Apulien

Mit der Vespa durch Italien – unser Dolce Vita Abenteuer
Italien
Christiane Seliger
17.07.2026
5 min Lesezeit

Apulien, oder auf Italienisch Puglia, stand schon lange auf meiner Italien-Wunschliste. Kleine weiße Dörfer, endlose Olivenhaine, gutes Essen und dieses besondere italienische Lebensgefühl – genau das wollten wir erleben.

Im März 2025 war es dann endlich soweit. Nach meiner Italienreise durch die Toskana und Sizilien ging es nur kurze Zeit später erneut nach Italien. Dieses Mal führte uns die Reise in den Süden des Landes: nach Apulien.

Unsere Idee klang dabei ziemlich perfekt: eine Vespa mieten und damit durch die Landschaft fahren, kleine Orte entdecken und das Dolce Vita genießen.

Der einzige kleine Haken: Wir hatten beide noch nie wirklich eine Vespa gefahren.

Aber genau solche spontanen Ideen machen am Ende oft die besten Geschichten.

Anreise nach Apulien und unsere Unterkunft in Putignano

Unsere Reise startete mit einem Flug von Berlin nach Bari. Von dort aus ging es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln weiter nach Putignano, unserem Ausgangspunkt für die nächsten Tage.

Die Anreise war überraschend unkompliziert. Der Zug brachte uns entspannt in unseren Urlaubsort und schon während der Fahrt bekamen wir einen ersten Eindruck von Apulien.

Unsere Unterkunft war eine kleine Ferienwohnung mit Frühstück und hat uns direkt begeistert. Besonders die Gastgeber waren unglaublich herzlich und haben uns jeden Tag gefragt, ob alles passt oder ob wir irgendetwas brauchen.

Diese Gastfreundschaft war etwas ganz Besonderes.

Die Wohnung selbst war modern eingerichtet, hatte ein schönes Bad und sogar einen Jacuzzi im Schlafzimmer. Gerade im März war das perfekt, denn die Temperaturen waren noch nicht sommerlich warm. Nach einem Tag voller Erlebnisse im warmen Wasser zu entspannen, war einfach herrlich.

Zum Frühstück gingen wir jeden Morgen ins nahegelegene Restaurant Mirum. Dort konnten wir uns unser Frühstück individuell zusammenstellen und wurden ebenfalls unglaublich freundlich empfangen.

Die Besitzer gaben uns Tipps, brachten uns kleine Antipasti zum Probieren und spendierten uns sogar einmal einen Aperol.

Genau diese kleinen Momente sind es, die für mich das italienische Lebensgefühl ausmachen.

Mit der Vespa durch Apulien: Zwischen Abenteuer und Herausforderung

Natürlich durfte bei unserer Apulienreise eine Sache nicht fehlen: eine Vespa.

Die Vorstellung war romantisch. Durch Olivenhaine fahren, spontan anhalten und die Landschaft genießen. Genau so hatten wir es uns vorgestellt.

Die Realität begann allerdings etwas anders.

Als die Vespa vor uns stand, schauten wir uns erstmal an und dachten: „Okay, das wird interessant.“

Denn tatsächlich hatten wir beide kaum Erfahrung mit Zweirädern. Keine Routine, kein Fahrgefühl und dazu noch der italienische Verkehr.

Nach einem kleinen Aperol zur mentalen Vorbereitung wagten wir uns schließlich auf die Straße.

Die ersten Kilometer waren aufregend. Besonders der Verkehr in Süditalien ist eine Erfahrung für sich. Es wird gehupt, überholt und gefahren, als gäbe es keine Regeln.

Für jemanden, der gerade erst seine ersten Vespa-Erfahrungen sammelt, kann das durchaus herausfordernd sein.

Wir tasteten uns langsam heran und erkundeten erstmal Putignano und die nähere Umgebung.

Rückblickend war genau diese Mischung aus Unsicherheit, Abenteuer und spontanen Entscheidungen das, was diese Reise so besonders gemacht hat.

Putignano: Kleine Gassen, italienisches Essen und Dolce Vita

Putignano selbst hat uns mit seinem Charme überrascht.

Abends schlenderten wir durch die kleinen Gassen, vorbei an Lichterketten, Pflanzenkübeln und liebevoll dekorierten Häusern.

Besonders ein Restaurant in einem Kellergewölbe ist uns im Gedächtnis geblieben. Dort gab es unter anderem eine Pizza mit Pistazien – und sie war unglaublich lecker.

Auch die Atmosphäre war genau das, was wir uns von Italien erhofft hatten: gemütliche Gassen, gutes Essen und dieses Gefühl, dass das Leben hier einfach etwas langsamer läuft.

Alberobello: Die berühmten Trulli von Apulien

Ein absolutes Highlight unserer Reise war unser Ausflug nach Alberobello.

https://gyg.me/wp6kxmrt (Rundgang durch Alberobello mit einem Einheimischen)

Mit der Vespa fuhren wir durch die Landschaft Apuliens und durchquerten wunderschöne Olivenhaine. Alleine die Fahrt war schon ein Erlebnis.

In Alberobello angekommen, parkten wir etwas außerhalb des Zentrums und liefen die letzten Minuten zu Fuß.

Schon beim ersten Anblick der weißen Häuser mit den typischen Trulli-Dächern wussten wir: Dieser Ort ist wirklich besonders.

Zum Glück waren wir im März unterwegs. Alberobello ist inzwischen sehr bekannt und besonders in der Hauptsaison sicherlich extrem voll. Während unseres Besuchs konnten wir die kleinen Gassen noch relativ entspannt erleben.

Wir schlenderten durch die Straßen, besuchten Souvenirshops, tranken Kaffee, aßen Eis und genossen einfach die Atmosphäre.

Besonders schön waren die kleinen Dachterrassen, die man teilweise über Geschäfte erreichen konnte. Plötzlich stand man mitten auf einem weißen Trullo und hatte einen wunderschönen Blick über die Stadt.

Ein perfekter Moment, um einfach stehen zu bleiben und den Augenblick zu genießen.

Bari entdecken: Stadtleben statt Vespa-Abenteuer

Für unseren Ausflug nach Bari entschieden wir uns bewusst gegen die Vespa und nutzten stattdessen die öffentlichen Verkehrsmittel.

Und das war definitiv die richtige Entscheidung.

Bari ist deutlich lebendiger und chaotischer als die kleinen Orte in der Umgebung.

Wir schlenderten durch die Stadt, gingen shoppen und erkundeten die Straßen.

Eigentlich hatten wir auch eine Bootstour geplant, um die Küste und die Höhlen rund um Apulien zu entdecken.

https://gyg.me/GtwS6g6E (Sunset-Bootstour mit Aperitif)

Aufgrund des starken Windes entschieden wir uns jedoch dagegen. Da ich schnell seekrank werde, war das wahrscheinlich sogar die bessere Entscheidung.

Nicht jeder Plan muss umgesetzt werden – manchmal entstehen gerade dadurch die schönsten Tage.

