmosphäre aufnehmen und sich die Geschichte in seinem eigenen Tempo erschließen.
Für mich gehört Spinalonga definitiv zu den Ausflügen, die man auf Kreta nicht verpassen sollte.
Wer keinen Mietwagen nutzen möchte, findet zahlreiche organisierte Touren mit Hotelabholung. Wir selbst sind mit dem Mietwagen nach Elounda gefahren und haben die Fähre direkt vor Ort genommen.
Palm Beach – manchmal ist Aufgeben die klügere Entscheidung
Eigentlich wollten wir während unseres Aufenthalts noch deutlich mehr sehen.
Der berühmte Palmenstrand von Vai stand ganz oben auf unserer Liste.
Also stiegen wir eines Tages ins Auto und machten uns auf den Weg.
Was wir dabei allerdings unterschätzt hatten, waren die Entfernungen auf Kreta.
Die Insel ist deutlich größer und bergiger, als viele vermuten. Die Straßen sind zwar gut ausgebaut, führen aber oft durch Serpentinen, vorbei an Olivenhainen und durch die beeindruckende Berglandschaft der Insel.
Google Maps war dabei regelmäßig optimistischer als die Realität.
Als wir schließlich am Parkplatz oberhalb des Palmenstrandes ankamen, hatten wir bereits einige Stunden Fahrt hinter uns.
Von dort führte ein Weg hinunter zum Strand.
Das Problem?
40 Grad. Mittagssonne. Keine Kopfbedeckung. Kein Wasser. Und natürlich wieder Flipflops.
Heute frage ich mich selbst, was genau unser Plan gewesen ist.
Wir liefen ein Stück des Weges hinunter, blickten auf die wunderschöne Bucht mit den Palmen und trafen dann die vermutlich vernünftigste Entscheidung des Tages:
Wir drehten wieder um.
Der Ausblick von oben war wunderschön und hat uns vollkommen gereicht.
Rückblickend würde ich den Palmenstrand definitiv im Rahmen einer Bootstour besuchen. Viele Touren kombinieren verschiedene Buchten, Strände und Schnorchelstopps miteinander. Das ist deutlich entspannter und man kann die Landschaft genießen, ohne bei 40 Grad einen Berg hinunter- und wieder hinaufzulaufen.
Manchmal gehört zur Reiseerfahrung eben auch die Erkenntnis, dass nicht jeder Plan umgesetzt werden muss.
Ein Segeltörn, der mehr war als nur ein Ausflug
Als wir am Abend wieder zurück in den Hafen segelten, hatte ich das Gefühl, dass dieser Tag viel zu schnell vergangen war. Die Sonne ging langsam unter, das Meer wurde immer ruhiger und irgendwo zwischen türkisblauem Wasser, salziger Meeresluft und diesem Gefühl von Freiheit wusste ich: Das war einer dieser Urlaubstage, an die man sich noch Jahre später erinnert.
Und als wäre der Tag nicht ohnehin schon perfekt gewesen, hatte Carly – die Freundin unseres Skippers – noch einen Geheimtipp für uns.
Sie schwärmte von einem kleinen Crêpes-Stand in der Nähe des Hafens und meinte nur: „Wenn ihr hier seid, müsst ihr dort unbedingt einen Crêpe essen.“
Gesagt, getan.
Unser Transferfahrer wartete ohnehin noch auf uns und Carly organisierte kurzerhand, dass wir zuerst zum Crêpes-Stand gefahren wurden und anschließend zurück ins Hotel.
Ich weiß nicht, ob es an diesem ohnehin schon perfekten Tag lag oder ob der Crêpe tatsächlich so gut war – wahrscheinlich eine Mischung aus beidem. Aber ich kann bis heute sagen: Es war einer der besten Crêpes, die ich jemals gegessen habe.
Manchmal sind es eben genau diese kleinen Momente, die eine Reise besonders machen.
Rethymno – das Griechenland, das ich gesucht hatte
Ein weiteres Highlight war für mich Rethymno.
Während unser Urlaubsort wunderschön am Meer lag und perfekt zum Entspannen war, fehlte mir dort manchmal dieses typische Griechenland-Gefühl, das man aus Filmen oder Postkarten kennt.