Polignano a Mare, Locorotondo und italienische Genussmomente

Natürlich standen auch weitere Orte auf unserer Liste.

Locorotondo konnten wir kurz besuchen und waren begeistert von den weißen Häusern und den kleinen Gassen.

Auch Polignano a Mare durfte nicht fehlen.

https://gyg.me/uivvxWjI (Besichtigung der Grotten in Polignano a Mare)

Dort machten wir unter anderem eine kleine Grottentour und erkundeten die beeindruckende Küste.

Was uns aber genauso im Gedächtnis geblieben ist: das Essen.

Die italienischen Essenszeiten waren für uns zunächst ungewohnt. Wer um 18 Uhr essen gehen möchte, wird in vielen Restaurants eher fragend angeschaut.

Nach einigen Tagen hatten wir uns aber daran gewöhnt und saßen teilweise erst gegen 23 Uhr beim Abendessen.

Und genau das gehört irgendwie dazu.

Das Essen in Apulien war fantastisch. Pizza, Pasta und regionale Spezialitäten haben uns jeden Tag aufs Neue begeistert.

Unser Fazit zur Apulien Reise

Unsere Reise nach Apulien war nicht perfekt geplant – und genau deshalb war sie perfekt.

Wir haben nicht jeden bekannten Ort gesehen. Ostuni, Monopoli und viele weitere Orte stehen weiterhin auf unserer Wunschliste.

Aber darum ging es auch gar nicht.

Wir wollten Italien erleben, nicht einfach nur Sehenswürdigkeiten abhaken.

Wir wollten durch Gassen schlendern, italienischen Kaffee trinken, spontan irgendwo anhalten und das Leben genießen.

Und genau das haben wir gemacht.

Apulien bedeutet für mich Dolce Vita: herzliche Menschen, gutes Essen, wunderschöne Landschaften und dieses besondere Gefühl, dass alles ein bisschen langsamer und leichter wird.

Eine Reise, die definitiv nach Wiederholung ruft.
 

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Bali & Singapur

Solo-Reise nach Bali und Singapur: Wie ein gestrichener Rückflug meine Reise verändert hat Manche Reisen plant man monatelang bis ins kleinste Detail. Man liest Reiseführer, speichert Orte auf Google Maps und überlegt sich schon vor der Abreise, welc
Christiane Seliger
17.07.2026
5 min Lesezeit

Solo-Reise nach Bali und Singapur: Wie ein gestrichener Rückflug meine Reise verändert hat

Manche Reisen plant man monatelang bis ins kleinste Detail. Man liest Reiseführer, speichert Orte auf Google Maps und überlegt sich schon vor der Abreise, welche Cafés, Strände und Sehenswürdigkeiten man besuchen möchte.

Und dann gibt es diese Reisen, bei denen plötzlich nichts mehr nach Plan läuft – und genau dadurch alles besonders wird.

Meine dreiwöchige Solo-Reise nach Bali und Singapur sollte eigentlich ganz unkompliziert werden: einige Tage Bali, anschließend ein kurzer Aufenthalt in Singapur und danach zurück nach Deutschland. Dass ausgerechnet ein gestrichener Rückflug dazu führen würde, dass ich die Reise völlig anders erleben würde als geplant, konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen.

Rückblickend war genau dieser ungeplante Umweg das Beste, was mir passieren konnte.

Bali in der Regenzeit: Mein chaotischer Start in die Reise

Mein Abenteuer begann Ende Februar auf Bali – mitten in der Regenzeit. Schon bei meiner Ankunft am Flughafen in Denpasar wurde ich daran erinnert, dass selbst gelernte Tourismuskauffrauen nicht immer perfekt vorbereitet sind.

Das E-Visum hatte ich natürlich nicht vorab ausgefüllt.

Nach einem langen Flug stand ich also mit meinem Gepäck am Flughafen, suchte eine halbwegs stabile Internetverbindung und versuchte, sämtliche Formulare auszufüllen. Die Verbindung war eher bescheiden und meine Geduld wurde direkt auf die Probe gestellt.

Nicht unbedingt der entspannteste Start in eine Reise – aber nach einigen Versuchen war alles erledigt und mein Bali-Abenteuer konnte endlich beginnen.

Von Denpasar ging es weiter nach Ubud, meinem ersten Stopp auf der Insel.

Ubud: Yoga, Reisfelder und Entschleunigung im Herzen Balis

Meine Unterkunft in Ubud lag mitten im Grünen. Ein Infinity-Pool mit Blick auf die umliegenden Reisfelder klang nach dem perfekten Ort, um nach der langen Anreise anzukommen.

Zumindest theoretisch.

Praktisch regnete es während meines Aufenthalts immer wieder. Anstatt stundenlang am Pool zu liegen, verbrachte ich mehr Zeit damit, den tropischen Regen zu beobachten und die besondere Atmosphäre dieser Jahreszeit auf Bali auf mich wirken zu lassen.

Genau das machte Ubud für mich so besonders.

Der Ort hat eine ganz eigene Energie. Zwischen Tempeln, kleinen Cafés, Reisfeldern und dichter tropischer Vegetation dreht sich vieles um Yoga, Meditation, Wellness und einen bewussteren Lebensstil.

Ich hatte mir vorgenommen, Bali nicht wie eine Checkliste abzuarbeiten. Deshalb standen nicht möglichst viele Sehenswürdigkeiten pro Tag auf meinem Programm, sondern genau das Gegenteil: Yoga, Pilates, Meditation, Spaziergänge, gutes Essen und Zeit für meine Arbeit als Content Creator.

Meine Highlights in Ubud: Alchemy, Pyramids of Chi und Campuhan Ridge Walk

Besonders gefallen haben mir das Alchemy, die Pyramids of Chi und der Campuhan Ridge Walk.

Gerade der Campuhan Ridge Walk war für mich einer dieser Orte, an denen man nicht unbedingt eine spektakuläre Sehenswürdigkeit erwartet, aber trotzdem gerne länger bleibt. Der Weg durch die grüne Landschaft, die Ruhe am frühen Morgen und die Aussicht auf die umliegenden Hügel gehören zu den Momenten, die Bali für mich ausmachen.

Auf die bekannten Instagram-Spots wie den Jungle Swing habe ich bewusst verzichtet. Nicht, weil diese Orte grundsätzlich schlecht sind, sondern weil ich Bali anders erleben wollte. Mich reizten weniger perfekte Fotomotive und mehr die kleinen Momente dazwischen.

Nordbali: Warum sich ein Aufenthalt in Munduk lohnt

Nach einigen Tagen in Ubud ging meine Reise weiter Richtung Norden. Für die Strecke hatte ich mir einen privaten Fahrer organisiert und mehrere Stopps eingeplant.

Schon die Fahrt selbst war ein Erlebnis. Während sich die Straßen langsam von den belebteren Gegenden entfernten, wurde die Landschaft immer grüner und ruhiger.