Rethymno hat mir genau das gegeben.
Die engen Gassen, die kleinen Tavernen, die bunten Häuserfassaden, die Geschäfte mit Olivenöl, Gewürzen und Souvenirs, dazu das warme Licht am Abend – plötzlich hatte ich genau dieses Gefühl, das ich mit Griechenland verbunden hatte.
Wir schlenderten durch die Altstadt, gingen am Hafen entlang, aßen gemütlich zu Abend und ließen den Tag ausklingen.
Natürlich war es touristisch. Natürlich waren viele Menschen unterwegs.
Aber irgendwie fühlte es sich trotzdem authentisch an.
Vielleicht lag es daran, dass wir erst am Abend dort waren, als die größte Hitze vorbei war. Vielleicht lag es an der entspannten Stimmung. Vielleicht auch einfach daran, dass dieser Ort genau meinen Vorstellungen von Griechenland entsprach.
Jedenfalls war Rethymno einer dieser Orte, an die ich jederzeit zurückkehren würde.
Kreta bei 40 Grad – und trotzdem wunderschön
Rückblickend war dieser Urlaub ganz anders, als wir ihn ursprünglich geplant hatten.
Eigentlich wollten wir deutlich mehr von Kreta sehen. Elafonissi stand auf unserer Liste. Palm Beach stand auf unserer Liste. Noch mehr Ausflüge, noch mehr Strände und noch mehr Inselerkundungen.
Aber manchmal macht einem die Natur einfach einen Strich durch die Rechnung.
Bei Temperaturen von bis zu 40 Grad war irgendwann klar, dass klassisches Sightseeing nicht mehr wirklich die beste Idee ist.
Also haben wir das gemacht, was in diesem Moment richtig war.
Wir haben entschleunigt.
Wir haben Zeit am Pool verbracht, Fußball-Europameisterschaft in der Bar geschaut, Cocktails getrunken, lange Gespräche geführt und einfach den Moment genossen.
Kleiner Einschub am Rande: Vanessa hat es tatsächlich geschafft, sich trotz Sonnencreme nach einer halben Stunde mit einem Buch im Pool ordentlich zu verbrennen. Manchmal hilft selbst die beste Vorbereitung einfach nicht weiter.
Und genau deshalb denke ich heute so gerne an diese Reise zurück.
Mein Fazit zu Kreta
Wenn man mich heute fragt, ob mich Griechenland genauso begeistert hat wie Italien, dann lautet die ehrliche Antwort: Nein.
Italien wird für mich wahrscheinlich immer einen ganz besonderen Platz im Herzen haben.
Aber Kreta hat etwas anderes geschafft.
Kreta hat mich entschleunigt.
Der Segeltörn nach Dia Island, das Schnorcheln im türkisblauen Wasser, die warmen Sommerabende in Rethymno, die Überfahrt nach Spinalonga und dieses Gefühl, einfach mal nichts leisten zu müssen – all das hat mir eine Ruhe gegeben, die ich damals genau gebraucht habe.
Und vielleicht war genau das die wichtigste Erkenntnis dieser Reise.
Griechenland muss man nicht abhaken, indem man möglichst viele Sehenswürdigkeiten besucht.
Griechenland muss man erleben.
Am besten vom Wasser aus.
Denn spätestens während unseres Segeltörns wurde mir klar, warum so viele Menschen von Inselhopping, Segelreisen und kleinen Bootstouren durch die Ägäis schwärmen.
Diese Inselwelt scheint genau dafür gemacht worden zu sein.
Von Insel zu Insel treiben, in kleinen Buchten ankern, im glasklaren Wasser schwimmen, gemeinsam essen und den Sonnenuntergang auf dem Meer erleben.
Es gibt Reiseerlebnisse, die man schwer beschreiben kann.
Und genau dazu gehört für mich Griechenland.
Nicht wegen der Sehenswürdigkeiten.
Sondern wegen dieses Gefühls von Freiheit, Leichtigkeit und Seelenfrieden, das zwischen Meer, Sonne und den griechischen Inseln ganz von selbst entsteht.

Italien
Rom - die ewige Stadt
Rom und ich – das ist tatsächlich eine ganz besondere Geschichte.