Ein erster Stopp war der Leke-Leke Waterfall. Der Weg dorthin führte durch dichten Wald und die natürliche Umgebung machte den Wasserfall für mich besonders sehenswert.

Auch der Pura Ulun Danu Beratan war ein beeindruckender Anblick. Der berühmte Wassertempel liegt am Bratan-See und wirkt durch seine Lage fast so, als würde er auf dem Wasser schweben.

Mein eigentliches Highlight im Norden Balis war jedoch die Region rund um Munduk und der Sekumpul Waterfall.

Munduk und Sekumpul Wasserfall: Das ruhige Bali abseits der bekannten Orte

Schon meine Unterkunft in Munduk war ein Erlebnis für sich. Ein Infinity-Pool mit Blick über den Regenwald, absolute Stille und diese besondere Atmosphäre, die man in den touristischeren Regionen Balis teilweise vermisst.

Nach Tagen voller Geräusche, Verkehr und neuer Eindrücke fühlte sich dieser Ort unglaublich entschleunigend an.

Den Sekumpul-Wasserfall selbst habe ich nicht von unten besucht, sondern die Aussicht von oben genossen. Bei einer Limonade in der nahegelegenen Hanging Restaurant & Bar saß ich einfach da und ließ diesen Moment auf mich wirken.

Genau diese Situationen bleiben mir von Reisen oft am stärksten im Gedächtnis: nicht unbedingt die größten Sehenswürdigkeiten, sondern die Momente, in denen man einfach innehält.

Warum Nordbali mehr als einen Tagesausflug wert ist

Viele Reisende besuchen den Norden Balis nur im Rahmen eines Tagesausflugs. Ich persönlich würde davon abraten.

Die Fahrtzeiten sind nicht zu unterschätzen und gerade die Ruhe dieser Region ist etwas, das man nicht zwischen zwei Programmpunkten erleben kann.

Wer nach Bali reist und nicht nur die bekannten Orte sehen möchte, sollte meiner Meinung nach mindestens ein bis zwei Nächte in Munduk einplanen. Die Region zeigt eine andere Seite der Insel: grüner, ruhiger und deutlich weniger hektisch.

Ein gestrichener Rückflug: Als meine Bali-Reise plötzlich anders verlief

Eigentlich sollte meine Reise nach dem Aufenthalt im Norden Balis noch weiter nach Uluwatu gehen. Ich hatte bereits Pläne gemacht, Unterkünfte angeschaut und mich darauf gefreut, noch eine weitere Facette der Insel kennenzulernen.

Doch genau in diesem Moment kam die Nachricht, die alles veränderte:

Mein Rückflug wurde gestrichen.

Plötzlich ging es nicht mehr darum, welchen Tempel oder welchen Strand ich als Nächstes besuchen wollte. Die einzige Frage war: Wie komme ich überhaupt wieder nach Hause?

Im ersten Moment war ich ehrlich gesagt ziemlich überfordert. Eine gestrichene Rückreise bedeutet nicht nur, einen neuen Flug zu finden. Es bedeutet auch, Unterkünfte neu zu planen, Termine zu verschieben und sich mit einer Situation auseinanderzusetzen, auf die man überhaupt nicht vorbereitet war.

Nach kurzem Überlegen entschied ich mich jedoch bewusst gegen weiteren Stress.

Statt noch mehr zu organisieren und möglichst schnell einen Ersatzplan aufzustellen, wollte ich einfach einen Ort finden, an dem ich zur Ruhe kommen konnte.

Meine Wahl fiel auf Canggu.

Canggu: Surfen, Wellness und ein Alltag ohne festen Plan

Die nächsten Tage in Canggu waren ganz anders als der ursprüngliche Teil meiner Bali-Reise.

Während Ubud für mich vor allem Ruhe, Spiritualität und Natur bedeutete, fühlte sich Canggu lebendiger und internationaler an. Hier treffen Surfer, digitale Nomaden, Yogis, Kreative und Reisende aus aller Welt aufeinander.

Mein Tagesablauf hatte plötzlich keinen festen Plan mehr – und genau das tat gut.

Ich verbrachte meine Zeit mit Surfen, Yoga, Pilates, Eisbädern, Saunagängen, Training im Fitnessstudio und langen Spaziergängen. Dazwischen gab es gutes Essen, Gespräche mit neuen Menschen und viele kleine Momente, für die im normalen Alltag oft wenig Platz bleibt.

Eigentlich hatte ich diese ungeplanten Tage zunächst als notwendige Verlängerung gesehen. Im Nachhinein waren sie aber einer der wertvollsten Teile meiner Reise.

Denn manchmal merkt man erst, wie sehr man eine Pause braucht, wenn man sie plötzlich bekommt.

Ich arbeitete, fotografierte, erstellte Content und genoss es, meinen Tag nach meinem eigenen Rhythmus zu gestalten. Ohne ständige To-do-Liste, ohne Zeitdruck und ohne das Gefühl, möglichst viel sehen zu müssen.

Was ich auf Bali wirklich gesucht habe

Wenn ich heute auf meinen Bali-Aufenthalt zurückblicke, fällt mir auf, dass ich gar nicht die meisten Sehenswürdigkeiten der Insel gesehen habe.

Ich war nicht an jedem berühmten Strand, habe nicht jede bekannte Sehenswürdigkeit besucht und habe nicht versucht, möglichst viele Orte auf meiner Karte abzuhaken.

Und genau das war vielleicht das Schönste daran.

Bali hat mir nicht die perfekte Postkartenreise beschert, die ich ursprünglich geplant hatte. Stattdessen hat mir die Insel etwas anderes gegeben: Zeit.

Zeit, langsamer zu werden. Zeit, neue Menschen kennenzulernen. Zeit, wieder mehr auf mein eigenes Gefühl zu hören.

Als ich Bali schließlich verlassen musste, hatte ich nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Vielmehr hatte ich das Gefühl, genau das erlebt zu haben, was ich zu diesem Zeitpunkt gebraucht hatte.

Doch während ich auf Bali langsam zur Ruhe gekommen war, wartete in Singapur bereits ein kompletter Kontrast auf mich.

Singapur: Der perfekte Gegensatz zu Bali

Nach den ruhigen Tagen zwischen Reisfeldern, Regenwald und Stränden hätte der Wechsel kaum größer sein können.

Während Bali vor allem durch Natur, Spiritualität und Gelassenheit geprägt war, empfing mich Singapur mit futuristischer Architektur, beeindruckender Ordnung und einer Skyline, die wie aus einem Science-Fiction-Film wirkt.

Schon der Anflug auf Singapur war spektakulär.

Unter mir erstreckte sich die Küste mit unzähligen Containerschiffen, während die Hochhäuser der Stadt immer näher kamen. Die Größe und Organisation dieser Metropole waren bereits aus der Luft beeindruckend.

Und spätestens beim Betreten des Flughafens wurde klar: Singapur ist anders.