Schon bei meinem ersten Besuch im Jahr 2023 hatte ich sofort dieses Gefühl: Diese Stadt lässt mich nicht mehr los.
Damals hatte ich nur drei Tage Zeit und habe natürlich die klassischen Rom Sehenswürdigkeiten besucht: den Petersdom, das Kolosseum, das Forum Romanum, die Spanische Treppe, den Trevi-Brunnen und das wunderschöne Viertel Trastevere.
Aber Rom besteht nicht nur aus berühmten Bauwerken.
Was mir damals besonders gefallen hat, waren die kleinen Momente dazwischen: durch enge Gassen schlendern, spontan in ein Restaurant gehen, einen Aperol auf einer Piazza trinken und einfach dieses besondere italienische Lebensgefühl aufsaugen.
Schon nach meiner ersten Reise war klar:
Ich komme wieder.
Und tatsächlich dauerte es nicht lange.
2026 war es erneut so weit – diesmal als Teil unserer Sardinien- und Amalfiküste-Reise. Nach unserem Roadtrip über Sardinien flogen wir am Abend von Cagliari nach Rom.
Natürlich wäre es keine Rom-Reise von mir, wenn nicht direkt am Anfang irgendetwas schiefgehen würde.
Denn genau das gehört irgendwie auch zu Italien dazu: ein bisschen Chaos, viel Improvisation und am Ende funktioniert es meistens trotzdem.
Rom Flughafen Transfer: Warum Ciampino etwas komplizierter ist als Fiumicino
Wir flogen mit Ryanair von Cagliari nach Rom Ciampino.
Wer über den Flughafen Fiumicino anreist, hat es relativ einfach: Mit dem Leonardo Express kommt man direkt zum Hauptbahnhof Roma Termini und ist schnell mitten in der Stadt.
Ciampino funktioniert allerdings etwas anders.
Unser Plan war eigentlich unkompliziert: Vom Flughafen mit dem Bus in die Innenstadt fahren und anschließend zu unserer Unterkunft weitergehen.
Die Realität sah etwas anders aus.
Nach unserer Landung standen wir nachts an der Bushaltestelle und suchten unseren Bus. Das Problem: Die Haltestellen waren nicht ganz so eindeutig ausgeschildert, wie wir erwartet hatten.
Und dann begann das typische römische Verkehrschaos.
Wir wurden von einer Bushaltestelle zur nächsten geschickt. Ein Fahrer meinte, wir müssten dort warten, ein anderer schickte uns wieder zurück. Jeder hatte eine andere Information.
Nach ungefähr 30 Minuten waren wir genauso schlau wie vorher.
Natürlich schaute ich irgendwann bei Uber nach.
Der Preis: knapp 80 Euro.
Im Notfall wäre das natürlich möglich gewesen, aber wir wollten noch nicht aufgeben.
Dann kam unser persönlicher Rom-Moment:
Ein Busfahrer, ein Reisender mit Englischkenntnissen und ich mitten dazwischen.
Also habe ich kurzerhand zwischen Italienisch und Englisch übersetzt.
Und plötzlich war alles ganz einfach.
Der Busfahrer lachte, winkte uns heran und sagte sinngemäß:
“Kommt, steigt ein, ich nehme euch mit.”
Und genau solche Situationen liebe ich an Italien.
Nicht alles läuft perfekt – aber irgendwie findet sich immer eine Lösung.
Irgendwann mitten in der Nacht kamen wir endlich in Rom an und konnten in unsere Unterkunft einchecken.
Wir waren müde und ziemlich fertig, aber rückblickend gehört genau dieses kleine Chaos mittlerweile fast zu meinen Italien-Erinnerungen dazu.
Rom Sehenswürdigkeiten entdecken: Warum man die Stadt nicht stressen sollte
Nach der kurzen Nacht wollten wir natürlich direkt los und Rom erkunden.
Auch wenn ich bereits einmal dort gewesen war, gibt es in dieser Stadt immer wieder neue Ecken zu entdecken.
Mein größter Tipp für Rom:
Versucht nicht, alles abzuhaken.
Rom ist keine Stadt, die man einfach besucht und danach eine Liste abhakt. Rom lebt von den kleinen Straßen, den Cafés, den Plätzen und den Momenten dazwischen.