Jewel Changi Airport: Ein Flughafen, der selbst zur Sehenswürdigkeit wird

Normalerweise verbindet man einen Flughafen mit Warten, Umsteigen und möglichst schnellem Weiterreisen.

Der Jewel Changi Airport ist jedoch eine Ausnahme.

Tropische Pflanzen, riesige Wasserfälle, moderne Architektur und futuristische Skytrains sorgen dafür, dass man fast vergisst, dass man sich überhaupt an einem Flughafen befindet.

Allein dieser Ort wäre für viele Reisende bereits einen Besuch wert.

Für mich war es der perfekte erste Eindruck von Singapur: eine Stadt, die Technik und Natur miteinander verbindet.

Die nächste Herausforderung: Einreise ohne gültiges Rückflugticket

Allerdings begann mein Aufenthalt zunächst mit einer weiteren kleinen Herausforderung.

Da mein ursprünglicher Rückflug gestrichen worden war, hatte ich plötzlich kein gültiges Ausreiseticket mehr. Für die Einreise nach Singapur musste ich jedoch genau dieses vorweisen können.

Also musste ich kurzfristig handeln.

Ich buchte einen Flug nach Malaysia, den ich später nie antreten würde – nur um ein gültiges Weiterreiseticket nachweisen zu können.

Es war definitiv nicht die eleganteste Lösung, aber in diesem Moment ging es vor allem darum, überhaupt weiterzukommen.

Nachdem auch diese Hürde gelöst war, verbrachte ich mehrere Stunden am Flughafen und versuchte herauszufinden, wie meine tatsächliche Rückreise nach Deutschland aussehen würde.

Dann kam endlich die gute Nachricht.

Die Mitarbeiter von Qatar Airways waren unglaublich hilfsbereit und suchten gemeinsam mit mir nach einer Lösung. Nach vielen Gesprächen wurde ich schließlich kostenfrei auf einen Flug mit Air China über Peking umgebucht.

Was sich wenige Stunden zuvor noch wie ein großes Problem angefühlt hatte, entwickelte sich plötzlich zu einer unerwarteten Chance.

Denn statt nur wenige Stunden in Singapur zu verbringen, hatte ich nun mehrere zusätzliche Tage in dieser faszinierenden Stadt vor mir.

Singapur entdecken: Zwischen Skyline, Gärten und Formel-1-Momenten

Was zunächst wie eine ungeplante Verlängerung meiner Reise aussah, entwickelte sich schnell zu einem der schönsten Abschnitte meiner gesamten Solo-Reise nach Bali und Singapur.

Statt nur auf meinen Rückflug zu warten, entschied ich mich, jede zusätzliche Minute in dieser außergewöhnlichen Stadt zu nutzen.

Mein Hotel lag etwas außerhalb des Stadtzentrums, hatte aber einen wunderschönen Blick auf die Skyline und war dank der hervorragenden öffentlichen Verkehrsmittel perfekt angebunden. Genau das ist einer der Punkte, die Singapur so angenehm machen: Trotz der Größe der Stadt kommt man schnell und unkompliziert von einem Ort zum nächsten.

Meine Tage begannen meistens mit einer Runde im Fitnessstudio und Zeit am Pool, bevor ich mich auf den Weg machte, die verschiedenen Viertel und Sehenswürdigkeiten der Stadt zu erkunden.

Dabei wurde mir schnell klar: Singapur ist nicht nur ein Ort, den man besucht, um bestimmte Attraktionen abzuhaken. Die Stadt lebt vor allem von ihren Kontrasten.

Moderne Wolkenkratzer stehen direkt neben tropischen Grünanlagen, futuristische Architektur trifft auf traditionelle Viertel und trotz der Größe wirkt die Stadt erstaunlich entspannt.

Marina Bay: Mein persönlicher Formel-1-Moment in Singapur

Für mich als Formel-1-Fan gab es einen Ort, der natürlich ganz oben auf meiner Liste stand: die Strecke des Singapur Grand Prix.

Entlang der Marina Bay zu laufen und die berühmten Streckenabschnitte mit eigenen Augen zu sehen, war ein besonderer Moment.

Für Menschen, die mit Motorsport nichts anfangen können, klingt das wahrscheinlich unspektakulär. Für mich war es jedoch genau einer dieser Augenblicke, die man auf Reisen nicht planen kann.

Ich stand dort, wo jedes Jahr einige der spektakulärsten Rennen der Formel 1 stattfinden, und konnte mir kaum vorstellen, dass dieselben Straßen normalerweise von Rennwagen mit über 300 km/h befahren werden.

Diese Verbindung aus meiner persönlichen Leidenschaft und dem Gefühl, tatsächlich an diesem Ort zu sein, machte diesen Moment für mich besonders.

Gardens by the Bay: Das Wahrzeichen von Singapur

Einer der Orte, die bei keiner Singapur-Reise fehlen dürfen, sind die Gardens by the Bay.

Schon beim ersten Blick auf die riesigen Supertrees merkt man, dass Singapur einen ganz eigenen Weg geht. Die Stadt zeigt eindrucksvoll, dass moderne Architektur und Natur kein Gegensatz sein müssen.

Besonders beeindruckt haben mich:

  • der Cloud Forest
  • der Flower Dome
  • der OCBC Skyway

Der Cloud Forest mit seinem riesigen Wasserfall wirkt fast unwirklich. Zwischen tropischen Pflanzen, Nebel und moderner Architektur fühlt man sich eher wie in einer anderen Welt als mitten in einer Großstadt.

Doch mein persönliches Highlight war die abendliche Lichtshow der Supertrees.

Die Supertree Grove Lichtshow: Einer meiner schönsten Momente der Reise

Noch heute denke ich gerne an diese Abende zurück.

Ich setzte mich unter die beleuchteten Supertrees, hörte die Musik und beobachtete, wie die riesigen Baumkonstruktionen langsam zum Leben erwachten. Die Kombination aus Licht, Klang und der Skyline im Hintergrund hatte etwas unglaublich Besonderes.

Ich blieb nicht nur einmal länger dort als geplant.

Eigentlich wollte ich nur kurz vorbeischauen – und saß am Ende doch wieder da, weil ich mich von dieser Atmosphäre nicht lösen konnte.

Genau solche Momente machen für mich das Reisen aus. Es sind nicht immer die größten Abenteuer oder spektakulärsten Sehenswürdigkeiten. Manchmal ist es einfach dieses Gefühl, irgendwo zu sitzen und zu denken: „Genau jetzt möchte ich nirgendwo anders sein.“

Weitere Singapur-Highlights: Universal Studios, Marina Bay Sands und kleine Entdeckungen

Neben den großen Sehenswürdigkeiten waren es auch die vielen kleinen Erlebnisse, die meinen Aufenthalt in Singapur besonders gemacht haben.

Die Universal Studios Singapore sorgten für einen abwechslungsreichen Tag und waren eine schöne Abwechslung zu Architektur und Sightseeing.

Auch der Blick auf die Skyline vom Marina Bay Sands gehört zu den klassischen Singapur-Erlebnissen, die trotzdem nichts von ihrer Faszination verlieren.

Was ich an Singapur besonders mochte: Die Stadt fühlt sich trotz ihrer Größe nicht erdrückend an.

Zwischen den Hochhäusern findet man Parks, Gärten, Wasserflächen und ruhige Orte, an denen man einfach kurz stehen bleiben kann.

Mein Fazit zu Singapur: Eine Stadt, die mich überrascht hat

Eigentlich war ich nie jemand, der sich besonders zu Großstädten hingezogen gefühlt hat.

Normalerweise suche ich auf Reisen eher Berge, Meer, Natur und Orte, an denen man abschalten kann.

Singapur hat diese Einstellung verändert.

Die Stadt hat mir gezeigt, dass eine Metropole nicht automatisch hektisch und anonym sein muss. Singapur ist modern, sauber, sicher und unglaublich gut organisiert – gleichzeitig aber voller Grünflächen und besonderer Orte, die zum Verweilen einladen.

Genau diese Mischung hat mich begeistert.

Fazit meiner Solo-Reise nach Bali und Singapur

Wenn ich heute auf meine dreiwöchige Reise zurückblicke, denke ich nicht mehr an den gestrichenen Rückflug oder die Unsicherheit, die damit verbunden war.

Ich denke an Bali in der Regenzeit, an Yoga zwischen tropischem Grün, an die Wasserfälle im Norden, an ruhige Momente in Munduk und an die Tage in Canggu, an denen ich gelernt habe, ohne festen Plan zu genießen.

Ich denke an Singapur, an die Lichter der Supertrees, an die Marina Bay, an die Formel-1-Strecke und an das Gefühl, eine Stadt entdeckt zu haben, die ich ursprünglich gar nicht geplant hatte.

Diese Reise hat mir gezeigt, dass nicht immer die perfekt geplanten Reisen die schönsten sind.

Manchmal entstehen die besten Erinnerungen genau dann, wenn etwas nicht nach Plan läuft.

Mein gestrichener Rückflug war zunächst ein Problem. Am Ende war er der Grund dafür, dass ich Bali noch intensiver erleben und Singapur überhaupt entdecken durfte.

Und genau deshalb werde ich diese Reise wahrscheinlich nie vergessen.

Ausflüge Bali 

Ausflüge Singapur

Sri Lanka

Sri Lanka und Malediven - die perfekte Kombination aus Abendteuer und Erholung

Sri Lanka Rundreise mit Malediven: Meine perfekte Kombination aus Abenteuer, Natur und Erholung Wenn mich jemand nach einer Reise fragt, die Abenteuer, Natur, Kultur und Entspannung miteinander verbindet, fällt mir sofort eine Kombination ein: eine S
Christiane Seliger
17.07.2026
5 min Lesezeit

Sri Lanka Rundreise mit Malediven: Meine perfekte Kombination aus Abenteuer, Natur und Erholung

Wenn mich jemand nach einer Reise fragt, die Abenteuer, Natur, Kultur und Entspannung miteinander verbindet, fällt mir sofort eine Kombination ein: eine Sri Lanka Rundreise mit anschließendem Urlaub auf den Malediven.

Genau diese Reise habe ich 2025 selbst gemacht – und obwohl seitdem einige neue Erlebnisse dazugekommen sind, denke ich noch immer regelmäßig daran zurück. Nicht, weil danach nichts Spannendes passiert ist, sondern weil diese Reise so viele unterschiedliche Momente vereint hat: aufregende Tierbeobachtungen, beeindruckende Landschaften, herzliche Begegnungen und schließlich ein paar entspannte Tage im Paradies.

Sri Lanka ist ein Land voller Gegensätze. Auf einer einzigen Reise erlebt man historische Tempel, grüne Teeplantagen, wilde Nationalparks, traumhafte Strände und eine Kultur, die unglaublich lebendig ist.

Gleichzeitig ist Sri Lanka nicht perfekt organisiert – und genau das macht für mich einen Teil des Charmes aus. Der chaotische Verkehr, die bunten Straßen, die spontanen Begegnungen und die herzliche Gastfreundschaft der Menschen machen jede Fahrt und jeden Tag zu einem kleinen Abenteuer.

Unsere Route durch Sri Lanka führte uns von den kulturellen Highlights rund um Sigiriya über die berühmte Zugstrecke nach Ella und eine Elefanten-Safari im Udawalawe Nationalpark bis an die Südküste. Zum Abschluss ging es für einige entspannte Tage auf die Malediven – die perfekte Ergänzung nach zwei intensiven Wochen voller Eindrücke.

Unsere Sri Lanka Route: Von Sigiriya bis an die Südküste

Unsere Rundreise durch Sri Lanka begann in Sigiriya, einer Region, die für viele Reisende zu den absoluten Highlights des Landes gehört.

Hier verbrachten wir zwei Nächte – und schon der erste Stopp zeigte uns, warum Sri Lanka als eines der abwechslungsreichsten Reiseziele Asiens gilt.

Zwischen historischen Bauwerken, tropischer Natur und einer beeindruckenden Tierwelt gibt es in dieser Gegend unglaublich viel zu entdecken.

Sigiriya und Pidurangala Rock: Der perfekte Sonnenaufgang über Sri Lanka

Natürlich durfte bei unserer Reise eines der bekanntesten Wahrzeichen Sri Lankas nicht fehlen: der berühmte Lion Rock.

Noch beeindruckender fand ich persönlich allerdings den Aufstieg zum Pidurangala Rock. Von dort oben hat man einen spektakulären Blick auf den Lion Rock und die umliegende Landschaft – besonders zum Sonnenaufgang.

Für diesen Moment standen wir sehr früh auf.

Über unser Hotel organisierten wir uns ein Tuk-Tuk, das uns noch im Dunkeln zum Ausgangspunkt brachte. Als wir ankamen, war es tatsächlich noch komplett dunkel und die Umgebung wirkte fast ein wenig geheimnisvoll.

Vor der Reise hatte ich gelesen, dass es sich beim Pidurangala Rock um eine leichte Wanderung handelt. Also machte ich das, was ich in warmen Ländern häufiger mache: Ich startete in Flip-Flops und einem langen Kleid.

Das Kleid war tatsächlich gar keine schlechte Entscheidung, denn der Weg führt zunächst durch einen Tempelbereich, in dem Schultern und Knie bedeckt sein müssen.

Die Flip-Flops hingegen waren definitiv nicht die beste Idee.

Pidurangala Rock Wanderung: Warum feste Schuhe die bessere Wahl sind

Von einer entspannten kleinen Wanderung würde ich persönlich nicht sprechen.

Der Weg führt über zahlreiche unregelmäßige Stufen stetig bergauf. Kurz vor dem Aussichtspunkt wird es deutlich anspruchsvoller und aus der Wanderung wird eher eine kleine Kletterpartie.

Um den Gipfel zu erreichen, muss man über große Felsen steigen und sich teilweise den besten Weg suchen.