Unser erster Programmpunkt waren die Katakomben von Rom.
Katakomben von Rom: Spannende Geschichte, aber nicht mein persönlicher Favorit
Ich kannte bereits die berühmten Katakomben von Paris und war deshalb sehr gespannt, wie die römischen Katakomben im Vergleich wirken würden.
Die Katakomben von Rom sind definitiv interessant und besonders für Geschichtsinteressierte einen Besuch wert.
Die unterirdischen Anlagen entstanden vor allem in den ersten Jahrhunderten nach Christus und geben einen spannenden Einblick in die frühe christliche Geschichte Roms.
Eine Besichtigung ist nur mit Führung möglich. Alleine darf man die Katakomben nicht betreten.
Was man allerdings wissen sollte:
Wer spektakuläre Knochenkammern wie in Paris erwartet, könnte enttäuscht sein.
Es gibt zwar Räume mit Skeletten und menschlichen Überresten, aber der große visuelle Wow-Effekt blieb bei mir persönlich aus.
Trotzdem fand ich den Besuch spannend, weil man eine ganz andere Seite Roms kennenlernt – abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten wie Kolosseum und Trevi-Brunnen.
Hop-on-Hop-off-Bus Rom: Lohnt sich die Stadtrundfahrt wirklich?
Nach den Katakomben ging es weiter Richtung Innenstadt.
Wir entschieden uns spontan für eine Hop-on-Hop-off-Tour in Rom, weil ich dieses Konzept einfach einmal ausprobieren wollte.
Mein Fazit:
Es war nicht schlecht – aber bei einem zweiten Besuch würde ich es wahrscheinlich anders machen.
Der Grund:
Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Rom liegen relativ nah beieinander und lassen sich wunderbar zu Fuß erkunden.
Vom Trevi-Brunnen zur Spanischen Treppe, weiter zur Piazza Navona oder durch Trastevere – genau diese Wege machen Rom eigentlich aus.
Bei der Hop-on-Hop-off-Tour bist du außerdem nicht direkt an den Sehenswürdigkeiten. Du steigst aus und musst trotzdem noch ein Stück laufen.
Wir stiegen beispielsweise am Trevi-Brunnen aus und entschieden spontan, nicht wieder zur Haltestelle zurückzugehen.
Und genau diese Entscheidung war wahrscheinlich eine der besten.
Wir liefen einfach los.
Durch kleine Gassen, vorbei an Geschäften und Cafés, machten eine Pause mit Latte Macchiato, schauten in Schaufenster und genossen den Nachmittag ohne festen Plan.
Und genau so würde ich Rom heute jedem empfehlen.
Weniger Stress.
Mehr treiben lassen.
Die schönsten Rom Sehenswürdigkeiten: Kolosseum, Plätze und das echte Dolce Vita erleben
Nach unserem Spaziergang durch die Innenstadt wurde mir wieder bewusst, warum ich Rom so besonders finde.
Natürlich gibt es die berühmten Sehenswürdigkeiten wie das Kolosseum, den Petersdom oder den Trevi-Brunnen. Aber das eigentliche Erlebnis entsteht oft nicht beim Abhaken dieser Orte, sondern auf dem Weg dorthin.
Eine kleine Gasse, ein verstecktes Café, ein spontaner Aperitivo oder ein Platz, an dem man einfach sitzen bleibt – genau diese Momente machen für mich den Zauber Roms aus.
Rom zu Fuß entdecken: Warum Spaziergänge oft schöner sind als Sightseeing-Marathons
Bei meinem ersten Besuch 2023 wollte ich natürlich möglichst viel sehen. Das ist beim ersten Mal auch völlig verständlich.
Man möchte das Kolosseum sehen, Fotos am Trevi-Brunnen machen, den Petersdom besuchen und möglichst viele bekannte Orte kennenlernen.
Beim zweiten Besuch habe ich Rom deutlich entspannter erlebt.
Ich habe gemerkt: Die Stadt funktioniert nicht nach dem Prinzip „je mehr Sehenswürdigkeiten, desto besser“.
Rom ist eine Stadt, in der man Zeit braucht.
Zeit für einen Kaffee am Morgen, eine Pause im Schatten, ein langes Abendessen und einen Spaziergang durch beleuchtete Straßen.