Mit Flip-Flops war das eine Erfahrung, die ich so schnell nicht vergessen werde – allerdings nicht unbedingt eine, die ich wiederholen möchte.

Mein Tipp für alle, die den Pidurangala Rock besuchen möchten: Zieht feste Schuhe an. Sie machen den Aufstieg deutlich angenehmer und sicherer.

Oben angekommen waren die Strapazen jedoch sofort vergessen.

Als die Sonne langsam über der Landschaft Sri Lankas aufging und der Lion Rock aus dem Morgennebel auftauchte, wussten wir sofort, warum dieser Ort zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Sri Lankas gehört.

Dieser Moment war einer der Höhepunkte unserer gesamten Reise.

Lion Rock oder Pidurangala Rock: Welche Wanderung lohnt sich mehr?

Der Lion Rock ist ohne Frage eines der bekanntesten Wahrzeichen Sri Lankas und für viele Erstbesucher ein absolutes Muss.

Der historische Felsen mit seiner beeindruckenden Lage und Geschichte ist einzigartig. Allerdings ist der Eintritt deutlich teurer und lag bei unserem Besuch bei rund 30 US-Dollar pro Person.

Der Pidurangala Rock kostet dagegen nur einen Bruchteil davon und bietet meiner Meinung nach den spektakuläreren Blick, weil man von dort aus den Lion Rock selbst sehen kann.

Wenn ich heute noch einmal nach Sri Lanka reisen würde, würde ich wahrscheinlich wieder den Pidurangala Rock wählen.

Für eine erste Sri Lanka Reise würde ich trotzdem empfehlen, beide Orte einzuplanen. Sie bieten zwei völlig unterschiedliche Perspektiven auf diese beeindruckende Region.

Affen, Tempel und kleine Momente: Das macht Sri Lanka besonders

Was mir neben den großen Sehenswürdigkeiten besonders gefallen hat, waren die kleinen Begegnungen unterwegs.

Während unserer Wanderungen begegneten wir immer wieder Affen, die durch die Bäume sprangen oder entspannt am Wegesrand saßen.

Sie kamen erstaunlich nah, wirkten dabei aber völlig ruhig.

Genau diese unerwarteten Momente sind es, die Reisen für mich besonders machen. Nicht nur die Sehenswürdigkeiten selbst bleiben im Gedächtnis, sondern auch die Situationen dazwischen.

Dambulla und Kandy: Kultur und die berühmteste Zugfahrt Sri Lankas

Nach unseren Tagen rund um Sigiriya ging unsere Sri Lanka Rundreise weiter Richtung Kandy.

Auf dem Weg dorthin legten wir einen Stopp am Dambulla Cave Temple ein – einem der bedeutendsten kulturellen Highlights Sri Lankas.

Der buddhistische Höhlentempel besteht aus mehreren miteinander verbundenen Höhlen, die mit beeindruckenden Buddha-Statuen, farbenfrohen Wandmalereien und jahrhundertealter Geschichte gefüllt sind.

Schon beim Betreten der Anlage spürt man, dass dieser Ort nicht nur eine Sehenswürdigkeit für Besucher ist, sondern bis heute eine wichtige religiöse Bedeutung für die Menschen vor Ort hat.

Gerade diese Mischung aus Kultur, Spiritualität und Geschichte macht viele Orte in Sri Lanka so besonders.

Kandy: Das kulturelle Herz Sri Lankas

Unsere nächste Station war Kandy, die ehemalige Königsstadt im Zentrum des Landes.

Die Stadt gilt als kulturelles Zentrum Sri Lankas und ist vor allem für den berühmten Zahntempel bekannt. Auch wenn wir nur eine Nacht dort verbrachten, war Kandy für uns der perfekte Ausgangspunkt für eines der absoluten Highlights jeder Sri-Lanka-Reise:

Die Zugfahrt von Kandy nach Ella.

Diese Strecke zählt nicht ohne Grund zu den schönsten Zugfahrten der Welt.

Zugfahrt von Kandy nach Ella: Durch Teeplantagen und Berglandschaften

Schon vor unserer Reise hatten wir gehört, dass die Zugfahrt von Kandy nach Ella ein Erlebnis für sich sein soll.

Und tatsächlich: Sie hielt alles, was wir uns davon versprochen hatten.

Die Bahn schlängelt sich langsam durch die grünen Berge des Hochlands, vorbei an endlosen Teeplantagen, Wasserfällen, kleinen Dörfern und beeindruckenden Aussichtspunkten.

Besonders schön war, dass man während der gesamten Fahrt nicht nur aus dem Fenster schaut, sondern wirklich Teil der Landschaft wird.

Die offenen Türen, der Fahrtwind und die wechselnden Ausblicke machen diese Zugfahrt zu einem Erlebnis, das man nicht einfach nur fotografiert – man erlebt es.

Mein Tipp für alle, die diese Zugstrecke ebenfalls planen:

Reserviert die Tickets unbedingt frühzeitig. Gerade die beliebten Plätze in den schöneren Klassen sind schnell vergeben.

Wir hatten unsere Tickets vorab organisiert und waren froh darüber, denn die Strecke zwischen Kandy und Ella gehört zu den beliebtesten Aktivitäten in Sri Lanka.

Ella: Wandern, Natur und entspannte Atmosphäre

Nach der Zugfahrt erreichten wir Ella – einen kleinen Ort mitten in den Bergen, der sich deutlich entspannter anfühlt als viele andere Stationen unserer Sri Lanka Rundreise.

Ella ist besonders bei Naturliebhabern, Wanderern und Backpackern beliebt.

Der Ort verbindet wunderschöne Landschaften mit gemütlichen Cafés, kleinen Restaurants und einer entspannten Atmosphäre.

Hier verbrachten wir zwei Nächte und nutzten die Zeit, um die Umgebung zu erkunden.

Little Adam’s Peak: Eine einfache Wanderung mit großer Aussicht

Eines unserer Highlights in Ella war die Wanderung zum Little Adam’s Peak.

Im Vergleich zum Pidurangala Rock ist der Aufstieg deutlich einfacher und auch für weniger erfahrene Wanderer gut machbar.

Der Weg führt durch grüne Landschaften und Teeplantagen und bietet bereits während der Wanderung tolle Ausblicke.

Obwohl die Wanderung unkompliziert ist, lohnt sich der Aufstieg besonders wegen der Aussicht vom Gipfel.

Für alle, die in Ella nicht viel Zeit haben, ist der Little Adam’s Peak deshalb eine Sehenswürdigkeit, die ich definitiv empfehlen würde.

Nine Arch Bridge: Das bekannte Fotomotiv in Ella

Natürlich durfte auch die berühmte Nine Arch Bridge nicht fehlen.

Die historische Eisenbahnbrücke gehört zu den bekanntesten Fotospots Sri Lankas und ist nur einen kurzen Spaziergang von Ella entfernt.

Wir haben dort einen klassischen Fotostopp eingelegt – und auch wenn der Ort inzwischen sehr bekannt ist, lohnt sich der Besuch.

Besonders schön ist der Moment, wenn ein Zug über die Brücke fährt und sich durch die grüne Landschaft bewegt.

Auch hier zeigt sich wieder, was Sri Lanka so besonders macht: Selbst bekannte Sehenswürdigkeiten wirken durch die natürliche Umgebung noch einmal ganz anders.

Udawalawe Nationalpark: Elefanten-Safari als eines der größten Highlights unserer Sri Lanka Reise

Nach den kulturellen Sehenswürdigkeiten, den Bergen und den beeindruckenden Landschaften im Landesinneren wartete eines der Erlebnisse auf uns, auf das ich mich besonders gefreut hatte: eine Safari in Sri Lanka.

Zwei Tage verbrachten wir in der Region rund um den Udawalawe Nationalpark – und dieser Aufenthalt gehört bis heute zu meinen schönsten Reiseerinnerungen.

Wer Elefanten liebt, sollte den Udawalawe Nationalpark bei einer Sri Lanka Rundreise unbedingt einplanen.

Schon während der ersten Minuten unserer Safari wurde klar, warum dieser Nationalpark so beliebt ist.

Immer wieder tauchten neue Elefantenherden auf. Manche Tiere liefen entspannt durch die Landschaft, andere standen direkt neben den Wegen oder bewegten sich langsam durch das hohe Gras.

Teilweise hatten wir tatsächlich das Gefühl, von einer Elefantenfamilie zur nächsten zu fahren.

Für viele Menschen sind Elefanten ein Symbol für Sri Lanka – und sie in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten, war für mich ein unglaublich besonderer Moment.

Anders als in Zoos oder Tierparks erlebt man hier Tiere, die einfach ihrem natürlichen Rhythmus folgen.

Genau diese Nähe zur Natur macht eine Safari in Sri Lanka für mich so einzigartig.

Udawalawe oder Yala Nationalpark: Welcher Nationalpark lohnt sich mehr?

Bei der Planung einer Sri Lanka Rundreise stellt sich vielen Reisenden die Frage: Udawalawe oder Yala Nationalpark?

Beide Nationalparks haben ihre eigenen Stärken.

Der Yala Nationalpark ist besonders bekannt für seine Leopardenpopulation. Die Chance, einen Leoparden zu sehen, ist dort höher als in vielen anderen Nationalparks Sri Lankas.

Allerdings gibt es auch im Yala Nationalpark keine Garantie für eine Sichtung.

Der Udawalawe Nationalpark ist dagegen vor allem für seine Elefanten bekannt und bietet sehr gute Möglichkeiten, die Tiere aus nächster Nähe zu beobachten.

Da Elefanten zu meinen absoluten Lieblingstieren gehören, war Udawalawe für mich persönlich die perfekte Wahl.

Eine Leoparden-Sichtung hatten wir dort zwar nicht – allerdings hätte dieser Moment unsere Safari kaum schöner machen können. Die Begegnungen mit den Elefanten waren für mich bereits etwas ganz Besonderes.

Sri Lankas Südküste: Entspannung nach vielen Erlebnissen

Nach den vielen Eindrücken im Landesinneren führte uns unsere Route weiter Richtung Süden.

Nach Tagen voller Kultur, Wanderungen und Safari freuten wir uns darauf, etwas langsamer zu machen und das Meer zu genießen.

Unsere letzten Tage in Sri Lanka verbrachten wir in Weligama und Mirissa – zwei Orte an der Südküste, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

Weligama und Mirissa: Surfen, Strände und Sonnenuntergänge

Weligama ist besonders bei Surfern beliebt und bietet ideale Bedingungen für Anfänger und alle, die ihre ersten Erfahrungen auf dem Brett sammeln möchten.

Mirissa hingegen wirkt etwas entspannter und ist bekannt für seine schönen Strände, gemütlichen Restaurants und spektakulären Sonnenuntergänge.

Wir verbrachten in dieser Zeit viel Zeit am Meer, gingen fast täglich surfen und genossen dieses besondere Lebensgefühl, das die Südküste Sri Lankas ausstrahlt.

Nach den vielen Erlebnissen der vergangenen Tage war es schön, einfach mal weniger zu planen und den Moment zu genießen.

Die schönsten Ausflüge rund um Weligama und Mirissa

Auch an der Südküste gibt es einige Orte, die man während einer Sri Lanka Reise nicht verpassen sollte.

Besonders gefallen haben mir:

Turtle Beach

Am Turtle Beach kann man mit etwas Glück Meeresschildkröten beobachten, die relativ nah an die Küste kommen.

Diese Begegnungen wirken zunächst fast unwirklich: Man steht im Wasser und plötzlich taucht neben einem eine Schildkröte auf.

Auch wenn man natürlich respektvoll Abstand halten sollte, sind solche Momente etwas, das man nicht so schnell vergisst.

Coconut Hill in Mirissa

Ein weiterer schöner Ort ist Coconut Hill in Mirissa.

Die kleine Landzunge mit den vielen Palmen bietet einen wunderschönen Blick über den Indischen Ozean und ist besonders zum Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang ein beliebter Fotospot.

Für mich waren es genau diese ruhigen Momente am Meer, die einen perfekten Ausgleich zu den vielen Abenteuern der ersten Hälfte unserer Reise geschaffen haben.

Nach fast zwei Wochen voller Eindrücke, Begegnungen und neuer Erfahrungen hieß es jedoch langsam Abschied nehmen von Sri Lanka.

Doch unsere Reise war noch nicht vorbei.

Denn als nächstes wartete ein kompletter Kontrast auf uns:

Die Malediven.

Meine Ausflugstipps für dich:

Grossbritannien

London – wo Träume Wirklichkeit werden

Es gibt Städte, die man besucht und schön findet. Und dann gibt es Städte, die einen vom ersten Moment an in ihren Bann ziehen. Für mich gehört London definitiv zur zweiten Kategorie. Vor einigen Jahren durfte ich fünf Tage in der britischen Hauptsta
Christiane Seliger
17.07.2026
5 min Lesezeit

Es gibt Städte, die man besucht und schön findet. Und dann gibt es Städte, die einen vom ersten Moment an in ihren Bann ziehen. Für mich gehört London definitiv zur zweiten Kategorie.

Vor einigen Jahren durfte ich fünf Tage in der britischen Hauptstadt verbringen – und obwohl die Zeit eigentlich viel zu kurz war, habe ich in diesen Tagen unglaublich viel erlebt. Der eigentliche Anlass der Reise war mein Geburtstag und ein Erlebnis, auf das ich mich schon lange gefreut hatte: Mamma Mia! The Party.

Wer jetzt an ein klassisches Musical denkt, liegt nur teilweise richtig. Mamma Mia! The Party ist viel mehr als eine Show. Es ist ein Erlebnis, bei dem man mitten in die Welt von ABBA eintaucht. Die Veranstaltung findet in einer liebevoll gestalteten griechischen Taverne statt und verbindet Musik, Schauspiel und ein mehrgängiges Menü zu einem einzigartigen Abend. Ja, das Ticket war nicht günstig – aber rückblickend war es jeden einzelnen Cent wert.