Mein persönlicher Tipp für eine Rom-Reise:
Plant nicht jeden Moment durch.
Lasst bewusst Platz für spontane Entdeckungen.
Private Rom Tour: Warum ich heute eher eine individuelle Tour wählen würde
Wenn das Budget vorhanden ist, würde ich bei einem weiteren Besuch tatsächlich eher eine private Tour durch Rom buchen.
Damit meine ich nicht, sich von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit hetzen zu lassen, sondern die Stadt entspannt aus einer anderen Perspektive kennenzulernen.
Eine Vespa-Tour mit Fahrer, eine Fahrt im Oldtimer oder eine private Stadtrundfahrt am Abend stelle ich mir unglaublich schön vor.
Gerade wenn die Sonne untergeht und die historischen Gebäude beleuchtet sind, bekommt Rom noch einmal eine ganz andere Atmosphäre.
Was ich dagegen nicht empfehlen würde:
Selbst mit dem Auto durch Rom fahren.
Der Verkehr ist wirklich speziell.
Roller kommen aus allen Richtungen, Straßen sind voll und Parkplätze sind schwer zu finden. Wenn man Rom genießen möchte, sollte man das Auto lieber stehen lassen.
Trevi-Brunnen, Spanische Treppe und Piazza Navona: Die klassischen Rom Sehenswürdigkeiten
Natürlich gehören die berühmten Orte trotzdem zu jeder ersten Rom-Reise dazu.
Trevi-Brunnen in Rom
Der Trevi-Brunnen ist wahrscheinlich einer der bekanntesten Orte der Stadt.
Auch wenn dort fast immer viele Menschen stehen, lohnt sich ein Besuch.
Mein Tipp:
Geht früh morgens oder spät abends hin.
Tagsüber ist der Platz oft extrem voll. Am Abend, wenn die Gebäude beleuchtet sind und die meisten Tagestouristen verschwunden sind, wirkt der Trevi-Brunnen deutlich magischer.
Spanische Treppe
Auch die Spanische Treppe gehört zu den klassischen Fotospots in Rom.
Die Treppe selbst ist nicht riesig, aber die Umgebung mit den eleganten Straßen, Geschäften und Cafés macht den Besuch besonders.
Piazza Navona
Die Piazza Navona gehört für mich zu den schönsten Plätzen Roms.
Hier merkt man besonders dieses typische italienische Lebensgefühl:
Menschen sitzen draußen, Straßenkünstler treten auf und rundherum befinden sich historische Gebäude.
Genau hier hatte ich bereits bei meiner ersten Rom-Reise eine unglaublich gute Pizza gegessen.
Deshalb wollte ich unbedingt zurück.
Und tatsächlich:
Die Pizza war wieder fantastisch.
Ich glaube, genau diese kleinen Orte mit persönlichen Erinnerungen machen Reisen so besonders.
Man kommt nicht nur wegen des Essens zurück, sondern wegen des Gefühls, das damit verbunden ist.
Rooftop-Bar Rom: Abend mit Blick auf das beleuchtete Kolosseum
Einer der schönsten Abende unserer Rom-Reise war unser Besuch in einer Bar mit Blick auf das Kolosseum.
Ich hatte den Tisch beziehungsweise den Platz vorher reserviert, was ich bei solchen Locations unbedingt empfehlen würde.
Gerade in Rom sind beliebte Aussichtspunkte und Rooftop-Bars schnell ausgebucht.
Die Bar selbst war nicht klassisch auf einem hohen Dach, aber die Aussicht war trotzdem beeindruckend.
Vor uns lag das beleuchtete Kolosseum, während wir Cocktails tranken und den Abend langsam ausklingen ließen.
Im Preis enthalten waren verschiedene Getränke, Wasser und kleine Snacks wie Chips und Oliven. Es gab einen Mindestverzehr pro Person, aber für diese besondere Atmosphäre war es das für uns wert.
Das Kolosseum bei Nacht zu sehen, während die Stadt langsam ruhiger wird, gehört definitiv zu den Momenten, die ich von Rom besonders in Erinnerung behalten werde.