Während des Abends wird die Geschichte direkt um die Gäste herum erzählt. Dazu kommen die bekannten ABBA-Hits, die live performt werden und für eine Atmosphäre sorgen, die man kaum beschreiben kann. Für ein paar Stunden hatte ich tatsächlich das Gefühl, als wäre die Welt von Mamma Mia zum Leben erwacht. Bis heute gehört dieser Abend zu meinen schönsten Reiseerlebnissen überhaupt.

Natürlich durfte neben diesem Highlight auch das klassische Sightseeing nicht fehlen. London bietet schließlich Sehenswürdigkeiten, die man mindestens einmal gesehen haben sollte. Dazu gehören das berühmte Riesenrad am London Eye, der Buckingham Palace und die vielen historischen Straßen und Plätze, die den besonderen Charme der Stadt ausmachen.

Ein weiteres Highlight unserer Reise war ein Tagesausflug nach Stonehenge. Die beeindruckende Steinformation hatte ich schon oft auf Bildern gesehen, aber davorzustehen ist noch einmal etwas völlig anderes. Dieser geschichtsträchtige Ort strahlt eine besondere Atmosphäre aus und war für mich definitiv einen Besuch wert. Am liebsten hätte ich auf dem Weg dorthin noch weitere Orte in der Umgebung erkundet, doch dafür fehlte uns leider die Zeit.

Als großer Fan von historischen Anwesen, britischer Kultur und natürlich auch von „Bridgerton“ durfte für mich außerdem eine traditionelle Tea Time nicht fehlen. Wer London besucht und die britische Lebensart erleben möchte, sollte sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen. Elegantes Ambiente, feine Sandwiches, Scones und eine große Auswahl an Tee – britischer wird es kaum.

Mindestens genauso begeistert hat mich der Besuch der Harry Potter Studios von Warner Bros. Für Fans der Filmreihe ist dieser Ort ein absolutes Muss. Wir hatten den Ausflug über GetYourGuide gebucht und wurden direkt im Londoner Stadtzentrum abgeholt. Die Anreise verlief allerdings etwas anders als geplant – zumindest für mich. Durch das ständige Stop-and-Go im Londoner Verkehr und die vielen Kurven wurde mir während der Fahrt leider ziemlich schlecht. So schlecht, dass ich kurz dachte, ich würde den Tag vielleicht eher auf einer Bank als in Hogwarts verbringen.

Zum Glück kam alles anders. Direkt nach der Ankunft führte unser erster Weg in den Eingangsbereich mit seinen vielen Harry-Potter-Spezialitäten. Dort entdeckte ich einen Goldenen Schnatz aus Kuchen und Zucker. Ob es die Magie von Hogwarts oder einfach eine ordentliche Portion Zucker war, kann ich bis heute nicht sagen – aber danach ging es mir schlagartig besser. Ich hatte zwar gefühlt einen leichten Zuckerschock, dafür war ich aber wieder bereit für das Abenteuer.

Und natürlich gehört auch das berühmte Butterbier dazu. Ob man es am Ende wirklich liebt oder nicht, ist fast nebensächlich. Wenn man schon einmal dort ist, sollte man es einfach probieren. Es gehört zum gesamten Erlebnis dazu und macht die Atmosphäre noch authentischer.

Danach konnte der Rundgang endlich beginnen. Die Originalkulissen, Requisiten und Einblicke hinter die Kulissen der Filme sind beeindruckend. Egal ob die Große Halle von Hogwarts, der Bahnsteig 9¾, die Winkelgasse oder die zahlreichen Kostüme und Filmsets – an jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Selbst als Erwachsener fühlt man sich hier für ein paar Stunden wieder wie ein Kind und taucht komplett in die magische Welt von Harry Potter ein.

Für mich war dieser Besuch weit mehr als eine klassische Studioführung. Es war eine Reise zurück in eine Welt, die mich seit meiner Kindheit begleitet. Und spätestens als ich mit meinem Butterbier durch die Studios lief, war die schlechte Busfahrt längst vergessen.

Rückblickend war diese Reise für genau das perfekt, was ich mir damals gewünscht hatte. Der eigentliche Anlass war mein Geburtstag und der große Traum, Mamma Mia! The Party live zu erleben. Allein dafür hätte sich die Reise schon gelohnt. Dass ich mir gleichzeitig noch einen weiteren lang gehegten Wunsch erfüllen und die Harry Potter Studios besuchen durfte, macht mich bis heute unglaublich dankbar. Genauso wie der Ausflug nach Stonehenge – ein Ort, den ich schon so oft auf Bildern gesehen hatte und den ich nun endlich mit eigenen Augen erleben konnte.

Wenn ich heute darüber nachdenke, noch einmal nach London zu reisen, würden meine Prioritäten wahrscheinlich etwas anders aussehen. Die klassischen Sehenswürdigkeiten habe ich gesehen und viele davon würde ich nicht unbedingt ein zweites Mal besuchen. Das London Eye beispielsweise war ein tolles Erlebnis, aber nicht etwas, das ich bei einem weiteren Besuch unbedingt wieder machen müsste.

Stattdessen würde ich mir mehr Zeit nehmen. Zeit, um die Stadt und ihre Umgebung bewusster zu entdecken. Oxford steht dabei ganz oben auf meiner Liste. Außerdem würde ich gerne die britischen Vororte und die kleineren Orte rund um London erkunden, vielleicht sogar mit einem Mietwagen. Einfach losfahren, an schönen Cafés und Pubs anhalten, neue Ecken entdecken und das britische Lebensgefühl noch intensiver erleben.

Auch kulinarisch würde ich mir mehr Zeit gönnen. Eine traditionelle Tea Time ganz ohne Zeitdruck, besondere Restaurants und vielleicht den einen oder anderen Ort, den man nicht in jedem Reiseführer findet.

Und doch gibt es eine Sache, die ich vermutlich sofort wieder buchen würde: Mamma Mia! The Party. Ja, die Tickets sind nicht günstig. Aber manchmal gibt es Erlebnisse, die weit über ihren Preis hinausgehen. Für mich war dieser Abend genau so ein Erlebnis. Die Musik, die Atmosphäre, das Essen und die besondere Stimmung haben meinen Geburtstag zu etwas gemacht, an das ich mich bis heute mit einem Lächeln erinnere.

London ist für mich deshalb nicht nur eine Stadt voller Sehenswürdigkeiten. London ist eine Stadt voller Erlebnisse. Eine Stadt, die bei jedem Besuch etwas anderes bereithält und die mir gezeigt hat, dass die schönsten Erinnerungen oft dort entstehen, wo man einen lang gehegten Traum endlich Wirklichkeit werden lässt.

Meine Ausflugstipps für dich:

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