Rom im Sommer: Meine Erfahrungen mit Hitze und Menschenmassen
Viele fragen sich: Wann ist die beste Reisezeit für Rom?
Meine Antwort:
Das hängt stark von den eigenen Vorlieben ab.
Ich persönlich war im August in Rom und fand diese Zeit wunderschön.
Ja, es war heiß.
Sehr heiß sogar.
Gerade mittags sollte man die Temperaturen nicht unterschätzen. Bei meinem Besuch haben wir erlebt, dass einige Menschen aufgrund der Hitze Kreislaufprobleme bekommen haben.
Für mich persönlich hatte der August aber auch Vorteile:
- lange, warme Abende
- wunderschöne Sonnenuntergänge
- lebendige Atmosphäre
- perfektes Wetter für Aperitivo draußen
Wenn du Hitze nicht gut verträgst, würde ich eher den Frühling oder Herbst empfehlen.
April, Mai, September und Oktober sind wahrscheinlich die angenehmsten Monate für eine Rom-Reise.
Die Temperaturen sind milder und viele Sehenswürdigkeiten lassen sich entspannter erkunden.
Rom Tipps für 3 bis 5 Tage: So würde ich die Stadt heute planen
Nach zwei Besuchen in Rom würde ich sagen:
Drei Tage reichen, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kennenzulernen.
Für ein wirklich entspanntes Rom-Erlebnis würde ich aber eher fünf Tage einplanen.
Meine Empfehlung:
Rom in 3 Tagen
Perfekt für Erstbesucher:
- Kolosseum und Forum Romanum
- Vatikan und Petersdom
- Trevi-Brunnen
- Spanische Treppe
- Piazza Navona
- Trastevere
Rom in 5 Tagen
Zusätzlich:
- Katakomben von Rom
- weniger bekannte Viertel entdecken
- längere Cafépausen
- Tagesausflug in die Umgebung möglich
- mehr Zeit zum Genießen
Denn genau das ist Rom:
Nicht nur Sehenswürdigkeiten.
Sondern Atmosphäre.
Mein Fazit zu Rom: Warum ich die ewige Stadt immer wieder besuchen würde
Nach zwei Reisen nach Rom kann ich sagen: Diese Stadt lässt sich nicht einfach abhaken.
Natürlich gehören Sehenswürdigkeiten wie das Kolosseum, der Petersdom, der Trevi-Brunnen und das Forum Romanum zu jeder ersten Rom-Reise dazu. Aber für mich ist Rom vor allem das, was zwischen diesen bekannten Orten passiert.
Es sind die kleinen Gassen am Abend, ein Espresso an einer italienischen Bar, eine spontane Pizza auf einer Piazza und diese Mischung aus Chaos, Geschichte und Lebensfreude, die Rom so besonders macht.
Meine wichtigsten Rom Tipps kurz zusammengefasst
Wie viele Tage braucht man für Rom?
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten reichen drei Tage aus. Wer Rom aber wirklich entspannt erleben möchte, sollte meiner Meinung nach eher fünf Tage einplanen. So bleibt genug Zeit für Sightseeing, gutes Essen und spontane Entdeckungen.
Wann ist die beste Reisezeit für Rom?
Das hängt von den eigenen Vorlieben ab. Ich persönlich war im August in Rom und habe die warmen Abende und die besondere Sommeratmosphäre sehr genossen. Allerdings sollte man die Hitze nicht unterschätzen. Wer mildere Temperaturen bevorzugt, ist im Frühling oder Herbst mit April, Mai, September oder Oktober wahrscheinlich besser aufgehoben.
Sollte man Tickets für Rom Sehenswürdigkeiten vorab buchen?
Ja, unbedingt. Besonders für das Kolosseum, das Forum Romanum und den Vatikan lohnt es sich, Tickets vorab zu reservieren. So spart man Wartezeit und kann die Reise entspannter genießen.
Wie bewegt man sich am besten in Rom fort?
Viele Sehenswürdigkeiten lassen sich wunderbar zu Fuß erkunden. Für längere Strecken oder Fahrten mit Gepäck würde ich persönlich eher Uber oder einen Fahrdienst nutzen. Die öffentlichen Verkehrsmittel funktionieren zwar grundsätzlich, können durch den Verkehr aber manchmal unberechenbar sein.
Rom hat mir wieder einmal gezeigt, warum ich Italien so liebe.
https://gyg.me/UJYXm6F1 (Colloseum, Forum Romanum und Palatinhügel)
https://gyg.me/qny47Wzt ( Rom Vespa Tour mit Fahrer)
https://gyg.me/VSzGtmVV (Sixtinische Kapelle, Vatikan ticket ohne Anstehen)
https://gyg.me/krBHJ81a (Katakomben von Rom mit Transfer und Kapuzinergruft)

Grossbritannien
London – wo Träume Wirklichkeit werden
Es gibt Städte, die man besucht und schön findet. Und dann gibt es Städte, die einen vom ersten Moment an in ihren Bann ziehen. Für mich gehört London definitiv zur zweiten Kategorie.
Vor einigen Jahren durfte ich fünf Tage in der britischen Hauptstadt verbringen – und obwohl die Zeit eigentlich viel zu kurz war, habe ich in diesen Tagen unglaublich viel erlebt. Der eigentliche Anlass der Reise war mein Geburtstag und ein Erlebnis, auf das ich mich schon lange gefreut hatte: Mamma Mia! The Party.
Wer jetzt an ein klassisches Musical denkt, liegt nur teilweise richtig. Mamma Mia! The Party ist viel mehr als eine Show. Es ist ein Erlebnis, bei dem man mitten in die Welt von ABBA eintaucht. Die Veranstaltung findet in einer liebevoll gestalteten griechischen Taverne statt und verbindet Musik, Schauspiel und ein mehrgängiges Menü zu einem einzigartigen Abend. Ja, das Ticket war nicht günstig – aber rückblickend war es jeden einzelnen Cent wert.
Während des Abends wird die Geschichte direkt um die Gäste herum erzählt. Dazu kommen die bekannten ABBA-Hits, die live performt werden und für eine Atmosphäre sorgen, die man kaum beschreiben kann. Für ein paar Stunden hatte ich tatsächlich das Gefühl, als wäre die Welt von Mamma Mia zum Leben erwacht. Bis heute gehört dieser Abend zu meinen schönsten Reiseerlebnissen überhaupt.
Natürlich durfte neben diesem Highlight auch das klassische Sightseeing nicht fehlen. London bietet schließlich Sehenswürdigkeiten, die man mindestens einmal gesehen haben sollte. Dazu gehören das berühmte Riesenrad am London Eye, der Buckingham Palace und die vielen historischen Straßen und Plätze, die den besonderen Charme der Stadt ausmachen.
Ein weiteres Highlight unserer Reise war ein Tagesausflug nach Stonehenge. Die beeindruckende Steinformation hatte ich schon oft auf Bildern gesehen, aber davorzustehen ist noch einmal etwas völlig anderes. Dieser geschichtsträchtige Ort strahlt eine besondere Atmosphäre aus und war für mich definitiv einen Besuch wert. Am liebsten hätte ich auf dem Weg dorthin noch weitere Orte in der Umgebung erkundet, doch dafür fehlte uns leider die Zeit.
Als großer Fan von historischen Anwesen, britischer Kultur und natürlich auch von „Bridgerton“ durfte für mich außerdem eine traditionelle Tea Time nicht fehlen. Wer London besucht und die britische Lebensart erleben möchte, sollte sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen. Elegantes Ambiente, feine Sandwiches, Scones und eine große Auswahl an Tee – britischer wird es kaum.
Mindestens genauso begeistert hat mich der Besuch der Harry Potter Studios von Warner Bros. Für Fans der Filmreihe ist dieser Ort ein absolutes Muss. Wir hatten den Ausflug über GetYourGuide gebucht und wurden direkt im Londoner Stadtzentrum abgeholt. Die Anreise verlief allerdings etwas anders als geplant – zumindest für mich. Durch das ständige Stop-and-Go im Londoner Verkehr und die vielen Kurven wurde mir während der Fahrt leider ziemlich schlecht. So schlecht, dass ich kurz dachte, ich würde den Tag vielleicht eher auf einer Bank als in Hogwarts verbringen.
Zum Glück kam alles anders. Direkt nach der Ankunft führte unser erster Weg in den Eingangsbereich mit seinen vielen Harry-Potter-Spezialitäten. Dort entdeckte ich einen Goldenen Schnatz aus Kuchen und Zucker. Ob es die Magie von Hogwarts oder einfach eine ordentliche Portion Zucker war, kann ich bis heute nicht sagen – aber danach ging es mir schlagartig besser. Ich hatte zwar gefühlt einen leichten Zuckerschock, dafür war ich aber wieder bereit für das Abenteuer.
Und natürlich gehört auch das berühmte Butterbier dazu. Ob man es am Ende wirklich liebt oder nicht, ist fast nebensächlich. Wenn man schon einmal dort ist, sollte man es einfach probieren. Es gehört zum gesamten Erlebnis dazu und macht die Atmosphäre noch authentischer.
Danach konnte der Rundgang endlich beginnen. Die Originalkulissen, Requisiten und Einblicke hinter die Kulissen der Filme sind beeindruckend. Egal ob die Große Halle von Hogwarts, der Bahnsteig 9¾, die Winkelgasse oder die zahlreichen Kostüme und Filmsets – an jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Selbst als Erwachsener fühlt man sich hier für ein paar Stunden wieder wie ein Kind und taucht komplett in die magische Welt von Harry Potter ein.
Für mich war dieser Besuch weit mehr als eine klassische Studioführung. Es war eine Reise zurück in eine Welt, die mich seit meiner Kindheit begleitet. Und spätestens als ich mit meinem Butterbier durch die Studios lief, war die schlechte Busfahrt längst vergessen.
Rückblickend war diese Reise für genau das perfekt, was ich mir damals gewünscht hatte. Der eigentliche Anlass war mein Geburtstag und der große Traum, Mamma Mia! The Party live zu erleben. Allein dafür hätte sich die Reise schon gelohnt. Dass ich mir gleichzeitig noch einen weiteren lang gehegten Wunsch erfüllen und die Harry Potter Studios besuchen durfte, macht mich bis heute unglaublich dankbar. Genauso wie der Ausflug nach Stonehenge – ein Ort, den ich schon so oft auf Bildern gesehen hatte und den ich nun endlich mit eigenen Augen erleben konnte.
Wenn ich heute darüber nachdenke, noch einmal nach London zu reisen, würden meine Prioritäten wahrscheinlich etwas anders aussehen. Die klassischen Sehenswürdigkeiten habe ich gesehen und viele davon würde ich nicht unbedingt ein zweites Mal besuchen. Das London Eye beispielsweise war ein tolles Erlebnis, aber nicht etwas, das ich bei einem weiteren Besuch unbedingt wieder machen müsste.
Stattdessen würde ich mir mehr Zeit nehmen. Zeit, um die Stadt und ihre Umgebung bewusster zu entdecken. Oxford steht dabei ganz oben auf meiner Liste. Außerdem würde ich gerne die britischen Vororte und die kleineren Orte rund um London erkunden, vielleicht sogar mit einem Mietwagen. Einfach losfahren, an schönen Cafés und Pubs anhalten, neue Ecken entdecken und das britische Lebensgefühl noch intensiver erleben.
Auch kulinarisch würde ich mir mehr Zeit gönnen. Eine traditionelle Tea Time ganz ohne Zeitdruck, besondere Restaurants und vielleicht den einen oder anderen Ort, den man nicht in jedem Reiseführer findet.
Und doch gibt es eine Sache, die ich vermutlich sofort wieder buchen würde: Mamma Mia! The Party. Ja, die Tickets sind nicht günstig. Aber manchmal gibt es Erlebnisse, die weit über ihren Preis hinausgehen. Für mich war dieser Abend genau so ein Erlebnis. Die Musik, die Atmosphäre, das Essen und die besondere Stimmung haben meinen Geburtstag zu etwas gemacht, an das ich mich bis heute mit einem Lächeln erinnere.
London ist für mich deshalb nicht nur eine Stadt voller Sehenswürdigkeiten. London ist eine Stadt voller Erlebnisse. Eine Stadt, die bei jedem Besuch etwas anderes bereithält und die mir gezeigt hat, dass die schönsten Erinnerungen oft dort entstehen, wo man einen lang gehegten Traum endlich Wirklichkeit werden lässt.
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